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curl1982

Gesundheits Daten in Deutschalnd

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Kann mir vielleicht jemand sagen wie in Deutschland die Gesundheits Daten individueller Patienten gespeichert und verwendet werden? 

 

Ich schreibe meinen Master und moechte heraus finden ob in DE alle Daten eines Patienten irgendwo gespeichert werden.

Die NHS ist ja da gerade erst drauf gekommen wie ich er fahren habe.

 

Wuerde mich um jegliche Info freuen

Danke

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So wie's klingt, ist das ja eher die Hornberger Schiessen Version einer Gesundheitsdatenbank. Nämlich eine Karte, die wenn sie einen Chip hätte und eine angeschlossene Datenbank live und verfügbar wäre, direkten Zugriff auf alle relevanten Patientendaten im Notfall ermöglichte. All das gibt's aber nicht, wodurch sie wiederum ein besserer Krankenschein bleibt, blos aus Pladtik und mit Foto. Ace. http://www.zeit.de/2013/51/elektronische-gesundheitskarte

Die Antwort au den Threadsteller lautet also erstmal Nö.

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Gesundheitsdaten ist da auch etwas unspezifisch.

 

Ich habe da schon laenger nicht mehr hingeguckt, aber ich meine mich zu erinnern, dass ob des strengen Datenschutzes in Deutschland Patientendaten gar nicht zentral gespeichert werden duerfen. Daten hat natuerlich der behandelnde Arzt bzw Einrichtung, aber nur insofern sie fuer die entsprechende Behandlung bzw Vorgeschichte bei dem Arzt/Krankenhaus erhoben wurden. Wenn der Patient vergisst, seine Medikamentenpalette bzw Koerkrankungen korrekt vorzutragen und es keinen dementsprechenden Informationsfluss bei der Ueberweisung gibt, gehen solche Infos auch mal verloren, meist zu Lasten des Patienten. Daher die Relevanz der Debatte um eine bessere Vernetzung.

 

Krankenkassen haben nur Abrechnungsdaten und ggf Daten aus der Teilnahme an Programmen (z.B. DMPs), die sind mit der Patientengeschichte inhaltlich bisher nicht befasst. Man kann aus solchen Daten dann wiederum nur wenig erkennen, ob z.B. eine Behandlungsform in der Praxis und auf eine Bevoelkerung bezogen (also ausserhalb von begrenzten Studien) bessere Ergebnisse erbringt als eine andere.

 

Es darf inzwischen mehr fuer forschungsrelevante Zwecke gesammelt werden, z.B. in den "neuen" Krebsregistern (neu in Deutschland, alt in UK), aber so viel ich weiss, sind diese Daten alle anonymisiert und ihre Nutzung unterliegt strengen Vorschriften.

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DAs wurde schonmal vor fast 30 Jahren angestrebt, wurde aber dann vom Datenschutzbeauftragten der Regierung wieder geknickt.

 

Hintergrund war in den Anfängen  zumindest, auch mal zu sehen, wer her was verschreibt und in welchen Mengen, und auch, um den Ärztetourismus ein wenig einzudämmen.

Durch das System könnte man auch theoretisch schneller erkennen, ob die betreffende Person überhaupt versichert ist und wenn ja, wo. Vielfach wurden - vermutlich auch werden - immer noch Rezepte für Medikamente oder Heilmittel für Patienten verordnet, die ggf. bei jemand anderem versichert sind.

 

Die Rezepte kamen von der Kassenärztlichen Vereinigung immer ein Quartal (oder war es noch länger?) später wieder zur Krankenkasse. Wenn man die dann mal überprüft hat, stellte man schon jede Menge Material fest, bei denen doppelt verschrieben wurde - auch vom gleichen Arzt - , für Patienten, die schon vor der Ausstellung des Rezeptes das Zeitliche gesegnet hatten, oder die in der bei einer ganz anderen Kasse versichert waren als die, die für die Sachen bezahlt hat. Oder auch Verordnungen, die überhaupt nicht gestellten Diagnose passten

 

Um das alles rauszusortieren, ggf. Regressansprüche zu stellen, braucht es Zeit und Geld.

Es könnte mit einer zentralen Speicherung durchaus Geld eingespart werden.

 

Und diese Geplärre wegen dem gläsernen Patient geht und ging mir immer schon auf den Frack. Die Leute geben heutzutage wesentlich mehr private und intime Daten von sich preis, als eine solche Erfassung jemals erheben würde.

Letzendlich würde es allen zu Gute kommen, denn so können Fehldiagnosen oder -verordnungen eher vermieden werden.

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Ich frage mich allerdings schon, wo die Daten gespeichert werden sollten:

 

a) der Patient hat sie, z.B. auf der Karte - ist sicher das datenschutzrechlich wuenschenswerte Modell, aber was passiert, wenn er sie verliert, vergisst oder im Notfall nicht dabei hat?

 

b ) beim Staat wie im NHS - ist ja aus deutscher Perspektive nicht gerade der ultimative Partner unseres Vertrauens und ist eigentlich in Gesundheitsfragen auch nicht zustaendig, weder Laender noch Bund.

 

c) bei den Kassen bzw privaten Versicherern - ob die Daten privatwirtschaftlich irgendwo liegen sollten, halte ich mal fuer umstritten, aber Pharmafirmen wuerden sich ueber die Zweitnutzung sicher sehr freuen

 

d) in einer neu gegruendeten Organisation - ja, aber was fuer eine Rechtsform wird das dann: stattlich, privatrechtlich oder sozialgesetzlich oder was anderes?

 

e) alles offenlegen fuer alle - I don't think so ...

Edited by Stellar

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soweit ich mich erinnere, sollten die daten zentral gespeichert werden, aber jede gruppe, die in irgendeiner Weise Zugang haben darf, hat entsprechend eben nur beschränkten Zugang. D. h. Chip auf der Karte ist lediglich eine Art Marker. Man kann damit den Patienten identifizieren, aber nur dann auf die Daten zugreifen, wenn man dazu die Befugnis hat.

So oder ähnlich. Ich weiß es nicht mehr... ist schon so lange her und wie gesagt, wurde eh alles in die Tonne gedroschen.

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Alles akademisch. Den Chip gibt's nicht und die Datenbank mit Zugangsregelung auch nicht.

 

 

So ist es. Weiterhin viel Leerlauf, was auch kein Wunder ist, wenn der vorherige Minister (Bahr() mal kurz in der Bank gearbeitet hatte und der neue Minister auch nur einfacher Parteifunktionär gewesen ist. Alle arbeiten sich in vier Jahren ihrer Dienstzeit erst einmal ein.

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