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MaraNei

Während des Brexit nach London ziehen? Was meint Ihr?

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Hallo Ihr Lieben,

seit meiner Jugend möchte ich gerne in London leben und mein Wunsch hat sich in den letzten Jahren immer mehr intensiviert.
Nun habe ich fest die Entscheidung getroffen den Schritt zu wagen und nach London zu ziehen. Ob vorerst für 1 Jahr, 2 Jahre oder gar länger, da bin ich offen...

Jetzt werde ich jedoch von diversen Stimmen verunsichert die sagen: " Wie kannst du nur während des Brexit nach London gehen? Das ist total unvernünftig weil man nicht weiß, welche Auswirkungen das ganze auf die Infrastruktur von England haben wird...."

Zudem arbeitet meine Schwester an einer Uni und hat einige englische Stunden getroffen, die klar sagen man solle vorerst nicht nach London gehen...

Jetzt bin ich hin und her gerissen zwischen meinem Wunsch und der Vernunft... Wie seht Ihr das ganze als Bürger in England/London.

Würdet Ihr auch eher davon abraten? Und habt ihr sogar eventuell selber vor wegen des Brexit zurück nach Deutschland zu gehen?

 

Meine Familie sagt, geh doch lieber nach Dublin, dass ist immerhin weiter EU...

 

Ich bin sehr gepannt auf eure Antworten und danke euch im Vorraus :)

Mara

 

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Hi Mara,

es ist nicht so, dass hier alles nach dem Brexit zusammenbricht.

Wenn Du hierher ziehst, ist das ohnehin mit Unsicherheiten verbunden. Du findest vielleicht raus, dass Dir das Leben hoer nicht gefällt, dass die Mieten zu hoch sind, der Weg zur Arbeit zu lang etc. Dagegen sind theoretische Probleme wegen Brexit erstmal zweitrangig.

Das heißt nicht, dass wir uns hier keine Gedanken machen. Viele beantragen die Staatsbürgerschaft, einige ziehen auch weg.

Kurzum, wenn Du das willst, steig in ein Flugzeug, der Rest ergibt sich.

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Wenn Du Lust auf London hast, dann tu es. Ob Brexit oder nicht, ist doch egal. Zurück kannst Du eh jederzeit. Dublin ist teuer wie London, bietet aber nicht das Gleiche. Diese Hosenscheißerei wg. Brexit habe ich nie verstanden. Meine Prognose ist eh, daß das alles mehr oder weniger beim alten bleibt, nur mit der doppelten Staatsbürgerschaft dürfte es halt dann Essig werden. Aber diese Frage ist für Dich eh erst nach 6 Jahren uK relevant.

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Noch ist nichts entschieden, wir koennen Dir also keine Auskunft ueber zukuenftige Bedingungen geben.

Was meint Deine Schwester?

Du benutzt den Begriff "Buerger" - genau darum geht es, wir werden von Buergern zu Geduldeten degradiert. Von Inhabern von Rechten zu Bittstellern. Wir muessen Antraege stellen und entwuerdigende Tests durchlaufen, um sicher zu sein, in unserem eigenen Haus bleiben zu koennen. 

Wenn es Dir (so klingt es ja), mehr oder weniger egal ist, ob Du nach London oder nach Dublin gehst, wuerde ich nicht zweimal ueberlegen. 

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(Einwanderungs-)rechtlich hast du noch bis Ende 2020, um die Entscheidung zu treffen.

Wirtschaftlich gesehen sieht man bereits Auswirkungen auf die britische Wirtschaft, z.B. Jobsuche wird nicht unbedingt einfacher werden. Hast du gute Englischkenntnisse und auf UK uebertragbare Berufserfahrung? Was genau zieht dich denn nach London?

Ob du hierher ziehen willst, musst du selbst entscheiden - du hast ja nicht viel ueber dich selber gesagt. Voellig abwegig ist es sicher nicht.

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Komm einfach her und probier es aus. Wie bereits gesagt ist aktuell noch zu viel in der Schwebe. Brexit kann, unabhängig von der Entwicklung im Arbeitsmarkt, im worst case mehr Behördengängen von dir erfordern, aber Non-EU Ausländer schaffen das auch ;-) Am Ende wird sowieso oft übersehen, erfüllst du die Kriterien der "qualified person" https://www.gov.uk/government/publications/european-economic-area-nationals-qualified-persons nicht, darfst du technisch hier nur 3 Monate sein (was so oder in ähnlicher Form in ganz Europa gilt). Also, pack die Koffer und buch das Ticket. Dublin lohnt sich nicht

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1 hour ago, uk010 said:

Komm einfach her und probier es aus. Wie bereits gesagt ist aktuell noch zu viel in der Schwebe. Brexit kann, unabhängig von der Entwicklung im Arbeitsmarkt, im worst case mehr Behördengängen von dir erfordern, aber Non-EU Ausländer schaffen das auch ;-) Am Ende wird sowieso oft übersehen, erfüllst du die Kriterien der "qualified person" https://www.gov.uk/government/publications/european-economic-area-nationals-qualified-persons nicht, darfst du technisch hier nur 3 Monate sein (was so oder in ähnlicher Form in ganz Europa gilt). Also, pack die Koffer und buch das Ticket. Dublin lohnt sich nicht

...oder diskriminierung beim Job weil du halt "schwieriger bist" als der native UK/Englaeder , siehe Beispiel in USA auch zum Thema H1B Visa Exploitation. Ich würde es abwarten und erstmal schauen was am 29.3.2019 passiert.

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2 hours ago, uk010 said:

 Dublin lohnt sich nicht

Ob sich Dublin nicht lohnt ist schwer zu sagen.   Die Stadt an sich ist nett, und das Nachtleben ist nicht nur von Pub, sondern auch weitaus mehr als London von Live-Musik gepraegt.    Dort werden auch viele Jobs angeboten, allerdings besonders fuer junge Leute die im "Inside Sales" oder jeglicher Form von Vertriebsunterstuetzung beschaeftigt werden.    Diese Rollen sind oft mehr kaufmaennische Bueroarbeitsplaetze mit etwas Provision dazu, - generell aber eher kein Vertrieb im klassischen Sinne. Meist sind es grosse Ableger div. US Firmen, die dort aus rein aus Steuergruenden hingehen. Manche Firmen haben dort richtig coole Bueros, aber der Arbeitsablauf ist sehr stark von politischen und internen Spielchen gepraegt und die Fluktuation ist recht hoch.   Dublin zeigt auch kulturell und geschichtlich weniger als London, auch hat Dublin ein noch groesseres Problem in Sachen Wohnraumknappheit als London.  Selbst die Suche nach einem einfachen WG Zimmer ist schwieriger als London und Einzelbesichtigungstermine bei einem one bedroom mit Mietvertrag sind komplett nicht moeglich.  Anstellen von 40 oder 50 Leuten bei einer Besichtigung ist dieser Tage dort verlangt.   Dies hat sich auch bei vielen Firmen dort herumgesprochen, und so sie Personal von Festland-EU Ansprechen wollen, werden die Arbeitsvertraege und eine Umzugspauschale schon quasi fast jedem Bewerber aufgedraengt.  So Mancher haut nach Auszahlung der Umzugspauschale wieder von Dublin ab, und die Firma hat Schwierigkeiten einer vertraglich vereinbarten Rueckzahlung nachzukommen.

D.h. Job in Dublin finden, von Deutschland aus, ist absolut kein Problem.  Der dortige Arbeitsmarkt ist eher auf "Einsteiger Niveau", und es gibt grosse Bereitschaft Menschen aus anderen Berufsbranchen einzustellen.  Wer jung ist, und ohne Erfahrung wird in Dublin schnell zum Job kommen. Langfristig ist Dublin m.E. aber nichts.   Das Anfaenger-Niveau, die hohen Mieten bzw. die ungeloeste Wohnsituation und auch die Fluktuation auch im Management, sind im Dubliner Inside Sales allesamt keine Befriedigung.

Fazit:  Als Quereinsteiger und fuer maximal ein Jahr koennte man Dublin in Betracht ziehen.   Sollte dennoch nur rein die Unsicherheit Brexit im Raum stehen, wuerde ich dennoch London bzw. UK bevorzugen.   Heute ist keineswegs sicher, dass der Brexit auch kommt, dass Theresa May noch lange in der Regierung bleibt und wie die Zukunft von UK und der EU wirklich aussehen werden. Ich wuerde sogar bis heute spekulieren, dass der Brexit nie stattfinden wird, mehrheitlich aus wirtschaftlichen Gruenden, und  London verlassen kann man am Ende immer, wenn es ueberhaupt nichtmehr gehen sollte.

 

Edited by Schnapsglas
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Die Wirtschaft in Irland boomt zwar und man kann recht schnell einen guten Job finden, allerdings leidet das Land an einer Wohnungskrise, die besonders in Dublin akut ist. In London sind Wohnungen und WG–Zimmer zwar teuer, aber immerhin vorhanden. In Dublin übersteigt einfach die Nachfrage sdas Angebot. Im Vergleich zum irischen Gesundheitswesen bietet der NHS einen Luxusdienst an. Viele Leute verlassen sich nicht darauf und schließen eine private Krankenversicherung ab. Dafür gibt es vernünftiges Essen (und richtige Bäckereien!) und besseres Bier. Fast alles, was man in UK kaufen kann, gibt es auch in Irland, allerdings für teureres Geld und langsamere Lieferzeiten (es gibt z.B. kein irisches Amazon Prime). Die Iren fürchten sich genauso vor Brexit wie britische Remainer und „Irexit“ wurde schon ernsthaft diskutiert. Ansonsten haben London und Dublin wenig gemeinsam. Dublin hat einen Ruf als ist das größte Dorf der Welt, m.E. zu Recht. Der Traum „London“ wird in Dublin nicht erfüllt werden.

 

Edit: Habe zeitgleich mit Schnapsglas gepostet und stimme seiner Beschreibung zu.

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1 hour ago, Nezahualpilli said:

Die Wirtschaft in Irland boomt zwar und man kann recht schnell einen guten Job finden, allerdings leidet das Land an einer Wohnungskrise, die besonders in Dublin akut ist. In London sind Wohnungen und WG–Zimmer zwar teuer, aber immerhin vorhanden. In Dublin übersteigt einfach die Nachfrage sdas Angebot. Im Vergleich zum irischen Gesundheitswesen bietet der NHS einen Luxusdienst an. Viele Leute verlassen sich nicht darauf und schließen eine private Krankenversicherung ab. Dafür gibt es vernünftiges Essen (und richtige Bäckereien!) und besseres Bier. Fast alles, was man in UK kaufen kann, gibt es auch in Irland, allerdings für teureres Geld und langsamere Lieferzeiten (es gibt z.B. kein irisches Amazon Prime). Die Iren fürchten sich genauso vor Brexit wie britische Remainer und „Irexit“ wurde schon ernsthaft diskutiert. Ansonsten haben London und Dublin wenig gemeinsam. Dublin hat einen Ruf als ist das größte Dorf der Welt, m.E. zu Recht. Der Traum „London“ wird in Dublin nicht erfüllt werden.

 

Edit: Habe zeitgleich mit Schnapsglas gepostet und stimme seiner Beschreibung zu.

Der Brexit haette fuer Irland generell die unangenehme Folge, da die Wirtschaft von Irland sehr stark mit UK verbunden ist.  UK hat einen Handelsueberschuss zu Irland.   Habe ich hier eine Zollgrenze, wird sich dies bei vielen Produkten bereits im Supermarkt zeigen.   Ein M&S in Irland und in UK ist sehr aehnlich von den angebotenen Waren, nur dass die Preise in Irland heute schon deutlich hoeher sind, als in UK.  Selbst der Abfall des Pfundes und der Anstieg des Euros aenderten darann eher wenig.  Auch beschaeftigt der Brexit die Iren sehr stark was die bis heute ungeloeste Frage von Nordirland angeht.   Nordirland stimmte mehrheitlich fuer Remain, und will auch auf beiden Seiten, keine Hard Border mit Irland.   Die Wirtschaft zwischen der Republik und Nordirland ist so stark vernetzt, dass schon heute einges klar ist, egal welchen "Deal" UK anstelle der EU Mitgliedschaft bekommen wird, Nordirland wird es am haertesten treffen, - zumal Nordirland auch geschichtlich vorbelastet sei und alte Konflikte leicht wieder aufbrechen koennen.

Der Irische und Dubliner Immobilienmarkt zeigt deutliche Zeichen des ehemaligen Aufschwunges der Celtic Tiger Zeit, und dem gefolgten Platzen der Immobilienblase. Auch gibt es in Dublin sehr viele Immobilien die von "Vulture Fonds" gekauft wurden, und nachdem ein Markt nach Angebot und Nachfrage reagiert, und keiner weis, wan diese Vulture Fonds ihre Wohnungen auf den Markt bringen, kann man die Unsicherheit kaum in den Griff bekommen. Boese Zungen behaupten, dass Irland und Dublin wieder auf dem besten Wege in Richtung Immobilien-Crash geht.  Zudem ist Irland ein kleines Land und "jeder kennt jeden" ab einer gewissen "Ranghoehe" ist omnipraesent im Land. Etwa Politiker, Geschaeftsfuehrer von Banken oder Baufirmen und dgl.   So ist es fuer viele Entscheidungstraeger in Irland von vorrangigem Interesse den derzeitigen Wirtschaftsaufschwung dafuer zu verwenden, die Immobilienpreise auf Vorkrisen-Niveau anzuheben, - egal mit welchen unsauberen Methoden. Auch gibt es in Dublin dzt. weitaus weniger Ferstigstellungen von Neubauten als zu Celtic Tiger Zeiten, sodass die Nachfrage kuenstlich angeheizt wird.  Google, Facebook, Mircosoft und Oracle schaffen fleissig "Inside Sales Jobs" und lassen Nachfrage und Preise besonders fuer Mieten endlos steigen.   Ein weiteres Problem, welches aus der Finanzkrise herkommt, ist dass bis heute die in Irland taetigen Banken eher vorsichtig sind Mortgages zu vergeben, auch wenn beide Ehe-Partner gute und sichere Jobs haben.  Auch ist das Angebot von Banken und Mortgage Lenders in Irland eher gering, im Unterschied zu UK wo man gleich 6 oder 7 High Street Banks mit Leichtigkeit findet.

Im irischen Gesundheitswesen duerfte in den letzten Jahren viel investiert worden sein, in den Neubau von Hospitaelern, nur ob das Wissen und die Ausbildung der Mediziner immer die gleiche ist, wie in anderen EU Laendern weis ich nicht. Ich zweifle eher darann.  Der NHS duerfte gegen das irische oeffentliche Gesundheitswesen vermulich bis heute ein Luxusdienst sein.

Facebook, Google, Oracle oder Microsoft lehnen sich sehr weit aus dem Fenster was neue Mitarbeiter betrifft.  Gezahlt wird tlw. 4000 bis fast 10000 Euro als Relocation Fee nur ist auf Grund der Wohnungskrise und firmeninterne politischer Spielchen die Fluktuation sehr hoch.  Am Ende bleibt im Dubliner Inside Sales leider nur eine Art "Bodensatz" von Angestellten haengen, die in Deutschland oder sonstwo keine Arbeit mehr finden und demnach in Dublin laenger bleibt. Es gibt zwar Androhungen, bei vorzeitigem Wechsel, den Relocation Fee zurueckzuzahlen, aber wirkliche rechtliche Handhabe dazu haben die Firmen in der Praxis dann nicht. Oft bekommen neue Mitarbeiter auch mehr Gehalt, als jemand der laenger dabei ist, und dies schuert oft Probleme in Arbeitsteams, man fuehlt sich nicht geschaetzt, auch wenn man loyal ist.  So Mancher kommt, kassiert Relocation Fee, lebt im AirBnB und haut wiederum rasch ab.  Leitende Angestellte sind oft auch Quereinsteiger, oder Anfaenger, oder aus aus einem unangenehmen Grund versetzt worden, sodass nicht jede Fuehrungskraft auch die Faehigkeit hat, gut zu fuehren.  Daraus resultiert oft Firmenpolitik, interne Querelen und andere Unanehmglichkeiten.

Ob die Baeckerei oder das Bier in Irland wirklich besser ist, kann ich nicht beurteilen.  Kennt man beides aus Deutschland duerfte sich diese Diskussion eher eruebrigen.

 

 

Edited by Schnapsglas
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@Nezahualpilliund @Schnapsglas

Leider ist Eure Beschreibung mehr als treffend und deckt sich mit den Berichten meiner Bekanntendie dort leben und meinen Reisen dorthin.  Was hilft der Wirtschaftsaufschwung in Irland, wenn  es nur zum Leben in der WG reicht und dies auch nur mit etwas Glueck und guten Kontakten.  

 

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Damit dürfte das Thema “Dublin als Alternative zu London” zum Zweck dieses Fadens wohl erst einmal hinreichend erörtert worden sein

Mein Rat für Mara wäre: ein paar Monate oder Jahre in London zu verbringen ist keine Entscheidung auf Leben oder Tod. Wenn du gewillt bist, das worst case scenario (arbeiten in einem niedrig bezahlten McJob, wohnen in einem schmuddeligen WG-Zimmer) schlimmstenfalls in Kauf zu nehmen und eine Auslandspause nicht der totale Karriereselbstmord für dich ist, mach’ es einfach. Mit zunehmendem Alter wächst erfahrungsgemäss auch das Sitzfleisch und Brexit rückt immer näher. Du liest hier ja schon eine ganze Weile mit und zauderst immer noch - aber wenn nicht jetzt, wann dann?

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30 minutes ago, Nezahualpilli said:

Damit dürfte das Thema “Dublin als Alternative zu London” zum Zweck dieses Fadens wohl erst einmal hinreichend erörtert worden sein emoji846.png

Mein Rat für Mara wäre: ein paar Monate oder Jahre in London zu verbringen ist keine Entscheidung auf Leben oder Tod. Wenn du gewillt bist, das worst case scenario (arbeiten in einem niedrig bezahlten McJob, wohnen in einem schmuddeligen WG-Zimmer) schlimmstenfalls in Kauf zu nehmen und eine Auslandspause nicht der totale Karriereselbstmord für dich ist, mach’ es einfach. Mit zunehmendem Alter wächst erfahrungsgemäss auch das Sitzfleisch und Brexit rückt immer näher. Du liest hier ja schon eine ganze Weile mit und zauderst immer noch - aber wenn nicht jetzt, wann dann?

Ersmal kann Mara ja problemlos nach UK ziehen.  Es gelten die alten Gesetze wie bisher, und das Gleiche fuer Briten in dem Rest der EU.

Brexit oder nicht, London zeigt einfach viel, selbst wenn man nur in einer WG lebt.   WGs lassen sich in London finden, auch mit Mitbewohnern, mit denen es klappt. Zudem ist das Kulturleben von London nicht zu unterschaetzen.   Selbst wenn man London wieder verlaesst, alleine die Erfahrung der Stadt ist es wert.

Ja, Dublin ist eine schoene Stadt, und Arbeit ist leicht zu finden, nur Wohnen ist ein komplett ungeloestes Problem welches immer groesser wird, selbst ein einfaches WG Zimmer.   Nach Dublin wuerde ich nur ziehen, wenn mir einer der "grosschnauzigen US-Arbeitgeber mit seinen schillernden Bueros", und damit meine ich Google, Facebook, Salesforce, Oracle oder Microsoft, auch eine Wohnung zur Verfuegung stellt.

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Ich habe aufgrund eines Jobangebots diese Entscheidung getroffen. 

Sorgen hatte ich wegen des Brexits auch, aber in meiner Situation spielte dieser eher eine untergeordnete Rolle - ich habe nichts zu verlieren und sollte ich merken, dass es hier für mich als EU-Bürger sehr schwierig wird (was ich aber eigentlich nicht erwarte um ehrlich zu sein), kehr' ich um oder gehe woanders hin.

Das ist ein anderes Thema für Menschen, die schon vor Jahren nach GB kamen, Familie, Hund und Haus hier haben. Dass es da welche gibt, die den Brexit als Grund sehen das Land wieder zu verlassen, kann ich absolut nachvollziehen. 

Noch haben wir ein Jahr Ruhe und ich kann mir nicht vorstellen, dass nach dem 29.03.2019 alles zusammenbricht. Es soll eine zweijährige Übergangsphase geben und man kann die kommenden Monate auch ungefähr absehen, wie sich die Dinge entwickeln. Wenn du wie ich einfach Bock auf eine Auszeit von Deutschland hast und es wegen der Arbeits- und Lebenserfahrung machen möchtest, dann kann ich dir empfehlen nach London zu ziehen. Ich persönlich warte jetzt eher erstmal ab, wie mir die Stadt und der Job an sich gefallen und ob ich hier gut Anschluss finde :) Da ist der Brexit vorerst ein kleineres Problem. 

Edited by markel
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