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Rainer

Umfrage zu Befristung im Wissenschaftsbereich

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Ich hab die Umfrage gemacht, und sie macht durchaus Sinn, selbst wenn man nicht in D wohnt/arbeitet. Da und dort muss man ein wenig flexibel antworten oder n/a, sonst ok.

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Bei meiner Jobsuche in D sehe ich auch oft Stellen fuer wissenschaftliche Mitarbeit (nicht nur an Unis), da sind fast immer 2 Jahre - das trifft aber auch auf ganz viele andere Jobs zu, bei Verbaenden, NGOs, oeffentlicher Dienst, etc pp

Aetzend... Von wegen Fachkraefte- und Akademikermangel, aber das Thema hatten wir ja an anderer Stelle schon.

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Fuer Akademiker gilt immer noch die geniale Bulmahn'sche 12-Jahres-Regel, d.h. nach 12 Jahren auf staatlich finanzierten Zeitvertraegen bekommt man keinen neuen mehr, also Zeitvertrags-Berufsverbot (nur als Selbstschutz natuerlich!). D.h. wer's bis dahin nicht auf eine Professur geschafft hat darf Taxifahrer werden. Auch ist es mit Zeitvertraegen bei hochspezialisierten Akademikern nicht ganz so einfach wie bei anderen Jobs.

Es gibt hier wirklich ein Problem! Aber niemanden interessiert's, denn wer braucht schon Akademiker die forschen...

 

ps: Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose.

Edited by Rainer
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Getan! Jegliche Befristungsmechanismen für einen Arbeitszeitvertag sind fundamental daneben weil Teilnehmer ohnehin beim Auswahlverfahren schon sehr gut

 

selektiert werden müssen. Wir sprechen hier schließlich von Hochschulabsolventen mit akadmischer Vorbildung, d.h. dass jegliche Entscheidungsanamolien von

 

der Universität getroffen werden müssen. Die Besten der Besten sollten also automatisch von dieser Stelle herausgefiltert werden können.

 

 

Hier und da gab es in meinem Umfeld entweder befristete Stellen in Abhängigkeit der Dienstverwendung zB. 24 Monate bis hin zum 12 jährigen DV einer Professur-

 

verleihung.

 

 

Viel Glueck also mit Deinem Umfrageergebnis wozu auch immer Du es verwenden solltest.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Viel Glueck also mit Deinem Umfrageergebnis wozu auch immer Du es verwenden solltest.

 

Danke, aber das ist nicht `meine' Umfrage, ich unterstuetze das Vorhaben nur. Wird wie ueblich zu nichts fuehren, ist aber lobenswert!

R.

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Scheint aber anscheinend immer noch mehr als genug hochqualifizierte Bewerber zu geben, wenn die sich die Scheiße mit diesen 2-Jahresverträgen leisten können. Und von 40h-Woche kannste da ja auch nur träumen, da biste doch schon froh, wenn's mal nur 50h werden.

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2-Jahresverträge sind ja geradezu Luxus! Bei mir waren es teilweise auch nur wenige Monate.. Hehe, 50 Stunden hätte ich damals auch gerne mal gehabt, waren eher 80 (auf ner halben Stelle) - und wenn ich das richtig sehe, wäre ich dann seit 2 Jahren ohnehin Taxifahrerin - oder verdoppelt sich die 12-Jahres-Regel bei halben Stellen? Aber irgendwie denke ich trotzdem gern an die Zeit zurück. Ich vermisse die Lehre, die Forschung nicht so sehr.

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Scheint aber anscheinend immer noch mehr als genug hochqualifizierte Bewerber zu geben, wenn die sich die Scheiße mit diesen 2-Jahresverträgen leisten können. Und von 40h-Woche kannste da ja auch nur träumen, da biste doch schon froh, wenn's mal nur 50h werden.

 

Viele junge KollegInnen traeumen eben bis zum letzten Moment von einer Karriere in der Wissenschaft und halten auch am letzten 2-Jahres-Zipfel fest. In UK geht die Tendenz inzwischen zu 1-Jahresvertraegen aufgrund von Geldmangel. Dass man auf solchen Zeitskalen kaum vernuenftige Wissenschaft machen kann (bei der man dicke Bretter bohrt) steht auf einem anderen Blatt.
Danke, dass Ihr die tatsaechliche Arbeitsbelastung in diesen Jobs thematisiert! Viele Nichtwissenschaftler scheinen romantisch verklaerte Vorstellungen von Lehre und Wissenschaft zu haben, so a la Feuerzangenbowle kombiniert mit Newton - wenn man nicht feiert sitzt man sitzt unterm Baum, wartet, dass einem der Apfel auf den Kopf faellt und wird dafuer blendend bezahlt.

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Na ja, welche Vorstellungen die Nichtwissenschaftler haben, dürfte ja eine untergeordnete Rolle spielen, da die sich ja nicht auf die Stellen bewerben. Und wenn man diese miesen Arbeitsbedingungen (1-Jahresverträge, hohes Arbeitspensum, relativ schlechte Bezahlung) ansieht, dann können die doch nur aufrechterhalten werden, weil es offenbar einen Überschuß an hochqualifizierten Bewerbern gibt. Da sind entweder genug gute Uniabsolventen so verzweifelt, daß sie jeden Job zu allen Bedingungen annehmen, oder haben etwas studiert, was in der freien Wirtschaft nicht nachgefragt ist und sie deshalb auf die akad. Laufbahn angewiesen sind. Klar, sicher mag da die Hoffnung mitspielen, irgendwann mal ne schöne Professur ergattern zu können und dann ausgesorgt zu haben, aber wer die akad. Laufbahn einschlägt sollte ja schon genug Erfahrung haben, um zu wissen wie der Laden läuft. Da steigen viele doch schon als studentische Hilfskraft ein.

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Die Konkurrenz fuer die Stellen (die eventuell sogar etwas mehr sind als frueher) steigert sich gewaltig dank der Internationalisierung. Alleine wenn man sieht wie viele

Forschungsantraege heute eingereicht werden im Gegensatz zu vor 10/15 Jahren. Und wenn man nicht im Boys/Girlsclub [=Community] ist dank Initiation von namhaften Profs kann man es eh vergessen.

 

Hier mal so ein Bericht eines Betroffenen: http://thescribeunbound.wordpress.com/2013/07/02/academic-limbo-the-first-postdoc/

 

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Die Konkurrenz fuer die Stellen (die eventuell sogar etwas mehr sind als frueher) steigert sich gewaltig dank der Internationalisierung. Alleine wenn man sieht wie viele

Forschungsantraege heute eingereicht werden im Gegensatz zu vor 10/15 Jahren. Und wenn man nicht im Boys/Girlsclub [=Community] ist dank Initiation von namhaften Profs kann man es eh vergessen.

 

Hier mal so ein Bericht eines Betroffenen: http://thescribeunbound.wordpress.com/2013/07/02/academic-limbo-the-first-postdoc/

 

Hmm... m.E. wuerfelst Du hier einiges etwas durcheinander:

  • mehr Stellen? Kommt drauf an in welchem Land. In China ja, in D nicht wirklich. Max. 10% mehr Professorenstellen in den letzten 10 Jahren sagt eine Statistik, kommt aber wiederum auf das Gebiet an; in meinem Bereich (Physik) 0% mehr Stellen.
  • internationale Konkurrenz? In USA und UK ja, in D weniger, die Sprachbarriere macht's.
  • mehr Forschungsantraege? Hat nix mit mehr permanenten Stellen zu tun, bestenfalls werden damit fixed term PhD und Postdocstellen geschaffen. Und die Flut von Antraegen hat nix mit mehr Geld zu tun sondern damit, dass der Druck von Uniseite gestiegen ist, mehr Drittmittel einzuwerben.
  • Die Relevanz von networking haengt wieder von der Stellensituation ab, in D absolut ueberlebenswichtig weil kaum Stellen, in UK weniger weil mehr Stellen da sind (wo die Leute aber wiederum in Lehre und admin verheizt werden)

Zum Thema habe ich heute gerade den link hier erhalten:

Das promovierte Prekariat

und zwar von dieser netten facebook-Gruppe:

https://www.facebook.com/akademischeJuniorposition

R.

 

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Die Konkurrenz fuer die Stellen (die eventuell sogar etwas mehr sind als frueher) steigert sich gewaltig dank der Internationalisierung. Alleine wenn man sieht wie viele

Forschungsantraege heute eingereicht werden im Gegensatz zu vor 10/15 Jahren. Und wenn man nicht im Boys/Girlsclub [=Community] ist dank Initiation von namhaften Profs kann man es eh vergessen.

 

Hier mal so ein Bericht eines Betroffenen: http://thescribeunbound.wordpress.com/2013/07/02/academic-limbo-the-first-postdoc/

 

Hmm... m.E. wuerfelst Du hier einiges etwas durcheinander:

  • mehr Stellen? Kommt drauf an in welchem Land. In China ja, in D nicht wirklich. Max. 10% mehr Professorenstellen in den letzten 10 Jahren sagt eine Statistik, kommt aber wiederum auf das Gebiet an; in meinem Bereich (Physik) 0% mehr Stellen.
  • internationale Konkurrenz? In USA und UK ja, in D weniger, die Sprachbarriere macht's.
  • mehr Forschungsantraege? Hat nix mit mehr permanenten Stellen zu tun, bestenfalls werden damit fixed term PhD und Postdocstellen geschaffen. Und die Flut von Antraegen hat nix mit mehr Geld zu tun sondern damit, dass der Druck von Uniseite gestiegen ist, mehr Drittmittel einzuwerben.
  • Die Relevanz von networking haengt wieder von der Stellensituation ab, in D absolut ueberlebenswichtig weil kaum Stellen, in UK weniger weil mehr Stellen da sind (wo die Leute aber wiederum in Lehre und admin verheizt werden)

Zum Thema habe ich heute gerade den link hier erhalten:

Das promovierte Prekariat

und zwar von dieser netten facebook-Gruppe:

https://www.facebook.com/akademischeJuniorposition

R.

 

 

 

Ich habe natuerlich nur meinen Bereich angedacht (Technische Informatik/Elektrotechnik) da ich andere Bereiche nicht beurteilen kann. Hier ist weltweit ein Stellenplus gegeben, natuerlich auch international bedingt. Nur an Mitteleuropa darf man da leider nicht denken. Aber als wissenschaftlich Interessierter sollte man sowieso global denken wenn man Karriere machen will. Kollegen von mir waren auch in Dubai damit sie vorankommen. Promovierte in dem Bereich haben durch die Industrieforschung aber auch sehr gute Chancen, deswegen ist da wohl weniger zu lesen darueber.

 

Die Konkurrenz in unserem Bereich ist gegeben, gerade im Postdoc Bereich. Chinesen/Inder/ehemaliger Ostblock ist stark, vor 15 Jahren haetten das nicht alle fuer moeglich gehalten. Natuerlich sind die guten Leute versucht alle an die Amerikanischen/UK Unis zu gehen. Gerade im Embedded Bereich ist aber Europa auch nicht so schlecht.

 

In der Etechnik scheint Networking in Mitteleuropa/GER wie auch in Physik  sehr wichtig zu sein. Habe im Bekanntenbereich schon Habilitierende miterlebt die klassisch ausgekontert wurden damit sie ja nicht die eine Professur bekommen. Und bei den Berufungskommissionen ist das fachliche nur ein Aspekt. In Amerika ist man mit Professur auch nicht unbedingt den Rest seines Lebens beschaeftigt. Gibt Leute die wieder in Industrie zurueckgehen/von dort zurueckkommen etc. Wie gesagt kann ich aber nur mein Gebiet beurteilen.

Edited by inner_fire
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ps: Das mit den 10% mehr Stellen hat mir doch keine Ruhe gelassen, da ich die Zahl irgendwo aufgeschnappt habe aber andererseits auch Stagnation im Hinterkopf hatte.

Hier sind konrekrete (hoffentlich verlaessliche?) Statistiken:

Anzahl der hauptberuflichen Professoren und Professorinnen an deutschen Hochschulen 1999 bis 2012

Wie man sieht Wachstum erst in den letzten 4 Jahren, davor Stagnation. Lohnt sich zu vergleichen mit
Anzahl der Studierenden an Hochschulen in Deutschland vom Wintersemester 2002/2003 bis 2013/2014

Leider sind die Studentenzahlen in den letzten Jahren deutlich staerker gewachsen als die professorenstellen...

Das bezieht sich aber nur auf D! International ist die Gemengelage anders und von vielen Faktoren abhaengig.

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