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    Ihr Lieben,

    Ich wünsche allen, die das hier lesen, ein tolles neues Jahr 2019.

    Mich beschäftigt schon länger eine Frage, die ich nun hier mal loswerden möchte.

    Zu meiner Situation: Ich habe vor einiger Zeit für ein paar Jahre in England gelebt u. gearbeitet.

    Während dieser Zeit habe ich in eine Betriebsrentenversicherung eingezahlt (zunächst AXA und später scottish widow).

    Darüber hinaus habe ich für die Zeit der Beschäftigung nach meinem Verständnis auch ein Recht auf staatliche Rente erworben.Freue mich über

    Nun zu meinen Fragen:

    1. Hat der Brexit Einfluss auf mein Recht auf Staatsrente, die ich zwschen 2004 u. 2009 in UK erworben habe u.

    2. hat der Brexit Einfluss auf die Auszahlung (erst mit Rentenalter) meiner Altersvorsorge/ Betriebsrente? (diese liegt derzeit ohne Aufstockung brach)

    3. Was für Auswirkungen des Brexits kann ich da ggf. erwarten?

    KLingt für euch ggf. etwas planlos, aber das bin ich in dieser Beziehung tatsächlich auch. Ich bin da total unsicher...........

    Wer ist da mehr im Bilde?

    Gruß

    tte

     

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    UK state pension, musst du mind 10 jahre eingezahlt haben um da was zu bekommen. Work pension, kannst du ab 55 dir total auszahlen lassen oder eine lump sum and rest as annuity.

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    Bekommst Du von AXA und Scottish Widows noch die jaehrlichen Statements? Falls nicht wuerde ich mit denen Verbindung aufnehmen und nachfragen was der Kontostand ist. Da diese im Effect Privatrenten sind bedienen sich die Versicherer vom Guthaben fuer Verwaltungsspesen. Die evt. Auszahlung kann dann mager ausfallen. Zum Thema Brexit wurde schon kommentiert - wir wissen ja noch immer nicht wie ein Exit-Deal aussehen wird, wenn es denn einen gibt. Das einzige was mir einfaellt ist der Wechselkurs, das Pfund ist ja sehr schwach gegen dem Euro (1.10 habe ich heute im Radio gehoert) - evt. Bankspesen koennte das beim heutigen Stand ein 1:1 Verhaeltniss bedeuten.

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    Hi Klaus,

    ja ich habe einst meine einzahlungen von axa auf scottish widows übertragen u die statements erhalte ich jährlich.

    sollte ich mir die ggf. in eine deutsche lebensversicherung übertragen lassen / privatrentenversicherung übertragen lassen? geht das überhaupt?

    oder was rätst du mir da? einfach weiter liegen lassen?...........

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    vor 2 Stunden schrieb jbevans1234:

    UK state pension, musst du mind 10 jahre eingezahlt haben um da was zu bekommen.

    Dazu zaehlen auch andere EU Laender, also z.B. 5 Jahre UK und 5 Jahre D wuerden ausreichen (aber es gibt dann weniger).  Falls es einen Brexit mit Deal gibt, sollte das weiter gesichert sein.  Beim no-deal Brexit weiss keiner was passiert.

    vor 1 Stunde schrieb tte:

    sollte ich mir die ggf. in eine deutsche lebensversicherung übertragen lassen / privatrentenversicherung übertragen lassen? geht das überhaupt?

    das geht und heisst QROPS aber auch ohne Brexit wuerde ich davon die Finger lassen.  Kleinere Betraege kann man ab 55 komplett in cash bekommen https://www.pensionsadvisoryservice.org.uk/about-pensions/retirement-choices/the-right-choice-for-me/taking-a-small-pension-as-a-cash-lump-sum

     

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    Ich habe mich mit dem Thema in letzter Zeit etwas ausfuehrlicher beschaeftigt, weil wir a) in einer aehnlichen Situation sind (allerdings 12.5 Jahre im UK waren) und b) ich durch diverse Finanz-Servicefirmen aus London und Frankfurt drangsaliert wurde und werde, die alle ganz gerne die privaten Rentenfonds uebernehmen und aus England transferieren wuerden.

    Was Staatsrente angeht: da kann man im Prinzip wenig machen und muss einfach der Dinge harren. Man braucht aktuell 10 qualifizierende Jahre, um ueberhaupt eine Rente aus dem UK zu bekommen. Diese Jahre koennen aber mit den Einzahlungen im UK sowie weiteren Jahren, in denen in ein anderes EEA Land oder die Schweiz eingezahlt wurde (oder einigen anderen Laendern, mit denen UK ein Abkommen hat),  erfuellt werden. Die Hoehe der Rentenzahlungen basiert dann aber lediglich auf den Jahren, die man im UK tatsaechlich Beitraege geleistet hat (vereinfacht ausgedrueckt, bei 5 Jahren Einzahlung im UK dann 5/35 der vollen UK-Staatsrente). Rente beantragen muss man nach heutigem Stand nur in einem einzigen EEA Land, auch wenn man in anderen mal gearbeitet hat. Ich wuerde allerdings, falls noch nicht geschehen, moeglichst bald dafuer sorgen, dass die DRV eine komplett vollstaendige Aufstellung der Jahre im UK hat und es keine Luecken gibt. Zum Anrechnen der UK-Jahre bei der DRV gibt es einige separate Threads im Forum. Nach heutigem Stand ist die Frage der Steuern geregelt, aber das kann sich ggf. in Zukunft aendern (wobei DBAs eh bilaterale Vertraege sind). Wechselkurs hat man natuerlich nie im Griff (die Rente aus UK wird in GBP ausbezahlt).

    Was Privatrente angeht: das Stichwort QROPS ist ja schon gefallen. Theoretisch kann man private Rentenvorsorge aus dem UK, auch die mit gewissen steuerlichen Vorteilen kam, ins Ausland verschieben, sofern es sich auch dort um Rentenvorsorge handelt. Allerdings muss die Rentenvorsorge dort gewisse Bedingungen erfuellen, die relativ strikt sind (deswegen gibt es auch nicht all zu viele Provider und Schemes, die automatisch qualifiziert sind). Das alles korrekt selbst zu machen, so dass es wasserdicht ist und man keine Steuerprobleme bekommt, ist sehr schwierig, deswegen auch die ganzen Service-Firmen, die da Dienstleistungen anbieten. Diese werden allerdings wohl keinen Transfer nach Deutschland vorschlagen, sondern vermutlich Malta, was als europaeische Steueroase gilt. Die Service-Unternehmen locken mit besserem Investment, groesserer Flexibilitaet, anderen Waehrungen als GBP und steuerlichen Vorteilen (z. B. was inheritance tax angeht). Umsonst ist der Service aber natuerlich nicht, sondern ueblicherweise kostet es einen gewissen Beitrag jaehrlich sowie einen gewissen Prozentsatz fuer Fund-Management usw. Ein Transfer nach Malta wird allerdings das deutsche Finanzamt auf den Plan rufen und die werden sich das relativ genau anschauen (weil eben Malta als Steueroase gilt). Ob das in Zukunft alles so bleibt, weiss natuerlich auch niemand - die EU versucht, interne Gefaelle und Oasen anzugehen. Der Pension Provider im UK wird das Abziehen des Geldes auch nicht gar so einfach machen und da gewisse Huerden aufbauen. Und es gibt noch gewisse Regeln was Wohnort angeht, wenn man dann sein Geld aus UK abzieht. Wie gesagt, ohne unabhaengige Beratung sollte man das eher nicht machen. Ich habe Familienmitglieder, die ebenfalls in Frankfurt fuer Banken arbeiten, die raten eher generell davon ab. Nach Einschaetzung einiger ist das Pfund momentan auch etwas unterbewertet aufgrund der Brexit-Ungewissheit, langfristig koennte es sich wieder etwas erholen (alles natuerlich Kristallkugellesen, so wirklich weiss das ja keiner).

    HTH.

    • Upvote 3

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    Im Gegensatz zu D gibt es in UK im Finanzbereich Verbraucherschutz (insbesondere bei Renten).

    Da muss ein Berater schriftlich vorher detailliert erklaeren, warum eine gewisse Empfehlung gemacht wird. Dass ein Berater hier einen vom Kunden unterschriebenen Disclaimer als Ausrede benutzt, geht erst mal gar nicht.

    Diese transfers ins Ausland sind daher mit sehr viel Arbeit verbunden mit den daraus resultierenden hohen Gebuehren. Fuer 'geringe' Betraege sind sie deshalb kaum sinnvoll - kein serioeser Berater kann sie empfehlen.

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