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Idefix

Brexit. Wie geht´s weiter?

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Eine schöne und kurze Zusammenfassung. Ja, das Leben geht weiter mit und ohne Enteneier :icon_mrgreen:

 

Das Mrs Leadsom sich so früh aus remainmäßig dem Fenster hängt, wird ihr politisch wohl den

Hals in ihrer Partei brechen. Wer weiß, was noch alles so abgeht, bis sich hier irgend jemand findet,

der/die den Laden aufräumt. Auf der anderen Seite ist ein bisschen Chaos gut, dann gibt es hoffentlich

auch neue und gute Ideen.

 

Aber alles dreht sich wieder um und im Machtzentrum London und im platten Land lässt sich niemand

sehen.

 

Die ermahnenden Worte der Queen sind ja auch interpretierbar, je nach dem in welches Ohr sie

Eingang finden.

 

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Schöner Beitrag Idefix, Danke.

 

Lange werden sie damit aber auch nicht warten können, weil ich mal denke dass ohne Klarheit wie´s weitergeht, das Pfund langsam nach unten abdrifted, jeder Ausländer und auch einige Inländer erstmal seine Investitionen zurückstellt, das Zahlungsbilanzdefizit weiter nach oben geht, und UK in eine Rezession schlittert.

 

Ich glaube ja das es durch Aktivierung von Art 50 erst recht nach unten geht - wirtschaftlich und mit dem Pfund. 2 Jahre ist nicht viel Zeit und nach einer worst case Analyse führt kaum ein weg dran vorbei das sich viele Firmen dann aktiv um Büros außerhalb des UK umsehen müssen und die ersten Arbeitsplätze verlegen. Sprich vieles was ich zZ. eher als Drohgebärde wahrnehme wird dann Realität.

Artikel 50 dürfte so wie er ist ein ziemlich Perfektes Mittel sein um Austritts willige Länder nochmal nach Alternativen suchen zu lassen ... Das Referendum ist jetzt etwas über eine Woche her (auch wenn diese sich wie 2 Monate anfühlt ...), da kann noch viel passieren und das wird es auch.

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Da kann noch viel passieren...

Ja, Therese M faengt ja schon an die einzelnen EU-Buergergruppen gegeneinander auszuspielen (letzter Artikel im Guardian).

Genau so habe ich mir das auch vorgestellt.

Ekelerregend.

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Ich bin überzeugt, dass es bald einen Stichtag geben wird, der "alteingesessene" EU-Bürger

von Neuankommlingen trennen wird. Die Frage ist nur ob sie (government) das an einer bestimmten

Jahreszahl festmachen.

 

Ob sich jetzt ganze Heerscharen aufmachen, um auf die sinkende Insel* auszuwandern bezweifle

ich stark. Da hat Mrs May wohl eine zu große Fantasie, die sie ansonsten vermissen lässt. Aber

sie denkt ja auch wie eine Innenministerin und noch nicht wie ein PM :icon_mrgreen:

 

Mrs Sturgeon hat mal wieder das Thema an sich gezogen mit dem Bleiberecht. Man kann ja eine

Meinung zu der Dame haben, wie man will, aber ich finde es richtig, dass sie sich an die Spitze

der Bewegung stellt, auch wenn es nur verbal ist.

 

* Eine Schottische Bekannte hat mit todernsten Gesicht gesagt, dass die Insel im Meer versinken

wird, weil so viele Einwanderer kommen.  :ironie: 

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Mrs M. denkt eben genauso krank wie BJ oder Mr. G.

...und UK ist nach dem Referendum eh nicht mehr Erste Sahne in Bezug auf Attraktivitaet...

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Der Stichtag wird kommen, wenn nach dem Inkraftsetzen des Artikel 50 die Verhandlungen contra free movement verlaufen.
Die Frage ist, ob ab dann einfach kein free movement mehr gilt oder so was wie indefinite leave to remain mit der 5 Jahres Klausel auf EU Bürger angewendet wird.
Es sind aber sonst schon immer genaue Stichtage, nicht nur auf das Jahr bezogen. Edited by SNOOP

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Weshalb sollte darueber verhandelt werden?

Wo bleibt dann der Gleichheitsgrundsatz fuer alle EU-Buerger. Schwer vermittelbar.

Zurueck ins Mittelalter mit Buergern erster und zweiter Klasse.

Krankes Gedankengut.

P.S. Ich wuerde der Bundesregierung gehoerig die Leviten lesen, wenn sie es erlauben wuerde, dass es Deutsche erster und zweiter Klasse diesbezueglich geben wuerde.

Edited by berliner
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Da kann noch viel passieren...

Ja, Therese M faengt ja schon an die einzelnen EU-Buergergruppen gegeneinander auszuspielen (letzter Artikel im Guardian).

Genau so habe ich mir das auch vorgestellt.

Ekelerregend.

 

Der Guardian steht den Conservatives ohnehin nicht nahe. Abgesehen davon, ich halte von Theresa May nichts, zumindest was den aktuellen Fall Brexit betrifft.   Sie wuerde mit ihrer Einstellung ihren neuen Job (soferne sie ihn bekommt) so machen, dass sie auf den Luegen von Boris aufbaut.   Eine solche politische Linie halte ich fuer wenig vertretbar, inbs. im Lichte der wirtschaftlichen Folgen.  Auch gibt es im Parlament keine Mehrheit unter den MPs fuer einen Austritt.      Ich vermute, dass der Artikel 50 nie gegenueber Bruessel zur Anwendung kommt, und demnach auch nie verhandelt wird.   Wer wuerde am Ende den Artikel 50 ausloesen?   Eine Mehrheit im Parlament?  oder der Premier Minister?

 

Das rechtliche Problem ist generell fuer EU Buerger:  Man lebt ohne Visum im Land, man brauchte auch nie eines, da EU.   Daher muss man bei einem Brexit, nach Ablauf der 2 Jahre fuer die Verhandlung eben akzeptieren, was man vorgesetzt bekommt.  ILR, oder dgl. ?   irgendein Dokument alle 5 Jahre verlaengern?   und Leute die sich in UK neu ansiedeln, erstmal einen Arbeitsvertrag vorweisen?   oder ein Punktesystem?  wie Farage dies immer bringt, (Australien als Vorbild)

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Weshalb sollte darueber verhandelt werden?
Wo bleibt dann der Gleichheitsgrundsatz fuer alle EU-Buerger. Schwer vermittelbar.
Zurueck ins Mittelalter mit Buergern erster und zweiter Klasse.
Krankes Gedankengut.

P.S. Ich wuerde der Bundesregierung gehoerig die Leviten lesen, wenn sie es erlauben wuerde, dass es Deutsche erster und zweiter Klasse diesbezueglich geben wuerde.


Ich meinte eigentlich, das es nach den Verhandlungen darauf ankommt, welche Form der Aufenthaltsberechtigung UK auf EU Bürger anwendet.
Die Bundesregierung kann das nicht beeinflussen!

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Ich bin zwar nicht persönlich betroffen, verfolge aber die Geschehnisse so gut es geht.

Ich vermute, dass der nächste PM ein Bauernopfer wird, der den Wählern verkaufen muss, dass sich die Regierung nicht an das Referendum halten wird.

 

Falls es (in 2-4 Jahren) doch zum Austritt kommt, schätze ich, dass sich die Arbeitnehmerfreizügigkeit für den sog. Niedriglohnsektor verändern wird. In diesem Zusammenhang finde ich es immer noch unfassbar, da UK sofort nach dem EU-Beitritt von Polen die Freizügigkeit für polnische Staatsbürger erlaubt hat. Zu diesem Zeitpunkt gab es nur 2 weitere Länder, die dies auch sofort erlaubt haben. In Deutschland durften polnische Staatsbürger erst ab 2011 im Rahmen der EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit Arbeit aufnehmen. Westminster wollte also ganz bewusst Immigration herbeiführen.

Edited by hannes7

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Ich vermute, dass der nächste PM ein Bauernopfer wird, der den Wählern verkaufen muss, dass sich die Regierung nicht an das Referendum halten wird.

 

 

 

Der naechste PM, so es bei den Conservatives ueberhaupt bleibt, muss erstmal die Partei vereinen, und seine Waehlerschaft auf gemeinsamen Kurs bringen.      Zwischen Remain und Leave gibt's aber naturgemaess wenig Gemeinsamkeiten, eine Seite wird naturgemaess sauer sein.

Edited by Schnapsglas

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Das kann sie wohl beeinflussen snoop.

Wie denn, das ist doch dann UK Gesetzgebung?

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Wer bereits Aufenthaltsrecht hat,dem wird man das kaum nehmen koennen.Aber das ist ja nicht die einzige Folge von Brexit,das Bildungssystem ist betroffen,wenn es weniger zahlende Auslaendische Studenten gibt.Wer wird dann die Spitzen Uni's besuchen ?Gleich nach Brexit,war ein Bericht im BBC Fruehstuecksfernsehen,der nicht mehr absurd sein kinnte als er war,der Betrieb hat 1000 Mitarbeiter davon 600+ aus der EU,der Besitzer stimmte fuer Brexit und sagt dann das er die gutausgebildeten Baecker aus dem EU Raum braucht ...klares Rosinen picken. Wenn sich aber die Arbeitsbedingingen verschlechtern ,werden diese Fachkraefte als erstes gehen.Nur noch englische Baecker,Plumber,Koeche und Kellner (gibt es eh kaum...) die werden noch weinen!

 

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Habe ich nicht schon an anderer Stelle erwähnt, das es irgendwo einen Advokaten

geben wird, der das fehlende Komma in der Brexitangelegenheit finden wird?

 

Die Advokaten sind doch schon auf dem Weg, auf die Bremse zu treten.

Ich finde es logisch, dass jetzt die Macht des Parlaments heraufbeschworen wird.

 

Es gibt sogar ein crwodfunding für die Kosten des Verfahrens (beendet):

 

https://www.crowdjustice.co.uk/case/should-parliament-decide

 

Das verlängert den Prozess bis zum §50-Knopfdruck mit Sicherheit. Möglicherweise

dauert es Jahre bis alle Gutachten erstellt sind und es durch alle Instanzen durch

ist. Bis dahin wird es genug bergab gegangen sein und wie wir alle wissen, ist die

Ungewissheit der Feind des Kapitals. Bis  dahin kann es noch ein paar EU-Nadelstiche

in Richtung Empire geben (Abzug von Kompetenzen/ Behörden etc.).

 

Außerdem: Wer will schon dem britischen Recht das Recht absprechen, die Dinge

auf Gesetzesgrundlage zu prüfen und in "legale" Bahnen zu bringen. :icon_mrgreen: Das wird

dauern und dauern...

 

https://www.theguardian.com/law/2016/jul/03/parliament-must-decide-whether-or-not-to-leave-the-eu-say-lawyers

 

Edited by bruno
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vielen Dank fuer diesen Beitrag und vor allem dafuer aufzuzeigen wie ambivalent (und vor allem auch bigott) die Politiker sind.

 


Best Case Scenario (und vielleicht auch das wahrscheinlichste):
Norwegen plus/minus.
Das ist EU Mitgliedschaft light, mit den meisten Pflichten, und allen Rechten was Handel und Dienstleistungen angeht, aber man ist halt “offiziell” nicht Mitglied. Als Zugeständnis gibts dann einige kleinere Einschränkungen was Immigration anbelangt (das “plus/minus”). Unterscheidet sich alles in allem nicht sehr von einer Vollmitgliedschaft, nur dass man nichts mitzureden hat . . .

 

 

Kommt es zu diesem Szenario wird es vor allem auch interessant zu sehen ob es wirklich billiger wird. UK hat ja schon einen Rabatt zur "Vollmitgliedschaft". So kann es also sein, dass man am Ende genausoviel zahlt wie bisher und dann wirklich keinen Einfluss mehr auf Bruessel hat. Aber immerhin ist man dann "frei" *facepalm*
 

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Das kann sie wohl beeinflussen snoop.


Wie denn, das ist doch dann UK Gesetzgebung?

 

GB operiert ja nicht im Vakuum. Wir befinden uns ja in der gleichen Situation wie 1 Million Briten im EU-Gebiet, und da sollten die Laender die Vorgehensweisen schon aufeinander abstimmen.

(obwohl ich keinerlei Grund habe, noch zu glauben, dass irgendwer weiss was er/sie tut…)

 

Having said that… Teresa Mays Worte gestern morgen bei Peston klangen nicht gerade beruhigend. “Nobody necessarily stays anywhere forever” liess mich ehrlich gesagt erschauern.

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Ich finde ja eigentlich auch, das wäre eine nette Lösung meiner Probleme. Aber: Ich glaube nicht, dass es politisch und sonstwie vertretbar ist, das britisch Wahlvolk in seit Jahrzehnten nicht gesehener Zahl an die Urne zu lassen und dann das Votum legal auszuhebeln. Das ist politisch nicht machbar, so einfach jedenfalls nicht. Mag sein, dass der hiesige Supreme Court irgendwann ein Machtwort spricht, aber dann muss nochmal gewählt werden oder es gibt echte Revolte. Man kann das Volk ignorieren, das wissen wir seit langem, aber nur wenn man es zwischendurch nicht explizit nach der Meinung fragt.

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    • Hallo Thomas, ich bin momentan in einer ähnlichen Situation und kann dir zumindest sagen, wie es nicht funktioniert  Aber vielleicht besser als keine Antwort. Ich habe bisher zweimal erfolglos versucht, eine NIN zu beantragen, weil ohne NIN keine Steuernummer. Nachdem ich den zweiten Absagebrief bekam mit der nebulösen Begründung, ich bräuchte zum jetzigen Zeitpunkt keine NI-Nummer, habe ich dort mal angerufen. Dort hat man mir erzählt, ich bräuchte keine Nummer, da meine Kunden ja in Deutschland seien - solange sich das nicht ändert, müsse ich es gar nicht noch mal versuchen. Ein Steuerberater hier in UK hat mir jetzt allerdings bestätigt, dass man dort steuerpflichtig ist, wo man wohnt bzw. den Hauptwohnsitz hat - hat mit den Kunden nichts zu tun. In einem anderen Forum habe ich nun den Tipp gelesen, dass man einfach die Rechnungen mit der UK-Adresse rausschickt, am besten ein UK-Geschäftskonto eröffnet (wiederum schwierig, da die Banken dazu oft verlangen, dass man sein business bereits registriert hat - was ohne Steuernummer natürlich nicht geht) und es dann nach zwei, drei Monaten mit den so generierten Nachweisen noch mal probiert. Ich überlege gerade, ob es sinnvoll wäre, ein "borderless"-(Geschäfts)Konto bei Transferwise oder Revolut zu eröffnen. Denn meine deutschen Kunden wären sicher nicht begeistert, wenn sie auf einmal Gebühren zahlen müssen, weil ich sie auf ein UK-Konto überweisen lasse - vielleicht wäre das ja auch eine Option für dich, aber ob den Leuten vom DWP das offiziell genug ist, kann ich nicht sagen. Noch ein anderer Punkt, der dir vielleicht schon bewusst ist: Wenn man als Freiberufler nur für einen Kunden arbeitet, kommt schnell der Verdacht der Scheinselbstständigkeit auf - da ist also Vorsicht geboten. Vielleicht gibt es ja noch mehr Freiberufler hier im Forum, die noch Tipps und Ratschläge parat haben. Ich wäre ebenfalls sehr dankbar. Gruß in die Runde Jean
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