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Idefix

Brexit. Wie geht´s weiter?

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vor 6 Minuten schrieb Schnapsglas:

Ich bin der Meinung dass User Che68 fuer einige Wochen einmal hier in diesem Forum gesperrt werden sollte, wegen ...

 

Liegt manchmal emo daneben aber ach nö. 

Außerdem heist die neueste Spieleapp "Backstop". Wer zu erst stoppt kommt nicht über die Königsallee und hat verschissen. 

 

Edited by berliner
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7 minutes ago, berliner said:

. Wer zu erst  

 

Genau hier mangelt es an der Einstellung.   Ein Land, "erpresst" den Rest der EU bzw. versucht dies.  "Wer zuerst zuckt" - das ist wie in einem schlechten Western. 

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vor 4 Minuten schrieb Schnapsglas:

Genau hier mangelt es an der Einstellung.   Ein Land, "erpresst" den Rest der EU bzw. versucht dies.  "Wer zuerst zuckt" - das ist wie in einem schlechten Western. 

Cool bleiben 😎 

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1 minute ago, berliner said:

Cool bleiben 😎 

Ich weis, nur die EU und Europa funktionierte auch schonmal besser, ehrlicher und mit besseren Vorsätzen. 

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vor 4 Minuten schrieb Schnapsglas:

Ich weis, nur die EU und Europa funktionierte auch schonmal besser, ehrlicher und mit besseren Vorsätzen. 

Ist immer noch so! 

Noch nicht ganz perfekt aber

wir verbessern das noch. 🙂 

Edited by berliner

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Heute morgen ging ein kurzer Clip von PM Johnson durch die Nachrichten.

Er ist ein guter Redner, man pennt echt nicht ein.

Der Hintergrund war interessant, eine alte Dampfmaschine, in irgendeinem Manchester Heritage Museum, das englische Grossartigkeit befeiert.

Das ist tatsaechlich klueger orchestriert als TMs Rede vor der Kulisse mit den broeckelnden Buchstaben.

So haben auch Rees-Moggs sonderbare Rechtschreibregeln einen symbolischen Hintergrund: "Wir haben unsere eigenen Regeln".

Edited by CvC

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ja, Boris hat eine excellent geölte Propagandamaschine. Klingt alles ganz mitreissend und prima. Mehr Geld an allen Fronten, Grossbritannien winken goldene Zeiten. Wir lassen nur noch Leute ins Land, von denen wir profitieren. Er konnte sich ja auch 1 Jahr lang in Ruhe vorbereiten ohne sich um etwas anderes kümmern zu müssen. 

Bei dem Kabinett graust es mir allerdings vor der Zukunft, das kann nur heissen Amerikanisierung der Gesellschaft, ich glaube das ist den meisten Wählern nur ganz nebulös gewahr.

Eigentlich kann er nur gewinnen, bei jedem Szenario:

- Hard Brexit: Die undemokratischen Europäer und der undemokratische Backstop sind schuld (wieso eigentlich??). Aber, wir haben delivered the will of the people, so, und jetzt Neuwahlen, Boris und Co: wir sind die einzigen die das jetzt umsetzen können. Die Brexit-Partei ist tot, ausser Brexit hatte die ja keine Policies. Labour hat den ungeeignetsten Kandidaten seit langem, und die Torys können darauf bauen, dass bei dem First past the Post Wahlsystem die Votes schön aufsplittern zwischen Labour und LibDems.

- Soft Brexit: Doch noch ein Kompromiss mit der EU 5 for 12: Nur Boris schafft so was, ich bin der King. Auch dann gibts gleich mal Neuwahlen, die Gelegenheit ist günstig. Auch hat er ja erst mal ein paar Monate Wohlwollen gut, da kann man in den ersten Monaten ja viel Versprechen, da man für die Failures ja noch nicht zuständig ist.

Wahlen kommen also in jedem Fall, mit einer Minderheiten-Regierung wird er nicht regieren wollen. Na dann, prost, auf 5 Jahre Boris.

ps: und falls doch alles schief geht: kein Problem für Boris, er wollte halt auch mal PM sein, seine Kolumne im Telegraph wird danach wahrscheinlich noch besser vergütet. 

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2 hours ago, Idefix said:

Bei dem Kabinett graust es mir allerdings vor der Zukunft, das kann nur heissen Amerikanisierung der Gesellschaft, ich glaube das ist den meisten Wählern nur ganz nebulös gewahr. 

Was verbindest du mit Amerikanisierung? Ich glaub die USA wissen wie das UK momentan nicht recht, was sie wollen. Etwas mehr Marktwirtschaft mit mehr Konkurrenz und Innovation sowie Ansporn zur Eigeninitiative fände ich nicht schlecht.

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31 minutes ago, Kreuzberger said:

Was verbindest du mit Amerikanisierung? Ich glaub die USA wissen wie das UK momentan nicht recht, was sie wollen. Etwas mehr Marktwirtschaft mit mehr Konkurrenz und Innovation sowie Ansporn zur Eigeninitiative fände ich nicht schlecht.

Ich vermute, es ist damit gemeint, dass der NHS privatisiert werden soll, oder dies oefter mal angedroht wird, und mit USA-aehnlichen Verhaeltnissen ersetzt werden soll. Diese Diskussion schwebt in UK ja immer wieder so im Raum, wie den Medien zu entnehmen sei. 

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8 minutes ago, London1 said:

Ich vermute, es ist damit gemeint, dass der NHS privatisiert werden soll, oder dies oefter mal angedroht wird, und mit USA-aehnlichen Verhaeltnissen ersetzt werden soll. Diese Diskussion schwebt in UK ja immer wieder so im Raum, wie den Medien zu entnehmen sei. 

Das Gespenst vom privatisierten Gesundheitsdienst verliert seine Schrecken, wenn man sich einige Jahre mit staatlich subventionierten Behandlungsverhinderern, Prachtexemplare hier in QC, herumgeschlagen hat. Ein Hoch auf die private Krankenversicherung!

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9 minutes ago, Kreuzberger said:

Das Gespenst vom privatisierten Gesundheitsdienst verliert seine Schrecken, wenn man sich einige Jahre mit staatlich subventionierten Behandlungsverhinderern, Prachtexemplare hier in QC, herumgeschlagen hat. Ein Hoch auf die private Krankenversicherung!

Es ist eben ein Aspekt der Dinge, wie es mit dem NHS post Brexit in UK weitergehen soll.  Das Thema Brexit ist nun so fragmentiert, wie die Gesellschaft und die Parteien selbst. Hard / Soft, Deal, no Deal, dies ja, das nein, etc...     

Leute wie Johnson oder Trump koennen in einer fragmentierten Gesellschaft und knappen Mehrheiten ohnehin nur das Prinzip "Teile und Regiere" anwenden, und nur so bleiben sie im Amt und koennen sich gut finanziell berreichern und ihren nahestehenden Freunden den einen oder anderen Gefallen tun.

Demnach ist fuer Boris nicht der Brexit selbst vorrangig, sondern sein eigenes Bestehen im Amt.  Brexit, mit oder ohne Deal, ist fuer ihn zweitrangig.   

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4 hours ago, CvC said:

So haben auch Rees-Moggs sonderbare Rechtschreibregeln einen symbolischen Hintergrund: "Wir haben unsere eigenen Regeln".

Das hat er ja nicht erst jetzt erfunden - diese Anweisungen erhalten die Bediensteten seiner Familie angeblich schon seit Jahren. So 400-500 nach meiner Schaetzung.

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Was mit Americanisation nach dem Gusto der Transatlantiker gemeint ist? "A bonfire of regulations" natürlich. Seit Grenfell vermeiden dieses Bild ja. Aber klar, dass Kündigungsschutz, Arbeitszeit- und -schutzregelungen ganz schnell abgeschmolzen werden sollen. Zehn Tage Urlaub im Jahr? Was ist bei all den Lobliedern mit denen, die keine Krankenversicherung haben?

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5 hours ago, Lasse said:

Zehn Tage Urlaub im Jahr? Was ist bei all den Lobliedern mit denen, die keine Krankenversicherung haben?

Zehn Tage Urlaub sind einfach Mist. Gesundheit ist in USA von Staat zu Staat verschieden. Eine Grundversorgung für alle gibt es teils. Sollte es überall geben, keine Frage.

Allerdings bin ich zum Schluss gekommen, daß es Alternativen zu staatlichen organisierten Gesundheitsdiensten geben sollte, weil diese sich sonst zu Monopolisten entwickeln, die das Angebot drosseln und dafür die Preise heben. Ist hier in QC so und hängt wohl auch mit Korruption zusammen.

Fragt man Vertreter des Systems hier, warum die Versorgung so mangelhaft ist, bekommt man als Antwort, öffentliche Systeme seien nicht mit privaten zu vergleichen. Muss vielleicht nicht so sein, aber wenn Santé Québec es selbst so sieht, bin ich für die Teilprivatisierung solcher Saftläden.

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vor 20 Stunden schrieb CvC:

Er ist ein guter Redner, man pennt echt nicht ein.

 

Man pennt deshalb nicht ein, weil es ein clip ist, und nicht die gesamte Rede, guck Dir mal die Downing Street Rede in voller Laenge an - zum Maesemelken.  BJ kann ohne script und Regie nicht beim Thema bleiben und faselt in der Regel endlos, ohne Ziel. Das war schon immer so. 

Chef Orchestrator Dominic Cummings ist in der Tat teuflisch clever. Da wird mit beiden Haenden enorm, so richtig enorm viel Geld ausgegeben fuer die PR Maschine. In den letzten Tagen gab es immer wieder gut durchorganisierte social media Kampagnen mit tausenden von fake #FBPE accounts, die direkt auf Cummings Mist gewachsen sind. Das ist alles eine Frage des Geldes, und May's Team war in der Hinsicht sehr viel weniger gut betucht, als die backer von Herrn Johnson. Da steht die ganz grosse Kohle dahinter. Diese £10m Flugblatt-Kampagne die geplant ist, ist mehr ein Ablenkungsmaneuver, ein Flugblatt interessiert keine Menschenseele. 

 Rees-Moggs ITV "leak" re. Rechtschreibung war auch so ein wunderbar orchestriertes Ding, um von einigen der weniger populaeren Minister-Ernennungen diskret abzulenken. Hat ja auch prima geklappt, alle erfreuen sich gierig an den ausgestreuten Medien-Brotkruemeln. Unterdessen wird still begraben, dass Priti Patel den ministerial code schon zum zweiten Mal gebrochen hat.

Ansonsten was Idefix sagt - Wahlen kommen in jedem Fall, und die Amerikanisierung scheint leider auch unaufhaltbar. Das ist dann entgueltig nicht mehr das Land, in das ich Anfang der 90er gekommen bin.

 

Edited by Tinkerbella
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2 hours ago, Tinkerbella said:

Chef Orchestrator Dominic Cummings ist in der Tat teuflisch clever.

 

ERG Mitglieder und Farage kann er wohl ueberhaupt nicht ausstehen - kann die andere Seite dem Mann nicht mehr Geld anbieten?

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3 hours ago, Tinkerbella said:

BJ kann ohne script und Regie nicht beim Thema bleiben und faselt in der Regel endlos, ohne Ziel.

... und das mit der Dynamik und Gestik von einem Gemuesschaeler Messer Verkaeufer. Hoffentlich fallen nicht alle auf die Geldgeschenke rein! Mal so 300 000 000 fuer die "Kleinstaaten" Schottland Nord-Irland und Wales, als Besuchsgeschenk fuer seine Aufwartung in Schottland.

Und Corbyn? Er laesst verlauten, er fuerchtet die naechste Wahl nicht, als koennte Labour der Zange Libs auf der einen Seite und Brexit Party auf der anderen so einfach engehen.

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11 hours ago, Tinkerbella said:

Ansonsten was Idefix sagt - Wahlen kommen in jedem Fall, und die Amerikanisierung scheint leider auch unaufhaltbar. Das ist dann entgueltig nicht mehr das Land, in das ich Anfang der 90er gekommen bin. 

Ich denke, es wird eher um unterschiedliche Lösungsansätze für neue Probleme gehen, bei denen das UK möglicherweise auf die andere Seite des Atlantiks wechselt. Technologischer Umbruch / "Disruption", wirtschaftlicher Aufstieg Ostasiens, Klimakatastrophe und Massenmigration sind wichtiger als ein paar neue McDos und KFCs und befördern wachsende soziale Ungerechtigkeit, Kriminalität und Bandenbildung als Merkmale von Amerikanisierung. Daß es für Privatisierungswahn keinen Brexit braucht, sieht man an Deutschland.

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11 hours ago, che68 said:

... und das mit der Dynamik und Gestik von einem Gemuesschaeler Messer Verkaeufer. Hoffentlich fallen nicht alle auf die Geldgeschenke rein! Mal so 300 000 000 fuer die "Kleinstaaten" Schottland Nord-Irland und Wales, als Besuchsgeschenk fuer seine Aufwartung in Schottland.

Und Corbyn? Er laesst verlauten, er fuerchtet die naechste Wahl nicht, als koennte Labour der Zange Libs auf der einen Seite und Brexit Party auf der anderen so einfach engehen.

Corbyn wird selbst mit dem Gedanken spielen einmal PM zu werden, so es einmal Neuwahlen gibt.  Er wittert es zumindest so wie ein Haifisch das Blut aus grosser Entfernung riecht....... 

Irgendwelche Geldgeschenke von Boris in dieser Groesse duerften weder Schottland noch Wales oder Nord-Irland helfen.  Der neue brexit-boris-treue Finanzmisister duerfte seinen Job noch weniger verstehen, als jener unter der May-Regierung. 

Was mir hier fehlt, ist dass die EU auch einmal nach UK einen Keil reintreibt, Boris unter Druck setzt und selbst die Oberhand gewinnt und hier dem Brexit-Spuk ein Ende setzt:

a)   Die Frist zum 31. Oktober wird nicht verlaengert auch irgendein Grund dafuer soll nicht gelten, der Vertrag wird nicht neu verhandelt.   Entweder so wie ausgehandelt, oder geht ohne Deal.    

b)  Klare Ansage an Schottland, dass die EU ein unabhaengiges Schottland sicher nicht als Neumitglied aufnimmt und Gespraechsabbruch der EU mit Sturgeon.  Der Rest der 27 braucht auch Schottland wirtschaftlich nicht, noch soll der Rest der 27 Schottland finanziell erhalten muessen.   Wirtschaftlich wuerde Schottland ohnehin vor sich hin straucheln, wenn es vom Rest der Insel abgeschnitten ist und die EU sollte dafuer nicht auch noch zahlen muessen. 

Ein solches Vorgehen wuerde Boris und seine Regierung entweder zur Vernunft oder zu geschlossenem Ruecktritt zwingen da das endlose Gerede ueber einen neuen Deal unserioes und undurchfuehrbar wird und kategorisch ausgeschlosssen wird, und alle Unsicherheiten in UK selbst durch Unabhaengigkeitsbestrebungen Schottlands beendet werden.  Der ganze Brexit-Spuk waere Ende Oktober zu Ende, egal ob Boris noch am Steuer ist oder nicht.

 

 

Edited by London1
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vor 7 Stunden schrieb London1:

b)  Klare Ansage an Schottland, dass die EU ein unabhaengiges Schottland sicher nicht als Neumitglied aufnimmt und Gespraechsabbruch der EU mit Sturgeon.  

 

[...] unserioes und undurchfuehrbar wird und kategorisch ausgeschlosssen wird, und alle Unsicherheiten in UK selbst durch Unabhaengigkeitsbestrebungen Schottlands beendet werden.  Der ganze Brexit-Spuk waere Ende Oktober zu Ende, egal ob Boris noch am Steuer ist oder nicht.

zu b) warum sollte die EU einem Land das bisher in der EU war, und es bleiben will,  diese Ansage machen?

zum letzten Satz. Ich fuerchte, da unterschaetzt Du die neue Regierung gewaltig. Erstens ist die Unabhaengigkeit Schottlands kein wirkliches Druckmittel gegen Boris Johnson mehr, und zweitens waere der Brexit-Spuk, wie Du es nennst, keinesfalls im Oktober zuende - sollte es zu einem no deal kommen, beginnt im Oktober der Brexit Spuk erst! Und zwar leider auch fuer die EU, die dann in jahrelange Verhandlungen verwickelt wird, und natuerlich auch wirtschaftlichen Schaden erfaehrt, wenn auch nicht im gleichen Ausmass wie UK (oder dann Disunited Kingdom).

 

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Egal was im Oktober kommt, der Brexit Spuk geht nicht zu Ende.

Der Kampf der Metropolen Eliten gegen die zurueckgelassenen, benachteiligten Anderen hat im Brexit nur eine Ausdrucksform gefunden.

Im Grunde dreht es sich nicht um Europa. Und wenn die Europafrage klarer wird, dann hoert dieser Kampf noch laengst nicht auf. 

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1 minute ago, CvC said:

Der Kampf der Metropolen Eliten gegen die zurueckgelassenen, benachteiligten Anderen hat im Brexit nur eine Ausdrucksform gefunden.

Im Grunde dreht es sich nicht um Europa. Und wenn die Europafrage klarer wird, dann hoert dieser Kampf noch laengst nicht auf. 

Im Parlament, geht es um die Besitzenden und Bildungseliten, die in der Nach EU Zeit den laestigen Europaeischen Gerichtshof loswird mit den Europaeischen Menschenrechten. Und die Zurueckgelassenen merken das nicht.Die Regierung besteht aus Emporkoemmlingen die sich anbiedern und konservativer Oberschicht.

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3 hours ago, che68 said:

den laestigen Europaeischen Gerichtshof loswird mit den Europaeischen Menschenrechten

... und der chaotischen europäischen Sozial- und Einwanderungspolitik. Das ist für mich der einzige Brexit-Grund, den ich in nachvollziehen kann. Oder bemüht sich die EU um eine Lösung des Problems fehlender europäischer Sozialstandards mit stark unterschiedlichen Leistungen zwischen beispielsweise Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Deutschand oder auch Grossbritannien? Über "Osteuropäer" wurde zu Zeiten des Referendums geklagt, in Deutschland ist in der Presse auch bisweilen von "Rumänischen Staatsbürgern" zu lesen.

Und bei den Diskussionen um die "Kriminalisierung von Seenotrettung" wird mir schlecht. Statt einer Migrationspolitik, die jungen Afrikanerinnen ohne lebensgefährliches Paddeln im Mittelmeer eine Ausbildung in Europa ermöglicht, spaltet die von der Bundesregierung favorisierte Verteilung der überwiegend jungen Bootsmänner die EU-27 wie der Brexit das UK.

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10 hours ago, Kreuzberger said:

... und der chaotischen europäischen Sozial- und Einwanderungspolitik. Das ist für mich der einzige Brexit-Grund, den ich in nachvollziehen kann. Oder bemüht sich die EU um eine Lösung des Problems fehlender europäischer Sozialstandards mit stark unterschiedlichen Leistungen zwischen beispielsweise Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Deutschand oder auch Grossbritannien? Über "Osteuropäer" wurde zu Zeiten des Referendums geklagt, in Deutschland ist in der Presse auch bisweilen von "Rumänischen Staatsbürgern" zu lesen.

Und bei den Diskussionen um die "Kriminalisierung von Seenotrettung" wird mir schlecht. Statt einer Migrationspolitik, die jungen Afrikanerinnen ohne lebensgefährliches Paddeln im Mittelmeer eine Ausbildung in Europa ermöglicht, spaltet die von der Bundesregierung favorisierte Verteilung der überwiegend jungen Bootsmänner die EU-27 wie der Brexit das UK.

Die Islamfreundliche Eiwanderungspolitik von Merkel hat sicher auch fuer den Brexit beigetragen.  Kritisiert man dies, ist man ja sofort der Nazi, hasserfuellt oder sonstwie rechtsnational. Das funktioniert in Canada alles allesamt besser, auch die Aufnahme von Fluechtlingen.   Selbst wie die Trudeau-Regierung sich die Leute aussucht, nicht nur die Einwanderer sondern auch die Fluechtlinge, das waere ja in ueberall in Europa schon rechts, hier in Canada ist es eben linksliberal. 

Generell sehe ich Europa in grossen Schwierigkeiten und der gemeinsame europaeische Gedanke unter welchem die EU einmal gegruendet wurde, existiert meines Erachtens kaum noch glaubhaft.  Der Grundtenor ist derzeit geworden, dass ein Land es fuer opportun haellt andere Laender unter Druck zu setzen, ja fast schon erpressen will um eine Entscheidung zu bekommen.  Dies ist bei den Euro-Stabilitaetskriteren und den Negativzinsen fuer Einlagen der Fall, bei der Fluechtlingsfrage, bei der Regierung Polens oder Ungarns oder beim Brexit selbst.   Die Androhung, der Ball ist jetzt bei Ihnen, wie Johnson meint,  nur dort ist er eben nicht, ist auch ein Beispiel.  Jeder zeigt mit dem Finger auf den Andern. So geht's halt nicht in Europa.   Selbst Norwegen hat zur EU ein recht gutes und klares Verhaeltnis, ohne Drohgebaerden, ohne gegenseitiges Fingerzeigen.  Zwischen UK und der EU geht's wohl nicht anders. Schade eigentlich. 

 

Edited by London1
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18 minutes ago, London1 said:

Das funktioniert in Canada alles allesamt besser, auch die Aufnahme von Fluechtlingen. 

Weiß ich nicht. Die relative Ruhe habt NA eher dem Atlantik zu verdanken und die Briten setzen wohl auf Kontrollen im Ärmelkanal.

Trotzdem könnte die EU eine gemeinsame und geordnete Einwanderungspolitik mit sinnvollen Selektionskriterien umsetzen. Denn es ist ja nicht so, dass jetzt nicht selektiert bzw ungleich behandelt würde. Syrer haben eine Anerkennungsquote von 82%, Nigerianer 14% und daß das Leben in Nigeria grundsätzlich viel besser oder sicherer ist, bezweifle ich.

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