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  1. Hallo, Hier bin ich mit dem versprochenen Erfahrungsbericht uebers Trampen bzw Hitchhiking bzw per Anhalter fahren in Grossbritanien bzw England bzw London. Vor 2 Monaten kam mir diese Schnappsidee http://www.deutsche-in-london.net/forum/topic/56403-hitchhikingtrampen-in-grossbritanien/ in den Kopf und dann begann ich recht langsam zu planen: zuerst habe ich einen GPS-Sender auf Amazon bestellt, damit ich meine Trampstellen genauer orten koennte. Dann las ich ab und zu hitchwiki.org und Statistiken ueber Verkehr auf verschiedenen Autobahnen in Grossbritanien..Und dann wurde mein recht langsames Gruebeln von einer E-Mail am Mittwoch Abend beschleunigt, vielen grossen Dank an Jenny - sonst wuerde ich noch jahrelang darueber gruebeln, ob ich einen Korkenzieher mitnehmen soll oder nicht. Das wichtigste im Trampen ist Planen. Da ich noch nie in Westengland gewesen bin, habe ich Plymouth als Ziel vorgeschlagen: die Stadt kann man mit M4/M5 oder A303 erreichen, als Plan B gibt es genug Bahnhofe unterwegs und 383km ueber M4/M5 erschienen mir nach mehreren Reisen Petersburg-Moskau (700km, die Anfaengerroute in Russland) fast als Kinderspiel. Nach 7-9 Jahren ohne Trampen bin ich aber risikoscheuer und datenhungriger geworden und deswegen wollte nicht bloss nur mit einem Klapprechner+GPRS-Handy+Papierkarten trampen gehen. Drei Dinge braucht der Tramper: gute Begleitung idealerweise ohne Mitgliedschaft in Selbstmoerder-Foren, Warnwesten, Schilder. Jenny hat mich bereits angeschrieben und Warnwesten habe ich in Halfords gekauft, 4.5 Pfund je Stueck - fuer jede Groesse und jedes Geschlecht. Schilder habe ich zuhause auf weissem A4 Papier gedruckt: M4/5 WEST/EAST, A303 WEST/EAST, BRISTOL, LONDON, PLYMOUTH. Unterwegs wurde auch EXETER mit Pilot Pen auf A4 gekritzelt. Die Schilder habe ich in so eine durchsichtige Mappe eingesteckt um sie vor dem Regen zu schuetzen und so hatte ich das Schild auf einer Seite und die ausgedruckte google-maps Karte mit Trampstellen auf der anderen Seite, die ich dem Autofahrer auch unter Regen zeigen koennte. Den Strassenatlas habe ich auch in Halfords gekauft: der Laden ist bis 20:00 auf, Glovebox Atlas Britain with 85 town plans - passt gut in die Klapprechnertasche, Masstab 8 Meilen pro Zoll ist aber nicht detaliert genug. Wer nicht monatelang gruebeln und dann fuer 8.5 Pfund diesen Atlas kaufen will, soellte vor 3-5 Tagen auf Amazon bestellen: 0.01 fuer Atlas+2.80 Pfund Portokosten: http://www.amazon.co.uk/gp/offer-listing/0749571187/ref=dp_olp_used?ie=UTF8&condition=used Die Trampstellen fand ich auf http://hitchwiki.org/maps und Bezeichnungen "Good" oder "Very good" bzw 10 Minuten Wartezeit waren irgendwie zu optimistisch. Ueber JSON-API habe ich alle fuer uns relevanten Stellen als KML-Datei fuer google-maps generiert, mit Kommentarien (wie weit ist der naeheste Bahnhof) und auf A4 Papier gedruckt. Und auch eine Kopie meines Reisepasses angefertigt, falls es zu Kontakten mit der Polizei kommt. Als ich 19 war, schaffte ich 700km in ~9-14 Stunden und als Durschnittsgeschwindigkeit habe ich immer 50km/Stunde eingeplannt. So habe ich auch 50km/Stunde fuer diese Reise geplant: 8 Stunden fuer 383km + 1 Stunde Mahlzeit. Die Sonne geht um 18:55 Uhr unter und ab dann hat man keine gute Grunde weiterzutrampen. Samstag. Mit Jenny haben wir uns fuer 8:30 Uhr am Gunnersbury verabredet, ich habe wie immer einen Zug vorher genommen um notfalls puenktlich zu kommen und anderfalls noch genug Zeit fuer ein Cappuchino zu haben, da hatte ich genug Zeit auch fuer eine Stulle mit Kaese und Schinken. Um 09:15 Uhr zogen wir unsere Wernwasten an, nahmen jeder ein Schild in die Hand und zeigten beinahe allen Autos den Daumen. Nach 10 erfolglosen Minuten zaehlte ich Autos mit der Stoppuhr auf dem Handy, zu dieser Uhrzeit fuhren 30 Autos pro Minute. Dann mit Schritten vermass ich die Entfernung, aus der man das Schild lesen kann: von 20-30 Meter kann man es lesen und bei Tempo 20-30 hat man 5 Sekunden um die Entscheidung zu treffen und auch anzuhalten. Zwei Autos hielten an um zu fragen, wo es nach Heathrow geht - guter Signal, d.h. man darf hier anhalten. Gegen 09:40, also nach 20 erfolglosen Minuten, wechselten wir die Schilder. GPS-Koordinaten: 51.491867,-0.283602 Um 10:00 Uhr hielt unser erster Autofahrer an: ein Brite auf Audi A6, der nach Reading fuhr - und uns auf Reading Services Tankenstelle absetzen koennte. Mit dem Fahrer redete ich ueber fahrerlose Fahrzeuge, sinkende Fertilitaetsraten in der Welt - er war froh zu wissen, dass er in 10-20 Jahren beim Pendeln noch schlafen oder lesen koennte usw. Der Fahrer war von unseren Warnwesten und gedruckten Schildern beeindruckt, deswegen nahm er uns mit. Um 10:35 Uhr erreichten wir Reading Services und ich begann die Trampstelle 13020 zu orten, die stand auf unserem Plan. Um 11:00 Uhr standen wir beim Ausfahrt von der Tankenstelle, Autos fuhren in Tempo ~10-20, 7 und 1 Autos pro Minute. GPS-Koordinaten: 51.422238,-1.032667. Um 11:25 Uhr, nach 25 erfolglosen Minuten gingen wir 120 Meter zurueck um von der Tankenstelle zu stehen und um nur einen Verkehrsstrom zu hypnotisieren. GPS-Koordinaten 51.423193,-1.0337. Um 11:39 Uhr kam unser zweites Auto, Taxifahrer aus Bath, der einen Kunden nach Heathrow gebracht hat. Das Thema fahrerlose Fahrzeuge waere in dieser Situation sehr peinlich gewesen, wir redeten ab und zu ueber Bath und die Welt. Um 12:27 Uhr standen wir beim Ausfahrt von Leigh Delamere Services, auf einer echt toller Position mit viel Platz zum Anhalten. Circa 15 Autos pro Minute. GPS-Koordinaten 51.50884,-2.162728. Etwas, was ich verbessern muss: ich verstehe britische Autokennzeichen nicht. Das System ist irgendwie zu kompliziert fuer mich und darueber hinaus werden Kennzeichen nach dem Verkauf beibehalten, d.h. L als erste Buchstabe bedeutet den Ort der Jungfernfahrt dieses Autos und nicht den Wohnort des aktuellen Besitzers. Um 12:57 Uhr hoerte mein GPS-Sender Koordinaten zu senden auf, weil ich aus Versehen nur 6 Stunden Verortung bestellt habe. Peinlicher Fehler, wenn man in der SMS an den GPS-Tracker in seiner rechten Tasche etwas vertippt hat.. Gegen 13:30 Jenny hat ein neues A4-Schild EXETER mit meinem Pilot Pen malerisch gemacht, Taschendrucker waere hilfreich. Gegen 13:50 zeigten wir das gedruckte BRISTOL Schild und da hielt ein weisser VAN mit einem Mann, der auch mal in Europa per Anhalter reiste und in Deutschland die schlechtesten Erfahrungen gemacht hat. Gegen 14:15 setzte er uns bei der Kreuzung M32/M4 ab, da es angeblich genug Platz zum Anhalten fuer weitere Autos gaebe. Gegen 14:16 haben wir verstanden, dass jemand Mist gebaut hat und retteten uns in das von drei Seiten umgezaunten Fleckchen Erde ohne Autos. Mit der Stoppuhr stellte ich fest, dass es maximal nur 8 Sekunden gibt um die Autobahn zu ueberqueren - lieber nicht. Gegen 14:40 begann es zu regnen, wir versteckten uns unter der Autobahnbruecke. Keine Steckdosen, ohne Wi-Fi und draussen regnet. Um 14:45 habe ich versucht ein Taxi unter die Bruecke zu rufen - aber die duerfen unter der Autobahnbruecke auch nicht anhalten. Pizza bestellen koennte man sicherlich auch nicht. Irgendwo in Foren habe ich gelesen, dass es Traffic Officers gibt, die die auf verbotenen Stellen stehenden Tramper vertreiben. Gegen 14:50 kamen Traffic Officers, zwei sehr nette und freundliche Beamten, die von unseren Warnwesten und Ausruestung beeindruckt waren: es gibt Tramper, die nicht mal eine Papierkarte haben. In ihrem Auto wurden wir weg von der Autobahn Richtung Bristol Parkway genommen. Null Aerger, die haben gleich verstanden, dass wir unser Bestes getan haben. Gegen 15:57 erreichten wir Bristol Parkway zu Fuss, nach 35 Minuten unter dem Regen. Zwei Fahrkarten nach Plymouth je 37 Pfund. Um 16:30 sassen wir im Zug mit Steckdosen und kostenpflichtigem Wi-Fi, ich versorgte meinen Klapprechner mit eigenem 3G-Internet. Auf hotel.de kann man billigere Hotels finden als auf booking.com, man lernt immer etwas neues. Um 18:52 erreichten wir Plymouth, relativ kleine Stadt mit 250k Einwoehner, The Barbican ist eines Besuchs wert. Insgesamt 3 Autofahrer + Traffic Officers, 170km per Anhalter in 14:15-09:15=5 Stunden oder 34 Kilometer/Stunde, mit dem Zug nach Plymouth zusammengerechnet sind es 370km in 9 Stunden 37 Minuten oder 38km/Stunde. Der Zug war eigentlich nicht besonders schnell: 200km in 2:22 Stunden=84 km/Stunde. Sonntag. 09:23 Uhr: kommt der Reisebus 21A bis Marsh Mills, 2.10 Pfund fuer eine Fahrkarte ist ja nicht gerade billig in dieser Stadt. In London sind Busfaehrte guenstiger. 09:43 Uhr: wir stehen auf der Trampstelle 9999, GPS-Koordinaten 50.391767,-4.086317. Idealerweise duerften Autos uns nur bei Rot mitnehmen, Rot wird aber nur fuer 14 Sekunden gezeigt und dann 23 Sekunden gruen. M5/4 EAST + LONDON Schilder locken niemanden an. Ab ~10 Uhr wurde das Schild EXETER gezeigt. Um 10:35 Uhr hielt ein Auto mit einem Hippie-Paar an und nahm uns mit, ich gruebelte die ganze Reise, wonach es in Auto riecht. Nette Leute, die waren selbst mal Tramper - aber ohne Warnwesten und gedruckten Schilder. Um 11:25 Uhr erreichten wir Exeter Services, Mahlzeit. GPS-Koordinaten Um 12:00 Uhr stehen wir mit Schildern M5/4 EAST + LONDON. Es beginnt ab und zu zu regnen, mit Regenschirmen und Emergency Rain Ponchos als Plan B und Bahnhof in 11 Minuten zu Fuss als Plan C sah das Ganze nicht so pessimistisch aus. Circa 10 Autos pro Minute. Gegen 12:40 hielt ein schickes kleines Auto mit dem Hund auf der Rueckbank, wo wir (364cm Groesse zusammengezaehlt) doch rein theoretisch reinpassen koennten, bis nach Dorset. Irgendwo zu dieser Zeit finden wir ein mit rotem Permanentmarker gefertigtes Schild "Exeter or M25, please, thank you, :)". Als sich der Regen verstaerkte, warteten wir unter einer Autowaschanlage, wo man trotzdem ein paar Autos von der Tankenstelle anhalten koennte. Um 13:23 Uhr wurden wir von einem Ehepaar mit Lebenserfahrung auf VW-Bus mitgenommen, die fahren nach Gloucester und trotz meiner weniger als 20 Stunden alten Angst vor dem Wort BRISTOL bzw. Autobahnbruecke, wo man ohne Steckdosen auf Traffic Officers warten muss, steigen wir ein. Klaprrechner aufklappen, ueber Gordano Services als die schlimmste Trampstelle im ganzen Koenigreich habe ich aber vorher gelesen. Michaelwood ist zwar noerdlicher von Bristol, die Trampstelle 15475 Michaelwood Services http://hitchwiki.org/maps/?place=15475 hat einen sehr guten Ruf, wie immer hat jemand nur 10 Minuten gewartet. Um 14:45 erreichen wir endlich Michaelwood services. Circa 8 Autos pro Minute, GPS-Koordinaten 51.656287,-2.427878. Um 15:48 werden wir von einem Mann auf PKW mitgenommen, er wohnt irgendwo in Chippenham. Um 16:17 Uhr erreichen wir uns schon bekannte Leigh Delamere Services, aber ostliche Richtung. GPS-Koordinaten 51.51126,-2.155127. Circa 10 Autos pro Minute. Um 15:31 Uhr hielt ein weisser Van mit einer Dame und Hund, die war mal auch Tramperin und findet unsere Warnwesten und gedruckte Schilder toll, dazu sehen wir gar nicht chaotisch aus. Sie faehrt Richtung Watford ueber M25. GPS auf meinem Handy und auch Tablett wissen nicht so genau, wo wir sind. Gut, dass Jenny ein schnelleres Handy hat - wir haben der Fahrerin mit der Route geholfen. Es gibt immer noch Autofahrer ohne GPS, das wusste ich nicht! Um 19:25 Uhr erreichten wir Watford. Insgesamt 10 Stunden und 2 Minuten, 4 Autos, 428 Kilometer und laut Google Maps braeuchte man fuer diese Route nur 4 Stunden 15 Minuten. Ohne Staus auf M25 bedeutet das 5 Stunden Wartezeit oder 50% der Zeit muss man auf ein Auto warten und eventuell unter dem Regen stehen. Der Weg zurueck war also um 35.40 Pfund pro Person guenstiger: 2.10 Pfund anstatt 37.50. Die Fahrkarte London-Plymouth kostet allerdings unter 43 Pfund, fuer mich war Trampen eben mit 19 eher zum Spass als Notwendigkeit. Geldtechnisch haben unsere Investitionen in Ausruestung (2 Warnwesten, Strassenatlas, Emergency Rain Ponchos) sich bezahlt gemacht. Ich wuerde gerne noch in Wales und Schottland trampen. Uebrigens, dieser Journalist aus BBC kam mit selbstgemalten Schildern, ohne Programmierung auf Python und Warnwesten viel schneller ans Ziel. http://www.bbc.co.uk/blogs/today/evandavis/2008/08/the_economists_guide_to_the_hi.html Ich stimme zu: wir trampen weniger nicht weil die Risiken hoeher geworden sind, sondern weil wir reicher sind. Gruesse, Pavel.
  2. Hallo, Das Experiment mit dem Trampen aus dem Jahre 2013 wollte ich unbedingt wiederholen und wie ich gehofft habe, naechstes Mal werde ich bestimmt strukturierter herangehen. Fuer die Reise nach Schottland und zurueck hatte ich 56 Stunden eingeplant, so falls ich noch in Glasgow um 18:00 Montag sitze, kann ich ruhig einen Zug nach London nehmen; oder Bus/Flieger/usw. Um 09:27 Uhr Dienstag muss ich in London sein und koste es was es wolle.. Vorbereitungen: ich wollte unterwegs viel Internet und Strom haben, um alle meine USB-Geraete aufzuladen. Dafuer habe ich eine externe Batterie 20000mAh gekauft und 3G WiFi Hotspot im Ruecksack aufgestellt. Kompass und Strassenatlas hatte ich auch. Es waere toll eine reizende Begleitung zu haben, habe aber keine gefunden. Wobei ich auch mit einer schlafenden Begleitung trampen kann. Kapitel 1: Northolt. Auf hitchwiki habe ich die Trampenstelle nahe Hanger Lane und eine nahe Northolt ausgesucht. So habe ich Northolt fuer den Start ausgewaehlt und um 10 Uhr stand ich da: mit der Warnweste an, mit dem A4-Schild "Scotland" in derselben durchsitigen Mappe wie letztes Mal und rotem Ruecksack auf dem Boden, damit Autofahrer meine Habseligkeiten einschaetzen koennten. Ich habe mehrere Schilder vorbereitet: North, South, M6 North, Glasgow, Manchester, Birmingham, B'ham, blau-weisse Fahne Schottlands, London usw. Zum Schluss entschied ich mich fuer das Schild North, naechstes mal vorbereite ich vielleicht doch "Anywhere".. Es fuhren circa 10 Autos pro Minute, wellenartig, d.h. circa 8 Autos am Stueck in ~20 Sekunden und dann 40 Sekunden nur 2. Mir hat eine ordentliche Stoppuhr-Zaehler-App auf meiner schwarzen Pebble-Banduhr gefehlt, bloss eine Stoppuhr und Kopfrechnen reichen nicht aus. Als ich die Trampenstelle antrat, sass dort ein nicht besonders sauber gekleideter Mann und wartete auf etwas, was mich Sorgen machte, weil manche Autofahrer ihn fuer meinen Mittramper halten koennten. Bald hat ihn sein Bekannter mit Auto abgeholt. Auf der Auffahrt war einspurig mit einem Fahrbereich zum Anhalten - circa 37m lang. Am Anfang stand ein Pannendienst-Van, so dass nur circa 30m uebrig blieben und ich weiss nicht was fuer Gedanken soellte ich mit Warnweste an in Koepfen von Autofahrern ausloesen. Um circa 10:30 Uhr kam noch ein anderer Van und 40 Minuten spaeter noch ein dritter, so dass zum Anhalten nur hoechstens 10 Meter blieben. Klar, mit ein Bisschen Geschick wuerde es ausreichen, wenn man Lust haette mich mitzunehmen. Um ~11:30, nach 1.5 erfolgslosen Stunden, entschied ich mich doch fuer Hanger Lane und ging zur Central Line Tube. Kapitel 2: Hanger Lane und der Afghane. Gegen 11:50 stand ich auf Hanger Lane, Lynwood Road, Stop Q und auf der dreispurigen A40 fahren nur in der linken Spur circa 30 Autos pro Minute. Mit 3.5mm Audiokabel habe ich das Schild zu meiner Warnweste festgeschnuert um der rechten Hand Ruhe zu geben, der linke Daumen darf muede werden. Um 12:50 (fuer 13:30 habe ich geplant Richtung Heim-Haengematte zu gehen) hielt ein Auto mit Mann, Frau und Kleinkind, die mich bis nach Glasgow Richtung Norden bringen wollten, "to a Roundabout". Mal schauen, schlimmer geht es kaum..Er hat natuerlich A312/A40 Roundabout gemeint, siehe Kapitel 1. In 10 Minuten Fahrt hat der Fahrer geschafft mir so viele Fragen zu stellen (was ich beruflich mache, ob ich Web-Designer oder Bauarbeiter kenne) und nachdem ich die Frage ueber mein Herkunftsland geantwortet habe, wechselte der geburtige Afghane in seine Familiensprache Russisch, die er mit seiner usbekischen Frau zuhause spricht. Kapital 3: Northolt und der Pianist. Um 13:00 stand ich dort, wo ich vor 3 Stunden meinen langen Weg angefangen habe, ich verschob die Heimfahrt Richtung Haengematte auf 14:00. Ich finde es wichtig Plaene zu haben und keine Minute frueher aufzubrechen, an diesem sonnigen Samstag erwartete mich zuhause Haengematte, Buecher, Kaese und kaltgestellter Riesling. Um 13:40 hielt ein ~20-jaehriges Auto mit einem 50-jaehrigen klassichen Pianist an, der mich bis nach Junction 19 mitbringen wollte - circa 140 Kilometer. Einen besseren Autofahrer kann ein Tramper sich gar nicht wuenschen: wir haben ueber neo-klassische Musik gesprochen, er musste ein paar Stunden spaeter irgendwo in Coventry auftreten; er hat von seinen Bekannten Komponisten erzaehlt und sein verstorbener bekannter Musiker hat Alfred Schnittke gespielt, ueber Fahrraeder in London haben wir geredet und ueber mathematische Modelle eines Staus, sein erster Beruf war Ingenieur. Leider sieht er heute weniger Hitchhikers als vor 27 Jahren und diejenigen, die er trifft, nimmt er immer mit; seine Freunde trampen auch noch gerne. Um 14:55 hat er mich nahe Chestertoon Wood/Warwick Services M40 abgesetzt. Kapitel 4: junge blonde Frauen, ich und das Baby. um 15:00 stand ich auf der Insel vor dem Einfahrt zur Tankenstelle und neben dem Ausfahrt Richtung M40. Ab und zu regnete es und nun gut, dass ich einen Regenschirm hatte. Es war schon zu spaet von der Haengematte zuhause zu traeumen, also traeumte ich von einem Auto mit noch einem Pianist oder Ingenieur, Hauptsache Richtung Glasgow. Um 15:47 hielt ein Auto mit 3 ~20-jaehrigen Frauen und einem Baby. Tja, sie koennten sich verlaufen haben und woellten mich vielleicht fragen wo es lange geht. Nein, die wollten mich bis nach Manchester mitnehmen, auf der Rueckbank, zwischen der jungen Blondine und dem Kind und einem riesigen Pluschtier, das ein Kater oder eine Giraffe sein koennte. Das schlafende Baby mit seinem riesigen Sessel hat knapp ueber die Haelfte der Rueckbank fuer sich genommen, welches Geschlechtes war es weiss ich nicht - allerdings mit ~5-12 Monaten hatte es schon eine goldene Armkette auf der linken Arm. Neben dem Kind lag eine Damentasche, wo ein zweiter Kater oder Giraffe genug Raum finden koennte und in der uebriggebliebenen Enge befanden uns wir, die kettenrauchende junge Blondine in Pyjama und ich. Ihre nicht-blonde Freundin am Beifahrersitz hat mich nach dem Beruf-Herkunftsland gefragt und nachdem ich Software erwaehnt habe, hat sie jedes Interesse fuer mich als Gespraechspartner verloren. Ich waere sicherlich ein sehr schlechter Spion: unter anderem, bin ich verdammt schlecht in Sprachen. Also wenn die Damen mit mir sprachen, verstand ich sie. Aber als sie untereinander fast dieselbe Sprache verwendeten, verstand ich nur Bahnhof und es war sicherlich Englisch. Vor Jahren sass ich mal in einem IC-Zug nahe Stuttgart und zwei Rentnerinnen circa 5 Meter weit von mir sprachen Schwaebisch, mit allen wenigen mir bekannten Regeln der allemanischen Grammatik. Diese zwei Rentnerinnen aus 5 Meter Entfernung verstand ich viel besser. Die 3 jungen Damen, der Mund einer befand sich so nah an meinen Ohren in dieser Enge, als sie untereinander etwas diskutierten, verstand ich fast nicht. Sie koennten Plaene schmieden, wie sie mich im naehesten Wald erst toeten und dann aus mich Wurst/Hackepeter machen wuerden und wie ich als Pavelsburger eines Tages die mir weniger bekannten Abteilungen in Tescos kennenlernen wuerde; oder noch schlimmere Sachen. Die blauaeigige blonde Fahrerin, die vor 15 Jahren gewiss eine Brunette war, wenn ich ihre schwarzen Haarwurzel richtig betrachte, ist beinahe in einen LKW gefahren, waehrend ich ueber Dialekte gruebelte; das neben mir sitzende Baby hat sie mit einem kurzen Husten kritisiert und schlief ruhig weiter. Mit meinem halb-aktiven Lebensstil habe ich vor mit circa 84 Jahren in Ruhe zu sterben, auf M6 in einem Kleinauto mit 3 Frauen und einem Kind zu sterben, habe ich sicherlich nicht geplant. Dann hat jemand meine Sitznachbarin angerufen, ich verstand das Wort Disko (ist in Manchester ueblich Samstags in Pyjamas zur Disko zu gehen?) und sie legte auf. Die ganze Zeit spielte laute Musik in mir weniger bekanntem Stil tynz-tynz-tynz (Rap? Hip-Hop? Muss ein Buch darueber lesen), in einer Pause fragten mich die Damen nach meinem Beziehungsstatus und dann zu meinem Schrecken hat meine Sitznachbarin ihren Pyjama ausgezogen, Mahlzeit, hoffentlich fuers Baby, habe ich mir gedacht - ich wusste aber nicht, ob die ordentlich geschminkte Sitznachbarin eine Mutter war oder noch sich darauf vorbereitete. Nein, dann haben sie Manchester aus ihren Plaenen gestrichen und mich auf Hilton Park Service Area abgesetzt, um 16:37. Ich muss was falsch gemacht haben, ich habe aber eigentlich gar nichts getan, nur ruhig auf die gestellten Fragen geantwortet. Kapitel 5: Fuel Doktor und Stoke-on-Trent. Mahlzeit fuer mich: man kann im Norden zwar andere Dialekte sprechen als in London, Belgian Chocolate Triffin und Latte kann man auch hier in Costa bestellen. Um 17:06 stand ich mit dem Schild "M6 North" im Ausfahrtbereich Hilton Park Service, wo circa 8 Autos pro Minute genau Richtung M6 North fuhren. Der Sonnenuntergang wird erst um 20:16 und zu Fuss erreiche ich den naehesten Bahnhof in ~50 Minuten, also bleibe ich mal bis 19:00 hier. Um 18:42 hielt ein Fuel Doktor an, er rettet diejenigen, die Diesel anstatt Benzin oder umgekehrt in ihr Auto getankt haben. Er kann mich bis nach Stoke-on-Trent mitbringen, gut genug fuer heute - dort oder in Manchester koennte ich in einem Hotel uebernachten, booking.com App habe ich auf beiden Android-Geraeten. Wir redeten ueber Stoke-on-Trent, die eigentlich aus 6 verschiedenen Staedten besteht; ueber dortige Arbeiterklasse, Leute, die in mehreren Generationen nach dem Schullabschluss arbeiten ohne an der Uni zu studieren oder zu reisen; ueber Rueckkehr der Industrie in den Westen, Jazz und usw. Dann bekam er einen Notruf auf seinem Handy-App, er kann mich nur bis zur naechsten Tankenstelle bringen, wo er dann einen Kanister Treibstoff gekauft hat. Google hat mir empfohlen den Bus 21 um 19:32 zu nehmen und so endete das Trampen-Teil meiner Reise um 19:12. So habe ich circa 270km in 9:32 Stunden, also ohne Northolt-Hanger Lane transit und Mahlzeiten, 8.5 Stunden - das macht im Schnitt 31.7 km/h aus. Tja, ich habe 35km/h vorgeplant. Haette es mit 3 Damen geklappt, waere ich sicherlich schon wenn nicht in Glasgow, dann mindestens in Manchester. Puenktlich um 19:32 kam der Bus, ich bezahlte 2 Pfund und 19:45 erreichte ich Hauptbahnhof Stoke-on-Trent, kaufte eine Fahrkarte bis Manchester fuer 14.70 Pfund und im Zug gab es keinen GPS-Empfang. Kapitel 6: Manchester und Pride-Weekend in meinem Hotel. Wie buche ich normalerweise Hotels? Anspruchsvoll bin ich nicht, sparsam bzw geizig aber schon: 2-3-4 Sterne mit Badewanne oder zumindest Dusche muss drin sein und Internet, heute habe ich aber eigenes Wi-Fi hotspot. So habe ich auf booking.com ein Einzelzimmer fuer 39 Pfund gebucht, Rating 7.7 bedeutet in der Regel nichts schlimmes. Mit Google Maps habe ich mein Hotel muehelos gefunden, es war mit Regenbogen-Fahnen geschmuckt - kein Problem, ich bin konsequenter Liberaler und Heterosexueller, warum darf ich ein Maedchen kuessen/heiraten/zusammen Kinder adoptieren - Homosexuelen aber nicht? Das finde ich ungerecht und stehe fuer die Homoehe allgemein, Hauptsache nicht mit mir. Als ich noch an der Reception mich anmeldete, hat mich ein Junge in Lederkleidung und Polizist-Muetze gefragt, ob ich nach ihm suche - Nein, Danke. Auf dem verdammt langen Weg zu meinem Hotelzimmer im 4. Stock habe ich mich in einen falschen Fluegel verlaufen und noch ein Herr mit einer Rosa-Peruecke fragte mich, ob ich nicht nach ihm suche - Nein, Danke. Mein Zimmer war nicht das beste von mir besuchten auf der Insel, aber ok. Ich wollte noch ein Glaesschen Wein und Souper irgendwo bekommen, mein innerer Neanderthaler hat aber meinen inneren Liberalen ueberzeugt, im Zimmer nuechtern zu bleiben und um 7 Uhr aufstehen. Kapitel 7: Fruehmorgen und die erste Autofahrerin. Nach ruhigen 8 Stunden Schlaf bin ich um 7 Uhr aufgestanden, frischgeduscht und mich fuer die Reise vorbereitet. http://hitchwiki.org/en/Manchester empfiehlt die Trampenstelle auf Regent Road vor Salford. Um 08:24 war ich auf der Stelle http://hitchwiki.org/maps/?place=18911, hier gibt es genug Platz fuer einen Bus zum Anhalten. Ein Rentner hat mir empfohlen, naeher zum Autobahnkreuz zu kommen; circa 20 Minuten spaeter kam aus Gebueschen ein besoffener Mann und schilef auf der Bank in der Haltestelle ein. Tja, Autofahrer koennten auf den Gedanken kommen, dass wir zusammen reisen. Ich ging hin zum Autobahnkreuz und fand keine sichere Stelle, kam zurueck zu einer anderen Bushaltestelle, wo um 09:00 noch keine Betrunkene gab. Es fuhren circa 8 Autos pro Minute. Um 09:40 hielt ein Auto mit einer ~30-jaehrien Britin indischer Herkunft am Steuer, die koennte mich zur M6 Junction 21 bringen, dort gibt es sichere Stellen zum Trampen. Wir redeten ueber Trampen allgemein und meine Reise nach Schottland, friedlich und ruhig. Sie sprach gewiss Mancunian, aber sehr verstaendlich. Nach 25km hat sie mich, wie versprochen, auf Junction 21 abgesetzt. Zumindest sehe ich vertrauenswuerdig genug aus, so dass mich eine einsamfahrende Frau mitnehmen will. Kapitel 8: Slip-Road und der letzte Fahrer. Um 10 Uhr stand ich (Stelle 1 auf dem Bild unten) auf der Verkehrsinsel zwischen der Roundabout und A57, alle meine Bemuehungen mit der Anzahl von Autos von der Roundabout bzw A507 Richtung M6/North fuer zwei Richtungen das Schild womoeglich optimal zu zeigen, waren nicht gut genug. Um 10:30 Uhr stand ich (Stelle 2) stand ich auf der gruenen Insel an der Slip ROad, so dass beide Verkehsstroeme mich sehen koennen. Circa 10 Autos pro minute, keins nimmt mich mit; ab und zu googelte ich ueber hitchhiking on slip roads - das tut man gerne, fuer mich war es aber zum ersten Mal. Um 10:56 Uhr hielt ein Auto mit einem ~30-jaehrigen Mann, der mich zur Junction 23 bringen wollte. Wir redeten ueber London und Fahrraeder, aber nur ~13km. Kapitel 9: 2.5 Stunden Wartezeit auf Junction 23 ohne Erfolg. Um 11:10 stand ich auf (Stelle 1 auf dem Bild unten) auf der Insel an der Slip Road M6 North, zwar sicher - aber Autofahrer haben hoechstens 2 Sekunden um mich mit meinem Schild zu sehen, dafuer aber die ganze Spur zum Anhalten. Eine Stuende spaeter ging ich fruehstuecken zur Tankstelle. Dann habe ich noch 3 Stellen probiert, je 30 Minuten auf jeder: in Gebueschen oben auf der Slip Road, Autofahrer koennen mich mindestens 10 Sekunden sehen und noch mindestens 40 Meter auf der linken Spur zum Anhalten haben. Dann stand ich einfach auf der linken Spur, aber nur ein paar Minuten - ist doch zu gefaehrlich, bietet aber genug Platz zum Anhalten und genug Zeit um mich anzuschauen. Dann stand ich noch zwischen Tankstelle Ein/Ausfahrt und Slip Road - auch ohne Erfolg, fuer Autofahrer, die aus der Roundabout in die M6 fahren ist aber verstaendlich - die koennen nicht wissen wie viel Platz zum Anhalten wieter gibt. Dann stand ich noch auf der Insel auf der Roundabout, die Aussischten ungefaehr dieselben, wie damals in Oktober auf Plymouth Roundabout: nach 50 Minuten wurde ich von zwei Hippies doch abgeholt. Um 13:50 hatte ich die Schnauze voll und habe Schottland aus meinen Plaenen diesmal gestrichen. Kapitel 10: Mit zwei Zuegen nach London. Zu Fuss erreichte ich Earlestown Bahnhof, der zwar 5 Gleise hat - aber keinen einzigen Fahrkartenautomat, so was habe ich noch nie gesehen. Am Schalter sass ein freundlicher Brite, der meine Reiseziele langsam eintippte und so habe ich die Karte nach Manchester fuer 7.7gbp gekauft. Tja, viel zwischen 08:30 und 13:50 Uhr habe ich mit dem Trampen nicht gespart. Mit Slip Roads muss ich aber noch ueben. In Manchester habe ich gut gegessen und bestieg den Zug ueber Sheffield nach London. Meine junge Sitznachbarin schaute Sex and the City auf ihrem iPod und ich las die letzen Kapitel des franzoeischen Romans "Die Boheme" auf meinem Tablet. Eines Tages muss ich auch lernen Filme in Zuegen zu schauen. Kapitel 11: Schlussfolgerung. Irgendwo auf hitchwiki habe ich gelesen, dass Mann alleine nur circa 5% langsaemer faehrt als mit einer weiblichen Begleitung. Eine Frau faehrt alleine schneller als eine Boeing, dafuer gefaehrlicher. Zwei Maenner zusammen fahren zweimal langsamer als ein Mann.. Was habe ich bloss falsch gemacht? Na gut, ich bin kein besonders lebensfroehliches Geschoepf, dafuer aber sauber gekleidet, mit ordentlichen Schildern, stehe auf angemessenen Trampenstellen. http://hitchwiki.org/en/User:Fverhart hat 100000km hinter sich, mit 56 Minuten Wartezeit im Schnitt fuer 3 Trips in Grossbritanien, steht GB auf der letzten Stelle. Gleichzeitig las ich Diskussionen auf Couchsurfing.com/UK Hitchhiking, denen zufolge alles prima funktioniert, allerdings ohne viel Einzelhaiten. Ich koennte auch Nein zu den Autofahrern sagen, die mich nicht weit genug mitnehmen koennen; allerdings weiss man nicht, wann der naechste kommt und ob er nicht nur eine Junction spaeter mich absetzen kann. Bis zum naechsten Mal moechte ich mich in Slip Roads und Junctions besser auskennen, eine reizende (schlafende passt auch) Begleitung finden. Ich muesste vielleicht doch Schilder von Hand anfertigen, so wie hier http://robokow.net/photos/hitchhikers/ und nicht mit dem Tintendrucker auf DIN A4. Ich denke, "Please" auf dem Schild soellte auch nicht fehlen. Gibt zwar keine Informationen, klingt aber freundlicher. Gruesse, Pavel.
  3. Abendchen, Seit ein paar Tagen quaellt mich die Schnappsidee, das Land ein Bisschen besser kennenzulernen und zwar per Anhalter. Die Forensuche habe ich ordentlich betaetigt und eher negative Meinungen gefunden: funktioniert heute nicht, zu gefaehrlich, sogar ein Wandergeselle verzichtete auf das Trampen. Gegoogelt habe ich natuerlich auch und zwar gibt es keine Trampenvereine in GB und keine Trampermeisterschaften, eine Karte mit aktuellen Hitchhiking Spots finde ich aber ganz toll. Hat hier jemand Trampen auf der Insel ausprobiert oder interessiert sich dafuer? Das Trampen entdecke ich vor 9 Jahren, in einem Alter, wo man schon genug verdient um mit oeffentlichen Verkehrsmitteln reisen zu koennen, per Anhalter lernt man das Land samt Leute aber viel besser kennen. Ich besuchte damals ein paar Abendlektionen in einem Trampenverein und las ein paar Buecher, bereiste mehrmals die Anfaengerstrecken Vyborg-Petersburg-Moskau allein und zu zweit, lernte mich schneller fortzubewegen, so dass ich am Anfang 16 Stunden fuer die 750km Strecke brauchte und spaeter mit ein Bisschen Erfahrung nur 9 Stunden. Alle Reisen damals zusammengemommen, stoppte ich etwa 70 Verkehrsmittel und legte etwa 5000km zurueck. Ich stand normalerweise in einer sicheren aber sichtbaren Entfernung von der Fahrbahn, so dass Autofahrer mich sehen und genug Platz zum Anhalten hatten - also ohne auf einer Tankstelle Leute mit Fragen zu belaestigen. Hoffe dieselbe Methode wird auch hier funktionieren. Nun, ob es tatsaechlich so gut in Grossbritanien mit Trampen klappen wuerde, weiss ich nicht - ich las ein paar Berichte und es scheint immer noch zu funktionieren. Anfangen wuerde ich mit einer Anfaengerstrecke, z.B. nach Devonshire oder Wales mit Uebernachtung in Hotel, wenn ich 350km in 8-15 Stunden bei Tageslicht nicht schaffe, kann ich immer mit dem Bus/Zug heim- oder weiterkommen, 20-50km zu Fuss waere auch nichts besonderes. Oder gehe ich immer noch zu blauaeugig an die Sache an? Gruesse, Pavel.
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