Jump to content

Kreuzberger

DIL 1K
  • Content Count

    2518
  • Joined

  • Last visited

  • Days Won

    48

Everything posted by Kreuzberger

  1. Das wollte ich so deutlich nicht sagen brauch ich jetzt nicht mehr
  2. Gesagt getan. Reis mit Ablaufdatum 2014 verkocht. Trotzdem gelungen und hat geschmeckt.
  3. Die halbe Wirtschaft bittet um Hilfen. Man könnte natürlich Firmen pleite gehen lassen, ein paar Unternehmer wie Philip Green haben das sicher verdient, und dann lieber alle Bürger / Arbeitslosen gleichermassen mit einer Art bedingungslosem Grundeinkommen versorgen. Leider sind Regierungen bereits so verschuldet und Bilanzen der Notenbanken von der "Rettung" von 2009 und den 11 Jahren danach so aufgebläht, dass jetzt weder Geld für notleidende Firmen noch Bürger da ist. Schau lieber, ob du ein paar Ecken aus deinem überreifen Obst herausschneiden und den Rest noch essen kannst. Es ist kein Geld mehr da. Das, was jetzt noch gedruckt werden kann, wird anders als 2009 keine Investitionsblase erzeugen, sondern direkt inflationär wirken, weil die Produktion eingebrochen ist.
  4. Diese Reisebeschränkungen haben eine populistische Komponente. Etwa der Art, diese Krankheit kam aus dem Ausland, also müssen wir die Grenzen dicht machen. Das Scheunentor schliessen, wenn alle Pferde weg sind. Das Virus ist da und selbst wenn man es wollte, bekäme man die Grenzen nicht vollkommen dicht, genau wie Merkel es 2015 immer gesagt hat. Es kann nicht mal eine europäische, sondern höchstens eine weltweite Lösung geben und alle Staaten sollten ein Interesse haben, in dieser Angelegenheit zu kooperieren. Ein vernünftiger Grund, warum Merkel 2015 die Schengengrenzen unbedingt offen halten wollte, war die Abhängigkeit der Deutschen Wirtschaft von Im- und Export. Die gibt es immer noch und mit Reisebeschränkungen schadet Deutschland zuallererst auch sich selbst.
  5. Als Flugreisender hat man ein erhöhtes Infektionsrisiko, weil man kaum Abstand zu Mitreisenden wahren oder Schutzmasken für die gesamte Dauer eines Langstreckenfluges tragen kann. Soweit kann ich das nachvollziehen, aber das ist bei Bahn- und Busreisen das gleiche und Seehofer geht's wohl eher um Aufmerksamkeit durch Pressemeldungen.
  6. Was würden wir ohne Abmahnanwälte tun! Wirklich durchgeknallt.
  7. So schwer es mir fällt, muss ich Che recht geben. Die Zeiten vorm Brexit werden als die Besseren gelten; gleichgültig, welchen Umständen man schlussendlich die Schuld gibt.
  8. Alles neu in 2020. Seit dem palindromischen Datum 02022020, das sich vorwärts wie rückwärts gleich liest, dreht sich alles. Brexit, Corona, Wirtschaft und most importantly, DiL. Wir werden sehen, ob schlussendlich zum Besseren. Oche hat 3131 Pluspunkte, während ich das schreibe, und sein Avatar ist weitgehend symmetrisch, also liegt er mit seiner Wahl von Reddit als bester Nachfolgeplatform wohl richtig 😉
  9. Es ist schon eine Ironie des Schicksals, dass es nun de facto einen haerteren Brexit gibt, totaler, als selbst die radikalsten Brexiteers es sich ueberhaupt vorstellen konnten, und niemand freut sich drueber.
  10. Danke fuers bescheid sagen. Karfreitag oder Ostersonntag?
  11. In Niederlanden Schulen geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, man kann aber noch raus zum Sporteln. Ziemlich das Gleiche wie hier bei uns oder im UK. Den Autoren einiger Presseberichte fehlen statistische Grundkenntnisse. Da wird die Stabilisierung der Wachstumsrate als Erfolg verkündet oder täglich neue Fallzahlen als Indiz für Wachstum gedeutet, selbst wenn diese rückläufig sind. Nicht klar, ob es totale Ausgangssperren braucht.
  12. Auf die Zahlen ist kein Verlass. Indien soll z.B. nur 1834 Infektionen und 41 Tote haben. Jeder, der in Nordindien mal das morgendliche Rotz- und Schniefkonzert gehört hat, weiss, dass es dort sehr wohl normale Erkältungskrankheiten gibt.
  13. Jetzt { (2352 / 65.64) / (105 / 36.29) = 12.4 }. Danach wäre UK nicht nur weiter in der Kurve, sondern auch die Covid-Wachstumsrate höher.
  14. Im Massentourismus könnten sich die Regeln ändern. Vielleicht kriegt man künftig nur noch Visa in Verbindung mit einem Paket-Urlaub in einer dieser 5* Hotelburgen? Da rollt der Rubel, nicht im Individualtourismus. Dass eine Wirtschaftskrise kommen würde, war schon lange vor Corona klar. Es fehlte nur der Auslöser. Selbst wenn die Pandemie bald enden sollte, werden die Folgen des Aktiencrashs nachwirken. Das Grundproblem von 2008, nämlich hohe Immobilienpreise durch Kredite, die wiederum durch hohe Immobilienpreise gesichert werden, hat sich nur noch verschärft. Mag sein, dass heute die Eigenkapitalquote höher ist als bei 2006 Sub-Prime. Nach klassischer Ökonomie sollten aber Hauspreise etwa dem Dreifachen des jährlichen Bruttoeinkommens entsprechen, damit Kredite bis zum Rentenalter abgezahlt werden können. Ob Regierungsschulden, Kreditkartenschulden, Student Loans oder Hypotheken, diese Kreditblase hat mit Realwirtschaft nichts mehr zu tun. Du sagst, mit Abflauen der Corona-Epidemie wird das Problem behoben sein? Viel Glück!
  15. Nach der Krise von 2008 blieben monatliche Mortgage-Zahlungen stabil, weil zwar Kreditsummen mit den Immo-Preisen stiegen, dafuer aber die Zinsen sanken. Elektronische Geräte, Autos und Kühlschrände glichen die steigenden sonstigen Lebenshaltungskosten aus. Im Paralleluniversum der Notenbanker war die Welt somit in Ordnung. Jungen Leuten, die sich kaum die Miete fürs möblierte Zimmer leisten können, bringen billige Kühlschränke, Autos und Mortgages aber nichts. Wer wegen steigender Mieten kaum noch Geld für ebenfalls teurer werdende Lebensmittel hat, geht protestieren und zündet auch schon mal ein Hochhaus an, wie kürzlich in Chile. Das war vor der Corona-Krise. Jetzt satteln die Notenbanken drauf, dass die Geldspritzen von 2008 - 2019 rückblickend nur Peanuts waren. Wenn diese neue Geldflut ausnahmsweise auch in die Taschen der ärmeren Leute wandert, wird die Nachfrage des Warenkorbs der echten Lebenshaltungskosten etwa gleich bleiben. Bei sinkender Produktion steigen dann die Preise. Oder die Banken drucken wieder nur Geld für die Reichen und die arbeitslosen Massen stehen im Hemd. In beiden Fällen würde ich Rabatz erwarten.
  16. Hamsterkäufe in Verbindung mit Produktionsausfällen. Könnte zweistellige Inflationsraten geben wie in Argentinien.
  17. Die haben mit 17 Millionen eine hohe Bevoelkerungsdichte, was die Uebertragung beguenstigen koennte.
  18. Was sind für dich grosse Veränderungen? Was du im einzelnen auflistest, kann ich durchaus nachvollziehen. Aber ich glaube du vergisst die Folgen der allgemeinen Wirtschaftskrise und die psychologischen Auswirkungen des Schocks dieser Mini-Apokalypse. Bei 9/11 gab's 3000 Tote, das ist auf die Größe der USA gesehen nicht besonders viel, weniger jedenfalls als die jährlichen Schußwaffenopfer. Dennoch sind Grenzkontrollen seither strenger, das Misstrauen gegenüber Ausländern allgemein nahm zu und es folgten zwei Kriege, deren Auswirkungen wir immer noch spüren. Nach Covid wird es mehr Kontrollen auf mögliche Erkrankungen Fernreisender und strengere Visavorschriften geben. Auch die Wirtschaftskrise wird langfristige Folgen haben. Die Märkte werden wieder mal mit Liquidität geflutet, was, wie du korrekt feststellst, den grossen Firmen hilft. Ich bin mir nicht so sicher, wieviel weiter die Notenbanken noch an dieser Schraube drehen können. Was grossen Firmen nutzt, schadet den kleinen und führt zu weiterer Konzentration des Vermögens bei den oberen 1%. Irgendwann macht das Volk da nicht mehr mit, was wir beispielsweise an den Unruhen in Lateinamerika gesehen haben. Der Wahlerfolg Trumps hängt ebenfalls mit dieser Wohlstandsverschiebung zusammen. Zu Zeiten der Bundesbank musste sich die Bundesregierung am Kapitalmarkt verschulden. Diese Regelung, die es der Notenbank verbot, selbst Staatsanleihen aufzukaufen, stammte aus der Gründerzeit der Bundesrepublik und sollte eine neue Hyperinflation wie zu Zeiten der Weimarer Republik verhindern. Inzwischen kauft die EZB auch Unternehmensanleihen und Aktien. Immer heisst es, dies wäre eine nichtinflationäre Variante der Geldvermehrung und diene der Stimulation der Wirtschaft. Tatsächlich wird auf diese Art die Preisfindung an den Kapitalmärkten ausgehebelt, Sparer werden enteignet, Rentenkassen bekommen Probleme, die Altersrücklagen der privaten Krankenversicherungen schmelzen dahin und nicht zuletzt werden ineffiziente Firmen künstlich am Leben erhalten. Wenn du sagst, die Abkehr von marktwirtschaftlichen Prinzipen an den Anleihe- und Aktienmärkten sei Nebensache, was ist dann für dich eine grosse Veränderung?
  19. Jetzt 8469 Fälle, 95 Tote, Sterberate 1.1%. UK 25150, 1808 Tote, Sterberate 7.2%. Entweder ist der NHS im UK bereits so überlastet, dass nicht mehr alle behandelt werden können, oder es gibt viel mehr Infektionen. Gegenmassnahmen haben in beiden Ländern um Mar 18 begonnen. Bei gleicher Effizienz der Gegenmassnahmen wäre ein stabiles Verhältnis der Infektionsraten zu erwarten. Ausgehend von Bevölkerung und Toten {1808 / 65.64 Millionen / (95 / 36.29 Millionen) = 10.5} läge diese im UK gut 10 mal höher, etwa bei 0.3%. Die Krankheit kann früher im UK angekommen sein oder die Infektionen nehmen in Kanada aufgrund struktureller Unterschiede weniger schnell zu.
  20. Klar. Die sicherste Art Auto zu fahren ist nicht Auto zu fahren. Wandern das Gleiche. Oder beim Yoga in der Wohnung kann ich mir was verrenken. Dann dürfte ich wegen Umknickgefahr auch nicht im lokalen Park joggen. Und weil es so gesehen um vertretbare Risiken im eigenen Ermessen geht, werde ich wandern, solange es nicht verboten wird. UK hat übrigens 1800 Tote, wir gerade mal 90. UK hat doppelt so viele Leute, dann ist also die Infektionsrate hier rund 10x kleiner. Was gut daran liegen kann, dass unser Land der Fläche nach 40x größer ist. Hier wird sich das Virus verdünnisieren. Und ich trage heldenhaft dazu bei, weil ich in der Wildnis niemanden anstecke.
  21. Naja. Da geht's auch um die Sicherheit in Ankerzentren und sonstigen Heimen. Es wird getestet und bei negativem Ergebnis geht es in die normale Verteilung, es sei denn, Neueingereiste kommen aus einem Risikogebiet. Die Definition von Risikogebieten findet sich hier: Italien ganzes Land, Schweiz nur in ein paar Kantonen. Über die Schweiz einreisende Migranten aus Italien können weiter, wenn sie nicht in den Kantonen Genf, Waadt oder Tessin waren. Die Autobahn über Brig, Luzern und Zürich ist also frei. Die Meldung, die Aufnahme sei eingestellt, bezog sich auf Resettlement-Programme. Wobei ich nicht kapiere, warum man diese Kategorie nicht auch testen und ggf unter Quarantäne stellen kann.
  22. Also das hier sind bei uns die offiziellen Guidelines. Diese unterscheiden zwischen Reisenden mit Symptomen, Reisenden ohne Symptome und nicht Reisenden. Reisende sind solche, die Grenzen überschritten haben. Wer zum Beispiel mit dem Auto Bergwandern in upper NY State war, oder einfach nur zum Einkaufen im Nachbarort über der Grenze, ist schärferen Restriktionen ausgesetzt als Flugreisende zwischen Montreal und Vancouver. Nur Instruktionen bei Grenzübertritt sind strafbewehrt und weichen u.U. von offiziellen Guidelines ab. Wer keine Grenze gequert hat, erhält nur freundliche Empfehlungen und darf sich selbst ohne Maske todkrank zum Lebensmittelhändler schleppen, weil dies ein essentieller Community-Trip ist. Reisende, die bis zum 15. Tag nicht beim Arzt gewesen sind, dann auch. Voll durchdacht sind diese Anweisungen nicht. Hier in Kanada haben wir vielleicht trotzdem nochmal Glück, weil wir weniger dicht aufeinander hocken als in Europa. Landesweit 7300 bestätigte Fälle. Auto als Vorwand: kapiere ich nicht. Oder meintet ihr Wandern? Tanken: geht hier mit Kreditkarte direkt an der Zapfsäule. Masken: schützen auch den Träger. Einfacher Mundschutz nur ein bisschen, N95 recht gut und Gasmaske fast perfekt.
  23. Hier eine gute Simulation zu Social Distancing und Epidemien.
  24. Vielleicht bin ich naiv und medizinisch ungebildet. Hier in Montreal weht in den neuen blauen Zuegen von Anfang bis Ende ein Fahrtwind durch die Abteile, der zwar einerseits fuer Frischluft sorgt, andererseits aber das Corona-Niesen an der Zugspitze fuer alle Mitreisenden bis in den letzten Wagon befoerdert. Nur eine Minderheit trug Masken, als ich vor einer Woche letztmals gefahren bin. Vielleicht nicht zu aendern, aber gewiss nicht optimal. Dann ist mir gerade bei jungen Leuten eine gewisse Unbedarftheit aufgefallen. Ich habe Kabel und Bildschirm fuers Arbeiten von zu Haus gekauft und in der Schlange wurde munter getratscht mit vielleicht 50cm Abstand. Ich hab mich da rausgestellt auf den anderen Gehwegrand. Oder im Laden um die Ecke rief ein junger Mann eine Frage nach irgendeinem Artikel direkt in mein Gesicht. Desinfektionsmittel fuer Einkaufskoerbe oder die Haende kann man selbst mitbringen. Vielleicht auch nicht zu aendern, weil es an allem mangelt. Nun kriegen auch wir hier die Empfehlung, nur in Wohnungsnaehe in den Park zu gehen. In den Parks, die da in Frage kommen, ist es mitunter schwer, Gruppen auszuweichen. Vielleicht sind die Briten wirklich disziplinierter. Wenn ich mich als Alleinstehender allein ins Auto setze um auf einem einsamerem Pfad wandern zu gehen, warum sollte ausgerechnet das eine Gefahr darstellen? Das will mir nicht in den Kopf, bei alldem, was sonst ganz offensichtlich suboptimal laeuft. Aber in dieser Krise scheint mir rationale Abschaetzung tatsaechlicher Risiken Mangelware.
×
×
  • Create New...