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  1. Hallo liebe Deutsche in London und zukünftige Londoner! Ich bin Gestalttherapeutin hier in London, und habe hier sowohl Psychologie studiert als auch meine Therapeuten Ausbildung hier gemacht. Ich habe einige Jahre lang auch im öffentlichen Gesundheitssystem gearbeitet, das heißt hier für die NHS bzw. IAPT. Immer wieder bekomme ich Emails von Menschen (Deutschen), die in London einen Neustart als Therapeut oder Psychologe machen möchten, mit Fragen, wie das hier läuft mit dem Gesundheitssystem, den Krankenkassen, wie man Klienten findet, Räume mietet etc. Ich habe in meiner Arbeit als Gruppenleiterin für IAPT und seit der Gründung meiner privaten Gruppenpraxis sehr viele TherapeutInnen im letzten Teil ihrer Ausbildung und dann in den Beginn ihrer Praxis begleitet, gecoacht und unterstütz, und kenne mich ziemlich gut aus, was das System und die Arbeit in diesem Bereich in London angeht. Ich habe mich daher entschlossen, hier eine Übersicht zu schreiben. Es gibt auch einen sehr guten Eintrag von Christian Koebbel (Psychologische Hilfe in Großbritannien vom Januar 2014 im Forum Gesundheit), die Information dort werde ich also nicht doppeln. Da ich ab und zu Workshops für Londoner Therapeuten anbiete, um ihnen beim Start oder Weiterentwicklung ihrer Praxis zu helfen, habe ich vor falls Interesse besteht, nun auch 1-2 Mal pro Jahr einen Workshop speziell für Deutsche die sich in London niederlassen wollen anzubieten, wo alles im Detail besprochen werden kann. Daraus kann sich dann auch eine Peer Gruppe bilden. Bei Interesse, bitte melden! Nun zur Übersicht: Privat oder Gesetzlich? Diese Frage ist in England bei Weitem nicht so präsent wie in Deutschland. Zuerst einmal, gibt es hier nur ein Gesundheitssystem, die NHS, und in dem ist jeder drin. Wenn man arbeitet, zahlt man hierfür automatisch Abgaben, wenn nicht, ist es kostenlos. Es gibt auch private Krankenversicherungen, nicht zu verwechseln mit einer Krankenkasse. Diese werden meist durch Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter als Zusatzleistung abgeschlossen, oder auch privat gezahlt. Diese sind wie eine Auslandsversicherung oder Reiseversicherung zu verstehen, man kann durch sie Vorteile genießen, und je nach Versicherung, kann es sein, dass diese auch eine gewisse Anzahl an Psychotherapie zahlt. Dies ist alles privat abzuwickeln, dh. als Klient/Patient muss ich dann mit meiner Versicherung sprechen, und sehen, für was und wie lange und bei wem etwas gezahlt oder erstattet werden würde. Alles andere, das heißt der größte Teil aller Arten von Therapie, wird immer privat vom Klienten gezahlt. Wie kann meine Therapie von einer Versicherung übernommen werden? Um über das NHS System bezahlt zu werden, also nicht direkt durch Deine Klienten, gibt es hier grundsätzlich nur den Weg für die NHS zu arbeiten (dann muss man dort angestellt sein und dort auch eine Ausbildung gemacht haben oder seine Ausbildung aus dem Ausland anerkennen lassen). Du kannst Dich im Internet über IAPT schlau machen, das ist der Teil der NHS, der wenn überhaupt Therapie anbietet, meist CBT und nur 6 Sitzungen, bis zu 12 in ‚Härtefällen’. IAPT steht für Improving Access to Psychological Therapies. IAPT ist in jedem Londoner Bezirk eine Art Organisation für sich, und alle bieten verschiedenes an. Manche Bezirke haben es gar nicht, manche nur CBT (Verhaltenstherapie) und manche eine ganze Reihe von Ansätzten. Wartezeiten sind meist lang. Klienten können sich selbst dort anmelden oder über ihren Arzt verwiesen werden. Um es Deinen Klienten zu erleichtern von ihrer privaten Versicherung einen Teil der Kosten der Therapie mit Dir erstatten zu bekommen, musst Du Dich mit den einzelnen Versicherungsanbietern auseinandersetzten (zB BUPA, AXA), und von ihnen anerkennen lassen, meist reicht es hierzu einfach Deine Qualifikation nachzuweisen. Wie finde ich private Klienten und eine Praxis? Ein großer Vorteil für Dich als TherapeutIN in England ist, dass die Leute Therapie im Allgemeinen als private Leistung kennen und annehmen, da es wenig andere Möglichkeiten gibt, wenn man nicht einen besonderen Härtefall hat oder nicht lange warten kann oder mehr als 6 Sitzungen braucht, oder sich seinen Therapeuten selbst aussuchen will... Nachfrage besteht in London sehr große, und es ist eine Frage der Positionierung, damit die Leute auch wissen, dass es Dich gibt und wo sie Dich finden können. Dazu musst Du Dich theoretisch nur in den meist genutzten Online-Registern registrieren, zB Counselling Directory und andere, und Dich ggf. bei einer der Schirmorganisationen wie der BACP, UKCP, BPS oder ACP anerkennen lassen, und dann dort auch in deren Register eintragen. Letzteres ist kein Muss (dazu mehr unter Anerkennung). Dann musst Du Dir nur noch einen Therapieraum mieten, auch hierzu gibt es eine Fülle von Angeboten. Oft machen es Therapeuten so, dass sie sich zusammen schließen, und sich ein Büro teilen, so wie ich es mit meiner Gruppenpraxis mache. Anerkennung und Regulation Generell ist der Berufsbegriff Therapeut oder Counsellor wenig reguliert hier, und sich bei einer der großen Organisation anerkennen zu lassen, macht es für Klienten zumindest ein bisschen leichter, qualifizierte Leute heraus zu filtern, aus dem riesigen Angebot. Die UKCP und BACP sind hierbei mit die größten und meist gefragten, wenn es um Jobs geht (wenn Du Dich irgendwo auf eine Anstellung bewirbst). Auf deren Webseiten findest Du Infos dazu, was Du machweisen musst. Was ist Counselling vs Psychotherapy? Die Begriffe Psychotherapist und Counsellor werden hier mehr oder weniger gleichbedeutend genutzt, also nicht zu verwechseln mit Psychotherapeut und Berater im Deutschen. Der Unterschied ist hier in England hauptsächlich die Länge und Intensität der Ausbildung. Counselling Ausbildungen sind noch weniger reguliert. Das heißt, jemand kann, wie ich zum Beispiel, eine 5- jährige therapeutische Ausbildung haben, aber nicht den Akademischen Masterstudiengang gemacht haben, was heißt, an einem privaten Institut den Abschluss gemacht haben, aber nicht zusätzlich auch noch eine Prüfung bei der entsprechenden Universität abgelegt haben. Auf dem Diplom steht dann Psychotherapeutic Counsellor auch wenn die Ausbildung, Stunden, Praxis, Prüfung etc. alles gleich ist. Oder es kann jemand einen 1-jaehrigen Kurs gemacht haben, ohne jemals selbst in Therapie gewesen zu sein, oder mit Klienten gearbeitet zu haben, und auf dem Zertifikat steht dann auch Counsellor. Hier kommen die Schirmgesellchaften wie oben genannt ins Spiel, die gewissen Ausbildungskriterien und Standards setzten. Das soll aber nicht heißen, dass es von Klienten Sicht aus schlecht ist, sich Counsellor zu nennen, im Gegenteil, viele Leute suchen eher nach diesem Begriff, als nach Psychotherapist, er ist hier geläufiger und vielleicht ‚normaler’ in der Umgangssprache. Gibt es Alternativen zur Privatpraxis oder NHS? Ja! In England ist es viel weiter verbreitet als in Deutschland, dass man als Counsellor in Organisationen angestellt sein kann, und dann nicht privat arbeitet, sondern ein Gehalt bezieht. Es gibt Counselling Agencies, Non Profit Organisationen, die sich mit bestimmtem Klientengruppen befassen (zB. Young People, Eating Disorders, Domestic Violence...) und teilweise dort auch Counselling anbieten, kostenlos oder sehr günstig für die Klienten, und bezahlt würdest Du durch die Organisation. Desweiteren ist es üblich, das Schulen und Universitäten School Counsellors oder Career Counsellors beschäftigen. Am besten machst Du Dir hierzu eine Übersicht, indem Du nach "Counselling Jobs" googlest. Wie lange dauert es sich eine Praxis aufzubauen? Gute Frage. Hier kommen viele Faktoren zusammen. Du brauchst ein gutes Foto, Webseite, die entsprechenden Register, Räume wo Leute gut hinkommen können, aber nicht zu viele andere Therapeuten schon angesiedelt sind, einen Supervisor, eine Versicherung, am besten ein paar Kollegen und dann kannst Du nachhelfen, in dem Du ein paar Artikel schreibst, Dich spezialisierst und weißt wie Du Dich am besten präsentierst. Wenn Du dies alles bereits in Deutschland gemacht hast, sollte es relativ gut laufen, auch hier Fuß zu fassen, und ich würde sagen in 6 Monaten kannst Du alles am Laufen haben. Ich biete hierzu meinen oben genannten Workshop an, den ich 1-2 Mal pro Jahr vor habe zu leiten, um Leuten genau dabei zu helfen all dies zu starten, und einen Kollegenkreis aufzubauen. Bei Interesse bitte melden! Wo kann ich erstmal Erfahrung sammeln? Wenn Du in Deutschland noch keine oder nur wenig Erfahrung hast als Therapeut zu arbeiten, oder aus anderen Gründen erstmal hier in London arbeiten möchtest um Fuß zu fassen, dann gibt es hier viele Möglichkeiten, auf freiwilliger Basis oder für einen kleinen Stundenlohn als Counsellor zu arbeiten. Wie oben genannt gibt es hier Counselling Agencies, die oft zusammen mit IAPT arbeiten, und meist sind die Counsellor dort noch nicht qualifiziert, also noch in Ausbildung, oder erneut in einer Ausbildung, und das ist hier der Weg, über den Therapeuten in Ausbildung ihre Praxisstunden aufbauen. Zum Beispiel das Awareness Centre, Mind, Place To Be oder IAPT direkt. Am besten suchst Du hierzu nach "Counselling Placements" oder "Placement Counsellor" in google. Ich hoffe dieser Eintrag hilft Dir und anderen, die sich überlegen hier in London zu arbeiten, bei der Recherche. Es scheint sicher viel auf einmal, aber ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass es mit der richtigen Unterstützung ein sehr schöner und erfolgreicher Beruf ist und England viele Möglichkeiten bietet. Mit herzlichen Grüßen, Alex
  2. Hallihallo! Weiß hier jemand, ob man innerhalb eines deutschen Semesters in ein englisches Jahr wechseln kann? Ich weiß, dass es in England die Aufteilung nach Jahren und nicht Semestern gibt, würde aber trotzdem gerne nach dem 1. Semester wechseln. Danke für Antworten! ? Eure Doro
  3. Hallo ihr Lieben! ich habe gerade angefangen, Psychologie in Hamburg zu studieren und würde gerne nach den ersten zwei Semestern nach London zu meinem Freund ziehen- also quasi nächstes Jahr im September dann da „reinrutschen“. Habt ihr da Erfahrungen? Kann man sich die Credit Points anrechnen lassen? Welche Uni ist zu empfehlen und inwiefern wird mein Bachelor anerkannt? Falls sich Fragen wiederholen, bitte lieb sein, das kann ja mal passieren. Ganz liebe Grüße und danke schonmal im Voraus, eure Doro :)
  4. Hallo ihr Lieben   ich studiere momentan im dritten Semester Psychologie und würde im Sommer 2015 gerne ein Praktikum von 4-8 Wochen in Manchester machen. Ich weiß, dass sich das Forum hier auf London bezieht, da ich aber eher generelle Fragen habe und zu Manchester auch nichts im Internet gefunden habe dachte ich, frage ich einfach hier :) Wäre nett wenn ihr mir trotzdem helfen könntet!   Wie oben schon erwähnt würde ich also gerne nach Manchester da ich dort Freunde habe und auch schon 5 Monate gelebt habe. Wohnung, Unterhalt etc wären also alles schon geklärt.   Im Februar 2015 wäre ich auch für 8 Tage in Manchester und könnte mich persönlich vorstellen.   Das genaue Arbeitsfeld ist nicht so wichtig, ich könnte mir etwas in dem klinischen Bereich genauso gut vorstellen wie bei einer großen Firma in der Recruitment Abteilung zum Beispiel. An die University of Manchester habe ich auch schon geschrieben, allerdings keine Antwort bekommen.   Nun zu meinen Fragen. Wisst ihr wie man sich am besten bei großen Firmen bewirbt? Per e-Mail und dann den CV und Covering Letter angehängt? Und wie sind da die Chancen? Oder nehmen die generell eher keine ausländischen Praktikanten? Hat da eventuell jemand Erfahrung? Firmen gibt es ja genug in und um Manchester :)   Und wie sieht es im klinischen Sektor aus? Kann man sich da bei der NHS irgendwie zentral bewerben?     Vielen Dank schonmal im Vorraus :)   Liebe Grüße Renee            
  5. Aufgrund meiner Arbeit als Psychotherapeut in London, werde öfters von Deutschen gefragt wie man am besten psychologische Behandlung in Großbritannien findet. Leider ist der Bereich der psychologischen, und seelischen Heilberufe hier alles andere als klar strukturiert (obwohl dies nicht ausschließlich auf Grossbritannien zutrifft!). Daher ist es nicht immer ganz leicht, die richtige Hilfe zu finden.   Deshalb habe ich mich entschieden einen kleinen Artikel zu schreiben auf der Basis von meinen Recherchen und ihn auch hier zu veröffentlichen, da ich hier im Forum auch öfters mal Fragen gelesen habe. Ich hoffe er ist hilfreich und natürlich freue ich mich aber auch über Anregungen und Verbesserungsvorschläge!       Wo finde ich psychologische Hilfe? Im Prinzip kann man psychologische (wie auch medizinische) Hilfe in Großbritannien entweder privat (entweder über eine private Versicherung wie z.B. Allianz oder BUPA oder aus eigener Tasche) oder über die NHS bekommen:   NHS: Der National Health Service (NHS) in Großbritannien ist wie eine Art Volksversicherung organisiert. Das heißt, jeder der eine Aufenthaltsgenehmigung hat (also jeder Europäische Bürger) kann grundsätzlich die Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen, ob er über den Lohn einzahlt oder nicht (mehr Informationen dazu findet man hier im Forum und auch im Artikel von Stonki im Hauptbereich).  Wer nicht fließend Englisch spricht, kann übrigens auch einen Dolmetscher innerhalb der NHS anfordern, obwohl dies natürlich nicht immer ideal ist.   Private Behandlung:   Wer privat versichert ist, etwa über eine Gesundheitsversicherung wie Allianz, BUPA, etc. oder seine Behandlung aus eigener Tasche zahlen möchte, kann sich einen Therapeuten über das Internet suchen (mehr dazu weiter unten im Text).   Viele Allgemeinärzte (GPs) bieten psychologische Hilfe direkt in ihrer Praxis über den Praxis-Counsellor/ Psychotherapist an, oder sie überweisen an spezielle Psychologische Dienste. Der erste Anlaufpunkt ist daher oft der Arzt. Die Auswahl an Therapeuten ist jedoch  innerhalb der NHS sehr beschränkt. Wenn man sich einen Therapeuten selbst aussuchen möchte, muss man meist privat/über eine private Versicherung bezahlen.   Im Allgemeinen wird man für psychologische Behandlung innerhalb der NHS an einen Dienst überwiesen der entsprechende Probleme behandelt und nicht an eine bestimmte Person (etwa einen Psychologen), da im Unterschied zu Deutschland, wo Psychologen oder Psychotherapeuten in einer eigenen Praxis niedergelassen sind, Therapeuten in Großbritannien bei der NHS angestellt sind, d.h. sie arbeiten als Teil eines Dienstes zusammen mit anderen ‚Health Professionals’.    Private Behandlung (auch über Versicherungen): Wer privat nach einem Therapeuten sucht, hat einige verschiedene Möglichkeiten: man kann nach persönlichen Empfehlungen fragen oder im Telefonbuch nachschauen. Die meisten Therapeuten haben mittlerweile eine Webseite oder haben sich in einem Online-Verzeichnis eingetragen. Derer gibt es viele, wie zum Beispiel:    British Association for Counseling and Psychotherapy: itsgoodtotalk.org.uk The United Kingdom Council for Psychothearpy: psychotherapy.org.uk The British Psychological Society: bps.org.uk The counselling directory: counselling-directory.org.uk RSCPP: rscpp.co.uk   Einige (britische) Versicherungen wie z.B. Axa PPP oder BUPA haben eigene Verzeichnisse von anerkannten Therapeuten auf ihrer Webseite. Wer privat versichert ist, sollte am besten seine Versicherung nach solch einer Liste von Therapeuten fragen. Alternativ, kann man sich auch einen Therapeuten heraussuchen und ihn/sie fragen, ob sie über Versicherungen abrechnen. Nicht jeder Therapeut ist bei jeder Versicherung anerkannt, viele private Therapeuten arbeiten gar nicht mit Versicherungen.   Wird meine Behandlung von meiner deutschen Krankenkasse übernommen? Obwohl deutsche Krankenkassen verpflichtet die Behandlungskosten im europäischen Ausland zu übernehmen, soweit eine gleichwertige Behandlung auch in Deutschland bezahlt wird, ist es zur Zeit etwas unklar ob psychologische Behandlung bezahlt wird, da die europäischen Richtlinien nicht sehr klar sind. In meiner persönlichen Erfahrung ist es eher unwahrscheinlich, dass deutsche Krankenkassen die Kosten übernehmen, aber ich würde trotzdem raten bei der jeweiligen Krankenkasse direkt anzufragen (ich würde mich auch sehr für Erfahrungsberichte interessieren).  Man natürlich auch innerhalb der NHS nach einen deutschsprachigen Therapeuten fragen kann, deren es einige gibt, aber natürlich nicht überall.     Auslandskrankenversicherungen Im allgemeinen übernehmen Auslandsversicherungen leider keine psychologische Behandlung, da diese leider ähnlich wie chronische Erkrankungen meistens aus den Policen ausgeklammert werden.     Wer bietet psychologische Hilfe an? Anders als in Deutschland, wo Psychotherapie normalerweise nur von Psychologen oder Ärzten angeboten wird, wird Psychotherapie in Großbritannien von verschiedenen Berufsgruppen angeboten: Unter anderem von Pflegekräften (Nurses), Sozialarbeitern, Psychiatern, Psychologen, etc..  Psychotherapeut  ist aber auch ein alleine stehender Beruf, d.h. anders als in Deutschland kann man auch Psychotherapeut sein ohne vorher Psychologie oder Medizin studiert zu haben. Anders als in Deutschland wird Psychotherapie in Großbritannien auch nicht staatlich reguliert, d.h. die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt, obwohl dies sich wohl in den nächsten paar Jahren ändern wird. Das heißt jedoch, dass es besonders wichtig ist, zu wissen wonach man sucht, da sich im Prinzip jeder in Großbritannien Psychotherapeut nennen kann (siehe auch nächste Frage).     Psychiater, Psychologe oder Psychotherapeut? Da, wie schon erwähnt, verschiedene Berufsgruppen in Grossbritannien psychologische Behandlung anbieten, ist es bei der Suche nicht so wichtig auf die Berufsbezeichnung zu achten, sonder eher darauf dass Therapeuten auch über einen Berufsverband für ihren ausgeübten Beruf anerkannt sind: Die Kürzel nach dem Namen (e.g. BACP, UKCP, BPS, HPC, etc.) geben darüber Aufschluss. Mitgliedschaft in einem Berufsverband, stellt sicher das Therapeuten nach anerkannten Standards gut ausgebildet sind, und dass es im Bedarfsfall einen Ansprechpartner gibt.   Psychiater haben aber auch Erfahrung mit körperlichen Beschwerden und können Medikamente verschreiben. Wer vorwiegend psychologische Behandlung sucht, und keine Medikamente will/braucht ist beim Psychologen/Psychotherapeuten gut aufgehoben.   Ordentliche Behandlung findet man am besten beim Klinischen Psychologen, der mit der British Psychological Society akkreditiert ist, oder? Die Antwort auf diese Frage ist: Nicht unbedingt und es kommt darauf an was man sucht. Am besten ist es, nachzufragen, ob der betreffende Therapeut das anbietet was man sucht.  Besonders bei Psychologen gibt es zu beachten, dass nicht jeder Psychologe auch Psychotherapeut ist (auch wenn er ein ‚klinischer’ Psychologe ist), da Psychotherapie für Psychologen eine Zusatzausbildung sein kann.  Counselling Psychologists oder Psychotherapists haben sich speziell auf Psychotherapie spezialisiert.     Wo findet man am besten einen deutsch-sprachigen Therapeuten?  Neben der Liste auf Deutsche-in-London, bietet auch die British Association for Counselling and Psychotherapy (BACP) auf ihrer Webseite (itsgoodtotalk.org.uk) eine Liste deutschsprachiger Therapeuten in Großbritannien: einfach unter der ‚Advanced Search’ die Sprache Deutsch auswählen. Ausserdem bietet auch das United Kingdom Council for Psychotherapy (UKCP) auf ihrer Webseite (http://members.psychotherapy.org.uk/find-a-therapist/) die Auswahl nach Sprache zu suchen. Die British Psychological Society (BPS) bietet auch eine Suchfunktion nach Sprache an (http://www.bps.org.uk/bpslegacy/dcp). Allerdings ist bei der BPS zu beachten, dass nicht jeder Psychologe auch psychologische Beratung oder Psychotherapie anbietet.      Wie finde ich den richtigen Therapeuten?  In meiner Erfahrung besteht eine der Schwierigkeiten mittlerweile nicht mehr darin einen Psychotherapeuten oder Psychologen per se zu finden – was, wie oben beschrieben mit Google und dem Internet relativ unkompliziert ist, sondern den richtigen Therapeuten zu finden, der das anbieten kann was man sucht.    Da wir ja alle verschieden sind und darum die Gründe aus denen man einen Therapeuten sucht vielfältig sind, ist es schwer eine allgemeine Regel aufzustellen wie man den richtigen Therapeuten findet. In meiner Erfahrung, ist es jedoch meist sehr wichtig, dass man einen Therapeuten findet, bei dem man sich wohl fühlt. Dies ist übrigens auch wichtige Erkenntnis der neueren Forschung. Da man ja über sehr persönliche Themen reden wird, ist dies vielleicht sogar einer der wichtigsten Aspekte. Man kann mit einem noch so qualifizierten und guten Therapeuten haben, wenn man das Gefühl hat, dass man sich ihm oder ihr nicht anvertrauen kann, dann kann das kontraproduktiv für die Therapie sein. Meiner Erfahrung nach ist es auf jeden Fall sinnvoll sich zu einer Probesitzung zu treffen, um herauszufinden ob man zusammen Arbeiten kann und will.    Weitere wichtige Fragen bei der Suche nach einem Therapeuten können sein:  Wo? z.B. näher an der Arbeit oder zu eher näher am Wohnort?  Vielleicht sollte man sich auch überlegen, wie nah am Arbeitsplatz/Wohnort . Es kann ja sein dass man sich außerhalb der Therapie über den Weg läuft, was nicht für jeden ok ist.  Preis pro Sitzung/Häufigkeit der Sitzungen? Die Ausbildung des Therapeuten (Die BACP hat auf ihrer Webseite einen guten Artikel über verschiedenen Formen von Psychotherapie) Die Verfügbarkeit (Tagsüber, Abends, Wochenende) Mann oder Frau? Eher jünger oder älter? Manche Leute fühlen sich bei jüngeren, manche bei älteren Therapeuten wohler.  Deutsch- oder englischsprachig (oder beides)?     Was ist der Unterschied zwischen Psychotherapie, Psychoanalyse und Verhaltenstherapie (CBT)? Sowohl Psychoanalyse, als auch Verhaltenstherapie sind bestimmte psychotherapeutische Verfahren, die sich in ihrer zugrundeliegenden Philosophie unterscheiden. Andere psychotherapeutische Verfahren sind: Gesprächstherapie (Person-Centred Therapy), Existenzanalyse (Existential Therapy), Systemische Therapie (Systemic Therapy). Es gibt natürlich noch eine Vielzahl an anderen therapeutischen Verfahren, (um die 120 nach gängigen Schätzungen) eine Liste findet man hier und hier.  Psychoanalyse und Tiefenpsycholgische Ansätze haben historisch eine große Rolle gespielt, Verhaltenstherapie (Cognitive-Behavioural Therapy - CBT) hat in den letzten Jahren in der Forschung eine große Rolle gespielt. Neuere Forschung zeigt jedoch dass kein therapeutisches Verfahren systematisch bessere Resultate hat als anderen Verfahren. Einige Ansätze haben sich bei sehr bestimmten psychologischen Schwierigkeiten hilfreich gezeigt. Es hat sich jedoch auch herausgestellt, dass es sehr darauf ankommt dass Patienten/Klienten mit dem jeweiligen Therapeuten eine gute Arbeitsbeziehung aufbauen können und dass sie sich mit den den dem Therapieverfahren zugrundeliegenden Gedanken und Ansätzen wohlfühlen. Deshalb ist es, wie schon gesagt, wichtig einen Therapeuten zu finden bei dem man sich wohl fühlt.        -- Ich hoffe diese Fragen und Antworten sind hilfreich und freue mich auch über Anregungen und Vorschläge!         [url=http://www.deutsche-in-london.net/forum/page/index.html/_/gesundheit/psychologische-hilfe-in-gro%c3%9fbritannien-r138]This post has been promoted to an article[/url]
  6. I am working as an Assistant Teacher for German in Devon at the moment and I would really like to add an internship (ca. 6 weeks) at the end of my employment (June/Junly 2012). I am studying English and Schoolpsychology as well as German as a Second language and would be really eager to gain more work experience in any field of (school-)psychology in England since it would combine both linguistic and psychological skills. It could be with any certified psychologist, psychological counsellor, in a youth welfare office, in an institution for educational psychology or for disabled children or children/young adolescents with learning disabilities and other problems etc. Really looking forward to hearing from you soon or to get any pieces of advice. Best wishes Anna LG P.S.: Also, I am launching a project atm as an FLA Ambassador about ''Subject Happiness'' and I am really interested in postive psychology.
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