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Jensemann

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  1. Meine Vermutung: Wenn die EU das zur Voraussetzung einer substanziellen Verlängerung macht oder man so tun kann, als täte sie es. Dann wäre jeder britische Politiker halbwegs fein raus und kein "Verräter".
  2. Wer bis spätestens zum Abschluss des fünfzehnten Lebensjahres nicht komplett schämbefreit war, packt es nicht in der Politik 😉 Im Ernst, das Problem ist, die können halt auch nicht, wie sie gerne wollen. May versucht irgendwie ihre Partei zusammenzuhalten und sich selbst auf dem Stuhl, an dem permanent gesägt wird, von Menschen, die ihn gerne durch noch schlimmere besetzt sehen wollten, außer May ist gerade nützlich. Andere konnten sich nicht frühzeitig oder überhaupt hinter ein zweites Referendum stellen, weil ihre eigenen Wähler Leave gewählt haben. Noch dazu ist May's eigene Partei schwach, weil sie in den vorgezogenen Wahlen damals Sitze verloren und nicht dazu gewonnen hat, was das ursprüngliche Ziel war. Diese "eingekaufte Koalition" mit der DUP macht es sowieso nicht einfacher, noch dazu ist der Deal zwangsweise unattraktiv, weil Leave eine Blackbox war, in die man alles hinein interpretieren kann. Die ganze Kampagne lebte davon! Der Deal, bringt dieses Lügengebilde/Kartenhaus der Träume, nun in kontakt mit der Realität - Scheitern vorprogrammiert. Interne " Rebellen" machen dem ganzen nun den Garaus, denn eine Ablehnung hat Januar wie auch heute, den Charme, sowohl die Chance für No-Deal und auch für No-Brexit zu erhöhen. Dass ihr Deal keine dritte Chance hat, weiß sie, sonst hätte sie nicht sequenziell Abstimmungen für No-Deal und Verschiebung bekannt gegeben. Irre wird es, wenn beides abgelehnt werden würde.
  3. Das geht aber schon länger so. Umwege ließen mich am Rosenmontag im "Dorf" stranden
  4. Die Strategie ist das sie die nächste Abstimmung über ihren Deal so spät wie möglich abhält. No-Deal ist seit eh und je ein Druckmittel an den Remain Flügel im Parlament, die Befürchtung das man Brexit beenden könnte das Druckmittel um den Brexit Flügel im Parlament wie auch die ERG in den eigenen Reihen zur Zustimmung zu bewegen. Deswegen nimmt sie no-deal auch nicht vom Tisch. Ihren Deal hat sie erst verloren, wenn eine Alternative gewinnt und je weniger vorbereitet das Land auf No-Deal ist, umso eher bekommt sie ihren Deal am ende doch noch durch. Die Frage ist eher wie lange das Parlament noch zusehen will, wie sie die last-minute Erpressung in ruhe vorbereitet. May weiß das Brüssel ihr nicht entgegenkommen wird, erst nicht beim backstop. Laut ECJ Urteil kann May Brexit nicht alleine stoppen, dazu bedarf es laut ECJ dem demokratischen Prozess entsprechend der Auslegung in UKs Verfassung (oops). Entsprechender Indikatoren durch den Supreme Court müsste das Parlament abstimmen, Gesetz ist das aber nicht. Gut möglich das jeder Versuch der Beendigung am ende vom Gericht bestätigt werden müsste.
  5. Müssen sie sich halt entscheiden, was ihnen wichtiger ist, die EU oder der rest der Welt. Oh das war doch auch so ein Referendumsthema 😉 Die WTO Situation fliegt denen sehr wahrscheinlich bei No-Deal ohnehin um die Ohren, ich sag nur irische Grenze. An die Aushebelung der non discrimination rule als national security Sonderfall über (IIRC) Article 21, General Agreement on Tariffs and Trade glaube ich jedenfalls erst wenn ich es sehe. Ohnehin tue ich mich schwer mit der credibility dieser No-Deal Reaktionsplanungen. Die Regierung ist ja bereits durch das Referendumsergebnis Handlungsunfähig, das wird alles nicht besser wenn das Chaos wirklich ausbricht. Ungeachtet der Tatsache, das dieses Durchwinken ja noch lange nicht bedeutet, dass die EU das selbe tun würde (oder könnte). @suoyarvi Ich vermisse ja durchaus einige britische Biere 😉 Anyway, kennt jemand diesen Text schon? https://richardhutton.wordpress.com/category/brexit-was-the-result-of-a-corporate-lobbying-campaign-which-backfired/ Wurde mir wärmstens empfehlen, habe ihn aber selbst bisher nur kurz überflogen. Vielleicht lese ich ihn später endlich mal komplett.
  6. Ich hatte mich dieses Jahr auf einer Messe in Deutschland mit einer (sehr) sympathischen polnischen Dame unterhalten, als ich feststellte, dass 1. der hersteller an dessen Stand sie arbeitete aus UK kommt und wir 2. beide (noch) dort leben. Das Gespräch driftete dann bald in eine Art Brexit-Frustrations Therapie ab. Sie meinte das speziell die Polen ja mehr als deutlich herausgepickt worden als Immigrationsschreckgespenst und hatte merklich die Pappe auf. Die Frage ist natürlich auch, warum man sich überhaupt noch in einem Land aufhalten will das offenkundig ein Problem mit einem hat, zumal ja auch viele Remainer nicht ganz glücklich über die Einwanderung sind, noch dazu sind Polen, aber auch Bulgarien und Rumänien heute nicht mehr die Länder, die diese Personen damals verlassen haben. So hörte ich vor nicht so langer Zeit von einer Frau aus, oh gott was war das, Bukarest oder so, die meinte nach über 20 Jahren London hat sie mittlerweile interessantere Jobangebote in der alten Heimat und müsse sich dort keinem Hass aussetzen. Als Deutscher habe ich nie Probleme gehabt, dennoch war bei mir irgendwann um 2017 die Luft raus Erst habe ich viel Zeit auswärts verbracht, Berlin, München, Dublin, Amsterdam und Nice besser kennengelernt. Die Wohnung ist mittlerweile gepackt. Meine Partnerin hats satt, ich sowieso. Januar mit one-way-ticket letzte Fahrt nach Heathrow und raus. Wie sagte ein Bekannter von mir: Die 48% waren auch nicht klüger, die haben ihr Kreuz nur zufällig an der richtigen Stelle gemacht.
  7. Das Auf und Abwerten ist auch ein Scheinargument. Die Abwertung ist keine Lösung, sondern eine kurzfristige Schmerztablette, die Inflation holt einen ja später wieder ein. Das Problem mit dem Euro liegt woanders. Wir haben einen fixen Leitzins, der gilt für alle, aber die Bond-Auktionen sind national. Länder gehen nicht Pleite, weil die kein Geld mehr haben, sie gehen Pleite weil sie sich die Neuverschuldung nicht mehr leisten können. Griechenlands (und die anderer Länder) Neuverschuldung driftete weit ab vom stabilen Norden und Geld konnte ungehindert in anderen (stabile) Euro und EU Länder abfließen. Einiges ist in Deutsche Immobilien geflossen, anderes, von Griechen die ihr Geld nicht nur aus Griechenland sondern auch aus dem Euro raus haben wollten, unter anderem nach London. Anderes Geld floss in Deutsche Bonds, also Deutsche Schulden. In diesem Sinne ist dann natürlich die Kritik das Deutschland sich nur wegen der Krise im Süden teilweise zu negativzinsen verschulden konnte richtig. Auf der anderen Seite, schützte die Deutsche Schuldendisziplin das Land vor dem ausnutzen dieses Umstands und damit selbst der Anhäufung von Schulden, einer Versuchung die Griechenland ja nach Euro beitritt selbst erlegen ist. Im Prinzip geht es darum auch bei dieser Eurobond Diskussion, die ja hin und wieder mal aufkommt, durch die gemeinsame Verschuldung würde diese Differenz effektiv wegfallen, gleichwohl muss dies mit (mindestens) fiskalen Durchgriffsmöglichkeiten einhergehen ... ich sag nur siehe Italian Budget ... Dennoch ist das Kernproblem Griechenlands, wie Schwabe schon schrieb, die Korruption, fehlende Wettbewerbsfähigkeit, zu großer Staatsapparat, Steuerhinterziehung - kurz: strukturelle Probleme. Speziell Steuerhinterziehung finde ich faszinierend. Während in UK HMRC der Bearbeitung wegen Kürzungen nicht hinterherkommt, konnte man in Griechenland trotz einem riesigen Staatsapparat locker flockig sich um seine Steuern drücken und einen funktionierendes Land register existierte ja auch nicht, siehe auch https://www.reuters.com/article/eurozone-greece-cadastre/insight-typically-greek-delayed-land-register-is-never-ending-epic-idUSL8N12E1Z520151018 Da fragt man sich dann, was die vielen Beamten so getrieben haben.
  8. Ach so haben die Google das mit dem HQ schmackhaft gemacht. Langsam versteh ich das neue Geschäftsmodell des Landes und ich hatte mir schon Sorgen gemacht ...
  9. Das passt sehr gut in die heutige Zeit, idT. sehen viele ihre Parolen ja nicht als Ausländerfeindlich an, sondern als Aufforderung zu mehr micromanagement, wobei diese Leute auch das anders bezeichnen. Gott ich hab einfach sowas von keine Lust mehr. Langsam versteh ich warum Richard Branson eine eigene Insel hat.
  10. Ich verfolge jetzt nicht so genau die Kostenentwicklung des Britenpasses, aber von einem einfachen Standpunkt der Risikovermeidung schätze ich macht es mehr Sinn sich den Mist anzutun als es nicht zu machen, zumindest wenn man hier bleiben will. Weder werden Ausländer demnächst oder langfristig mehr Rechte bekommen als jetzt, noch werden die Kosten für die Einbürgerung fallen. Ebenso kann man sich derweil noch sicher sein seinen Deutschen Pass behalten zu können und vollkommen egal wie man zum UK oder zu Deutschland steht, zwei Pässe sind auch eine Versicherung für die Zukunft. Es braucht schließlich ja nur ein Referendum um die politische Stabilität und Planungssicherheit ins Klo zu spülen.
  11. Rücknahme kann nur akzeptiert werden wenn die uns Boris am Kreuz liefern. Geschüttelt nicht ... nee das muss anders: Genagelt nicht geknotet. Mal ganz im Ernst: Was ich ja spannend fände bei einer Verlängerung sind die EU Wahlen im kommenden Mai. Das könnte echt spannend oder auch ätzend werden, je nach persönlicher Präferenz, Gestaltung dieser Unmöglichkeit, Nervenkostüm und Ausgang. Je nach Ausgang könnte es auch die Politik beeinflussen, oder die Spaltung weiter zementieren.
  12. Naja, Labour könnte dann ein weiteres Referendum einberufen und die Tories können als EU-Hasser in die Opposition. Einen gescheiten Brexit Plan erwarte ich von keiner Partei weil es sowas logisch eben nicht geben kann. Mal ungeachtet der generellen Fragwürdigkeit der Idee Deals in der Welt zu finden die sowohl verminderten Handel mit der EU kompensieren und dazu noch was oben drauf legen, mindert die Ireland Problematik die Bewegungsfreiheit ohnehin schon. Ich finde aber schon die Einleitung des Spiegel Artikel etwas Realitätsentfremdet: Was für einen Kurs denn bitte? Einen UK Intern "ausgehandelteten sogenannten Deal" der die EU redlines ganz bequem ignoriert und dem die EU daher nicht zustimmen kann? Echt putzig. Aber macht nur weiter. Ich könnte wieder etwas Bewegung in den GBP Währungspaaren brauchen. Ich bin auch bereit mein künftiges Haus "Brexit Palazzo" zu nennen.
  13. Ich halte no-deal nicht für wahrscheinlich. Nicht weil ich glaube die werden vorher zu etwas kommen weil die fähig sind, sondern weil der Druck kurz zuvor am größten wird eben weil diese Szenarien so übel aber dennoch realistisch sind. Für UK wohlgemerkt, die EU kann sich no-deal leisten. Der größte Vorteil in einer Verhandlung ist wenn du nicht musst. Vor y2k haben Menschen vorgearbeitet um das Problem zu umgehen. Bei no-deal stellt sich indes eher die Frage wie schnell nachgearbeitet werden würde/könnte wenn es zu einem kommt. Der initiale Schock hat eigentlich nicht viel mit schwarzmalerei zu tun, ich halte es allerdings gleichfalls nicht realistisch das sich diese Probleme über Monate ohne irgendwelche Übergangsverträge hinziehen würden. Ein Flug einen Tag nach cut-off kann da sehr wohl darunter leiden - die Welt ist kompliziert und Landerechte, Versicherungen usw. sind heute essentiell. Brexit ist der Versuch die Tischdecke vom Tisch zu entfernen ohne dabei das umzuwerfen was drauf steht.
  14. Naja, nach Brexit bleibt euch nur noch das Schlauchboot. Auf einen no-deal, falls es zu einem kommt, hat sich keiner eingestellt. Eigentlich bleibt nur noch abblasen, verlängern oder eine off the rack Lösung ala Norway. Ein no-deal wird jeglichen Schiffs, Bahn und Flugverkehr zum erliegen bringen weil Versicherungen und ihre Underwriter sich in einer nie eingeplanten Lage befinden werden und kaum einer wird ein Schiff, einen Zug oder einen Flug, noch dazu mit Passagieren, zulassen wenn die Versicherung nachher nicht für Schäden aufkommen würde. Was nicht bedeutet das ich mit no-deal rechne, aber praktisch ist es weniger Risiko vorher als nachher zu reisen.
  15. Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job und Stadt. Wohnung (wenn Miete) könnte auch Sinn machen abseits von Maklern zu gucken. Seit den Reformen wer den Makler zahlt ist durchaus eine ganze Menge in die Selbstvermarktung gerutscht.
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