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Wie kamen wir von Trump über Greta ausgerechnet auf die Grünen?

Sie haben auch vernünftige Anliegen, aber seit 2005 nicht mehr in der Bundesregierung. Da hat sich viel Frust aufgestaut und den Illusionsreaktor befeuert. Ein Blick ins Programm genügt. Sobald die an der Macht sind, fliegen die parteiinternen Fetzen.

Beispiel Einwanderung: soll geordnet und mit Punktesystem ablaufen (Realo) aber ohne Abschiebungen, Obergrenzen oder Illegalisierung Undokumentierter (Fundi) und mit staatlicher Seenotrettung und sicheren Fluchtwegen (Fundi) und das geht zusammen, weil Deutschland Fluchtursachen behebt (Grössenwahn).

Ähnlich bei Krankenversicherung und erschwinglichem Wohnraum.

In einer Koalition mit Unionskanzler zerlegen die sich von ganz allein. Wer auch immer dann im Kanzleramt sitzt, braucht sich nur die Hände zu reiben. Es sei denn, der Kanzler hiesse Habeck.

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Wieder nichts verstanden! Es geht um eine Autofreie Zukunft! Und nicht um eine Art Autopflaster-Ersatz, so nach dem Motto ich bin doch nicht Autosuechtig, das mit dem Autofreien Sonntag habe ich auch geschafft.


Das ist mir zu schwarz-weiß gedacht.

KFZ (darum geht es doch wohl...im Gegensatz zu Pferdekutschen, die ja auch Straßen und Wege bräuchten) sind halt eine Errungenschaft, wie auch die Eisenbahn.

Und alles hat gewöhnlich zwei Seiten, wie auch Medikamente Segen & Fluch sein können (wenn man zuviel davon schluckt oder sie mit zuviel Bier einnimmt).


Ich schlage vor, wir bleiben auf dem Pferd sitzen und fallen weder zur einen, noch zur anderen Seite runter:

KFZ sind gut & nützlich, aber wir brauchen sie nicht für alles und können sie auch klimafreundlich betanken, ohne dafür mal wieder Flottenerneuerung zu betreiben. Alternativen können ausgebaut und attraktiver werden.

Über die über die Abwägung können wir diskutieren & überzeugen, die Entscheidung aber jedem Einzelnen überlassen, so kann Demokratie m.E. ganz gut funktionieren.

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Am 21.2.2020 um 20:15 schrieb Kreuzberger:

Wie kamen wir von Trump über Greta ausgerechnet auf die Grünen?...

Sie sind alle in ihrem Bereich einzigartig:

- Trump hat als erster einen eigenständigen Infokanal zum Wähler via Twitter gegen die Mainstreammedien aufgebaut. Und er hat Recht: erschösse er einen Passanten vor seinem Office, passierte nichts.

- Thunberg ist die erste Aktivistin, die sich gewerblich vermarktet; ein Schulabschluss ist nicht mehr erforderlich.

- Die Grünen haben die geniale Volte geschafft, vom unbedingten Förderer fossiler Energien zu deren Gegner zu werden. Als sie Atomkraft nein danke propagierten, gab es sonst nur Öl und Gas. Der politische Gegner antwortete auf diese Naivität ja auch mit dem Sticker "Atomkraft nein danke - mein Strom kommt aus der Steckdose" Und heute hammse von nichts gewusst...

PS:

Wisst Ihr, warum Grüne überdurchschnittlich viele Nachkommen haben? Jute statt Plastik.

 

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2 hours ago, ClaudeW60 said:

Wisst Ihr, warum Grüne überdurchschnittlich viele Nachkommen haben? Jute statt Plastik.

Das uebertrifft, die AFD Beitraege zum Aschermittwoch. 

Wer sich nicht veraendert, bleibt stehen.

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7 hours ago, ClaudeW60 said:

Wisst Ihr, warum Grüne überdurchschnittlich viele Nachkommen haben? Jute statt Plastik.

Nee, das waren noch die Alternativen. Schon damals witzelte man, alte Naive. Hier muss ich allerdings mal ein gutes Wort für sie einlegen. Sie waren richtig progressiv. In Kreuzberg: haben mit Hausbesetzungen die Altbauten gerettet, als der Senat noch 80er Platte mit Asbest klotzte. Mülltrennung: in den 80ern avantgarde, jetzt überall. Wiederverwendbare Baumwolltüten: find ich immer noch nicht praktisch, aber haben sich weltweit durchgesetzt. Nur von Jute hört man nix mehr 🤣

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Nee, das waren noch die Alternativen. Schon damals witzelte man, alte Naive. Hier muss ich allerdings mal ein gutes Wort für sie einlegen. Sie waren richtig progressiv. In Kreuzberg: haben mit Hausbesetzungen die Altbauten gerettet, als der Senat noch 80er Platte mit Asbest klotzte. Mülltrennung: in den 80ern avantgarde, jetzt überall. Wiederverwendbare Baumwolltüten: find ich immer noch nicht praktisch, aber haben sich weltweit durchgesetzt. Nur von Jute hört man nix mehr



Ich find auch, wir sollten ruhig Witze machen können, ohne, daß man dafür in eine politische Ecke gestellt wird.

Wenn ich Witze über etwas mache, heißt das noch nicht, daß ich es schlecht machen will.
Stereotype nehmen ich gerne auch den Arm

Ich mag auch Witze über Deutsche oder wenn jemand in GB 'nen deutschen Akzent nachmachte na und?

Macht die Welt doch etwas entspannter.

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1 hour ago, Stephan-H said:

Ich mag auch Witze über Deutsche oder wenn jemand in GB 'nen deutschen Akzent nachmachte na und?

German coast guard never stops being funny :)

Hier in der Firma, you know who, not to be named in public, gehen die anti-harassment Wogen hoch und wir hatten einen Pride Day, wo jeder was rosa anziehen soll. Ich also mein bestes rosa Hemd, für das ich tatsächlich schon Kommentare kassiert hatte, es sähe gay aus. Darüber hab ich am Pride Day gewitzelt und kriegte Fragen, ob ich denn nicht gleich zu HR gerannt wäre.

Hm also die Sprüche waren doof, aber ich finde dann doch, dass einen sowas nicht kratzen darf.

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vor 2 Stunden schrieb Kreuzberger:

German coast guard never stops being funny :)

Hier in der Firma, you know who, not to be named in public, gehen die anti-harassment Wogen hoch und wir hatten einen Pride Day, wo jeder was rosa anziehen soll. Ich also mein bestes rosa Hemd, für das ich tatsächlich schon Kommentare kassiert hatte, es sähe gay aus. Darüber hab ich am Pride Day gewitzelt und kriegte Fragen, ob ich denn nicht gleich zu HR gerannt wäre.

Hm also die Sprüche waren doof, aber ich finde dann doch, dass einen sowas nicht kratzen darf.

Pride day gleich Rosa hemd.  Ei ei ei.   Faellt mir nix mehr zu ein!  

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vor 10 Stunden schrieb Kreuzberger:

Nee, das waren noch die Alternativen. Schon damals witzelte man, alte Naive. Hier muss ich allerdings mal ein gutes Wort für sie einlegen. Sie waren richtig progressiv. In Kreuzberg: haben mit Hausbesetzungen die Altbauten gerettet, als der Senat noch 80er Platte mit Asbest klotzte. Mülltrennung: in den 80ern avantgarde, jetzt überall. Wiederverwendbare Baumwolltüten: find ich immer noch nicht praktisch, aber haben sich weltweit durchgesetzt. Nur von Jute hört man nix mehr 🤣

Die Beutel liessen sich halt nicht waschen und rochen 5km gegen den Wind. Aber es war ein Statement-Kleidungsstueck wie später das blaugraue Plaste-Jäckchen der Stasi - oder heute ein rosa Hemd.

Edited by ClaudeW60

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11 hours ago, ClaudeW60 said:

Die Beutel liessen sich halt nicht waschen und rochen 5km gegen den Wind. Aber es war ein Statement-Kleidungsstueck wie später das blaugraue Plaste-Jäckchen der Stasi - oder heute ein rosa Hemd.

Nur ist mein rosa Hemd kein Statement, sondern einfach nur rosa. In Kanada, jedenfalls meistens, aber nicht überall. Somewhat unrelated, ich habe in Chile einen Wanderrucksack gekauft und vor ein paar Jahren festgestellt, dass mir Damengrössen besser passen wegen meiner schmalen Schultern. Rucksäcke für Herren haben die Trageriemen weiter auseinander. Nur sind in Chile Männer noch Männer und Frauen Frauen und deswegen sind an Damenrucksäcken die Riemen rosa und bei Herren sind sie blau. Tatsächlich wurde mir in einem Hostel bei der Baggage Storage gesagt, dies könne unmöglich mein Rucksack sein 😂

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Von gruen zu rosa, aber so loesen wir das Klimaproblem sicher nicht. Mit der dritten Startbahn wird es also vorerst nichts, gut fuer Boris Er muss sich jetzt nicht vor einen Bulldozer legen. 

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vor 16 Stunden schrieb Kreuzberger:

...Somewhat unrelated, ich habe in Chile einen Wanderrucksack gekauft und vor ein paar Jahren festgestellt, dass mir Damengrössen besser passen wegen meiner schmalen Schultern. Rucksäcke für Herren haben die Trageriemen weiter auseinander...😂

Wechsel Deinen Anbieter. Bei meinem extendable 60 ltr Rucksack sind die Pads oben 15mm auseinander.

Und zu @katjapedro

 statement hat die Firma gesetzt mit der Aufforderung, jetzt spielen wir alle mal ein bisschen schwul und ziehen uns rosa an. Was kommt dann im nächsten Jahr? Meldet sich jeder am Telefon mit Detlev?

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7 hours ago, ClaudeW60 said:

Wechsel Deinen Anbieter. Bei meinem extendable 60 ltr Rucksack sind die Pads oben 15mm auseinander.

Und zu @katjapedro

 statement hat die Firma gesetzt mit der Aufforderung, jetzt spielen wir alle mal ein bisschen schwul und ziehen uns rosa an. Was kommt dann im nächsten Jahr? Meldet sich jeder am Telefon mit Detlev?

Was hat das mit Trump vs Greta zutun?

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Mal ein paar Basics: GdW wurde 1972 veröffentlicht. Es handelt nicht von Energieverschwendung, sondern von EnergieBEDARF, ausgehend von einfachen, in absteigender Reihenfolge sortierten Problemfeldern. Ausgangspunkt aller Berechnung sind Annahmen über die Entwicklung der Weltbevölkerung. Daraus folgt der Bedarf: Bspw 1mrd Weltbevölkerung = 200 mio PKW, 5mrd = 1mrd PKW. Der Summe dieser Annahmen werden dann die vorhandenen Rohstoffe gegenüber gestellt Eine Vielzahl reicht bis 2100. Einer der wenigen, der schon jetzt plangemäß verbraucht worden sein soll ist übrigens ausgerechnet Uran: Meadow konnte sich eben nicht vorstellen, dass man auf saubere Energieformen verzichtet und fossile Rohstoffe verbrennt als gebe es kein Morgen.

GdW72 geht es insoweit wie dem "Kapital" von Marx: alle haben davon gehört, viele es gekauft, wenige es gelesen und kaum einer verstanden.

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Kernenergie: Uran gibt's noch genug. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist wenig durchdacht, begründet auf dem Gefühl, Atomspaltung sei nicht zu beherrschen und deswegen zu gefährlich. Rationalen Argumenten waren die Demonstranten am Bauzaun von Wackersdorf schlicht nicht zugänglich, das hatte ochlokratische Züge. Richtig, Atomkraftwerke können mit unabsehbaren Folgen havarieren und für die Endlagerung der Brennstäbe gab es kein Konzept. Aber eine Diskussion mit rationaler Abwägung der Wahrscheinlichkeiten von Atomkatastrophen gegen unabsehbare klimatische Veränderungen gab es nie. Jedenfalls kann ich mich nicht dran erinnern. Insbesondere der Widerstand gegen jedwede Form von Wiederaufarbeitung könnte für künftige Generationen kaum nachvollziehbar sein. Da hatte man eine Technologie, die die Lagerzeit von Brennstäben von zehntausenden Jahren auf ein paar Jahrhunderte reduzieren konnte, diese gleichzeigig wiederverwendbar machte für Energiegewinnung und in der schnellen Brüter-Variante dabei sogar noch Energie produzierte. Was inmitten der Klimahysterie aber noch nicht einmal angesprochen werden darf, weil man sich sonst der politischen Ächtung aussetzt.

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Eine Abwägung hat nicht stattgefunden, war auch nicht nötig: die Energieproduktion lief ja, wie für eine Industrienation erwartbar. Dabei war auch zu der Zeit Umweltschutz nicht unbekannt, wie zB die Einführung von Katalysatoren zeigt. Die Nutzung fossiler Rohstoffe war zudem damals deutlich problematischer: zB Filter wurden erst erheblich später eingeführt.

Die ganze Argumentation damals war häufig subintellektuell: gegen die Lagerung der Castoren in oberirdischen Lagerhallen wurde etwa eingewendet, das würde im Kriegsfall die Zerstörung bedeuten. Warum sollte jemand das tun, wenn er sowieso eine atomaren Sprengkopf für jeden Weiler >1000 Einwohner hat?

Ich kann jedem empfehlen, mal nach Tschernobyl zu fahren: den stärksten Ausschlag der Dosimeter gab es bei An- und Abflug. Allerdings wird das noch getoppt bei einer Wanderung im Schwarzwald.

Aber hier scheint die Sonne, der Wind weht: all is well.

 

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Eine Abwägung hat nicht stattgefunden, war auch nicht nötig: die Energieproduktion lief ja, wie für eine Industrienation erwartbar. Dabei war auch zu der Zeit Umweltschutz nicht unbekannt, wie zB die Einführung von Katalysatoren zeigt. Die Nutzung fossiler Rohstoffe war zudem damals deutlich problematischer: zB Filter wurden erst erheblich später eingeführt.
Die ganze Argumentation damals war häufig subintellektuell: gegen die Lagerung der Castoren in oberirdischen Lagerhallen wurde etwa eingewendet, das würde im Kriegsfall die Zerstörung bedeuten. Warum sollte jemand das tun, wenn er sowieso eine atomaren Sprengkopf für jeden Weiler >1000 Einwohner hat?
Ich kann jedem empfehlen, mal nach Tschernobyl zu fahren: den stärksten Ausschlag der Dosimeter gab es bei An- und Abflug. Allerdings wird das noch getoppt bei einer Wanderung im Schwarzwald.
Aber hier scheint die Sonne, der Wind weht: all is well.
 


Hmm vielleicht liegt das an mir, aber kannst du den Zusammenhang von Katalysatoren und Filtern (Dieselrußfiltern nehme ich an...) erklären?


Ich vermute, daß das ausgebaut wird, wonach Nachfrage besteht.
Das zeigt bis 2006 das Beispiel Biokraftstoff:

Da wurde viel genutzt, viel produziert und die MinÖlindustrie lobbiierte schon aus Sorge um Einkommensverlust (aus persönlicher Quelle, MdB). Daraufhin führte Steinbrück (SPD) die Energiesteuer ein, schaffte die Mineralölsteuer ab und die EU entwarf die Beimischungspflicht, so daß am Ende der Kunde wieder bei der MinÖlindustrie kaufte.

Es wurde natürlich ziemlich rücksichtslos Biosprit produziert, mit Regenwaldverlust und Nahrungsmittelkonkurrenz.
Aber bei über 5000 Ölpflanzenarten muß das gar nicht so sein: viele wachsen im Mischfruchtanbau und auf wüstenartigen Böden.
Es braucht halt Startkapital und Umfinanzierung.

Da gebe ich XR recht, denn da muß sich dringend was ändern.
Meine Vermutung: Lobbyhörige Politiker zögern die Sache heraus, bis die Pfründe in dem Markt gesichert sind, der wohl am ehesten was einbringt.
Daher gibt‘s Druck auf KFZ Hersteller, auf Elektro umzustellen und (bald wohl auch) Druck auf Endnutzer, Elektroautos zu kaufen.

Daher redet auch keiner von einem EnergieMIx, denn nur Monopolindustrien bringen richtig Geld.

Das nun ist der Gegenpol zu denen, die die Sache in einen Ökosozialismus umwandeln wollen, mit viel Staat und wenig Eigenverantwortung.

Aber hey, Politiker sind (ab)wählbar und jeder Einzelne kann Nachfrage (oder nicht-Nachfrage) erschaffen. Das treibt den Markt und die Nasen der Politik.

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- Katalysator: das bezog sich auf Autokatalysatoren. Allerdings hatte ich gedacht, dass sie zur CO2-Reduktion gedacht waren. Weit gefehlt: WP: "Im Autoabgaskatalysator reagiert das Atemgift Kohlenstoffmonoxid (CO) sowie unverbrannte Kohlenwasserstoffe mit NOx und Sauerstoff (O2) zu Kohlenstoffdioxid (CO2) sowie Stickstoff und Wasser (H2O). " Total schräg. Heute dreht sich alles um CO2 und damals wurden aus Umweltschutzgründen Autos zu CO2-Schleudern umgebaut (dass sich nach einer Nachrüstung der Verbrauch stark erhöhte, ist dann noch der Witz im Witz)

- Filter: Kohlekraftwerke hatten damals hunderte Meter hohe Schornsteine, die die Verbrennungsrückstände nur vom Entstehungsort entfernen sollten. Ich habe auf die Schnelle nicht herausfinden können, wann die Betreiber zum Einbau von Staub- und anderen Filtern verpflichtet wurden.

- Biokraftstoffe: die Beimischungspflicht resultierte daraus, dass zB Dichtungen in normale Motoren beschädigt wurden, wenn zu viel Biosprit verwendet wurden. Politisches Ziel war es, importiertes Öl durch heimische Produkte zu substituieren und die Allgemeinheit an deren Verwendung zu gewöhnen. Die Hauptkritikpunkt kam im übrigen von den Kirchen: Brot für die Welt und Biokraftstoffe kollidierten natürlich heftig. (Und hat der Regenwald wirklich etwas mit Biokraftstoffen zu tun? Geht es da nicht eher um Palmöl???)

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- Katalysator: das bezog sich auf Autokatalysatoren. Allerdings hatte ich gedacht, dass sie zur CO2-Reduktion gedacht waren. Weit gefehlt: WP: "Im Autoabgaskatalysator reagiert das Atemgift Kohlenstoffmonoxid (CO) sowie unverbrannte Kohlenwasserstoffe mit NOx und Sauerstoff (O2) zu Kohlenstoffdioxid (CO2) sowie Stickstoff und Wasser (H2O). " Total schräg. Heute dreht sich alles um CO2 und damals wurden aus Umweltschutzgründen Autos zu CO2-Schleudern umgebaut (dass sich nach einer Nachrüstung der Verbrauch stark erhöhte, ist dann noch der Witz im Witz)
- Filter: Kohlekraftwerke hatten damals hunderte Meter hohe Schornsteine, die die Verbrennungsrückstände nur vom Entstehungsort entfernen sollten. Ich habe auf die Schnelle nicht herausfinden können, wann die Betreiber zum Einbau von Staub- und anderen Filtern verpflichtet wurden.
- Biokraftstoffe: die Beimischungspflicht resultierte daraus, dass zB Dichtungen in normale Motoren beschädigt wurden, wenn zu viel Biosprit verwendet wurden. Politisches Ziel war es, importiertes Öl durch heimische Produkte zu substituieren und die Allgemeinheit an deren Verwendung zu gewöhnen. Die Hauptkritikpunkt kam im übrigen von den Kirchen: Brot für die Welt und Biokraftstoffe kollidierten natürlich heftig. (Und hat der Regenwald wirklich etwas mit Biokraftstoffen zu tun? Geht es da nicht eher um Palmöl???)


Beim der Abgasreinigung kann ich noch einen drauf setzen:
NOx resultiert aus hohen Verbrennungstemperaturen (da wird dann Stickstoff aus der Luft mitoxydiert).
Daher senkt man diese mittels Abgasrückführung und Förderbeginnverschiebung nach „spät“ (vereinfacht gesagt: Spätzündung). Resultiert aber in weniger Effizienz. Am effizientesten ist eine gute Verbrennung.
Bei einigen Motoren kann man die AGR noch „ungestraft“ zumachen und die Einspritzzeiten verstellen. Bei anderen wird‘s komplizierter...
Rußfilter: Die werden u.A. durch Nacheinspritzung gereinigt (Einspritzung in den Auslaßtakt, um die Temperatur zu erhöhen).
Da geht dann z.B. der Verbrauch beim Sprinter (oder anderen Modellen mit gleichen Motoren) für einige Zeit um 5-7L in die Höhe, bis der DPF wieder frei ist.
Alles nicht optimal mit fossilem Sprit.

Biosprit: Den Regenwaldverlust und die Nahrungsmittelkonkurrenz hat auch die MinÖlindustrie als Argument genommen.
Wie Strom, kann man allerdings auch Pflanzenöle nachhaltig produzieren- muß man nur machen. Es gibt 5000+ Ölpflanzen, die in verschiednen Regionen und Böden wachsen, viele auch im Mischfruchtanbau.

Beimischungspflicht: Ein anderer „Nebeneffekt“ war, daß die MinÖlindustrie den Reinbiokraftstoffmarkt aufkaufte.
Dichtungsprobleme kamen vom Biodiesel, nicht vom Reinprodukt.
Verwendet man reines (oder besser gebrauchtes) Pflanzenöl, gibt es diese Probleme nicht.
Man muß aber ein paar andere Anpassungen vornehmen.
Wegen obigem „Nebeneffekt“ hat sich natürlich die MinÖlindustrie gefreut, denn Beimischung findet in der Raffinerie statt.

Jetzt versucht man Elektromobilität zu vermarkten, obwohl auch bei weitem der Strom nicht klimaneutral ist.
Aber ich sehe da keinen Unterschied- klimaneutral geht mit jedem Antrieb (dem ist das egal, wo die Energie herkommt), muß man nur machen.
Also finde ich es höchst verdächtig, daß nur Elektro nun die Lösung sein soll, statt einem EnergieMIx.
Ich vermute da wieder Lobbyismus.

Aber wie schon bei den Dummweltzonen und der Abwrackprämie, werden wohl viele einfach verschrotten und neu kaufen, weil‘s bequemer ist.

Gruß
Stephan

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Bei meinem lokalen Discounter haben einige ihren Diesel auf vegan umgestellt: die füllen den aus Literflaschen Sonnenenblumenöl.

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Bei meinem lokalen Discounter haben einige ihren Diesel auf vegan umgestellt: die füllen den aus Literflaschen Sonnenenblumenöl.


Jep, Flaschentanker gibt es auch. Ist halt wegen dem Plastikverbrauch nicht so toll (auch wenn die Flaschen wiederverwertet werden können).
In GB gibt es runde 20L Dosen für £15. Ist etwas besser.
Am besten find‘ ich immer noch das Zeug vom Chinesen oder der Fischbude. Geht sonst an die Kosmetikindustrie.

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