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    Gibt es hier jemanden, der sich raw vegan ernährt? Ich frage mich, wie man bei dieser Ernährung seinen Bedarf an Vitaminen und anderen essentials deckt. Mich interessiert das, weil wir ein vierjähriges Kind in der Schule haben, das raw vegan lebt und sich regelmäßig tagsüber von einer Packung Trauben ernährt. Das heißt natürlich, dass die Eltern diese Entscheidungen treffen, nicht das Kind. Es hat 'basische' und 'saure' Tage und weiss, was es an welchen Tagen essen darf. Aufgrund unserer Fürsorgepflicht bin ich auch für die Gesundheit unserer Kinder verantwortlich, und da stelle ich mir halt die Frage, ob ein Kind im Wachstumsprozess so gesund sein und bleiben kann. Das Kind sieht gesund aus und ist nach Aussage der Eltern laut Hausarzt gesund. Würde gerne dazu mal ein paar Meinungen hören, um mir ein objektiveres Bild machen zu können.

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    Man kann sich vegan schon gesund ernaehren, aber ich wenn dann noch basische und saure Tage dazukommen, und nur Trauben tagsueber, dann klingt das schon ein bisschen so als wuerde es da an ausgewogener Ernaehrung mangeln? 

    Was genau moechtest du denn wissen? Nur ob das geht - ja natuerlich. Ob das bei dem Kind der Fall ist - keine Ahnung. Aber wenn man tagsueber keine echten Mahlzeiten hat, dann vermutlich nicht. 

    Du wuerdest bei einem Carnivore ja auch hellhoerig werden, wenn er NUR Aepfel / Frikadellen/ was auch immer am Tag essen duerfte. 

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    Es ist ja nicht nur vegan, sondern nur rohe vegane Ernährung - nichts gekochtes oder gebackenes. Dass ein Erwachsener dabei mit guter Planung gesund sein kann, leuchtet mir ein. Aber da zur Aufnahme gewisser Vitamine Fett notwendig ist und, soweit ich weiss, auch Erwärmung, frage ich mich halt, ob ein Kind da nicht leidet, beispielsweise was Knochenaufbau angeht. Es ist halt so eine Sache: Erwachsene mögen sich für das entscheiden, was immer ihnen zusagt. Aber bei unseren Kindern habe ich halt eine Fürsorgepflicht, und da wäre es halt hilfreich, wenn jemand damit Erfahrung hätte, dass es geht. Ernährung ist ein so emotional aufgeladenes Thema: ich möchte die Eltern nicht nerven und in ihrer Entscheidung anzweifeln, aber gleichzeitig muss ich halt sicherstellen, dass es dem Kind gutgeht. 

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    wie das mit der fürsorgepflicht zusammenpasst hab ich keine ahnung.

    es ist möglich kinder gesund 'normal' vegan aufzuziehen, aber das erfordert viel wissen und beharrlichkeit und möglicherweiss nahrungsergänzungsmittel.

     nur mit veganer rohkost stelle ich mir das noch schwerer vor. 

    ist denn das kind altersgemäß entwickelt, sowohl körperlich als auch geistig? gesunde hautfarbe und energie? wenn ja würde ich mir nicht zu viele gedanken machen...

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    Zuviel Obst schadet der Leber (Fruktose), besser waere wahrscheinlich Gemuese. Wieviel allerdings zuviel fuer ein kleines Kind waere, weiss ich nicht. Erwachsene sollen nicht mehr als ein Pfund suesses! Obst am Tag essen. Also Tomaten darf man wahrscheinlich mehr essen als Trauben. Bin aber auch kein Experte :)

     

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    An der Uni Giessen wurde mal eine Rohkoststudie durchgeführt.

    Fazit: "Eine reine Rohkost-Ernährung wird aufgrund der dargestellten Ergebnisse nicht empfohlen, insbesondere nicht bei Risikogruppen wie Schwangere, Stillende, Kinder und ältere Menschen."

    Aber ich würde das Kind an Deiner Stelle einfach im Auge behalten. Der menschliche Körper ist ja ziemlich anpassungsfähig und die Eltern wollen bestimmt nur das beste für ihr Kind. Solange das Kind nicht schwächlich/kränklich erscheint, würde ich da nicht eingreifen.

    bearbeitet von Frank_N
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    Wenn ich mir so ueberlege, den ganzen Tag im Winter (!) nur Trauben bzw. kaltes Gemuese zu essen, also ich wuerde total muede und hungrig werden. Wenn ich da an ein Kind denke .......   Hab' diesen Artikel gefunden, vielleicht hilft der. 

     

    https://www.welt.de/gesundheit/article150851106/So-gefaehrlich-ist-vegane-Ernaehrung-fuer-Kinder.html

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    vor 3 Minuten schrieb katjapedro:

    Wenn ich mir so ueberlege, den ganzen Tag im Winter (!) nur Trauben bzw. kaltes Gemuese zu essen, also ich wuerde total muede und hungrig werden. Wenn ich da an ein Kind denke 

    Ich könnte das auch nicht. Und ich finde die Ernährungsweise und Philosophie, die dahinter steckt, auch ziemlich beknackt. Aber in anderen Teilen der Welt ernähren sich Menschen auch völlig anders als z.B in UK. Und die überleben auch.

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    Mittlerweile ist bekannt, dass die vegane Ernaehrung fuer alle Alters- und Risikogruppen empfohlen werden kann. Ob nun roh oder nicht, ist doch egal. Naehrstoffe sind sicherlich in rohen Lebensmitteln mehr vorhanden als in ungesunden Broetchen oder Nudeln, Kaese oder Wurst.

    Halte es mittlerweile wirklich fuer bedenkenswert, wenn immer gesagt wird, man darf vom boesen Obst und Gemuese ja nicht so viel essen. Aber klar, Broetchen, Fleisch, Kaese und Wurst gehen immer. Ja und vielleicht noch ein paar Gummibaerchen. Das ist ausgewogen. Haha.

    bearbeitet von Ben1988
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    Ich würd mich da nicht darauf verlassen, daß die Eltern sagen, der Hausarzt hätte da grünes Licht gegeben, sondern vielleicht nach einem schriftlichen Statement des Arztes fragen. Dann haste was für die Akten, falls es da irgendwie zu Komplikationen kommen sollte und bist aus der Verantwortung.

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    Vielen Dank euch allen!  Eure Beiträge bestätigen sowohl mein Wissen darüber, dass vegane Ernährung gesund ist, wenn man sich damit beschäftigt und auskennt, als auch, dass die rohe vegane Kost bei Kindern bestimmte Fragen aufwirft. NHS guidelines gibt es für vegetarische als auch für vegane Kost, aber nicht für raw vegan. Ich habe jetzt genau das gemacht, was Mofolo vorschlägt, nämlich den Eltern einen Brief an den Hausarzt mitgegeben mit der Bitte, er möge mir bestätigen, dass er das Kind für gesund und wohlernährt ansieht. Damit kann ich dann ruhig schlafen und muss mich nicht irgendwann mal fragen, warum ich nicht weitergeforscht habe.

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    Aber noch eine wichtige Sache: Aerzte sind nicht unbedingt die richtige Anlaufstelle, wenn es um Ernaehrung geht. Im Medizinstudium wird Ernaehrung so gut wie nicht behandelt.

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    2 hours ago, Anerley said:

     NHS guidelines gibt es für vegetarische als auch für vegane Kost, aber nicht für raw vegan. 

    Raw vegan ist doch vegan? Man muss essen doch nicht kochen damit es gesund wird!

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    raw vegan schließt noch weitere lebensmittelgruppen aus, wie kartoffeln, brot und gemüse dass nur gekocht essbar ist (z.b. bohnen, cashew). die gefahr einer mangelernährung ist also deutlich größer.

    ein arzt mag keine/wenig ausbildung in ernährung haben, sollte aber den allgemeinen gesundheitszustand beurteilen können.

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    der neuste schrei: raw water!

    very probiotic :LOL:

    kann man auch ins deutsche uebersetzen: Rohwasser klingt dann wie Betriebswasser.

    bearbeitet von berliner

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    vor 1 Stunde schrieb Ben1988:

    Aber noch eine wichtige Sache: Aerzte sind nicht unbedingt die richtige Anlaufstelle, wenn es um Ernaehrung geht. Im Medizinstudium wird Ernaehrung so gut wie nicht behandelt.

    Also ich habe da einen ganz geilen Schamanen, der Anleitungen zu einer gesunden Ernährung gibt. Nigerianische Kontonummer per PN!

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    vor 1 Minute schrieb FadeExx:

    Also ich habe da einen ganz geilen Schamanen, der Anleitungen zu einer gesunden Ernährung gibt. Nigerianische Kontonummer per PN!

    Naja, essen hat wohl doch was erotisches...

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    Unsinn nicht, sondern zum Teil richtig: It's complicated. 

    'Comparing the healthfulness of raw and cooked food is complicated, and there are still many mysteries surrounding how the different molecules in plants interact with the human body. The bottom line, says Liu, is to eat your veggies and fruits no matter how they're prepared. "We cook them so they taste better," Liu says. "If they taste better, we're more likely to eat them." And that's the whole idea.'

    https://www.scientificamerican.com/article/raw-veggies-are-healthier/

     

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    On 1/23/2018 at 4:35 PM, Ben1988 said:

    Aber noch eine wichtige Sache: Aerzte sind nicht unbedingt die richtige Anlaufstelle, wenn es um Ernaehrung geht. Im Medizinstudium wird Ernaehrung so gut wie nicht behandelt.

    Der Arzt ist natürlich kein Health Nutritionist, aber durchaus in der Lage, Mangelerscheinungen diagnostizieren zu können.

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    vor 1 Stunde schrieb Mofolo:

    Der Arzt ist natürlich kein Health Nutritionist, aber durchaus in der Lage, Mangelerscheinungen diagnostizieren zu können.

    Sagt wer? Ein Historiker? Glaubst Du, der durchschnittliche GP hier kennt sich mit sowas aus? Was GPs gerne machen ist, Antibiotika verschreiben, wenn ihnen nichts besseres einfaellt.

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    On 23/01/2018 at 10:20 AM, cart00nist said:

    Also nichts gegen Gummibärchen.

    Freunde, ich will euch ja nicht den Hunger verderben, aber nachdem ich letztens den Beitrag auf der ARD zu Haribo gesehen habe, bin dich davon runter. Die haben so ein poliertes, kinderfreundliches Image mit ihrem Wildtierpark, Tommy Gottschalk und Goldbaerchen und vermarkten so ein Scheissprodukt. Ich kann den Beitrag nur empfehlen.

    http://www.daserste.de/information/ratgeber-service/markencheck/videos/markencheck-haribo-check-video-100.html

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