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reichp

Erfahrungsbericht: London-Plymouth-London per Anhalter

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das ist ein super Bericht aber so das entspannte Wochenendtrip Gefuehl lese ich da jetzt nicht raus.

Komme allerdings aus einer Generation die ab und an mal den Daumen in den Wind steckte um billig irgendwo hin zu kommen, Pappschild war ein Bonus. Die Zeiten aendern sich.Hoffe die Reise war unterhaltsamer als sie sich liest. :icon_lol:

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das ist ein super Bericht aber so das entspannte Wochenendtrip Gefuehl lese ich da jetzt nicht raus.

Komme allerdings aus einer Generation die ab und an mal den Daumen in den Wind steckte um billig irgendwo hin zu kommen, Pappschild war ein Bonus. Die Zeiten aendern sich.Hoffe die Reise war unterhaltsamer als sie sich liest. :icon_lol:

 

15+ Minuten unter der Bruecke M4/M32 waren echt spannend, weil nicht geplant - alles andere, inkl. Regen waren vorgesehen und wir waren mehr (Emergency Rain Ponchos und Regenschirme) oder weniger (Klapprechnertasche mit Korkenzieher statt einer Aktentasche mit Granitproben) darauf vorbereitet.

Edited by reichp

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Toller Bericht, klasse. Mehr davon bitte ...

Ich versuchte die ganze Reise im Stile "how-to" zu beschreiben, vor allem wie wir uns vorbereitet haben und wie lange es tatsaechlich gedauert hat. Denn die Wartezeit als Faktor ist enorm wichtig beim Trampen und man soellte alles moegliche tun um Wartezeit zu reduzieren - ich sehe aber keine Verbesserungsmoeglichkeiten.

Wir sahen so vertrauenswuerdig aus, dass sogar zwei Autos mit alleinreisenden Damen (ok, eine mit dem Hund) uns mitnehmen wollten.

Bessere Trampstellen kann ich mir auch kaum vorstellen, Plymouth Marsh Mills war eher Ausnahme, aber sonst gab es genug Platz zum Anhalten und relativ viele Autos, obwohl bei manchen Tankenstellen viele Lokals unterwegs zum Einkaufen waren, die soellte ich irgendwie erkennen und nicht mit Fernreisenden zusammenzaehlen.

 

Es waere eines Versuches Wert A-Strassen zu probieren, da es dort im Prinzip so ein Fledermauslaend mit Traffic Officers gar nicht geben kann. Irgendwo auf A40 muss man nicht mal ein Taxi zu rufen, da gibt es auch Busse - Abertausende von Trampern koennen mit Trampstellen auf Tankenstellen sich nicht irren. Am Wochenende habe ich vieles falsch gemacht, vor allem mit der Autobahnbruecke - keiner der Fehler hat meiner Meinung nach zu so langen Wartezeiten gefuehrt, denn ~50 Minuten im Schnitt ist doch zu lang, 34 km/h ist zu langsam, da wuerde ich 12 Stunden bis nach Haverfordwest in Wales brauchen. 

 

Was kann ich besser organisieren? Ausser mit der Bahn/Mietauto zu fahren. Vielleicht von Tramprennern lernen? Android-App fuer hatchwiki.org entwickeln um mehr Trampstellen zu sammeln?

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Ich wollt ja einfach nur mal was anderes an einem WE machen als im Pub rumzugammeln :icon_mrgreen:

Somit war die Konstellation super. Der Analytiker und die Chaostante... Aber Spaß hat es gemacht und ich würde es wieder tun!

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ich bin früher selbst sehr viel getrampt (in ganz europa, kanada, australien, neuseeland, u.a) und bin als ich ein auto hatte, mit absicht in rastplätze reingefahren, um tramper aufzusammeln. trampen war nicht nur umsonst, sondern auch super interessant, weil man plötzlich in die welt eines anderen menschen einsteigt und so viel neues lernt und so viele verschiedene menschen trifft. ich habe sogar an der uni mal eine studie zum trampen geschrieben. in den letzten jahren ist mir aufgefallen ,dass es deutlich weniger tramper auf den straßen gibt. man sieht kaum noch die typischen aussies an den rastplätzen oder ganze reihen von anhaltern an den ausfahrten. und ich denke, das liegt wirklich daran, dass jetzt mehr passiert. ich würde selbst in den meisten gegenden auch nicht mehr trampen und auch niemanden mitnehmen. trampen ist total spannend und toll, aber trotzdem gefährlich. ich bin nur im ausnahmefall alleine als frau getrampt, meistens mit einer anderen freundin. einmal wollte uns ein mann in neuseeland in einer abgelegenen gegend vergewaltigen (wir konnten ihn zum glück noch umstimmen und meine freundin auf dem rücksitz war kurz davor, ihm mir einer riesenzange, die sie unter dem sitz gefunden hatte, von hinten eins über den kopf zu  geben...), in kanada, fing ein fahrer an, meine freundin, die neben ihm saß, zu befummeln und sich auch, während unser freund nichtsahnend hinten auf dem pickup saß, in mexiko wollten ein paar racheros uns einen tollen deal "eine tüte marihuana gegen sex" aufzwingen, während unser freund hinten auf dem pickup saß. als frau wird man beim trampen früher oder später wohl immer mal mit sex konfrontiert und das kann unter umständen auch böse ausgehen. abgesehen davon sind die fahrstile einiger menschen einfach gefährlich und wenn man mal im auto sitzt, kommt man nicht sofort wieder raus. ich erinnere mich da an den opi, der in deutschland mit 230km/h über die autobahn bretterte und kaum abstand hielt, die zwei jungs, die sich auf dem weg nach liverpool über die country roads bekifften und die zwei jungs, die bei lauter technomusik und diskobeleuchtung nachts durch deutschland rasten. man kann die fahrer zwar etwas einschätzen und muss nicht einsteigen, aber oft tut man es im notfall doch, wenn man stunden gewartet hat und  es dunkel wird und man kurz vor dem ziel ist. ich würde es nicht gerne sehen, wenn meine töchter heutzutage (oder  d.h. wenn sie mal alt genug sind in 15 jahren oder so) hier trampen würden. es ist schade, aber es ist sicher gefährlicher geworden.

und zum abschluss noch eine positive anekdote zum thema trampen und kriminalität. auf den cook-inseln stand ich mal alleine an der straße und es hielt die polizei. ich dachte natürlich "oops, jetzt erzählen die mir, wie gefährlich es ist", aber nein, stattdessen nahmen sie mich mit und erzählten, dass es ihnen langweilig sei, weil auf rarotonga ja nie was passiert.

wäre interessant, mal ein paar tramperlebnisse von anderen zu hören.

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in Deutschland hat ja auch der immer professionellere Aufbau vom Mitfahrzentrale.de und mitfahrgelegeneheit.de bestimmt dazu beigetragen dass dort weniger getrampt wird, da man damit relativ guenstig von A nach B kommen kann. Habe ich als Student oft genutzt.

 

Inzwischen sind die Seiten total "modernisiert", man kann sich richtig die Profile der Leute ansehen, es gibt ein Bewertunsgsystem etc.

Das gabs "zu meiner Zeit" noch nicht - ich hab damals den unbekannten Fahrer "bewertet" in dem ich die Schreibweise der Anzeige und der Emails, Schnelligkeit der Antworten, das Alter usw "analysiert" habe. Hab oft Frauen ausgesucht als Fahrer aber nicht ausschliesslich.

Eine richtig merkwuerdigen Fahrer oder unangenehme Situationen hatte ich nie, mein "system" hat also scheinbar funktioniert ;) So gut wie immer war auch noch mindestens ein weiterer Mitfahrer dabei. Einmal ist mir einer etwas zu sportlich gefahren und ein anderes mal war ein Fahrer total schweigsam - hat mir und der anderen Mitfahrerin dafuer am Rastplatz ungefragt ein Eis gekauft! ;) Das war's dann schon mit den Auffaelligkeiten ...

 

Edited by Blueberrymuffin

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... einmal wollte uns ein mann in neuseeland in einer abgelegenen gegend vergewaltigen (wir konnten ihn zum glück noch umstimmen und meine freundin auf dem rücksitz war kurz davor, ihm mir einer riesenzange, die sie unter dem sitz gefunden hatte, von hinten eins über den kopf zu  geben...),...

 

Wie macht man DAS denn???

 

Ausserdem mit 2 Leuten im Auto, auch wenn's beides Frauen sind, waere das Vorhaben doch ewtas schwierig fuer ihn geworden - ausser natuerlich er hatte ne Schusswaffe oder so ...!

Edited by Blueberrymuffin

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Ich habe auch keine wirklich besonderen Geschichten. Einmal haben wir in der Schweiz einen Schlitten gekauft, weshalb das mit dem Trampen nicht so einfach war. Irgendwann hat uns dann ein Brauereilastwagen mitgenommen, der in jedem Dorf anhielt, um seine Lieferungen zu taetigen. Da durften wir auf der Ladeflaeche auf dem Schlitten sitzen.

 

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Vor ein paar Tagen ueberlegte ich in diesem Jahr das Trampen zu wiederholen, vielleicht soellte ich mich beeilen, DIE ZEIT schreibt schon ueber HitchBOT: "Wer ihn an der Straße aufgabelt, kann während der Fahrt mit ihm reden. Er hat eine Spracherkennungssoftware und eine Schnittstelle zur Wikipedia, also ein ziemlich umfassendes Allgemeinwissen."

 

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Pavel, habe eben deinen neusten Bericht gelesen und dabei auch "unseren" alten wieder gelesen. Musste sehr bei den Erinnerungen lachen. War eine super Erfahrung und hat viel Spaß mit dir gemacht!

Also Londoner, wenn ihr Begleitung beim Trampen sucht - mit Pavel ist es klasse :-)

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    • Danke, Lasse und Jensemann, für die guten weiteren Infos. V.a. das mit der "Wegzugsbesteuerung" - was es nicht alles gibt - ist eine weitere neue Kopfschmerzquelle...  Ich hatte eh vor, professionelle Hilfe für die Steuerangelegenheiten in Anspruch zu nehmen, wollte aber nicht völlig ahnungslos auftauchen. Denn wie man ja an der sinnfreien Beratung vom immigration agent sieht, ist nicht jeder Profi auch gleichzeitig gut... Je mehr man selber weiß, umso besser. Als Fazit bleibt, wenn ich das richtig verstehe, dass ich ab September ( bis maximal 31.6.21) jederzeit nach UK kommen kann und mich, wenn ich hier bin, für preSS anmelden kann.  Das ist, wenn ich das weiterhin richtig verstanden habe, unabhängig davon, ob ich hier arbeite oder in Deutschland, ich muss dann lediglich in UK wohnen (was ich ja auch möchte...). Was ich nachweisen könnte durch die Wohnung, die wir gemeinsam gemietet haben (und ab 20. April beziehen). Ich würde dann sicherstellen, dass utility bills und ähnliches auch auf meinen Namen ausgestellt werden.  Damit wäre der Umzugs- und Steueraspekt geklärt (hoffe ich...). Habt Ihr eine Ahnung, was mit den Sozialabgaben ist? Wenn ich in UK wohne und PreSS habe, bin ich dann nicht in UK sozialversicherungspflichtig? Was passiert dann mit den Sozialabgaben in Deutschland, ich würde ja voll in Deutschland arbeiten...  Ich danke Euch sehr für die bisherige HIlfe, Ihr seid super. 🙂  
    • Werde ich beim Nachfolge Forum machen, danke fuer den Tip.https://deutsche-in-london.freeforums.net/
    • Sorry, £220 for 12 is over my budget. Otherwise:Rettung in letzter Minute 😷
    • The WineBarn are an award-winning German wine merchant based in Winchester, Hampshire. We offer a wide range of elegant reds (Spätburgunder, Lemberger), deliciously dry whites (Riesling, Scheurebe, Silvaner), sensational sparkling Sekts and much more. We’ve just put together a mouth-watering ’Stay Home Stay Safe’ wine case and while many of the larger wine companies have ceased deliveries and supermarket wine is in short supply, we are still supplying the nation. Delivered within 2-3 days. Delivery to UK addresses included. To learn more, visit; https://thewinebarn.co.uk  
    • Von genau dem hängt es am Ende auch ab. Durch die Wohnung, die dir in Deutschland jederzeit zur Verfügung steht, ergibt sich erst einmal die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland. Zur Anwendung käme hier § 1 Abs. 1 EStG (https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__1.html) und § 8 AO (https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__8.html). Dadurch, dass du mit deiner Frau in UK lebst, liegt der Lebensmittelpunkt dort allerdings bereits nahe, die 183-Tage Regel, wäre hier nur ein weiterer Indikator für den UK-Wohnsitz. Aus dieser Situation heraus, wird dann auch UK, dich als Steuerzahler heranziehen wollen. Genau diese Situation, also die doppelte Besteuerung, soll dann das DBA vermeiden, denn dieses klärt dann, wer auf was das Anrecht der Besteuerung hat. Die gute Nachricht: Das DBA ist bilateral zwischen Deutschland und UK und daher durch den Brexit nicht automatisch betroffen. Die Schlechte ist, dass ich zu professioneller Hilfe raten würde, auch weil mir aktuell nicht gänzlich klar ist, ob dein Anteil am Start-up eine Wegzugsbesteuerung auslösen könnte, zu der, zu allem Überfluss, Änderungen in den Schubladen von Olaf Scholz liegen, nach denen die Stundung bei Wegzug innerhalb der EU wegfallen würde, aber selbst ohne diese Änderung, könnte der Brexit hier möglicherweise zur Falle werden.
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