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CvC

Ueber den Umgang mit Bettlern

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    In den dunkleren meiner Tage als 20-Jaehriger in New York suchte ich in der Muelltonne in meiner Studentenwohnheimsetage nach Pizzarindenresten.

    Frisch von Mamas Herd entwoehnt war mir das eine durchaus neue Erfahrung. Seitdem habe ich ein Mitgefuehl mit Bettlern, Homeless etc (der Ausdruck "Penner" ist ja wirklich schlimm), das sich allerdings nie mit auch nur einem Pennie als Spende ausdrueckt.

    Ich gebe Buskern nichts, kaufe keine Wieheisstsienochzeitung und kann mit Bettlern aller Art Augenkontakt halten - ohne was zu geben.

    Allerdings beruhige ich mein Geiwssen dadurch, dass ich jedes Jahr Altklamotten weggebe und im Jahresdurchschnitt 6 Stunden an Supermaerkten verbringe, um da fuer Homeless Essen und Geld zu sammeln.

    Wie soll ich denn nun ueber Bettler denken? Haben die wirklich alle einen Rolls Royce und ein Iphone X? Klauen die haeufig? Sollte man sich erweichen lassen? Irgendwer gibt Geld, sonst wuerden die nicht am Strassenrand sitzen

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    Das kannst du halten wie ein Dachdecker. Alle deine Fragen sind völlig unerheblich. Du musst einfach das tun, was dir selbst die größte Befriedigung gibt.

    Manche geben Bettlern aus Prinzip nichts, andere geben jedem Bettler etwas, wieder andere haben strenge Klassifizierungen und geben dann je nach Armutsgrad/Geschlecht/Schwere etwaiger Behinderung unterschiedlich viel. Ob den Bettlern damit geholfen ist, spielt überhaupt keine Rolle – es geht darum, dass sich der Spender besser fühlt. Niemand tut das aus reiner Nächstenliebe, aber Bettlern kommt die Tatsache zugute, dass wir Menschen so programmiert sind, dass anderen zu helfen meistens auch uns selbst gut tut.

    Ich spende häufig und gerne für das, was ich für „gute Zwecke“ halte, aber Bettlern auf der Straße gebe ich eigentlich nie Bares. (Wir hatten vor Jahren mal einen Obdachlosen, der zwei Nächte lang im Eingangsbereich unseres Wohnblocks übernachtet hat – dem hab ich mal ein Frühstück runtergebracht. Und letztes Jahr kam ich gerade mit vollen Einkaufstaschen vom Markt als mich ein Bettler angesprach und um etwas Geld für Essen bat. Ich hab meine Taschen geöffnet und ihm die Hälfte von meinem Baguette und ein paar Bananen und Äpfel angeboten, was er aber abgelehnt hat – weiß der Geier, warum.)

    Straßenmusiker sind etwas anderes – da gebe ich gerne etwas (wenn sie einigermaßen erträglich sind), weil ich einen Gegenwert dafür erhalte und ich Straßenmusiker für einen wichtigen Bestandteil innerstädtischen Lebens halte, den ich ungern missen möchte.

     

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    Agree.

    Ich gebe, wenn dann auch nur Lebensmittel. Wurden bis dato aber immer dankend angenommen.

    und auch bei mir bekommen Straßenmusiker ein paar Kröten, wenn sie es schaffen meinen Tag mit ihrer Musik zu erhellen (wahlweise auch den meiner Kinder).

    In Albanien gibt es direkt hinter der Montenegrinischen Grenze immer bettelnde Roma, wo ich den Kindern schon immer mal heimlich Wasser und Schokolade zuschanze. Mein Mann darf das leider nicht sehen...

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    vor 2 Stunden schrieb CvC:

     

    ...

    Wie soll ich denn nun ueber Bettler denken? Haben die wirklich alle einen Rolls Royce und ein Iphone X? Klauen die haeufig? Sollte man sich erweichen lassen? Irgendwer gibt Geld, sonst wuerden die nicht am Strassenrand sitzen

    ...gibt so komische bettler die so komisch daherkommen, so komische sätze sagen, oft auch im tv auftreten...

    da geb ich, ehm, gab ich auf der insel, irgendwie natürlich mit besonderer freude. 😁 

    pizzarestesindekelig 

    bearbeitet von berliner

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    Ich gebe abhängig von Wetter und Freundlichkeit. Wer im kanadischen Winter zum Betteln auf der Straße ausharrt, macht das nicht zum Spaß.

    Allerdings tue ich mich schwer mit Mitgefühl und Empathie. Einfühlungsvermögen/Empathie gilt als Voraussetzung für das Entwickeln von Mitgefühl. Letzteres würde es ermöglichen, aus reiner Nächstenliebe zu geben und insbesondere den wirklich Bedürftigen zu geben, was sie benötigen. Es kann ja durchaus auch Geld für eine Unterkunft sein.

    Quora/Avnish Chauhan: "If empathy is the ability to really experience some of the feelings of pain that another person is feeling, then compassion is to translate that feeling into action."

    Auch anhand anderer Diskussionen zum Unterschied zwischen Empathy und Compassion ist mir aufgefallen, daß ich von Ersterem praktisch kein Konzept habe. Wenn ich einen Bettler bei -15°C auf dem Gehweg hocken sehe, denke ich mir "that's gotta suck" und schmeiße einen Loonie in den Tims Pappbecher. Meine Spendenbereitschaft ist von logischen Auswertungen gesteuert, in aller Regel mit keinerlei Gefühlen verbunden und im Anschluss erwäge ich bestenfalls meinen finanziellen Verlust.

    Ich gehöre also zum sonderbaren Teil der Menschheit, der ohne jedwedes Mitgefühl selbstlos gibt.

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    Dieser Thread wirft ja ein etwas düsteres Licht auf die ehrenwerten Teilnehmer dieses Forums. Wenn die "zivilisierte Welt" dann übermorgen untergeht, soll aber keiner sagen, es hätte nicht an ihm gelegen ;)

    Aber im Ernst, ich halte es da etwas anders als die Vorredner. Bin hier selten in der Stadt und komme deshalb selten in die Verlegenheit, aber wenn doch dann werf ich auch häufiger mal was rein. Ich denke ich schalte dann bewusst die Logik aus und entscheide dies rein nach Empathie, also genau andersherum als Kreuzberger. Im Allgemeinen bin ich froh die Münzen los zu sein und mein Gutmenschentum lässt mich wohl (manchmal vielleicht zu Unrecht aber was solls) hoffen, dass das Geld für etwas "Sinnvolles" verwendet wird. Man sollte aber auch mal Überbedenken, ob es vielleicht etwas überzogen von uns ist, Menschen, die nachweislich unter der Brücke oder sonstwo schlafen, unsere Kategorien von "sinnvoll" auf zu zwängen, oder ob man Ihnen diese Entscheidung am Ende einfach auch mal selbst überlässt.

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    Ganz genau, Sorgi.

    Wenn, dann gebe ich Geld. Ich gebe aber auch nicht immer. Das waere im Zentrum von Manchester auch schwierig, das ist da naemlich noch mal eine ganz andere Nummer als in London. Ob ich mich mit Leuten unterhalte, haengt bei mir auch von der Tagesform ab.

    Essen geben find ich oft patronising, es sei denn, die betreffende Person fragt ausdruecklich danach. Kommt aber auch wieder drauf an.

    bearbeitet von petruschka
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    26 minutes ago, petruschka said:

    Essen geben find ich oft patronising, es sei denn, die betreffende Person fragt ausdruecklich danach. Kommt aber auch wieder drauf an.

    Also ich hab die Erfahrung gemacht, daß se Bier und Zigaretten selten ablehnen.

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    10 minutes ago, Mofolo said:

    Also ich hab die Erfahrung gemacht, daß se Bier und Zigaretten selten ablehnen.

    Wenn ich dann in meiner high viz vest da stehe, dann habe ich so einen Singsang, mit dem ich von den Tesco Kunden Essen erbitte: We're looking for tins and cans for the homeless in Barnet. Das singe ich unablaessig, und es nervt.

    Je nach Tagesform aendere ich es dann ab: We're looking for tins and cans for the hopeless in Barnet, oder, etwas haerter: We're looking for beer and fags for the homeless in Barnet.

    Weil eben genau niemand da hinhoert hat sich auch noch nie jemand dran gestoert. Manch einer schmunzelt.

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    vor 1 Stunde schrieb Sorgi:

    Wenn die "zivilisierte Welt" dann übermorgen untergeht, soll aber keiner sagen, es hätte nicht an ihm gelegen

    Das Problem ist, dass du so vielen Obdachlosen gar nicht Geld oder Lebensmittel geben kannst, wie die "hostile environment fuer alle" Politik auf die Strasse schmeisst. Gerade im Stadtzentrum in Manchester, wie @petruschka sagt, sind es schon extrem viele Leute an denen man vorbeilaeuft, erschreckenderweise auch mehr und mehr Frauen. Ich gebe den Leuten in der Gegend von Victoria Station Bargeld, auch mal eine Mandarine oder einen Kaffee. Anderswo ebenfalls eher nicht, oder nur bei besonderer Sympathie, Buskern so gut wie nie. Volunteering in einer Suppenkueche macht meine Firma sogar, mir fehlt nur einfach die Zeit dazu.

    vor 15 Stunden schrieb CvC:

    Haben die wirklich alle einen Rolls Royce und ein Iphone X? Klauen die haeufig? Sollte man sich erweichen lassen?

    Niemand, der bei Regen und/oder Minusgraden auf der Strasse bettelt, hat einen Rolls Royce zuhause. Manche haben eine Wohnung, kiffen den ganzen Tag und betteln trotzdem (wozu die "echten" Obdachlosen eine klare Meinung haben), viele schlafen in einem Zelt, auf der Strasse, oder erbetteln sich die £15 pro Nacht fuer ein Hostel-Zimmer.

    Ich habe den Eindruck, dass Betteln als Job betrachtet wird, entsprechend erzaehlt man den Leuten was sie hoeren wollen. Klar sind unter den Bettlern auch sehr manipulative oder Leute mit mental health  oder Sucht-Problemen und der "Held der Manchester Arena" stellte sich als mehrfach vorbestrafter Dieb heraus, falls die Story in London jemand mitbekommen hat. Deswegen sollte derjenige aber nicht hungern muessen.

    vor 54 Minuten schrieb petruschka:

    Essen geben find ich oft patronising, es sei denn, die betreffende Person fragt ausdruecklich danach.

    Ich find Essen anzubieten voellig OK, gerade wenn man kein Bargeld hat. Und selbst fragen, ob derjenige einen Kaffee moechte. Dann muss es aber auch OK sein, wenn das abgelehnt wird. Generell ist Manchester sehr menschenfreundlich, die Leute achten auf einander und helfen wo es geht ohne gross zu fragen warum, und ich finde das ist auch gut so.

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    Die einen sehen in Menschen mit reduzierten Empathieschaltkreisen den Untergang der zivilisierten Welt, andere mutmassen, es handele sich um nächsten Schritt der Evolution des Homo Sapiens. Jury is still out.

    Und warum sollte mein empathielos geschmissener Loonie weniger wert sein als der mitfühlsam gelegte Dime? Die Freude im Gesicht der Beschenkten korreliert signifikant mit dem Nominalwert der Münze, während meine Geisteshaltung den meisten wurscht zu sein scheint.

    Und überhaupt. Was Volunteers oft für einen Unsinn treiben. CvC könnte mit Erlösen aus Dagobert-Geschäften viel effizienter helfen, als sich für Dosen vor den Discounter zu stellen. Meine Firma erwartet von uns eine Mindestzahl jährlicher Freiwilligenstunden. So mussten wir letztens in der staubigen Dachkammer eines Hilfsinstituts altes Möbiliar putzen und streichen. Ich hab gleich in der Apotheke Staubmasken besorgt, die alle anderen aber zu weicheiig fanden. Die Farbdämpfe haben sicher ihren Beitrag zu Leberschäden geleistet. Das Arbeitsergebnis mangelhaft, weil niemand aufs Trocknen der Grundierung warten konnte. Ein bisschen wie bei der Bundeswehr.

    Immerhin steckt sich bei solchen Aktionen, anders als früher bei Mutter Theresa in Kalkutta, niemand mit Tuberkulose an.

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    Kommt bei mir immer auf die eigene Tagesform an.

    Was ich nicht abkann, sind diese Stories wie "I need to get money together for a bus to Eastbourne", da denke ich mir immer, spar's Dir.

    Es interessiert mich auch nicht wirklich, ob jetzt jemand davon Alk oder Kippen kauft, ein Hostel Bett braucht etc.

    Ich will da gar nicht mit der Moralkeule kommen. Hier in Brighton gibt's so viele Obdachlose und die meisten mit substance abuse Problemen irgendeiner Art; das tut mir leid und finde ich traurig aber ich habe nicht das Geld, da echt zu helfen.

    Am ehesten gebe ich jemanden, der einfach da sitzt, mir keine Story aufdrueckt und meistens kommt dann ein "Thanks darling, bless you, have a nice day" und ein Laecheln und das ruehrt mich dann einfach. Nicht weil ich denke, ich sei so ein toller Samariter, sondern weil das einfach ein anderer Mensch in einer misslichen Lage ist.

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    An meiner local station haengen manchmal zwei Jungs rum. Mit denen unterhalte ich mich kurz und wenn ich Kleingeld hab dann geb ich Ihnen was. Wenn ich keins hab, dann nicht. Die scheinen sich mehr ueber den 2 Minuten Schwatz zu freuen als ueber das Geld.

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    vor 6 Stunden schrieb Kreuzberger:

    Die einen sehen in Menschen mit reduzierten Empathieschaltkreisen den Untergang der zivilisierten Welt, andere mutmassen, es handele sich um nächsten Schritt der Evolution des Homo Sapiens. Jury is still out.

    Und warum sollte mein empathielos geschmissener Loonie weniger wert sein als der mitfühlsam gelegte Dime? Die Freude im Gesicht der Beschenkten korreliert signifikant mit dem Nominalwert der Münze, während meine Geisteshaltung den meisten wurscht zu sein scheint.

    Ich hatte eigentlich nicht speziell deine Schaltkreise kritisieren wollen. Mit Evolution hat das aber ganz gewiss nichts zu tun (vermutlich nicht mal mit Genetik), da sollte man sich vielleicht mal nicht jede persönliche Eigenschaft durch die Klatschpresse oder trivialwissenschaftliche Literatur schönreden lassen 😛

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    Ich möchte nur mal kurz einwerfen das Bettler Menschen wie Du und ich sind. Ich hab den Eindruck Du füllst grade Dein persönliches Sommerlich CvC.  😂 Den generischen Bettler gibts allerdings nicht. 

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    Ich habe zudem den Eindruck, dass genau diese Frage hier schon einmal diskutiert wurde – vor Jahren schon und ebenfalls von CvC initiiert. Kann das sein? (Finden kann ich zwar nichts, aber das muss nichts heißen.)

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    Ist er vielleicht schon senil? Oder braucht er vielleicht nur nochmal die Bestätigung, dass sein Verhalten auch wirklich in Ordnung ist? Das scheint ja auch häufiger mal der Fall zu sein.

    Auf jeden Fall sollten wir ihn nicht zu sehr ärgern, seine Threads sind auf jeden Fall viel besser als die anderer Personen mit vielen Fragen.

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    Am Samstag werde ich wieder meinen Singsang vortragen, von 15:00 bis 17:00 vor dem Waitrose in Golders Green, eher: Temple Fortune.

    Dieses Forum eignet sich bestens, gewisse Seeleninhalte zu entauessern und diskutiert zu sehen. Da kommen tolle Sachen bei rum, wie von Thomas aus Franken in diesem Thread.

    Man lernt nie aus.

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    5 hours ago, Sorgi said:

    Ich hatte eigentlich nicht speziell deine Schaltkreise kritisieren wollen. Mit Evolution hat das aber ganz gewiss nichts zu tun (vermutlich nicht mal mit Genetik), da sollte man sich vielleicht mal nicht jede persönliche Eigenschaft durch die Klatschpresse oder trivialwissenschaftliche Literatur schönreden lassen 😛

    Nun ist es durchaus eine wissenschaftliche Diskussion, warum Menschen Emotionen haben und wie diese bei der Entscheidungsfindung mitwirken. Müsste man beispielsweise Emotionen programmieren, um künstliche Intelligenz zu verfeinern? Vermutlich eher nicht. Zum Beispiel finden sich unter Menschen, die Probleme eher logisch und weniger emotional angehen, herausragende Wissenschaftler und Erfinder. Deswegen die Frage, ob meine Empathiewerte auf Neandertaler-Niveau ein Zeichen genetischer Regression sind, oder vielmehr Teil der Weiterentwicklung des Menschen zu einem logischer denkenden vernünftigeren Wesen?

     

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    Nein, das war ja nicht deine Frage. Der Homo sapiens hat es geschafft sich der natürlichen Selektion (was die Grundlage von Evolution ist) zu entziehen und sich dafür in andere Abhängigkeiten zu begeben. Was von dir also als "Weiterentwicklung des Menschen" genannt wird, ist sicher ein von irgendwem (wahlweise könnte man jetzt sagen die Politik / die Wirtschaft / das Kapital / die Illuminaten etc) gewollter Schritt hin zu berechenbareren (kontrollierbareren?) Menschen der Zukunft, aber keine Evolution.

    Da du uns aber im Unklaren lässt, inwieweit Empathielosigkeit in deiner Familie vererbt wird, ist es die wesentlich sicherere (wissenschaftlich korrektere) Annahme, dass es einfach deine Erziehung, deine Bildung/Erfahrung und daraus abgeleitete Geisteshaltung ist, die dich so geformt hat (und nicht deine Gene).

    bearbeitet von Sorgi

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    Sowohl logisches Denken, als auch Empathielosigkeit unterliegen äußeren und erblichen Einflüssen. Die Frage für CvCs Thread ist, in wieweit Empathie und Mitgefühl Voraussetzung für effizientes Helfen sind.

    Kein Geld, sondern nur Sachmittel zu spenden, würde ich für empathiearm halten.

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    Wenn das die Frage ist, dann hast du doch selbst schon ausgeführt, dass zB du, auch ohne Empathie und Mitgefühl zu fühlen, trotzdem Geld spendest. Offensichtlich ist Empathie als Antrieb dann nicht zwingend erforderlich, insofern andere Beweggründe vorliegen. Es gab ja auch einen gewissen Teilkonsens, dass das reine Sachmittel-Spenden eventuell etwas zu "erzieherisch" ist. Ob es zwangsläufig empathiearm ist, wie du sagst, möchte ich nicht beurteilen.

    Bedenklicher finde ich ja eigentlich auch die Einstellung CvCs, zwar (aus persönlicher Erfahrung) Mitgefühl zu empfinden, aber gleichzeitig nie auf die Idee zu kommen, diesen Menschen das zu geben, was sie möchten (Geld). Ich persönlich kann nicht verstehen, wie das wirklich zusammen geht.

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    Direkthilfe ist irgendwie nichts fuer mich. Hilfe durch die Zwischenstufe einer Institution macht das effizienter.

    Man bekommt mehr "kick for the buck", wenn man Geld an eine Homelessorganisation gibt, anstatt es dem Betroffenen.

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    14 minutes ago, CvC said:

    Man bekommt mehr "kick for the buck", wenn man Geld an eine Homelessorganisation gibt, anstatt es dem Betroffenen.

    Ist das so? Viele wuerden umgekehrt argumentieren (ich nicht unbedingt).

    Hoert sich an als waere das eine schoene Essay question: "Donating to homeless charities is more effective in supporting homeless people than giving them money directly. Discuss!"

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