Jump to content

Jensemann

DIL+
  • Gesamte Inhalte

    519
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    16

Jensemann hat zuletzt am 9. August gewonnen

Jensemann hat die beliebtesten Inhalte erstellt!

Reputation in der Community

768 Excellent

Über Jensemann

  • Rang
    Member
  • Geburtstag 28.12.1982

Profile Information

  • Geschlecht
    Mann

Letzte Besucher des Profils

2.483 Profilaufrufe
  1. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Naja, Labour könnte dann ein weiteres Referendum einberufen und die Tories können als EU-Hasser in die Opposition. Einen gescheiten Brexit Plan erwarte ich von keiner Partei weil es sowas logisch eben nicht geben kann. Mal ungeachtet der generellen Fragwürdigkeit der Idee Deals in der Welt zu finden die sowohl verminderten Handel mit der EU kompensieren und dazu noch was oben drauf legen, mindert die Ireland Problematik die Bewegungsfreiheit ohnehin schon. Ich finde aber schon die Einleitung des Spiegel Artikel etwas Realitätsentfremdet: Was für einen Kurs denn bitte? Einen UK Intern "ausgehandelteten sogenannten Deal" der die EU redlines ganz bequem ignoriert und dem die EU daher nicht zustimmen kann? Echt putzig. Aber macht nur weiter. Ich könnte wieder etwas Bewegung in den GBP Währungspaaren brauchen. Ich bin auch bereit mein künftiges Haus "Brexit Palazzo" zu nennen.
  2. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Ich halte no-deal nicht für wahrscheinlich. Nicht weil ich glaube die werden vorher zu etwas kommen weil die fähig sind, sondern weil der Druck kurz zuvor am größten wird eben weil diese Szenarien so übel aber dennoch realistisch sind. Für UK wohlgemerkt, die EU kann sich no-deal leisten. Der größte Vorteil in einer Verhandlung ist wenn du nicht musst. Vor y2k haben Menschen vorgearbeitet um das Problem zu umgehen. Bei no-deal stellt sich indes eher die Frage wie schnell nachgearbeitet werden würde/könnte wenn es zu einem kommt. Der initiale Schock hat eigentlich nicht viel mit schwarzmalerei zu tun, ich halte es allerdings gleichfalls nicht realistisch das sich diese Probleme über Monate ohne irgendwelche Übergangsverträge hinziehen würden. Ein Flug einen Tag nach cut-off kann da sehr wohl darunter leiden - die Welt ist kompliziert und Landerechte, Versicherungen usw. sind heute essentiell. Brexit ist der Versuch die Tischdecke vom Tisch zu entfernen ohne dabei das umzuwerfen was drauf steht.
  3. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Naja, nach Brexit bleibt euch nur noch das Schlauchboot. Auf einen no-deal, falls es zu einem kommt, hat sich keiner eingestellt. Eigentlich bleibt nur noch abblasen, verlängern oder eine off the rack Lösung ala Norway. Ein no-deal wird jeglichen Schiffs, Bahn und Flugverkehr zum erliegen bringen weil Versicherungen und ihre Underwriter sich in einer nie eingeplanten Lage befinden werden und kaum einer wird ein Schiff, einen Zug oder einen Flug, noch dazu mit Passagieren, zulassen wenn die Versicherung nachher nicht für Schäden aufkommen würde. Was nicht bedeutet das ich mit no-deal rechne, aber praktisch ist es weniger Risiko vorher als nachher zu reisen.
  4. Jensemann

    Von der Themse an die Elbe

    Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job und Stadt. Wohnung (wenn Miete) könnte auch Sinn machen abseits von Maklern zu gucken. Seit den Reformen wer den Makler zahlt ist durchaus eine ganze Menge in die Selbstvermarktung gerutscht.
  5. Ja. Das Problem beim Vertrieb ist aber nicht nur Sprache, es sind auch Feinheiten der Geschäftskultur. Die Fettnäpfe in die mein damaliger Vertriebler in Österreich getreten sind mochte ich gar nicht mehr zählen. Vertrieb ohne native (aus Kundensicht) abzudecken ist schwer. Je mehr bla bla bis deal, desto schlimmer wird das. Man punktet so einfach weniger, egal wie toll die Technik und wie geil die Referenzkunden. Menschen treffen Entscheidungen seltenst rein objektiv.
  6. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Ich würde empfehlen die 1,90 zu ignorieren. Das war ein Ausreisser ausgelöst durch die ersten QE Implementierungen in den USA nach dem Financial meltdown. Der peak korreliert zeitlich mit QE in den USA und kurz danach in UK.
  7. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Ich glaube darum geht es ihm nicht. Diese ganze Extremistensuppe die zZ. an vielen Stellen hochkocht ist allerdings viel mehr ein Symbol von Unzufriedenheit als von ideologischem Rassismus, durchdachter EU Skepsis, oder anderen Dingen. Die EU, genau wie Immigranten, Flüchtlinge und keine Ahnung was noch sind einfach nur die Sündenböcke auf die man alles schiebt. So wurde Brexit ja auch vermarktet: Danach haben wir alles selbst in der Hand (und können folglich alles richtig machen). Auch das Gerede von red tape geht in die selbe Kerbe. Einen Sündenbock herzeigen. Sündenböcke funktionieren aber nur wenn die der Wähler sie nicht versteht. Keiner würde hier schreien wenn es darum geht das granny ne Kugel in den Kopf bekommt um die Rentenzahlungen zu senken und Ärzte zu entlasten. Also brauchts Immigranten die angeblich mehr kosten als sie einbringen. Gerne auch mal "gimmegrants" bezeichnet (den letzten Kommentator dieser art hab ich in der Themse ersoffen - nein, hätte ich aber gerne). Bei Trump, wie bei Brexit und dem Euro-Skeptizismus in einigen Mitgliedsländern geht es um Anti-establishment auf der Basis eines Sündenbocks. Die Leute merken durchaus das deren Lebensstandard immer mehr in Gefahr ist. Zumeist natürlich die Fabrikarbeiter die immer unwichtiger werden und immer öfter Kostenstelle als Wert des Unternehmens sind. Jeder Unternehmer versucht mit so wenig Personal wie möglich auszukommen (mach ich selbst mit meinen Immobilien in Deutschland so). Das war sicherlich schon immer so, die Möglichkeiten haben sich aber technisch geändert. Teils durch Automatisierung, teils weil immer effizientere (langstrecken) Transporte das outsourcing ermöglichen. Wie sagte einer der Ing. (Automatisierung Technik und sowas) der früher mit mir in Deutschland arbeitete wenn er danach gefragt wurde was er tatsächlich macht: "Ich vernichte Arbeitsplätze". Das war nicht ganz ernst gemeint, dennoch in gewissen Aspekten wahr. Eine effizientere Fabrik macht mit weniger Leuten mehr Arbeit. Das ist die definition eines guten teils dieser Effizienz. Ein anderer Teil, zu dem ich selbst mit meinen QM/QS Produkten beigetragen habe, ist der interne Druck durch protokollierte Arbeitsleistung. Wegen mir weis das Management in München wie schnell die Klofrau in Berlin war. Mindestens ein LKW Fahrer wurde auch wegen meinen Produkten entlassen. Er verbrachte jeden zweiten Tag Arbeitszeit bei McFit. Das interessante, perfide und komplexe daran: Es ging gar nicht darum die effizienz dieser Leute messen. Das war ein Nebeneffekt von Dokumentationswünschen und Pflichten, die eben auch Zeiten beinhalteten. So fällt natürlich auf wenn Putze Trude schneller ist als Hannelore und wenn Fahrer Gerd alle 2 Tage 90 Minuten auf dem Parkplatz von McFit steht. Hängt mich höher! (Gerne so auf Penthouse Höhe, ich mag Aussicht!)
  8. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Kannst du das "besser" für gut situierte etwas ausführen? Ich habe den Eindruck man kann hier eher mehr von seinem Geld behalten als speziell in Deutschland oder gar Frankreich, aber warum sollte es ansonsten besser sein als etwa München. Klar, persönlich fallen mir viele Dinge ein, die sind aber eher sehr subjektive Faktoren. Steuertechnisch betrachtet hat sich UK durchaus verschlechtert - da fallen einige Länder in und um EU besser ab, die etwa am vernageln des non-dom Systems nicht teilgenommen haben.
  9. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Ja, ich habe nachdem ich das schrieb dann an die Mörderzinsen in der Türkei denken müssen (17,75%). Die scheinen aber dennoch nicht so wirklich zur Kurspflege beitragen zu können. Von den 2% Richtwert können die sich mit no-deal verabschieden, unabhängig von der central bank policy. Da wird einfach nichts mehr draus. Importierte Inflation vs. gesteigertem Preisdruck der Export Wirtschaft. Carney wird schon wissen warum er heim will. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera wird er sich eher nicht ausgemalt haben als er den Job antrat. Natürlich kann man das Problem auch anders lösen. Man kürzt die Gehälter. Der Mindestlohn müsste weg nach no-deal, dann hätte der exporteur etwas Luft gewonnen.
  10. Jensemann

    Denke daran, schaff Vorrat an - Vorschlaege?

    Kauf dir lieber ein Boot oder besser ein Gibbs Quadski - letzteres kannst du sicher wegschließen und als Quad zur besten Fluchtstelle fahren. Nimm die größere Version, der Beifahrersitz könnte dir viel Geld einbringen. Im äussersten Notfall können dir alte Top Gear Ausgaben zeigen wie man mit einem Auto über den Kanal kommt. DIY Kurse könnten der Renner werden.
  11. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Das ich UK verlasse ist seit einigen Monaten klar. Lediglich das Ziel hatte sich geändert. Unabhängig dessen was aus Brexit wird ist das Land politisch nicht mehr was ich glaubte das es mal war. Ich habe meine Pfunde schon lange raus und tausche nur noch in Pfund um was ich brauche. Mein Geld habe ich als Devisenspekulant technisch eh nie in Pfund gemacht sondern das lief in USD beim Broker ein und wurde dann auf verschiedene Länder und Währungen geteilt. Andere Einkünfte kamen aus der Vermietung in Deutschland, das ist und blieb immer in Euro. Was den möglichen Wechselkurs angeht: Ein no-deal ist sicherlich nicht eingepreist. Ich hatte schonmal das Zusammenspiel mit der interest rate erwähnt. Normalerweise ist es so das gute Zinsaussichten den Kurs stützen. Bevor das Referendum überhaupt ernsthaft im Gespräch war, war das Pfund zum USD in einer 1,50 bis 1,60 Spanne. Spekulanten hatten die felsenfeste Überzeugung das UK das erste Land in der EU sein wird das die Zinsen anhebt. Immer wenn diese Gerüchte aufkamen, klebten wir bei 1,60. Ebbten diese ab, waren wir bei 1,50. Was haben wir heute? Rate hikes hatten wir und Kurstechnisch haben wir neulich die 1,30 unterschritten und sind jetzt bei irgendwas um die 1,28 (zum USD). Der letzte rate hike schien eher noch als negativ empfunden worden zu sein. Risikowarnung der BoE oder keine Ahnung was. Kommt es zum no-deal sehe ich nicht wie die BoE da irgendwas stützen könnte (oder auch wollte). Rate hikes kann sich das Land dann nicht leisten, teureres Geld verschlimmert nur alles. Also wird man die Zinsen wieder senken (wo nicht viel Spiel ist) und massiv die Geldschleusen aufdrehen (mindestens QE, ich habe keinen Schimmer welche Mittel centralbanker noch haben, aber da wird noch was drin sein in der Giftbox die Fiskal konservativen das kotzen beibringt). Das drückt den Kurs weiter runter, nicht rauf. Rauf kann sich UK dann eh nicht leisten. Der Eurozone gehts derweil gar nicht mal so schlecht und das billig Geld wird wohl in absehbarer Zeit zwar nicht beendet, aber zurückgefahren. Das stützt den Euro weiterhin und wir haben quasi die umgekehrte Schere die früher das Pfund nach oben trieb und den Euro runter. Wo das Wechselkurs technisch endet vermag ich nicht zu sagen. Als Spekulant gehe ich wetten in bestimmten Konstellationen ein. Das Vorhersagen von Zielen gehört eher nicht zu meinem repertoire. Ich sehe allerdings nicht warum das ganze bei der Parität zum Euro stoppen sollte, das kann locker drunter gehen. Warum sollte es auch nicht. Und ja, die Inflation geht dann durch die Decke denn anders als Deutschland kann UK nicht in eigener Währung importieren. Hier schlägt jede Verbilligung der Währung gleich bei der Importrechnung zu Buche. Interessant wäre zu wissen wie unternehmen gehedgt sind. Vor dem Referendum waren viele ja für über ein Jahr abgesichert, damals waren die Kosten dafür aber auch billiger nehme ich an. Mal losgelöst davon das so eine Absicherung auch Planungssicherheit benötigt *haha* Nebenbei bemerkt: Ich halte no-deal nicht für wahrscheinlich, unabhängig davon sollte man aber beim unerwarteten eintritt auch nicht feststellen plötzlich Pleite zu sein. Sein Geld raus zu schaffen ist nur dann blöd wenn man meint Brexit wird vorher beendet. Halb/halb könnte sinnvoll sein - das sichert dann quasi den aktuellen Kurs. Wetten können auch gute Absicherungen sein wenn die Quoten stimmen und sind ja sogar Steuerfrei.
  12. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Sagt ja keiner das Kapitalverkehrskontrollen wahrscheinlich sind, allerdings denke ich sollte man den Kontext mit einbeziehen. Dieses truly global Britain ist technisch wunschdenken. Eine art Slogan um Brexit mit ökonomischen Scheinargumenten eine art legitimierenden Anstrich zu verpassen. Das Brexit hingegen ganz furchtbar schief gehen kann ist wohl klar. Events können auch ausser der Kontrolle der Regierung die Regierungen zwingen, das wissen wir seit der Weltfinanzkrise. Bank runs sind auch im UK möglich, nicht nur in Griechenland und Zypern. Auch das wissen wir - oder sollten wir zumindest. Normale Menschen, genau wie Spekulanten und Investoren können von Panik gepackt werden, Spätestens dann kann man alle Pläne streichen und findet sich in der Rolle des reagierenden, nicht des regierenden. Ich muss da immer an eine Werbung in der Tube denken die mir 2012 oder so mal aufgefallen war: "Der kluge Investor wartet bis Irland abverkauft wird" hieß da sinngemäß. Wenn diese Arroganz das Land mal nicht einholt dachte ich mir damals schon. Daran muss ich heute immer öfter denken, vor allem immer wenn von global Britain im kontext von Brexit geredet wird. Nach spontaner Planänderung werde ich mir den Fallout dann aus sicherer Entfernung von Malta aus ansehen.
  13. Jensemann

    Trinkwasser in London?

    PET Flaschen enthalten keine Weichmacher.
  14. Hier kannst du dich durch ein paar Informationen wühlen https://nutritionfacts.org/topics/turmeric/ Ich nehme das Zeug auch zu mir, mit etwas fetthaltigem und Pfeffer um die Aufnahme zu erhöhen und fühle mich allgemein besser ohne spezielle Probleme gehabt zu haben.
  15. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Die können (noch) nicht. In der customs union werden sie durch Nord-Ireland gehalten. Um jetzt nicht ganz einzuknicken heisst es nun wir verzichten auf passporting und wollen dafür kein free movement (halber single market sozusagen und dafür nur halbe pflichten - Briten Logik). Nebenbei kann man jetzt noch was herumphantasieren von eigenen trade deals für den Finanzmarkt. Die EU wird so einer Rosinenpickerei eh nicht zustimmen, das war vielen schon vorher klar, also warum sowas von sich aus jetzt schon anbieten? Dann fliegt denen die Regierung auseinander, außerdem kann man es so auf outside faktoren schieben: dieses Irland Anhängsel und die böse EU halten uns gefangen. Politisch dürfte free movement das härteste Zugeständnis werden - nur falls noch einer glaubt es würde um was anderes gehen. Aber vielleicht kann man das unter anderem Namen verkaufen 😉 BTW: Nord-Irland teilt sich einen Energiemarkt mit Irland. Das fällt auch unter den single market.
×