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Kaur

Hilfe, ich komme noch nicht mit dem englischen Aerztesystem zurecht.

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Hallo,

 

ich lebe nun seit Oktober hier in London (Bromley).

 

Bisher hatte ich eigentlich nie Probleme, mich in anderen Laendern anzupassen. Habe ueber ein Jahr in China gelebt, war einige Zeit in Indien etc.

In China habe ich eigentlich nie sehr darueber nachgedacht, wie die verschiedenen Systeme (Gesundheitssystem) so funktionieren. Hatte einmal ein Magenproblem, war dann ins Krankenhaus, dort Fachaerzte gesprochen, die dann herausfanden, dass ich einen Magentumor hatte, der aber medikamentoes wegging etc. Jedenfalls hat man nicht die Finger von mir lassen koennen bis ich zufrieden war. Ich hatte keine einzige Sekunde lang Zeit gehabt, darueber nachzudenken oder mir einfallen zu lassen, dass ich in schlechten Haenden waere. Ich war zufrieden, auch wenn die Krankenhaeuser nach Blut, Urin, Kot und Tod rochen, ueberall auf den Gaengen Menschen mit offenen Wunden sassen, und weinende, stoehnende und schmutzige Patienten herumirrten.

 

Nun lebe ich hier in London und bin den Traenen nahe. Vielleicht habe ich mich veraendert im Laufe der Jahre.

Jedenfalls fuehle ich mich nicht gut behandelt. Ich hoffe aber noch, dass es mir bald besser ergehen wird, wenn ich ersteinmal das System hier verstanden habe und weiss, wohin ich muss und wer sich Zeit fuer mich nimmt, wenn ich mir Sorgen mache, warum meine Menstruation nicht kommt, warum ich seit 2 Monaten laufend, vor allem Nachts, zur Toilette rennen muss, weil ich das Wasser nicht mehr halten kann. Es moegen belanglose Kleinigkeiten sein, die aber Achtung und Sorge erhalten sollten.

 

Ich vermisse es, zu meinem naechsten Hausarzt zu rennen, um mir schnell und ohne Wenn und Aber eine Ueberweisunge fuer einen Facharzt aushaendigen zu lassen, worauf ich dann in der selben Woche noch einen Termin bei dem machen kann, gleich um die Ecke.

 

Scheinbar kann ich das nur als Privatpatientin erhalten.

Da ich aber noch neu hier bin und auch gerade erst starte, kann ich mir eine Privatkrankenversicherung zur Zeit noch nicht leisten. Aber heisst es jetzt, dass ich bis dahin auf einen guten Facharzt in meiner Naehe verzichten muss. Eine Frauenaerztin bespielsweise, die sich auch beim 2. Besuch noch an mich erinnern wird, vorausgesetzt ich komme ueberhaupt noch einmal wieder an die gleiche Aerztin?

 

 

Klartext. Ich warte seit bestimmt 2 Wochen auf meine Periode. Schwanger bin ich hoechstwahrscheinlich nicht.

Dann habe ich diesen uebermaessigen Harndrang, auch Nachts, voruebergehende Schmerzen im Unterleib, als kaeme meine Periode...(klingt alles nach Schwangerschaft)....

 

Eigentlich haette ich jetzt einfach gerne eine Routineuntersuchung bei meiner Frauenaerztin gemacht und die Sache waere geklaert. Ich hatte eine Fehlgeburt letztes Jahr. Habe ein Trauma, es hat mich seelisch sehr fertig gemacht. Daher reagiere ich tatsaechlich panisch bei jeder kleinen gynaekologischen Veraenderung. Ich habe grosse Panik, dass es nie mehr etwas wird, oder ich fruehzeitig in die Wechseljahre komme. Das wuerde ich so gerne bei einer Frauenaerztin in einer liebevollen und ruhigen Atmosphere loswerden.

Doch sieht die Realitaet hier anders aus.

Zunaechst habe ich nach Gynaekologen gesucht (Internet), doch ausser den Privatkliniken wie z.B. Richmond, nichts gefunden.
Dann wurde mir gesagt, ich soll in die London Lane clinic in Bromley. Dort gibt es auch Gynaekologen, die ab 9:30am fuer Notfaelle da sind. Ich also hin. Bin auch gleich als erstes dran gewesen.

Doch gleich fiel mir auf, dass es ja gar keine gynaekologischen Instrumente gab, also ein normales Zimmer, lediglich mit einer nachkriegsalterlichen Liege. Die Aerztin bat mich barsch einzutreten und mein Leid vorzutragen.

Ich fing vielleicht falsch an, haette von "Schwangerschaft" gar nichts reden duerfen. Doch ich gleich, hmmm Periode kommt nicht, Schmerzen im Unterleib etc. Sie sagt nur, ich soll in einer Woche nochmal einen Schwangerschaftstest aus der Drogerie holen und testen, und dann erst wieder kommen. Hallo????? Ich bin keine 14 Jahre alt. Ich kennen meinen Koerper und warte bereits seit 2 Wochen. Ein Schwangerschaftstest war negativ. Doch das haette ich mir auch sparen koennen, da ich garnicht schwanger sein kann. Aber wollte es mir halt nur selber nochmal beweisen. Das macht die Psyche mit mir, seit dem ich halt vor einem Jahr die Fehlgeburt hatte. Und dummerweise ja auch leider nicht mehr zu einer Nachuntersuchung gegangenen bin. Es koennte ja auch sonstwas sein.

Damals lebte ich noch in Deutschland. Haette ich es gewusst, dass es in England so schwierig sein wird, waere ich dreimal mehr zum Arzt gegangen.

Was nun?

Oder sollte ich vierteljaehrlich nach Deutschland und mich da medizinisch abchecken lassen.

Hat vielleicht jemand damit Erfahrung? Ich habe mal einen Bericht gelesen, da ging es auch um einen Deutschen in London, der 2 mal im Jahr nach Deutschland geht, lediglich um seine Arztbesuche zu machen. Vielleicht waere das besser.

Aber somit waere das Problem ja eigentlich nicht geloest. Denn wenn es einmal ein Notfall ist, staende ich dumm da.

 

Ja stimmt. Als meine Schilddruesenhormone vor 3 Monaten zuende gingen, machte ich auch einen Termin zur Abklaerung meiner Schildruese. Die Aerztin wollte nicht einmal etwas zu meiner Krankheitsgeschichte wissen. Sie schickte mich gleich fort und meinte, sie haette lediglich 10 Min. fuer mich, dann ist der naechste Patient dran. Ich konnte garnicht beenden zu erklaeren, dass es bei mir einer vierteljaehrlichen Untersuchung meiner Schilddruese bedarf, da diese Werte schwanken. Erst 3 Wochen Spaeter konnte ich dann endlich mit einem Doctor sprechen, der sich mein Problem etwas mehr zu Herzen nahm. Er schickte mich mit einem Formular zu einer Blutuntersuchung und gab mir ersteinmal Medis, die nun, wie ich HEUTE, bei meinem Gynaecologenbesuch, herausfinde, zu hoch eingstellt ist. Das haette die Arztin in diesem ZUsammenhang auch ruhig einmal erwaehnen koennen, dass naemlich eine zu hoch eingestellte Schilddruese die Menstruation ausfallen lassen kann, und das Herzrasen etc. sind also keine Anzeichen einer Schwangershaft.

Abgesehen davon wurden mir auch keine orthopaedischen Strumphosen verschrieben, so wie ich sie fuer meine schwachen Venen und mein Bindegewebe brauche. Ich muss mir abends die Zaehne zusammenbeissen vor Schmerzen in den Beinen. Aber NEIN, fuer Kompressionsbestrumpfung waren meine Beine angeblich noch nicht "blau" genug. Dabei habe ich in Deutschland bereits eine ziemlich starke Bestrumpfung verschrieben bekommen.

Ich komme mir hier gedemuetigt, vernachlaessigt und misshandelt vor.

 

Ja, ich bin ein Sensibelchen.

Aber ich wuerd mich freuen, wenn Ihr mir Tips geben koenntet, oder Eure Erfahrung und wie Ihr damit besser fertig werdet.

 

liebe gruesse aus London

 

 

Edited by Kaur
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Kdie nun, wie ich HEUTE, bei meinem Gynaecologenbesuch,

 

wo warst du denn heute beim Gynaekologen? Kannst du da vielleicht wieder hin?

 

Besonders liebevoll wurde ich hier auch noch nicht behandelt. Dem Krankenhaus habe ich irgendwann auf ein feedback formular geschrieben, ob es nicht moeglich waere, dass die Krankenschwestern nach der Blutabnahme "danke, das wars. Tschuess." sagen statt "wieso sitzt du immer noch hier?" Das hat sich dann beim naechsten Besuch tatsaechlich gebessert. Sonst kann ich dir leider auch nicht helfen, sorry.

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Nun bleib erstmal ganz ruhig. So wie du deine Beschwerden beschreibst, klingt das erstmal nicht nach einem Notfall.

Ich weiss nicht, ob ich deinen Bericht richtig verstanden habe: du warst also bei deinem GP und/oder einem Gynaekologen? Und was sagen die denn nun? Schwangerschaft hast du also ausgeschlossen. Das wird wahrscheinlich (mehr routinemaessig) auch nochmal untersucht, aber du sagst ja, das sei eher unwahrscheinlich. Als naechstes wuerde dann eine gynaekologische Untersuchung gemacht. Dafuer sind die Stuehle in UK nicht ueblich, sondern das wird tatsaechlich meistens auf einer Liege gemacht. Dann kaeme als naechstes (falls die Untersuchung kein Ergebnis bringt) ein Ultraschall und wahrscheinlich eine Blutuntersuchung. Eventuell hast du eine Hormonstoerung. Das wuerde man dann feststellen. Vielleicht hast du auch nur eine Blasenentzuendung, das wuerde man durch die Urinuntersuchung feststellen.

All das wuerde ich jetzt erstmal abwarten. Vorher kann man echt nur ins Blaue raten. Und keine Angst, du wirst hier nicht verbluten oder sonst was. Man kuemmert sich schon um dich. Man laesst sich hier nur bei allem, was kein Notfall ist, etwas mehr Zeit als in Dland.

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Vielen Dank fuer die ersten Antworten.

 

@Kleinstaedterin

Es tut mir leid, wenn mein Post doppelt erscheint oder erschien. Ich habe inzwischen etwas Korrektur gemacht vielleicht habe ich da 2 mal auf abschicken geklickt.

Ja, mit Gynakologie hat mein Post wohl eher wenig zu tun, auch wenn es mein gerade mein Problem ist, eine zu finden. Daher habe ich das erstmal wieder rausgenommen und stattdessen "Gesundheitssystem" als Thema geaddet.

 

 

 

 

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Kann man eigentlich direkt nach dem ersten GP-Besuch noch einen zweiten GP aufsuchen und sich dort registrieren, wenn man mit dem ersten nicht glücklich ist?

 

Wenn du eine Schwangerschaft zu 100% ausschließen kannst, würde ich das dem GP auch ganz explizit sagen.

 

Tief durchatmen und nicht selber verrückt machen. Gute Besserung.

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@Heike123

Danke fuer deinen Beitrag.

 

Ja heute morgen war ich zum GP bzw. habe nach einer Gynaekologin gefragt. Diese war dann ab 9:30 anwesend und rief mich rein.

Nach 1 Minute war ich auch schon wieder draussen.

Sie fragte, was mein Anliegen sei, und ich habe darauf erklaert, das die Periode nicht kommt und dass ich mir Sorgen mache.

Nicht aber um eine Schwangerschaft, sondern ob was ernsthaftes vorliegen koennte. Ich moechte das gerne abklaeren. (schliesslich will ich bitte noch Schwanger werden und daher keine hormonellen Stoerungen haben).

 

Die Aerztin darauf: Warten Sie noch eine Woche ab und machen Sie dann einen Schwangerschaftstest. Man weiss ja nie.

Darauf ich: Ok??? (xixx Fragezeichen und sprachlos, wie ich hier so schnell abgefertigt werde)...und verschwand. Ich darauf erstmal mein Mann angerufen und mich bei ihm ueber diese frustrierende Abfertigung ausgeheult.

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Hi Kaur,

 

seit wann hast du denn die Probleme mit der Schildruese? Normalerweise reicht es aus nach ein paar Jahren den Test einmal im Jahr zu machen. Eine zu hohe Dosierung ist ziemlich uebel wie auch eine zu niedrige :-) - damit ist wirklich nicht zu spassen. Wenn die Werte so stark schwanken, scheinst du nicht richtig eingestellt zu sein (allerdings bin ich auch kein Fachexperte, habe nur einige Erfahrung damit).

 

An deiner Stelle wuerde ich entweder nochmal mit deiner Aerztin reden und sie auf die falsche Dosierung ansprechen oder mir einen anderen GP suchen. Auf alle Faelle wuerde ich nochmal mit ihr ueber deine Schildruese sprechen. Am besten vielleicht am Abend vor dem Gespraech Notizen machen und versuchen klar und unaufgeregt mit ihr zu sprechen.

 

Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass sie nichts von deiner Krankengeschichte wissen wollte. Das war das erste, was meine Aerztin damals wissen wollte.

 

Auf jeden Fall viel Glueck und dass du das bald in den Griff bekommst. ( kannst du vielleicht versuchen die Dosierung selbst zu verringern? Das mache ich naemlich, je nachdem nehme ich mehr oder weniger. SO mit den Jahren bekommt man ja so ein Gefuehl, wenn mal wieder etwas nicht so OK ist)

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Kann man eigentlich direkt nach dem ersten GP-Besuch noch einen zweiten GP aufsuchen und sich dort registrieren, wenn man mit dem ersten nicht glücklich ist?

 

Ja, kann man. Ich habe das nach meinem letzten Umzug so gemacht. Habe mich bei einem GP registriert, der mir dann nicht zugesagt hat, und habe mich 3 Monate spaeter bei einer anderen Praxis registriert, wo ich seither sehr zufrieden bin.

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also ich kann Dir nur raten das Du dir einen doppel termin geben laesst beim GP und dem dann auch deine gesamte Krankengeschichte erzaehlst inclusive der fehlgeburt etc.. ich glaube was passier ist das Du einen notfall termin bekommen hast und deswegen hatten die so wenig zeit. ich finde termine am abend sind die besten wenn du die letzte bist da die meisten zeit haben.

hoffe Du findest einen guten GP

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Kaur, 

nicht dein Beitrag war doppelt sondern meiner. 

 

Die Krankengeschichte wird normalerweise von der Nurse erfasst wenn du dich registrierst. Ich habe auch noch nie erlebt, dass das nicht gefragt wird. Im Ernstfall GP wechseln. Ansonsten bin ich mir aber auch nicht sicher, was dich davon abhaelt deine Krankengeschichte zur Erklaeren wenn du von deinen Symptomen berichtest. Gehoert ja alles irgendwie dazu. 

 

 

Wegen deinem letzten Besuch beim GP - ich verstehe schon dass da keine besonderen Tests eingeleitet werden wenn du nur sagst, dass deine Menstruation verspaetet ist. Ist ja auch erstmal kein Ernstfall. Du sagst  nicht, dass du auch von deinen anderen Sorgen berichtet hast. 

 

Bist du sprachlich auf jeden Fall sicher, dass du deine Beschwerden klar vermitteln kannst und hast auch das selbstbewusstsein dies zu tun? Manchmal liegt der Fehler einfahc in der Kommunikation. 

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Kaur, 

nicht dein Beitrag war doppelt sondern meiner. 

 

nein, Kaurs Beitrag war auch doppelt. Ich habe einen davon geloescht, konnte aber auf die Schnelle keine Unterschiede finden. Wahrscheinlich hab ich jetzt den korrigierten post geloescht, sorry.

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ach, ich bin einfach sehr sensibel und reagiere auch so, wenn man mich irgendwie schnell abwimmeln will, ohne dass man mich grossartig anhoert.

 

Ja, ich erinnere mich daran, als ich zum ersten Mal in diese Klinik kam und einer Nurse meine Krankengeschichte mitteilen sollte.

 

Aber sie war unfreundlich und daher habe ich erst gar nicht richtig erkannt, was das alles sollte. Denn eigentlich leierte sie nur ihren Fragebogen runter und lies mir auch keine Zeit mich zu formulieren und nachzudenken. Wenn ich etwas erklaeren wollte, sagte sie, dass ich das dann dem Arzt erklaeren soll.

 

Gut, damit habe ich mich dann zufrieden gegeben, aber die Aerztin ist eben nicht weiter drauf eingegangen. Sie war sehr angepisst, dass ich nicht die Verpackung meiner Medis aus Deutschland mitgenommen hatte, obwohl ich ihr ja genau sagen konnte, von welcher Firma etc. Also wenn sich eine Arztin so unsicher sein kann, ob ich und welche Medis ich denn nun brauche, dann waere es aber unverantwortlich gewesen, mir ueberhaupt ein neues Rezept auszuschreiben. Ich sagte 150 und bekam es. Manchmal ist es auch 175, es war sogar schonmal bei 200. Und dann ist es wieder zwischen 125 und 150. Ich habe ueberhaupt kein funktionierendes Schilddruesengewebe, seit meiner Geburt nur kleine Fetzen. Wie dem auch sei.

 

Ja, mein Englisch ist nicht so doll. Ich habe ja sogar Schwierigkeiten mich in Deutsch verstaendlich auszudruecken, bin Legasthenikerin.

Aber das sollte doch kein Grund sein, mich nicht anzuhoeren.

Mein Partner, der hier schon seit 7 Jahre lebt, ist so empoert, er meint, dass es hier eben ein dummes System ist, wofuer er monatlich auch noch 120 Pfund zahlt. Und doch will er mich jetzt privat versichern, damit ich zufrieden bin. Aber wird es dadurch wirklich besser?

Gibs fuer Privatpatienten normale Praxen wie in Deutschland, wo man auch mal 20 Minuten mit dem Arzt plaudern kann???

 

 

Edited by Kaur

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Wenn Du Schwierigkeiten hast, Deine Probleme bei der Aerztin "rueberzubringen", nimm doch beim naechsten Mal Deinen Partner mit. MAn darf jederzeit jemanden mitbringen, der auch mit beim Arzt reindarf, und vielleicht kann Dein PArtner ihr die ganze Geschichte besser erklaeren? Ausserdem wuerde das vielleicht Dein Selbstvvertrauen staerken, wenn Du "Verstaerkung" dabei hast.

 

Also - evtl. GP wechseln, einen Doppeltermin machen (dann nimmt der Arzt sich von Vornherein 20 Minuten fuer Dich) und den Partner ins Schlepptau - dann werden Deine Sorgen und Beschwerden bestimmt ernst(er) genommen!

Edited by lindemaa
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Apropos Doppeltermin,

 

Ihr erzaehlt immer etwas von einem Doppeltermin.

 

Wie und warum wird soetwas gemacht?

 

Ganz einfach damit man mehr Zeit mit dem Arzt hat? Und wie macht man das?

 

Mein Mann kam auch schon 2mal mit. Aber ehrlich gesagt, habe ich alleine dann wieder mehr Selbstbewusstsein. Allein weiss ich, dass ich mir einen Ausraster erlauben koennte, ohne ihn zu blamieren. Ausserdem verstecke ich mich schon was hinter seinem Ruecken und lasse ihn erzaehlen.

Das Problem ist auch, er ist Inder und traegt einen Bart. So komisch das klingt, aber das kommt hier merkwuerdigerweise nicht gut an. Und da ich mich dann immer klein mache, wenn er fuer mich spricht, heisst es gleich, er waere wohl "Moslem" und unterdruecke mich.

Letztes Jahr, als ich hier noch zu Besuch kam, war ich auch mal mit ihm im Krankenhaus, da ich etwas mit der Blase hatte. Da ich da noch so gut wie garnichts verstand, lies ich ihn fuer mich reden. Und die Arztin fragte mich darauf eindringlich, ob ich vielleicht mit ihr allein sein moechte.

so etwas will ich nicht nochmal erleben. Er traut sich nicht nach Deutschland mit mir, weil er denkt, die "Nazis" wuerden ihn in Deutschland das Leben zur Hoelle machen, aber hier soetwas. Nein, ich gehe lieber alleine. Am besten trage ich auch  Jeans, und nicht meine indischen Schlabberklamotten, denn scheinbar kann das auch ein Grund sein, dass die Arzte lieber ihre Augen bei der Anamnese auf den Bildschirm fixieren, als mich, eine Europaeerin im Inderlook, anzuschauen.

 

Es tut mir leid, ich bin heute sehr frustriert. Ich habe jetzt wieder einen Termin. (heute morgen war ich ja spontan dort, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe, zu erfahren, warum meine Menstruation nicht kommt). Nun habe ich einen Termin wegen meiner Schilddruese. Das erste gespraech nach der Blutuntersuchung. mal schauen, inwieweit mich der Arzt beruhigen kann.

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Ich finde das system hier auch total scheisse und fuehl mich sehr schlecht behandelt. An deiner stelle wuerde ich mich so schnell wie moeglich privat versichern, und/oder nach DTL fahren und mich gruendlich durchchecken lassen.
Falls das nicht geht, geh in die notaufnahme oder trag noch etwas dicker auf bei deinem GP bis er dir endlich zuhoert und dich ueberweist.

Viel glueck und gute besserung.

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Bei meinem GP ist das so, dass man einen 10-Minuten Termin bekommt und eigentlich nur 1 Problem ansprechen sollte. Braucht man mehr Zeit oder hat mehrere Beschwerden, bekommt man einen 20 Minuten Termin, also Doppeltermin. Leider kann es manchmal eine Woche dauern, bis man so einen Termin bekommt.

 

Vielleicht koenntest Du Dir einen Termin mit der Nurse machen, um Ihr mal Dein Herz auszuschuetten und zu fragen, was Sie Dir empfiehlt.

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Zum Thema Doppeltermin: wenn Du den Termin ausmachst, sagst Du einfach, dass Du mehrere Fragen/Probleme hast, und dass Du ein sog. "double appointment" brauchst. Wenn man das mit fester Stimme und Ueberzeugung sagt, ist das meistens kein Problem.

Edited by lindemaa
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Ich würd mir nicht so schnell selber das „Sensibelchen“-Label verpassen. Du hast eine chronische Schilddrüsenerkrankung – die will korrekt versorgt werden. Außerdem hast du eine Fehlgeburt erlitten, was sicher nicht einfach zu verkraften ist. Die Tatsache, dass du anschließend keine Untersuchung/Beratung vom Frauenarzt hattest, belastet dich vielleicht zusätzlich. Vor allem jetzt, wo Symptome auftreten, bei denen sicher jeder beunruhigt wäre. Dass du das gerne abgeklärt hättest, ist normal, nicht hypersensibel.


Versuch’s doch mal bei einer der speziellen Family Planning Clinics, die unter dem Frauenarzt-Link aufgeführt sind. Und bereite dich vor: Ich sitze auch immer mit Checkliste beim Arzt, weil ich weiß, dass ich in der Eile oder bei Nervosität gerne was vergesse.

 

 

 

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Schau dir doch mal die Preise bei der deutschen Praxis in Richmond an, die sind glaube ich gar nicht so teuer fuer einen Termin. Ich habe das Gefuehl, dass du vor allem jemanden brauchst, der dir mal richtig zuhoert und deine gesamte Gesundheitsgeschichte durchblickt. Wenn du das auf deutsch tun koenntest, waere das doch ideal fuer dich. Da brauchst du dich nicht komplett privat versichern, um mal einen Termin privat zu bezahlen. Da war hier kuerzlich ein Thread ueber die Gynaekologin dort, die sehr positiv beschrieben wurde. Viel Glueck!

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Bei den meisten Privatversicherungen musst du allerdings alle deine vorherigen Probleme mit angeben und das mit dem Tumor reicht wahrscheinlich schon aus, dass du keine bekommen wirst oder das unerschwinglich wird.

 

Ich wuerde auch vorschlagen, wenn du jetzt nichts mehr mit dem Arzt erreichst, dass du zu A&E gehst und wirklich alles schilderst und dich nicht abwimmeln laesst.

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Im A&E wird man auch nicht weiterkommen, denn die sind nur fuer Notfaelle da, die sofort behandelt werden MUESSEN.

Du solltest bei deinen speziellen Erkrankungen allerdings Briefe mit Diagnose und Behandlungsart von deinen Aerzten in D holen, die ggf. uebersetzen lassen, und dann deinem Arzt vorlegen mit der Bitte um Ueberweisung.

Vielleicht hilft es auch, wenn du und dein Freund deine Symptome mal aufschreibt als eine Art Spickzettel, wenn du mit dem Arzt sprichst. Google deine speziellen Gesundheitsprobleme fuer Symptomnamen etc. Die NHS Seite ist auch gut, um mehr ueber die Behandlungsmethoden hier herauszufinden.

Versuch auch noch mal, mit der Krankenschwester deines GPs deine Anamnese aufzunehmen, damit der GP die auf dem Computer vorliegen hat.

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so Ihr Lieben,

 

erst einmal vorweg: es tut mir leid, dass ich mich erst jetzt wieder zurueck melde und mein GROSSES "Dankeschoen" an Euch ausspreche.

 

Inzwischen ist einiges passiert. War jetzt auch kurz und kurzfristig mal in Deutschland.

 

Nachdem ich hier mein Anliegen gepostet hatte, hatte ich nochmal einen Termin wegen meiner Hypotheriose. Es stellte sich heraus, dass meine Periode nicht kam, da ich ganz einfach zu hoch eingestellt war und es da schonmal Probleme mit dem Zyklus geben kann, bzw. dieses tatsaechlich tut.

Ich soll nun Ende Maerz noch einmal zu einer Blutuntersuchung, um meine Schilddruese wieder normal einzustellen. Der Arzt war sehr nett und hat sich auch mal umgedreht, um mit mir zu sprechen. Er hat sogar einiges Material ausgedruckt, bezueglich Schilddruese, und warum Blut abgenommen werden muss etc. Das war wirklich sehr nett, zu dem werde ich auch immer wieder gehen.

Er stellte im System fest, dass ich nocheinmal wieder einen neuen HealthCheck machen soll bei einer Nurse. Also bekam ich dann einen neuen Termin am naechsten Tag. Das uebliche Frage-Antwort-Prozedere ueber meine Gesundheitslaufbahn und die meiner Familie. Anschliessend warf ich ein, dass ich eine Frage in Bezug auf Schwangerschaften vermisst habe. Die Health Care Assistant war auch sehr nett und ging gleich drauf ein und fragte mich dazu. Ich erwaehnte halt von meiner Fehlgeburt und das ich seither immer noch die "Anzeichen einer Schwangerschaft" verspuere, (was ja durchaus psychisch sein kann). Und dass mir damals gesagt wurde, dass ich ein sehr schwaches Bindegewebe habe und das dies im Auge behalten werden muss, wenn ich nochmal wieder schwanger werde. Ich erwaehnte auch, dass ich gerne einen Check machen moechte, also mit Ultraschall etc. Darauf machte ich dann nochmal einen Termin mit der Frauenaerztin, die wiederum nicht sehr freundlich war und mich anschaute, als wuerde ich Unmoegliches verlangen. Erst als ich erwaehnte, dass ich einen unregelmaessigen zyklus habe, ist sie etwas entgegenkommender geworden. Jedenfalls habe ich jetzt auch einen Termin mit dem Hosital zum Ultraschall-Check.

 

Also alles wesentlich umfangreicher und man wird erst wirklich ernst genommen, wenn man es immer wieder versucht, im Gegensatz zu in Deutschland, wo ich auch untersucht werde, wenn "nichts" ist und Zaehne gezogen werden, die noch heilbar sind, just um die Kassen zu fuellen.

 

Eure Beitraege waren sehr lieb, verstaendnisvoll, fuersorglich und ohne Voreinnahmen, das war sehr lieb und herzlich. Ich habe mich darueber sehr gefreut und es war auch erleichternd. Vielen lieben Dank!!!!!!!!!!!!  :)

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Ich vermisse es, zu meinem naechsten Hausarzt zu rennen, um mir schnell und ohne Wenn und Aber eine Ueberweisunge fuer einen Facharzt aushaendigen zu lassen, worauf ich dann in der selben Woche noch einen Termin bei dem machen kann, gleich um die Ecke.

 

Scheinbar kann ich das nur als Privatpatientin erhalten.

 

So ist das mit der NHS und da wird sich auch nie was aendern.

Und du liegst auch bei der Privatversicherung richtig. Ich habe naemlich eine weltweite Privatversicherung von BUPA und kann mich jederezeit, auch in London, direkt zu einem Facharzt selbstueberweisen, habe ich letztens mit einem Neurologen gemacht. Die Versicherung beinhaltet u.A. Soundsoviele Privatarztbesuche pro Jahr (GP & Fachaerzte). "Normalo"privatversicherung haben das nicht und man muss auch da noch durch den NHS GP. Das Problem dabei ist dass NHS GPs einfach nicht die Qualitaet der Privaten haben, so einfach ist das.

 

Da mir das nicht reicht habe ich mir diese Vollversicherung genommen, mit der ich reichlich direkt zum privaten GP und Facharzt stolzieren kann. Termine beim Neurologen kriege ich innerhalb von 3 Tagen, meist noch am selben oder naechsten Tag. Das gibt es selbst in Deutschland nicht, ausser man ist vollprivatisiert. Zudem sind das hier in London keine effen Neurologen, wenn man es privat macht. Meiner ist beispielsweise Deutscher der an Oxford und Imperial studiert hat. Klasse Arzt, und da wir beide deutsch sind stimmt da auch die Chemie. Versuch das mal mit der NHS zu finden.

 

Mein Tipp fuer jeden den es kuemmert ist also, holt euch eine Privatversicherung mit der ihr euch selbst zu Fachaerzten ueberweisen lassen koennt. Zum Preis moechte ich jetzt nichts sagen, aber ich bin unter 30 und habe keine Krankheiten, fuer mich kostet es also bei weitem nicht die Welt (unter £100 pro Monat). Und wenn ihr London wollt, solltet ihr reichlich Einkommen haben, ansonsten ist es hier sowieso nicht auszuhalten...

 

Damit will ich jetzt nicht das Vertrauen in die NHS zerstoeren. Wenn es um wirkliche Notfaelle wie Herzinfarkt oder Schlaganfall geht dann sind Londoner Krankenhaeuser Weltspitze. Alleine weil hier 8 Millionen Menschen wohnen koennen die sich da keine Schnitzer erlauben. Da mache ich mir also keine Sorgen.

 

Nur bei der "Wehwehchen"-Frage laesst die NHS halt zu wuenschen uebrig.

Edited by Blankfein
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