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MatinSchmidt

Arbeiten in Deutschland (home office) für Arbeitgeber in UK

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    Hallo liebe Deusche-in-London Gemeinde,

     

    Ich habe natürlich zunächst die Suchfunktion genutzt (wie sich das gehört :icon_razz: ), aber leider nichts passendes gefunden zu diesem Thema.

     

    Ich arbeite seit Anfang des Jahres für einen UK Arbeitgeber. Ich wohnte bis vor drei Tagen noch selbst in London. Ich habe aber schon dort die Möglichkeit genutzt von zu Hause zu arbeiten. Ich habe mich wie bereits erwähnt vor wenigen Tagen dazu entschlossen (v.a. um Mietkosten zu sparen) wieder nach Deutschland zu ziehen. Ich habe hier die Möglichkeit kostenlos zu wohnen. Nun habe ich mich eigentlich schon fast dumm und dämlich gesucht, um passende Informationen im Netz zu finden, aber ich bin kläglich gescheitert. 

     

    Ich lebte seit Januar 2013 in London, und hatte mich nie aus Deutschland abgemeldet. Habe aber natürlich eine NHS Karte (und EHIC) und meine NIS. Was ist denn nur am Besten für meine Wenigkeit?

    Meine Firma bietet mir die Möglichkeit, mich auch als selbstständigen Mitarbeiter zu beschäftigen.

    Wer von Euch kennt Sich mit dem Thema aus? Ihr würdet mir einen Riesen gefallen tun.

     

    Viele Grüße

    Matin

     

     

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    Wichtig bei der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit in Deutschland ist, dass Du dem Finanzamt mitteilst, dass Du dich selbständig machst. Eventuell ist eine Gewerbeanmeldung erforderlich (dann wird deine Selbständigkeit dem Finanzamt mitgeteilt, war zumindest bei mir so). Das Finanzamt kommt dann auf dich zu und bittet dich um eine Schätzung deiner voraussichtlichen Einnahmen. Hier wäre die Erstellung eines Businessplans nützlich. Als Tipp kann ich noch geben, dass man sich nicht von einem Kunden abhängig machen sollte, im Sinne, dass man mehrere Einkommensquellen hat.

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    Danke für die rasche Antwort.

    Das mit der Selbstständigkeit war vielleicht etwas missverständlich formuliert. Ich bin natürlich noch ganz normal bei diesem britischen Arbeitgeber angestellt. Der Accountant der Firma meinte nur, dass womöglich eine Selbstständigkeit am Günstigsten wäre, jedoch konnte er dies auch nicht zu 100% bestätigen.

     

     

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    Hallo Matin,

     

    in Deutschland gibt es eine Krankenversicherungspflicht. Wenn Du wirklich eine Selbständigkeit anstrebst dann hast Du die Wahl zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Ich bin mir da aber auch nicht sicher inwiefern NHS und EHIC Tätigkeiten auf deutschen Territorium abdecken.Ich kann die Problematik aber durchaus nachvollziehen: Hier zahlt man KV-Beiträge bei einer Selbständigkeit. In London halt hohe Mietpreise. Hast Du deine vorherige Krankenversicherung in Deutschland bereits kontaktiert?  Ich würde da mit denen Rücksprache halten.

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    NHS/NHS-EHIC decken Dich nur ab, wenn Du Deinen Wohnsitz auch in UK hast. EHIC ist keine Krankeversichrungskarte, sondern eine Karte für Notfallbehandlungen im EU-Raum.

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    Danke nochmals für die Antworten.

     

    Ich hatte noch gar keine Zeit bisher, um mich mit der KV hier auseinanderzusetzen, da mein Arbeitsalltag nahtlos weiterging. 

    Ich bin nun erst mal die nächsten Monate weiterhin angestellt, aber lebe hier. Werde Im Dezember nochmals 2 bis 3 Wochen in London vor Ort sein. 

     

    Ich bin dennoch noch nicht wirklich schlau geworden was denn nun das Beste für mich wäre :-/

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    Wie hast DU es geschafft, aus der deutschen KV rauszukommen, wenn Du Dich dort nicht abgemeldet hast? Und ich würd aufpassen, denn wenn Du Dich dort wieder anmeldest, wollen die ne Bestätigung, bis wie lange Du im Ausland warst und wenn Du da schon paar Monate in D lebst, darfste ggf. nachzahlen.

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    Also ich bin ja bereits im Januar 2013 nach UK gezogen, aber habe bis Juli noch KV Beiträge in D (freiwillige Versicherung) gezahlt. 

    Vielleicht nutze ich einfach auch die 180 Tage Regelung und gehe dann einfach wieder nach London für ein halbes Jahr. 

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    Die 180-Tage Regelung hat aber nichts mit der KV zu tun. Es ist nicht so, daß Du, wenn Du aus dem Ausland zurückkommst erstmal 180 Tage nicht krankenversichert sein musst in D.

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    Du hast keinen Wohnsitz mehr in UK - damit bist du in Deutschland krankenversicherungspflichtig - du solltest dich schnellstens entscheiden, in welchem Land du nun wohnen willst ... und warum zahlt man in Deutschland freiwillig monatelang weiter Krankenversicherung, wenn die NICHT zuständig ist? bearbeitet von Hafi

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    Die KV kann man ja auch nur zum nächstmöglichen Termin kündigen. Außerdem war ich mir damals gar nicht sicher, ob ich wirklich dort bleiben möchte. Ach was soll denn in den 180 Tagen passieren ;) Ich bin ja zwischendurch öfter mal drüben. Ich sehe das ehrlich gesagt etwas gelassener. :)

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    Ich würde mir aber trotzdem schnellstmöglich einen Versicherungsschutz besorgen. Die 180-Tageregelung ist AFAIK dafür zuständig welches Land deine Einkommen besteuern darf. Ein Klinikaufenthalt könnte dich finanziell ruinieren wenn Du keinen Versicherungsschutz hast.

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    Bitte nicht den Teufel an die Wand malen :) Aber danke ich mache mir schon auch meine Gedanken, aber scheinbar macht es ja wenig Sinn als Selbstständiger auf deutschem Boden zu arbeiten, oder?
    Bzgl. des Versicherungsschutzes. Hättest du da eine gute Alternative parat "Mankind75" ?

     

     

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    Bei den gesetzlichen Krankenkassen kannst Du ggf. einen Antrag auf "soziale Härte" stellen, was die Beiträge etwas senkt aber ich habe mich auch schon gefragt, ob man nicht nur für die Krankenkasse arbeitet. Das habe ich so mal meiner AOK mitgeteilt und auf England verwiesen und da kam als Antwort wie schlecht das britische Gesundheitssystem doch sei.

     

    Alternative wäre sicherlich eine private Krankenversicherung, wo es ja jetzt mittlerweile den Basistarif gibt, der den Leistungen der gesetzlichen KV wohl entspricht. Ich selbst bin aber durch eine Angestelltentätigkeit wieder in die gesetzliche Kasse gekommen und bin froh darüber. An Verträgen kannst Du in der Privaten ja alles abschließen, je nach Selbstbehalt. Ich selbst bin momentan für drei Jahre berentet und kann mir bis zu 450 Euro monatlich dazu verdienen. Krankenkassenbeiträge werden bei mir bei dem Betrag vom 138 Euro fällig, bin steuerlich gesehen Kleinunternehmer.

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    Bitte nicht den Teufel an die Wand malen :) Aber danke ich mache mir schon auch meine Gedanken, aber scheinbar macht es ja wenig Sinn als Selbstständiger auf deutschem Boden zu arbeiten, oder?
    Bzgl. des Versicherungsschutzes. Hättest du da eine gute Alternative parat "Mankind75" ?

     

    Eine wahrhaft weise Erkenntnis, weshalb das ja auch kaum einer hier in Betracht ziehen wuerde. ;)

    Ich hatte in der vergangenheit auch schon angebote, in D als freiberuflicher Mitarbeiter zu arbeiten.

    Allerdings vergessen die meisten dt. Unternehmen, zumindest in meinem Bereich, wie der Markt und die Abgaben hier aussehen und wie sich die Sache dann in D darstellen muesste, um halbwegs interessant zu werden. Wenn man jmd. von der Insel locken will, muss man auch entsprechend was anbieten: "you get more bees with honey", wurde mir mal gesagt. bei den bisherigen Anfragen war da allerdings eher Essig im Spiel.

    Wie gesagt, pruefe sorgfaeltig, auf was du dich da evtl. einlaesst (egal, ob als Entsandter oder Freiberufler).

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    Danke für alle Antworten!

     

    Ich bin für jeden hilfreichen Link (Englisch oder deutsch) dankbar. Ich werde wohl in 4-6 Monaten wieder nach London gehen. 

    Die Bürokratie hier ist mir zu aufwendig, dann zahle ich doch lieber wieder die Mietpreise :D

     

     

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    Nach dem was ich hier gelesen habe, wäre in Deinem Fall eine Selbständigkeit nicht zu empfehlen.

     

    Du könntest aber in D nach wie vor als Angestellter Deiner UK-Firma arbeiten. Du solltest mit ihr einen Arbeitsvertrag nach D-Recht abschliessen; das gäbe dann auch mehr bezahlten Urlaub etc. als im UK. Dein UK-AG überweist Dir monatlich Dein Brutto-Gehalt nach D inkl. des AG-Anteils. Darauf musst Du achten, weil Du diese Abgaben an die KK wie auch die Lohnsteuer ans FA überweisen musst. Das geht alles per Dauerauftrag bei Deiner Bank in D.

     

    EU-Recht macht das alles möglich: viele arbeiten inzwischen so. Eine besondere Bürokratie gibt's da nicht.

     

    Du hättest dann alle Arbeitnehmer-Vorteile wie jeder andere in D auch.

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    Hallo Zusammen,

     ich habe ein ähnliches Anliegen. Mein Arbeitgeber (sitzt in London) würde mich in Zukunft von Deutschland aus arbeiten lassen (home office). Ich würde hier auch einen Arbeitsvertrag nach deutschem Recht bekommen und alle Abgaben würden dann von meinem Arbeitgeber bezahlt werden. Gern möchte mein Arbeitgeber auch, dass ich regelmäßig ins office nach London reise (bis zu zweimal die Woche), was für mich kein Problem darstellt.

    Jetzt hat mein Boss aber gesagt, dass es hier doch Probleme gibt, das die Dienstreisen von Deutschland ins office nicht als Business-Trips von HMRC sondern als Wege zur Arbeitsstätte (office) gesehen werden und daher anders besteuert werden muessen. Das macht das ganze Unterfangen fuer den Arbeitgeber sehr teuer.  Hat jemand eine Ahnung warum das so ist, oder kann mir hier weiterhelfen? Gern auch professionell.

     

    Vilen lieben Dank

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