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DreOVSan

Au Pair machen und dann bleiben? Planung!

    Empfohlene Beiträge

    Hallo liebe DiL-Community,

    erst einmal ein großes Dankeschön für diese tolle Informationsquelle und an die Menschen die bereitwillig helfen und antworten. Das Forum ist wirklich großartig und lässt einen nicht allein dastehen.

     

    ich bin ein Schritt Richtung London näher gekommen. Wie es aussieht habe ich eine Zusage für ein Au-Pair von der Gastfamilie.

    Zwar habe ich erst einen vorläufigen Vertrag als PDF bekommen, aber die Familie scheint es ernst mit mir zu meinen. 

    Mein Flug ist gebucht und es geht schon ab Mitte Juli nach London.

     

    Momentan habe ich den ganzen Stress meiner Ausbildung hinter mir und plane jetzt für den Aufenthalt.

     

    Mein Plan ist, wie ich es hier schon in einem anderen Thread geschrieben habe, folgender: 

    Ich möchte in London bzw. UK leben. Ob ich diesen Wunsch nach meinem Au-Pair weiterhin empfinde kann man natürlich nicht genau sagen. Ich gehe aber stark davon aus.

    Des Weiteren stellt der Brexit einige Hürden auf. Der Gedanke an einem 2. Referendum im Sommer/Herbst 2019 ist zwar schön, gehe aber jetzt einfach vom wort case, Brexit wird vollzogen, aus.

     

    Jetzt habe ich einige Fragen an euch, da ihr euch auch mit diesen Themen beschäftigt oder ehemals beschäftigt habt:

     

    - Wohnsitz, Bank Account, NIN, NHS

    Die übliche Frage. Aber wie verhält sich das Ganze bei einem Au-Pair? Ist mein neuer Wohnsitz bei der Gastfamilie?

    Sind die mein Arbeitgeber oder gibt es bei sowas Sonderregelungen bei einem Au-Pair Vertrag (weil nur Taschengeld, etc.)? Ich gehe mal davon aus, das die mir mein "Gehalt" überweisen wollen. 

     

    - Gesetzliche Krankenversicherung im Ausland behalten?

    Da ich demnächst 25 Jahre alt bin, werde ich nicht mehr familienversichert sein. Ein Au Pair ist kein Studium oder Ausbildung. Heißt: In Deutschland würde ich monatliche Beiträge in Höhe von ca. 175€ zahlen. Das gilt dann auch bei einem Auslandsaufenthalt vermute ich mal stark. 

    Wie ihr wisst ist das Gehalt als Au-Pair sehr niedrig  (unter 500 GBP im Monat) und die NHS kostenfrei. Warum sollte ich also so viel Geld für meine, wenn auch gute, gesetzliche Krankenversicherung so viel Geld zahlen? Der Plan ist ja sowieso in UK zu bleiben und das über mehrere Monate abzuwägen und in der Zwischenzeit bei der GK  zu bleiben ist dann doch recht teuer.

     

    - Versicherungen

    Ein Thema womit ich mich noch nie so richtig in meinem Leben auseinandersetzen musste. Trotzdem musste ich mich jetzt zwangsläufig darüber informieren.

     

    Gesetzliche Krankenversicherung: Gibt es ja nicht (stattdessen NHS). Von daher fällt, abgesehen von meiner ersten Frage, diese Sorge schon einmal weg.

    Hausratsversicherung (home insurance): Ich habe hier im Forum teils gelesen, dass diese Versicherung viele haben und häufig bei einem Mietvertrag mit dem Landlord/Landlady bereits inbegriffen ist. Grundsätzlich? Wie verhält sich das bei einer Gastfamilie, da ich ja nicht direkt einen Mietvertrag abschließe und es getrenntes persönliches Sachgut gibt.

    income protection insurance: Im deutschen Raum gibt es die Einkommensschutzsteuer und die Berufsunfähigkeitsversicherung, wobei letztere eher mehr der income protection insurance ähnelt. Hier bin ich mir nicht über die nötige Notwendigkeit im Klaren. Diese Versicherung ist wahrscheinlich erst interessant/nützlich wenn man Vollzeit arbeitet oder?

    Auslandsreisekrankenversicherung / Auslandskrankenversicherung: Erstere für einen kürzeren Reiseaufenthalt, die andere für längeren Aufenthalt. Die ist wichtig für den Krankenrücktransport nach D. oder Kosten für entstandene Bergung bei Unfall, etc. 

    Das wird von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht gedeckt. Warum sollten die mich im Fall einer Aufgabe der GK denn nach Deutschland zurücktransportieren? Habe ich darauf keinen Anspruch darauf von der NHS in Großbritannien in derartigen Fällen Hilfe zu bekommen? Im Netz steht das ist absolut ein Muss diese Versicherung bei einem Auslandsaufenthalt abzuschließen. Wie ihr ja jetzt bereits wisst soll es ja sehr wahrscheinlich nicht nur ein Aufenthalt bleiben.

    Haftpflichtversicherung (liability insurance): Wie ich das verstehe, legen viele Bürger in UK nicht so viel Wert auf eine Haftpflichtversicherung. Die kann aber grundsätzlich mit unterschiedlichen Konditionen abgeschlossen werden. Sollte ich die haben? Ja oder nein?

     

    Wie gesagt ich bekomme unter 500 GBP im Monat und möchte dementsprechend die Kosten so gering wie möglich halten. 

    Das soll erstmal reichen. Ich bin gespannt auf eure Nachrichten.

    Vielleicht konnte ich ja auch dem ein oder anderen mit meinem Post hier helfen. 

     

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    Ich kenne mich mit Sonderregelungen fuer Au Pairs nicht aus, aber hier mal schnell ein paar Basics:

    Als live-in Au Pair haeltst du dich ja dauerhaft in UK auf, NHS ist zustaendig und die Familie ist dein Arbeitgeber. NiNo kannst du unter Angabe der Addresse beantragen, sobald du hier ist, ££ Bankkonto dann auch. Fuer Hausrat (Einbruch ...) ist die Familie zustaendig, du wirst ja vermutlich nicht viel wertvollen Hausrat mitbringen.

    Zur Krankenversicherung:

    Du wohnst im Ausland und hast Anrecht auf NHS, d.h. die deutsche Krankenversicherung ist nicht mehr fuer dich zustaendig.

    Zitat

    Das gilt dann auch bei einem Auslandsaufenthalt vermute ich mal stark. 

    Nein, das ist eine entweder-oder Sache, die deutsche gesetzliche Krankenversicherung ist nicht zustaendig wenn das britische NHS greift. Der NHS wird dich behandeln, wenn dir hier etwas passieren sollte, Ruecktransport nach Deutschland wird vermutlich nicht dabei sein, da du ja in UK wohnhaft bist.

    Andere Versicherungen brauchst du nicht, zu Haftpflicht als Au Pair kann dir vielleicht jemand mit Au Pair/Nanny-Erfahrung etwas sagen.

    Wie du oben schon sagst, im UK sind Versicherungen bei Weitem nicht so verbreitet wie in Deutschland, man sieht das hier alles nicht sooo dramatisch.

    Wegen Brexit wuerde ich mir erstmal keine Gedanken machen, mindestens bis 2020 wird sich wenig aendern. Glueckwunsch zum Au-Pair Vertrag und viel Spass in London ;)

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    Sehr aufschlussreiche Antwort, danke! :)

    Eine Haftpflichtversicherung als Au-Pair/Nanny könnte ich für wichtig halten. Erfahrungswerte wären gut.

    Im Netz finde ich häufig nur allgemein was zur Haftpflichtversicherung im Ausland aber nicht auf UK bezogen. 

     

    Sonst bleibe ich falls es geht bei meiner deutschen Haftpflichtversicherung. Vorausgesetzt die Beiträge heben nicht in die Galaxis ab.

     

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    Hier hat niemand eine Haftpflichtversicherung. Wirklich niemand. Vor allem keine Au-Pairs. Das Konzept der Haftpflichtversicherung ist dem Briten unbekannt. 

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    Es gibt doch aber hier so was wie Public Liability Insurance.

    Zum Beispiel wenn ich Handwerker bestelle ziehe ich solche vor die sich als "fully insured" bezeichnen, falls was zu Bruch geht waehrend die arbeiten (habe das aber nocht nie ueberprueft und hatte auch nie einen Schadensfall).

    Auf Google gibs viele links zum Thema au-pair und Insurance aber kenne mich da nicht aus. Es koennte ja vorkommen das man als Au-pair in Schwierigkeiten geraten kann wenn es zum Streitfall kommt - Verletzungen des Kindes  - wer war Schuld z.B.

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    Nee. echt nicht. Handwerker logisch, ich habe auch public liability insurance für events die ich ab und an veranstalte aber das ist was völlig anderes. 

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    Ich weiss nicht in wie weit ein au-pair und eine Nanny verschieden sind, aber z.B.

    https://www.mortonmichel.com/Nanny/

     

    bietet public liability insurance fuer £74 pro Jahr an, das sind alles nicht so Summen.

    Das es hier keine private liability gibt stört mich auch nach Jahren noch, weil im Zweifel bleibt man auf dem Schaden sitzen....

     

     

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    Vielen Dank für eure Antworten. 

    Dann informiere ich mich wie viel das in D kosten würde und ansonsten lasse ich es wohl mit einer Haftpflichtversicherung. @Marianne013 Diese Versicherung würde ich dann wohl abschließen wenn ich tatsächlich Nanny wäre. 

     

    Nochmal zum Thema Krankenversicherung:

    Ich erinnere mich noch an den Videoanruf mit der Gastfamilie, wo die sagten, dasss deren Au Pairs eine EHIC (european health insurance card) hatten und dann die Dienste des Hausarztes in Anspruch genommen haben. Diese EHIC habe ich auch anscheinend auf der Rückseite meiner AOK Karte (europäische Krankenversicherungskarte). 

    Gestern hab ich mit meiner GK telefoniert und da meinte die Frau, dass in meinem Fall die GK entfällt. Ich habe ihr über mein Vorhaben erzählt auf unbestimmte Zeit da zu bleiben. Sie hat mir geraten über die Konditionen der NHS mich zu informieren und ggf. eine Zusatzversicherung abzuschließen. 

    Naja die vorherigen Au Pairs kamen aus Spanien. Da gelten ja andere Regelungen. 

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    Wenn Du hier wohnst, bekommst Du die EHIC vom NHS. Die brauchst Du nur, wenn Du außerhalb des jeweiligen Ausstellerlandes bist. 

    In bezug auf Brexit ist vielen auf die Füße gefallen, dass Aufenthaltsjahre, in denen man nicht in Vollzeit berufstätig ist und keine zusätzliche private Krankenversicherung (CSI/comprehensive sickness insurance) nachweisen kann, nicht auf die zur Erlangung der permanent residence nötigen Jahre angerechnet werden.  Ich weiß nicht, wie Au-pair-Zeit hier betrachtet wird.  Nach dem Brexit wird PR allerdings sowieso bedeutungslos. 

    Soweit sie bekannten Fakten. Was genau PR ersetzen wird, ist noch nicht klar, es soll einen neuen Status "Settled Status" geben.  Für diesen soll auf die Überprüfung des PR-Nachweises verzichtet werden.  Inwieweit man den Worten der Regierung allerdings trauen kann, und inwieweit dieser Status so eingeführt wird, steht in den Sternen. 

     

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    7 hours ago, berliner said:

    was ist denn mit denen die 0 h contracts haben und pr machen wollen?

    Ist Wurst, was im Vertrag steht. Es zaehlt, was du tatsaechlich gearbeitet hast und auf deinem P60 nachweisen kannst.

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    Zum Thema Krankenversicherung: es kommt darauf an, ob Du das Au-Pair-Jahr als Anfang einer dauerhaften Zeit im UK ansiehst oder einen "laengeren Urlaub". Im ersten Fall brauchst Du die deustche KV nicht mehr und kannst Dich hier ins NHS-system einklinken. Allerdings gibtes dann natuerlich auch keine Ruecktransporte nach Deutschland oder anderes, da Du dann ja hier wohnhaft bist und die deutschen Krankenhausrechnungen niemand uebrnehmen koennte (da Du die duetsche KV ja gekuendigt hast). Die EHIC bekommst Du dann auch vom NHS ausgestellt fuer Notfaelle wenn Du in Deutschland auf Familienbesuch bist.
    In diesem Fall wuedre ich aber mit der deutschen Krankenkase nochnmal abklaeren, was passiert, wenn Du doch zurueckkehren willst. Nicht, dass Du dann nicht mehr in die deutsche Krankenkasse zurueckkehren kannst (aber damit koennen Dir andere hoer helfen; ich habe mich mit dem Thema Rueckkehren noch nie so richtig beschaeftigt).

    Wenn Du hier nur fuer eine befristete Zeit bleiben willst und weisst, dass Du zurueckkehren willst, macht es Sinn, in der deutschen Krankenkasse zu bleiben und mit der deutschen EHIC hier nur in Notfaellen zum Arzt zu gehen. Dann macht auch eine Auslandsversicherung Sinn, damit Du dann im Ernstfall nach Deutschland transportiert werden und dort behandelt werden kannst und es ist alles nahtlos bei der Rueckkehr.

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    Zum Thema Haftpflicht: wenn es Dich ernsthaft beschaeftigt, frag Deine deutsche Versicherung, ob sie den Vertrag noch ein Jahr weiterlaufen lassen koennen und ob "Unfaelle" in England abgedeckt sind.

    Zum Thema Konto: meine Au-Pair-Erfahrungen sind 20 Jahre alt, aber ich hatte damals weder NINO noch Konto. Mein Gehalt wurde mir woechentlich in bar ausgezahlt und ich hatte mein Geld in einer Geldkassette im Schrank...

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    Dann muss ich meine GK kündigen. Ich soll dafür meinen Wohnsitz abmelden und von der Bestätigung eine Kopie zusenden, sagte sie am Hörer. 

    Wir haben auch den Fall thematisiert, falls ich doch zurückkehren möchte. Sie sagte mir, ich soll alle Belege, Nachweise der NHS die sich ansammeln bei Krankheitsfall behalten. Sonst könnte der Fall eintreten, dass man die Beitrage zu der Zeit nachzahlen muss, die man nicht in D war. 

    Ohne Krankenversicherung bleibt man zum Glück nicht! 

    Also heißt es für mich: Entscheidung fällen! In meinem Fall die GK kündigen. Es fühlt sich aber sehr merkwürdig an, sowas aufzugeben. Ich bekomme aber dann den "Kranken-Service" wie jeder andere der "NHS only" hat oder? Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, meine Rechnungen bei Krankheitsfall selbst zu zahlen. Und weshalb habe ich dann die EHIC, die mir von der NHS ausgestellt wird? Habe doch die gleichen Konditionen der Bürger aus dem Inland, nur das ich eben EU Bürger und kein UK Bürger bin. Ist das EU Bürger-Sein der einzige Punkt? 

    Danke für eure Antworten! 

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    Zitat

    Dann muss ich meine GK kündigen. Ich soll dafür meinen Wohnsitz abmelden und von der Bestätigung eine Kopie zusenden, sagte sie am Hörer. 

    Edit: Ich lass das unten gesagte mal stehen, aber es bezieht sich weitgehend auf dauerhaften Aufenthalt in UK (z.B. fuer einen Job im sozialen Bereich, wenn das eine Alternative waere, trifft es zu).

    Fuer Au Pairs scheint das nicht zuzutreffen, keine Ausuebung von EU Vertragsrecht, als "Gast" kein Aufenthaltsstatus, begrenzte Versorgung durch NHS, mit Pflicht, eine deutsche EHIC Karte mitzubringen und private Auslandskrankenversicherung abzuschliessen.

    Das bedeutet leider auch, die deutsche Krankenkasse weiter zu zahlen.

    --------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ja, genau das. Und bewahr die Abmeldebescheinigung unbedingt auf**. Was @lindemaa sagt: Wenn du hier dauerhaft bleiben willst, ist das der richtige Weg.

    Wenn und falls du nach DE zurueckkehrst kannst du einfach einen deutschen Wohnsitz wieder anmelden und dich bei der Krankenversicherung melden. Das haben schon viele Forenmitglieder gemacht und brauchten nicht nachzuzahlen.

    Zitat

    Sie sagte mir, ich soll alle Belege, Nachweise der NHS die sich ansammeln bei Krankheitsfall behalten. Sonst könnte der Fall eintreten, dass man die Beitrage zu der Zeit nachzahlen muss 

    Das ist Unsinn. Du kannst z.B. den Aufnahmebrief des NHS mit deiner NHS-Nummer aufbewahren fuer spaeter, das schadet sicher nix. Aber nachzahlen musst du gar nix, du hast ja einen Wohnsitz und einen Job im Ausland, bist in DE nachweislich abgemeldet, damit ist deine deutsche gesetzliche Krankenversicherung nicht mehr zustaendig.

    Von der Krankenkasse lass dir keinen Scheiss einreden, das Theater hatte ich damals auch: Nach einigen Monaten in UK kam ein Schreiben der Krankenkasse dass ich doch weiterhin zahlen sollte, und zwar bitte rueckwirkend fuer diverse Monate seit dem Umzug :D Ein Anruf, kurze Unterhaltung mit einem freundlichen Sachbearbeiter unter Hinweis auf die bereits eingereichte Abmeldebescheinigung, Thema gegessen.

    Du bist hier in UK ueber den NHS "krankenversichert". @che68 ja klar das heisst nicht so, aber der Effekt ist ja derselbe. Voraussetzung ist dass du "EU Vertragsrechte ausuebst", das heisst in deinem Fall, hier arbeitest. Das kannst du ja nachweisen, falls jemand nachfragt.

    Nur falls du das nicht tust und in UK nur abhaengst (ohne Studium, Job oder Arbeitssuche) muesstest du deine Krankenhausrechnungen selbst zahlen.

    vor 2 Stunden schrieb DreOVSan:

    Und weshalb habe ich dann die EHIC, die mir von der NHS ausgestellt wird?

    Den NHS hier interessiert deine britische EHIC nicht, du musst dich lediglich beim GP/Hausarzt anmelden (Infos dazu siehe Hauptbereich). Die EHIC ist fuer dringende Behandlungen im Ausland. Also ueberall ausserhalb des UK (z.B. in Deutschland oder im Urlaub anderswo in der EU), du bist jetzt dann naemlich Inlaenderin hier, willkommen im Club :)

    Zahnbehandlung kostet hier ggf. mehr Zuzahlung als in DE, und auf OPs muss man oft laenger warten, aber "NHS only" bedeutet immernoch vollwertige Krankenversorgung, und ausschliesslich damit kann man sehr gut in UK zurechtkommen, auch ohne private Zusatzversicherung. 

    **Die Abmeldebescheinigung ist wichtig zur Vorlage bei deutschen Behoerden (z.B. Passantrag bei der deutschen Botschaft) als Nachweis dass du keinen Wohnsitz in Deutschland hast, fuer die deutsche Krankenversicherung (s.o.) und ganz nuetzlich z.B. bei der Kuendigung von Strom/Gas/Telekom etc in Deutschland.

     

    bearbeitet von Hafi
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    7 minutes ago, Hafi said:

    Du bist hier in UK ueber den NHS "krankenversichert". @che68 ja klar das heisst nicht so, aber der Effekt ist ja derselbe. Voraussetzung ist dass du "EU Vertragsrechte ausuebst", das heisst in deinem Fall, hier arbeitest. Das kannst du ja nachweisen, falls jemand nachfragt.

    Nur falls du das nicht tust und in UK nur abhaengst (ohne Studium, Job oder Arbeitssuche) muesstest du deine Krankenhausrechnungen selbst zahlen.

     

    Das ist allerdings der Knackpunkt: als Au-Pair arbeitet man hier ja nicht im strengeren Sinn, sonder das Au-Pair-Programm ist als eine Art Austausch gedacht. Man benoetigt keine NINO und die Familie zahlt auch keine "Sozialabgaben", sondern das geht Cash auf die Hand.
    Das wird im Nachhinein sicherlich nicht als "Arbeit" anerkannt, da man weder Steuern noch andere Sozialleistungen abgibt. Daher hat Che schon Recht - ob und wie das Jahr dann fuer eine zukunftige Aufenthaltsgenehmigung (wie auch immer die dann heissen mag) relevant sein wird, ist fraglich.

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    Das ist bei Au Pair das Problem, wie schon gesagt wurde kann es fraglich sein, ob das fuer settled status dann ausreicht, weiss man ja noch nicht.

    Der GP wird sicher Pass + Au-Pair Vertrag akzeptieren, spaetestens bei Krankenhaus-Behandlung braucht man aber Payslips, private KV oder ggf. die EHIC.

    P.S. Das oben gesagte bezug sich auf die Ausuebung von "Vertragsrecht", lt Google sollen Au Pairs doch nur als "Gaeste" gelten und eben nicht als Auswanderer:

    https://www.aupairworld.com/en/au_pair_program/uk/family/safety

    http://www.startanaupairagency.co.uk/can-au-pairs-receive-medical-treatment.html

    https://www.aupair.com/en/p-england-uk-contract-insurance.php

    Da ist unbedingt ein vorheriges Gespraech mit der Gastfamilie oder Organisation faellig, offenbar geht zumindest AuPair World davon aus, dass man Wohnsitz, Krankenkasse etc. in Deutschland beibehaelt. NHS (GP, A&E) greift mindestens fuer die ersten 3 Monate jedoch trotzdem, mit oder ohne deutsche EHIC, die eh nur begrenzt und fuer Notfaelle gedacht ist.

    Es schaut wohl zumindest fuer die Au-Pair Zeit doch so aus, dass deutsche Krankenkassenbeitraege weiter bezahlt werden muessen und zusaetzlich eine deutsche Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden muss.

    bearbeitet von Hafi
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    In meinem Vertrag sind 28-35 Std. die Woche geregelt. Ich verrichte pädagogische und hauswirtschaftliche Arbeit. Als sei die geringe Entlohnung von ca. 500 GBP nicht schon verhältnismäßig schlecht, muss man auch noch monatlich 200€ für die Krankenkasse (inkl. Auslandsversicherung) blättern. Oh man... Wie ich das verstanden habe, wäre aber Haftpflichtversicherung in der Auslandskrankenversicherung enthalten, die ich mir angeschaut habe. 

    Eingeschränktes NHS +200 € im Monat für Krankheitsfälle aufsparen ist ja leider keine Option. Bei einer Bergung oder was auch immer kann man sich ja aufs Übelste verschulden.  

    Mir wurde von meiner Gastfamilie die Option offen gelassen in einem Café, etc. arbeiten zu gehen. Dann würde ich doch mal was richtig anerkanntes machen und hätte theoretisch keinen reinen "Gaststatus" mehr, oder nicht?Wären halt nur ein paar Stunden am Wochenende zum Beispiel. 

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    Muss es denn ein au-pair-Aufenthalt sein?  In einem Café kann man ja auch Vollzeit arbeiten... diese ganze Idee des au pairs stammt ja auch Zeiten, als es eben noch keine Personenfreizuegigkeit im Sinne des europaeischen Binnenmarkts gab.  Bis naechsten Maerz gibt es die noch... 

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    Ja klar kann man auch in einem Cafe/Callcenter/woauchimmer arbeiten aber die Aupair Stelle ist ja als weicher Einstieg gedacht, sie hat ein Dach über dem Kopf, Familienanschluss und kann so relativ sorgenfrei gucken wie es hier so ist und ggfls nach dem Aupair Jahr ihre eigenes Ding machen. Wenn man die 500 Pfund Taschengeld mit WG Zimmer, travelcard, Lebensmitteln  etc hochrechnet muss man schon ziemlich viele Mindestlohn Cafestunden ansammeln um die Kohle über zu haben. 

    Allerdings frage ich mich wie andere Aupairs das machen, die zahlen sicherlich nicht alle 200 Pfund in die deutsche KK, sind vielleicht noch über die Eltern versichert? 

    Ich wuerde mir da nicht so einen Kopp drüber machen, doch wenn das die grosse Sorge ist wuerde ich gucken ob Du evtl so eine Auslandsreiseversicherung für travellers abschliessen kannst die so Gapyear Leute versichern oder vielleicht gucken ob Du voluntary NI contributions zahlen kannst oder einfach die Gastfamilie bitten im Vertag den Jobtitel Aupair in Haushaltshilfe/Kindermaedchen oder was weiss ich zu ändern wenn der Aupair Status das Hauptproblem ist. 

     

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    Ich empfinde ein Au Pair als vereinfachten Einstieg. Wie @claudiad schon gesagt hat. Zusammengerechnet mit Miete Lebensmittel steht ein Au Pair nicht schlecht da. Gastfamilie macht einen auch durch Stadtkenntnisse und Unterstützung für Hausarzt, Bank Account usw. auch einiges leichter. Die sind EN natives. Kann also gut Englisch lernen und nicht aus Komfort auf Deutsch ausweichen. 

    Zudem kommt noch hinzu das ich aus dem sozialen Bereich komme. So habe ich schon Vorerfahrungen und kann meine Kenntnisse erweitern. Das war für mich ein Vorteil beim Finden der Gastfamilie

    Ja. Bald werde ich 25 Jahre alt und dann ist Schluss mit familienversichert sein und Kindergeld. Jüngere Au Pairs müssen sich über sowas keine Gedanken machen. 

    Die Idee mit der Änderung der Berufsbezeichnung wäre eine Idee. Aber reicht das allein aus? Und was ist mit der Idee als Nebenjob im Cafe zu arbeiten. Nimmt mich dann die NHS für voll? Hab gehört ab 140 GBP die Woche muss man Steuern zahlen (ich meine auch Au Pairs). Die würde ich dann ja einnehmen. 

    Ich bin übrigens ein Mann. 

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    Au Pairs sind oft frisch aus der Schule, unter 25, und die Eltern zahlen vielleicht noch die Reisekrankenversicherung.

    @DreOVSan hat ja bereits eine abgeschlossene Ausbildung und koennte als Hiwi auch direkt im sozialen Bereich anfangen. Hier im Norden wirbt dauernd eine Agency, die home care vermittelt - mit etwas Glueck findet sich auch da ein Einsteigerjob und/oder die deutsche Qualifikation wird doch anerkannt. Nicht, dass da viel mehr bei herausspringt als bei dem Au Pair Job nach Abzug der Miete etc :)

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    3 hours ago, DreOVSan said:

    Hab gehört ab 140 GBP die Woche muss man Steuern zahlen

    Wie soll das gehen?Bei 11850 GBP Steuerfrei im Jahr?

    bearbeitet von che68
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    vor 59 Minuten schrieb che68:

    Wie soll das gehen?Bei 11850 GBP Steuerfrei im Jahr?

    Das Au-pair bekommt monatlich 260 Euro Taschengeld - auch während des Urlaubs und im Fall von Krankheit.

    Sollte eine Gastfamilie ein höheres Taschengeld als die gesetzlich definierten 260 Euro zahlen, liegt eine meldepflichtige Beschäftigung vor. Das Au-pair geht damit einem geringfügig entlohnten Minijob nach. Die Gastfamilie muss diese Beschäftigung mit einem sogenannten Haushaltscheck-Formular bei der Minijob-Zentrale anmelden.

    Sollte eine Gastfamilie ein Taschengeld von mehr als 450 Euro an das Au-pair zahlen, liegt eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor.

     

    Quelle: https://www.aupairworld.com/de/au_pair_program/germany/family/pocket_money

    Vielleicht meinte ich das. Irgendwas ist mir beim durchforsten des Internets als Randinformation hängen geblieben. *g*

     

    vor 3 Stunden schrieb Hafi:

    Au Pairs sind oft frisch aus der Schule, unter 25, und die Eltern zahlen vielleicht noch die Reisekrankenversicherung.

    @DreOVSan hat ja bereits eine abgeschlossene Ausbildung und koennte als Hiwi auch direkt im sozialen Bereich anfangen. Hier im Norden wirbt dauernd eine Agency, die home care vermittelt - mit etwas Glueck findet sich auch da ein Einsteigerjob und/oder die deutsche Qualifikation wird doch anerkannt. Nicht, dass da viel mehr bei herausspringt als bei dem Au Pair Job nach Abzug der Miete etc :)

    Genau deshalb habe ich mich für ein Au Pair entschieden, weil mein Plan schnell umgesetzt werden sollte und kurzfristigen Erfolg. Und es hat auch fix geklappt. Mein AuPair Account war ca. 1 Woche aktiv. Habe ca. 7 Familien angeschrieben und 5 Familien schrieben mich an. Beim ersten Videoanruf hatte ich auch gleich meine Zusage. Durch den Brexit hat sich bestimmt die Nachfrage, ein Au Pair in UK zu machen, gemindert. Als Mann bedient man da vielleicht auch die ein oder andere Nische und evt. spielte meine Qualifikation eine Rolle.

    Ein Au Pair zu machen ist nicht so übel wie es auf dem ersten Blick erscheint. Trotzdem diese Sonderregelungen für Au Pairs (NHS, etc.) sind lästig.

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