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Brexit. Wie geht´s weiter?

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vor 5 Stunden schrieb suoyarvi:

Das UK hatte sowas schon mal, da durften Reisende nur

x Pfund aus dem Land bringen.

Daran kann ich mich noch gut erinnern, £20 in cash waren erlaubt, stand in Harwich ganz gross in der Zollbude an der Wand, Fremdwaehrung war OK.

Da gab es doch schon mal einen Staat wo man keine Landeswaehrung (Aluchips) ausfuehren durfte.  Wo war denn das nochmal?

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Das ist eigentlich ein wenig uebertrieben, Essexman, die Vorschengenzeit mit der DDR zu vergleichen.

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13 hours ago, stonki said:

. . .

interessanter Einblick wie Probleme für Unternehmen konkret aussehen können in den 2 posts. Danke.

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vor 22 Minuten schrieb CvC:

Das ist eigentlich ein wenig uebertrieben, Essexman, die Vorschengenzeit mit der DDR zu vergleichen.

Stimmt, Zwangsumtausch gab es nicht aber Einreise/Ausreise BRD (Berlin (West)). ?
 

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32 minutes ago, essexman said:

Daran kann ich mich noch gut erinnern, £20 in cash waren erlaubt, stand in Harwich ganz gross in der Zollbude an der Wand, Fremdwaehrung war OK.

Da gab es doch schon mal einen Staat wo man keine Landeswaehrung (Aluchips) ausfuehren durfte.  Wo war denn das nochmal?

Gibt bestimmt einige Länder, aus Ägypten darf man nur ganz wenige ägyptische Banknoten ausführen, glaub 1000 ägyptische Pfund, ca 50 Euro/GBP.  ( fühlte mich grad wie Otto. Äääh, Ägüpten? ?)

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vor 2 Stunden schrieb CvC:

Das ist eigentlich ein wenig uebertrieben, Essexman, die Vorschengenzeit mit der DDR zu vergleichen.

Na gut, ist schon lange her und der DDR Vergleich hinkt wohl etwas - aber vor ein paar Monaten war in der FT ein Artikel in dem das Thema Kapitalausfuhrkontrollen nach Brexit ernsthaft diskutiert wurde.  Also vielleicht doch nicht so abwegig?

Edited by essexman
Tippfehler

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7 hours ago, essexman said:

Da gab es doch schon mal einen Staat wo man keine Landeswaehrung (Aluchips) ausfuehren durfte.  Wo war denn das nochmal? 

Zypern? Wenn ein Staat wegen Kapitalflucht Gefahr läuft pleite zu gehen, sind Kapitalkontrollen u.U. gerechtfertigt. Ich würde das aber nicht am Brexit festmachen, die nächste Finanzkrise tut's auch.

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Am 2.8.2018 um 13:57 schrieb stonki:

naja, Kapitalkontrollen ist vielleicht ein wenig viel. Aber es gibt ja durchaus Probleme, die daraus resultieren:

...

Ich bleibe dabei: Brexit ist Mist. 

So was von!

ZB das Berichtswesen. Gerade kleinere Unternehmen haben sich auf Handel in der EU konzentriert, weil da der Formularkram einfacher zu beherrschen ist. Teilweise reichen die Materialstammdaten nicht aus, um maschinell die außerhalb der EU erforderlichen Angaben abzudecken und dann pflegt man für den gesamten Datenstamm Angaben, die man innerhalb der EU nicht braucht. Besser als das der Fahrer wegen eines Formfehlers an der Grenze steht.

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On 8/2/2018 at 10:16 PM, Kreuzberger said:

Zypern? Wenn ein Staat wegen Kapitalflucht Gefahr läuft pleite zu gehen, sind Kapitalkontrollen u.U. gerechtfertigt. Ich würde das aber nicht am Brexit festmachen, die nächste Finanzkrise tut's auch.

Ich vermute, dass die in UK kaum Kapitalverkehrseinschraenkungen erlauben werden, auch post-Brexit nicht.   Dagegen spricht ja schon das ganze "Truly Global Britain" dass man sich ja nach dem Brexit wuenscht und erhofft.   Irgendwelche Handeslvertraege mit anderen Laendern wuerden irgendwelche Kapitalverkehrseinschraenkungen ja nicht erlauben.

Dennoch, die Angst kann ich verstehen.   Es ist ja so, dass es beim Brexit ja nirgendwo einen Plan gibt, und die Gefahr dass der Brexit in die Hose geht ist einfach sehr gross.

 

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1 hour ago, Schnapsglas said:

Ich vermute, dass die in UK kaum Kapitalverkehrseinschraenkungen erlauben werden, auch post-Brexit nicht.   Dagegen spricht ja schon das ganze "Truly Global Britain" dass man sich ja nach dem Brexit wuenscht und erhofft.   Irgendwelche Handeslvertraege mit anderen Laendern wuerden irgendwelche Kapitalverkehrseinschraenkungen ja nicht erlauben.

Dennoch, die Angst kann ich verstehen.   Es ist ja so, dass es beim Brexit ja nirgendwo einen Plan gibt, und die Gefahr dass der Brexit in die Hose geht ist einfach sehr gross.

Und weil sie niemand will, werden Capital Controls ohne Vorankündigung von ganz oben angeordnet. Sonst brächten sie nichts.

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I'm pondering a theory. Britons (innate make-doers) were never happier than during WWII and crave the need to Keep Calm And Carry On. Is hurtling towards a beans-hoarding, mustn't-grumble, darn-yer-socks sort of a no deal Brexit some sort of nation-level wish fulfillment?
 
Das kommt aus Jeremy Cliffe's Twitter feed. Ein aeusserst begabter Mann, derzeit der Deutschland Korrespondent des Economist.
 
Ich vermute mal, dass Twitter Posts hier reproduziert werden duerfen.

Das ist der Thread, da sind einige kluge Nuggets drin.

Edited by CvC
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Man sollte die Informationspolitik nicht unterschätzen. Vgl. zB https://en.wikipedia.org/wiki/United_Kingdom#Migration: 

7,5 mio = 13,4% der Bevölkerung ist "foreign born", gestützt auf die offiziellen Zahlen. Wow. Der Anteil der Deutschen darunter zB ist gleichmäßig seit vielen Jahren überproportional hoch. Allerdings beruht des im wesentlichen auf dem Abzug der Rheinarmee aus Deutschland, denn deren in NRW geborenn Kinder sind alle zwar keine Deutschen, aber "foreign born". Und die offizielle Begründung: Nationalität ist so schwierig festzustellen, aber der Geburtsort ist klar. Dann braucht man sich über Fantastillarden in den Debatten nicht zu wundern.

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Am 4.8.2018 um 17:12 schrieb Schnapsglas:

Ich vermute, dass die in UK kaum Kapitalverkehrseinschraenkungen erlauben werden, auch post-Brexit nicht.   Dagegen spricht ja schon das ganze "Truly Global Britain" dass man sich ja nach dem Brexit wuenscht und erhofft.  

Sagt ja keiner das Kapitalverkehrskontrollen wahrscheinlich sind, allerdings denke ich sollte man den Kontext mit einbeziehen. Dieses truly global Britain ist technisch wunschdenken. Eine art Slogan um Brexit mit ökonomischen Scheinargumenten eine art legitimierenden Anstrich zu verpassen. Das Brexit hingegen ganz furchtbar schief gehen kann ist wohl klar. Events können auch ausser der Kontrolle der Regierung die Regierungen zwingen, das wissen wir seit der Weltfinanzkrise. Bank runs sind auch im UK möglich, nicht nur in Griechenland und Zypern. Auch das wissen wir - oder sollten wir zumindest. Normale Menschen, genau wie Spekulanten und Investoren können von Panik gepackt werden, Spätestens dann kann man alle Pläne streichen und findet sich in der Rolle des reagierenden, nicht des regierenden.

Ich muss da immer an eine Werbung in der Tube denken die mir 2012 oder so mal aufgefallen war: "Der kluge Investor wartet bis Irland abverkauft wird" hieß da sinngemäß. Wenn diese Arroganz das Land mal nicht einholt dachte ich mir damals schon. Daran muss ich heute immer öfter denken, vor allem immer wenn von global Britain im kontext von Brexit geredet wird.

Nach spontaner Planänderung werde ich mir den Fallout dann aus sicherer Entfernung von Malta aus ansehen.

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Da wir gerade bei Bankrotten Staaten, Auslandschulden, Bankencrash und Betrug uns Selbstbetrug im grandiosen Stil sind.

http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/sinn-ueber-target-salden-irrefuehrende-verharmlosung-15723567.html

Es besteht fuer GB PLC auf jeden Fall die Hoffnung das wir auf soviel  Distanz wie moeglich zu diesem ponzischeme sind  -preferably mid Atlantic - wenn es baden geht.

Edited by Ricard0

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findet sich in der Rolle des reagierenden, nicht des regierenden.

 

Sehr griffig gesagt....

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vor 27 Minuten schrieb Tinkerbella:

bot?

ja... oder der nächste Ricard0 spam account.

Die "email" und er link zu facebook führen zur Seite eines "Matt Carthy", der account ist gestern um 00:49 erstellt worden. Der richtige Sinn Fein Politiker namens Matt Carthy hat einen authenticated account mit 16k followers... 

Reverse picture search zeigt als Ursprung des profilepic von sabrow ein Reuters Foto von 2010... und extrem viele Treffer in russischsprachigen webseiten...

nuff said... ?

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On ‎8‎/‎5‎/‎2018 at 5:28 PM, Jensemann said:

Nach spontaner Planänderung werde ich mir den Fallout dann aus sicherer Entfernung von Malta aus ansehen.

Jensemann, nur mal interessehalber - holst Du jetzt die Pfunde aus dem UK raus ???  Eben gab es Eine Einschaetzung von der ING , die meinen dass das Pfund bei einem No-Deal-Brexit unter Paritiaet mit dem Euro faellt.  Also irgendwo bei 0,92 oder so.

Wenn das passieren sollte, dann geht hier auf der Insel die Inflation durch die Decke.  Kann die Bank of England das stuetzen ?

suoyarvi

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2 hours ago, suoyarvi said:

 

Wenn das passieren sollte, dann geht hier auf der Insel die Inflation durch die Decke.  Kann die Bank of England das stuetzen ?

suoyarvi

Bei einer basis rate von 0.75% gibt es da nicht viel Moeglichkeiten ...

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Das ist ja gerade mal ein 20% Kursverlust, der nicht 1:1 auf die Preise zu übertragen ist. Ein einmaliger Inflationsschub von 10% ist zwar unschön, aber noch lange keine Hyperinflation. Ende der 70er hatten wir das auch schon.

Bei einer Kombination von Euro-Inflation und relativem Kursverfall des Sterling können aber desperate measures for desperate times anstehen. Capital Controls oder drastische Zinserhöhung, Pest oder Cholera. Schon 2008 wurde über Reykjavik on Thames gelästert.

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Devaluation

= record profits for UK FTSE 100 and 250 cos.

= Exportboom

= more income from tourism.

Bring it on

Germany has benefitted immensly from an undervalued EURO, so prepare to kiss goodbye to some of the trade surplus.

Edited by Ricard0

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vor 11 Stunden schrieb suoyarvi:

Jensemann, nur mal interessehalber - holst Du jetzt die Pfunde aus dem UK raus ???  Eben gab es Eine Einschaetzung von der ING , die meinen dass das Pfund bei einem No-Deal-Brexit unter Paritiaet mit dem Euro faellt.  Also irgendwo bei 0,92 oder so.

Wenn das passieren sollte, dann geht hier auf der Insel die Inflation durch die Decke.  Kann die Bank of England das stuetzen ?

suoyarvi

Das ich UK verlasse ist seit einigen Monaten klar. Lediglich das Ziel hatte sich geändert. Unabhängig dessen was aus Brexit wird ist das Land politisch nicht mehr was ich glaubte das es mal war. Ich habe meine Pfunde schon lange raus und tausche nur noch in Pfund um was ich brauche. Mein Geld habe ich als Devisenspekulant technisch eh nie in Pfund gemacht sondern das lief in USD beim Broker ein und wurde dann auf verschiedene Länder und Währungen geteilt. Andere Einkünfte kamen aus der Vermietung in Deutschland, das ist und blieb immer in Euro.

Was den möglichen Wechselkurs angeht: Ein no-deal ist sicherlich nicht eingepreist. Ich hatte schonmal das Zusammenspiel mit der interest rate erwähnt. Normalerweise ist es so das gute Zinsaussichten den Kurs stützen. Bevor das Referendum überhaupt ernsthaft im Gespräch war, war das Pfund zum USD in einer 1,50 bis 1,60 Spanne. Spekulanten hatten die felsenfeste Überzeugung das UK das erste Land in der EU sein wird das die Zinsen anhebt. Immer wenn diese Gerüchte aufkamen, klebten wir bei 1,60. Ebbten diese ab, waren wir bei 1,50. Was haben wir heute? Rate hikes hatten wir und Kurstechnisch haben wir neulich die 1,30 unterschritten und sind jetzt bei irgendwas um die 1,28 (zum USD). Der letzte rate hike schien eher noch als negativ empfunden worden zu sein. Risikowarnung der BoE oder keine Ahnung was. Kommt es zum no-deal sehe ich nicht wie die BoE da irgendwas stützen könnte (oder auch wollte). Rate hikes kann sich das Land dann nicht leisten, teureres Geld verschlimmert nur alles. Also wird man die Zinsen wieder senken (wo nicht viel Spiel ist) und massiv die Geldschleusen aufdrehen (mindestens QE, ich habe keinen Schimmer welche Mittel centralbanker noch haben, aber da wird noch was drin sein in der Giftbox die Fiskal konservativen das kotzen beibringt). Das drückt den Kurs weiter runter, nicht rauf. Rauf kann sich UK dann eh nicht leisten. Der Eurozone gehts derweil gar nicht mal so schlecht und das billig Geld wird wohl in absehbarer Zeit zwar nicht beendet, aber zurückgefahren. Das stützt den Euro weiterhin und wir haben quasi die umgekehrte Schere die früher das Pfund nach oben trieb und den Euro runter. Wo das Wechselkurs technisch endet vermag ich nicht zu sagen. Als Spekulant gehe ich wetten in bestimmten Konstellationen ein. Das Vorhersagen von Zielen gehört eher nicht zu meinem repertoire. Ich sehe allerdings nicht warum das ganze bei der Parität zum Euro stoppen sollte, das kann locker drunter gehen. Warum sollte es auch nicht.

Und ja, die Inflation geht dann durch die Decke denn anders als Deutschland kann UK nicht in eigener Währung importieren. Hier schlägt jede Verbilligung der Währung gleich bei der Importrechnung zu Buche. Interessant wäre zu wissen wie unternehmen gehedgt sind. Vor dem Referendum waren viele ja für über ein Jahr abgesichert, damals waren die Kosten dafür aber auch billiger nehme ich an. Mal losgelöst davon das so eine Absicherung auch Planungssicherheit benötigt *haha*

Nebenbei bemerkt: Ich halte no-deal nicht für wahrscheinlich, unabhängig davon sollte man aber beim unerwarteten eintritt auch nicht feststellen plötzlich Pleite zu sein. Sein Geld raus zu schaffen ist nur dann blöd wenn man meint Brexit wird vorher beendet. Halb/halb könnte sinnvoll sein - das sichert dann quasi den aktuellen Kurs. Wetten können auch gute Absicherungen sein wenn die Quoten stimmen und sind ja sogar Steuerfrei.

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Viel zu verdauen, jensemann, aber allerhand interessante Aspekte. Thanks.

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