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Idefix

Brexit. Wie geht´s weiter?

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2 hours ago, Idefix said:

Bei dem Kabinett graust es mir allerdings vor der Zukunft, das kann nur heissen Amerikanisierung der Gesellschaft, ich glaube das ist den meisten Wählern nur ganz nebulös gewahr. 

Was verbindest du mit Amerikanisierung? Ich glaub die USA wissen wie das UK momentan nicht recht, was sie wollen. Etwas mehr Marktwirtschaft mit mehr Konkurrenz und Innovation sowie Ansporn zur Eigeninitiative fände ich nicht schlecht.

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31 minutes ago, Kreuzberger said:

Was verbindest du mit Amerikanisierung? Ich glaub die USA wissen wie das UK momentan nicht recht, was sie wollen. Etwas mehr Marktwirtschaft mit mehr Konkurrenz und Innovation sowie Ansporn zur Eigeninitiative fände ich nicht schlecht.

Ich vermute, es ist damit gemeint, dass der NHS privatisiert werden soll, oder dies oefter mal angedroht wird, und mit USA-aehnlichen Verhaeltnissen ersetzt werden soll. Diese Diskussion schwebt in UK ja immer wieder so im Raum, wie den Medien zu entnehmen sei. 

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8 minutes ago, London1 said:

Ich vermute, es ist damit gemeint, dass der NHS privatisiert werden soll, oder dies oefter mal angedroht wird, und mit USA-aehnlichen Verhaeltnissen ersetzt werden soll. Diese Diskussion schwebt in UK ja immer wieder so im Raum, wie den Medien zu entnehmen sei. 

Das Gespenst vom privatisierten Gesundheitsdienst verliert seine Schrecken, wenn man sich einige Jahre mit staatlich subventionierten Behandlungsverhinderern, Prachtexemplare hier in QC, herumgeschlagen hat. Ein Hoch auf die private Krankenversicherung!

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9 minutes ago, Kreuzberger said:

Das Gespenst vom privatisierten Gesundheitsdienst verliert seine Schrecken, wenn man sich einige Jahre mit staatlich subventionierten Behandlungsverhinderern, Prachtexemplare hier in QC, herumgeschlagen hat. Ein Hoch auf die private Krankenversicherung!

Es ist eben ein Aspekt der Dinge, wie es mit dem NHS post Brexit in UK weitergehen soll.  Das Thema Brexit ist nun so fragmentiert, wie die Gesellschaft und die Parteien selbst. Hard / Soft, Deal, no Deal, dies ja, das nein, etc...     

Leute wie Johnson oder Trump koennen in einer fragmentierten Gesellschaft und knappen Mehrheiten ohnehin nur das Prinzip "Teile und Regiere" anwenden, und nur so bleiben sie im Amt und koennen sich gut finanziell berreichern und ihren nahestehenden Freunden den einen oder anderen Gefallen tun.

Demnach ist fuer Boris nicht der Brexit selbst vorrangig, sondern sein eigenes Bestehen im Amt.  Brexit, mit oder ohne Deal, ist fuer ihn zweitrangig.   

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4 hours ago, CvC said:

So haben auch Rees-Moggs sonderbare Rechtschreibregeln einen symbolischen Hintergrund: "Wir haben unsere eigenen Regeln".

Das hat er ja nicht erst jetzt erfunden - diese Anweisungen erhalten die Bediensteten seiner Familie angeblich schon seit Jahren. So 400-500 nach meiner Schaetzung.

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Was mit Americanisation nach dem Gusto der Transatlantiker gemeint ist? "A bonfire of regulations" natürlich. Seit Grenfell vermeiden dieses Bild ja. Aber klar, dass Kündigungsschutz, Arbeitszeit- und -schutzregelungen ganz schnell abgeschmolzen werden sollen. Zehn Tage Urlaub im Jahr? Was ist bei all den Lobliedern mit denen, die keine Krankenversicherung haben?

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5 hours ago, Lasse said:

Zehn Tage Urlaub im Jahr? Was ist bei all den Lobliedern mit denen, die keine Krankenversicherung haben?

Zehn Tage Urlaub sind einfach Mist. Gesundheit ist in USA von Staat zu Staat verschieden. Eine Grundversorgung für alle gibt es teils. Sollte es überall geben, keine Frage.

Allerdings bin ich zum Schluss gekommen, daß es Alternativen zu staatlichen organisierten Gesundheitsdiensten geben sollte, weil diese sich sonst zu Monopolisten entwickeln, die das Angebot drosseln und dafür die Preise heben. Ist hier in QC so und hängt wohl auch mit Korruption zusammen.

Fragt man Vertreter des Systems hier, warum die Versorgung so mangelhaft ist, bekommt man als Antwort, öffentliche Systeme seien nicht mit privaten zu vergleichen. Muss vielleicht nicht so sein, aber wenn Santé Québec es selbst so sieht, bin ich für die Teilprivatisierung solcher Saftläden.

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vor 20 Stunden schrieb CvC:

Er ist ein guter Redner, man pennt echt nicht ein.

 

Man pennt deshalb nicht ein, weil es ein clip ist, und nicht die gesamte Rede, guck Dir mal die Downing Street Rede in voller Laenge an - zum Maesemelken.  BJ kann ohne script und Regie nicht beim Thema bleiben und faselt in der Regel endlos, ohne Ziel. Das war schon immer so. 

Chef Orchestrator Dominic Cummings ist in der Tat teuflisch clever. Da wird mit beiden Haenden enorm, so richtig enorm viel Geld ausgegeben fuer die PR Maschine. In den letzten Tagen gab es immer wieder gut durchorganisierte social media Kampagnen mit tausenden von fake #FBPE accounts, die direkt auf Cummings Mist gewachsen sind. Das ist alles eine Frage des Geldes, und May's Team war in der Hinsicht sehr viel weniger gut betucht, als die backer von Herrn Johnson. Da steht die ganz grosse Kohle dahinter. Diese £10m Flugblatt-Kampagne die geplant ist, ist mehr ein Ablenkungsmaneuver, ein Flugblatt interessiert keine Menschenseele. 

 Rees-Moggs ITV "leak" re. Rechtschreibung war auch so ein wunderbar orchestriertes Ding, um von einigen der weniger populaeren Minister-Ernennungen diskret abzulenken. Hat ja auch prima geklappt, alle erfreuen sich gierig an den ausgestreuten Medien-Brotkruemeln. Unterdessen wird still begraben, dass Priti Patel den ministerial code schon zum zweiten Mal gebrochen hat.

Ansonsten was Idefix sagt - Wahlen kommen in jedem Fall, und die Amerikanisierung scheint leider auch unaufhaltbar. Das ist dann entgueltig nicht mehr das Land, in das ich Anfang der 90er gekommen bin.

 

Edited by Tinkerbella
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2 hours ago, Tinkerbella said:

Chef Orchestrator Dominic Cummings ist in der Tat teuflisch clever.

 

ERG Mitglieder und Farage kann er wohl ueberhaupt nicht ausstehen - kann die andere Seite dem Mann nicht mehr Geld anbieten?

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3 hours ago, Tinkerbella said:

BJ kann ohne script und Regie nicht beim Thema bleiben und faselt in der Regel endlos, ohne Ziel.

... und das mit der Dynamik und Gestik von einem Gemuesschaeler Messer Verkaeufer. Hoffentlich fallen nicht alle auf die Geldgeschenke rein! Mal so 300 000 000 fuer die "Kleinstaaten" Schottland Nord-Irland und Wales, als Besuchsgeschenk fuer seine Aufwartung in Schottland.

Und Corbyn? Er laesst verlauten, er fuerchtet die naechste Wahl nicht, als koennte Labour der Zange Libs auf der einen Seite und Brexit Party auf der anderen so einfach engehen.

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11 hours ago, Tinkerbella said:

Ansonsten was Idefix sagt - Wahlen kommen in jedem Fall, und die Amerikanisierung scheint leider auch unaufhaltbar. Das ist dann entgueltig nicht mehr das Land, in das ich Anfang der 90er gekommen bin. 

Ich denke, es wird eher um unterschiedliche Lösungsansätze für neue Probleme gehen, bei denen das UK möglicherweise auf die andere Seite des Atlantiks wechselt. Technologischer Umbruch / "Disruption", wirtschaftlicher Aufstieg Ostasiens, Klimakatastrophe und Massenmigration sind wichtiger als ein paar neue McDos und KFCs und befördern wachsende soziale Ungerechtigkeit, Kriminalität und Bandenbildung als Merkmale von Amerikanisierung. Daß es für Privatisierungswahn keinen Brexit braucht, sieht man an Deutschland.

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11 hours ago, che68 said:

... und das mit der Dynamik und Gestik von einem Gemuesschaeler Messer Verkaeufer. Hoffentlich fallen nicht alle auf die Geldgeschenke rein! Mal so 300 000 000 fuer die "Kleinstaaten" Schottland Nord-Irland und Wales, als Besuchsgeschenk fuer seine Aufwartung in Schottland.

Und Corbyn? Er laesst verlauten, er fuerchtet die naechste Wahl nicht, als koennte Labour der Zange Libs auf der einen Seite und Brexit Party auf der anderen so einfach engehen.

Corbyn wird selbst mit dem Gedanken spielen einmal PM zu werden, so es einmal Neuwahlen gibt.  Er wittert es zumindest so wie ein Haifisch das Blut aus grosser Entfernung riecht....... 

Irgendwelche Geldgeschenke von Boris in dieser Groesse duerften weder Schottland noch Wales oder Nord-Irland helfen.  Der neue brexit-boris-treue Finanzmisister duerfte seinen Job noch weniger verstehen, als jener unter der May-Regierung. 

Was mir hier fehlt, ist dass die EU auch einmal nach UK einen Keil reintreibt, Boris unter Druck setzt und selbst die Oberhand gewinnt und hier dem Brexit-Spuk ein Ende setzt:

a)   Die Frist zum 31. Oktober wird nicht verlaengert auch irgendein Grund dafuer soll nicht gelten, der Vertrag wird nicht neu verhandelt.   Entweder so wie ausgehandelt, oder geht ohne Deal.    

b)  Klare Ansage an Schottland, dass die EU ein unabhaengiges Schottland sicher nicht als Neumitglied aufnimmt und Gespraechsabbruch der EU mit Sturgeon.  Der Rest der 27 braucht auch Schottland wirtschaftlich nicht, noch soll der Rest der 27 Schottland finanziell erhalten muessen.   Wirtschaftlich wuerde Schottland ohnehin vor sich hin straucheln, wenn es vom Rest der Insel abgeschnitten ist und die EU sollte dafuer nicht auch noch zahlen muessen. 

Ein solches Vorgehen wuerde Boris und seine Regierung entweder zur Vernunft oder zu geschlossenem Ruecktritt zwingen da das endlose Gerede ueber einen neuen Deal unserioes und undurchfuehrbar wird und kategorisch ausgeschlosssen wird, und alle Unsicherheiten in UK selbst durch Unabhaengigkeitsbestrebungen Schottlands beendet werden.  Der ganze Brexit-Spuk waere Ende Oktober zu Ende, egal ob Boris noch am Steuer ist oder nicht.

 

 

Edited by London1
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vor 7 Stunden schrieb London1:

b)  Klare Ansage an Schottland, dass die EU ein unabhaengiges Schottland sicher nicht als Neumitglied aufnimmt und Gespraechsabbruch der EU mit Sturgeon.  

 

[...] unserioes und undurchfuehrbar wird und kategorisch ausgeschlosssen wird, und alle Unsicherheiten in UK selbst durch Unabhaengigkeitsbestrebungen Schottlands beendet werden.  Der ganze Brexit-Spuk waere Ende Oktober zu Ende, egal ob Boris noch am Steuer ist oder nicht.

zu b) warum sollte die EU einem Land das bisher in der EU war, und es bleiben will,  diese Ansage machen?

zum letzten Satz. Ich fuerchte, da unterschaetzt Du die neue Regierung gewaltig. Erstens ist die Unabhaengigkeit Schottlands kein wirkliches Druckmittel gegen Boris Johnson mehr, und zweitens waere der Brexit-Spuk, wie Du es nennst, keinesfalls im Oktober zuende - sollte es zu einem no deal kommen, beginnt im Oktober der Brexit Spuk erst! Und zwar leider auch fuer die EU, die dann in jahrelange Verhandlungen verwickelt wird, und natuerlich auch wirtschaftlichen Schaden erfaehrt, wenn auch nicht im gleichen Ausmass wie UK (oder dann Disunited Kingdom).

 

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Egal was im Oktober kommt, der Brexit Spuk geht nicht zu Ende.

Der Kampf der Metropolen Eliten gegen die zurueckgelassenen, benachteiligten Anderen hat im Brexit nur eine Ausdrucksform gefunden.

Im Grunde dreht es sich nicht um Europa. Und wenn die Europafrage klarer wird, dann hoert dieser Kampf noch laengst nicht auf. 

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1 minute ago, CvC said:

Der Kampf der Metropolen Eliten gegen die zurueckgelassenen, benachteiligten Anderen hat im Brexit nur eine Ausdrucksform gefunden.

Im Grunde dreht es sich nicht um Europa. Und wenn die Europafrage klarer wird, dann hoert dieser Kampf noch laengst nicht auf. 

Im Parlament, geht es um die Besitzenden und Bildungseliten, die in der Nach EU Zeit den laestigen Europaeischen Gerichtshof loswird mit den Europaeischen Menschenrechten. Und die Zurueckgelassenen merken das nicht.Die Regierung besteht aus Emporkoemmlingen die sich anbiedern und konservativer Oberschicht.

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3 hours ago, che68 said:

den laestigen Europaeischen Gerichtshof loswird mit den Europaeischen Menschenrechten

... und der chaotischen europäischen Sozial- und Einwanderungspolitik. Das ist für mich der einzige Brexit-Grund, den ich in nachvollziehen kann. Oder bemüht sich die EU um eine Lösung des Problems fehlender europäischer Sozialstandards mit stark unterschiedlichen Leistungen zwischen beispielsweise Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Deutschand oder auch Grossbritannien? Über "Osteuropäer" wurde zu Zeiten des Referendums geklagt, in Deutschland ist in der Presse auch bisweilen von "Rumänischen Staatsbürgern" zu lesen.

Und bei den Diskussionen um die "Kriminalisierung von Seenotrettung" wird mir schlecht. Statt einer Migrationspolitik, die jungen Afrikanerinnen ohne lebensgefährliches Paddeln im Mittelmeer eine Ausbildung in Europa ermöglicht, spaltet die von der Bundesregierung favorisierte Verteilung der überwiegend jungen Bootsmänner die EU-27 wie der Brexit das UK.

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10 hours ago, Kreuzberger said:

... und der chaotischen europäischen Sozial- und Einwanderungspolitik. Das ist für mich der einzige Brexit-Grund, den ich in nachvollziehen kann. Oder bemüht sich die EU um eine Lösung des Problems fehlender europäischer Sozialstandards mit stark unterschiedlichen Leistungen zwischen beispielsweise Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Deutschand oder auch Grossbritannien? Über "Osteuropäer" wurde zu Zeiten des Referendums geklagt, in Deutschland ist in der Presse auch bisweilen von "Rumänischen Staatsbürgern" zu lesen.

Und bei den Diskussionen um die "Kriminalisierung von Seenotrettung" wird mir schlecht. Statt einer Migrationspolitik, die jungen Afrikanerinnen ohne lebensgefährliches Paddeln im Mittelmeer eine Ausbildung in Europa ermöglicht, spaltet die von der Bundesregierung favorisierte Verteilung der überwiegend jungen Bootsmänner die EU-27 wie der Brexit das UK.

Die Islamfreundliche Eiwanderungspolitik von Merkel hat sicher auch fuer den Brexit beigetragen.  Kritisiert man dies, ist man ja sofort der Nazi, hasserfuellt oder sonstwie rechtsnational. Das funktioniert in Canada alles allesamt besser, auch die Aufnahme von Fluechtlingen.   Selbst wie die Trudeau-Regierung sich die Leute aussucht, nicht nur die Einwanderer sondern auch die Fluechtlinge, das waere ja in ueberall in Europa schon rechts, hier in Canada ist es eben linksliberal. 

Generell sehe ich Europa in grossen Schwierigkeiten und der gemeinsame europaeische Gedanke unter welchem die EU einmal gegruendet wurde, existiert meines Erachtens kaum noch glaubhaft.  Der Grundtenor ist derzeit geworden, dass ein Land es fuer opportun haellt andere Laender unter Druck zu setzen, ja fast schon erpressen will um eine Entscheidung zu bekommen.  Dies ist bei den Euro-Stabilitaetskriteren und den Negativzinsen fuer Einlagen der Fall, bei der Fluechtlingsfrage, bei der Regierung Polens oder Ungarns oder beim Brexit selbst.   Die Androhung, der Ball ist jetzt bei Ihnen, wie Johnson meint,  nur dort ist er eben nicht, ist auch ein Beispiel.  Jeder zeigt mit dem Finger auf den Andern. So geht's halt nicht in Europa.   Selbst Norwegen hat zur EU ein recht gutes und klares Verhaeltnis, ohne Drohgebaerden, ohne gegenseitiges Fingerzeigen.  Zwischen UK und der EU geht's wohl nicht anders. Schade eigentlich. 

 

Edited by London1
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18 minutes ago, London1 said:

Das funktioniert in Canada alles allesamt besser, auch die Aufnahme von Fluechtlingen. 

Weiß ich nicht. Die relative Ruhe habt NA eher dem Atlantik zu verdanken und die Briten setzen wohl auf Kontrollen im Ärmelkanal.

Trotzdem könnte die EU eine gemeinsame und geordnete Einwanderungspolitik mit sinnvollen Selektionskriterien umsetzen. Denn es ist ja nicht so, dass jetzt nicht selektiert bzw ungleich behandelt würde. Syrer haben eine Anerkennungsquote von 82%, Nigerianer 14% und daß das Leben in Nigeria grundsätzlich viel besser oder sicherer ist, bezweifle ich.

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2 minutes ago, Kreuzberger said:

Weiß ich nicht. Die relative Ruhe habt NA eher dem Atlantik zu verdanken und die Briten setzen wohl auf Kontrollen im Ärmelkanal.

Trotzdem könnte die EU eine gemeinsame und geordnete Einwanderungspolitik mit sinnvollen Selektionskriterien umsetzen. Denn es ist ja nicht so, dass jetzt nicht selektiert bzw ungleich behandelt würde. Syrer haben eine Anerkennungsquote von 82%, Nigerianer 14% und daß das Leben in Nigeria grundsätzlich viel besser oder sicherer ist, bezweifle ich.

Lese ich Deutsche Zeitungen, lese ich immer wieder von Auslaendern und Fluechtlingen die in Massenvergewaltigungen von Frauen verwickelt sind oder auf Passanten einpruegeln.   Im Gerichtsverfahren stellt sich dann heraus, dass die Taeter alle so traumatisiert waren, und mit mildernden Strafen davon kommen. 

Hier in Canada kenne ich das nicht.    Selbst Alkohol am Steuer, eine Straftat hier in Ontario, fuehrt als ganz normaler Immigrant zu einer Deportation Order. 

Nachdem das Brexit Referendum in UK so knapp war, war Einwanderung sicher auch ein Thema, auch die Idee in Zukunft die Kontrolle darueber zu haben.  Im Grunde ist ein Teil des Brexit auch basierend auf allen Verfehlungen die die EU so in der Vergangenheit gemacht hat.  Der Rest ist der Populismus, Politiker die darauf aufspringen und Waehler die eher verloren haben, als die Gewinner sind.  

 

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Na dann ist ja gut!  Wenn in der Zeitung was von Massenvergewaltigungen steht, dann muss man halt drei Millionen Bürger zu Bettlern um den Verbleib im eigenen Haus machen. Völlig unausweichlich. 

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vor 8 Stunden schrieb London1:

Lese ich Deutsche Zeitungen, lese ich immer wieder von Auslaendern und Fluechtlingen die in Massenvergewaltigungen von Frauen verwickelt sind oder auf Passanten einpruegeln.   Im Gerichtsverfahren stellt sich dann heraus, dass die Taeter alle so traumatisiert waren, und mit mildernden Strafen davon kommen. 

Hier in Canada kenne ich das nicht.    Selbst Alkohol am Steuer, eine Straftat hier in Ontario, fuehrt als ganz normaler Immigrant zu einer Deportation Order. 

Nachdem das Brexit Referendum in UK so knapp war, war Einwanderung sicher auch ein Thema, auch die Idee in Zukunft die Kontrolle darueber zu haben.  Im Grunde ist ein Teil des Brexit auch basierend auf allen Verfehlungen die die EU so in der Vergangenheit gemacht hat.  Der Rest ist der Populismus, Politiker die darauf aufspringen und Waehler die eher verloren haben, als die Gewinner sind.  

 

1. Wer die Bildzeitung liest ist selbst schuld.

2. BREXIT reguliert wenn dann nur "Einwanderung" aus EU Laendern. 

3. Worauf basierst Du Deine Aussagen? 'war sicher auch' 'Im Grunde' sind keine Quellen oder?

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Ich teile die negative Sicht der EU nicht ganz. Das Rumgewuerge um zu Entscheidungen zu gelangen ist nicht ungewoehnlich fuer Demokratien. So Exkacklaender kennen das nur nicht so gut, mit ihren Vorgeschichten an Juntas und Russendiktatur.

Unsere EU Abstimmungsstrukturen sind auch etwas archaisch, mit Vetorechten.

Die EU ist wie SAP (Riesen ERP Software Firma): Auf den ungeordneten Misthaufen einer Firma pfropft man SAP und verleiht ihr damit das Potential, ein grosser "Player" zu werden.

Klappt und klappte ohne Ende, die Standardisierung hat nicht nur den Kacklaendern sondern auch den grossen geholfen.

 

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In habe mich inzwischen "VOLT" angeschlossen, einer neuen Partei, die schamlos foederalistisch denkt fuer die Zukunft der EU.

"Wir" (daran gewoehne ich mich gerade) haben einen Abgeordneten und sitzen mit den Gruenen im EU Parlament.

 

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49 minutes ago, CvC said:

In habe mich inzwischen "VOLT" angeschlossen

Ich habe mich bei der Gruendung mit VOLT beschaeftigt, weil ich transnationale europaeische Parteien grundsaetzlich richtig finde.

Aber mit dem Wahlprogramm konnte ich dann leider nix anfangen.  

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Ich weiss, Schokominza, das sagtest Du schon mal, oder sowas Aehnliches. Und weil Du fuer mich hier eine der Opinionleaders bist, da habe ich dann auch nochmal drueber nachgedacht.

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