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reichp

Privatisierung von BBC/anderen oeffentlich-rechtlichen Medien

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Hallo,

Abseits von Brexit waere es interessant  ueber die womoegliche Entstaatlichung/Privatisierung von BBC zu diskutieren.

Einerseits finde ich TV License ungerecht, da ich seit 1998 ohne TV lebe und noch nie TV License bezahlt habe, weil ich Fernsehen in Echtzeit nicht schaue. Ich informiere mich lieber ueber Financial Times, The Guardian, DIE ZEIT, Spiegel usw. Ich finde die Finanzierungsstruktur von Medien generell rueckstaendig: ich werde nie 20eur fuer Spiegel Abo pro Monat zahlen, allerdings waere ich bereit 20eur/Monat fuer Zugang zur Qualitaetspresse zu zahlen: The Economist, Spiegel, usw. Wie kann man ueberhaupt alle Nachrichten nur aus einer Quelle zu bekommen? Ich abonniere ein paar Dutzend Podcasts in 2 Sprachen aus halb-Dutzend Laendern und finde ich zeitgemaess, allerdings kostet es mir nichts und dementsprechend werden Autoren/Journalisten nicht von mir belohnt.

Andererseits bieten oeffentlich-rechtlichen Medien halbwegs qualitative Informationen fuer breites Publikum an und eine demokratische Gesellschaft soll relativ gut informiert sein, idealerweise nicht aus Daily Mail.  Der Rundfunkbeitrag entspricht wohl eher dem Ideal einer "#Demokratieabgabe", allerdings waere es nicht schlecht, wenn man dafuer Zugang auch zum Spiegel und The Economist Abos umsonst bekommen wuerde - aber wo ziehen wir die Grenze? Warum nicht gleich zu Annals of Computational Linguistics oder Daily Mail?  Es gibt objektive Fakten ueber Gesellschaft,  z.B. ueber Schwangerschaftsrate unter Minderjaehrigen [1] und oeffentlich-rechtlichen Medien sollen breites Publikum darueber aufklaeren, es hilft demokratischen Entscheidungen und die Boulevardpresse mit ihrer Haltung lieber ueber Mensch beisst einen Hund zu berichten, hilft gar nicht.

Bis 1. April 2020 verlaeuft Consultation [2] ueber Entkriminalisierung der TV License Hinterziehung und man kann seinen Senf dazugeben.

[1]  https://www.ons.gov.uk/peoplepopulationandcommunity/birthsdeathsandmarriages/conceptionandfertilityrates/articles/teenagepregnanciesperceptionversusreality/2016-03-09

[2] https://www.gov.uk/government/consultations/consultation-on-decriminalising-tv-licence-evasion

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Es macht mich stutzig wenn nun ueberall in Europa die sog. Populisten Sturm rennen gegen die oeffentlich-rechtlichen Medien, plus der sog. Luegenpresse, etc. Ich zaehle da auch die heutige Tory-Fuehrung mit. Wovor haben die Angst? OK man kann sich streiten ueber Finanzierungsmodelle. Aber z.B. die BBC mit Netflix gleichzusetzen? Das sind alles Schein-Scharmuetzel. Die o.g. Kraefte muessen bekaempft werden - es hilft nicht wenn man sich in einen Schein-Diskurs einwickeln laesst und dann deren Agenda weitertreibt. Und breite Kreise im linken Spektrum geben dann noch eins drauf (z.B. gerade Corbyn's Ehefrau ruft zum Boykott der Medien auf!). 

 

 

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Die Sache ist doch die, daß man eine Informationsgrundvorsorgung für alle, die  durch eine Umlage finanziert wird, heutzutage einfach nicht mehr braucht. Im Informationszeitalter gibt es für jedermann genug Möglichkeite, sich bei Interesse kostenfrei zu informieren. Im Endeffekt wird man in D gezwungen, die dort produzierte Staatspropaganda auch noch zwangszufinanzieren. Immerhin muß man sich den Dreck, nicht, wie in 1984, auch noch gezwungenermaßen ansehen.

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Ich würde mir zumindest wünschen, dass in Deutschland eine ähnliche Diskussion geführt wird.   Leider ist in Deutschland diese Diskussion unmöglich und der öffentlich rechtliche Rundfunk in Deutschland eine wahre Raupe Nimmersatt in Sachen Gebühren und Programmen, die man oft gar nicht will.

Ich sehe zwar den Wert der BBC, sowie des öffentlich rechtlichen Rundfunks, allerdings nicht in dieser aufgeblähten Art wie wir sie heute besonders in Deutschland haben, oder zwangsweise haben müssen. 

BBC Radio 4 oder der Deutschlandfunk ist sicher wertvoll, nur sollte es im Fernsehen bei maximal 4 Programme bleiben, und dies auch in Deutschland.   Der Bürger sollte immer das Recht des opt out haben.   Mit heutiger Technik ging das ja alles leicht, Verschlüsselung und nur mit Karte, die man bekommt wenn man auch die Lizenz zahlt, und ebenfalls entkriminalisieren, wenn man einfach auch nichts nutzt. 

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5 hours ago, Mofolo said:

Im Endeffekt wird man in D gezwungen, die dort produzierte Staatspropaganda auch noch zwangszufinanzieren.

Wann hast Du denn zuletzt deutsches Fernsehen geschaut? 1938?

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Öffentlich-rechtliche mögen heute etwas allbacken erscheinen, und viele Leute auch nur noch inkomplett oder gar nicht erreichen (ich habe z.B. keinen Fernseher, insofern bin ich von der Gebühr auch nicht begeistert) aber in diesen radikalisierten Zeiten bin ich dann doch dankbar für diese Anker der Stabilität und des Ausgleiches.

Den Tories ist die BBC doch vor allem deswegen ein Dorn im Auge, weil sie da weniger Einfluss auf die Berichterstattung haben als bei ihren Milliardärs-Medienbesitzer-Freunden. Drum wird gerade systematisch ausgelotet, wie weit man gehen kann, die BBC zu demontieren, ohne einen allzugroßen public backlash zu produzieren (man streut inoffizielle Gerüchte und schaut mal wie das so ankommt . . .)

Wollen wir etwa nur noch Sun, Daily Mail, und Murdoch und Co?

Im übrigen bin ich ein Fan von altmodischem Journalismus mit Verantwortung und peer review, Editoren etc. Ich bin da auch bereit etwas dafür zu bezahlen, und habe 4 Abos. Für Studenten, Uni-Mitarbeiter etc. kostet die New York Times online z.B. nur 1 EUR / USD / GBP pro Woche - kann ich nur empfehlen.

 

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1 hour ago, Idefix said:

Den Tories ist die BBC doch vor allem deswegen ein Dorn im Auge, weil sie da weniger Einfluss auf die Berichterstattung haben als bei ihren Milliardärs-Medienbesitzer-Freunden.

Es gibt rechtliche Unterschiede.

BBC und ITN sind zu Ausgewogenheit verpflichtet, Privatfernsehen und Zeitungen nicht.

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6 hours ago, cart00nist said:

Wann hast Du denn zuletzt deutsches Fernsehen geschaut? 1938?

Was ich immer noch nicht verstehe, wie Rundfunkanstalten, in derer Gremien Vertreter der Regierungsparteien hocken, unabhängig sein sollen. Die könnten wenigstens mal ehrlich zugeben, dass sie Staatsfunk sind.

Die sitzen auf Milliarden von Zwangsgebühren und verzichten nicht mal auf Werbung. Mit der einleuchtenden Begründung, dass sie sonst noch fettere Beiträge eintreiben würden und könnten.

Ich bin schon lange der Meinung, dass das ÖR-Monster nicht mehr reformierbar ist. Auflösen und dann von mir aus einen tatsächlich unabhängigen Rundfunk einführen.

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vor 19 Stunden schrieb Schnapsglas:

BBC Radio 4 oder der Deutschlandfunk ist sicher wertvoll, nur sollte es im Fernsehen bei maximal 4 Programme bleiben, und dies auch in Deutschland.

So sehe ich das auch. Die gewaltige Anzahl an Sendern braucht kein Mensch. 

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9 hours ago, Kreuzberger said:

Auflösen und dann von mir aus einen tatsächlich unabhängigen Rundfunk einführen.

Einenwirklich unabhängigen Rundfunk wird es nie geben, da er immer von Geld abhängig sein wird. Die staatlichen Propagandasender sind daher insofern nicht unabhängig, da die Führungspositionen ja nach Parteibuch besetzte werden und somit die großen Parteien bevorzugt und die kleinen benachteilit werden. Ich bin deswegen für komplett abschaffen und vertraue darauf, daß es die Meinungsfreiheit in einem pluralistischen Staat schon regeln wird, daß eine Bandbreite von Meinungen und Informationen zur Verfügung stehen.

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5 hours ago, Mofolo said:

Einenwirklich unabhängigen Rundfunk wird es nie geben, da er immer von Geld abhängig sein wird.

Man könnte es mit einem Bruchteil der GEZ-Pfründe deutlich besser machen. Insbesondere was die politische Ausgewogenheit anbelangt. So 100m statt der gegenwärtigen 8Mrd.

Aber es ist eben was faul im Staat und die ÖR-Meinungsmache sichert den alternden Regierungsparteien die Stimmen der Rentner.

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6 hours ago, Mofolo said:

Einenwirklich unabhängigen Rundfunk wird es nie geben, da er immer von Geld abhängig sein wird. Die staatlichen Propagandasender sind daher insofern nicht unabhängig, da die Führungspositionen ja nach Parteibuch besetzte werden und somit die großen Parteien bevorzugt und die kleinen benachteilit werden. Ich bin deswegen für komplett abschaffen und vertraue darauf, daß es die Meinungsfreiheit in einem pluralistischen Staat schon regeln wird, daß eine Bandbreite von Meinungen und Informationen zur Verfügung stehen.

Ich spreche eigentlich auch lieber vom Staatsrundfunk als vom öffentlich rechtlichen Rundfunk.   Ich benutze den Begriff Staatsrundfunk auch gleich wie eine Staatsreligion.  Für mich ist die GEZ und der Staatsrundfunk so eine Organisation, man wird dazu gezwungen, egal ob man es nutzt, will oder glaubt was dort verbreitet wird.   Natürlich kann man auch in die katholische Kirche gehen, und an die katholische Kirche Kirchensteuer zahlen, wird aber dennoch gesetzlich gezwungen auf den Fall Kirchensteuer an die protestantische Kirche zu zahlen, wenn sie auch Staatsreligion wäre und die gleichen Regelungen wie im Rundfunk bei der GEZ gelten......

In der Religion herrscht in Deutschland freie Wahl, sowie Religionsmündigkeit und auch kompletter Nihilismus ist erlaubt.  Beim Rundfunk ist dies nicht der Fall. 

Selbst zu Wehrpflichtszeiten in Deutschland gab zumindest die Wahl zum Zivildienst, und bot somit schon mehr Wahlfreiheit.  Ebenfalls beim Rundfunk gibt es das bis heute nicht. 

In UK besteht auch bis heute immer noch die Möglichkeit keine TV Licence zu haben, so man auch kein Fernsehen hat und selbst Radio war nicht mit der TV License verbunden.  

 

 

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Was bei der ganzen Netflix-Diskussion übersehen wird, ist der gigantische Energieverbrauch: wenn ein durchschnittlicher Nutzer seine Filme nicht mehr über terrestrische Sender sondern über Kabel im Einzelversand bekommt, explodiert der Energieverbrauch. Dagegen ist der SUV ein nullum.

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35 minutes ago, ClaudeW60 said:

Was bei der ganzen Netflix-Diskussion übersehen wird, ist der gigantische Energieverbrauch: wenn ein durchschnittlicher Nutzer seine Filme nicht mehr über terrestrische Sender sondern über Kabel im Einzelversand bekommt, explodiert der Energieverbrauch. Dagegen ist der SUV ein nullum.

Gefunden ueber [1]:

A video streaming study published [2,3] in the peer-reviewed journal Environmental Research Letters in 2014 found that streaming video for 30 minutes resulted in emissions of about 0.2 kilograms of CO2.

But driving for 30 minutes — based upon combustion emissions, gasoline production and transportation, and vehicle manufacturing for a car that gets 25 miles to the gallon — emits roughly 1.8 kilograms of CO2 over the course of four miles, explained Inês Azevedo, an associate professor of energy resources engineering at Stanford University. 

 

[1] https://mashable.com/article/streaming-versus-driving-carbon-emissions/?europe=true

[2] https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/9/5/054007

[3] https://www.researchgate.net/publication/262679524_The_energy_and_greenhouse-gas_implications_of_internet_video_streaming_in_the_United_States

Edited by reichp
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5 hours ago, ClaudeW60 said:

Was bei der ganzen Netflix-Diskussion übersehen wird, ist der gigantische Energieverbrauch: wenn ein durchschnittlicher Nutzer seine Filme nicht mehr über terrestrische Sender sondern über Kabel im Einzelversand bekommt, explodiert der Energieverbrauch. Dagegen ist der SUV ein nullum.

Wer das Geld für die Stromrechnung nicht hat, der hat eh kein Geld für's Abo. 

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15 hours ago, Schnapsglas said:

Ich spreche eigentlich auch lieber vom Staatsrundfunk als vom öffentlich rechtlichen Rundfunk.   Ich benutze den Begriff Staatsrundfunk auch gleich wie eine Staatsreligion.  Für mich ist die GEZ und der Staatsrundfunk so eine Organisation, man wird dazu gezwungen, egal ob man es nutzt, will oder glaubt was dort verbreitet wird.   . 

In UK besteht auch bis heute immer noch die Möglichkeit keine TV Licence zu haben, so man auch kein Fernsehen hat und selbst Radio war nicht mit der TV License verbunden.  

 

 

Das ist einfach nur mutwilliges Missverstehen. ÖR im der BRD und Staatsrundfunk z. B. in der DDR sind organisatorisch und auch inhaltlich grundverschieden. So jung, dass Du das nicht wüsstest, bist Du nicht mehr. Wenn Du nicht glaubst, was die Tagesschau verbreitet, liegt der Kern des Arguments vermutlich eh woanders. 

 

Im UK hat man im übrigen auch keine Wahl, ob man sich an der Finanzierung des Radioprogramms beteiligt. 

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17 hours ago, Kreuzberger said:

Aber es ist eben was faul im Staat und die ÖR-Meinungsmache sichert den alternden Regierungsparteien die Stimmen der Rentner.

Könnte natürlich auch etwas damit zu tun haben, dass die CDU seit Jahrzehnten vor allem die Rentner bedient. 

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29 minutes ago, Lasse said:

Könnte natürlich auch etwas damit zu tun haben, dass die CDU seit Jahrzehnten vor allem die Rentner bedient. 

Das hat sie mit der SPD gemeinsam. Um die Jngwähler kümmern sich dann die Grünen. Alles arbeitsteilig organsisert bei den Blockparteien.

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5 hours ago, Lasse said:

Könnte natürlich auch etwas damit zu tun haben, dass die CDU seit Jahrzehnten vor allem die Rentner bedient. 

Natürlich. Wer jetzt im Rentenalter ist, hat von der Politik von CDU und SPD profitiert. Und möchte, dass sich im letzten Lebensjahrzehnt nichts ändert. So kann Merkel verkünden, dass es beim Rentensystem keinen dringenden Handlungsbedarf gibt, weil eben die Renten bis 2029 sicher sind. Im ÖR kommt dementsprechend alles Neue erstmal schlecht weg. Die Grünen kriegten, wenn ich mich recht entsinne, in den 80ern keine so gute Kritik, dann hiess es, mit der PDS ~ Linken könne es keine Zusammenarbeit geben, bevor dann der Fokus auf die AfD schwenkte, die momentan als grösste Bedrohung des Status Quo wahrgenommen wird. Der Staatsfunk immer auf Linie.

Auch in der ausländischen Presse werden die ÖR gewöhnlich als Staatsfunk bezeichnet, weil eine von den Regierungsparteien kontrollierte und Beiträge als Grundsteuer erhebende Organisation kaum zu differenzieren ist.

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"Staatsfunk" ist Pegida und AfD-Vokabular. Aber macht nur weiter so, es outet sich eben jeder selbst so gut er kann.

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3 minutes ago, cart00nist said:

"Staatsfunk" ist Pegida und AfD-Vokabular. Aber macht nur weiter so, es outet sich eben jeder selbst so gut er kann.

Daß es von diesen Gruppen verwendet wird, macht es weder falscher noch richtiger. Ich finde, man kann diesen Begriff aufgrund der Verflechtungen der Chefetagen mit den Spitzen er Politik durchaus als Polemik gebrauchen. Man könnte es natürlich auc Schwarzen Kanal, Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda oder Relotius-TV nennen, das ändert aber nichts an der Tatsache, daß eine wirkliche Neurtalität eben nicht mehr gegeben ist.

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45 minutes ago, cart00nist said:

"Staatsfunk" ist Pegida und AfD-Vokabular. Aber macht nur weiter so, es outet sich eben jeder selbst so gut er kann.

Ich benutzt auch gerne den Begriff Staatsfunk, und verstehe ihn auch mittlerweile auch so.

In der heutigen Zeit sind Zwangsgebuehren nicht wirklich sinnvoll, und auch wenig demokratisch, auch wenn es dennoch immer wieder behauptet wird.

Es zwingt mich ja auch niemand die FAZ oder die Welt zu abonieren, auch wenn ich vielleicht lieber eine andere Zeitung lesen will.

In den Printmedien funktioniert das ja auch alles, auch mit ausgewogener Meinung und mit Meinung die grosse Gesellschaftsschichten anspricht und auch vertritt. 

Den Staatsrundfunk zu akzeptieren mache ich nur weil es das Gesetz es verlangt.  Dennoch finde ich ihn nicht richtig.    Schoen ist zumindest dass man dieses Modell Staatsrundfunk und Zwangsgebuehren noch bis heute oeffentlich kritisieren darf.

Der Unterschied zur DDR oder vielleicht noch zur AfD waere dass man in deren Weltbild ( DDR zumindest ) Kritik wahrscheinlich nicht mal oeffentlich bringen darf.  

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46 minutes ago, cart00nist said:

"Staatsfunk" ist Pegida und AfD-Vokabular. Aber macht nur weiter so, es outet sich eben jeder selbst so gut er kann.

In anglophonen Medien "state television". Wie würdest du einem Briten in zwei Worten erklären, was ARD und ZDF sind?

Sehr belustigend fand ich die Reaktionen auf DDR-Bürger nach dem Mauerfall, die in Sondersendungen in ÖR-Studios von der BRD sprachen. Da wurde sofort ausgeblendet und der Moderator erklärte, sie hätten selbstverständlich die Bundesrepublik Deutschland gemeint.

War das Gleiche, musste nur anders genannt werden, obwohl BRD viel praktischer war.

Also nicht Staatsfunk, sondern Die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten. Da wird einem der Mund fusselig.

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56 minutes ago, Kreuzberger said:

In anglophonen Medien "state television". Wie würdest du einem Briten in zwei Worten erklären, was ARD und ZDF sind?

Public broadcasting. 

 

State media is not to be confused with public-sector media, which is "funded directly or indirectly by the state or government but over which the state does not have tight editorial control."

 

https://en.m.wikipedia.org/wiki/State_media

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14 minutes ago, reichp said:

Public broadcasting.

Das ist aber doppelt gemoppelt wie Volksdemokratie. Broadcasting ist immer public.

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