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CvC

Kuerzlich, in einem somalischen Restaurant in Tottenham

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    Brothers heisst es, draussen ist eine dicke Banderole, die fuer Kurzdarlehen wirbt.

    Ich ging einfach mal rein.

    Blitzsauber wars, im Hintergrund sah man ein Handwaschbecken. Die Bedienung wirkte nett, aber ein wenig unbeholfen, sie vermuteten ich haette mich einfach verlaufen.

    Eine Speisekarte gaebe es nicht, hier wisse jeder was er will oder bekommen kann. Es essen eigentlich nur Somalis da.

    Huhn, Rind oder Lamm. Somalien ist mehrheitlich muslimisch.

    Mit dem Essen kam eine Banane und ein Napf mit Spaghetti. Das sei so Tradition, die Banane esse man mit den Spaghetti. Irgendwann war Somalien wohl mal unter italienischem Kolonialeinfluss.

    Mit einem freundlichen, aber unverkennbaren kleinen Grinsen gab man mir eine Gabel, und einen Loeffel, zum eleganten Nudeleinrollen.

    Ich war der einzige der das benutzte, alle anderen assen die Spags mit der rechten Hand. Von da an war ich begeistert von diesem Restaurant.

    Neben mir ging ein Vorhang quer durch das ganze Lokal. Oh, the women are behind this, erklaerte man mir ganz hilfreich.

    Hier nun die Frage:

    Ich schaffe es nicht, auch nur irgendeine Frau zu finden, die sich hinter diesen Vorhang zum Essen begeben wuerde.

    Wie soll man als Mann zu dieser religioesen oder kulturellen Sitte denn nun eigentlich stehen?

    Ich selber finde es nicht schlimm, aber natuerlich schon ein wenig ungewoehnlich..

     

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    I take it Khat features widely on the menu given your warped perception of what sucessful integration means :)

    bearbeitet von Ricard0
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    Da wurde sich streng an Ramadan Regeln gehalten. Ich konnte da schona lenger nicht mehr hin.

    Vom Gesamteindruck wuerde ich sagen: wenig Kriminalitaet, es sind nicht die vom Schicksal zerruetteten Somalier, die es nach London schaffen. Laut Berichten aus Tower Hamlets ist deren Integration eigentlich ganz gut.

    Das mit den Frauen hinter dem Vorhang widerspricht dem vielleicht etwas.

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    Noch vor ca. 30 Jahren war es zumindest in Schottland ein absolutes Tabu, dass Frauen an der Theke saßen. Die gehoerten an die Tische, die nicht gleich gesehen werden beim Reinkommen. Ist doch irgendwie aehnlich?

    Persoenlich finde ich sowas nicht gut. Auf den ersten Blick scheint es egal zu sein, so wie Vollverschleierung. Aber meine Meinung ist, dass diejenigen, die sich dafuer entscheiden, in Europa zu leben, auch einen Beitrag leisten bzw einen kulturellen Verlust hinnehmen muessen. Gleichberechtigung ist ein absolutes Muss! Auch wenn die Damen vielleicht sogar lieber mit ihren Freundinnen am Tisch hinter einem Vorhang sitzen als mit dem Gatten.

    Den bloeden Seitenhieb auf Khat haette Richard 0 sich sparen koennen- class C drug, voellig uninteressant im Vergleich zu anderen Drogen. Die einen trinken Alkohol, die anderen kauen Khat, Coca, Bethel whatever. The pot calling the kettle black.

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    Irgendwie erinnert mich Ricard0 an Beatrix von Storch. Und mit diesem Namen werde ich mich in Zukunft auf ihn beziehen.

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    vor 16 Stunden schrieb Ricard0:

    I take it Khat features widely on the menu given your warped perception of what sucessful integration means :)

    Echt, du siehst dich hier erfolgreich integriert? Versuch mal was Stärkeres.

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    13 minutes ago, FadeExx said:

    Echt, du siehst dich hier erfolgreich integriert? Versuch mal was Stärkeres.

    Born in Aldershot dear boy, now be nice n behave when addressing the locals.  :)

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    Btw Khat is a highly addictive Amphetamine like drug that leads to psychosis and is widely used by warlords in the region to psyche up their goons before battle.

    I first came accross it 30 yearis ago when working with station 25 HMRC. It was ignored at the time out of expediency and only prohibited when to much crime was committed by high as a kite ex denizen of the Cape of Africa and it caused a stink in the media.

    It was then  classed as classed as cat C out of political correctness, so as not to ‘criminalise’ this ethnic group just for possession.

    here are some of the side effects

    Chewing khat can cause:

    • A state of euphoria and elation,
    • Feelings of well-being,
    • Feelings of increased mental alertness and arousal,
    • Suppression of appetite,
    • Aggressiveness,
    • Anxiety,
    • Manic behaviour, paranoia or psychosis,
    • Lack of concentration, loss of energy and insomnia,
    • Increased blood pressure, breathing rate and heart rate.
    bearbeitet von Ricard0

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    1 hour ago, CvC said:

    Irgendwie erinnert mich Ricard0 an Beatrix von Storch. Und mit diesem Namen werde ich mich in Zukunft auf ihn beziehen.

    Jacob will do :)

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    vor einer Stunde schrieb Ricard0:

    Born in Aldershot dear boy, now be nice n behave when addressing the locals.  :)

    Dafür kannst du ja nichts 🙂 aber dein Englisch ist unterhalb Themseniveau. 

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    Irgendwie ist dieser mir sehr interessante Thread ge-shanghaied worden durch sinnleeres Gebickere mit Beatrix.

    Back to topic: Wie geht man mit ungern gesehenen religioesen oder kulturellen Angewohnheiten Anderer um?

    Auf Leitkultur "passt Euch gefaelligst an" schalten?

    Das passiert beim Muezzin, zB. Der darf hier nicht vom Moschee-Turm laut herabsingen. Dafuer duerfen Sonntags die Glocken der Leitkultur natuerlich laeuten.

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    A bit of male chauvinism here 🤔 (is it the cuisine?) Using a female to denigrate someone you disagree with, tut tut

    WHAT will your lefty feminist  friends think?  You could at least have called me a right wing fascist populist or populist pig, tends to work for your ilk to get rid of their frustration that you are loosing the ability to frame the discourse any longer. 😛

    bearbeitet von Ricard0
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    12 hours ago, Ricard0 said:

    Chewing khat can cause:

    • A state of euphoria and elation,
    • Feelings of well-being,
    • Feelings of increased mental alertness and arousal,
    • Suppression of appetite,
    • Aggressiveness,
    • Anxiety,
    • Manic behaviour, paranoia or psychosis,
    • Lack of concentration, loss of energy and insomnia,
    • Increased blood pressure, breathing rate and heart rate.

    Hm. Vielleicht solltest Du besser auf Earl Grey umsteigen?

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    On 6/22/2018 at 11:42 AM, CvC said:

    Ich schaffe es nicht, auch nur irgendeine Frau zu finden, die sich hinter diesen Vorhang zum Essen begeben wuerde.

    Ich kann dir leider nicht persönlich helfen, würde das sonst aber sofort machen ;)

    Ohne es nun überprüfen zu können, sind die Frauen vielleicht froh unter sich zu sein, zumal es sich je nach religiöser Rigidität unter Gesichtsverschleierungen nicht besonders gut ißt.

    Und es hat doch wirklich was für sich, wenn Frauen und Männer abwechselnd mal ungestört sein können. In meiner kreuzberger Nachbarschaft sitzen manchmal Damen arabischen Kulturkreises mürrisch im Innenhof, bis vermutlich die Herren die Wohnung freigeben. Anders herum verkrümelt Mann sich in diese Tee- und Pfeifenstuben, die weder von anständigen Frauen noch der autochthonen Bevölkerung betreten werden.

    bearbeitet von Kreuzberger
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    Naja, es war ein somalisches Restaurant, das ganz offensichtlich auch fuer Somalis gefuehrt wird (und nicht, um den Briten die somalische Cuisine nahezubringen, was ja eine andere Intention waere) - darauf deutete ja auch die nicht vorhandene Karte an.

    Ich finde, dass in so einem spezifischen Raum auch die Regeln der jeweiligen Kultur gelten duerfen; egal, was ich persoenlich von diesen Regeln halte. Ich finde nicht, dass das unbedingt was mit nicht erfogreicher Integration zu tun hat - eher etwas mit Privatspaehre.

    Wenn sich die Expats in Dubai im Irish Pub/Bayrischen Bierkeller fussballgroelend die Hucke vollhauen, haelt der durchschnittliche alkohol-abstinente Dubaier davon wahrscheinlich auch nix. Trotzdem kann ich es verstehen, dass die dort ansaessigen Europaeer hin und wieder mal einen Fussballabend "ganz wie zu Hause" verbringen wollen. Sind sie deshalb nicht integriert und sollten dahin zurueck gehen, wo sie hergekommen sind? 

    Ich finde CvCs Erfahrung damit vergleichbar.

     

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    3 hours ago, lindemaa said:

    Wenn sich die Expats in Dubai im Irish Pub/Bayrischen Bierkeller fussballgroelend die Hucke vollhauen, haelt der durchschnittliche alkohol-abstinente Dubaier davon wahrscheinlich auch nix.

    Genau: "Dubai's licensing laws require venues serving alcohol be attached to hotels or private clubs. It is illegal to drink in the street or in a public space." Bei geeigneter räumlicher Trennung können grölende Fußballfäns sich auch in Dubai die Hucke vollsaufen, weil es der Pflege sozialer Bindungen unter Männerfreunden dienlich ist. Und vielleicht auch der ein oder andere autochtone Dubaier gerne mal die Sau rausläßt.

    https://www.bl.uk/romantics-and-victorians/articles/gender-roles-in-the-19th-century

    Zu viktorianischen Zeiten gab es Kleidersitten und getrennte Räumlichkeiten, wie man sie im modernen Europa vorwiegend unter konservativen Einwanderern beobachtet. Die Vor- und Nachteile solcher Regeln können wir anhand der eigenen Vergangenheit diskutieren; als Vision für die Zukunft fiele mir "The Handmaid's Tale" von Margaret Atwood ein.

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    Ich schliesse mich lindemaa an.

    Meines Erachtens ist Integration sowieso overrated. Die meisten sind doch gluecklicher, wenn sie (unter anderem) auf Mitglieder der eigenen Kultur stossen. Das ist doch bei vielen von uns auch nicht anders. Sie sollen sich trotzdem an die gesellschaftlichen Grundregeln halten, ihren Unterhalt selbst verdienen, sich verstaendigen und von anderen verstanden werden koennen etc etc.

    Die Frage ist dann, ob das Restaurant die Grundregel der Gleichstellung verletzt, ist ja schliesslich ein Betrieb und daher ein oeffentlicher Raum. Ich denke 'ja', finde es aber den Sachverhalt nicht weiter tragisch, wenn es sich um ein einzelnes Restaurant fuer eine bestimmte Zielgruppe handelt. Wenn das in der Masse der Restaurants zum Problem wuerde, waere es ein public policy issue (wie z.B. beim Rauchen), aber im Einzelfall ist das doch wurscht. Wo kein Klaeger, da kein Richter. Ich muss da ja nicht essen.

    Haben sie den vergorenen Teff-Fladen jetzt durch Spaghetti ersetzt? Das ist doch mal Fortschritt!

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    1 hour ago, Stellar said:

    Die Frage ist dann, ob das Restaurant die Grundregel der Gleichstellung verletzt, ist ja schliesslich ein Betrieb und daher ein oeffentlicher Raum. Ich denke 'ja', finde es aber den Sachverhalt nicht weiter tragisch, wenn es sich um ein einzelnes Restaurant fuer eine bestimmte Zielgruppe handelt.

    In einem einzelnen Restaurant finde ich das auch nicht tragisch und sowieso brächte es nichts, irgendwelche Vorschriften zur Esskultur zu erlassen. Und was ist schon an gesellschaftlicher Vielfalt auszusetzen, zumal es in Europa vor nicht allzu langer Zeit ähnliche Gepflogenheiten gab?

    https://inequalitybyinteriordesign.wordpress.com/2012/03/05/gender-segregation-by-victorian-design/

    Nichts ist daran auszusetzen, wenn die Personen beiderseits des Vorhangs nach Verlassen des Lokals ihrer gleichberechtigten Wege gehen und der Besuch dieses speziellen Restaurants Episode eines Rollenspiels ist. Ich finde es bemerkenswert, wie wir westlich privilegiert Erzogenen die gesellschaftlichen Regeln viktorianischer Prüderie für uns ablehnen, sie aber für Leidtragende ethnischer Minderheiten, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche, achselzuckend hinnehmen.

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    3 hours ago, berliner said:

    Ich weiss ja nich, aber Tottenham hört sich sowiso viel zu gefährlich an. 😉

    If Tottenham was a country, it would be a failed state on par with Somalia. Zitat von Deinem Link, sehr themenpassend.

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    Habe gerade da wieder gegessen. Hinter dem Vorhang geht es ganz unkompliziert und recht froehlich zu, das sah man beim Reinkommen

    Heute ass ich alles mit der rechten Hand, Kartoffelbrei, Salat, Rindfleisch, Spinatsauce, einen Riesenteller Spaghetti und manches Undefinierte.

    Dabei die Freundin zusehen zu lassen waere der Freundschaft wahrscheinlich abtraeglich. Ich war froh, da nur unter Maennern gewesen zu sein.

    Die Grundvoraussetzung ist extreme Sauberkeit, man waescht sich intensiv die haende, vorher, und nachher sowie.

    Eine aeusserst empfehlenswerte Erfahrung, nur gibt es gar kein Bier oder sonstwelchen Alkohol.

     

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    Das mag ja eine spannende kulturelle Erfahrung sein. Aber ich glaube ich würde mir dabei etwas fehl am Platze vorkommen, da dann regelmäßig essen zu gehen . . .

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    15 hours ago, Idefix said:

    Das mag ja eine spannende kulturelle Erfahrung sein. Aber ich glaube ich würde mir dabei etwas fehl am Platze vorkommen, da dann regelmäßig essen zu gehen . . .

    Ever the diplomat! Gute Haltung, du muesstest dann auch alleine hingehen und auf das gepflegte Gespraech mit meinereiner verzichten (ich weiss, manche sehen das als Vorteil).

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    2 hours ago, Stellar said:

    Ever the diplomat! Gute Haltung, du muesstest dann auch alleine hingehen und auf das gepflegte Gespraech mit meinereiner verzichten (ich weiss, manche sehen das als Vorteil).

    Wieso? Das ist doch gerade der Vorteil des Trennungsvorhangs, dass man zusammen ins Resto gehen kann, ohne miteinander reden zu müssen!

    UND wir wüssten endlich, was hinterm Vorhang passiert!

    bearbeitet von Kreuzberger

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    Hach, Ihr Frauen, dass Ihr nur samt und sonders an Eure frauliche Ehre denkt, dass es da keine Frau gibt, die mal den Thrill eines Abenteuers ueber eben diese frauliche Wuerde stellt.

    Fuer einen Mann ist auch nicht gerade wuerdevoll, wenn man voellig unbeholfen sich alles mit der rechten hand in den Mund schiebt. Selbst Babies koennen das besser.

    Aber es ist eben mal irgendwie einfach spannend. Nix fuer oft, Idefix, das stimmt, aber ausprobieren muss mans einfach.

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