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Philipp85

Social classes / Heuchelei über "Giving something back" attitude

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    Bei aller Liebe....
    1. Ich komme aus dem "Drecksloch" Ruhrgebiet. Und da ich ein 70er-Jahre KInd war, kann ich sagen. Das war früher kein Drecksloch! Nicht da, wo ich aufgewachsen bin.
    2. Ist mir auch bei meinen Besuchen in Brighton aufgefallen, daß es da viele Obdachlose gibt.
    Auch bei uns im Hemel gibt es welche...Die schlafen, lesen, spielen Gitarre bei WHV oder abwechselnd bei KFC. Und das wo, wir soviele Warehouses hier haben, wo man sicher etwas Geld verdienen könnte, für den Anfang, damit man wieder zurück ins richtige Leben kommt.
    3. Wenn man schon obdachlos ist, halte ich es für sehr gefährlich sich auch noch betrunken zu machen...Da müßte man alle 5 Sinne beisammen halten, damit man aus der Situation wieder heraus kommt.
    Wenn man z.B. einen Führerschein hat, findet man wirklich sofort Arbeit.

    Ich bin auch schon durch harte Zeiten gegangen, sogar in diesem Land. Doch dann muß man alles geben, daß man da wieder heraus kommt. Selbst bei Amazon zu arbeiten, war ich mir nicht zu schade. Man muß ein Ziel haben und sich ständig selbständig weiterbilden. Auch dann noch, wenn  man nicht mehr 25 ist.. Jetzt mache ich den Kurierdienst. Und demnächst kommen noch bessere Möglichkeiten, bzw. sind schon da.

    Das größte Hindernis und die größte Bremse ist man selber. Nicht immer alles auf andere schieben und versuchen mit Mitleid über die Runden zu kommen.
    Und gerade in England kann man die Selbständigkeit viel besser lernen als in Deutschland.  Den Vorteil sollte man ausnutzen.

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    Es gibt eine App mit der man Obdachlose "melden" kann. Es wird dann versucht die Obdachlosen entsprechend zu unterstützen.

    Ich habe das einmal gemacht.

    Ein Obdachloser hatte seine Bleibe vor Starbucks in Finsbury Pavement (bei Moorgate). Er hatte ein Schild vor sich, man könne ihn für £5 eine überziehen, wenn man Aggressionen los werden will/muss.

    Mir wurde von der App mitgeteilt das dieser Obdachlose Ihnen bekannt ist und ihr outreach Team sich schon um den Fall kümmert.

    Sie schrieben mir zudem, das sie leider nicht immer erfolgreich sind und es mehrere Gründe gibt warum ein Obdachloser leider nicht immer erfolgreich ins normale Leben zurück geholt werden kann.

    Ich habe mich damals wirklich gefragt was wohl diese Gründe sein könnten?

    Drogenabhängige verstehe ich ja, das ist halt die Sucht stärker. 

    Aber sonst? Ist es der Wille, wie Snoopeye sagt?

     

    Bei Old Street und am Finsbury Pavement gibt es mehrere Obdachlose.

    Am 24. Dezember letztes Jahr, habe ich gesehen wie Leute früh morgens den noch schlafenden Obdachlosen Weihnachtskarten und Geschenke hingelegt hatten.

    Mir kam da dann schon eine Träne ins Auge und es ist das komplette Gegenteil von was Philip85 erzählt hat.

    bearbeitet von Meister Eder
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    17 minutes ago, Meister Eder said:

    Ich habe mich damals wirklich gefragt was wohl diese Gründe sein könnten?

    Drogenabhängige verstehe ich ja, das ist halt die Sucht stärker. 

    Aber sonst?

    Als Einstiegslektuere:

    https://www.aktion-obdachlosenhilfe.de/Gr.ue.nde-der-Obdachlosigkeit.htm

     

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    Gott, was für empathie/phantasielose Menschen es gibt. Die wenigsten die es finanziell raushaut, haben einfach ein cash flow Problem und nicht jeder der abgerutscht ist, kann sich an den eigenen Haaren aus der Situation ziehen. Manchen werden ein paar praktische Handgriffe helfen können, wieder Fuss zu fassen, aber viele brauchen vielfältige, nuancierte Unterstützung. Einige werden auch psychisch nicht in der Lage sein, Hilfe anzunehmen oder sich 'wiedereinzugliedern'. Das braucht Zeit, Therapie, oft Medikamente und die Erkenntnis auf Seiten der Person, dass die angebotene Hilfe hilfreich ist, sie ein bewältigbares Problem haben, bevor die übliche praktische Unterstützung überhaupt Sinnm macht.

    Man muss sich nur mal ernsthaft vorstellen, wie es sein muss, so zu leben, ohne jedes Refugium, ohne Klo oder Bad, ohne Bett, ohne frische Wäsche am Morgen - jemals, von Leuten angemacht, nachts auf der Strasse von Besoffenen bepisst werden und die versifften Habseligkeiten gegen Ratten verteidigen zu müssen. Das macht keiner freiwillig und wer da nicht kämpft rauszukommen, dem ist vielleicgt selbst das noch besser als was er hinter sich gelassen hat. Und wer so eine Weile gelebt hat, der kann auch nicht einfach nahtlos zum Normalalltag zurückkehren. 

    Und das alles bevor wir mit Drogen anfangen. Was ist jetzt daran so schwer verständlich?

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    On 18/07/2017 at 2:53 PM, woolly said:

    Ich habe gerade "Watching the English" als PDF gefunden, hoffe ich darf es hier verlinken: Link entfernt –Mod

    Ich finde es einfach super und ich denke oft daran, wenn ich mal wider "lost in translation" bin, mit meinem Deutsch sein.

    Gerade die Kapitel ueber Klasse, weather talk usw.

    Ich beobachte auch oft die Interaktionen zwischen Obdachlosen und Nicht-Obdachlosen hier. Viele schlafen auf den ueberdachten Baenken an der Promenade. Eine Person im Schlafsack hatte ueber Wochen immer ein Pausenbrot in Alufolie mit Apfel auf sich liegen. Das hat mich sehr geruehrt. Ich habe mir dann immer vorgestellt, wie jemand vor der Arbeit noch einen "packed lunch" fuer den Nachbarsobdachlosen zubereitet und weil der morgens noch pennt, es auf ihn drauflegt.

    Danke für den Link. Habe ich zu meinen Favoriten genommen.

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    Das ist Diebstahl am Autor. Wer das Buch mag soll es kaufen oder bei der Bibliothek ausleihen. Nur so wird die Autorin bezahlt. 

    Mods bitte den Link entfernen. 

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    vor 6 Minuten schrieb Suseschwester:

    Gott, was für empathie/phantasielose Menschen es gibt. ...

    Ähem, Du hast den verlinkten Artikel von oche_alaaf nicht gelesen?

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    1 minute ago, Meister Eder said:

    Wen meintest Du denn mit empathie/phantasielos?

    Der, der seinem Beitrag mit "Bei aller Liebe" begonnen hat aber nicht recht weiss was das eigentlich bedeutet. 

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    Nicht ganz neu, dieser Artikel, aber es wird erwaehnt, dass in Brighton jeder 69. obdachlos ist.

    http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/homelessness-england-numbers-shelter-study-worst-city-hotspots-london-manchester-rate-rough-sleeping-a7448521.html

    Uebrigens, wer sich noch an mein Post letztes Jahr erinnert, ueber meinen odachlosen Kumpel ohne Aufenthaltsgenehmigung, er hat mittlerweile eine Bleibe und ist dort sehr stabil und erholt sich von seinen Strapazen :)

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    Super Woolly, hab ich letztens noch dran gedacht, was aus ihm wohl geworden ist-das war ja auch ne ziemlich harte Debatte hier, als Du uns das erzählt hast. Endlich mal wieder ein Happy End. Made my day. :wub:

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    20 hours ago, claudiad said:

    Super Woolly, hab ich letztens noch dran gedacht, was aus ihm wohl geworden ist-das war ja auch ne ziemlich harte Debatte hier, als Du uns das erzählt hast. Endlich mal wieder ein Happy End. Made my day. :wub:

    Lieb von Dir. An seinem Aufenthaltstatus hat sich (noch) nix geaendert, aber zumindest hat er ein Dach ueber dem Kopf und nette Mitbewohner, die seine Situation so akzeptieren.

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      • Auch dieses Jahr laedt die Gemeinde der Christuskirche in Knightsbridge zum St. Martinsumzug ein!
        Der Termin ist der 12. November ab 16:00.
        Treffpunkt wie immer im Hyde Park fuer Anspiel und Umzug, danach Bratwuerste, Weckmaenner und Gluehwein vor der Kirche...
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        Ich suche auch nach Erfahrungsberichten über deutsche Mediziner in Uk vor dem Facharzt. Ob sie sich  zunächst als Locum beworben haben oder direkt an der jeweiligen  Royal College zur 
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        Ich habe eine Antwort von dir auf einen Beitrag gelesen über die Facharztausbildung gelesen.  Ich würde gerne wissen,  wie dein Werdegang in UK war und ob du den Facharzt dort gemacht hast.
        Ich befinde mich auch in der Weiterbildung in der Gyn und ziehe nächstes Jahr nach London aus privaten Gründe. Habe mich beim GMC  (General Medical Council) angemeldet, die Registrierung ist nicht nicht abgdc. Es fehlen noch einige Unterlagen zur Registrierung. Das ist der erste Schritt, die Berufsanerkennung.
        Ich suche auch nach Erfahrungsberichten über deutsche Mediziner in Uk vor dem Facharzt. Ob sie sich  zunächst als Locum beworben haben oder direkt an der jeweiligen  Royal College zur Fortsetzung der Weiterbildung.
         
        Liebe Grüße 
         
        Cecilia
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