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Jensemann

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  1. Wenn wir also mehr als eine Seite pro Sekunde an Beiträgen generieren, bleibt DIL bestehen?! Verlockend ...
  2. Nein, das bin ich schuld. Als Spekulant habe ich garantiert irgendwo eine Wette auf lungenkranke Kinder laufen - einfache Beute. Der nächste Sündenbock bitte 😉
  3. Natürlich ist das Problem größer, das hat aber auch nie jemand geleugnet. Allerdings muss man eben auch Monetäre- und Fiskalpolitik unterscheiden. Die EZB kann nur monetäre Politik machen, für alles andere ist eine Zentralbank nicht geeignet. Die fiskalische Seite (und vieles darüber hinaus) bleibt zum weitaus größten Teil bei den Mitgliedsländern und einige davon sind leider seit geraumer Zeit unregierbar oder haben eine lange Liste an Reformbedarf der nicht in einem großen Rutsch politisch vermittelbar ist. Siehe etwa wie Frankreich unter regelmässigen Protesten leidet, wie sich in Italien kaum bis gar nichts bewegt (wobei die Banken ihre Situation schon verbessert haben, im Gegensatz etwa zu den Deutschen), Portugal zwar politisch relativ stabil blieb und seine finanzielle Problematik stark verbesserte, aber immer noch wenig zukunftssicher erscheint, z. B. weil Planungsprozesse zu langsam laufen, was dringend benötigte Investoren abschreckt. Dabei aber nur auf die Südländer zu schauen, wie du das hier tust, ist zu kurz gegriffen. Auch Deutschland ist viel zu träge und kommt nicht in die Pötte. Wenn Gelder für Investitionen nicht abgerufen werden, weil Planungsarbeiten nicht in die Pötte kommen, man sich zu tode klagt (etwa gegen Schienen oder Windräder), dann ist das Ergebnis das gleiche, wie kein Geld ausgeben zu können. Hier durch Draghi eine Überforderung zu diagnostizieren, geht am Problem vorbei. Die ultralockere Geldpolitik bringt Opfer, klar, erkauft den Mitgliedsländern aber Zeit, ihre Probleme zu lösen. Die Opfer die es brachte mögen unschön sein, dies zu verhindern, wäre aber Aufgabe aller Mitgliedsländer gewesen und im Zweifel, ist die EZB gemäß ihrer Satzung der Geldwertstabilität verpflichtet, die sie als Inflation von knapp unter 2 % definiert und von der sind wir, auch aus oben genannten Gründen, bedenklich entfernt.
  4. Ja, mit Deal regelt das die Übergangsperiode, die übrigens auch verlängerbar ist, soviel dann auch zum Ende der Hängepartie ... die verschiebt sich dann nur auf die nächste Ebene. Johnson kann weiterhin so tun als ob, kann ein wenig weiter stänkern oder was er sonst so macht und muss immer noch keine echte Führung übernehmen.
  5. Jetzt lern auch endlich ich mal, was swing voter sind.
  6. Oder machen beides zusammen. Wer seine Steuern legal auf das mindeste drückt hat mehr zum Spenden oder kann es in Dinge stecken, die er allgemein für wichtiger hält als den Brexit zu finanzieren, als US-Bürger zahlreiche Kriege und so weiter. Natürlich ist die Erosion der Steuerbasis ein Problem, aber die Ursache ist komplexer als eine Moralfrage. Steueroptimierung betreibt fast jeder, der komplexere Einkünfte hat als "ein Job und ein Gehalt" und speziell wenn es um Auslandseinkommen geht, ist die Frage nachdem wem es gehört halt doch etwas komplexer. So ergibt sich die Möglichkeit der Steuervermeidung bei großen, vor allem digitalen Unternehmen, aus dem Grundproblem, dass das Unternehmenbesteuerungsmodell, das den Ort der Geschäftsführung als Steuerberechtigt ansieht, aus einer anderen Zeit stammt, in der, der Handel weitaus nationaler, oder gar regionaler war und das Internet nichtmal als Traum existierte. Das führt dann auch dazu, dass sich die EU und die USA um dasselbe Geld streiten, dass Apple, Google und Konsorten auf kleinen Inseln parken. Den eigentlich sinnvollen paradigmen Wechsel, die Besteuerungsbasis dort zu veranschlagen, wo der Umsatz stattfindet, will dann aber doch keines der betroffenen Länder gehen, denn da wäre dann auch das Thema Steuerpflicht der ansässigen exportierenden Wirtschaft auf dem Verhandlungstisch. Auf privater Ebene kennen viele im Ausland lebende US-Bürger die Probleme der sich ergebenden Bürokratie durch Steuerpflicht in unterschiedlichen Ländern. Aus UK Sicht allerdings, ist das Land ja nutznießer der Non-Dom Regelungen. Durchschnittlich 100 000 GBP pro Kopf der Non-Dom Bevölkerung fließen in die Staatskasse, Menschen die ohne diese Regelungen nicht im Land leben würden. Bestätige. Lissabon hat auch eine interessante aufkeimende Startup Kultur.Ausgesprochenn tolle Stadt, ach was sage ich, tolles Land.
  7. Die Schweiz funktioniert zu gut, da werde ich nie warm mit. Ich brauche das latente Chaos und das Wissen, dass alles in kurzer Zeit zusammenbrechen kann. Im Ernst, Malta gefällt mir, wird aber auch schnell langweilig. Dann brauch ich wieder einen Monat woanders. Das Land hat aber viel Geschichte zu bieten und ist schon alleine daher einen Besuch wert. Ich würde allerdings von den heißesten Sommermonaten ggf. abraten, ausser man ist wirklich Hitzeresistent. Zum einen ist legale Steuervermeidung bedeutend komplizierter als Offshore-Accounts, zum anderen geht es bei den Sorgen wohl vor allem um die Non-Dom Besteuerung auf remittance basis, die UK vor allem für viele wohlhabende mit großen Auslandseinkünften so beliebt macht, weil es sowohl Steuern wie auch steuerrechtsverursachte Bürokratie reduziert. Die Möglichkeiten der (legalen) Steuervermeidung durch (Offshore) Holdingstrukturen beim Immobilienbesitz wurden ja bereits unter Cameron/Osborne durch die Schaffung der Annual Tax on Enveloped Dwellings stark beschränkt.
  8. Malta. Ich wollte die hübschen roten Telefonzellen nicht aufgeben 😉 Man muss so einen Kulturschock ja schon klein halten. Spaß beiseite, Malta bot mir steuerlich mit den großzügig gestalteten Non-Dom Regeln mehr als die Schweiz. Die Schweiz bietet sich primär dann an, wenn man sein Geld aus tatsächlich im Ausland befindlichen und dort geführten Unternehmen bezieht. In Malta kann ich einen Betrieb aus Malta heraus führen und sowohl das Unternehmen, wie auch mich selbst als Nicht-domiziliert besteuern lassen und bekomme dann auf die corporate tax 6/7 zurück erstattet. Mal rein vom steuerlichen her, möchte ich aber auch nicht in der Schweiz leben. Ist nicht so wirklich meine Welt.
  9. Ich finde es immer auffallend, dass solche Artikel in dieser Art und Weise nicht in seriösen Blättern der Finanzbranche erscheinen, sondern primär in diesen Unterhaltungs/Meinungsmacherblättchen. Sowenig ich von Corbyn halte, Brexit wird mittlerweile zu weitaus mehr Kapital- und auch Wohlstandsflucht beigetragen haben, als ein möglicher Corbyn, bei dem man gar nicht weiß ob und und in welcher Koalition und Stärke. Ich schreibe das allerdings bereits aus meinem 5% Steuerdomizil, dass ich seit Januar mein brexitbedingtes zu Hause nenne. Was der Artikel eben so schön unter den Tisch fallen lässt: Wer über substanzielle Mittel verfügt, wird immer auch Pläne machen um auf politische Veränderungen zu reagieren. Alles andere wäre fahrlässig. Das heißt aber halt nicht, dass so was auch gleich umgesetzt werden würde. Ebenso wie ein Bullshit Johnson durch das Parlament in gewisse Schranken verwiesen wird, wäre das ja auch mit Corbyn der Fall. Mal abgesehen von Etwaigen Koalitionsbeschränkungen. Das ist dann eben der Unterschied zwischen dem Angedrohten Versprochenen und der realen Umsetzung. Brexit war das größte Geschenk, dass man Spekulanten (wie mir) machen konnte. Aus finanzieller Sicht, müsste ich eigentlich dafür sein, dass Johnsons Deal durch kommt, dann blutet das Land noch was länger in mein Portemonnaie.
  10. Finde das auch sehr schade. Ich habe London (und das UK) zwar im Januar in Richtung Malta verlassen und vermisse die Stadt fast täglich, lese aber dennoch oder gerade daher gerne im Forum mit oder schreibe auch ab und zu mal etwas. Ich hoffe, das wird etwas mit einem Ersatzforum, denn auf Facebook bin ich mittelprächtig allergisch. Ich nutze es eigentlich nur um über bestimmte Clubs, Musiker und dergleichen informiert zu bleiben. Bei der Idee, darüber ernsthafte Kommunikation zu betreiben, bekomme ich Pickel. An dieser Stelle aber auch von mir, noch mal Dank an Stonki, Cartoonist und Jade, für den Betrieb dieses Forums, dass mir 2014 als ich nach London kam, durchaus öfter mal hilfreich war. Brexit means breaks it, habe ich neulich mal gehört, es bleibt das Gefühl, dass dies auch auf das Forum zutrifft.
  11. Alle seine Aussagen sind für die Ohren seiner Wähler bestimmt: Backstop undemokratisch er erwartet, dass die EU bald nachgeben wird Irland soll temporär so mehr oder weniger aus der EU austreten die USA müssten in einem Handelsdeal mit dem UK Kompromisse eingehen (Stichwort: NHS) ich habe garantiert noch was vergessen. BoJo ist ein talentierter Rattenfänger und nicht dumm. Er weiß, dass er die Wahl hat zwischen dem Diktat der EU/Irland, wenn er mit Deal raus will und der kurzen Leine von Donnieboy und seinen Strippenziehern, wenn das UK ohne Deal über die Klippe geht. Da geht es nicht nur um den NHS, sondern auch um das komplette Mittragen der US-amerikanisch-republikanischen Außenpolitik, also Iran, Russland und vielleicht auch China. Weiterhin wird ihm aber auch klar sein, dass es auf US-Seite fraglich ist, einen Vertrag durch den Kongress zu bekommen. Die Demokraten kündigten ja schon Widerstand an, solange die Irlandproblematik nicht beigelegt ist. Mein Geld ist auf Neuwahlen, mit der Mehrheit von einem Sitz ist nichts anzufangen. Er hat das Problem von Frau May geerbt.
  12. Sag mal Snoopey, wie stehst du eigentlich zu Norwegens Vorstößen CO² abzusaugen und in alten Ölfeldern zu speichern. Planst du schon das anbohren dieser, damit der mobile Gartenmarkt in deinem Man with a van Betrieb nicht eingeht? Du scheinst dich ja bereits vor einer CO² Knappheit zu fürchten. Du kannst natürlich gerne lachen, am besten bis dir der Sauerstoff ausgeht, für ein letztes CO²-hurra schieben wir dich dann ins Krematorium.
  13. Von der Leyen war eine Idee von Macron. Nachdem er Weber verhindert hat und sich negativ über Weidmann äußerte, musste er etwas tun um die Beziehung zu Berlin zu kitten und zog ihren Namen aus dem Hut. Für Macron ist die Personalie auch interessant, weil sie für eine Verteidigungsunion ist. Nach Brexit ist Frankreich das einzige EU-Land mit Atomwaffen und daher ein wichtiger Eckpfeiler eines solchen Vorhabens. Davon abgesehen, muss die Personalie, wie Pavel schon schrieb, durch das Parlament bestätigt werden. Über die Demokratie sorge ich mich, wenn man dafür mehrere Anläufe braucht und bei jedem Versuchen ihren Namen minimal anders schreibt 😉
  14. Bzgl. CO² Steuer: Ich mag die Idee einer CO² Dividende zur Umverteilung von Starkverschmutzern zu Wenigerschmutzern, so lässt sich auch dem Problem sozialer Tumulte begegnen. Was mir an der üblichen CO² Steuer ohne diese Umverteilung missfällt, ist das enorme benötigte Fingerspitzengefühl der Politik, genau die zu entschädigen, die mit ihrem Kleinwagen von der Pampa zur Arbeit kommen müssen und ähnliches. https://www.project-syndicate.org/commentary/carbon-dividend-better-than-tax-by-mark-paul-and-anthony-underwood-2019-05 Norwegens Idee der Beimischung ist interessant. Ich hatte mich neulich erst in die sehr begrenzten Möglichkeiten der Kerosinbesteuerung eingelesen um solche Biokraftstoffe konkurrenzfähiger zu machen. National sorgt die Kerosinsteuer nämlich nur zu Umwegen mit vollgetankteren Maschinen, also mehr Ausstoß und international ist die Besteuerung deulich erschwert, weil das alles auf die Chicago Convention von 1944 zurückgeht. Ich glaube nicht, dass man das knacken kann, weil sich zahlreiche Länder in und außerhalb der EU sich durch Nichtteilnahme quasi über Nacht zum Airlinehub ausbauen könnten. Für kleine Inseln wie Malta etwa, ist das auch eine enorme Chance, das würden die sich kaum entgehen lassen, aber auch Polen könnte sich unproblematisch etwas Wohlstand von Deutschland oder Frankreich "klauen".
  15. Nein, mir fällt auch bei jedem Besuch auf, bin gerade da, dass Menschen oft unvermittelt im Weg stehen bleiben, z. B. in Ausgängen oder unvermittelt auf der Straße und ich bin nicht der Einzige, habe da erst neulich mit jemandem drüber gesprochen.
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