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    Hallo zusammen!

    Ich habe mich auf eine Stelle in London beworben und kam nun in die dritte Runde. Nächste Woche geht es für das Jobinterview nach London und ich glaube, meine Chancen stehen auch ganz gut ^_^ (Man weiß ja aber nie...)

    Vorab hatte ich schon ein Gespräch mit einem Recruiter und er hat mir als normales Einstiegsgehalt 22.000 GBP annual genannt (Ich nehme mal an, dass er "before tax" meinte). Mir wurde zwar gesagt, dass die Aufstiegschancen ganz gut sind und das Gehalt jährlich angehoben wird. Jetzt mach ich mir gerade aber bisschen Gedanken darüber:

    Wenn ich mit etwa 20 % Steuerabzügen rechne, bin ich bei 17.600. Das sind dann ca. 1.467 GBP monatlich.  Ich muss sagen, dass ich das als relativ wenig ansehe. Es ist in etwa das, was ich derzeit hier in Berlin verdiene - hier reicht mir das aber völlig aus, London ist ja schon ein anderes Pflaster. Vorallem was die Mietpreise angeht.

    Mit welchen monatl. Kosten müsste ich denn ungefähr rechnen? Ich habe leider noch keine Vorstellung, wie teuer dort z.B. so ein Wocheneinkauf für eine Person in etwa wäre. 

    Meine persönlichen Vorstellung von einem bequemen Leben:

    • Ein WG-Zimmer, max. 20-30 min Fahrtzeit zur Arbeit (City) - sollte nicht in der Pampa oder in einer "shady" Gegend sein, aber auch nicht das Budget sprengen
    • Monatl. ÖV-Ticket
    • Wöchentlicher Einkauf (hier gebe ich derzeit max. 30€/W aus, dazu kommt dann ca. 25€/W für Mittagessen)
    • ca. 2 Mal außerhalb essen in der Woche (in London soll es ja tolles Zeug geben!)
    • Mobilfunk
    • Gym membership
    • 1 - 2 Kinobesuche im Monat
    • Vielleicht auch mal feiern, ich geh aber lieber in die Kneipe und verbringe gemütliche Abende :D  
    • Kleidung (ich rechne mal mit derzeit 80 € im Monat)
    • Dies und das (z.B. Sparen auf eine Reise, das Land ein bisschen kennenlernen oder einfach mal Freunde und Familie besuchen können)

    Eine andere Frage von mir wäre auch das Thema Versicherung. Habe gelesen, dass das Gesundheitssystem durch die Steuern finanziert wird und man automatisch als EU-Bürger (...noch...) über den NHS versichert wird. Ich würde gerne dazu eine private Zusatzversicherung o.ä. abschließen wollen, wenn es mal um sowas wie Zähne geht.

    Ich hoffe, ihr könnt mir ein paar Tipps geben und mir in etwa sagen, welcher Lebensstil mich in London erwarten würde und ob meine Wünsche von oben mit einem solchen Gehalt eher utopisch oder machbar sind :) 

     

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    Du bist offenbar juenger als ich. Ist die Motivation Auslandserfahrung, erster Job im Ausland, direkt aus Deutschland, noch nie wo anders gelebt, dann geht das vielleicht fuer ein Jahr gut.  Mit 22.000 pro Jahr kannst Du in London "gerade mal ueberleben".  Mehr wird es nicht sein. Der letzte von Dir genannte Punkt "Dies und das", etwa Sparen und Reisen wird nichtmehr moeglich sein.   Halbwegs vernuenftige WG Zimmer in London, Zone 2, oder bessere Gegend in Zone 3, fangen erst mit etwas Glueck bei 600 bis 700 Pfund an und dies ist noch die guenstigste Variante, mit Bad, 800 oder 900 Pfund und mehr.  Je mehr WG Mitbewohner desto guenstiger das Zimmer.

    Der NHS ist zwar kostenlos, es gibt aber verschiedene Versorgungsengpaesse. 

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    Du kannst bei www.listentotaxman.com nachschauen, was Du netto bekommst.

    Die private Zusatzversicherung wird kaum drin sein. Du brauchst sie aber auch nicht wirklich. Ich bezahle meine Zahnarztbesuche selbst, das kommt billiger.

    Wo ist denn die Stelle? Und als was?

    22000 sind wenig für London, aber es ist nicht unüblich, sich schnell weiterzubewerben.

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    vor 1 Stunde schrieb Schnapsglas:

    Du bist offenbar juenger als ich. Ist die Motivation Auslandserfahrung, erster Job im Ausland, direkt aus Deutschland, noch nie wo anders gelebt, dann geht das vielleicht fuer ein Jahr gut.  Mit 22.000 pro Jahr kannst Du in London "gerade mal ueberleben". 

    Danke für deine Antwort.

    Ja, ich bin Anfang 20 und die Auslandserfahrung ist für mich natürlich der wichtigste Punkt. Ich habe nicht vor auszuwandern oder das nächste Jahrzehnt dort zu verbringen, sondern würde es für die Arbeits- und allgemeine Lebenserfahrung tun. 

    Im Ausland habe ich bereits gelebt und kam auch mit wenig Geld aus. Es wäre jetzt eher ein harter Sprung von Berliner  zu Londoner Verhältnissen. 

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    Also listentotaxman sagt dass Du bei 22000 Pfund p.a. ohne Bonuszahlungen 1500,00 netto verdienst.

    https://listentotaxman.com/22000?

    Dennoch kann man bei dem Gehalt  nicht weit springen, und schon gar nicht Geld zuruecklegen, oder 

    mal essen/kino gehen.   Wir haben gestern abend zu zweit z.b.  bezahlt 

    2 Kinokarten ( Everyman )   33 Pfund

    Getraenke + Eis im Kino       20 Pfund

    2 Abendessen(Mexican)     48 Pfund  ( inkl 1 Flasche Wein )

    Also -  ich finde ja der Mehrwert "Auslandserfahrung" hat sich irgendwie durch so eine lausige Bezahlung

    erledigt.  Nuetzt ja nix , wenn Du verarmt dann wieder in Deutschland aufschlaegst.

    Wenn Die wirklich an Dir interessiert sind, mach doch Gehaltstechnisch eine Counter - Offer.  Wir wissen ja

    nicht was das fuer ein Job ist den Du machen sollst.

    just my 5cent

    suoyarvi

     

     

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    1 hour ago, kelmar said:

    Danke für deine Antwort.

    Ja, ich bin Anfang 20 und die Auslandserfahrung ist für mich natürlich der wichtigste Punkt. Ich habe nicht vor auszuwandern oder das nächste Jahrzehnt dort zu verbringen, sondern würde es für die Arbeits- und allgemeine Lebenserfahrung tun. 

    Im Ausland habe ich bereits gelebt und kam auch mit wenig Geld aus. Es wäre jetzt eher ein harter Sprung von Berliner  zu Londoner Verhältnissen. 

    Ohne Deinen Beruf, Deine Branche oder Deinen Arbeitgeber zu kennen, aber fuer das genannte Gehalt kann ich Dir heute mit grosser Sicherheit sagen, dass Du bei dieser Arbeit mit sehr sehr hoher Fluktuation Deiner Kollegen rechenen wirst. Der Arbeitsmarkt ist in der Regel lockerer als in Deutschland, und bei guter Gelegenheit wechselt Jeder.  Das genannte Gehalt ist keine Perspektive fuer Niemanden, ausser man ist kompletter Berufsanfaenger und nutzt das Angebot als reinen Schritt nach UK.   Auch die Tatsache dass man fuer ein 22.000 Pfund eine Dritte Runde im Bewerbungsprozess vorsieht, heist fuer mich nichts Gutes.  Klingt eher nach einem Arbeitgeber der niedrige Gehaelter hat, und seine Angestellten mit Mikromanagement im Griff haelt, also keine wirklich schoene Arbeitsumgebung.

    Selbst bei Deinem Alter kannst Du in London mit mindestens 25000 bis 28000 rechnen, und nach einiger Zeit Berufserfahrung bereits ueber die 30.000 Grenze kommst.    Die Situation ist allerdings auch so, dass Du relativ lange in WGs leben werden musst und weniger als in Deutschland sparen wirst, solltest Du langfrstige London-Plaene haben.

    Bei langfristigen London-Plaenen wuerde ich Dir eher erstmal zu einer Zeit in Deutschland raten, Arbeiten, auf die Seite legen, und mit gewissem finanziellem Hintergrund es in London erneut zu versuchen.

    bearbeitet von Schnapsglas
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    Vielen Dank für eure ehrlichen Antworten! Jetzt weiß ich zumindest, dass man mit der Knete wirklich nichts anfangen kann...

    Ich war auch sehr verwundert über den Betrag. Zumal ich von anderen gehört habe, die sollen gut bezahlen. An sich ist es auch ein cooler Laden, für den ich gerne arbeiten würde, aber das hat alles in ein anderes Licht gerückt. 

    Ich werde denen nächste Woche auf jeden Fall meine Gehaltsvorstellungen (ich dachte da an min. 27.000?) mitteilen und wenn sie mir nicht entgegen kommen, werde ich das alles nicht annehmen. Es ist mir einfach zu viel Aufwand für (sehr) wenig Gegenleistung. Ich habe auch keine Lust darauf, mich so verheizen zu lassen, da macht die Arbeit ja keinen Spaß. Hier finde ich vermutlich einen besseren Job und wie Schapsglas schon meinte, in ein paar Jahren kann man es ja nochmal versuchen. 

    Die Erfahrung ist es ja trotzdem wert und auf meinen Tagestrip nach London freu ich mich auch! 

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    Vieles laueft in UK ueber Recruiter, und Diese sind mehr als aktiv, rufen an, sobald sie Dein CV irgendwo im Web gefunden haben, und labern sofort los, oft ohne Halt und auch zum falschen Zeitpunkt......   Bei Gehaltsverhandlungen beim Arbeitgeber sagte ich dann immer dass ich den Recruiter beauftragt haette in "dieser und jener Gehaltsspanne fuer mich zu suchen".  Oft lag das leicht darueber,  wie die Stelle ausgeschrieben war. Das hat eigentlich in UK immer sehr gut funktioniert.

    Je nach Situation, Alter und Erfahrung sind, wenn man ge-hunted wird, von 10 bis 20 % mehr alles noch drinnen.    Auf die Fragen nach den Betraegen des letzten P60 bzw. P45 muss man rasch einen Betrag nennen, wirklich ueberprueft wurde das aber nie.   Verbal ueberzeugen geht in UK oft leichter als dieses ewige Hinterfragen in Deutschland.

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    Hi kelmar,

    alle die happy in Berlin sind, an ihrem großen Zimmer, der eigenen Wohnung hängen, lieber die etwas entspanntere Nummer bevorzugen, sollten zweimal darüber nachdenken ob London die richtige Stadt ist. Um den Komfort von Berlin, den es ja immer noch gibt, braucht man deutlich mehr al 27k, 30k, oder auch 60k.

    Für jeden der Lust auf eine spannende Stadt hat, für ein Jahr oder mehr bereit bist die Erfahrung in den Vordergrund zu stellen, der kann hier einiges Erleben. Btw. hier wird jeder der nicht als Expat mit dem Sorglospaket aufschlägt, irgendwann mal über den Tisch gezogen, gefeuert, deine Arbeitnehmerrechte mit Füßen getreten und sonstige unschönen Dinge. Aber das Gehört mit dazu. Dafür betritt man einen sehr dynamischen Arbeitsmarkt, mit allen Chancen und Risiken.

    Viel Erfolg! 

     

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    vor 4 Minuten schrieb uk010:

    Hi kelmar,

    alle die happy in Berlin sind, an ihrem großen Zimmer, der eigenen Wohnung hängen, lieber die etwas entspanntere Nummer bevorzugen, sollten zweimal darüber nachdenken ob London die richtige Stadt ist. Um den Komfort von Berlin, den es ja immer noch gibt, braucht man deutlich mehr al 27k, 30k, oder auch 60k.

    Für jeden der Lust auf eine spannende Stadt hat, für ein Jahr oder mehr bereit bist die Erfahrung in den Vordergrund zu stellen, der kann hier einiges Erleben. Btw. hier wird jeder der nicht als Expat mit dem Sorglospaket aufschlägt, irgendwann mal über den Tisch gezogen, gefeuert, deine Arbeitnehmerrechte mit Füßen getreten und sonstige unschönen Dinge. Aber das Gehört mit dazu. Dafür betritt man einen sehr dynamischen Arbeitsmarkt, mit allen Chancen und Risiken.

    Viel Erfolg! 

     

    Hallo uk010,

    noch kann ich meinen Lebensstil gut anpassen, auf vieles verzichten und dafür gute Arbeitserfahrung sammeln. Ich glaube in ein paar Jahren würde das auch anders aussehen. Deshalb habe ich mich auch jetzt beworben - ich hab ja an sich nicht viel zu verlieren.

    Das würde anstrengend werden, keine Frage, aber wie du schon meinst - man kommt dafür in eine spannende Umgebung und für mich persönlich bedeutet es auch nicht "für immer". Ich habe mit 1, 2 Jahren gerechnet - je nachdem wie sich die Dinge entwickeln. 

    Aber gut, ich warte jetzt erstmal das Interview nächste Woche ab und sehe, was dann passiert. Wären denn 27.000 okay, was meinst du?

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    27k sollte passen, das sind 1800netto. konzentrier dich darauf, wo du nach 12 monaten stehen willst, und arbeite dann darauf hin zu. wie schon erwähnt, ist der arbeitsmarkt sehr flexible. Eins bleibt, unternehmen mit geringer marge zahlen schlecht. schau mal bei www.glassdoor.co.uk vorbei. eventuell hilft dir die seite ein gefühl dafür zu bekommen. 

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    20 minutes ago, kelmar said:

    Aber gut, ich warte jetzt erstmal das Interview nächste Woche ab und sehe, was dann passiert. Wären denn 27.000 okay, was meinst du?

    Quote

     

    Also um einzuschaetzen, ob 27000 Pfund ein marktgerechtes Gehalt waere, muesstest Du uns schon mehr ueber den Job erzaehlen.  Generell wuerde ich sagen , eine eigene Wohnung ist bei dem Gehalt nicht drin. WG Zimmer schon.

    suoyarvi

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    1 hour ago, uk010 said:

    Btw. hier wird jeder der nicht als Expat mit dem Sorglospaket aufschlägt, irgendwann mal über den Tisch gezogen, gefeuert, deine Arbeitnehmerrechte mit Füßen getreten und sonstige unschönen Dinge. Aber das Gehört mit dazu.

    Da, das gehoert leider alles in UK dazu, duerfte aber branachenabhaengig sein.   In meiner Zeit in London UK schlug ich mich mit diversen Jobs als Account Manager im Inside Sales herum. Meist ging es um den Vertrieb verschiedener Software-Loesungen.   Wirklich sicher war das Einkommen nie, ich konnte es mir aber auf Grund meiner finanziellen Situation einige solche Jahre in meinem Leben leisten.  Im Vordergrund stand relativ bald auch nichtmehr der Job, sondern das Leben in London mit allen seinen Facetten. 

    Diese Jobs im Inside Sales waren alle unsicher, mit stetig zu ungunsten veraenderten Vertriebsvorgaben, unserioesen Vorgesetzten, und Kollegen die sich aus vorangegangenen Beschaeftigungsverhaeltnissen und Firmen "besser kannten" und auch so handelten.  Oft wurde mir unschoen gekuendigt und HR schaute einfach nur zu, musste als Suendenbock fuer diverse Fehler Anderer herhalten, manchmal fand ich auch gute Ansaetze Jemandem meine Kuendigung schwer zu machen, sodass es zumindest fuer ihn "teurer" wurde.   Tatsache ist, ich hatte im Leben noch nie so viele Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten wie in UK.  Am Ende war ich teils sauer, aber auch teils mitleidig, ueber die Menschen, die sich auf eine solche Art ihr Geld verdienen muessen.  

    Negativ auffallend war auch das Trinkverhalten verschiedener Arbeitskollegen und Vorgesetzter.  Als Beispiel, nach einer Weihnachtsfeier an einem Donnerstag Abend, waren am darauffolgenden Freitag nur ein Drittel der Leute im Buero, alle verkatert und mit roten Augen, der Kollege neben mir schlief auf seinem Buerosessel ein, der Chef nebenmir ging Mittag nach Hause.   Vor dem britischen  Kampf-Trinkverhalten irgendeinen Respekt zu bekommen habe ich mir in UK sehr rasch abgewohnt, es war eines meiner negativsten Erfahrungen.   Leider oder Gott sei Dank war ich bei dieser Weihnachstfeier nicht dabei......

    Ich nutzte meine Zeit in London die Stadt kennenzulernen, meinem Hobby der Photographie nachzugehen,  Musicals und Theater zu besuchen, und Dinge zu sehen, die kein Tourist zu sehen bekommt und das Leben in der Stadt mitzuleben.   Ein Abzug aus London war fuer mich vom ersten Tag an vorgesehen.   Ich verliess die Insel weit vor dem Brexit-Referendum.    

    Ob man das bereut?  Dies haengt davon ab, was einem danach erwartet.  Eine deutsche oder oesterreichische Kleinstadt, mit Rentnern die Hunde spazierenfuehren, griesgraemige Meinungen, Geschaefte die Sonntags schliessen, zwanghafte Rundfunkgebuehren fuer grausame Synchronfilme, die unbegrenze Aufnahme integrationsunfaehiger Auslaender sowie polemisieren und populisieren darueber, oder eben ein Leben in Canada, unweit einer Grossstadt die waechst und waechst, und dies vielleicht mehr als London....

    bearbeitet von London1
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    vor 13 Minuten schrieb London1:

    Ich nutzte meine Zeit in London die Stadt kennenzulernen, meinem Hobby der Photographie nachzugehen,  Musicals und Theater zu besuchen, und Dinge zu sehen, die kein Tourist zu sehen bekommt und das Leben in der Stadt mitzuleben.   Ein Abzug aus London war fuer mich vom ersten Tag an vorgesehen.   Ich verliess die Insel weit vor dem Brexit-Referendum.    

    Ob man das bereut?  Dies haengt davon ab, was einem danach erwartet.  Eine deutsche oder oesterreichische Kleinstadt, mit Rentnern die Hunde spazierenfuehren, griesgraemige Meinungen, Geschaefte die Sonntags schliessen, die unbegrenze Aufnahme integrationsunfaehiger Auslaender, oder eben ein Leben in Canada, unweit einer Grossstadt die waechst und waechst, und dies vielleicht mehr als London....

    Danke für deine Story, ich lese sowas in diesem Forum total gerne. Sehr spannend, was ihr alle schon so erlebt habt und nützlich für Leute wie mich, die es ebenfalls in ein anderes Land treibt.

    Auch witzig, dass du von Kanada schreibst... das war ja eigentlich mein ursprünglicher Plan für dieses Jahr, den ich auch noch nicht ganz über Bord geschmissen habe. London ist tatsächlich erst durch das Jobangebot wirklich bei mir aufgeploppt, zumal mir auch das Brexit-Votum nicht viel Bock auf UK gemacht hat. Aber wir werden sehen. 

    Deutschland ist eben bequem und wird auch immer vielseitiger, aber gerade habe ich wirklich Lust, irgendwo neu zu starten und noch mehr zu lernen.  Denke aber, Toronto oder Vancouver und London nehmen sich bei den Lebenshaltungskosten nicht viel, oder?

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    15 minutes ago, kelmar said:

     

    Deutschland ist eben bequem und wird auch immer vielseitiger, aber gerade habe ich wirklich Lust, irgendwo neu zu starten und noch mehr zu lernen.  Denke aber, Toronto oder Vancouver und London nehmen sich bei den Lebenshaltungskosten nicht viel, oder?

    So teuer wie in London ist das Wohnen nirgendwo wo ich bisher war. Ich vermute, aber das Dublin in Irland in Sachen Wohnen noch weitaus schlimmer ist.  Dies kenne ich von verschiedenen Berichten und Erzaehlungen. 

    Vancouver ist teuer bis sehr teuer, aehnlich wie London Zone 1, es gibt aber genug passende Stadtteile die deutlich bezahlbarer sind als London, sowohl kaufen und mieten, 30 Minuten mit oeffentl. Verkehrsmittel von der Innenstadt entfernt.

    Toronto ist die letzten jahre gestiegen und gestiegen, das Umland aber immer noch leistbar, ebenfalls kaufen und mieten.   Ist man aelter und bringt Kapital aus Europa mit, geht es problemlos. 

     

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    Wenn's nur um die Auslandserfahrung geht, waere es vielleicht eine Ueberlegung wert, auch anderswo in UK nach passenden Jobs zu suchen.

    In Manchester kann man von 22k wunderbar leben. Die Miete fuer ein 1-Zimmer Apartment (eigene Wohnung, nicht WG Zimmer) liegt bei ab £300, OePNV um die £40 bis hoechstens £70. Zum Essen und feiern gehen ist Manchester erstklassig, und hier gibt's billige Szeneviertel, wo letzteres noch finanzierbar ist.

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    On 1/21/2018 at 11:42 AM, Hafi said:

    Wenn's nur um die Auslandserfahrung geht, waere es vielleicht eine Ueberlegung wert, auch anderswo in UK nach passenden Jobs zu suchen.

    In Manchester kann man von 22k wunderbar leben. Die Miete fuer ein 1-Zimmer Apartment (eigene Wohnung, nicht WG Zimmer) liegt bei ab £300, OePNV um die £40 bis hoechstens £70. Zum Essen und feiern gehen ist Manchester erstklassig, und hier gibt's billige Szeneviertel, wo letzteres noch finanzierbar ist.

    Leider war ich in meiner UK-Zeit nie in Manchester.   Ich haette die Stadt aber durchaus als interessant angesehen.   Allerdings sollte man dort ein Auto haben, oder mitnehmen.  Der Besuch des Peak District, der Yorkshire Dales,  des Lake Districts oder ein Besuch in York klingt verlockend.

    Auch wurde mir zugetragen, dass Birmingham in UK eher zu vermeiden sei.

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    London 1, Du wohnst in Kanada, warst mal eine Zeit in London (die Zeit ist aber offensichtlich ne Weile her) und gibst dann Ratschlaege basierend auf "mir wurde zugetragen, dass Birmingham in UK eher zu vermeiden sei", und weiter oben kennst Du aus "Berichten und Erzaehlungen" dass " Dublin in Irland in Sachen Wohnen noch weitaus schlimmer ist". I rest my case.

    PS. Mir wurde uebrigens zugetragen, dass es in Toronto um diese Jahreszeit relativ kalt sein soll.

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    Nur um das mal kurz zu korrigieren, um zur Arbeit zu kommen braucht man in Manchester generell kein Auto. Public transport hat sich in den letzten 10 Jahren sehr gut herausgemacht, es gibt ein gut ausgebautes Tramnetz mit Verbindungen alle 12 Minuten, in der Innenstadt alle 2, 3 Minuten. Eine Monatskarte fuer den Bus kostet unter GBP 50. Viele meiner Kollegen kommen auch mit dem Zug zur Arbeit.

    Ich habe zwar ein Auto, aber in erster Linie um Grosseinkauf nicht zu Fuss machen zu muessen, und gelegentlich um mal wegzufahren etc.

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    5 hours ago, Tinkerbella said:

    London 1, Du wohnst in Kanada, warst mal eine Zeit in London (die Zeit ist aber offensichtlich ne Weile her) und gibst dann Ratschlaege basierend auf "mir wurde zugetragen, dass Birmingham in UK eher zu vermeiden sei", und weiter oben kennst Du aus "Berichten und Erzaehlungen" dass " Dublin in Irland in Sachen Wohnen noch weitaus schlimmer ist". I rest my case.

    PS. Mir wurde uebrigens zugetragen, dass es in Toronto um diese Jahreszeit relativ kalt sein soll.

    Und ich lese, Du schreibst sinnlose Bemerkungen zu meinen Beitraegen.   Ich habe noch genug Kontakt nach UK und andere EU Laender.    I also rest my case.

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    Also 22k fuer den Anfang reicht schon. Man muss ja nicht in Zone 2 wohnen (Night Tube!)  und mit Anfang 20 ist man ja noch fit, da wird man auch mit der britischen Trinkerei fertig.  Und der zweite Job (dann mit UK Erfahrung im Lebenslauf) sucht sich immer einfacher.

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    Als ich nach London gezogen bin, hatte ich £18,500 pa, nach nehm halben Jahr £20,000. Ok das war 2011/12 aber ich bin gut über die Runden gekommen, in Ealing gewohnt. 

    Als ich nach Manchester gezogen bin, hab ich mit £17,500 angefangen. Davon hab ich meine Wohnung, Nebenkosten, Monatskarte war übrigens £95, und alles andere bezahlt und hat auch funktioniert. Und bin jedes Jahr nach D geflogen.

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    Vielen Dank für eure Antworten! 

    Habe mich gegen den Job entschieden und bleibe vorerst in Deutschland. 

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