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Erstens kommt es anders und zweitens als man(n) denkt ...

 

Im September 2013 werde ich nach 6 Jahren in Süd Wales wieder in den Osten Deutschlands zurückkehren. Der Grund der Rückkehr ist meine deutsche Verlobte endlich heiraten zu können. Wir hatten hin- und her überlegt wie wir es machen, aber ich habe mich nun entschieden nach Deutschland zu gehen und sie nicht zum Umzug nach Wales zu bewegen. Sie war dazu bereit, aber letztlich ist der Aufwand für sie oder für mich der Gleiche.

 

Wir planen auch bald Kinder zu haben und da wäre es schon schön die Eltern in der Nähe zu haben, zumal ihre Mom schon 70 ist.

 

Ich hätte mir ehrlich gesagt nie erträumt das ich von UK aus eine deutsche Freundin finde, es ernst wird, dass man sich verlobt und ich nun auch noch in Deutschland heirate. So war das eigentlich mal nicht geplant? Vor einigen Monaten träumte ich noch vom Dual Citizenship usw.

 

Ich hab mich hier schon ein bisschen belesen und weiss über den diversen Papierkram Bescheid. Es ist aber trotzdem alles ein bisschen scary. Besonders der Gedanke mir jetzt wieder Arbeit suchen zu müssen. Ich war im August 2007 in der Nähe von Cardiff angekommen und hab sein September 2007 Vollzeit und unbefristet für Tesco im Büro für Kundenservice gearbeitet. Und jetzt werde ich kündigen. Boah, einerseits raste ich aus bei diesem Gedanken aber andererseits habe ich Frieden darüber und weiß ich tue das Richtige für meine zukünftige Familie.

 

Diverse Urlaubserfahrungen in Deutschland in den letzten Jahren lassen mir aber auch so einige deprimierte Gedanken hochkommen. Kulturrell werde ich mich noch mal total eingewöhnen müssen.

 

Wenn ihr noch irgendwelche Tipps habt, immer her damit.

 

Wenn es nicht so aussieht als würde ich in Deutschland was finden, wäre es gut sich in UK kurz arbeitslos zu melden und dann sein Arbeitslosengeld mit zu nehmen? Wie lang ist die Sperrfrist in UK wenn man selber kündigt?

 

Liebe Grüße

 

Tom

 

 

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Gratuliere! Wo im Osten werdet ihr denn sein? Ich weiß das einige Firmen ihre Kundendienst-Callcentres im Osten haben, zum Beispiel Sixt in Rostock. Da kommst du mit Auslandserfahrung bestimmt unter.
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Da Du "nur" 6 Jahre weg warst, wird sich ja sooooo viel nicht verändert haben. Ich glaube, es kommt sehr darauf an, in welche Region zu willst. Dresden und Leipzig z.B. sind zum Wohnen und Arbeiten wahrscheinlich heutzutage besser als Gelsenkirchen und Castrop-Rauxel :icon_mrgreen:

Wenn Du aber jetzt schon familiär gebunden bist (Nähe zur Mutter), musst Du vielleicht pendeln. Ich denke, dass sehr viele grosse deutsche und internationale Firmen sich in Neufünfland angesiedelt haben und dort was zu finden sein wird.

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Kulturrell werde ich mich noch mal total eingewöhnen müssen.

 

Keine Sorge, so schnell entdeutschifiziert man sich nicht. Du wirst ja lang genug vorher in Deutschland gelebt haben. Sicher werden dir am Anfang einige Dinge auffallen, die anders sind als im UK. Einiges positiv, einiges negativ. Mach nicht den Fehler, nur die negativen Dinge zu sehen, sonst wirst du es schnell bereuen, deiner Verlobten zuliebe nach Deutschland zurückgegangen zu sein.

Mach dir bewusst das DU wieder zurück möchtest, um mit ihr zusammen zu sein - sonst wirst du ihr unterbewusst bei jeder Kleinigkeit, die dir an Deutschland nicht gefällt vorwerfen, dass du ihretwegen hier bist.

 

Deutschland hat gegenüber der UK einige Vorteile - du musst sie nur sehen wollen. Natürlich gibt es auch eine Reihe Dinge, die im UK besser sind. Versteife dich aber nicht auf diese Sachen die jetzt schon bei dir "einige deprimierte Gedanken" hochkommen lassen, sonst wirst du nicht glücklich. Gerade wenn ihr Kinder haben wollt werdet ihr Deutschland gute Grundvoraussetzungen finden, eine ganze Menge finanzieller Hilfen, gute medizinische Betreuuung und ein komplett kostenloses Schulsystem.

 

Du hast dich entschieden, zurückzugehen - jetzt mach das Beste draus und guck nicht wehmütig zurück!

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Denke auch, dass du in dtschl gluecklicher wirst und besser dran bist, wenn du eine familie gruenden willst.

Hast du hier schon mal die kindergaerten gesehen?

Und vor allem: freu dich auf eine riesenwohnung und eine angemessene miete ;)

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Und vor allem: freu dich auf eine riesenwohnung und eine angemessene miete

 

Lol. DAS wird wohl die Größte Umgewöhnung für dich. Für den Preis eines winzigen WG-Zimmers in London oder Südengland kriegst du in Ostdeutschland oft eine 150qm Penthouse-Wohnung mit Dachterasse (z.B. in Leipzig: http://www.immobilienscout24.de/expose/68371381). Mit einem qualifizierten Beruf kannst du in Ostdeutschland leben wie die Made im Speck. Selbst die geringeren Einkommen tun dem keinen Abbruch.

Leider ist das hier im Rhein-Main-Gebiet anders. Wenn ich Freunde im Osten besuche muss ich regelmäßig vor Neid weinen. :icon_mrgreen:

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am besten wäre das Dir gekündigt wird

Rede da mal mit dem Boss - ob er da nicht mal was drehen kann , sonst gilt die Sperre auch in D

Danach must Du noch , soweit das nicht geändert wurde, noch min 1 Monat den UK-Arbeitsmarkt als Arbeitssuchender zur Verfügung stehen (auf dem Papier = Du "Bemüst" Dich nach bestem Unwillen).

Dann kannst die mitnahme der Gelder nach D beantragen - in D gibts dann max 3 Monate Geld aus UK, auch wenn Du kein Job findest. Du kannst aber innerhalb dieser Frist wieder nach UK kommen und hier weiter Geld als Job-seeker beziehen

 

Viel Glück und Erfolg bei der Job-suche in D

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Gratuliere! Wo im Osten werdet ihr denn sein? Ich weiß das einige Firmen ihre Kundendienst-Callcentres im Osten haben, zum Beispiel Sixt in Rostock. Da kommst du mit Auslandserfahrung bestimmt unter.

 

Wahrscheinlich in der Gegend Zwickau, Lichtenstein oder Chemnitz. Allerdings bin ich was Call Centre in Deutschland betrifft sehr vorsichtig. Die haben da keinen guten Ruf und ich möchte nicht auf Dauer den Stempel "Call Centre Agent" aufgedrückt bekommen. Oft geht es da ums "cold calling" und Leuten Dinge aufschwatzen die sie nicht brauchen.

 

Geht es allerdings wirklich "nur" um Kundenservice, kuck ich mir das gern mal an. Welche Vorschläge hättest du denn da?

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Da Du "nur" 6 Jahre weg warst, wird sich ja sooooo viel nicht verändert haben. Ich glaube, es kommt sehr darauf an, in welche Region zu willst. Dresden und Leipzig z.B. sind zum Wohnen und Arbeiten wahrscheinlich heutzutage besser als Gelsenkirchen und Castrop-Rauxel :icon_mrgreen:

Wenn Du aber jetzt schon familiär gebunden bist (Nähe zur Mutter), musst Du vielleicht pendeln. Ich denke, dass sehr viele grosse deutsche und internationale Firmen sich in Neufünfland angesiedelt haben und dort was zu finden sein wird.

 

Familiär gebunden sind wir soweit, dass meine Verlobte momentan im Bäckerei Familienbetrieb ihres Bruders arbeitet. Deshalb wird sich die Gegen Zwickau, Lichtenstein und Chemnitz erstmal anbieten.

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Kulturrell werde ich mich noch mal total eingewöhnen müssen.

 

Keine Sorge, so schnell entdeutschifiziert man sich nicht. Du wirst ja lang genug vorher in Deutschland gelebt haben. Sicher werden dir am Anfang einige Dinge auffallen, die anders sind als im UK. Einiges positiv, einiges negativ. Mach nicht den Fehler, nur die negativen Dinge zu sehen, sonst wirst du es schnell bereuen, deiner Verlobten zuliebe nach Deutschland zurückgegangen zu sein.

Mach dir bewusst das DU wieder zurück möchtest, um mit ihr zusammen zu sein - sonst wirst du ihr unterbewusst bei jeder Kleinigkeit, die dir an Deutschland nicht gefällt vorwerfen, dass du ihretwegen hier bist.

 

Deutschland hat gegenüber der UK einige Vorteile - du musst sie nur sehen wollen. Natürlich gibt es auch eine Reihe Dinge, die im UK besser sind. Versteife dich aber nicht auf diese Sachen die jetzt schon bei dir "einige deprimierte Gedanken" hochkommen lassen, sonst wirst du nicht glücklich. Gerade wenn ihr Kinder haben wollt werdet ihr Deutschland gute Grundvoraussetzungen finden, eine ganze Menge finanzieller Hilfen, gute medizinische Betreuuung und ein komplett kostenloses Schulsystem.

 

Du hast dich entschieden, zurückzugehen - jetzt mach das Beste draus und guck nicht wehmütig zurück!

 

 

Danke für die netten Worte. Ja, ich denke auch, dass es funktionieren wird. Ich gehe auch nicht meiner Verlobten zuliebe nach Deutschland. Sie war total offen dafür auch hierher zu kommen. Aber ich dachte dann, ich bin viel flexibler was den Umzug betrifft und außerdem wollen wir ja in den nächsten Jahren vielleicht bald Familie gründen und da fand ich Deutschland wirklich erstmal den besseren Platz. Ich hab in den letzten Jahren ehrenamtlich viel mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Lehrern zu tun gehabt und mir würde es krausen meine Kinder in GB in den Kindergarten bzw. in die Schule zu schicken. Leider!

 

Es gibt sicherlich auch nen Haufen Sachen die ich hier vermissen werde. Aber wie du bereits richtig sagtest, werde ich meiner Verlobten und mir den Gefallen tun und mich darauf nicht versteifen.

 

Jetzt gilt es halt in Deutschland wieder arbeitstechnisch Anschluss zu finden. Weitere Option wäre auch noch mal eine Ausbildung. Da bin ich mit 32 noch nicht zu alt für.

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Und vor allem: freu dich auf eine riesenwohnung und eine angemessene miete

 

Lol. DAS wird wohl die Größte Umgewöhnung für dich. Für den Preis eines winzigen WG-Zimmers in London oder Südengland kriegst du in Ostdeutschland oft eine 150qm Penthouse-Wohnung mit Dachterasse (z.B. in Leipzig: http://www.immobilienscout24.de/expose/68371381). Mit einem qualifizierten Beruf kannst du in Ostdeutschland leben wie die Made im Speck. Selbst die geringeren Einkommen tun dem keinen Abbruch.

Leider ist das hier im Rhein-Main-Gebiet anders. Wenn ich Freunde im Osten besuche muss ich regelmäßig vor Neid weinen. :icon_mrgreen:

 

 

Na, wer wird denn so neidisch sein?  :icon_razz:  Aber ich muss dir Recht geben. Ich war selbst erstaunt zu sehen, dass ich für den Preis den ich hier monatlich für mein WG Zimmer zahle im Osten Deutschlands beinahe eine ganze 4 Zimmer-Wohnung mieten könnte. Zumindest für die Kaltmiete langt es.

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am besten wäre das Dir gekündigt wird

Rede da mal mit dem Boss - ob er da nicht mal was drehen kann , sonst gilt die Sperre auch in D

Danach must Du noch , soweit das nicht geändert wurde, noch min 1 Monat den UK-Arbeitsmarkt als Arbeitssuchender zur Verfügung stehen (auf dem Papier = Du "Bemüst" Dich nach bestem Unwillen).

Dann kannst die mitnahme der Gelder nach D beantragen - in D gibts dann max 3 Monate Geld aus UK, auch wenn Du kein Job findest. Du kannst aber innerhalb dieser Frist wieder nach UK kommen und hier weiter Geld als Job-seeker beziehen

 

Viel Glück und Erfolg bei der Job-suche in D

 

Problem ist, dass wir alle 4 Wochen bezahlt werden und im August sind zwei Lohntage. Die hätte ich eigentlich gern noch mit abgefasst wegen der Hochzeitskosten und dem Umzug und so. Da wäre ich ja on the dole wesentlich schlechter dran? Was ist denn da der Regelsatz? Kennt sich da wer aus? Ich war in meinen 6 Jahren UK nie arbeitslos. (Möchte das auch in Deutschland vermeiden, wenn ich was finde.)

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