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Kreuzberger

Boris und die BBC

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Boris scheint die BBC nicht besonders zu mögen, ähnlich wie Trump ein eher gespanntes Verhältnis zu MM hat.

Wird die BBC wirklich nich gebraucht? Wenn ja, sollte sie sich über Zwangsgebühren finanzieren? Vielleicht sogar das GEZ-Modell einer Art Grundsteuer übernehmen, weil Leute sich drücken?

Meine Meinung: in Deutschland werden die Ö-rechtlichen ihrem Auftrag einer unabhängigen Berichterstattung, die eine Lücke in privaten MM-Angeboten füllen könnte, in keiner Weise gerecht. Überkommene Strukturen haben da ihre Pfründe zementiert zur Verbreitung tendenziöser Inhalte, die kaum von Staatspropaganda unterscheidbar sind. Regierungskritik? Mangelware.

Die BBC ist immerhin regierungskritisch, wenngleich mir schon einige Male tendenziöse oder ideologisch verbrämte Inhalte aufgestossen sind. Allerdings sehe ich nicht fern und kann diesen Teil des Angebots nicht beurteilen.

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29 minutes ago, Kreuzberger said:

Die BBC ist immerhin regierungskritisch, wenngleich mir schon einige Male tendenziöse oder ideologisch verbrämte Inhalte aufgestossen sind. Allerdings sehe ich nicht fern und kann diesen Teil des Angebots nicht beurteilen.

Nigel Farage war aber oft da, im Radio & TV, was mir eigentlich zu viel war.

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13 hours ago, Kreuzberger said:

Überkommene Strukturen haben da ihre Pfründe zementiert zur Verbreitung tendenziöser Inhalte, die kaum von Staatspropaganda unterscheidbar sind. Regierungskritik? Mangelware.

Ich schaue ja nun öfter deutsches Fernsehen und höre deutsches Radio und kann da wirklich nirgends tendenziöse Berichterstattung oder gar "Staatspropaganda" erkennen. Ganz im Gegenteil, durchaus recht viel Regierungskritik. Allerdings stimme ich Dir zu, was die "überkommenen Strukturen" anbelangt – es gibt da ja -zig Gremien, die da mitbestimmen. Und wenn dann die Kirche zB. ein Tatort-Drehbuch versenkt, weil einem Bischof die Handlung nicht gefällt, fragt man sich schon ob das noch alles so sein muß.

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1 hour ago, cart00nist said:

und kann da wirklich nirgends tendenziöse Berichterstattung oder gar "Staatspropaganda" erkennen

Kommt eventuell auf den Sender an. Radio Fritz besprach beispielsweise einen Buchtitel zur Klimakrise und der Autor konnte unwidersprochen behaupten, wir müssten bald langärmlig raus um nicht zu verbrennen. Da wird FCKW und CO2 in einen Topf geworfen und dann frage ich mich schon, wie es um die Qualität bestellt ist, für die ö-rechtliche Rundfunksender trotz Dauerwerbung angeblich meine Zwangsgebühren benötigen. Es geht dann munter in Folge weiter mit Anti-Männerwitzen, Nazis müssen drin bleiben Parolen, Berichten über unterdrückte Rapperinnen und Ermunterungen zu Fridays for Future. Alles gut und schön, aber ist es wirklich die Aufgabe des Staatsfunks, in seinen Jugendprogrammen zur Radikalisierung und Polarisierung beizutragen und mit kruden Sprüchen gegen Männer zu hetzen? Der Staatsfunk darf die halbe Menscheit pauschalisierend für blöd erklären, aber wenn aus einer Demo heraus ein Mann einem anderen hinterher rennt, ist es eine Hetzjagd. Die GEZ-Medien nennen sich Faktenfinder. So kann man es auch ausdrücken.

Aber es ging ja um die BBC, die es sich anscheinend mit BoJo so gründlich verscherzt hat, dass selbst nacheditieren tollpatschiger Videosequenzen nicht mehr hilft. Dieser Konflikt war mir bisher entgangen.

 

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Im Falle vom BBC haben sich beide - Labour und Tories - ueber befangene Berichterstattung beschwert.

Offiziel versuchen sie schon, ausgewogen zu sein, indem sie zu Debatten alle Seiten einladen, nicht nur auf dem Podium, sondern auch im Publikum. Nur schreien Farage & Co halt immer lauter als die Rory Stewarts und Owen Joneses.

Dann haengt es haelt auch noch von individuellen Berichterstattern ab. Kuerzlich hat jemand gemeint, seit ihrem BoJo interview leide Laura K am Stockholm Syndrome.

 

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vor 2 Stunden schrieb Yvonne Brom:

Offiziel versuchen sie schon, ausgewogen zu sein, indem sie zu Debatten alle Seiten einladen

Ich glaube, das Problem bei der BBC ist, dass sie ein falsches Verständnis von Ausgewogenheit haben. Sie halten es für ausgewogen, in jedem Interview jeweils immer den gegnerischen Standpunkt einnehmen zu müssen, um ausgewogen zu sein. Wenn also jemand einen Brexiteer interviewt, muss der Interviewer als Remainer auftreten; wenn ein Remainer interviewt wird, muss derselbe Interviewer als Brexiteer auftreten.

Das Ergebnis ist dann eigentlich das genaue Gegenteil von Ausgewogenheit.

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BBC hält es für ausgewogen, bei jedem Thema auch jemand von der Gegenseite einladen zu müssen und beide Meinungen gleichwertig darzustellen. Was dann problematisch wird, wenn Klimawandel-Gegner ausführlich darlegen dürfen, warum es gar keinen Klimawandel gäbe.

Was alles jetzt nicht erklärt, warum Johnson, auch im Wahlkampf, durch gezieltes Schneiden oder Ersetzen des Videomaterials in einem günstigeren Licht dargestellt wird (die Sache mit dem rausgeschnittenen Gelächter des Publikums, und Ersetzen der Kranzniederlegung von diesem Jahr durch diejenige von 2016) ....

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14 minutes ago, Hafi said:

 

Was alles jetzt nicht erklärt, warum Johnson, auch im Wahlkampf, durch gezieltes Schneiden oder Ersetzen des Videomaterials in einem günstigeren Licht dargestellt wird (die Sache mit dem rausgeschnittenen Gelächter des Publikums, und Ersetzen der Kranzniederlegung von diesem Jahr durch diejenige von 2016) ....

Kotau vor der sich da bereits abzeichnenden Tory-"Machtübernahme" der Torys - das ist der Grund.

Die BBC will es sich halt nicht verscherzen mit denjenigen, die ihnen letztlich dennoch früher oder später den Geldhahn abdrehen werden. Die konservative Regierung bevorzugt die Bereitstellung von "objektiver Information" durch die Presse der wohlwollenden Medienzaren, social Media, privaten Kabel- und Medienkonzerne. Alles mehr in ihrem Sinne als die BBC . . .

Als ich nach London kam, war z.B. BBC Radio 4 morgens mit das beste was es an Berichterstattung weltweit gab und von hoher journalistischer Qualität. Ich denke, das hat sich bereits geändert, und wird in den nächsten Jahren regierungsseitig weiter ausgehöhlt . . .

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Mir ist auch öfters aufgefallen, dass während der GE viel von fake news geredet wurde. Das kam eher aus dem Feld der conservatives. Sicher macht der term auch nicht vor Europa halt, allerdings kam mir alles eher vor wie ein Wahlkampf alla Trump. 

Was BBC R4 angeht höre ich das immer noch morgens before ich zur Arbeit gehe. Aber mittlerweile nehme ich viele Berichte nur mit einem guten Schuss Sarkasmus hin. Ich fand ganz am Anfang als Nick Robinson noch bei den Nachrichten im TV war, auch ziemlich gut war von der Berichterstattung her. Mittlerweile habe ich da auch meine Meinung geändert. Außerdem, wer will denn so früh zu einer unchristlichen Zeit schon Farage, Hunt und  Co zuhören?! Wenn Madame Kuenssberg den Mund aufmacht schalte ich leider meistens ab. Ich finde sie redet mittlerweile sehr viel ohne irgendetwas auszusagen. 

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