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RayJo

Direct Debit - warum beim Zahlungsempfänger so beliebt?

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    Hatte kürzlich einen Brief bzgl. meiner am Jahresende auslaufenden Tate Mitgliedschaft erhalten, kurz überflogen und dann entsorgt, da ich mir gedacht habe, das erledige ich doch online viel praktischer als per Post. 

    Allerdings fiel mir dann auf, dass online nur die üblichen Credit-Card Methoden angeboten werden und im Anschreiben jedoch auch Direct Debit und das mit sattem 10 £ Nachlass zu den anderen Zahlungsmethoden? Warum sind die Organisationen so heiß auf das aus meiner Sicht unpraktische Direct Debit? Klar, werden bei Kreditkarten den Zahlungsempfängern Gebühren abgezogen, aber man könnte doch auch eine ganz normale Banküberweisung anbieten?

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    Dauerauftrag wechselt nicht mindestens alle 3 Jahre die Zugangsdaten. Karten gehen verloren und werden ersetzt: nächste Abbuchung platzt. Dann verbringt die Kontenabteilung eine Ewigkeit damit, den Leuten hinterherzuchreiben , nur damit sie letztendlich abspringen. Ein Dauerauftrag ist da problemlos und spart endlos Geld. Simples. 

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    Nee, das ist genau wie ein Dauerauftrag. Es gibt ein paar rechtliche Unterschiede und nicht alle Services wissen tatsächlich wie es funktioniert (weiss ich aus bittere Erfahrung), aber für sowas wir das hier ist es perfekt. 

    bearbeitet von Suseschwester

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    Ist Direct Debit nicht eher eine Lastschrift-Einzugsermaechtigung als ein Dauerauftrag?

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    weil Du die Prozesse stark vereinfachen kannst. Das spart Geld bei der Abwicklung.

    Beispiel:
    * Direct Debit meldest Du bei einem Dienstleister (Kann Deine Bank sein) an  und die buchen das dann ab. Etwaige Rücklastschriften wegen Dir sofort mitgeteilt. Es gibt zwar das theoretische Risiko, daß die Bank das auch noch nach Wochen (bis zu 6?) rückbuchen kannst, das passiert aber nicht in der Praxis. Du kannst die Zahlen automatisch verbuchen, Rücklastschriften dann gleich ans Mahnwesen deligieren.

    * Überweisung: Jede Buchung muss verbucht werden, das geht oft automatisch, aber nicht immer. Verzögerungen müssen nachgeforscht werden, kann er nicht zahlen/will er nicht zahlen. Deutlich höherer Auftrag-

     

    Wir machen Direct Debit in ganz Europa und unsere Prozesse sind dabei extrem schlank geworden. Gegen Kreditkarten sprechen die Kosten, das will man eher nicht - zumindest wenn es wie bei uns in den hohen Millionen Bereich geht und die 1% bis 2% dann doch "echt Geld werden". 

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    1 hour ago, Hafi said:

    Ist Direct Debit nicht eher eine Lastschrift-Einzugsermaechtigung als ein Dauerauftrag?

    Das ist ein Dauerauftrag de fakto auch. Denk an Stromrechnungen: die können variieren, je nach Zählerlesen und werden ohne dein Zutun abgebucht; ist in D genauso. Regelmässig den gleichen Betrag senden heißt Standing Order, aber sowas gibt's meines Wissens in D nicht. 

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    Stromrechnungen laufen ebenfalls ueber Lastschrift, einen Dauerauftrag gibt es in Deutschland z.B. fuer Mietzahlungen, oder fuer monatliche Ueberweisungen aufs Sparbuch.

    <klugscheissermodus on> Der wesentliche Unterschied in DE ist, Lastschriften kannst du rueckbuchen lassen, Dauerauftraege nicht, da letzteres praktisch eine automatisch ausgefuehrte Ueberweisung deinerseits ist, die Lastschrift wird vom Zahlungsempfaenger angestossen, in DE ist das ein aehnliches Formular wie eine Ueberweisung. <klugscheissermodus off>

    Das erklaert vielleicht z.T. die Begeisterung beim Empfaenger in UK - direct debit kann der Kunde nicht einfach vergessen, es kostet keine Kreditkartengebuehren, laeuft ueber die Software des Empfaengers und das Geld zurueckzuholen ist mit erheblichem Aufwand verbunden (ich hatte das Thema in UK mal bei einer Doppelabbuchung, das war ein ziemlicher Aufstand).

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    15 hours ago, Hafi said:

    Ist Direct Debit nicht eher eine Lastschrift-Einzugsermaechtigung als ein Dauerauftrag?

    Ja.

    direct debit = Lastschrift

    standing order = Dauerauftrag

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    Mir wird langsam klar, wieviel ich schlichtweg vergessen hab an deutschem Alltagskram. Lastschrift. Stimmt, der Begriff war völlig weg, dabei ist das Verfahren von jeher mein Lebensretter, sonst würde nämlich von mir nie einer bezahlt. Das kann ja heiter werden wenn ich wieder in D bin...

    bearbeitet von Suseschwester
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    20 hours ago, Hafi said:

    Ist Direct Debit nicht eher eine Lastschrift-Einzugsermaechtigung als ein Dauerauftrag?

    Dauerauftrag ist standing order, Direct Debit Einzugsermächtigung.

     

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    Ausserdem hat das auch mit den legalen Gegebenheiten von Kuendigungsfristen eines Abos zu tun. In Deutschland wuerdest Du bei so einer Mitgliedschaft eine Kuendigungsfrist haben (sagen wir mal, 6 Wochen vor Ablauf) und wenn Du nicht kuendigst, bist Du verpflichtet, die Mitgliedschaft zu erneuern.

    (Ist bei der BahnCard z.B. so - und somit muessen etliche Kunden jedes Jahr die BahnCard erneuern, obwohl sie sie nicht wollen, weil sie die Kuendigung verpeilt haben)

    Sowas ist im UK illegal - der Kunde muss mit jedem Mitgliedsjahr erneut seine Mitgliedschaft aktiv bestaetigen. Tut er das nicht, d.h. er zahlt mit Kreditkarte oder per Ueberweisung und meldet sich einfach nie wieder, laeuft die Mitgliedschaft automatisch aus und der "Verein" (in deinem Fall also die Tate) hat keinen rechtlichen Anspruch auf Erneuerung.

    Einzige Ausnahme: Direct Debit. Liegt ein Direct Debit vor, darf der Anbieter davon ausgehen, dass Du erneuern willst solange Du nicht den Direct Debit kuendigst.

    Hat also auch was mit Kundenbindung zu tun.

    bearbeitet von lindemaa
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