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    Ich habe in den letzten Monaten allerhand Gespraeche darueber erleben duerfen, genau eben, weil Frauen ermutigt sind und bereit zum Auspacken, von diesen Geschichten.

    Das ist ja wirklich allerhand, was sich da an grossen und kleinen, aber oft lebenswandelveraendernden Jugendtraumata angesammelt haben kann.

    Ich weiss inzwischen von einer Ehe, die nicht zuletzt aufgrund eines allerdings besonders schweren solchen Vorfalls auseinanderging, der Vorfall war so mit Alter 13. Eine junge Kollegin erklaert ihre Beleibtheit unter anderem als Verteidigungsmassnahme gegen dauernde Anmachereien, und bei einem Abendessen fing eine Mitesserin beim Auspacken fast an zu heulen.

    Ich war und bin entsetzt und habe sofort alle Kostenstellen einem intensiven Interview unterzogen. Zum Glueck war das ergenbislos

     

     

     

     

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    1 hour ago, CvC said:

    Ich weiss inzwischen von einer Ehe, die nicht zuletzt aufgrund eines allerdings besonders schweren solchen Vorfalls auseinanderging, der Vorfall war so mit Alter 13.

    Mit 13? Eine dieser Kinderehen? Oder hat das traumatische Erlebnis eine später eingegangene Partnerschaft negativ beeinflußt?

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    Letzteres, Watson :-). Ich hatte mich extra bemueht, das unmissverstaendlich zu schreiben :-).

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    Gott sei Dank das es diese Metoo Kampagne gibt. Meine Cousine wurde vor 25 Jahren nach einer Tanznacht vergewaltigt und ich hab damals eine deutsche Helpline angerufen.  Trotz meines Versuches mit meiner Cousine darueber zu sprechen, oder sie zu motivieren sich mit einem Therapeuten zu unterhalten hat sie das abgelehnt. Das Resultat , so glaube ich , ist das sie ihre 2 Maedels absolut superbehuetet erzogen hat,  die sind also alles andere als 

    "streetwise".  Was auch nicht gut ist.

    Ich hoffe das Frauen und Maedchen heute mutiger sind !!!! 

    Interessanterweise , sagte mir damals die deutsche Helpline, das der Vater meiner Cousine sich ebenfalls mit

    einem Therapeuten unterhalten sollte, weil die Vaeter unter solchen Attacken auf Ihre Toechter noch mehr leiden.

    Ich hab von der Vergewaltigung von Ihm erfahren und habe meinen Onkel noch nie in meinem Leben damals so hilflos gesehen.  Und das ist ein gestandender Mann ( Kapitaen zur See ).

    Mir selber ist in meiner beruflichen Karriere ( 99% Maenner dominiert ) nie was schlimmes passiert , ausser ein Kniff in den Hintern auf Messen und Dinnern als ich noch juenger war.  Ich bin aber auch relativ robust und kann so einen Unsinn wegstecken. Andere Frauen sind da anders.

    Warum haben so viele Maenner immer noch ein Problem mit Respekt ?????  

    suoyarvi

     

     

     

     

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    Die Ehe einer Freundin von mir ist wegen einer lange zurueckliegenden Vergewaltigung auseinandergegangen, und das war schon die 2. Ehe. Die Kinder blieben beim Vater und sie  ging fuer lange Zeit in Psychotherapie.

    vor 15 Stunden schrieb suoyarvi:

    Ich bin aber auch relativ robust und kann so einen Unsinn wegstecken.

    Dito, ich bin sehr "assertive", was sowas angeht - war aber dennoch ueber viele Jahre in einer manipulativen Beziehung. Ich befuerchte, dagegen ist niemand gefeit.

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    Ich bin auch sehr dankbar dass es die metoo Bewegung gibt.

    Trotzdem bin ich doch sehr erstaunt dass sie ausgerechnet in diesen Tagen an Schwung gewinnt. Ich unterhalte mich seid meiner Studienzeit mit Frauen immer wieder ueber alle Arten der sexuellen Belaestigung. Will sagen das Problem existiert auf meinem Radar schon so lange, und wird schon so ewig von der Oeffentlichkeit ignoriert, dass ich es eigentlich kaum glauben kann dass es da jetzt ploetzlich  so viel mediale Aufmerksamkeit gibt.

    Ist das ne Gegenbewegung auf Trump?

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    Ich darf auchmal auf die Meldung von Brigitte Bardot verweisen:

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/brigitte-bardot-wirft-schauspielerinnen-in-metoo-debatte-scheinheiligkeit-vor-15404491.html

    Mir ist diese Meetoo Debatte auch sehr scheinheilig und laecherlich.

    Hier geht es oft um Faelle die Jahrzehnte zurueckliegen.   Ging es um Vergewaltigung oder Noetigung waere das damals zur Anzeige zu bringen gewesen.

    Und nochmal, Vergewaltigung ist eine Gewalt-Tat, und nicht einfach nur "schlechter Sex".

    Die Sache wird natuerlich heikel. steigt eine Frau mit einem Mann freiwillig ins Bett, oder nur am Hinterteil oder auf der Brust begrapscht, um einen Auftrag in mehrfacher Millionenhoehe zu bekommen.  Dafuer habe ich echt kein Mitleid.

     

     

     

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    41 minutes ago, Schnapsglas said:

    Mir ist diese Meetoo Debatte auch sehr scheinheilig und laecherlich.

    Hier geht es oft um Faelle die Jahrzehnte zurueckliegen.   Ging es um Vergewaltigung oder Noetigung waere das damals zur Anzeige zu bringen gewesen.

    Und nochmal, Vergewaltigung ist eine Gewalt-Tat, und nicht einfach nur "schlechter Sex".

    Die Sache wird natuerlich heikel. steigt eine Frau mit einem Mann freiwillig ins Bett, oder nur am Hinterteil oder auf der Brust begrapscht, um einen Auftrag in mehrfacher Millionenhoehe zu bekommen.  Dafuer habe ich echt kein Mitleid.

     

     

     

    Phewf. Da muss ich erstmal ganz tief durch atmen. Und mich daran erinnern, dass man so viel Ignoranz eh nicht belehren kann. 

     

    Aber vielleicht kann ich dir raten, ueber die Faelle zu lernen wo es nicht um 'schlechten Sex' geht. 

     

    Wenn Frauen die sich ueber sexuelle Belaestigung beschweren als laecherlich bezeichnet werden ist die Welt im ganz Argen.  Und dass sich viele nicht trauen Belaestigung als Strafttat zu melden ist doch der ganze Punkt der Kampagne!! 

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    1 hour ago, schonlaengerhier said:

    Phewf. Da muss ich erstmal ganz tief durch atmen. Und mich daran erinnern, dass man so viel Ignoranz eh nicht belehren kann. 

     

    Aber vielleicht kann ich dir raten, ueber die Faelle zu lernen wo es nicht um 'schlechten Sex' geht. 

     

    Wenn Frauen die sich ueber sexuelle Belaestigung beschweren als laecherlich bezeichnet werden ist die Welt im ganz Argen.  Und dass sich viele nicht trauen Belaestigung als Strafttat zu melden ist doch der ganze Punkt der Kampagne!! 

    Ich bin mir schon bewusst, dass meine Meinung einigen Frauen nicht passt. Deshalb habe ich auch die Meinung von Brigitte Bardot gepostet. 

    Ich musste  auch erstmal tief durchatemen, als ich von Meetoo erfahren hatte, denn diese Dinge sind nicht so gravierend wie der Fall von Roman Polanski.  Ich hatte genug Frauen als Wolf im Schafspelz kennengelernt.  Immer schoen den Schwachen spielen und aengstlich tun, aber dann einem eins reinhauen, war die gaengige Masche.  Als Mann kann ich hier auch sagen Meetoo, aus Seiten des Mannes.  Gesehen habe ich da viel.

    Wenn ich Frau waere, und Er ein Nein verbal nicht versteht, dann gibt's halt Eins auf die Finger, Eine ins Gesicht dass es schallt, und wenn Er es immer noch nicht kapiert, eins zwischen die Beine.  Nur Frauen machen davon leider wenig Gebrauch, denn offenbar "erwarten sie sich etwas" etwa finanziell.  Obwohl zwar moralisch verwerflich, wuerde ich es als einverstaendlich einstufen. 

    Gerade in Hollywood geht's ja ordentlich ums Geld, und da reden wir nicht um normale Gehaelter, sondern um mehrere Millionen.   Bei solchen Millionenbetraegen geht dann Vieles mit was man normalerweise nicht machen wuerde, vieles was auch nicht zur Anzeige gebracht wird. 

    Selbst sexuelle Noetigung wuerde ich hier nicht sehen.  Wenn Eine Frau da nicht mitmachen will, soll sie halt statt einem Millionenjob in Hollywood einem Job mit einem normalen Gehalt wie jeder Andere nachgehen.  Zum Tatbestand Noetigung wuerde fuer mich der Aufbau von Druck gehoeren, zusammen mit dem Punkt, dass es keine andere Alternative gibt, und das Oper ohne Einwirkung von Gewalt einwilligt.

     

     

     

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    28 minutes ago, Schnapsglas said:

    Ich bin mir schon bewusst, dass meine Meinung einigen Frauen nicht passt. Deshalb habe ich auch die Meinung von Brigitte Bardot gepostet. 

    Ich musste  auch erstmal tief durchatemen, als ich von Meetoo erfahren hatte, denn diese Dinge sind nicht so gravierend wie der Fall von Roman Polanski.  Ich hatte genug Frauen als Wolf im Schafspelz kennengelernt.  Immer schoen den Schwachen spielen und aengstlich tun, aber dann einem eins reinhauen, war die gaengige Masche.  Als Mann kann ich hier auch sagen Meetoo, aus Seiten des Mannes.  Gesehen habe ich da viel.

    Wenn ich Frau waere, und Er ein Nein verbal nicht versteht, dann gibt's halt Eins auf die Finger, Eine ins Gesicht dass es schallt, und wenn Er es immer noch nicht kapiert, eins zwischen die Beine.  Nur Frauen machen davon leider wenig Gebrauch, denn offenbar "erwarten sie sich etwas" etwa finanziell.  Obwohl zwar moralisch verwerflich, wuerde ich es als einverstaendlich einstufen. 

    Gerade in Hollywood geht's ja ordentlich ums Geld, und da reden wir nicht um normale Gehaelter, sondern um mehrere Millionen.   Bei solchen Millionenbetraegen geht dann Vieles mit was man normalerweise nicht machen wuerde, vieles was auch nicht zur Anzeige gebracht wird. 

    Selbst sexuelle Noetigung wuerde ich hier nicht sehen.  Wenn Eine Frau da nicht mitmachen will, soll sie halt statt einem Millionenjob in Hollywood einem Job mit einem normalen Gehalt wie jeder Andere nachgehen.  Zum Tatbestand Noetigung wuerde fuer mich der Aufbau von Druck gehoeren, zusammen mit dem Punkt, dass es keine andere Alternative gibt, und das Oper ohne Einwirkung von Gewalt einwilligt.

     

     

     

    Ich koennte jetzt erklaeren, dass Maenner auch bei 'metoo' mitmachen und vieles Anderes, aber wie ich schon vorher erwartet hatte ich bei jemandem der glaubt, dass wer Schauspieler wird automatisch Missbrauch mitbucht, und Vergewaltigung jawohl durch Pruegelei abgewendet werden kann, ist aller Hopfen und Malz verloren. Eine Welt, eine  Welt. Disgusted. 

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    8 minutes ago, schonlaengerhier said:

    Ich koennte jetzt erklaeren, dass Maenner auch bei 'metoo' mitmachen und vieles Anderes, aber wie ich schon vorher erwartet hatte ich bei jemandem der glaubt, dass wer Schauspieler wird automatisch Missbrauch mitbucht, und Vergewaltigung jawohl durch Pruegelei abgewendet werden kann, ist aller Hopfen und Malz verloren. Eine Welt, eine  Welt. Disgusted. 

    Leider falsch verstanden.

    Nochmal klarer:   Wenn sich metoo sich um Misbrauchsfaelle von Frauen, besonders auch in Laendern der Arabischen Welt oder in Indien einsetzen wuerde, oder auch um mangelnde Frauenrechte, wuerde ich es verstehen.   Gerade was man von Misbrauchsfaellen in Indien so liest, da wird einem ja uebel.

    Geht's hier um Hollywood, um Geld, und um Maenner die Geld haben, um Anschuldigungen die Jahre, Jahrzehnte zurueckliegen und das Zerstoeren von Karrieren, ist die Motivation leider auch mehr als deutlich.

    Anders kann ich's leider nicht sagen.

    bearbeitet von Schnapsglas

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    2 minutes ago, schonlaengerhier said:

    My point is, dass Missbrauch in Hollywood nicht legal ist als in Indien. 

    Schon klar, nur der Unterschied ist, in Hollywood geht's aber massiv ums Geld, bei den Vergewaltigungsfaellen in Indien nicht.

    Bei den Faellen von Vergewaltigung in Indien ging es auch wirklich um Gewalt, in Form von Opfer wehrt sicht, und ueberlebt die Graeueltaten nicht.  Selbst wenn die Opfer ueberlebten, gab es kaum rechtliche Folgen fuer die Taeter.

    Die Metoo Kampagne schien sich nichtmal ansatzweise darum etwas zu scheren, und exakt dieser Punkt stoert mich.  Im Focus von MeToo sind immer Maenner mit Geld, die etwas zu verlieren haben.    Konkrete Beweismittel kommen nie zur Sprache.

    In Hollywood muss niemand arbeiten, die Leute tuns gewissermassen freiwillig, mehrheitlich motiviert von viel viel Geld.  Was heute in Hollywood herumlaueft, maennlich wie weiblich hat auch nichtmehr das Talent vergangener Tage. Wer in Hollywood arbeitet hat sicher auch andere Alternativen, wenngleich auch finanziell "etwas" weniger luktrativ, somit ist es dort auch keine Noetigung.

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    vor 13 Minuten schrieb Schnapsglas:

    Wer in Hollywood arbeitet hat sicher auch andere Alternativen, wenngleich auch finanziell "etwas" weniger luktrativ, somit ist es dort auch keine Noetigung.

    Interessante Logik.

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    vor 4 Minuten schrieb Schnapsglas:

    In Hollywood muss niemand arbeiten, die Leute tuns gewissermassen freiwillig, mehrheitlich motiviert von viel viel Geld.  Was heute in Hollywood herumlaueft, maennlich wie weiblich hat auch nichtmehr das Talent vergangener Tage. Wer in Hollywood arbeitet hat sicher auch andere Alternativen, wenngleich auch finanziell "etwas" weniger luktrativ, somit ist es dort auch keine Noetigung.

     

    Niemand muss in der Finanzbranche arbeiten. Die Leute tuns gewissermassen freiwilling, mehrheitlich motiviert von viel, viel Geld. Wenn Frauen in der Branche kurze Röcke anhaben, dann um beruflich voranzukommen. Wenn dann mal der ein oder andere Chef oder Geschäftspartner die Hand in die Bluse oder unter den Rock schiebt, kann man das als Frau auch mal so hinnehmen. Die verdienen schließlich viel Geld und somit ist es dort auch keine Nötigung. (Analog für alle anderen Berufe außer Hausfrau.)

    Niemand muss mit der U-Bahn fahren. Wer es trotzdem tut, macht es gewissermaßen freiwillig, um schneller ans Ziel zu kommen. Dass man in einer vollen U-Bahn auch mal angegrapscht wird, muss man in Kauf nehmen. Wenn man das nicht mag, kann man ja auch andere Transportmittel nutzen oder laufen.

    Niemand wird gezwungen, samstagabend zum Feiern in die Disko zu gehen. Dass es da nach ordentlich Alkohol oft ein bisschen hemmungsloser zugeht, gehört einfach dazu. Wer da nicht vergewaltigt werden möchte, soll eben ins Theater gehen oder gleich ganz zu Hause bleiben.

    :icon_gutenacht:

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    Im alltäglichen Sexismus trägt Frau ihren Körper zu Markte, während Kerle sich eher in Understatement üben, es sei denn es gilt, die hormongestärkte Eisenhauerbrust herauszustellen. Hotpants entblößen nun die Gehfalte unter der Pobacke, aber für Jungs schreibt die Norm knielange Pluderhosen vor. Selbst mit der Fußballmode der 70er outet man sich als schwul, Körperrasur oder Lasern und gezupfte Augenbrauen sind nun immerhin metrosexuell. Frauen dürfen im Sommer gern im Minirock ins Büro, währen Shorts für Kerle ein Verstoß gegen die Kleiderordnung sind.

    Wenn #meetoo diese starren Normen aufweicht, soll mir die Aktion recht sein.

    Davon abgesehen kann man die psychischen Folgen von Mißbrauch aller Art nicht genug betonen. Dazu zählt auch, was manche Mütter ihren Söhnen antun.

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    Die Schauspielerinnen sind ja nur die Spitze des Eisbergs, das hat was Regenbogenpresse-Wirksames in sich. Das viel breiter angelegte Drama spielt sich tagtaeglich einfach so und ueberall ab.

    Gestern erfahren:

    Die Tochter eines brasilianischen Kollegen steckt diesem kurz nach dem Tod seines Vaters, dass ebendieser Vater sich an ihr im Alter zwischen 7 und 9 vergangen habe. Die Langfristfolgen betreffen nicht nur die Tochter, sondern auch die Mutter. 

    In den wenigsten Faellen und Laendern wird sowas therapiert, obwohl das ziemlich dringend geschehen muesste.

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    57 minutes ago, CvC said:

    In den wenigsten Faellen und Laendern wird sowas therapiert, obwohl das ziemlich dringend geschehen muesste.

    Solange die Betroffenen es in sich hinein fressen und nicht darüber reden, kann es ja nicht therapiert werden. Es hat sich zwar schon viel verbessert, aber noch immer kann man von intelligenten und gebildeten Leuten auf die Aussage, man nutze die Dienste eine Psychotherapeuten, die Antwort bekommen: wieso, du bist doch nicht verrückt?

    Je krasser der Missbrauch, desto geringer ist im Übrigen die Bereitschaft, Betroffenen Glauben zu schenken.

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    Missbrauch ist in erster Linie Machtmissbrauch, mit gutem oder schlechtem Sex hat das ueberhaupt nichts zu tun.

    Klar sind davon auch Frauen in Machtpositionen nicht ausgenommen, und Maenner haben es dann nochmal schwerer, den Missbrauch zur Anzeige zu bringen. Nur sind es in unserer Gesellschaft immernoch wesentlich oefter Frauen, den so etwas passiert, als Maenner. Und es ist immernoch gang und gaebe, damit davonzukommen. Sie hatte ja einen Minirock an, sie hatte ja etwas getrunken!

    Der Guardian schrieb heute von Missbrauchsfaellen bei der UN (!) wo es sich einfach "nicht gehoert", sexuelle Belaestigung zu melden und es UN Mitarbeitern untersagt ist, in der Oeffentlichkeit als solche aufzutreten, wer aufmuckt ist seinen Job los.

    Ein sehr guter Sketch der BBC dazu: This. "You look quite provocatively wealthy".

     

     

     

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    Am 15.1.2018 um 12:36 schrieb mahi:

    Ich bin auch sehr dankbar dass es die metoo Bewegung gibt.

    Trotzdem bin ich doch sehr erstaunt dass sie ausgerechnet in diesen Tagen an Schwung gewinnt. ...

    Ist das ne Gegenbewegung auf Trump?

    Nein, aber das Bild des "Ersttäters" läd natürlich zum Kampagnenstart ein. So plakativ.

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    Ein heikles Thema.  Bei all dem bisher geschriebenen muss ich leider sagen, dass ich mich als Mann von der Meinung von Schnaps auch angesprochen fuehle. Die Meinung ist zwar ueberzogen, allerdings nachvollziehbar. Die Gesellschaft glaubt hier eben der Frau, und beschuldigt grundsaetlich den Mann.  Die Mishandlung von Frauen in der Dritten Welt interesiert hier allerdings niemanden, es geht ums Geld.   Es kann zumindest aus Sicht des Mannes und im Sinne der Rechtsprechung nicht zu viel verlangt sein, bei einer Vergewaltigung und dgl. auch Beweise und ein Gerichtsurteil erwarten zu koennen.

    In der Presse in Oesterreich ist auch die Meinung von Brigitte Bardot genannt.

    https://diepresse.com/home/leben/mensch/5355741/Brigitte-Bardot-wirft-Frauen-in-MeTooDebatte-Scheinheiligkeit-vor?from=suche.intern.portal

    Oft denke ich dass die MeToo Sache eher ein Produkt der Twitter-Facebook Welt ist, so wie die Ice bucket challenge, oder diese Leute, die Waschmittel schlucken wollen.  

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    #metoo ist ein guter Anfang, aber wir brauchen mehr (und vor allem, mehr ruhige Diskussionen und mehr Forschung. Was machen uebrigens Gender-Studies-Absolventen?).

    Im 21. Jahrhundert brauchen wir nicht nur Regisseure und Geschaeftsfuehrer, die in eine moderne Gesellschaft passen, sondern die Macht soellte generell zwischen Geschlechtern gerechter verteilt werden. Mit allem Respekt fuer Kunsthistorikerinnen und Sozialpaedagoginnen, verdienen sie in einer Marktwirtschaft weniger als Ingenieure oder Oekonome. In einer Planwirtschaft ging es auch nicht super. Natuerlich koennte man unsere Gesellschaft so umkrempeln, dass KunsthistorikerInnen dieselbe Stellung haetten wie Ingenieure oder Rechtsanwaelte bzw Rechtsverdreher; ich vermute aber, dass es viel einfacher waere unsere Traditionen zu veraendern, wo immer noch Maedchen als rosa-Prinzessinnen grossgezogen werden, die auf ihren Prinz ewig warten, stattdessen kann man Maedchen als MacherInnen erziehen, die sich fuer MINT-Berufe begeistern wuerden und nicht unter der Macht von aelteren Maennern stehen wuerden (und wenn noetig, in die Fresse hauen). Was fuer komische Gesellschaftsnormen haben wir, wo Trump mit seiner 24-Jahre-jungerer Frau als normal wahrgenommen wird, Macron mit seiner 24-Jahre-aelterer Frau aber als etwas unuebliches? 

    Es waere um die Zeit Frauenquoten nicht nur fuer CEOs einzufuehren, sondern vor allem fuer Regisseure (89% sind Maenner) und andere Kunstschaffende, die unsere Stereotypen formen. Ich kannte mal eine Informatikerin, deren Mutter (promovierte Ingenieurin) ihr statt Barby-Puppen grafikfaehiger Taschenrechner schenkte; ein exzellentes Beispiel der modernen Gesellschaft (und statt Karohemde traegt sie teure Kleider, sie hat ja einen gutbezahlten Beruf). Bessere Eltern brauchen wir ebenfalls und besonders faule Kinderlose koennen ruhig ihre langweiligen Tabellen weiter anstarren...

    Das Breadwinner-Modell gehoert ebenfalls nicht ins 21. Jahrhundert. Es waere auch um die Zeit, wo getrennte Rechnungen in Restaurants als voellig normal wahrgenommen werden.

    Screen Shot 2018-01-20 at 01.11.44.png

    Durch die Filmindustrie koennte man uebrigens die Machtbilanz der Geschlechter verschieben:

    "The following four diverse studies on gender and children’s entertainment prove the need for more females and more diverse portrayals of females and males in movie and television entertainment aimed at children. No one can argue that viewing again and again an imbalanced fictional “world” where females are often underrepresented or unmotivated can be good for young females or young males. Females take up half the space in society, yet, especially in films aimed at children, they appear much less frequently than do males. Nevertheless, when they do make it onto the silver or small screen, their portrayals can undermine their presence by being “hyper-attractive” or “hypersexual” and/or passive. It is certainly not the intent of this research to suggest that all female portrayals be uplifting or inspirational nor that “pretty” females not be depicted. Rather, the findings from all four studies point to the need for a shift: away from creating females as adornment, enticement, or with inclination to romance as the main or exclusive personality trait or motivator. These four studies open the area of female character-development to an important possible antidote to female under representation as well as overemphasis on physical appearance: the creation of diverse, complicated females who initiate and/or actively participate in their destinies."

    bearbeitet von reichp

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    Da gebe ich dir recht! Ausser Frauen muessen wir auch andere unterdrueckte Klassen helfen! Labour hat ja versucht POC (person of colour) zu helfen und weniger Eintritt zu verlangen (als Weissen), aber Leute wie Iconoclast sind dagegen. Schade!

     

    On 20/01/2018 at 1:42 AM, reichp said:

    #metoo ist ein guter Anfang, aber wir brauchen mehr (und vor allem, mehr ruhige Diskussionen und mehr Forschung. Was machen uebrigens Gender-Studies-Absolventen?).

    Im 21. Jahrhundert brauchen wir nicht nur Regisseure und Geschaeftsfuehrer, die in eine moderne Gesellschaft passen, sondern die Macht soellte generell zwischen Geschlechtern gerechter verteilt werden. Mit allem Respekt fuer Kunsthistorikerinnen und Sozialpaedagoginnen, verdienen sie in einer Marktwirtschaft weniger als Ingenieure oder Oekonome. In einer Planwirtschaft ging es auch nicht super. Natuerlich koennte man unsere Gesellschaft so umkrempeln, dass KunsthistorikerInnen dieselbe Stellung haetten wie Ingenieure oder Rechtsanwaelte bzw Rechtsverdreher; ich vermute aber, dass es viel einfacher waere unsere Traditionen zu veraendern, wo immer noch Maedchen als rosa-Prinzessinnen grossgezogen werden, die auf ihren Prinz ewig warten, stattdessen kann man Maedchen als MacherInnen erziehen, die sich fuer MINT-Berufe begeistern wuerden und nicht unter der Macht von aelteren Maennern stehen wuerden (und wenn noetig, in die Fresse hauen). Was fuer komische Gesellschaftsnormen haben wir, wo Trump mit seiner 24-Jahre-jungerer Frau als normal wahrgenommen wird, Macron mit seiner 24-Jahre-aelterer Frau aber als etwas unuebliches? 

    Es waere um die Zeit Frauenquoten nicht nur fuer CEOs einzufuehren, sondern vor allem fuer Regisseure (89% sind Maenner) und andere Kunstschaffende, die unsere Stereotypen formen. Ich kannte mal eine Informatikerin, deren Mutter (promovierte Ingenieurin) ihr statt Barby-Puppen grafikfaehiger Taschenrechner schenkte; ein exzellentes Beispiel der modernen Gesellschaft (und statt Karohemde traegt sie teure Kleider, sie hat ja einen gutbezahlten Beruf). Bessere Eltern brauchen wir ebenfalls und besonders faule Kinderlose koennen ruhig ihre langweiligen Tabellen weiter anstarren...

      

     

    bearbeitet von karla

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