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Jensemann

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  1. Oder machen beides zusammen. Wer seine Steuern legal auf das mindeste drückt hat mehr zum Spenden oder kann es in Dinge stecken, die er allgemein für wichtiger hält als den Brexit zu finanzieren, als US-Bürger zahlreiche Kriege und so weiter. Natürlich ist die Erosion der Steuerbasis ein Problem, aber die Ursache ist komplexer als eine Moralfrage. Steueroptimierung betreibt fast jeder, der komplexere Einkünfte hat als "ein Job und ein Gehalt" und speziell wenn es um Auslandseinkommen geht, ist die Frage nachdem wem es gehört halt doch etwas komplexer. So ergibt sich die Möglichkeit der Steuervermeidung bei großen, vor allem digitalen Unternehmen, aus dem Grundproblem, dass das Unternehmenbesteuerungsmodell, das den Ort der Geschäftsführung als Steuerberechtigt ansieht, aus einer anderen Zeit stammt, in der, der Handel weitaus nationaler, oder gar regionaler war und das Internet nichtmal als Traum existierte. Das führt dann auch dazu, dass sich die EU und die USA um dasselbe Geld streiten, dass Apple, Google und Konsorten auf kleinen Inseln parken. Den eigentlich sinnvollen paradigmen Wechsel, die Besteuerungsbasis dort zu veranschlagen, wo der Umsatz stattfindet, will dann aber doch keines der betroffenen Länder gehen, denn da wäre dann auch das Thema Steuerpflicht der ansässigen exportierenden Wirtschaft auf dem Verhandlungstisch. Auf privater Ebene kennen viele im Ausland lebende US-Bürger die Probleme der sich ergebenden Bürokratie durch Steuerpflicht in unterschiedlichen Ländern. Aus UK Sicht allerdings, ist das Land ja nutznießer der Non-Dom Regelungen. Durchschnittlich 100 000 GBP pro Kopf der Non-Dom Bevölkerung fließen in die Staatskasse, Menschen die ohne diese Regelungen nicht im Land leben würden. Bestätige. Lissabon hat auch eine interessante aufkeimende Startup Kultur.Ausgesprochenn tolle Stadt, ach was sage ich, tolles Land.
  2. Die Schweiz funktioniert zu gut, da werde ich nie warm mit. Ich brauche das latente Chaos und das Wissen, dass alles in kurzer Zeit zusammenbrechen kann. Im Ernst, Malta gefällt mir, wird aber auch schnell langweilig. Dann brauch ich wieder einen Monat woanders. Das Land hat aber viel Geschichte zu bieten und ist schon alleine daher einen Besuch wert. Ich würde allerdings von den heißesten Sommermonaten ggf. abraten, ausser man ist wirklich Hitzeresistent. Zum einen ist legale Steuervermeidung bedeutend komplizierter als Offshore-Accounts, zum anderen geht es bei den Sorgen wohl vor allem um die Non-Dom Besteuerung auf remittance basis, die UK vor allem für viele wohlhabende mit großen Auslandseinkünften so beliebt macht, weil es sowohl Steuern wie auch steuerrechtsverursachte Bürokratie reduziert. Die Möglichkeiten der (legalen) Steuervermeidung durch (Offshore) Holdingstrukturen beim Immobilienbesitz wurden ja bereits unter Cameron/Osborne durch die Schaffung der Annual Tax on Enveloped Dwellings stark beschränkt.
  3. Malta. Ich wollte die hübschen roten Telefonzellen nicht aufgeben 😉 Man muss so einen Kulturschock ja schon klein halten. Spaß beiseite, Malta bot mir steuerlich mit den großzügig gestalteten Non-Dom Regeln mehr als die Schweiz. Die Schweiz bietet sich primär dann an, wenn man sein Geld aus tatsächlich im Ausland befindlichen und dort geführten Unternehmen bezieht. In Malta kann ich einen Betrieb aus Malta heraus führen und sowohl das Unternehmen, wie auch mich selbst als Nicht-domiziliert besteuern lassen und bekomme dann auf die corporate tax 6/7 zurück erstattet. Mal rein vom steuerlichen her, möchte ich aber auch nicht in der Schweiz leben. Ist nicht so wirklich meine Welt.
  4. Ich finde es immer auffallend, dass solche Artikel in dieser Art und Weise nicht in seriösen Blättern der Finanzbranche erscheinen, sondern primär in diesen Unterhaltungs/Meinungsmacherblättchen. Sowenig ich von Corbyn halte, Brexit wird mittlerweile zu weitaus mehr Kapital- und auch Wohlstandsflucht beigetragen haben, als ein möglicher Corbyn, bei dem man gar nicht weiß ob und und in welcher Koalition und Stärke. Ich schreibe das allerdings bereits aus meinem 5% Steuerdomizil, dass ich seit Januar mein brexitbedingtes zu Hause nenne. Was der Artikel eben so schön unter den Tisch fallen lässt: Wer über substanzielle Mittel verfügt, wird immer auch Pläne machen um auf politische Veränderungen zu reagieren. Alles andere wäre fahrlässig. Das heißt aber halt nicht, dass so was auch gleich umgesetzt werden würde. Ebenso wie ein Bullshit Johnson durch das Parlament in gewisse Schranken verwiesen wird, wäre das ja auch mit Corbyn der Fall. Mal abgesehen von Etwaigen Koalitionsbeschränkungen. Das ist dann eben der Unterschied zwischen dem Angedrohten Versprochenen und der realen Umsetzung. Brexit war das größte Geschenk, dass man Spekulanten (wie mir) machen konnte. Aus finanzieller Sicht, müsste ich eigentlich dafür sein, dass Johnsons Deal durch kommt, dann blutet das Land noch was länger in mein Portemonnaie.
  5. Finde das auch sehr schade. Ich habe London (und das UK) zwar im Januar in Richtung Malta verlassen und vermisse die Stadt fast täglich, lese aber dennoch oder gerade daher gerne im Forum mit oder schreibe auch ab und zu mal etwas. Ich hoffe, das wird etwas mit einem Ersatzforum, denn auf Facebook bin ich mittelprächtig allergisch. Ich nutze es eigentlich nur um über bestimmte Clubs, Musiker und dergleichen informiert zu bleiben. Bei der Idee, darüber ernsthafte Kommunikation zu betreiben, bekomme ich Pickel. An dieser Stelle aber auch von mir, noch mal Dank an Stonki, Cartoonist und Jade, für den Betrieb dieses Forums, dass mir 2014 als ich nach London kam, durchaus öfter mal hilfreich war. Brexit means breaks it, habe ich neulich mal gehört, es bleibt das Gefühl, dass dies auch auf das Forum zutrifft.
  6. Alle seine Aussagen sind für die Ohren seiner Wähler bestimmt: Backstop undemokratisch er erwartet, dass die EU bald nachgeben wird Irland soll temporär so mehr oder weniger aus der EU austreten die USA müssten in einem Handelsdeal mit dem UK Kompromisse eingehen (Stichwort: NHS) ich habe garantiert noch was vergessen. BoJo ist ein talentierter Rattenfänger und nicht dumm. Er weiß, dass er die Wahl hat zwischen dem Diktat der EU/Irland, wenn er mit Deal raus will und der kurzen Leine von Donnieboy und seinen Strippenziehern, wenn das UK ohne Deal über die Klippe geht. Da geht es nicht nur um den NHS, sondern auch um das komplette Mittragen der US-amerikanisch-republikanischen Außenpolitik, also Iran, Russland und vielleicht auch China. Weiterhin wird ihm aber auch klar sein, dass es auf US-Seite fraglich ist, einen Vertrag durch den Kongress zu bekommen. Die Demokraten kündigten ja schon Widerstand an, solange die Irlandproblematik nicht beigelegt ist. Mein Geld ist auf Neuwahlen, mit der Mehrheit von einem Sitz ist nichts anzufangen. Er hat das Problem von Frau May geerbt.
  7. Sag mal Snoopey, wie stehst du eigentlich zu Norwegens Vorstößen CO² abzusaugen und in alten Ölfeldern zu speichern. Planst du schon das anbohren dieser, damit der mobile Gartenmarkt in deinem Man with a van Betrieb nicht eingeht? Du scheinst dich ja bereits vor einer CO² Knappheit zu fürchten. Du kannst natürlich gerne lachen, am besten bis dir der Sauerstoff ausgeht, für ein letztes CO²-hurra schieben wir dich dann ins Krematorium.
  8. Von der Leyen war eine Idee von Macron. Nachdem er Weber verhindert hat und sich negativ über Weidmann äußerte, musste er etwas tun um die Beziehung zu Berlin zu kitten und zog ihren Namen aus dem Hut. Für Macron ist die Personalie auch interessant, weil sie für eine Verteidigungsunion ist. Nach Brexit ist Frankreich das einzige EU-Land mit Atomwaffen und daher ein wichtiger Eckpfeiler eines solchen Vorhabens. Davon abgesehen, muss die Personalie, wie Pavel schon schrieb, durch das Parlament bestätigt werden. Über die Demokratie sorge ich mich, wenn man dafür mehrere Anläufe braucht und bei jedem Versuchen ihren Namen minimal anders schreibt 😉
  9. Bzgl. CO² Steuer: Ich mag die Idee einer CO² Dividende zur Umverteilung von Starkverschmutzern zu Wenigerschmutzern, so lässt sich auch dem Problem sozialer Tumulte begegnen. Was mir an der üblichen CO² Steuer ohne diese Umverteilung missfällt, ist das enorme benötigte Fingerspitzengefühl der Politik, genau die zu entschädigen, die mit ihrem Kleinwagen von der Pampa zur Arbeit kommen müssen und ähnliches. https://www.project-syndicate.org/commentary/carbon-dividend-better-than-tax-by-mark-paul-and-anthony-underwood-2019-05 Norwegens Idee der Beimischung ist interessant. Ich hatte mich neulich erst in die sehr begrenzten Möglichkeiten der Kerosinbesteuerung eingelesen um solche Biokraftstoffe konkurrenzfähiger zu machen. National sorgt die Kerosinsteuer nämlich nur zu Umwegen mit vollgetankteren Maschinen, also mehr Ausstoß und international ist die Besteuerung deulich erschwert, weil das alles auf die Chicago Convention von 1944 zurückgeht. Ich glaube nicht, dass man das knacken kann, weil sich zahlreiche Länder in und außerhalb der EU sich durch Nichtteilnahme quasi über Nacht zum Airlinehub ausbauen könnten. Für kleine Inseln wie Malta etwa, ist das auch eine enorme Chance, das würden die sich kaum entgehen lassen, aber auch Polen könnte sich unproblematisch etwas Wohlstand von Deutschland oder Frankreich "klauen".
  10. Nein, mir fällt auch bei jedem Besuch auf, bin gerade da, dass Menschen oft unvermittelt im Weg stehen bleiben, z. B. in Ausgängen oder unvermittelt auf der Straße und ich bin nicht der Einzige, habe da erst neulich mit jemandem drüber gesprochen.
  11. Richtig, aber Che versteht mich gewohnheitsmäßig falsch.
  12. Darf ich eine alternative Sichtweise (zu Greta) anbieten? Ja, was sie so teilweise fordert ist weltfremd, funktioniert praktisch nicht und ohnehin ist der Preis für Demokratie, dass Umsetzung hinter Machterlangung und Machterhaltung steht, denn sonst kann man gar nichts mehr bewegen. Die Machterhaltungssorge, bremst die große Koalition derweil in Deutschland ja auch, speziell nach den Gelbwesten in Frankreich. Die Grünen, müssten sich diese Sorge auch stellen und tatsächlich, hat zumindest die Parteiführung erkannt, dass es nur mit der Industrie geht und sucht den Kontakt um Gemeinsamkeiten auszuloten (und die existieren). Es wäre ja auch selten dämlich, gegen die Industrie zu arbeiten, wo es doch sonnenklar ist, dass den größten Beitrag den Deutschland leisten kann, CO² ärmere Autos, Techniken und Maschinen zu exportieren. Denn alles was in unseren kleinen europäischen Ländern passiert, verpufft tatsächlich. Innerhalb der deutschen Grenzen aber, sind die Exporte ein gutes Mittel die Welt etwas zu verbessern, zumindest ein greifbarer Weg, fern von Verbotsphantasien und der Haar-in-der-Suppe-suchererei, der alles-schlechtmachter. Gleichzeitig lässt sich nicht leugnen, dass auch gute Ideen Unterstützung vom Volk brauchen (siehe oben, Machterlangung und Machterhaltung) und Greta ist hier etwas in der Rolle des guten Populisten. Sie vermittelt, wie es die Werbung und alle anderen Politiker in allen mehr oder minder Reformbedürftigen Themen, eine Dringlichkeit. Würde ich mir wünschen wir könnten als Volk oder Völker, ganz sachlich etwas debattieren, beschließen und dann umsetzen? Klar. Dann hätten wir weder die Trassenprobleme, einen Atomausstieg vor dem Kohleausstieg noch Wohnungsnot. Nun, scheinbar können wir das nicht, weil keiner für die Dringlichkeit warb (also mit werberischen Mitteln wie Emotionen) und wir so alle fröhlich dem NIMBYism nachgehen können, soll der Sankt Florian doch das Haus meines Nachbarn niederbrennen, nur nicht meines, wir haben ja Zeit. Die Grünen sind zur Zeit eben auch eine typische Oppositionspartei, genau wie meine FDP, fällt es leicht nicht umsetzbares zu fordern, wenn man es eh nicht umsetzen muss. In UK lässt sich das auch bei einigen Brexitern beobachten. Die Grünen sind gegen Kohlekraft, gegen Kernkraft, gegen LNG Terminals und gegen Nord Stream 2, blöd nur, dass Deutschland, wenn Kohle und Kernkraft wegfällt, Gas als Fallback braucht wenn Sonne nicht scheint und Wind nicht weht. Wer tatsächlich führen muss, kann sich der Physik und der aktuell verfügbaren Technik eben nicht mehr entziehen, das gilt für Klimaschutzforderungen, genau wie für die irische Grenze und ob Dual Fluid Reaktoren vielleicht besser sind um dem Atommüll Herr zu werden als politisch unmögliche Endlagerstellen, ist auch so eine Frage, die man sich eigentlich jetzt schon stellen muss, es aber mangels gefühlter Dringlichkeit politisch nicht traut.
  13. Die Doku hatte ich auch gesehen. Es ergibt sich in der Tat die Frage, ob Wasserstoff nicht theoretisch die bessere Anschlusstechnologie wäre, auch im Hinblick auf das Stromnetz. Praktisch hingegen stellt sich die Frage eigentlich nicht, weil Wasserstoff derzeit noch zu teuer ist und die Speicherung von dem Zeug ein anspruchsvolles Unterfangen darstellt. Wasserstoff diffundiert durch Stahl, der einst volle Tank, kann sich auch also “leerstehen”. Ich tue mich mit der Doku dennoch etwas schwer, weil ich denke der direkte Vergleich sähe nicht ganz so übel aus und einiges ist auch eine Frage lokaler/nationaler Politik. Der Kohlebergbau hat auch in Europa viele Landstriche unbewohnbar gemacht, nur mit dem Unterschied, dass das Land das die Konzessionen für den Abbau vergeben hat, die Anwohner entschädigte. Ich frage mich, ob das Fehlen solcher Kompensationsmechanismen in Herkunftsländern (lies: Bananenrepubliken die ihre eigene/indigene Bevölkerung mit Füßen treten) zum Problem von Konsumenten oder Herstellern gemacht werden soll. Ich bin da etwas unschlüssig. Ideologie sagt nein, Pragmatismus sagt ja. Die zahlreichen Schäden die Öl verursacht hat, muss man wohl gar nicht aufzählen, inklusive Kriegen und in Folge destabilisierter Regionen, könnte man damit wohl ein Buch füllen oder zwei oder drei. Im Gegensatz zu Öl, Gas oder Kohle, lässt sich Lithium aber recyclen wenn die Batterie dann nach 10 Jahren ihre Leistung verliert und nach weiteren 5 Jahren ersetzt wird. Das Recycling lohnt sich nur bei Mobiltelefonakkus nicht, weil der Ertrag den Aufwand nicht rechtfertigte. Bei den großen Autoakkus wird die Wirtschaft aber schnell Recyclinganlagen schaffen, noch schneller wenn die Politik entsprechende Anreize schafft. Klar, am besten steigen wir alle morgen auf das Fahrrad, hinsichtlich dessen, dass das nicht passieren wird, muss man wohl die Verbesserungen annehmen, die sich bieten.
  14. Aus dem Kohleausstieg wird am Ende ein Gasausbau, egal ob 2030 oder 2038, schon alleine weil bis 2030 kaum alle benötigten Trassen da sein werden. Das ist dann der Kompromiss der Zwangsweise aus "ich wünsche mir Wegfall von x durch Beschluss und nicht durch Entwicklung" und "technisch und rechtlich möglich" entsteht. Ein zurück-zur-Kernenergie kann ich mir in Deutschland nicht vorstellen, allenfalls nach einem echten Großblackout. Deutschlands Geografie wird hier schlussendlich einfach zum Nachteil. Für Gezeitenkraftwerke gibt es kaum geeignete Gegenden. Von Solar muss man wohl nicht ernsthaft reden. Die beste Lösung daher für Deutschland sind offshore Windparks und die Mühlen werden auch immer größer und produzieren immer mehr Strom, glücklicherweise auch recht stabil - jedenfalls stabil genug um mit zuschaltbaren Gaskraftwerken Schwankungen zu puffern. Dummerweise ist die einzige geeignete Lage dafür der Norden, zumindest solange die Niederlande nicht unter Wasser sind 😉 Ich frage mich allerdings, wie viele Elektroautos in Deutschland und anderswo tatsächlich bis 2030 auf den Straßen sind. Ein Fahrzeugdurchschnittsalter von rund 9 Jahren spricht eher gegen eine hohe Zahl, auf der anderen Seite, könnte der Zuwachs an Leihfahrzeugen in den Städten das ganze beschleunigen. Im LKW Segment sehe ich eher Wasserstoff kommen - die verlorene Zeit durch das Laden ist zu viel totes Kapital, erst recht wenn durch das autonome Fahren, der Fahrer und damit seine Lenkpause mittelfristig entfallen wird. Bzgl. Industrie: Die ist sowohl durch nichts tun in Gefahr wie auch durch zuviel oder zuwenig tun. Wenn ich mir ansehe wie das Thema und anderes immer weniger sachlich und immer mehr emotional angegangen werden, besteht durch nichts oder zuwenig tun, ein großes Reputationsrisiko. Die letzte Bayer Hauptversammlung war jedenfalls ein wares Shitfest, auch wegen der zahlreichen Proteste und nicht nur der Klagewelle in den USA wegen und VWs Aktivität fußt ja auch unter anderem auf dem Versuch sich "grünzuwaschen".
  15. Natürlich gibt es Angebot und Nachfrage, nur ist das Linienflugzeug letztendlich Public Transport, auf vielen, vor allem, kurzen Verbindungen sicherlich zwar kein optimales, dennoch ist eine gewisse Schwelle notwendig, damit tatsächlich auch nur ein Flugzeug am Boden bleibt. Da im nächsten Schritt das Risiko steigt, dass die Menschen dann einzeln ein Transportmittel nutzen, das in Summe möglicherweise schlimmer ist, ist der Wunsch nach Einschränkung beim Fliegen eben reichlich komplex und das ist, worum es mir ging. Die internen Verwicklungen wie Slots an Flughäfen oder die Weiternutzung der Maschine auf Folgestrecken erhöht diese Schwelle dann weiter. Mein Beispiel mit den Kanaren solltest du nicht allzu wörtlich nehmen, ich dachte, das sei klar. Worum es mir ging, ist, dass man zu Hause viel eher direkt Verursacher ist. Heizen, Warmwasser, das eigene Auto. Das sind alles Dinge, bei denen man die CO² Emissionen im Griff hat, weil man eben direkter Verursacher ist. Bei anderen Dingen erscheint es mir zielführender, dass die Technik emissionsärmer wird und die Politik ggf. die Weichen stellt. Wasserstofflocks können Dieselloks ersetzen, wenn eine Elektrifizierung der Strecke nicht möglich ist. Ähnliches wird mit LKWs geschehen. Transportschiffe, auch wenn diese pro Tonne Fracht gar nicht mal so schlecht abschneiden, werden zunehmend mit LNG fahren (20 % weniger CO²).
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