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Kautz

Auswandern, wie soll ich das machen?

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    Ich bin Anfang 20 und habe leider Autismus und es desswegen schwer hier in Deutschland noch was zu erreichen. Ich habe die letzten 4 Jahre damit verbracht etwas zu finden. Mir wird hier absolut keine Massnahme mehr finanziert. Ich habe also sozusagen garnichts. Nichtmal Schulabschluss.

    Ich habe in den letzten Wochen mit verschiedenen Organisationen in Grossbritanien telefoniert die sich mit Autismus auskennen. Und habe dort auch einiges gefunden.

    Mir wurde am Telefon gesagt, dass ich dort in ein betreutes Wohnheim koennte und dann z.b auch unterstuetzung bei der Jobsuche und allem bekommen wuerde. Jedoch ist diese organisation nur fuer Leute in Grossbritanien zustaendig. Aber die Frau meinte, dass ich mir dort eine Wohnung mieten koennte und sobald ich dann dort einen festen Wohnsitz habe koennten die mich auf eine Warteliste setzen und dann koennte ich dort in ein Wohnheim fuer Autisten ziehen. Das waere fuer mich noch eine Chance eine Zukunft fuer mich aufzubauen.

    Und bitte versucht mir jetzt nicht wieder alles auszureden. Ich weiss, dass das nicht leicht sein wird, aber ihr kennt meine ganze Geschichte ja nicht. Was ich schon alles erlebt und versucht habe.

    Und ich will auch einfach nur noch aus Deutschland raus und mir woanders was aufbauen. Egal wie schwer es ist. Zu verlieren hab ich ueberhaupt nichts. Und glaubt mir, in Deutschland habe ich keine Chance mehr was zu erreichen. Auch wenn es sich komisch anhoert. Ich war beim Gesundheitsamt, Arbeitsamt und an massig anderen Stellen. Selbst die Frau beim Gesundheitsamt meinte, dass es wohl im Ausland eine bessere Moeglichkeit fuer mich waere.

    So und jetzt komme eigentlichen Thema:

    Ich will mir jetzt erstmal eine kleine Wohnung in Grossbritanien mieten. Die Organisation hat Stellen im ganzen Land. Desswegen ist es egal wohin ich ziehe.

    1. Erstmal, welchen Ort koennt ihr mir empfehlen? Es sollte so billig wie moeglich sein. Eine kleine 1 Zimmer Wohnung. Es kann ruhig in einer kleinen Stadt sein, aber am besten nicht so klein, dass man dort kaum weg kommt. Habe naemlich keine Auto. Was haltet ihr von Sheffield? Oder Leicester? Oder irgendwas in der naehe? Wo kann man guenstig leben von den Mietpreisen her? Kann auch in Schottland sein.

    2. Meine Familie wuerde mich da monatlich unterstuetzen und das alles erstmal finanzieren. Muesste dann meine Mutter den Mietvertrag unterschreiben mit Einkommensnachweis?

    3. Bekommt meine Mutter noch Kindergeld wenn ich im Ausland wohne?

    4. Im April fahre ich mit meiner Mutter fuer ein paar Tage nach London. Dort habe ich bei der Organisation ein Gespraech in dem mir alles erklaert wird. Sollte man sich dann vor Ort schonmal um was anderes kuemmern wie z.b ein Bankkonto?

    5. Wie macht man das am besten mit dem Bankkonto? Soll ja in Grossbritanien nicht so einfach sein. Muss auch dort meine Mutter fuer mich buergen? Ich koennte direkt bei Kontoeroeffnung 500 Pounds einzahlen. Wird ja bei vielen Banken gewuenscht. Kennt jemand eine gute guenstige Bank? Am besten ohne Kontofuehrungsgebuehren. Und am besten auch keine regionale Bank, weil ich ja noch nicht weiss wo genau ich wohnen werde. Also waere nett wenn mir da jemand erklaeren koennte wie genau ich das machen soll mit dem Konto.

    6. Muesste meine Mutter auch den Mietvertrag unterschreiben? Denn ich habe ja kein festes Einkommen. Ich wuerde halt nur das ganze Geld von meiner Familie ueberwiesen bekommen.

    7. Wenn ich einen Wohnsitz in Grossbritanien habe, bekomme ich dann eigentlich einen neuen Personalausweis wo meine Adresse in England drauf steht? Oder behalte ich meinen deutschen?

    Waere nett wenn ihr mir das alles mal Schrittweise erklaeren koennt womit ich am besten anfangen soll? Erst Konto oder erst Wohnung? Wie gesagt, auch wenn ihr die Idee doof findet und es schwer sein wird... irgendwie wird es klappen. Ich habe bei der Wohnung keine grossen Ansprueche.

     

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    Ps wenn Du in Sheffield oder Leicester mietest, kannst Du das mit supported housing in London vergessen. Du musst eine bestimmte Zeit im Bezirk gewohnt haben und local connections haben, um dort anspruchsberechtigt zu sein.

    die betreuten Wohnen sind zT von privaten Anbietern betrieben und um ehrlich zu sein, haben die Mitarbeiter nicht immer eine Ahnung, wie das Sozialsystem läuft. Daher eher noch unabhängige Beratung einholen, anstatt nur mit dem Betreiber zu sprechen.

    bearbeitet von TinaSu
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    Sicher bist Du damit ueberfordert, aber Dein Problem sollte erstmal in Deutschland geloest werden.Was ist das fuer eine Tussie im Gesundheitsamt, die Dich, als "Problemfall" auch nur abschieben will anstatt sich fuer Dich einzusetzen!?

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    Hey Kautz, wenn du dich auf den Weg in die UK machst musst du die Kriterien einer "qualified person", um im Rahmen der EU Freizügigkeit hier zu wohnen. 

    “qualified person” means a person who is an EEA national and in the United Kingdom as—
    (a)a jobseeker;
    (b)a worker;
    (c)a self-employed person;
    (d)a self-sufficient person; or
    (e)a student; “relevant period” means—

    Wenn du keine der Kriterien erfüllst, darfst du nur maximal 90 Tage im Land bleiben, wobei es hier aber kein Meldegesetz gibt.

    Mach dich schlau was du tun musst, um die EU directive zu erfüllen. Die Briten sind sehr gereizt bei dem Thema Sozialsysteme und EU Freizügigkeit. Im Zuge des Brexit werden die immer genauer Prüfen, ob jemand bereits in das System eingezahlt hat, bevor er/sie Anspruch auf eine Leistung erhält.  Es kann also gut sein, dass im kommenden Jahr die Anforderungen steigen werden. 

    Bzgl. Wohnung, ohne Einkommen wird es schwieriger aber es gibt immer Lösungen gleich mal 6Monate im Voraus zu zahlen und damit den Zuschlag zu erhalten. Bürgschaften aus dem Ausland, musst du Glück haben das es läuft. Kaum ein Vermieter will das Risiko eingehen, jemanden in einem anderen Land zu verklagen. 

    Viel Erfolg

     

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    Es ist interessant wie alle immer dagegen sind und mir immer nur damit abraten und mich davon ueberzeugen will, dass ich es sowieso nicht schaffe. Ich habe schon so viel versucht und mittlerweile so einen extremen Hass auf Deutschland entwickelt, sodass ich kaum noch nach draussen gehen kann ohne wuetend auf die Umgebung zu werden.

    Wenn ich im Ausland bin fuehle ich mich immer besser und freier, weil ich aus Deutschland raus bin. Mich nervt es mittlerweile alleine schon, dass die Menschen hier Deutsch sprechen. Ausserdem sind hier fast alle unfreundlich und muffelig. Ich war auch schonmal in den USA und habe gesehen, dass es auch anders geht. Aber nicht in Deutschland.

    Jedenfalls, irgendwie muss es doch gehen oder? Wenn meine Mutter mitkommt, einen Einkommensnachweis mitbringt und selber den Mietvertrag unterschreibt, dann muesste sie die Wohnung doch kriegen oder? Dann koennte ich drin wohnen.

    Irgendwie muss es klappen. In Deutschland kann und will ich nicht mehr. Ich komme mir so vor als ob ich in dem Land gefangen waere. Aber es bringt auch nichts das jetzt hier zu erklaeren. Verstehen tut es sowieso niemand wie das fuer mich ist.

    "Das schaffst du sowieso nicht" habe ich schon tausend mal gehoert. Irgendwas muss ich aber schaffen. Und ich will keine Zukunft in Deutschland. Ich will damit abschliessen und dieses Land hinter mich lassen. Selbst wenn ich wollen wuerde, mir wird keiner mehr helfen. Ich habe weder Abschluss noch Ausbildung. Selbst die Behindertenwerkstatt wuerde mir nicht genehmigt werden. Absolut garnichts. Ich versuche es seit 4 Jahren.

    Soll ich schonmal ein Bankkonto eroeffnen wenn ich bald in London bin? Und wird das so klappen wenn meine Mutter die Wohnung fuer mich mietet?

     

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    Die Restriktionen denen du vor Ort unterworfen bist (kein inländisches Einkommen in UK), gelten natürlich auch für deine Mutter. 

    Warum fängst du nicht mit einer WG an? Da hast du bessere Chancen schnell etwas zu bekommen. 

    Btw. keiner hier im Forum ist dagegen, dass du es versuchst. Die Leute wissen halt nur aus erster Hand wie hart die Nummer werden kann, und dass die Aussichten in einigen Bereichen wohl gen Null tendieren. Rein rechtlich sollte dein Versuch nach GB auszuwandern, auch auf auf soliden Beinen stehen. Nicht dass es dann in 18 Monaten ein Problem gibt. 

     

     

     

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    Könnte ich mir denn theoretisch einen Job suchen sobald ich die Wohnung hab? Falls das mit der Organisation nicht so klappt.

    Sind Zeugnis und all sowas sehr wichtig dort? Ich hab gehört das es nicht ganz so wichtig ist.

    Auf meinem Abgangszeugnis steht in jedem Fach eine 6. Natürlich bin ich nicht so schlecht. Nur die Schule wollte mich nicht anders bewerten, da ich täglich nur 4 Stunden kommen durfte.

    Vielleicht ein einfacher Job in England? Aushilfe in einem Restaurant oder McDonalds. Keine Ahnung. Oder Zeitung austragen.

    Aber ich brauche definitiv erstmal ein Konto um überhaupt eine Wohnung zu bekommen.

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    Caution folk, someone is having a larf :) 

     

    But to be positive Radio 4 had a piece on how milkfloats are a making a comeback because of environmental concerns  by our oh so pc Millenials and Mueller Dairies are creating loads of jobs for milk men !!! Should be an ideal starter job with a bonafide Kraut employer ( they now do veg as well :) )

    bearbeitet von Ricard0
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    Kautz, hattest Du nicht das gleiche schon mal unter dem Namen Zeriox gepostet? Ich fürchte, die Antworten bleiben auch die gleichen.

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    Hallo Kautz, 

    Der National Autistic Society nach, gibt es diese Wohnhilfen von denen Du sprichst:

    http://www.autism.org.uk/services/england.aspx

    Was sagten die denn, wie lange die Wartelisten sind?

    Hast Du nachgefragt, ob es auf die Wartezeit auf die Gegend ankommt. Wenn ja einfach dort hinziehen, wo es die geringste Wartezeit gibt.

    Ansonsten kann ich Dir Kent empfehlen. Da ist man schnell am Meer :)

    Wohnungen mieten, über eine Agentur braucht glaube ich Referenzen.

    Vielleicht ist eine WG für den Anfang deshalb besser.

    Konto kannst Du dann vor Ort aufmachen.

    Wenn Deine Eltern in Deutschland leben und Du jederzeit zu ihnen zurück kannst, sehe ich keinen Grund warum Du UK nicht für Dich ausprobieren solltest.

    Du müsstet Dir nur überlegen, warum in Deutschland alles gescheitert ist, damit Du es hier dann anderst machen kannst.

     

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    Sorry, aber ich kaufe die Story nicht.

    Das passt alles ueberhaupt nicht zu einem Autisten. Ein Autist hat immer Probleme sich auszudruecken, will im Normalfall seine Routine nicht aendern und aeussert auch keine Gefuehle. Genau das ist ja Autismus, wobei weitere Symptome dazukommen und variieren koennen.

    Ausserdem habe ich die Vermutung, dass der Text auf einer englischen Tastatur geschrieben wurde. 

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    2 hours ago, Dat Jaby said:

    Sorry, aber ich kaufe die Story nicht.

    Das passt alles ueberhaupt nicht zu einem Autisten. Ein Autist hat immer Probleme sich auszudruecken, will im Normalfall seine Routine nicht aendern und aeussert auch keine Gefuehle. Genau das ist ja Autismus, wobei weitere Symptome dazukommen und variieren koennen.

    Ausserdem habe ich die Vermutung, dass der Text auf einer englischen Tastatur geschrieben wurde. 

    Das koennte daran liegen, dass ich ein MacBook mit einer U.S. Tastatur habe. Schreibe schon seit Jahren auf US Tastaturen. Einfach weil ich's gewohnt bin und sie praktischer ist.

    Und zum anderen... jeder Autist ist anders. Bei mir wurde mit 13 Jahren Atypischer Autismus diagnostiziert. Das sind sozusagen autistische Zuege.

    Auf viele wirke ich eigentlich normal. Die meisten denken dann einfach, dass ich das alles extra mache oder behaupten ich sei kein normaler Autist. Das ist ein ziemlicher Nachteil bei mir. Auf viele wirke ich nicht wie ein Autist. Das meiste merkt man erst wenn man mich besser und laenger kennt. Und das ist einer der Gruende warum ich in Schulen damals probleme hatte. Die Lehrer kannten sich mit Autismus nicht aus und haben mich dann fuer Sachen beschuldigt die eigentlich anders gemeint waren. Ist aber auch zu viel das jetzt alles zu erklaeren. Ich koennte 10 Buecher ueber mein Leben schreiben und selbst dann wuerde noch was fehlen.

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    12 hours ago, Dat Jaby said:

    Sorry, aber ich kaufe die Story nicht.

    Das passt alles ueberhaupt nicht zu einem Autisten. Ein Autist hat immer Probleme sich auszudruecken, will im Normalfall seine Routine nicht aendern und aeussert auch keine Gefuehle. Genau das ist ja Autismus, wobei weitere Symptome dazukommen und variieren koennen.

    Ausserdem habe ich die Vermutung, dass der Text auf einer englischen Tastatur geschrieben wurde. 

    Ich kenne mich etwas mit Autismus aus (speziell high functioning, Aspergers) und weiß aus Erfahrung das z.b. Aspergers sich sehr gut SCHRIFTLICH ausdrücken können!

    Und sie können durchaus Motivation haben etwas zu ändern.

    Ich habe eher das Gefühl es ist typisch für einen Autisten was Kautz schreibt.

    Er/Sie hat vorher schon mal gepostet und bekam keine Antworten, die weiterhelfen.

    Nun versucht er/sie es unter einem anderen Profil.

    Er/Sie möchte was erreichen aber weiß nicht wo und wie anfangen (problems with executive function).

    Kautz, Du kannst mich gerne über Private Message kontaktieren, wenn ich Deine Fragen beantworten kann, mache ich es gerne :)

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    Mutig! Ich moechte Dir es auch nicht ausreden aber wie TinaSu arbeite ich hier schon laenger im sozialen Bereich und deshalb denke ich, dass es ein sehr harter Weg waere.

    Was mich noch interessiert ist, was Du fuer Erwartungen von einem Wohnheim hast? Geht es Dir vor allem um Anschluss, bei dieser Vorstellung oder um praktische, unterstuetzende Hilfe bei z.B. Alltagstaetigkeiten? Denn dann muesstest Du Dich, wie schon erwaehnt, auf Wartezeiten fuer Assessments einstellen. Und dass Deine "eligibility" sehr genau geprueft wuerde, da Du ja noch nicht ins Sozialsystem einbezahlt hast.

    Dass Du frustriert bist durch Deine momentane Situation verstehe ich ja aber mein Eindruck ist, dass du dies sehr auf Deutschland projezierst und meine Befuerchtung waere, dass es hier ein hartes Erwachen waere, denn Deine Probleme nimmst du mit und fuer jemanden, der immer in Deutschland gelebt habt, kann das hiesige soziale und Gesundheitssystem doch ein ganz schoener Schock sein.

    Ich wuensche Dir trotzdem viel Erfolg!

     

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    23 hours ago, Kautz said:

    Ich habe schon so viel versucht und mittlerweile so einen extremen Hass auf Deutschland entwickelt, sodass ich kaum noch nach draussen gehen kann ohne wuetend auf die Umgebung zu werden.

    Wenn du von deiner jetzigen Umgebung nur noch Negatives erwartest, ginge es dir in England oder wo auch immer vermutlich ähnlich, sobald du Rückschläge erleidest. Ist übrigens deine Umgebung auch wütend auf dich?

    18 hours ago, Kautz said:

    Auf viele wirke ich eigentlich normal. Die meisten denken dann einfach, dass ich das alles extra mache oder behaupten ich sei kein normaler Autist. Das ist ein ziemlicher Nachteil bei mir. Auf viele wirke ich nicht wie ein Autist. Das meiste merkt man erst wenn man mich besser und laenger kennt. Und das ist einer der Gruende warum ich in Schulen damals probleme hatte. Die Lehrer kannten sich mit Autismus nicht aus und haben mich dann fuer Sachen beschuldigt die eigentlich anders gemeint waren. Ist aber auch zu viel das jetzt alles zu erklaeren. Ich koennte 10 Buecher ueber mein Leben schreiben und selbst dann wuerde noch was fehlen.

    Gäbe es unter den Verhaltensweisen, die erst nach einiger Zeit auffallen, aber anscheinend problematisch sind, nicht welche, die sich trotz deines Autismus bessern liessen?

    "Selbst wenn ich wollen wuerde, mir wird keiner mehr helfen."

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    vor 23 Stunden schrieb Dat Jaby:

    Sorry, aber ich kaufe die Story nicht.

    Das passt alles ueberhaupt nicht zu einem Autisten. Ein Autist hat immer Probleme sich auszudruecken, will im Normalfall seine Routine nicht aendern und aeussert auch keine Gefuehle. Genau das ist ja Autismus, wobei weitere Symptome dazukommen und variieren koennen.

    Ausserdem habe ich die Vermutung, dass der Text auf einer englischen Tastatur geschrieben wurde. 

    Mein Ex-Freund ist Autist, ich find' es traurig, wie Du die Autisten verallgemeinerst. Jeder ist anders. Und Gefuehle aeussern konnte er sehr gut. 

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    Ich habe schonmal mit einem anderen Account hier gepostet ja. Und die meisten waren nicht sehr begeistert von meinen Ideen.

    Meistens regen sich alle auf ueber meine Vorgehensweise. Ich habe vor meinem 10 Woechigen USA Urlaub auch in einem Amerika Forum gepostet und einige Fragen gestellt. Auch dort fanden es viele bescheuert, dass ich bei meiner ersten USA Reise alleine und vorallem direkt 10 Wochen hinfliege. Dann meinen spontanen Trip von Phoenix nach Las Vegas usw. Dann war ich bei den Usern schon unten durch und alle hielten mich fuer verrueckt. Ich hab aber alles sehr gut alleine hinbekommen.

    Mir ist klar, dass ich viele Dinge mache die fuer andere komisch erscheinen. Freunde habe ich wie schon gesagt nur ein paar. Meine letzte Freundin hat mit mir Schluss gemacht, weil sie sich geschaemt hat mit jemandem zusammen zu sein der einen Schwerbehindertenausweis hat. Sie warf mir grundlos sprueche an den Kopf wie "Du bist so ein Versager. Wenn ich Autismus haette, dann haette ich mich schon laengst umgebracht". Wenn ich ein normales Leben gehabt haette, dann wuerde ich vielleicht auch anders vorgehen. Aber ich habe absolut nichts zu verlieren. Ich kann bei der Sache mit England nur gewinnen.

    Vielleicht waere das mit der WG ja garkeine schlechte Idee. Es waere trotzdem hilfreich wenn mir jemand ein paar Orte in Grossbritannien nennen koennte in denen ich einen Anfang machen koennte. Das heisst moeglichst guenstige Wohnungen und einigermassen Chancen einen Job zu finden. Ich denke mal Glasgow ist zu teuer oder? Und Inverness waere zu kleine schaetze ich? Ich war bereits in Glasgow und Inverness. Also kenne mich schon etwas dort aus.

    bearbeitet von Kautz

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    GB ist derzeit ein Land im Umbruch und so wie es aussieht, wird hier mehr als nur die wirtschaft einen Abgang machen. Allen voraus das Gesundheitssystem. Bezahlbare Wohnungen sind jetzt schon kaum zu finden, Sozialwohnungen (council houses) haben jahrelange Wartelisten. Die medizinische Versorgung wird immer schlechter und im Bereich Mental Health ist auch vieles im Argen. Im Niedriglohnsektor wird wohl etwas Bewegung aufkommen, da die ganzen europäischen Erntehelfer entweder schon das Land verlassen haben oder es verlassen werden. Die Anspruchsvoraussetzungen, überhaupt als Europäer hier in GB Fuß zu fassen,. werden immer enger geschnürt.

    Und dann kommst du mit deiner Vorgeschichte und glaubst, dass hier das Land ist, in dem Milch und Honig fließt.

    Ich meine das wirklich nicht böse, aber du solltest wirklich einen Realitätscheck machen. Dass dir Dland zum Hals raus hängt, kann ich verstehen. Wie sieht es denn im benachbarten Ausland aus? Die Niederlande und auch Belgien zum Beispiel haben beide ein funktionierendes soziales Netz und stabiles Gesundheitswesen. In Sachen Integration und Inklusion von Behinderten und Menschen mit Lernschwierigkeiten sind sie die absoluten Vorreiter in Europa, da kann der Rest einpacken.

    Ich glaube, auf Dauer gesehen wirst du dort mehr Hilfe erhalten hier. Die Niederländer sind im Allgemeinen auch sehr freundliche und entgegenkommend (Zeeland mal ausgeschlossen, die waren immer recht deutschfeindlich), wenn man ihnen auch freundlich gegenüber ist und sich nicht benimmt wie die Axt im Walde.

    Da es Europa ist (und auch bleiben wird) , kannst du viele deiner Ansprüche mit rübernehmen. Sprachkurse werden meines Wissens nach angeboten für Zuwanderer. fragen kostet nichts, und antworten werden dir die Leute auch meist auf Deutsch, weil sie das schon in der Schule lernen (trotzdem musst du niederländisch lernen, wenn du weiterkommen willst und dort leben)

    Ansonsten, wenn du es dir in den Kopf gesetzt hast mit England, dann mach es. Ich persönlich glaube nicht, dass dich das weiterbringt, sondern eher frustriert, aber bitte, jedem das seine.

    Was Inverness und Glasgow angeht, die Mietpreise sind hoch, dort, wo sie niedrig sind, möchtest du nicht wohnen, glaubs mir, du möchtest es einfach nicht. Jobs gibts auch nicht wie Sand am Meer, die Arbeitslosenquote ist hoch.

    Was die Anzeige mit der Studioflat angeht, sorry, das liest sich für mich wie ein Scam.

     

    viel glück

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    Ja, die Anzeige ist definitiv ein Scam. @Kautz - rule of thumb, alles was  online angeboten wird und im Verlgeich zum Markt guenstig oder super ausgestattet wirkt, ist fake. There is no such thing as a free lunch in the UK und im Schnitt sind die Wohnungen/Haeuser schlechter ausgestattet als in Deutschland. 

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