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citizenofnowhere

DIL
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About citizenofnowhere

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    noch neu im Forum..

Profile Information

  • Geschlecht
    Mann
  • Standort
    East London
  1. Vielen Dank für eure Antworten und Zusprüche. Ich habe prinzipiell nichts dagegen, in einer kleineren Stadt oder vielleicht sogar ländlicheren Gegend zu leben. Allerdings würde ich mich als Single dann sozial doch sehr isoliert fühlen. So sehr ich mit vielen Aspekten meines Lebens in London unzufrieden bin habe ich hier doch einen guten Freundeskreis und ein aktives Sozialleben. Berlin ist die einzige Stadt in Deutschland, in der ich etwas ansatzweise vergleichbares hätte. Irgendwann werde auch ich das Großstadtleben endgültig satt haben, aber einen solchen Umzug möchte ich nicht als Single machen. Dazu kommt natürlich auch, dass im NGO-Bereich Berlin einfach die meisten Jobs zu bieten hat. Bezüglich der hohen Mieten: ich habe auch schon mehrfach gehört, dass die Lebenskosten in Berlin lange nicht mehr das sind, was sie mal waren. Nichtsdestotrotz ist eine 1-Zimmer-Wohnung zumindest nicht komplett utopisch, in London hingegen bei meinem derzeitigen Lohn schon (council tax alleine macht das ganze schon komplett unfeasible!). Ich werde jetzt erst einmal Weihnachten in der Heimat (Hamburg) verbringen und versuchen, einen klaren Plan zu fassen. Es muss nächstes Jahr auf jeden Fall eine Änderung geben. Wünsche euch alles ein frohes Fest!
  2. Hallo allerseits, ich (34 Jahre) befinde mich derzeit an einer Schwelle des Lebens und habe nach vielen Jahren des 'vielleicht irgendwann mal' jetzt endgültig entschieden, nach über neun Jahren England (London, Bournemouth, dann wieder London) im nächsten Jahr nach Deutschland zurückzukehren. Mein Zielort ist zunächst einmal Berlin, da ich dort Freunde und Familie habe und denke, dass der 'reverse culture shock' aufgrund des internationalen Vibes der Stadt nicht ganz so schlimm sein wird. Die Gründe für meinen Entschluss sind folgende: - First and foremost sehe ich in London keinerlei wirtschaftliche Zukunft für mich. Ich habe keinen Bock mehr, mit Mitte 30 noch in WGs zu leben ohne Perspektive auf Verbesserung. Andere Städte (mit Ausnahme von Edinburgh) reizen mich nicht wirklich. Ich liebe zwar das ländliche UK, kann mir aber nicht vorstellen, was ich dort beruflich tun sollte und würde mich auch sozial sehr isoliert fühlen. - Mit Mitte 20 war es noch spannend und aufregend, sich als heimatloser Nomade zu begreifen. Mittlerweile merke ich aber, dass das Gefühl der Heimatlosigkeit seine Spuren hinterlässt. Ich habe keinerlei Bedürfnis, mich um die Staatsbürgerschaft hier zu bemühen (vor allem aus finanziellen Gründen) und habe das Gefühl des 'weder hier noch dort' satt. - Zukunftsplanung: Ich bin Single und kinderlos, habe aber nicht vor, es ewig dabei zu belassen. Falls ich irgendwann Kinder haben sollte, möchte ich sie nicht im UK großziehen, und erst Recht nicht in London. Es gibt noch viele weitere Gründe aber ich möchte jetzt hier keinen Rant verfassen. Mein Problem ist, dass ich mich in einer Art Zwickmühle befinde. Meine Online-Bewerbungen nach Deutschland waren bisher von sehr wenig Erfolg gekrönt (ein Skype-Interview mit darauffolgender Absage) und ich frage mich, ob ich überhaupt jegliche Aussichten habe, von hier aus einen Job zu finden. Da ich mit meiner Grundsituation derzeit wirklich sehr unzufrieden bin und möchte, dass endlich Bewegung reinkommt, spiele ich mit dem Gedanken, meinen Job einfach zu kündigen und in Berlin erst einmal zu jobben. Selbstverständlich ist Schichtarbeit in einer Bar keine Karriereoption. In einem schlecht bezahlten und wenig herausfordernden Job in London zu versauern während ich eine erfolglose Bewerbung nach der anderen nach Berlin schicke ist aber vielleicht auch keine bessere Lösung. Ich fühle mich etwas überfordert mit der Situation und hoffe, dass vielleicht irgendjemand hier schon einmal in einer ähnlichen Lage war oder mir sonstwie Tipps geben kann. Ein paar Worte noch zu meiner bisherigen Berufslaufbahn: Ich habe ursprünglich Anglistik und Amerikanistik studiert, mit Schwerpunkt auf Literatur im Master (der Grund dafür, dass ich überhaupt erst nach London gekommen bin!). Habe dann erstmal in der Marktforschung gearbeitet aber schnell gemerkt, dass ich hierfür keine Leidenschaft habe. Ich habe mich dann zu einem Karrierewechsel in den Umwelt- und Artenschutz entschieden und einen weiteren Master in "Biodiversity Conservation" absolviert. Seitdem arbeite ich seit über 3 Jahren im NGO-Bereich. Ich bin mir darüber bewusst, dass dies kein besonders linearer Werdegang ist, worauf man in Deutschland ja meines Wissens nach auf weniger Verständnis trifft als im UK. Nichtsdestotrotz habe ich bereits einiges an Erfahrung gesammelt (wenn auch nicht immer in ein und denselbem Bereich), und gerade der NGO-Bereich in Berlin sollte doch irgendwie erreichbar sein - oder mache ich mir da etwas vor? Vielen vielen Dank für eure Antworten im Voraus!
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