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Lila2017

Strafzettel nach ueber einem Jahr - was tun?

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    Guten Abend, 

    Kann mir jemand Rat geben, was ich am besten in folgendem Fall tun sollte:

    Habe mit deutschem Auto bei Leytonstone McDonald's uebersehen, dass man vom Parkplatz nur nach links, nicht nach rechts auf die Strasse fahren darf. Ist allgemein wohl als cash cow des Councils bekannt.

    Das war allerdings im Juni 2016, und im Oktober 2017(!) hat Walthamstow Council einen Strafzettel an die deutsche Heimadresse geschickt. (Kam tollerweise am letzten Tag an, an dem man noch den reduzierten Betrag haette zahlen koennen...).

    Was wuerdet Ihr tun? Es ist ja ueber ein Jahr her.

    Nach englischem Recht sind penalty charge notices, wenn sie nicht innerhalb von 28 Tagen uebermittelt wurden, ja schon nicht mehr rechtswirksam.

    Hat jemand Erfahrung/Kenntnis, wie lange so etwas ueber EU Recht von deutschen Behoerden geahndet werden koennte? 

     

    bearbeitet von Lila2017

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    anrufen und verhandeln ob du nicht die gemäßigte gebühr zahlen kannst. Mittlerweile wird das genauso verfolgt, als wenn du noch in GB wärest, glaub ich.

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    Bin mir nicht sicher, ob ein Strafzettel ausser Landes geandet wird, ich glaube aber eher nicht.

    Wenn Du also nie wieder nach UK kommen willst, dann hast Du eventuell die Möglichkeit den Strafzettel nicht zu bezahlen.

    Wenn Du aber wieder mal einreisen willst, dann auf jeden Fall bezahlen.

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    2 hours ago, Meister Eder said:

    Bin mir nicht sicher, ob ein Strafzettel ausser Landes geandet wird, ich glaube aber eher nicht.

    Es gibt eine Bagatellgrenze von 70 Euro. Darueber koennen Strafen (inkl. moeglicher Verfahrenskosten) seit etlichen Jahren (mind. seit Ende 2010) EU-weit vollstreckt werden. Verjaehrungsfristen sind laenderabhaengig, aber typischerweise mehrere Jahre. Details sind im Gesetz ueber die internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRG) geregelt. Ob ein Land die Rechtshilfe wirklich anfragt, ist eine andere Sache. Die Niederlande sind da z.B. an vorderster Front, wenn es um Rechtshilfegesuche in Deutschland geht, da sollte man besser zahlen, wenn der Verstoss wirklich begangen wurde. Bei Nichtzahlung (auch kleinerer Betraege) und erneute Einreise in das Tatortland kann es zu Probleme kommen - wie gesagt, die Verjaehrungsfrist ist i.d.R. mehrere Jahre.

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    Ich wuerde zunaechst mal ueberpruefen ob die PCN zu spaet gekommen ist und ggf. nicht mehr rechtskraeftig ist.
    https://www.legislation.gov.uk/uksi/2005/2757/regulation/8/made ist zwar bezogen auf Bus Lane contraventions aber das falsch abbiegen kann auch nicht viel anders gehandhabt werden.  Hier ist erst mal eine Frist von 28 Tagen, die du ja schon erwaehnt hast, genannt.

    Die Frist kann aber auf 6 Monate ausgedehnt werden falls der Council nicht schnell genug eine Antwort von der DVLA bekommt (die koennen ja sagen dass das KBA nicht schnell genug geantwortet hat).  

    Es gibt auch EU Abkommen zur Rechtshilfe bei Verkehrsdelikten, kannste ja mal googeln.  Ich glaube da steht auch was dass das Schreiben in der Landessprache des KFZ Halters verfasst sein muss (mein Kollege hat mal einen Strafzettel aus D bekommen, der war zweisprachig deutsch und englisch auch wenn das englisch etwas holprig war).

    Es gibt uebrigens http://www.londontribunals.gov.uk/ wo man PCNs auch online anfechten kann, vielleicht kannst du da auch mal anfragen.

    Wenn die Forderung erst mal rechtskraeftig ist (z.B. du ignorierst die PCN) dann betraegt die Verjaehrungsfrist fuer die Zahlungsforderung sechs Jahre.

     

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    Vielen Dank fuer Eure Antworten, und v.a. die Hinweise auf EU Abkommen zur Rechtshilfe. 

    Wenn es nicht so lange hergewesen waere, haette ich ja gezahlt, aber nach ueber einem Jahr finde ich es fragwuerdig - auch wenn ich das Auto zur Einreise mal wieder brauche.

    Ich hatte inzwischen am letzten Tag der zahlungsfrist Einspruch bei dem Inkassounternehmen Europarking Collection eingelegt.

    Allerdings sind sie in einem 2. Brief, in dem jetzt 230€ verlangt werden gar nicht eingegangen. Laut Info zu EU Rechtshilfe Abkommen, muss die Möglichkeit Einspruch einzulegen gewährleistet sein, sonst wird von deutscher Seite nichts unternommen. Zusätzlich ist aber in dem letzten Brief auch ein ganz anderer Delikttag genannt! Statt 25.6.2016 ist es nun der 20.2.2016! Das ist ja ein signifikanter Verfahrensfehler würde ich sagen! So eine Argumentation kann man in England gegen PCNs anbringen.

    Tja, da ich aber immer von Europarking Collection angeschrieben werde, und die gar nicht auf den Widerspruch eingegangen sind, weiss ich nicht so recht, was ich tun kann. Bei Local Authority versuchen oder das o.g. London Tribunal einschalten, oder aussitzen, bis ein Verfahren in D eingeleitet wird? 

     

     

     

     

    bearbeitet von Lila2017

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    Am 18/11/2017 um 01:41 schrieb Lila2017:

    Ich hatte inzwischen am letzten Tag der zahlungsfrist Einspruch bei dem Inkassounternehmen Europarking Collection eingelegt.

    Allerdings sind sie in einem 2. Brief, in dem jetzt 230€ verlangt werden gar nicht eingegangen.

    Die Inkassounternehmen ignorieren gerne alle Antworten und versuchen solange Druck zu machen bis du zahlst.  Wir wurden vor ein paar Jahren auch mal fast ein Jahr lang von so einer Bude terrorisiert bis ich mich beim Finacial Ombudsman beschwert habe.  Die haben sich dann eingeschaltet und seitdem ist Ruhe.

    Googel mal nach "Euro Parking Collection" und "Deutschland", da sind genug andere Leute die aehnliche Probleme hatten.  Anscheinend verkaufen die Local Councils the Ansprueche an Inkassounternehmen (weil die Councils kein personal haben das im Ausland selber einzutreiben).  Keine Ahnung wie erfolgreich EPC ist sowas in D einzutreiben.

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