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Leonie27

Wird Schottland zurueck in die EU kommen?

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Die Schotten wollen wieder unabhaengig sein. Fuer wie wahrscheinlich haltet ihr es, dass das passieren wird und sie zurueck in die EU kommen?

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Wenig wahrscheinlich, auch wenn es mir sehr wünschen würde:

 

Bedingung A:

1) die Zustimmung zu einem neuen Referendum muss aus London kommen. 
2) Der Zeitpunkt wäre wahrscheinlich nach der nächsten Regionalwahl in Schottland  (6. mai 2021) . Bedingung dafür wäre ein Erdrutschsieg der SNP (was aber nicht unwahrscheinlich ist). 

 

Bedingung B:

1) eine Mehrheit bei der Abstimmung. Sicherlich wahrscheinlicher als beim ersten Mal. Aber will wirklich die Mehrheit den echten Ausstieg? Mein Leben würde ich nicht verwetten, weil es ja noch Bedingung C gibt. Darauf könnten die Gegner süffisant hinweisen.

 

Bedingung C

1) Beitrittsverhandlungen mit der EU. Normalerweise ein Jahrzehnterlanger Vorgang. Wie schnell könnte das bei Schottland passieren. Langjährige Schwebezustände wären für Schottland nicht hinnehmbar

2) Die Zustimmung aller EU Staaten. Gerade bei Spanien kann ich mir eine Zustimmung nicht vorstellen. Wenn die bei Schottland zustimmen würden, brennt am nächsten Tag in Katalonien die Hütte..

 


 

 

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Wenn Sinn Féin in Irland dieses Wochenende wie erwartet abschneidet, wirkt sich das möglicherweise auch in neuer Traktion für die schottische Unabhängigkeitsbewegung aus. Das kann noch spannend werden.

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Nun Stonkis Punkte sind aller einer Beachtung wert, so sehr wir als Remaner, das wuenschen. Schottland rauss aus dem UK , wieder rein in die EU. Einfach wird das nicht, besonders wegen Spanien. Was weis die SNP, was wir nicht wissen? Nur zum Trotz wollen die ja nicht rauss aus dem UK, Sie wollten allerdings auch nicht raus aus der EU. Optimistisch macht das alles nicht!

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ja, sosehr ich es den Schotten gönnen täte, da ist dann noch das zusätzliche Problem, dass pro schottischem Kopf ca. GBP 3000 pro Jahr Zuschuss reinfließt soweit ich weiß, Nordseeöl sprudelt auch kaum noch, und von schottischem Pfund auf Euro umzustellen, hat auch seinen Rattenschwanz an Problemen. Also ökonomisch wär das nicht einfach . . . 

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Spanien hatte nichts gegen die EU-Beitritte Sloveniens, Tschechiens und Slovakiens. Mag sein, dass Madrid bei erfolgreichen Unabhaengigkeitsreferenden nervoes wird. Sollte es zu EU-Beitrittsverhandlungen kommen, waere die schottische Unabhaengigkeit aber laengst done and dusted und Schottland ein abtruenniger Teilstaat wie die drei vorgenannten.

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15 hours ago, Kreuzberger said:

Spanien hatte nichts gegen die EU-Beitritte Sloveniens, Tschechiens und Slovakiens. Mag sein, dass Madrid bei erfolgreichen Unabhaengigkeitsreferenden nervoes wird. Sollte es zu EU-Beitrittsverhandlungen kommen, waere die schottische Unabhaengigkeit aber laengst done and dusted und Schottland ein abtruenniger Teilstaat wie die drei vorgenannten.

Ich glaube auch nicht dass Spanien unbedingt der Stolperstein sein würde. Käme sehr auf das Timing und die innenpolitische Lage an.

 

Aber das wirtschaftliche Argument finde ich überzeugend. Aber dann, auch der Brexit ist gegen wirtschaftliche Vernunft.

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13 minutes ago, Smirnoff said:

Ich glaube auch nicht dass Spanien unbedingt der Stolperstein sein würde. Käme sehr auf das Timing und die innenpolitische Lage an.

Aber das wirtschaftliche Argument finde ich überzeugend. Aber dann, auch der Brexit ist gegen wirtschaftliche Vernunft.

Zum Thema innepolitische Lage, wir haben gerade den letzten (but not last) Hoehepunkt des Brexit Desasters/Dramas erlebt und ein schottisches Referendum wuerde vielleicht oder wahrscheinlich nicht so ausgehen wie viele von uns sich das wuenschen wuerden. Realitaet ist das sich viele Leute (auch in Schottland) jetzt erst mal Stabilitaet wuenschen - so ist das nun mal. Ganz abgesehen davon das der PM sich weigert darueber zu diskutieren, und mit seiner Mehrheit von 80 Mandaten wird so schnell gar nichts passieren, in diesem oder vielleicht auch im naechsten Parlament nicht. Fuellt mich nicht mit Freude aber wir muessen auch realistisch sein.

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On 2/8/2020 at 6:03 AM, stonki said:

Wenig wahrscheinlich, auch wenn es mir sehr wünschen würde:

Bedingung A:

1) die Zustimmung zu einem neuen Referendum muss aus London kommen. 
2) Der Zeitpunkt wäre wahrscheinlich nach der nächsten Regionalwahl in Schottland  (6. mai 2021) . Bedingung dafür wäre ein Erdrutschsieg der SNP (was aber nicht unwahrscheinlich ist). 

Bedingung B:

1) eine Mehrheit bei der Abstimmung. Sicherlich wahrscheinlicher als beim ersten Mal. Aber will wirklich die Mehrheit den echten Ausstieg? Mein Leben würde ich nicht verwetten, weil es ja noch Bedingung C gibt. Darauf könnten die Gegner süffisant hinweisen.

Bedingung C

1) Beitrittsverhandlungen mit der EU. Normalerweise ein Jahrzehnterlanger Vorgang. Wie schnell könnte das bei Schottland passieren. Langjährige Schwebezustände wären für Schottland nicht hinnehmbar

2) Die Zustimmung aller EU Staaten. Gerade bei Spanien kann ich mir eine Zustimmung nicht vorstellen. Wenn die bei Schottland zustimmen würden, brennt am nächsten Tag in Katalonien die Hütte..

 

Die Beitrittsverhandlungen sehe ich nicht so schlimm, es sind na nur Gesetze zu ratifizieren.  Da Schottland bei UK schon lange bei der EU war, sind ein Großteil der Gesetze ohnehin EU konform. 

Hinzu kommt aber noch:  Schottland hat derzeit ein Defizit von minus 7 oder minus 8 %, Seitens der EU sind maximal minus 3% erlaubt.   D.h. die SNP muss ein Sparprogramm fahren und ob das bei den Wählern so gut ankommt weis ich nicht...

Ungeklärte Frage ist auch immer noch die Währung.   Den Euro werden sie auch nicht in Schottland wollen. 

Ein unabhängiges Schottland hätte irgendwelche Grenzkontrollen zu England, welches ja nicht mehr in der EU wäre,  dennoch wäre England immer noch der grösste Handelspartner.

Verteidigung, auch kein billiges Thema.  Soll Schottland ein NATO Land werden, mit einem fähigem Militär?   Eigener Marine, eigener Air Force? 

Auch kann die SNP das Gespenst 2. Referendum gut vor sich hinschieben und "drohen".  Dies heist aber noch lange nicht, dass das 2. Referendum für YES ausgeht.  Und ein 3. Referendum macht dann auch weder Sinn noch ist es ernst zu nehmen, einfach nur aus einem Referendum ein Neverendum zu machen. 

 

 

 

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Schottland könnte zusammen mit England und Wales zurück in die EU. In den nächsten 30 Jahren wenig wahrscheinlich.

Worauf ich schon eher hoffen würde, wäre ein Ende der globalen Visumsapartheid. Die EU könnte mit gutem Beispiel voran gehen und bilaterale Freizügigkeit für alle Länder anbieten. Man müsste nur eine Lösung für Ansprüche auf Sozialleistungen finden, um nicht vorwiegend für Armutsmigranten attraktiv zu sein.

Allgemein nicht der Vergangenheit nachtrauern, sondern Konzepte für die Zukunft entwickeln.

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vor 9 Minuten schrieb Kreuzberger:

Schottland könnte zusammen mit England und Wales zurück in die EU. In den nächsten 30 Jahren wenig wahrscheinlich.

Worauf ich schon eher hoffen würde, wäre ein Ende der globalen Visumsapartheid. Die EU könnte mit gutem Beispiel voran gehen und bilaterale Freizügigkeit für alle Länder anbieten. Man müsste nur eine Lösung für Ansprüche auf Sozialleistungen finden, um nicht vorwiegend für Armutsmigranten attraktiv zu sein.

Allgemein nicht der Vergangenheit nachtrauern, sondern Konzepte für die Zukunft entwickeln.

Noe

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Am 11.2.2020 um 15:42 schrieb Schnapsglas:

Hinzu kommt aber noch:  Schottland hat derzeit ein Defizit von minus 7 oder minus 8 %, Seitens der EU sind maximal minus 3% erlaubt.   D.h. die SNP muss ein Sparprogramm fahren und ob das bei den Wählern so gut ankommt weis ich nicht...

Nein. Die 3 % sind Teil der EU-Konvergenzkriterien, im Deutschen aber meist Maastricht-Kriterien genannt, und gelten für den Beitritt zur Währungsunion. Du hast sicherlich recht, dass die Währung eine Frage sein würde, wenn Schottland überhaupt sein Referendum bekommen wird heißt das, allerdings ist es ohnehin kaum vorstellbar gleichzeitig EU und Euro beizutreten.

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Bin nicht von der Unmöglichkeit eines Scots Exits überzeugt. EU Austritt und BJ sind zwei neue Kröten, die seit dem letzten Referendum zu schlucken sind. Und wenn London nicht will, können die Schotten klagen?

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vor 17 Stunden schrieb Kreuzberger:

Bin nicht von der Unmöglichkeit eines Scots Exits überzeugt. EU Austritt und BJ sind zwei neue Kröten, die seit dem letzten Referendum zu schlucken sind. Und wenn London nicht will, können die Schotten klagen?

Die Klagemöglichkeit erscheint mir sehr dünn.

Nach dem Scotland Act 1998, darf Schottland eigenmächtig keine Gesetze zu Angelegenheiten verabschieden, die Westminster vorbehalten sind, darunter fällt z. B. die Union der Königreiche Schottland und England. Dass dies auch Referenden über die Unabhängigkeit Schottlands betrifft, liegt nun halt sehr nahe, wurde allerdings, strenggenommen, noch nicht gerichtlich durchexerziert.

Denkbar wäre so nur ein rechtlich-unwirksames Referendum, was, bei genügend Teilnehmern und entsprechendem Ausgang, der SNP helfen könnte, die Stimmung über einen längeren Zeitraum zu erhalten. Es würde wohl wirken wie Öl ins Feuer zu gießen, gleichzeitig würde es damit noch unwahrscheinlicher werden, dass irgendein folgender PM Schottland ein erneutes Referendum gestattet, weil keiner als der in die Geschichtsbücher eingehen will, der das Land gespalten hat. Meines Erachtens müsste sich die Notwendiglkeit für einen ziemlichen dicken Kuhhandel ergeben, damit ein erneutes, rechtlich wirksames, Referendum stattfindet.

Edited by Jensemann
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Der Regionalwahltermin Anfang 21 ist für Sturgeon denkbar ungünstig: kurz nach dem Ende der transition period, in der sich ja nichts ändert. Auswirkungen des Brexit sind bis dann für den einfach strukturierten Wähler nicht zu erkennen.

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On 2/13/2020 at 7:13 AM, Jensemann said:

Die Klagemöglichkeit erscheint mir sehr dünn.

Nach dem Scotland Act 1998, darf Schottland eigenmächtig keine Gesetze zu Angelegenheiten verabschieden, die Westminster vorbehalten sind, darunter fällt z. B. die Union der Königreiche Schottland und England. Dass dies auch Referenden über die Unabhängigkeit Schottlands betrifft, liegt nun halt sehr nahe, wurde allerdings, strenggenommen, noch nicht gerichtlich durchexerziert.

Denkbar wäre so nur ein rechtlich-unwirksames Referendum, was, bei genügend Teilnehmern und entsprechendem Ausgang, der SNP helfen könnte, die Stimmung über einen längeren Zeitraum zu erhalten. Es würde wohl wirken wie Öl ins Feuer zu gießen, gleichzeitig würde es damit noch unwahrscheinlicher werden, dass irgendein folgender PM Schottland ein erneutes Referendum gestattet, weil keiner als der in die Geschichtsbücher eingehen will, der das Land gespalten hat. Meines Erachtens müsste sich die Notwendiglkeit für einen ziemlichen dicken Kuhhandel ergeben, damit ein erneutes, rechtlich wirksames, Referendum stattfindet.

Klingt alles recht plausibel.  Jedenfalls gibt es in Schottland noch nicht diese Art von Randalen wie wir sie aus Barcelona kennen. 

Innerhalb der EU wird auch die Zustimmung Schottlands zur EU verhalten sein.  Alleine Spanien hat ja schon Separatistenprobleme und will dies nicht mit Schottland als Präzedenzfall vorexerzieren.   Wirtschaftlich ist Schottland auch nicht sonderlich stark, und hat auch einige interne Probleme, alleine ein Blick auf den NHS Schottland dürfte einige Antworten bringen, nicht zu vergessen sind die Zahlungen von London nach Schottland, die wegfallen würden.  Wirtschaftlich besser wird es für Schottland auch nicht, wenn zum Haupthandelspartner England eine EU Außengrenze kommen sollte und die Frage nach der Währung bleibt uns die SNP immer noch bis heute schuldig, oder auch wie man das Defizit von dzt. minus 7 auf mindestens minus 3 reduzieren will.  Beides ein unangenehmes Thema für Sturgeon. 

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Spanien hat aber sehr wohl Interesse an Gibraltar. Insofern bin ich mir nicht so sicher ob die Spanier sich nicht doch den Zerfall des Königreichs in gewisser Weise wünschen.

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