toller Link, ich hab mich da auch in Teilen wiedererkannt.
Aber abgesehen vom "Auswandererstress" hat man in London eben auch noch den Metropolenstress.
Vergiss nie, dass Menschen verschiedene Ansätze haben, wie sie leben möchten und welchem Stress und Lärm sie sich auszusetzen vermögen. Und was jemand als Stress empfindet, ist von Person zu Person verschieden. Es gibt Menschen, die ziehen ihre Energie aus einer riesigen Stadt wie London, anderen saugt eine Metropole das Blut aus den Adern. Das hat nicht immer was mit Zusammenreißen oder dran gewöhnen zu tun und auch nicht damit, dass man, wenn man seine Lebensumstände in dieser Stadt unerträglich findet, es "nicht geschafft" hat.
Und was den einen bei der Stange hält, wäre für den nächsten vielleicht wieder unerträglich. Den Tipp mit dem weiter rausziehen finde ich persönlich nicht schlecht - vor zwei Jahren protestierte ich noch, als mein Freund mich überreden wollte, in den äußersten Südwesten zu kommen.
Aber ich lebe jetzt mittlerweile auch in Zone 6 und kann den Drang, möglichst zentral wohnen zu wollen, gar nicht mehr nachvollziehen. So sucht man sich eben seine Nische. Bei mir funktioniert sie in erster Linie, weil ich zentral arbeite und damit the best of both worlds habe. Würde ich in Kingston wohnen UND arbeiten, würde mir das vielleicht auch zu piefig sein.
Sorry, dass ich jetzt so über mich schwafel, aber ich wollte nur darstellen, dass London eben nicht ausnahmslos hektisch und laut sein muss.
und, ja, dass man das un-laute, un-hektische vereinzelt auch schon in Zone 2 haben kann, weiß ich auch
