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#474293 Tessa/Cathi

Geschrieben von stonki am 30 August 2012 - 05:50

Hallo,

kaum ist man mal zwei Tage nicht im Forum (meine Frau hatte Geburtstag und wir haben uns Potsdam angeschaut), geht es hier richtig ab.

Also zunächst einmal: "Cathi20" und "Tessa" sind nun beide dauerhaft gesperrt. Nachdem von Marc80 gestern deutliche Hinweise kamen, habe ich mir heute morgen mal paar Logfiles analysiert und beides waren (wie schon viele vermutet haben) Troll / Doppelaccounts.
  • Die Anmeldung erfolgte über unterschiedliche Rechner, davon einer in Deutschland,
  • die letzten Beiträge kamen jedoch immer von englischen t-mobile accounts:
    *.cust.t-mobile.co.uk
  • beide User hatten einen identischen Browser ID String, der so selten vorkommt, das ihn sonst kein anderer User im Forum hat
  • Hinweis vom Marc80: http://s17.postimage...s3j/exposed.png
  • Die vermeintliche Tochter von Tessa ist hier zu finden: http://www.inmagine....bld131008-photo
  • der vermeintliche Freund war der Vergewaltigung verdächtiger Polizist, der später freigesprochen wurde http://www.judiciary...ed_for_rape.htm)
Schade, daß man mit sowas Zeit und Energie verschwendet. Auch schade, daß man aufgrund dieser Erfahrungen in Zukunft kontroverse Neu-Mitglieder eher sperren wird - es muss ja nicht immer ein Troll sein.

Auch sorry, daß ich das so lange hab' laufen lassen. Naiv..
  • 60


#501953 Appendix, Blinddarm OP in London mit der NHS? OMG!!!

Geschrieben von talex am 25 March 2013 - 09:02

oder eben nicht... OMG?

mit starken bauchschmerzen via blackcab for free (danke cabbie!!!) um 4 am am Sonntag morgen zu st marys paddington emergency hospital gefahren.
es war nur eine Person am warten jedoch dauerte es 1 h bis ein Pfleger die erst aufnahme machte. Meine evtl Laienhafte Darstellung von Bauchschmerzen liessen mich nach de Gabe von 2 starken Schmerztabletten noch eine weitere Stunde warten bis Blutproben und Urinaampel genommen wurden. Nach 2.5 h kam die erste junge Aerztin und es folgten erste Checks. mit 3 moeglichen diagnosen. sie forderte einen senior arzt an, der nach ca 30 min eintraf. moeglicher blinddarm, das OP team wurde gerufen, zudem eine weitere dose nette schmerzmittel. im 10 min takt kam die schwester (noch immer in der notaufnahme liegend) und befragte mein wohlsein.
ein transfer auf die station wurde nach der OP team diagnose beordert. eine Art offener Raum a 3 Betten mit direktem blick kontakt zur Schwester/Pfleger insel, sofern die vorhaenge offen sind.

fuersorgliche pfleger erklaerten mit das moderne und neue bett, das neue bad, und die gimmicks die das st marys anbietet, wifi, tv on demand etc.

ein 4 er aerzteteam gespann (consultant) rauschten herbei und aufgund der etwas kniffeligen schmerzsituation ordneten sie das teure MRT an. jedoch hatte oberarzt 1 mit seiner diagnose recht dass es sichum den blinddarm handelt.

ich wuede auf die op liste fuer sonntag, also den gleichen tag noch gesetzt. es war nun ca 11uhr. essen und trinken verboten, meine letzte mahlzeit war 22uhr am vorabend, sodass  ich noch einige stunden aufmagen entleeren wartten ,usste.

der pfleger kuemmerte sich aber sehr nett um mich, trotz seiner 7.30-20.30 - 12 h shift.
als er nach hause ging, gab er noch einen kurzen zwischenstand, dass ich noch immer auf der op liste fuer den abend stehe, sowie saemtliche blutwerte die meine nerdigen freunde aus dtld anforderten um bessere diagnosen stellen zu koennen.

der op arzt kam vorbei und erklaerte mir die op, 3 loch schluessel methode, orteile, nebenwirkungen, dauer etc

(btw meine teilname am london marathon am 21.4 hat sich leider erledigt) er gibt mir hoffnung dass training nach zwei wochen moeglich ist, more likely jedoch 4-6. we will see.

gerade mit knurrendem magen bettfertig gemacht kam die schwester (ihre schicht ist 20.30-8.30) und meinte es geht gleich los, der betten schiebe mann sei beauftragt worden.
ein wenig blaba und witze mit der sehr netten schwester aus nigeria, machten die moegliche nervositaet zu grunde.

im op agekommen , stellte sich das narkose und doktor team vor, erzaehlten ein paar witze und machten einen froehlichen , ausgeschlafenen und fachlich fitten eindruck (meine rettungswagen zivildienst kentnisse musste ich dann noch mal einberufen, und nach narkose mittel, intubation etc fragen)
fuer die natuerlich kinderkrams, aber nett dass alle so freundliche und langwierig dinge erklaert haben, trotz des nhs kostendrucks.

aufgewacht im grossen saal, eine andere sehr nette und sympathische schwester gab mir wasser , mit eis, eine vorgewaermte decke wurde angeboten etc.
so macht aufwachen spass. meineschwester aus der station stand auch schon parat um mich zu begruessen.
leidermussten wir eine stunde auf den betten schiebe mann warten ( eine externe firma, stellt diesen service im hospital- outsourcing)
war dadurch jedoch genug zeit ueber arbeitsbedingungen, chefaerzte, kollegen usw zu plaudern.

es ist 1 uhr montag morgen ich bin zurueck auf der station, und bekomme endlich essen. und neue nette schmerzmittel

recht gut geschlafen in den neuen betten, ( mit view auf little venice btw) und mit britisch toast und tea in den morgen begruesst.
die nachtschwester verabschiedete sich um 8.30, eine neue uebernimmt die nae 12 h schicht ( 3 mal monatlich 3 tage/woche, einmal 4 tage die woche, werden diese arbeitszeiten geleistet)

der op bericht wurde mir zum lesen bereits zur verfuegung gestellt, das aerzteteam kommt ggen 10 uhr.

mit der entlassung ist heute abend , spaet morgen frueh zu rechnen.

als versnobter deutsche privatpatient, mit Vergangenen OPs ausschliesslich in privatkliniken mit chefaerzten, muss ich sagen, was die gescholtene NHS hier leistet, verdient grossen respekt

ich bin stolz auf mein london und froh in England leben zu koennen.

gruesse aus dem paterson wing, geschenke willkommen, bett nr 9
  • 34


#501484 Wenn ich wollte...

Geschrieben von stonki am 21 March 2013 - 13:18

User dauerhaft gesperrt


  • 30


#470752 Offener Brief an die DIL Gemeinde

Geschrieben von jensberlin am 05 August 2012 - 23:15

Ich glaub ihr seid alle nicht ganz bei Trost! Und damit meine ich sowohl Cathi 20, als auch Tessa24 und leider auch meinen Kumpel Kruxx!
So wie ihr mit-und übereinander sprecht, oder schreibt habt ihr entweder jegliche Beherrschung verloren, oder gar keinen Anstand.

Was soll dieser Scheiß der gegenseitigen, übelsten Beleidigungen? Seid ihr Asis, oder was?

Ich kann es weder gut heißen, wie Kruxx auf deine Bilder geantwortet hat, noch wie du Cathi, so ausfallend reagieren musst!
Es ist Menschenunwürdig so miteinander zu kommunizieren und zwar egal welcher Hautfarbe oder Religion man angehört!
Etwas rassistisches von Kruxx habe ich allerdings nicht in dem allgemein unter der der Gürtellinie verlaufendem Schlagabtausch gefunden.
Vielleicht kannst du mich auf die Stelle hinweisen!?
Allerdings beinhaltet dein Beitrag mit dem "Schw...lutscher" eindeutig eine rassistische Meinungsäußerung, nämlich gegenüber
den Homosexuellen!

Also immer schön vorsichtig, denn wenn man im Glashaus sitzt sollte man nicht mit Steinen werfen!
  • 30


#496175 Morden - gut fuer Familien?

Geschrieben von Tinkerbella am 10 February 2013 - 16:10

Threadtitel des Jahres 2013! 


  • 29


#427177 Alternde Eltern

Geschrieben von Anerley am 29 August 2011 - 10:16

Meine Erfahrung: Vorbereiten kann man sich auf so etwas ueberhaupt nicht. Man nimmt es Schritt fuer Schritt. Egal, was du machst, du wirst eine fuer dich ganz persoenliche Entscheidung treffen muessen, die du immer wieder vor dir selbst rechtfertigen musst. Man sollte auch nicht darueber nachdenken, was waere wenn: statt dessen die Zeiten geniessen, die man mit seinen Eltern hat. Alles andere wird sich finden. Meine Eltern haben sehr gut vorgesorgt, finanziell und auch organisatorisch. Patientenverfuegung gibt's, eine Liste mit bevorzugten Pflegeheimen: im Endeffekt hat uns das alles wenig geholfen.

Ich war gerade erst nach London gezogen, hatte hier geheiratet und fing gerade damit an, mir hier mein Leben aufzubauen, als mein Vater – zu dem ich ein sehr enges Verhaeltnis hatte – ploetzlich an Leukaemie erkrankte und innerhalb von 1 ½ Jahren starb. Mein letzter Kontakt mit ihm war am Telefon im Krankenhaus - ich hatte hier gerade meinen ersten Job und konnte nicht frei nehmen. So sass ich hier in London und wartete auf den Anruf meines Bruders, der mitten in der Nacht kam.

Innerhalb von Wochen nach dem Tod meines Vaters wurde meine Mutter schwer krank. Sie leidet seither an einer sehr schweren klinischen Depression. Konkret heisst das, sie liegt seit nunmehr sieben Jahren – obwohl physisch anfangs sehr fit, mittlerweile natuerlich nicht mehr so – im Bett und wartet darauf, sterben zu duerfen.  Nach etwa 6 Monaten wurde es klar, dass sie nicht mehr alleine leben konnte und sie lebt seither in einem Heim.  Sie liegt im Dunkeln, Licht anmachen ist nicht erlaubt, auch Radio oder Fernsehen kann sie nicht ertragen. Teure Privataerzte, private Pfleger, Zeiten in der Psychiatrie, diverse Therapien und zahlreiche Psychopharmaka haben keine Veraenderungen gebracht. Sie hat sich von einer sehr aktiven, attraktiven Person, die gerne im Mittelpunkt stand, zu einer ungepflegten, menschenverachtenden , einsamen Person verwandelt. Jeden Tag, wenn ich von der Arbeit komme, muss ich sie anrufen. Die Anrufe dauern jeden Tag 20 Sekunden, und haben immer den gleichen Ablauf. Erzaehlen kann ich ihr nichts, sie reagiert nicht darauf, weder auf besonders gute noch besonders schlechte Nachrichten. Sie sagt einfach tschuess und legt auf. Wenn wir in Deutschland sind und sie besuchen, dreht sie sich nach ein  paar Minuten zur Wand und bittet uns, zu gehen. Sie sagt, wenn sie alleine ist und ihre Augen zumacht, ist sie bei meinem Vater, und das ist das einzige, was sie moechte. Im Grunde lebt seit Jahren nur noch ihr Koerper – ihre Persoenlichkeit ist mit meinem Vater gestorben.

Was sollte ich machen? Wie sollte ich mich um sie kuemmern? Das, was ich mir hier aufbaute, war genau das, was ich immer wollte, waehrend ich in Deutschland eigentlich immer das getan habe, was meine Mutter wollte. Meine Mutter ist eine sehr dominante Persoenlichkeit, und ich merkte, dass ich im wahrsten Sinne des Wortes einen weiten Abstand von ihr haben musste, um mein eigenes Leben bestimmen zu koennen. In der ersten Zeit nach dem Tod meines Vaters stand die Frage im Raum, ob wir nach Deutschland ziehen sollten. Mein Mann ist Franzose und wir merkten beide sofort, dass wir zwar vielleicht irgendeinen Job finden wuerden, aber nicht so wie in London, wo wir beide das machen, was uns gluecklich macht. Mein Mann waere trotzdem nach Deutschland gezogen, aber ich habe dann entschieden, dass ich in London bleiben wollte.

Mein Bruder, der in der selben Stadt wie meine Mutter wohnt und sich mit seiner Partnerin regelmaessig um meine Mutter kuemmert, hat mich in dieser Entscheidung unterstuetzt. Das war mir sehr wichtig, denn ich hatte erwartet, dass viele diese Entscheidung als egoistisch sehen wuerden. Ich war dann doch ueberrascht, wie viele mir sagten, dass sie mich verstehen. Waere mein Vater alleine geblieben, haette ich mich vielleicht ganz anders entschieden, da ich zu ihm ein sehr viel engeres Verhaeltnis hatte und ich ihn gerne um mich gehabt haette. Ich bin heute sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ein schlechtes Gewissen habe ich hauptsaechlich meinem Bruder gegenueber, der die groesste Last im Alltag traegt. Als meine Mutter Anfang des Jahres einen Herzinfarkt hatte – den sie erstaunlich gut weggesteckt hat -, war es mein Bruder, der im Krankenhaus ploetzlich zusammenbrach und mit Verdacht auf Herzinfarkt (der sich zum Glueck nicht bestaetigte) behandelt wurde. Seine Partnerin draengt seit Jahren, dass er mehr Abstand von meiner Mutter nimmt, da es ihn krank macht. Da meine Mutter die Gegenwart anderer Menschen kaum ertraegt, ist ihr ironischerweise  der taegliche Telefonkontakt mit mir viel lieber als die Besuche meines Bruders.

Jemand, der nicht wirklich in dieser Situation steckt, kann sich nicht vorstellen, wie sehr solch extreme psychischer Erkrankungen einen Menschen veraendern. Ich glaube, um selber gesund zu bleiben, muss man einen gewissen Abstand halten. Das hoert sich hart an, aber wer es selber nicht erlebt, hat kein Recht, zu urteilen.

Insgesamt muss ich sagen: ich bin erstaunt, was man so alles uebersteht und verkraftet und dabei trotzdem gluecklich sein kann. Man hat unglaubliche Kraefte in sich, von denen man nichts ahnt, bevor man sie braucht. Mein Vater ist irgendwie immer bei mir und so habe ich ihn nicht wirklich verloren. Fuer meine Mutter wuensche ich mir, dass sie endlich bald sterben darf.
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#453533 Neues London-Buch!

Geschrieben von Gerhard am 01 April 2012 - 13:52

Liebe Leute,

es gibt ein neues Buch über London, für das ich hier etwas Werbung machen will, denn dieses Buch liegt mir sehr am Herzen, was wenig überraschend ist, eigentlich, denn es ist, naja, von mir.

Es erscheint am kommenden Dienstag, dem 3. April im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, kostet 9,95.-Euro und heißt

"111 Gründe, London zu lieben"



Es ist eine Sammlung von 111 kleinen Geschichten, über meine Lieblingsorte und ein paar Londoner, die ich bemerkenswert finde, es geht um Lieblings-Pubs und Restaurants, es gibt neben Tipps und Tricks ein paar Minireportagen über das Leben in London - alles in allem ein vielseitiger, sehr subjektiver Blick auf unsere Stadt und ihre Eigenarten, die liebenswerten, die schrägen und die downright idiotischen. Interessant nicht nur für London-Neulinge und Touristen, sondern auch für alle, die schon länger hier leben (oder gelebt haben). Es ist kein Reiseführer im üblichen Sinn, eher ein Reise-ver-führer, oder ein Londonlesebuch, es gibt weder Fotos noch Karten, nur Geschichten und viele Tipps für Besucher.

Es ist mir übrigens eine besondere Freude, das Buch endlich hier anzukündigen. Auch wenn ich mich in den letzten Jahren nur selten hier habe blicken lassen, bin ich diesem Forum herzlich verbunden - und zu Dank verpflichtet, seit ich vor knapp zehn Jahren meine ersten Beiträge geschrieben und viel Ermunterung erfahren habe, was mein Schreiben betrifft. Stonki und viele der DiL-Ureinwohner wissen wahrscheinlich, was ich meine. Ihr Pappnasen seid alle nicht ganz unschuldig an der Entstehung dieses Buches!

Ab Dienstag veröffentlicht "Spiegel ONLINE" gekürzte Auszüge aus drei Kapiteln, da könnt ihr Euch einen Eindruck verschaffen. Und eine Facebook-Seite gibt's natürlich auch schon, die ist aber noch ganz am Anfang und soll in erster Linie das Buch ergänzen, mit Fotos, Links, aktuellen Tipps und so weiter.

Also, ich würde mich freuen, wenn ich auch hier in der DiL-Community ein paar Leser fände und wünsche Euch viel Spaß bei der Lektüre!

Schöne Grüße,

Gerhard
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#448231 Erfahrungsbericht - gerade nach London gezogen

Geschrieben von Bill am 22 February 2012 - 14:17

Ein kleiner Erfahrungsbericht für übersiedler mit Fokus Wohnung suchen und finden!

Anfang Februar sind wir (mein Partner, unser einjähriger Sohn und ich) berufsbedingt aus Deutschland nach London gezogen. Da wir viel bei DIL gelernt haben, möchten wir nun auch gern etwas beisteuern. Einen kleinen Erfahrungsbericht. Bitte entschuldigt, ich bin nicht der geborene Autor, ich bemühe mich aber.

Die Wohnungssuche:
Erst einmal haben wir fleißig bei DIL recherchiert. Danach, wie man sich das als Deutscher so denkt, sind wir auf die Onlineportale los und haben uns was rausgesucht. Bei den folgenden Telefonaten stellte sich heraus: alle weg - warum werden sie dann noch angezeigt, fragt sich der ordnungsliebende Deutsche. Nichtsdestotrotz alle waren sehr hilfreich und haben uns neue Wohnungen angeboten.
Für Wohnungsbesichtigungen ist mein Partner nach London geflogen. Da noch im bestehenden deutschen Arbeitsverhältnis blieben dafür 2 Tage kurz vor Weihnachten (Mi Abend hin und Fr Nachmittag zurück). Ambitioniert. Plan B besagte ein weiterer Londonkurztrip im Januar. Termine ausmachen erforderte von mir planungsliebenen Person sehr viel Flexibilität. Dank Telefon und Internet hat alles geklappt.
Nach den ersten Besichtigungen und Gesprächen dann der Glücksgriff. Wohnung und Gegend gesehen, alles erschien soweit ok - zugegriffen. Zwei Schlafzimmer, kleiner Garten, möbliert, Supermarkt um die Ecke, ziemlich ruhig. Viel Geld gelassen für Bearbeitungsgebühr, Kaution, etc. sowie die ersten sechs Monatsmieten (da es noch einen Interessenten gab und die Bürgschaftsüberprüfung mit Deutschland zu lange gedauert hätte). Alles aber sehr seriös mit Quittungen und Bescheinigung vor Ort und online immer schön nachverfolgbar auf der Internetseite. Wir hatten ja zum Glück schon Gutes über LudlowThompson bei DIL gelesen. Neben dem vielen Geld wollten sie von jetzt auf gleich alle möglichen Unterlagen und Referenzen. Wie gesagt, es gab einen zweiten Interessenten und der Schnellere gewinnt. Wir haben alles möglich gemacht und Sa kam die Zusage. Auch wenn es viel Flexibilität von einem selbst verlangt, es geht dafür alles recht schnell und unmittelbar.
Die größte Sorge vor dem Umzug war also weg. Entspannte Weihnachten standen vor der Tür. Nicht noch einmal ständig am Telefon, nicht noch einmal Füße wund laufen, nicht noch einmal ...

Der Umzug:
Gut geplant, vorher noch eine kurze Stipvisite für die Wohnungsübergabe. Die Schlüsselübergabe war zwar noch kurz in Gefahr, wegen noch fehlendem Gas Safety Check, aber toi toi toi hat alles noch geklappt - wir hatten die Schlüssel.

Die Ankunft:
Ich bin mit unserem Sohn geflogen. Mein Partner ist mit dem Transporter gefahren. Am Ende waren wir zeitgleich da. Es war spät. Sohnemann hat für Müdigkeit geschrien und musste schnell ins Bett. Die Wohnung wirkte irgendwie kleiner als auf den Bildern, die ich bisher gesehen hatte, aber es war ja dunkel. Unseren Landlord haben wir auch noch einmal gesehen, da unsere Tür nicht mehr zuzuschließen ging.
Am nächsten Tag haben wir uns an die Arbeit gemacht. Es war alles ziemlich dreckig, es gab viel Gerassel von Vormietern, die Gastherme ging nicht. Wir schleppten Kisten, putzten die komplette Wohnung einmal durch, packten aus, fuhren den Transporter zurück nach D., ...
Im Ergebnis finde ich die Wohnung nun doch ganz schön. Zwar finde ich immer noch kleine überraschungen, aber sonst wird es ja langweilig - z.B. zusammengeknülltes Zellstofftaschentuch an der Badezimmerdecke irgendwie leicht eingesponnen, wie kam das dahin?

Angekommen:
Alles ist ausgepackt, die Wohnung ist eingerichtet. Die neue Arbeit hat gut angefangen. Wir sind beim GP um die Ecke registriert. Der Kindergartenplatz für unseren Sohn ist kein Problem. Alles einfach über die Councilseite zu finden. (Zentrale Systeme haben ja auch Vorteile.) Gerade sind wir im "Settling-in". Dann kann es mit meiner Jobsuche losgehen. Verschiedene Handwerker waren mittlerweile da und haben noch ein bisschen was repariert. Telefon und Internet funktioniert. Wir haben ein neues Familienmitglied - unseren Sauerteig. Die ersten Brote sind gebacken. Wir haben viel auf DIL gelesen, um herauszufinden, wo man was herbekommt.

Traurige Neuigkeiten: Berlin Delicious in Whitechapel hat vor ca. 7 Monaten zu gemacht, sagte mir der nachfolgende Ladeninhaber.

Im Großen und Ganzen hat sich alles gut gefügt und ging ohne große Schwierigkeiten von statten. Wir sind froh und gespannt, wie unsere Zeit hier werden wird.

So war es für uns. Ich hoffe, das hilft anderen oder ist zumindest unterhaltsam. Wie habt ihr es erlebt?


Tipps von uns an übersiedler:
  • ein Offshore Bank Account vorher ist hilfreich, da reicht eine deutsche Adresse
  • für die Wohnungssuche vorher schon Referenzen vorbereiten: Passkopie, Bankauszug der letzten 3 Monate, Proof of Address, Einkommensnachweise der letzten drei Monate, falls man noch nicht in UK arbeitet employment reference vom zukünftigen Arbeitgeber - am besten einscannen und auf dem USB-Stick gleich mitnehmen
  • für Orientierung und Wohnungssuche bietet sich ein Smartphone an mit entsprechender PayAsYouGo-Prepaid-Karte - uns hat es sehr geholfen (Stadtplan, Tubemap, Emails, Skype, Telefonieren, ...)
  • Schlüssel für die Wohnung wenn möglich vor dem Umzug organisieren, wir hatten die vier Tage gleich noch als Puffer geplant, da wir über englische Handwerker vorher nicht nur gutes gehört haben und in der Wohnung noch was gemacht wurde, vor unserem Einzug
  • erste Ration Lebensmittel, Putzmittel, Klopapier, ein bisschen Vorrat der beliebten und bekannten Dinge (sofern das Platz hat) mitnehmen

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#422115 Deutsches Fernsehempfang

Geschrieben von RAT am 18 July 2011 - 06:49

Du musst den Fernseher bei der Deutschen Botschaft erst freischalten lassen. Dafuer brauchst Du das P661 Formular mit der GEZ Bescheinigung, dass Du in Deutschland weiterhin die Gebuehren bezahlst (kommt man nicht mehr drum rum). Die von der GEZ haben leider nicht so die Ahnung, also koennte sein, dass die von dem Formular noch nie was gehoert haben, dann einfach nochmal anrufen und mit jemand anderem sprechen.
Mit dem Formular und dem Fernseher gehts dann zur Botschaft (Termin machen!) und die Freischaltung dauert dann keine 10 Minuten. Bei mir wurde Sat1 irgendwie bei der Freischaltung vergessen, naja, kann ich auch drauf verzichten. Viel Erfolg!
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#503820 Ding Dong the Witch is Dead!

Geschrieben von Thomas aus Franken am 08 April 2013 - 17:38

Aufrichtige Freude ist mir allemal lieber als geheuchelte Betroffenheit.


Echt? Bei mir ist es genau anders herum.

 

Man könnte mit den Freudenbekundungen wenigstens warten, bis die Frau unter der Erde ist. Immerhin ist es ja nun weiß Gott nicht so, dass mit Thatchers Tod irdendeine Last von unseren Schultern fällt und es all den Menschen, die bis gestern noch so unter ihr gelitten hatten, heute plötzlich besser geht.

 

Viele sagen, über den Menschen Margaret Thatcher erlaubten sie sich ja gar kein Urteil, ihnen gehe es ja nur um die Politikerin Margaret Thatcher, der sie nicht nachtrauerten. Das wiederum ist natürlich Unsinn, weil heute der Mensch Margaret Thatcher gestorben ist. Die Politikerin hat sich schon vor vielen aus der Politik verabschiedet - das mag damals für Viele ein Grund für Freudentänze und Verteufelungen der alten Hexe gewesen sein. Fair enough. Aber heute? Heute ist einfach eine alte Frau gestorben, was keinerlei direkten Einfluss auf das politische Geschehen haben wird. Ich verstehe nicht, warum das Anlass zur Freude sein sollte.


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#483265 Antibabypille

Geschrieben von marc80 am 06 November 2012 - 21:39

Irgendwie habe ich überhaupt keine Lust, die Pille für deine Freundin zu bezahlen...
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#473075 Sehr viel Fluessigkeit in der Gebaermutter

Geschrieben von heinz von der pflaume am 21 August 2012 - 21:56

ich habe damal ne seite für euchhttp://www.bravo.de/dr-sommer
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#441367 Die Rueckkehr gewagt - und nun?

Geschrieben von marc80 am 01 January 2012 - 18:10

Ein kluger Mann weiß natürlich, dass es in diesem Thread nur um weibliche Empathie geht und hält sich raus...

Du vergleichst das Beste aus 6 Jahren England mit dem schlechtesten aus 6 Wochen Frankfurt. Gönne dir und deiner Umgebung Zeit, das klingt zu einem großen Teil einfach nur nach ganz normalem "Heimweh" (Dafür ist man anscheinend nie zu alt oder gewieft).

1. Essen - langweilig, unauthentisch, keine grosse Vielfalt (Achtung, ich vergleiche mit London).


Das ist natürlich sehr subjektiv, aber dass ausgerechnet "schlechteres" Essen dein erster Punkt ist, ist schon überraschend. Dein Problem mit Frühstücken kann ich nicht nachvollziehen ehrlich gesagt. Ich frühstücke in England exakt so wie die 20 Jahre davor in Deutschland (Ein Brötchen/Sandwich zwischen 10 und 12). Das ist doch auch etwas sehr privates was jeder so macht wie er will. Wenn das gemeinsame große Frühstück eine Tradition in deiner WG ist, ist das auf keinen Fall übertragbar auf ganz Frankfurt oder gar Deutschland. Dass dir vor dem ständigen Brötchenessen graust und du dich zurücksehnst nach dem Land, dass das Sandwich erfunden hat, ist irritierend :icon_wink:

Oeffentliche Verkehrsmittel - S-Bahnen nur alle 15min zur "Rush Hour" und die kommen auch noch staendig zu spaet. Eine Monatskarte fuer die Strecke zur Arbeit (3 Haltestellen, 6min Fahrtzeit) kostet fast €120


Ein tfl Ticket Zone 1 only kostet mehr als €120. Wenn du nur 3 Haltestellen hast wäre zu Fuß gehen oder Radfahren eine Alternative? Eine deutsche S-Bahn in puncto Frequenz mit der Tube zu vergleichen, ist natürlich unfair. Ich würde sagen sie fahren häufiger als die Overground und sind pünktlicher als die Busse :icon_wink:

Gesundheitssystem


Du zahlst natürlich mehr Beiträge insgesamt, das ist sicher richtig. Wobei sich mehr Abgaben und weniger Miete meiner Erfahrung nach zB die Waage halten. Die €10 Praxisgebühr werden nur einmal im Quartal fällig und häufiger bezahlte Gebühren werden rückerstattet, soweit ich weiß. Dass du mit 2x Angina und 1x Bronchitis in England weniger Stress mit ärzten gehabt hättest als in Deutschland, halte ich für unwahrscheinlich. Und du meckerst über Zuzahlungen, wenn du in England alle Medikamente voll selbst bezahlen hättest müssen? Es gibt nichts teureres als in England krank zu werden. Von Geschichten wie Kochenbrüchen, die wegen Wartelisten schief zusammengewachsen sind und erneut gebrochen werden mussten, mal völlig abgesehen.

Dieses häufiger zitierte "Starren" ist mir zugegebenermaßen völlig unbekannt. Ich schiebe vieles davon in den Bereich subjektive Wahrnehmung. Ich fühle mich beispielsweise in England mehr angestarrt. Für Humor und Freundlichkeit zählt ähnliches. (Wobei es für Mario Barth keine Entschuldigung gibt)


5. Inspiration


Wenn man Frankfurt oder irgendeine andere europäische Stadt mit London gleichsetzen könnte, würde London seine Existenzberechtigung verlieren. Den Punkt bekommst du natürlich auf jeden Fall.

6. Beutelgebuehr und Flaschenpfand - ohne Worte...


Das findest du...schlecht? Ernsthaft?!?


Supermaerkte die liefern
First world problem

billige Handyvertraege
X ist in England günstiger, Y in Deutschland, was zählt sind die Gesamtlebenshaltungskosten.

englisches Fernsehen
Serien und Filme kannst du online schauen. Ich halte "ziellosen" Konsum von Unterhaltungsfernsehen für ein Unterschichtenphänomen. Egal wo auf der Welt.

Englisch sprechen
Such dir Communities.

sich abends aufstylen und nicht ueberall mit Jeans und T-Shirt hingehen
Du gehst mit den falschen Leuten zu den falschen Veranstaltungen. (Also für dich, ich persönlich fände das gut)

Was ich eigentlich mit meiner Geschichte aufzeigen will ist, dass man sich gut ueberlegen sollte, ob man wegen Kleinigkeiten oder Aeusserlichkeiten zurueck nach D geht. Eine tolle Wohnung oder ein guter Job allein machen nicht gluecklich.


Genau so wie "weg aus Deutschland" allein nicht glücklich macht. Home is where the heart is. Deines scheint in England zu sein. Mit objektiven Argumenten ist dem nicht beizukommen. Weder von deiner Seite aus, noch von deiner Familie oder von deinen Freunden.
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#403015 Rückwanderungsquote 78% liegt das nur am Brot?

Geschrieben von Thomas aus Franken am 31 January 2011 - 20:43

Aus meiner persönlichen Erfahrung mit vielen Expats im Bekanntenkreis gehen die Wenigsten mit der festen Absicht ins Ausland, dort nun den Rest ihres Lebens zu verbringen. Daher finde ich es gerade bei innereuropäischen Umzügen immer eher lächerlich, vom „Auswandern“ zu sprechen. Die meisten gehen aus beruflichen Gründen ins Ausland und ziehen später auch aus denselben Gründen wieder weiter (sei es zurück ins Ursprungsland oder in ein drittes Land).

Was ich aus dem Artikelchen herauslese, ist vor allem, wie schwer man sich in Deutschland immer noch damit tut, zu verstehen, dass heute nicht mehr jeder sein Leben lang an einem Ort leben will oder kann, dass man sein Berufsleben nicht von der Ausbildung bis zur Rente bei einem Arbeitgeber verbringt. Umziehen in eine andere Stadt oder in eine andere Region wird immer noch als ein Riesenschritt gesehen. Ein Umzug ins Ausland natürlich umso mehr.

Das führt auch dazu, dass einer Rückkehr aus dem Ausland zurück ins Heimatland oft auch ein bisschen der Geruch des Scheiterns anhaftet. „Aha, da kommt wieder einer zurück - der hat's wohl nicht geschafft, hat's zu nichts gebracht im Ausland, darum kommt er wieder zurück“, heißt es dann oft. Oder auch: „Aha, war das gelobte Ausland wohl doch nicht so toll, wie man sich es erhofft hatte - und jetzt kommt man wieder zurück, weil es hier besser ist“. Auch das schwingt meines Erachtens ganz leicht in dem Artikel mit.

Was dabei übersehen wird, ist wohl zum einen, dass die Wenigsten mit dem Plan ins Ausland gehen, für immer dort zu bleiben, und zum anderen, dass eine Entscheidung für einen Umzug in ein bestimmtes Land nicht immer auch eine bewusste Entscheidung GEGEN das andere Land ist. Darauf werde ich zum Beispiel in Deutschland oft angesprochen: Was mich denn an Deutschland so stört, dass ich nach England gezogen  bin? Nun, an Deutschland stört mich überhaupt nichts und die Entscheidung für ein Leben in England war zu keinem Zeitpunkt eine Entscheidung gegen ein Leben in Deutschland. Es hat sich einfach so ergeben. Und irgendwann ergibt es sich vielleicht einfach so, dass ich wieder in Deutschland lebe - oder in Polen oder in Frankreich oder in Tansania oder in, Gott bewahre, Bielefeld.
  • 25


#508294 Die Spießbürger meiner Generation

Geschrieben von Thomas aus Franken am 16 May 2013 - 16:46

Aber wenn ich sie sehe, fühle ich nur Traurigkeit über diese verlorenen, nie gelebten Leben.      

 

Das kann ich zwar auf der einen Seite gut nachvollziehen, auf der anderen Seite halte ich diese „Traurigkeit“ aber auch für völlig unangebracht und äußerst überheblich.

 

Wer sagt denn, dass deine Art zu leben, die einzig richtige ist? Wer sagt denn, dass die verbeamteten Trantüten daheim ihr Leben nicht in vollen Zügen genossen haben und stolz darauf sind, zwei Kinder Kinder großgezogen zu haben und denen eines Tages mal ihr Reihenhäuschen oder das Baugrundstück in der Pampa hinterlassen zu können? Vielleicht ist es genau das, was für sie ein erfülltes und erfolgreiches Leben ausmacht. Vielleicht sitzen die jetzt irgendwo in ihrem Schrebergarten und bedauern ihre alte Schulfreundin, die Arme, die es nie zu einem geregelten Leben im Neubaugebiet geschafft hat und stattdessen irgendwo in London lebt.

 

Es gibt eben sehr unterschiedliche Definitionen von „Leben“. Davon ist sicher keine richtiger oder besser als die andere.


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#489937 2013

Geschrieben von stonki am 01 January 2013 - 09:44

Hallo,

 

wir vom DIL wünschen Euch alle ein erfolgreiches, gesundes und schönes 2013. 

 

Alles Gute!

 

 

P.S. DIL wird im Herbst im übrigen 10 Jahre alt, mal sehen was man da so machen kann.

 

 


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#485195 @Stonkmaier & Co

Geschrieben von die_Anke am 21 November 2012 - 07:45

Sag mal, denkst du eigentlich die Leute die das Forum hier managen haben nichts besseres zu tun als sich um so Leute wie dich zu kümmern? Soweit ich weiß, habe die alle 'richtige' Jobs, weil wir das hier ja umsonst nutzen, also wahrscheinlich kein Full-Time Community Manager drin ist.

Ein bisschen muss man also schon darauf vertrauen können dass sich die Teilnehmer wie Erwachsene verhalten.

Meine Güte.

*walks away muttering*
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#470781 Offener Brief an die DIL Gemeinde

Geschrieben von stonki am 06 August 2012 - 07:43

Hallo,

beantworten wir zunächst die Frage, wieso wir noch nicht eingegriffen haben: Zum einen war ich das ganze Wochenende auf Achse und hatte nur mobile Geräte, mit denen zwar mal antworten kann, jedoch ich zumindest mich nicht in die tiefen von "Wer hat angefangen und wer hat was gesagt" einsteigen kann. Zum anderen möchte ich auch nicht bei jedem Scheiss sofort eingreifen, denn jede Medaille hat zwei Seiten und ich möchte zumindest den Beteiligten die Gelegenheit geben, eine Sache zu regeln. Hat hier wohl nicht geklappt.

Cathie20 wurde ja letzte Woche kurz nach ihrem anmelden hier im Forum gesperrt, weil der Tonfall kaum auszuhalten war. Nun war sie wieder online, hat das Forum normal benutzt und wurde dann von Kruxx blöde angemacht. Rassismus kann ich da trotz wiederholten Lesens nicht drin erkennen, aber blöde war es mit Sicherheit. Cathie20 hatte im übrigen mich am Samstag (?) auch darauf kontaktiert und mir die PN zukommen lassen.

Was daraus nun entstanden ist, ist natürlich von beiden Seiten nicht akzeptabel und das Verhalten von Cathie20 hat hier nichts verloren.
Wer sich bei DIL provoziert oder blöd angemacht füllt, soll die Moderatoren benachrichtigen und abwarten.

Ich sperre daher "Kruxx" und "Cathie20" für eine 7 Tage.

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#472511 Kerstins Olympia Resumee

Geschrieben von KerstinML am 17 August 2012 - 11:18

Ich wollte mit Euch meine Eindruecke teilen, die ich an meine Freunde nach Deutschland geschickt habe.

Die letzten 5 Wochen waren einfach nur verrückt, anstrengend  und unglaulich toll, wie viele andere habe ich ein wenig den Post Olympic Blues. Seit 3 Tagen bin ich wieder im normalen Leben, versuche mein office wieder auf Vordermann zu bringen und den Schlaf nachzuholen. Ich kann nur meinen Sternen danken, dass ich ausgerechnet diese Volunteer Rolle bekommen habe, als NOC Assistant kamen wir in jedes venue rein und hatten generell sehr viel Anteil am taeglichen Ablauf eines Athleten oder der team officials. Die Atmosphäre im olympischen Dorf war unglaublich, auf der einen Seite total entspannt, weil dort keine Presse zugelassen war, aber der buzz der Spiele war auch da zu spueren. Insbesondere da das Stadium in Sichtweite ist. Die Eröffnungsfeier war der Hammer, alle waren total aufgeregt. Lustig war, dass wir NOC assistants bei der Generalprobe die Rolle der Athleten spielen mussten. Dass heisst wir sind genauso einmarschiert. Ich war ein Athlet von den Bermudas. Da die wenigstens unserer Delegation Englisch sprechen war mein Spanisch taeglich gefordert, wenngleich sich das lateinamerikanische Version sich signifikant vom Spanisch unterscheidet, insbesondere in der Aussprache. Wobei das nicht das Hauptproblem war, als ich fuer die Trainer Judo und Gewichtheben in deren technischen meetings uebersetzen musste, die IOC Regelbestimmungen fuer Getraenke, Regelkonformitaet der Ausruestung mit dem Bestimmungen etc sind der Hammer, extrem wichtig und unglaublich langweilig. Unsere entsprachen nicht die Richtlinien, das Sponsorlogo war zu gross, die Zeit zu knapp, also wurden die weightlifting suits mit Abklebeband verschoent. Unsere Guatemaltecos waren super nett, wir hatten 19 Athleten, Trainer, Chef de mission und Management sowie zum Teil auch die Botschafter und die nationalen IOC Mitglieder mit zu betreuen. Alle sehr sehr nett aber auch anstrengend, sie planen nicht gerne und alles wird in der letzten Minute entschieden. Das das in London nicht immer funktioniert, mussten sie dann auf die harte Art lernen, der Verkehr und die Groesse Londons lassen es eben nicht zu, mal eben von Wimbledon nach Greenwich zu fahren, selbst auf unseren super tollen olympischen Spuren. Hei, das war ein Spass. Wir hatten 3 Autos zur Verfügung und mit diesen brachten wir unser team ueberall hin, und ich glaube, alle Taxifahrer hassen die  London2012 BMWS und ihre Fahrer mit voller Insbrunst.  Der Vorteil fur so ein kleines Team zu arbeiten, liegt darin, dass wir alles mitmachen, die grossen teams wie USA, GB oder Deutschland hatten alle ihre eigenen Assistenten mitgebracht und die NOC Assistants waren fast nur als Fahrer beschaeftigt. Ich habe viel Sport schauen duerfen, war beim Badminton, Tennis, Judo und Artistics, beim Segeln in Weymouth,unsere Jungs haben uns einfach mit auf die Tribuenen genommen, die eigentlich nur fuer Athleten und Offizielle des IOC reserviert sind, heisst super gute Plaetze.
Wie hatten auch einen sehr emotionalen Tag, Guatemala hat seiner erste olympische Medaille gewonnen,  die allererste ueberhaupt seitdem sie an den Spielen teilnehmen. 20k im Schnellgehen (race walking) und das Ganze vor dem Wahnsinns Schauplatz der Mall und Buckingham Palace. Alle haben geweint. Natuerlich ich freute mich auch, wenn ich eine deutschen oder britischen Sportler gewinnen sah, aber das war unschlagbar. Wenn Du so eng mit den Sportlern zusammen arbeitest, ist es, also ob einer aus deiner Familie oder Deiner Freunde gewonnen haette.  Die Berichterstattung aus Guatemala nach der Rueckkehr der Athleten zeigte dann nochmal wie bedeutend dieser Sieg war, der Tag war ein nationaler Feiertag, Empfang duch den Staatspraesidenten und grosse Parade durch Guatamala City. Die letzte Woche bis zur Abreise des Chef de Mission am 15.8 war gemixt, wir haben noch mehr Sport zu sehen bekommen, allerdings sind auch jeden Tag Athleten abgereist,  so dass am Ende nur 15 Delegationsteilnehmer zur Closing Ceremony kommen konnten. An dem Sonntag war eine super Stimmung im olympischen Dorf.  Es war die totale Party Stimmung, das Wetter war super, und alle Athleten war entspannt, lagen auf dem Gras, spielten Volleyball, tanzten zur Steel Drum band. Ein bisschen war es auch wie auf dem Flohmarkt, Athletem, Volunteers gingen herum, tauschten die allgegenwaertigen pins and badges, T-shirts, etc.  Montag und Dienstag war es dann eher wie auf Mallorca, wenn die einen Touribomber die alten Gaeste wegbringen, damit die neuen einfliegen koennen. Ueberall stand Gepaeck,  aber gut war, dass Heathrow einen remote check-in im Dorf hatte, da an diesen beiden Tagen ca. 8-10 tausend Athleten abflogen. Am Dienstag abend als ich dann zum letzten Mal, dass Dorf verliess, war es fast wie eine ghost town. Aber nicht lange, am Montag ziehen die ersten Paralympic Teilnehmer ein.
Ich werde mal schauen, ob ich an tickets fuer die paralympic games komme, ich wuerde gerne noch mal in den olympischen Park gehen mit seinen vielen tollen venues, als Privatmensch ohne Uniform.  Das Aquatics Center ist unfassbar gross und unser Schwimmer meinte, alleine in diesem Pool schwimmen zu duerfen, sei schon eine Ehre. Ich denke, um den Besuch des groessten McDonalds der Welt werde ich ich druecken, wir hatten in unserer „Kantine“ im Dorf auch einen, und ich denke mein Verlangen nach irgendwelchen Burgern hat sich jetzt  fuer die naechsten Jahre gelegt.
Die Resonanz hier in London nach den Spielen ist wirklich schoen,  trotz allem Unken waren die meisten wirklich begeistert, der oeffentliche Transport ist auch nicht zusammengebrochen und wir als Gamesmaker bekommen alle moeglichen Deals angeboten, wir koennen sogar die BMWs nach den Spielen vorrangig erwerben. Witzigerweise danken einem auch viele fuer die gute Arbeit, seitdem ich wieder im office bin, habe einige emails und Anrufe bekommen, was fuer einen „amazing job“ wir volunteers gemacht haetten. Und ja, die Uniform, zuerst war es seltsam sie zu tragen, ich hatte das Gefuehl jeder starrt mich an, kann aber auch daran liegen, dass wir bereits zwei Wochen vor dem eigentlichen Beginn der Spiele gestart haben. Am Ende habe ich icht mehr darueber nachgedacht, zumal sie wirklich jeder getragen hat. Ich war dann aber doch froh, endlich wieder meine eigenen Sachen tragen zu duerfen.
Resumee: Eine der besten Entscheidungen überhaupt, mich fuer die Spiele als volunteer zu bewerben. Und ich kann jetzt (fast) verstehen, dass es Leute gibt, die den Spielen folgen und immer als volunteer arbeiten wollen. Und  wenn ich wollte, koennte ich 2 Wochen schon wieder, very tempting aber mein Akku ist leer und mein Boss hat auch noch was dazu zu sagen.
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