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Thomson

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    Es gibt Badische und Unsymbadische...
  • Birthday 05/07/1974

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    Sevenoaks, Crawley, Karlsruhe

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  1. TK kann ich bestaetigen - einfach P60 vorgelegt und NHS Nummer genannt, das hat gereicht als Nachweis, dass man im UK ins System einbezahlt hat und dort registriert war. In Deutschland wird es aber dann wichtig, wer die Krankenkassenbeitraege letztendlich zahlt und abfuehrt (bei Angestellten macht das ja in der Regel der Arbeitgeber). Sonst bekommt man am Ende ggf. unerwartet eine fette Rechnung von der Krankenkasse nach Hause geschickt. Es ist uebrigens richtig, dass man nicht in zwei Laendern gleichzeitig gesetzlich (pflicht-)krankenversichert sein kann. Auch eine zusaetzliche private Krankenversicherung kann man im Normalfall nur im Land seines Erstwohnsitzes abschliessen, genau so wie Reisekrankenversicherungen.
  2. Ich habe mich mit dem Thema in letzter Zeit etwas ausfuehrlicher beschaeftigt, weil wir a) in einer aehnlichen Situation sind (allerdings 12.5 Jahre im UK waren) und b) ich durch diverse Finanz-Servicefirmen aus London und Frankfurt drangsaliert wurde und werde, die alle ganz gerne die privaten Rentenfonds uebernehmen und aus England transferieren wuerden. Was Staatsrente angeht: da kann man im Prinzip wenig machen und muss einfach der Dinge harren. Man braucht aktuell 10 qualifizierende Jahre, um ueberhaupt eine Rente aus dem UK zu bekommen. Diese Jahre koennen aber mit den Einzahlungen im UK sowie weiteren Jahren, in denen in ein anderes EEA Land oder die Schweiz eingezahlt wurde (oder einigen anderen Laendern, mit denen UK ein Abkommen hat), erfuellt werden. Die Hoehe der Rentenzahlungen basiert dann aber lediglich auf den Jahren, die man im UK tatsaechlich Beitraege geleistet hat (vereinfacht ausgedrueckt, bei 5 Jahren Einzahlung im UK dann 5/35 der vollen UK-Staatsrente). Rente beantragen muss man nach heutigem Stand nur in einem einzigen EEA Land, auch wenn man in anderen mal gearbeitet hat. Ich wuerde allerdings, falls noch nicht geschehen, moeglichst bald dafuer sorgen, dass die DRV eine komplett vollstaendige Aufstellung der Jahre im UK hat und es keine Luecken gibt. Zum Anrechnen der UK-Jahre bei der DRV gibt es einige separate Threads im Forum. Nach heutigem Stand ist die Frage der Steuern geregelt, aber das kann sich ggf. in Zukunft aendern (wobei DBAs eh bilaterale Vertraege sind). Wechselkurs hat man natuerlich nie im Griff (die Rente aus UK wird in GBP ausbezahlt). Was Privatrente angeht: das Stichwort QROPS ist ja schon gefallen. Theoretisch kann man private Rentenvorsorge aus dem UK, auch die mit gewissen steuerlichen Vorteilen kam, ins Ausland verschieben, sofern es sich auch dort um Rentenvorsorge handelt. Allerdings muss die Rentenvorsorge dort gewisse Bedingungen erfuellen, die relativ strikt sind (deswegen gibt es auch nicht all zu viele Provider und Schemes, die automatisch qualifiziert sind). Das alles korrekt selbst zu machen, so dass es wasserdicht ist und man keine Steuerprobleme bekommt, ist sehr schwierig, deswegen auch die ganzen Service-Firmen, die da Dienstleistungen anbieten. Diese werden allerdings wohl keinen Transfer nach Deutschland vorschlagen, sondern vermutlich Malta, was als europaeische Steueroase gilt. Die Service-Unternehmen locken mit besserem Investment, groesserer Flexibilitaet, anderen Waehrungen als GBP und steuerlichen Vorteilen (z. B. was inheritance tax angeht). Umsonst ist der Service aber natuerlich nicht, sondern ueblicherweise kostet es einen gewissen Beitrag jaehrlich sowie einen gewissen Prozentsatz fuer Fund-Management usw. Ein Transfer nach Malta wird allerdings das deutsche Finanzamt auf den Plan rufen und die werden sich das relativ genau anschauen (weil eben Malta als Steueroase gilt). Ob das in Zukunft alles so bleibt, weiss natuerlich auch niemand - die EU versucht, interne Gefaelle und Oasen anzugehen. Der Pension Provider im UK wird das Abziehen des Geldes auch nicht gar so einfach machen und da gewisse Huerden aufbauen. Und es gibt noch gewisse Regeln was Wohnort angeht, wenn man dann sein Geld aus UK abzieht. Wie gesagt, ohne unabhaengige Beratung sollte man das eher nicht machen. Ich habe Familienmitglieder, die ebenfalls in Frankfurt fuer Banken arbeiten, die raten eher generell davon ab. Nach Einschaetzung einiger ist das Pfund momentan auch etwas unterbewertet aufgrund der Brexit-Ungewissheit, langfristig koennte es sich wieder etwas erholen (alles natuerlich Kristallkugellesen, so wirklich weiss das ja keiner). HTH.
  3. LEAKED: Footage From Inside No 10 Downing Street!
  4. Ja, das sind die Formulare fuer die generelle Kontenklaerung bzw. Anrechnung von Zeiten. Das von mir zitierte E207 ist fuer die Klaerung von Zeiten durch Anfrage der DRV bei auslaendischen Rententraegern noetig. Ich nehme an, dass wird dann bei Dir auch noch irgendwann kommen.
  5. First marathon ever... Hat jemand ein paar Ersatzbeine im Angebot? Haette Interesse... :)

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    2. Thomson

      Thomson

      3h 45min und ein paar Zerquetschte.

    3. Mofolo

      Mofolo

      Gratuliere, saubere Leistung. Der nächste schon im Visier?

    4. Thomson

      Thomson

      Vorerst nicht. Eine ordentliche Vorbereitung ist doch zeitaufwendig, das darf man nicht unterschaetzen. Ich laufe jetzt erst mal wieder nur zum Fun und Ausgleich zur Arbeit.

  6. NI Nummer ist nicht gleich NHS Nummer, von der hier die Rede ist.
  7. Manches geht vielleicht online, wenn eine Unterschrift erforderlich ist, dann vermutlich eher nicht. Folge einfach den Anleitungen der DRV, dann passt das schon. Ich hatte mich auch online ueber Personalausweis identifiziert, dennoch wollten sie auch eine Kopie des Personalausweises. Erscheint manchmal nicht so wirklich logisch, aber solange am Ende alles klappt, soll mir das egal sein.
  8. Das Formular, fuer diejenigen, die das noch nicht gemacht haben, ist lediglich eine einzige Doppelseite (E 207). Auf der Vorderseite sind Angaben zur eigenen Person inkl. Angaben zu Sozialversicherungsnummern in den verschiedenen Laendern etc., auf der Rueckseite sind Angaben zu Arbeitgebern in GB, Arbeitsverhaeltnissen und Wohnorten in GB, etc. Oftmals kommt das Formular auch schon teilweise vorausgefuellt. Die DRV braucht hpts. die Angaben zur britischen NIN und auf der Rueckseite die Arbeitgeber etc., sie kann das ja nicht wissen. Das Formular geht dann zurueck an die DRV, die es mit weiteren Formularen der Behoerde an die Briten schickt. Wie gesagt, wir wurden auch gewarnt, dass das ziemlich lange gehen kann und warten auch nachwievor. Man kann der DRV aber sagen, ggf. einen Rentenbescheid noch ohne die gefuellte britische Luecke auszustellen, falls einem wichtig ist, etwas in der Hand zu halten.
  9. Ich nehme mal an, bei den ueblichen Immobilienwebseiten bist Du registriert (z.B. immobilienscout24), oder? Wir hatten auch das Problem, dass die Suche aus dem Ausland schwierig war - Makler haben oft so viele Kandidaten, dass sie die aus dem Ausland erst gar nicht kontaktieren; was hast Du fuer Kontaktdaten hinterlassen? Wohnungen sind oft innerhalb kuerzester Zeit vom Markt (jedenfalls die, die bezahlbar und gut sind). Was sich lohnen koennte, zumindest wenn die Leute in HH nicht komplett anders ticken als die in KA, ist die ganz normalen Tages- oder Wochenzeitungen zu nutzen. Manche Vermieter nutzen lieber solche Medien, weil dort eher qualitativ hochwertige potentielle Mieter anzutreffen sind. Bei der Meldebehoerde musst Du Dich recht zuegig anmelden (brauchst dafuer eine Wohnungsgeberbestaetigung), die leiten die Info dann auch weiter. Steuer-ID solltest Du schon haben, wenn Du vorher mal in D gearbeitet hast. Ansonsten ist das aber alles eigentlich recht harmlos. Viel Erfolg jedenfalls! Und nicht vergessen, je nach Umstaenden im GB council tax, TV license, car insurance, Strom/Gas/Wasser etc abzumelden und ggf. der Bank eine neue Adresse zu hinterlassen und dafuer zu sorgen, dass Mail nicht in falsche Haende geraet (bzw. nachgesandt wird). Wir haben letztendlich uebrigens eine Wohnung ueber o.g. Webseite gefunden. Happy hunting!
  10. suoyarvi hat das ja im Prinzip alles schon erklaert. Du musst unterscheiden zwischen den Zeiten und den eigentlichen Zahlungen. Es gibt keine Europarente, d.h. jedes Land zahlt, wenn gewisse Bedingungen erfuellt sind, eine eigene Rente aus. Aber Zeiten, in denen man in irgendein soziales System in der EEA eingezahlt hat, werden gegenseitig anerkannt, z.B. zum Erfuellen oben genannter Bedingungen. UK verlangt z.B. zehn qualifizierende Jahre, damit ueberhaupt eine gewisse staatliche Rente gezahlt wird. Das heisst aber nicht, dass Du mind. 10 Jahre im UK arbeiten musst. Diese Jahre kannst Du auch durch Beitragsjahre in anderen EEA-Laendern erfuellen. Die eigentliche Hoehe der GB-Rente hingegen haengt dann aber von den Jahren ab, die Du dort im Land auch tatsaechlich NI-Beitraege gezahlt hast. Beispiel: Man arbeitet 5 Jahre in GB und 20 Jahre in D - damit hat man die Bedingungen fuer eine GB-Rente erfuellt, da insg. 25 Beitragsjahre in EEA-Laendern vorliegen. Die Hoehe der GB-Rente basiert dann aber nur auf den eigentlichen 5 NI-Beitragsjahren im Land. Das ist genau die gleiche Lage wie es bei uns war. Du wirst Informationen fuer das E 207 Formular bei der DRV einreichen muessen plus gewisse Nachweise (z.B. Identitaetsnachweis, Nachweis ueber Deine britische Sozialversicherungsnummer, etc). Die DRV setzt sich dann mit den Briten in Verbindung, und etliche Zeit spaeter (es kann wirklich laenger dauern) sollten die 16 Jahre im UK dann auch in Deinem deutschen Versicherungsverlauf auftauchen. Du hast in den 16 Jahren allerdings nicht ins deutsche System einbezahlt, erwarte also nicht, dass die deutsche Rente besonders hoch ausfaellt. Ungeklaerte Versicherungszeiten solltest Du alle paar Jahre mal aufklaeren, wie suoyarvi auch schrieb, denn je weiter zurueck die ungeklaerte Zeit liegt, desto schwieriger kann es werden, Nachweise zu erbringen. P60 und P45 aus dem UK sollten alle gut aufgehoben werden, auch Nachweise ueber Ausbildung, Studium, etc.
  11. Etwas Feedback fuer Rueckkehrer nach Deutschland: Wir haben nach unserer Rueckkehr die Deutsche Rentenversicherung angeschrieben, um unsere Zeit in GB im deutschen System anerkennen zu lassen. Zunaechst hat es ca. 5 Monate gedauert, bis ueberhaupt eine Antwort aus Berlin kam - dafuer hat sich die DRV auch entschuldigt. Nach vollstaendigem Ausfuellen eines Formulars(*), das die Behoerde bereits teilweise vorausgefuellt hatte (E 207, wer es genau wissen will), in dem man Angaben zur britischen Sozialversicherungsnummer, den Arbeitgebern und Beschaeftigungsverhaeltnissen sowie den Wohnorten machen musste, hat die DRV den britischen Versicherungsverlauf direkt in GB angefordert. Mit dieser Sache hat man selbst also nichts zu tun, das klaeren die Behoerden unter sich - man muss der DRV nur die relevanten Informationen zum Aufenthalt in GB mitteilen. Allerdings dauert die Rueckmeldung aus GB wohl ziemlich lange (wir warten nachwievor) und die DRV weist auch darauf hin. Rueckkehrern ist also zu empfehlen, diesen Prozess relativ zeitnah anzustossen, da Brexit die Sache und die Antwortgeschwindigkeit der britischen Behoerden vermutlich nicht gerade beschleunigen wird. (*)Kleine ironische Notiz am Rande: Nachdem die Behoerde 5 Monate(!) nicht geantwortet hatte, haben wir dann ca. zwei Wochen Zeit bekommen, unsere Antwort und das Formular zurueckzuschicken.
  12. Es gibt im UK soweit ich weiss nur fuer Vermieter eine gesetzliche Kuendigungsfrist, fuer Mieter steht es normalerweise im Mietvertrag. In der Regel sind es wohl bei laengeren Mietzeiten ein oder zwei Monate. Wenn Du aber eh ein so gutes Verhaeltnis mit dem Vermieter hast, kannst Du ja ggf. einfach mal fragen, und dann wird man sich sicher einig. Aber erst mal Mietvertrag checken, da muesste es eigentlich drin stehen. Details: https://www.gov.uk/tenancy-agreements-a-guide-for-landlords/if-your-tenants-want-to-leave
  13. Ich hatte mal bei Green Flag einen Breakdown Cover (war Teil der Autoversicherung), allerdings nur im UK, sie bieten aber auch European Cover an. Musste ich einmal in Anspruch nehmen und das lief soweit super. Der Anruf verlief schnell (sie erkennen einem schon an der Mobiltelefonnummer und haben die meisten Daten direkt parat), waren nach 20 Minuten vor Ort und das Auto wurde vor dann Ort repariert. Mit groesseren Angelegenheiten wie Abschleppen etc. habe ich aber keine Erfahrung.
  14. Die engl. Steuerberater haben recht. Du bist in Deutschland beschraenkt steuerpflichtig und reichst dort eine Steuererklaerung ein, in der Du die Immobilie abrechnest. Steuerlichen Verlust kannst Du auf das naechste Steuerjahr in D uebertragen, nicht aber nach UK. Bei steuerlichem Gewinn zahlst Du entsprechend an den deutschen Fiskus. In England musst Du die Ausgaben und Einnahmen, die Wohnung betreffend, ebenfalls angeben. Allerdings gibt es im UK in der Tat z.B. keine Abschreibung. Es kann daher passieren (so ging es auch mir selbst vor einigen Jahren), dass man in D keine Steuern zahlen muss, im UK aber schon. Das DBA regelt lediglich, dass Du fuer ein und dasselbe Einkommen nicht doppelt besteuert wirst. Solltest Du in D also Steuern fuer die Immobilien gezahlt haben, so kann diese Zahlung im UK anerkannt und gegengerechnet werden. Solltest Du in D keine Steuern fuer die Immobilie gezahlt haben, so haengt eine steuerliche Zahlung im UK alleine davon ab, was bei dem self-assessment rauskommt. Verkompliziert wird die Sache noch dadurch, dass die Steuerjahre in beiden Laendern unterschiedlich sind und in D Abrechnungen fuer eine Immobilie ueblicherweise dem Kalenderjahr folgen. Du kannst theoretisch im UK z.B. Besuche in D zum Zwecke der Immobilieninstandhaltung (ggf. Eigentuemerversammlung etc.) steuerlich anrechnen. Allerdings nur dann, wenn der Trip rein diesen Zwecken dient und nicht mit privaten Besuchen o.ae. vermischt wird.
  15. Wenn Du angestellt bist und kuendigst, solltest Du dem Arbeitgeber Deine neue Adresse hinterlassen - Du erhaeltst ein P45 und ggf. ein P11D, kein P60; all das kann auch ins Ausland verschickt werden. Damit kannst Du dann per Formular P85 Deine Steuerangelegenheiten regeln, siehe https://www.gov.uk/tax-right-retire-abroad-return-to-uk fuer Details.
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