Jump to content
iheartlondon

Die Rueckkehr gewagt - und nun?

Recommended Posts

Hallo ihr lieben DILs,

ich muss mich unbedingt mal im Forum "ausheulen", weil meine Familie, Arbeitskollegen oder Freunde mich nicht verstehen koennen in dieser Hinsicht.

Vor etwa 1 1/2 Monaten bin ich zurueck nach Deutschland gezogen und nach anfaenglichem Stress, der mich gut abgelenkt hat, fange ich an diesen Schritt zu bereuen. Zur Info vorab: Ich war fast 6 Jahre in UK, knapp 5 in Brighton und etwas ueber ein Jahr in London. Zuruek bin ich wegen einem bestimmten Job, bei dem ich dachte, dass er mich beruflich weiterbringt und um eine bessere Work-Life-Balance zu haben (hatte ich in meinem letzten Job ueberhaupt nicht). Ja, die Wohnsituation ist nicht immer das Gelbe vom Ei, aber ansonsten liebte ich UK (und tue es auch immer noch).

Meine Familie und Freunden sagen oft, wie gut und schnell ich mich eingefunden hab. Ich wohne in einer tollen WG, habe schon einen kleinen Freundeskreis gefunden, bin in einem schoenen gym angemeldet, etc., aber irgendwie fuehle ich mich fehl am Platz.

1. Essen - langweilig, unauthentisch, keine grosse Vielfalt (Achtung, ich vergleiche mit London). Dieses Fruehstuecken geht mir auf die Nerven, ich will lieber schoen abends Dinner haben. Frueh morgens krieg ich keinen Bissen runter. Ach ja und ich esse staendig Broetchen. Immer und ueberall gibt es Broetchen. Angriff der Killerbroetchen, aaahhhh!!! Dazu muss ich sagen gehoere ich auch zu der Fraktion, die deutschem Brot nie hinterhergetrauert hat whilst in the UK. Ich vermisse eher das englische Brot (seeded batch, yummy). Ich wuerde grad verdammt viel fuer ein proper bacon and egg sandwich geben. Uebrigens hatte ich vor 2 Wochen den ekligsten Burrito meines Lebens gegessen. Italienisch wird mir auf Dauer auch zu langweilig und die Pizzen koennen eh nicht mit Dominos mithalten. Mir fehlt ein guter Thailaender und ein ordentliches tuerkisches Restaurant, nicht nur ne Doenerbude.

2. Oeffentliche Verkehrsmittel - S-Bahnen nur alle 15min zur "Rush Hour" und die kommen auch noch staendig zu spaet. Eine Monatskarte fuer die Strecke zur Arbeit (3 Haltestellen, 6min Fahrtzeit) kostet fast €120, weil die Zonenaufteilung in Frankfurt furchtbar ist.

3. Gesundheitssystem - Alle meinten zu mir "Freu dich, bald bist du wieder in guten Haenden!" haha... ich zahle gefuehlte 300% mehr an Kosten pro Monat im Vergleich zu dem kleinen NI-Beitrag und war jetzt ungluecklicherweise 3x krank in einem Monat. 2x Angina, 1x Bronchitis. Das ganze ist mir immer an einem Freitagabend oder ueber Weihnachten passiert, also ab zum Bereitschaftsdienst und schoen draufzahlen. Dann nochmal normal zum Hausarzt - wieder 10€ Praxisgebuehr. Dann noch die Zuzahlungen pro Medikament, so dass ich jetzt schon bei ca. 50€. Dazu kommt dass fast alle Aerzte nur von 9-12 und 14-16 aufhaben. Danach muss man immer gleich zum Notarzt.

4. Die Deutschen.... wo fange ich an.. zu direkt, unhoeflich, komischer Humor, sehr ernst (Ausnahme: meine WG Bewohner, die sind spitze).. man wird staendig angestarrt, ob auf der Strasse oder in der U-Bahn. Ich hab mich schon damit abgefunden, dass mir hier keiner mehr in den Mantel hilft, die Taxituer aufmacht oder ueberhaupt mal ne Tuer aufhaelt. Was ich in einem Monat an Tueren ins Gesicht bekommen hab, ist mir in 6 Jahren UK nicht passiert.

5. Inspiration - die gibt es fuer mich hier nicht mehr. In London habe ich mich von sovielen Sachen inspirieren lassen. Verschiedene cuisines oder Fashion. Pluspunkt: Ich bin offiziell kein Shopaholic mehr und die Kreditkarten liegen im Schrank und verstauben. Obwohl, die ja sowieso weil die Kreditkartenakzeptanz unmoeglich ist in D.

6. Beutelgebuehr und Flaschenpfand - ohne Worte...

7. Ich vermisse: Supermaerkte die liefern, billige Handyvertraege, BOGOF-Angebote, Duzen, englisches Fernsehen (habe seit meiner Rueckkehr nicht ein einziges Mal deutsches Fernsehen geschaut und werde es auch weiterhin boykottieren), Englisch sprechen, Leute die auch mal ausgeflippte Klamotten tragen oder sich abends aufstylen und nicht ueberall mit Jeans und T-Shirt hingehen (meine Kleider verstauben zusammen mit den Kreditkarten), britische Gentlemen, etc etc.

Die Liste koennte ich noch weiter fuehren, aber ich merke dass mein Post eh schon den ueblichen Rahmen sprengt. Vielleicht sehe ich auch vieles zu schwarz, aber ich plane jetzt schon meine Rueckkehr (in 1-2 Jahren wird es wohl soweit sein, je nachdem ob und wie ich intern transferieren kann ins London office). Was ich eigentlich mit meiner Geschichte aufzeigen will ist, dass man sich gut ueberlegen sollte, ob man wegen Kleinigkeiten oder Aeusserlichkeiten zurueck nach D geht. Eine tolle Wohnung oder ein guter Job allein machen nicht gluecklich. Ich vermisse die (wenn auch oberflaechliche) Freundlichkeit der Englaender und wie einfach man dort mit Leuten ins Gespraech kommen kann.

Comments sind ausdruecklich erwuenscht :)

Happy new year to everyone!
IHL
  • Like 1
  • Upvote 3
  • Downvote 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo iheartlondon, du hast mein vollstes Bedauern. In vielem fuehl ich mich genauso, wenn ich in Berlin auch nur 3 Tage zu Besuch bin. Das klingt ganz wie reverse Culture Shock. Nach 6 Jahren fuegt man sich natuerlich nicht mehr nahtlos ein. Du wirst dich auch weiterentwickelt haben und jetzt vieles sehen, was dir frueher nicht aufgefallen waere. Kopf hoch, es muss ja nicht fuer immer sein. Aber denk auch dran, wenn man so in zwei Welten gelebt hat, liegt "the grass is always greener on the other side" immer sehr nahe. Es gibt bestimmt auch Dinge aus London, die du nicht vermisst (gerammelt volle heisse Tube? zugige Wohnungen? inkompetente Handwerker? na?).

Posts wie deiner sind bei DIL leider recht riskant. Da bashen immer gleich die Fraktionen "in Deutschland ist der Lebensstandard aber viel hoeher!" und die "Ueberhaupt sind die Deutschen engstirning, unfreundlich etc.!" aufeinander los. Na warten wirs mal ab. Heute ist ja ein neues Jahr, kann ja auch ein neuer Anfang werden :icon_smile:

  • Upvote 4

Share this post


Link to post
Share on other sites

oh je oh je....ich drueck dich mal von hier weil ich genau weiss was du durchmachst..

wie ich sehe bist du in Frankfurt gelandet, und (alle Hessen/Frankfurter jetzt bitte weggucken!! das ist jetzt eine rein persoenliche Ansicht!!) Frankfurt ist selbst fuer viele Deutsche ein enorm hartes Pflaster....wenn du aus dem Ausland kommst und gerade aus einer quirligen Stadt wie London hardcore :-)

ich bin damals nach 15 Jahren Dublin in Frankfurt gelandet, nicht weil ich unbedingt nach D. zurueckwollte, sondern beruflich...und obwohl nicht fuer immer zurueckwollte, hatte ich es auch nicht ausgeschlossen....wusste aber auch recht schnell dass es GAR NICHT geht....bei manchen Leuten passt es einfach nicht mehr...aus den oben von dir genannten Gruenden :-)

Das muss nicht unbedingt gewertet werden, ist einfach so.

Ich war dann 4 Jahre dort (ja, auch schicke Altbauwohnung, doppelt so gross und halb so billig wie meine jetzige...aber trotzdem..) bis ich meinen London Transfer hatte...und bin einfach gluecklich und zufrieden, weil es passt.

Komischerweise verging bei mir die Zeit im Flug sobald ich wusste dass es wieder losgeht (hatte ein Jahr vorher die Transferzusage)

Du weisst ja jetzt schon dass du zurueckkommst und das ist gut....in der Zwischenzeit, fahr einfach mal einen Tag nach Koeln (1 stunde mit dem ICE von Frankfurt aus), da sieht die Welt schon ein klein wenig anders aus.

Gruss aus London :-)

P.S.: Das 'Anstarren'!!! Das war auch das was mir als erstes so unangenehm auffiiel und ich weiss dass das hier auch mal kurz angeschnitten wurde weil es im Toytown aufkam unter The Germans Stare oder so. Weiss einer was es mit diesem unverwundenen Anstarren/Mustern (gerne morgens in der U-Bahn) auf sich hat? Oder ist das was Frankfurterisches?

P.S. P.S.: Leckerst tuerkisch essen kannst du im Manolya in Bornheim, auf der Habsburger Allee, super essen und sehr entspannte, junge Besitzer...und Maggie und Knorr kommt da sicher nicht ans Essen :-))

Edited by MsBennet
  • Upvote 2

Share this post


Link to post
Share on other sites
Du Arme. Ich kann dir das so nachfühlen! Genauso stelle ich mir zurückgehen auch vor. Ich merke immer schon nach ein, zwei Wochen im Rhein-Main Raum, dass ich das nicht mehr ertragen könnte.

Btw meine Schwester (die Suse) hat in Wiesbaden einen wirklich guten, authentischen Chinesen gefunden. Sag Bescheid, wenn dich das interessiert. Ist ein bisschen light relief von der deutschen Maggi und Knorr "verfeinerten" China/Thai/türkischen/italienischen Restaurantküche.

Ansonsten: stay in touch und komm bald wieder.

Viel Glück und trotzdem ein gutes neues Jahr.
  • Upvote 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
Danke fuer eure lieben posts!

@kerstintoo Bisher hatte ich Glueck und die "in Deutschland ist der Lebensstandard aber viel hoeher"-Fraktion hat sich noch nicht eingeschaltet ;)

Der reverse culture shock ist wirklich heftig, vorallem weil ich ja jetzt auch etwas aelter bin und die Dinge nicht mehr so relaxed sehe, sondern schon ueber Zukunft, Karriere, Familie, etc. nachdenke. Mein Start in England war auch etwas holprig mit ekligen, Miniatur-WG-Zimmern und einem Monatsgehalt von knapp £800 netto. Und die volle Tube vermiss ich wirklich nicht, genauso wenig wie schlecht isolierte und nicht schalldichte Wohnungen. Aber scheinbar spielt die Wohnung doch keine so grosse Rolle bei mir, weil was bringt mir ein schoener Altbau wenn das drumherum, also mein eigentliches Leben nicht passt :(

@MsBennet

Schoen deine Geschichte zu hoeren und ich freu mich, dass du jetzt in London gluecklich bist. Wie hast du die 4 Jahre hier ueberbrueckt? Hast du irgendwelche Tipps fuer mich wo man in Frankfurt gut weggehen oder essen kann? Ich werde wohl fruehestens im Dezember diesen Jahres einen Transfer in Angriff nehmen koennen, aber bis dahin werde ich sparen und hoffentlich vergeht die Zeit schnell. Frankfurt fuehlt sich so ganz ok an, man hoert wenigstens mal Englisch auf der Strasse und die Toytown Community ist sehr nett (war schon mal bei einem Treffen). Im Sommer soll's wohl am Main sehr schoen sein. Mir fehlt aber wirklich einfach das quirlige, bunte, verrueckte.. und ich finde es unheimlich schwer mit deutschen Maennern ins Gespraech zu kommen oder zu flirten. Irgendwie war das so leicht back in UK. Was ist an Koeln eigentlich so anders? Und was ist sehenswert dort (ausser dem Dom natuerlich)? :)

[quote name='Suseschwester' timestamp='1325432098' post='441343']
Ist ein bisschen light relief von der deutschen Maggi und Knorr "verfeinerten" China/Thai/türkischen/italienischen Restaurantküche.
[/quote]

Oh man, das trifft den Nagel auf den Kopf.. immer her mit der Empfehlung :) Danke!!

Lg,
IHL Edited by iheartlondon

Share this post


Link to post
Share on other sites

wo wohnst du denn in Frankfurt? Ich hab in Bornheim gewohnt und bin da auch meistens auf der Berger Strasse weggegangen...dort gibt es ein paar sehr nette Kneipen, restaurants, und unten auf der Berger sind (hoffentlich noch) ein paar nette Klamottenlaeden...

hab mich dann auch mal ueberreden lassen auf eine UE-30 Party zu gehen (im Suedbahnhof!). Um Gottes Willen!! Nein, nein, nein....was ich unerwarteterweise zum Feierngehen sehr nett fand war die Centralstation in Darmstadt, die haben soweit ich weiss immer noch die Mellow Weekends und da fand ich die Leute juenger (obwohl es auch auf den UE 30 Markt zugeschnitten war), entspannter und die Musik besser. Das war nicht so hardcorebaggern wie die andere....

Koeln ist einfach nett zum Einkaufen, schlendern, die Leute sind entspannt, im Sommer am Rhein sitzen oder auf der Terasse im Hyatt.... bin auch keine urspruengliche Koelnerin aber fuer mich war das immer mal ein netter Samstagsausflug, wie gesagt weil es echt nur 1 std mit dem Zug ist.

Zu d. Maennern und Maenner kennenlernen kann ich dir herzlich wenig sagen weil ich die letzten Jahre immer mit Iren oder Briten zusammen war. Das war auch nie so geplant, sondern hatte sich auch einfach so ergeben. Ich hab da schon eigentlich haeufiger nette und attraktive Maenner in Frankfurt rumlaufen sehen, auch mit denen ich beruflich zu tun hatte und immer noch habe. Allerdings finde ich viele von denen schon sehr spiessig und mit Anfang oder Mitte 30 sehr eingefahren...das finde ich hier weniger bei der gleichen Altersgruppe in den gleichen Jobs.

  • Upvote 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
Schwester ist angemailt :)

Falls du zwischenzeitlich mal was anständiges, nicht geknorrtes, deutsches essen willst und kein Vegetarier bist, dann empfehle ich schwerstes die Bockenheimer Stubb:

Robert-Mayer-Str. 63
60486 Frankfurt am Main

Tel: 069 774477

Die besten Steaks und Schnitzel in Frankfurt und die Bratkartoffeln sind auch nicht zu verachten.
  • Upvote 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Du hast mein vollstes Mitgefuehl. Ich komme auch immer wieder gerne nach London zurueck und fuehle mich dort (bin gerade in Schottland) mehr zu Hause als irgendwo in Deutschland.

Andererseits sagt man ja, dass Gluecklichsein selten von den Lokalitaeten abhaengt, sondern davon, wie man sie wahrnimmt. Vielleicht musst du jetzt zur Selbsthypnose greifen und all das, was dich nervt, versuchen auszublenden. Pick and choose - leave the rest. Genauso wie in London.

Auf der Berger Strasse gab es mal einen netten Vietnamesen. Schau doch mal, ob es den noch gibt.

Share this post


Link to post
Share on other sites
So, die gute Suse hat sich sofort gemeldet:

den gibt's noch:
[url="http://www.qype.com/place/34704-Restaurant-Saigon-Wiesbaden"]http://www.qype.com/...aigon-Wiesbaden[/url]

der hat auch ne riesenkarte mit 08/15 gerichten, aber eben dazwischen auch die wirklich interessanten sachen.

sonst gibts hier aber auch nix....

liebe grüße
die schawester

Ansonsten kann ich mich den Bemerkungen über Frankfurt-er nur anschließen: not for the faint hearted. Ich hab früher geglaubt, dass wir hart aber herzlich sind, seit ich nur noch einmal im Jahr hinkomme, weiß ich, dass Frankfurt/Mainz/Wiesbaden einfach nur hart drauf ist. In den Läden sind sie stieselig, die Leute sind rechthaberisch, laut, etc. Andererseits ist da vor allem bei der älteren Generation manchmal eine spontane Herzlichkeit zu erleben. In Kneipen vor allem kann man als Frau leicht "adoptiert" werden "Ei, was machste dann Mädche" (ich bin über 50...) Nett, aber man muss sowas mögen.

Ich hoffe, du schaffst die Umgewöhnung bald und dass dein Job und deine WG dir über die härtesten Phasen helfen können. Edited by Suseschwester
  • Upvote 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

...was ich unerwarteterweise zum Feierngehen sehr nett fand war die Centralstation in Darmstadt, die haben soweit ich weiss immer noch die Mellow Weekends und da fand ich die Leute juenger (obwohl es auch auf den UE 30 Markt zugeschnitten war), entspannter und die Musik besser.

Ja, die gibt es noch. Falls du eh in Darmstadt bist, gibt es da das Crossroads, da kannst du viele Englaender treffen.

Wegen dem englischen Fernsehempfang, das ging im Rhein-Main Gebiet immer mit Sat Schuessel.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Auch wenn ich mir sehr gut vorstellen kann, wie es dir geht - aber deine Einstellung hilft dir doch auch nicht weiter. Nicht jede Rueckkehr war ungluecklich, ich hab schon von einigen gehoert, dass sie jetzt ganz happy in Deutschland sind. Du schreibst trotzig, du boykottierst deutsches Fernsehen - es hat dich doch niemand gezwungen, nach D. zu gehen, und du tust dir nur selber weh. Tu dich mit toytownern zusammmen, und versuch, die schoenen Dinge zu geniessen.

  • Upvote 7

Share this post


Link to post
Share on other sites
“Home is where your heart is”! Nach meiner Ankunft in UK vor 2,5 Jahren habe am Anfang ständing alles mit Deutschland verglichen. Ich habe die deutschen Apotheken und deren kompetentes Personal vermisst. Die großen Wohnungen, die günstigen VHS Kurse usw.
Da es bereits mein zweiter Umzug in ein anderes Land war, weiß ich dass der Mensch ein Gewöhnungstier ist, was das Materielle angeht. Wenn das Herz aber sich an dem Ort wo man gerade lebt, nicht daheim fühlt, nützt der Luxus einem auch nichts.

Ich denke, dass Berlin so ziemlich die einzige Stadt in Deutschland ist, wo man sich am leichtesten intergrieren kann, wenn man längere Zeit in UK und vor allem in London gelebt hat. Ideal wäre es naürlich wenn man in einen Freundeskreis reinkommt, der aus Leuten besteht, die in unterschiedlichen Teilen der Welt gelebt haben.

Es prägt einen sehr stark und verändert die Persönlichkeit, wenn jemand eine zeitlang aus Deutschland weg war und über den Tellerrand hinausgeschaut hat. Meine Werte haben sich geändert. Ich war gerade eine Woche in Deutschland und habe wieder feststellen dürfen wie „narrow minded“ viele sind und auf hohem Niveau jammern.

Auf der anderen Seite, liegt es immer auch an einem selbst, das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen, in der man sich gerade befndet. Immerhin bist du nicht irgendwo in der Provinz gelandet. Ich bin mr sicher, dass du in Frankfurt "like minded people" fnden kannst. Das Heimweh, dass du jetzt noch sehr extrem verspürst, wird sich schneller legen, wenn du bereit bist Dich auf das Neue einzulassen. Mache eine Liste mit all den positiven Aspekten, die Deutschland zu bieten hat, dann lenkst du die Energien automatisch in eine ganz andere Richtung und die Zeit, die du in Frankfurt verbringst, wird sich mit Sicherheit angenehmer gestalten. Edited by lavanda
  • Upvote 3

Share this post


Link to post
Share on other sites
... also das hört sich einfach nur totunglücklich an!

Du findest einfach jedes Argument um dir deine jetzige Situation schlecht zu reden!
Natürlich kann man London auch nicht mit Frankfurt vergleichen.

In Brighton hab ich aber auch nicht so viele regelmäßig verkehrende tubes gesehen!
So könnte man viele deiner Argumente entkräften, z Bsp. hat
Kaisers- bei euch heißt der Laden glaub ich Tengelmann- und auch Edeka einen Lieferservice.

Viele andere Dinge hat Marc80 schon geschrieben.

Es geht glaube ich, in erster Linie darum, dass du dich insgesamt zur Zeit dort nicht wohl fühlst.
Das kann jedem Menschen am schönsten Platz der Welt passieren.
Was du persönlich willst ist hier die Schlüsselfrage, die dich glücklich, oder unglücklich macht.
Aber eine frohe Botschaft habe ich noch zum Schluß...

Wenn alles so schlecht ist komm doch hierher zurück, ist nur knapp 2 Stunden Flugzeit entfernt! ;) Edited by jensberlin
  • Upvote 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
Ich verstehe Dich sooo gut. Nachdem ich ein Jahr in London gelebt habe, lässt es mich auch absolut nicht mehr los und ich werde defenitv auch wieder zurückgehen. Obwohl hier in D mein Leben in keinster Weise als "schlecht" zu bezeichnen ist, fehlt einfach das für mich entscheidenende Etwas. Lässt sich rational nicht wirklich in Vor-und Nachteile auflisten, home is where the heart is trifft es einfach genau.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo iheartlondon,

Ich kann Dich absolut verstehen!

Ich war anfang November 3 Tage auf Geschaeftsreise in Frankfurt.

Frankfurt ist absolut fuercherlich!

Ich koennte dort ueberhaupt nicht leben!

Die Leute sind unfreundlich und es gibt kein einzigst schoenes Gebaeude!

Wurde im 2. Weltkrieg wohl komplett zerbombt!

  • Upvote 1
  • Downvote 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

...es gibt kein einzigst schoenes Gebaeude!

Wurde im 2. Weltkrieg wohl komplett zerbombt!

Das kann ich so aber nicht stehen lassen, Roemer,Hauptbahnhof, Staedelmuseum, Liebieghaus und es stehen auch noch einige alte Wohnhaeuser mal so als Gegenbeispiel.

Klar kann man Frankfurt und London nicht vergleichen, aber das alles in Frankfurt schlecht ist, stimmt auch nicht.

Wegen den RMV kosten, 3 Haltestellen ist doch meist Kurzstrecke, das ist billiger. Steht an den Fahrkartenautomaten dran, habe ich auch ewig nicht gesehen.

Fuer britisches Essen gibt es doch den taste of britain shop, edeka hat auch oft englische Lebensmittel, Karstadt hat z.B. Malzessig und im Mahrun (Ok nicht direkt in ffm) gibt es sogar Pimm`s.

  • Upvote 3

Share this post


Link to post
Share on other sites
[quote name='tonia' timestamp='1325448918' post='441381']
Fuer britisches Essen gibt es doch den taste of britain shop, edeka hat auch oft englische Lebensmittel, Karstadt hat z.B. Malzessig und im Mahrun (Ok nicht direkt in ffm) gibt es sogar Pimm`s.
[/quote]

Ich finde es schade, dass hier immer alle gleich persönlich beleidigend werden:

Sie vermisst nicht das [b]britische [/b]Essen!!! :icon_lol:

Share this post


Link to post
Share on other sites

. Ich vermisse eher das englische Brot (seeded batch, yummy). Ich wuerde grad verdammt viel fuer ein proper bacon and egg sandwich geben.

Nicht? :icon_razz:

  • Upvote 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
[quote name='tonia' timestamp='1325452119' post='441385']
Nicht? :icon_razz:
[/quote]

Nagut, vielleicht ein bisschen :icon_wink: Aber hauptsächlich ging es ihr ja um die Vielfalt, vom Burrito bis zu Domino's. (Was das ganze zugegebenermaßen noch unglaublicher macht...)

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ok, dann haette ich noch zwei Thailaender im Angebot, beide kochen ohne Glutamat.

Der erste ist am Schweizer Platz in der Schneckenhofstrasse in Sachsenhausen.

Der andere ist vor dem Eingang zum Parkhaus Konstablerwache in der City.

Ein paar leckere Indische Restaurants gibt es auch in der Naehe vom Paulsplatz.

Schoen, besonders im Sommer, ist das Cafe Metropol am Dom (Richtung Main), das Essen und der Kuchen sind der Hammer. :D

  • Upvote 3

Share this post


Link to post
Share on other sites

4. Die Deutschen.... wo fange ich an.. zu direkt, unhoeflich, komischer Humor, sehr ernst (Ausnahme: meine WG Bewohner, die sind spitze).. man wird staendig angestarrt, ob auf der Strasse oder in der U-Bahn. Ich hab mich schon damit abgefunden, dass mir hier keiner mehr in den Mantel hilft, die Taxituer aufmacht oder ueberhaupt mal ne Tuer aufhaelt. Was ich in einem Monat an Tueren ins Gesicht bekommen hab, ist mir in 6 Jahren UK nicht passiert.

Zugegeben, ich kenne weder das eine noch das andere Frankfurt. Aber da wo ich herkomme, gibt's auch Maenner, die einem die Tuer aufhalten, und gleichzeitig koennte ich nach 13 Jahren UK 100te 'gentlemen' benennen, die es nicht tun, einem auch nicht in den Mantel helfen oder die mich unbekannterweise im Pub angesprochen haben ob ich fuer 'nen Quickie zu haben sei OHNE mir vorher auch nur ein Bier ausgegeben zu haben.

Nun stellt sich mir die Frage, warum eine gesunde Person ueberhaupt Hilfe beim Anziehen braucht? Oder jemand anderen als door stop? :icon_mrgreen:

Auf deiner Liste steht fast nichts, was du nicht selbst aendern kannst. Z.B. entscheidest Du doch selbst, was du essen willst? Ob du in gehobenere Lokale gehen willst oder zur Doenerbude? Egal in welchem Frankfurt, dort darf man sicher auch aufgebrezelt sehen lassen.

Auf hohem Niveau jammern soll aber angeblich eine typisch deutsche Eigenschaft sein :icon_keineahnung:

  • Upvote 3
  • Downvote 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

von welchem Frankfurt ist hier die Rede, Frankfurt/Main?

ich beziehe mich auf Frankfurt/Main:

@ tonia: mag sein, das was ich gesehen habe, hat mir eben nicht gefallen... aber in drei Tagen konnte ich ja auch nicht die ganze Stadt gesehen haben ;)

jedenfalls haben mir die drei Tage gereicht, um zu wissen, das ich in dieser Stadt nicht leben koennte...

Edited by SNOOP

Share this post


Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.


×
×
  • Create New...