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breglis

Wohnung vor Rückkehr verkaufen?

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Hallo,

Das verflixte 7. Jahr......Meine Familie und ich werden 2015 London wieder verlassen. Derzeit besitzen wir hier eine Wohnung.
 

Ich habe mal eine Frage an anderen Deutsche, die ebenfalls property owner sind und sich mit der internationalen Besteuerung

Erfahrung haben? 

 

Mein Verständnis:

Derzeit haben wir keinen Wohnsitz in Deutschland, so dass dank Doppelbesteuerungsabkommen das die in UK versteuerten
Ersparnisse und Eigentumserlös steuerfrei nach D eingeführt werden können.
Der Gewinn ( durch Wertsteigerung)  einer vorher verkauften Wohnung wurde also komplett steuerfrei bleiben ( primary residency relief)

 

Frage:

Nach Rückmeldung in D ist ja dass Welteinkommen in D ja steuerpflichtig. Würde also dann die Abgeltungssteuer ( dt. capital gains tax)
voll auf den Gewinn der verkauften Wohnung anfallen?

Oder evt. anteilig ? i.e. Wohnung vor Umzug schätzen zu lassen, so dass lediglich der anteilige Gewinn nach Umzug dem Fiskus unterliegt ?

 

Hat da jemand evt. Erfahrung bzw Erkundigungen eingeholt die mir weiterhelfen?

 

Vielen Dank !

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Ich bin keine Steuerexpertin, verstehe es aber auch so wie du. Also: Hauptwohnsitz kann in UK steuerfrei verkauft werden und das Geld kann dann nach D'land mitgenommen werden.

 

Wie die Deutschen das sehen, wenn Du mit deutschem Wohnsitz verkaufst, weiss ich nicht so genau. Beim Hauptwohnsitz und Umzug aus anderem Land wuerde ich auf private Vermoegensverwaltung tippen, also auch steuerfrei.

 

Mal abwarten, was die Steuerexperten sagen...

Edited by Schokominza

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Ich kann zwar nicht direkt die Frage beantworten, sehe aber bei etwas ein Problem: Das Jahr 2014 geht zu Ende und ich gehe davon aus, dass du die Wohnung noch nicht verkauft hast und auch nicht in 2014 verkaufen wirst sondern in 2015. Wenn du Anfang 2015 nach D zurück gehst, bist du für das gesamte Jahr 2015 in D steuerpflichtig, da du dann mehr als die 183 Tage in D deinen gewöhnlichen Aufenthalt hast. Damit dürfte nach meiner Meinung auch der Gewinn aus dem Wohnungsverkauf in D versteuert werden, falls es da keine Ausnahmen gibt. Der derzeitige Wohnsitz ist nicht unbedingt ausschlaggebend sondern der über das Steuerjahr gesehen gewöhnliche Aufenthalt. Falls du dann hier in UK noch Steuern zahlst wegen dem anderen Steuerjahr und Aufenthalt hier, so wird dir das in D angerechnet. Und für die Versteuerung von Gewinn aus Wohnungskäufen wird dann das deutsche Recht §34d Punkt 8b (mit Verweis auf §22 und §23) zur Anwendung kommen, welches du im EStG nachlesen kannst.

 

Siehe es mal mit nem überspitzten Beispiel: Eine sehr reiche deutsche Person hat ein paar Wohnungen verteilt in Europa, u.a. eine in Monaco und eine in London. Die Mehrheit seiner Zeit im Jahr verbingt die Person in München. Die Wohnung in London will er nun verkaufen. Dann könnte er ja klug auf die Idee kommen und kurz vor dem Verkauf seinen Wohnsitz in D abmelden, in Monaco sich anmelden (falls das überhaupt geht), die Wohnung in London verkaufen und dann wohl nur in Monaco geringe Steuern zahlen wegen dem sicherlich günstigen Steuersatz und dann nach einer Woche wieder nach München fliegen und sich dort wieder anmelden etc. Das mit dem gewöhnlichen Aufenthalt ist schon vielen anderen zum Problem geworden (sehr publik bei Promis mit einer Wohnung in Monaco), denn das Beispiel funktioniert so nicht.

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...seinen Wohnsitz in D abmelden, in Monaco sich anmelden (falls das überhaupt geht), die Wohnung in London verkaufen und dann wohl nur in Monaco geringe Steuern zahlen wegen dem sicherlich günstigen Steuersatz und dann nach einer Woche wieder nach München fliegen und sich dort wieder anmelden ... denn das Beispiel funktioniert so nicht.

 

Genau - so Funktioniert das nicht , denn diese 183 Tage Regelung wird in MC sehr drauf geachtet das diese auch zu 100% eingehalten wird ( und da werden auch keine Ausnehmen gemacht ) .

MC hat keine Lust auf Ärger mit der EU wegen so etwas .

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Na aber die Frage ist doch: welche Steuer soll da in D'land ueberhaupt anfallen?

 

Evtl interessiert die noch, wie lange breglis die Wohnung hatte und wieviele Immobilien er/sie sonst noch so verkauft - wegen gewerblichem Grundstueckshandel. Das wissen wir nicht. Aber selbstgenutzt und Hauptwohnsitz ??

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Ich kann zwar nicht direkt die Frage beantworten, sehe aber bei etwas ein Problem: Das Jahr 2014 geht zu Ende und ich gehe davon aus, dass du die Wohnung noch nicht verkauft hast und auch nicht in 2014 verkaufen wirst sondern in 2015. Wenn du Anfang 2015 nach D zurück gehst, bist du für das gesamte Jahr 2015 in D steuerpflichtig, da du dann mehr als die 183 Tage in D deinen gewöhnlichen Aufenthalt hast. Damit dürfte nach meiner Meinung auch der Gewinn aus dem Wohnungsverkauf in D versteuert werden, falls es da keine Ausnahmen gibt. Der derzeitige Wohnsitz ist nicht unbedingt ausschlaggebend sondern der über das Steuerjahr gesehen gewöhnliche Aufenthalt. Falls du dann hier in UK noch Steuern zahlst wegen dem anderen Steuerjahr und Aufenthalt hier, so wird dir das in D angerechnet. Und für die Versteuerung von Gewinn aus Wohnungskäufen wird dann das deutsche Recht §34d Punkt 8b (mit Verweis auf §22 und §23) zur Anwendung kommen, welches du im EStG nachlesen kannst.

 

Siehe es mal mit nem überspitzten Beispiel: Eine sehr reiche deutsche Person hat ein paar Wohnungen verteilt in Europa, u.a. eine in Monaco und eine in London. Die Mehrheit seiner Zeit im Jahr verbingt die Person in München. Die Wohnung in London will er nun verkaufen. Dann könnte er ja klug auf die Idee kommen und kurz vor dem Verkauf seinen Wohnsitz in D abmelden, in Monaco sich anmelden (falls das überhaupt geht), die Wohnung in London verkaufen und dann wohl nur in Monaco geringe Steuern zahlen wegen dem sicherlich günstigen Steuersatz und dann nach einer Woche wieder nach München fliegen und sich dort wieder anmelden etc. Das mit dem gewöhnlichen Aufenthalt ist schon vielen anderen zum Problem geworden (sehr publik bei Promis mit einer Wohnung in Monaco), denn das Beispiel funktioniert so nicht.

 

Ahhh, vielen Dank, Du hast natürlich völlig Recht, ich habe doe 183 Tage Regel gelesen und abgetan, weil ich vom UK Steuerjahr ausgegangen bin, in D gibt aber natürlich das Kalenderjahr! Also verkaufen und erst im Spätsommer umziehen, ist wahrscheinlich der beste Weg.

Ich habe auch mittlerweile lernen dürfen dass ab 6. April 2015 non-residents uneingeschränkt CGT abdrücken werden, also primary residency relief mehr.

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Wie sollen Non-Residents denn auch ne primary Residence haben...?

 

Genau - das betrifft diejenigen, die hier vermieten und evtl irgendwann verkaufen und nach D'land umziehen wollen.

 

Aber mich interessiert immer noch, welche Steuer in D'land anfallen soll, wenn nicht gewerblicher Grundstueckshandel / Spekulationsdingsbums ?

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Wie sollen Non-Residents denn auch ne primary Residence haben...?

 

ok schwach formuliert - bis 6.April 2015 ist man per se als non-resident von CGT befreit, allerdings nicht über den PRR.

Unglaublich eigentlich!? Kein Wunder, dass die halbe Welt hier die Immobilienblase anfeuert mit ihren Investitionen...

Edited by breglis

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Wie sollen Non-Residents denn auch ne primary Residence haben...?

 

Genau - das betrifft diejenigen, die hier vermieten und evtl irgendwann verkaufen und nach D'land umziehen wollen.

 

Aber mich interessiert immer noch, welche Steuer in D'land anfallen soll, wenn nicht gewerblicher Grundstueckshandel / Spekulationsdingsbums ?

 

 

EStG §23 - Private Veräußerungsgeschäfte ....

TL;DR ...die Spekulationsfrist für Grundbesitz ist 10 Jahre.

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Dumme zwischenfrage: woher weiss denn D, das dein mitgebrachtes geld aus einem hausverkauf kommt, und nicht zb deine ersparnisse von unter der matratze sind?

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Dumme zwischenfrage: woher weiss denn D, das dein mitgebrachtes geld aus einem hausverkauf kommt, und nicht zb deine ersparnisse von unter der matratze sind?

 

Gute Frage, nicht sicher wann und wie man seine Vermögenswerte erklären muss in D. Ich denke, wenn die Steuereinnahmen wittern ?

Wenn D. dass nicht direkt bei der NSA mithört, dann kriegt der Fiskus die Ueberweisungssumme mit Sicherheit mitgeteilt - im Rahmen des Geldwäschegesetze.
(Auch hier in UK bei Kauf der Wohnung musste ich beim Solicitor die Einkünfte für Kapitaleinlage offenlegen).

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Schokominza hat Recht. Die Spekulationsfrist ist bei selbst genutztem Eigentum (Hauptwohnsitz) unrelevant. Der Gewinn ist in D steuerfrei.

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Schokominza hat Recht. Die Spekulationsfrist ist bei selbst genutztem Eigentum (Hauptwohnsitz) unrelevant. Der Gewinn ist in D steuerfrei.

Gesendet von iPhone mit Tapatalk

 

Danke - das mein ich doch auch!

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Dumme zwischenfrage: woher weiss denn D, das dein mitgebrachtes geld aus einem hausverkauf kommt, und nicht zb deine ersparnisse von unter der matratze sind?

 

Du machst in D dann ja eine Steuererklaerung und da du ja nicht wie manch andere Promis Steuerbetrug begehen willst, wirst du sicherlich die Formulare korrekt ausfuellen inclusive den entsprechenden Anlagen. Sicherlich waere die Ueberpruefung schwieriger, aber eine Steuerpruefung seitens der Behoerde ist nicht unwarscheinlich.

Ausserdem muessen bei Einfuerung von Bargeld (auch Ueberweisung) grosser 10k Euro in Formularen die Herkunft des Geldes angezeigt werden um Geldwaesche zu vermeiden und bei den grossen Summen nach Hausverkauf wird es schwierig mit der Argumentation des taeglichen Sparens...

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noch etwas, gerade bei pwc gelesen:

Auslandsimmobilien

Bei einem Verkauf von im Ausland gelegenen Immobilien kommen die Regelungen des jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und dem Staat, in dem sich die Immobilie befindet, zur Anwendung.

 

Da du die Immobilie privat genutzt hast, sollten dann weder in UK noch in D Steuern anfallen. Befrage dazu aber am besten nochmal einen Steuerberater.

Edited by versorger

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Jetzt ist @breglis genügend verwirrt worden. Deshalb (wie Schokominza und Basch schon sagten) :

 

Ein Verkauf eines selbstgenutzen Hauptwohnsitzes ist sowohl im UK als auch in D steuerfrei.

 

@breglis braucht auch bei einer Überweisung des Kaufpreises nach D keine Meldepflicht zu beachten, wenn er Inhaber beider Konten ist (im UK und in D). Einer Meldepflicht ist nur nachzukommen, wenn der Betrag auf fremde Konten geht.

 

Sollte er allerdings dann mit seinem Guthaben in D z. Bsp. eine Immobilie erwerben, kann es durchaus sein, dass das Finanzamt wissen möchte, woher das Geld stammt. Das FA wird bei Immobilienkäufen automatisch unterrichtet. Wenn er dies dann (wie oben) nachweist, ist das ok.

 

 

Edited by kaufmann
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