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Jensemann

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  1. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Das Auf und Abwerten ist auch ein Scheinargument. Die Abwertung ist keine Lösung, sondern eine kurzfristige Schmerztablette, die Inflation holt einen ja später wieder ein. Das Problem mit dem Euro liegt woanders. Wir haben einen fixen Leitzins, der gilt für alle, aber die Bond-Auktionen sind national. Länder gehen nicht Pleite, weil die kein Geld mehr haben, sie gehen Pleite weil sie sich die Neuverschuldung nicht mehr leisten können. Griechenlands (und die anderer Länder) Neuverschuldung driftete weit ab vom stabilen Norden und Geld konnte ungehindert in anderen (stabile) Euro und EU Länder abfließen. Einiges ist in Deutsche Immobilien geflossen, anderes, von Griechen die ihr Geld nicht nur aus Griechenland sondern auch aus dem Euro raus haben wollten, unter anderem nach London. Anderes Geld floss in Deutsche Bonds, also Deutsche Schulden. In diesem Sinne ist dann natürlich die Kritik das Deutschland sich nur wegen der Krise im Süden teilweise zu negativzinsen verschulden konnte richtig. Auf der anderen Seite, schützte die Deutsche Schuldendisziplin das Land vor dem ausnutzen dieses Umstands und damit selbst der Anhäufung von Schulden, einer Versuchung die Griechenland ja nach Euro beitritt selbst erlegen ist. Im Prinzip geht es darum auch bei dieser Eurobond Diskussion, die ja hin und wieder mal aufkommt, durch die gemeinsame Verschuldung würde diese Differenz effektiv wegfallen, gleichwohl muss dies mit (mindestens) fiskalen Durchgriffsmöglichkeiten einhergehen ... ich sag nur siehe Italian Budget ... Dennoch ist das Kernproblem Griechenlands, wie Schwabe schon schrieb, die Korruption, fehlende Wettbewerbsfähigkeit, zu großer Staatsapparat, Steuerhinterziehung - kurz: strukturelle Probleme. Speziell Steuerhinterziehung finde ich faszinierend. Während in UK HMRC der Bearbeitung wegen Kürzungen nicht hinterherkommt, konnte man in Griechenland trotz einem riesigen Staatsapparat locker flockig sich um seine Steuern drücken und einen funktionierendes Land register existierte ja auch nicht, siehe auch https://www.reuters.com/article/eurozone-greece-cadastre/insight-typically-greek-delayed-land-register-is-never-ending-epic-idUSL8N12E1Z520151018 Da fragt man sich dann, was die vielen Beamten so getrieben haben.
  2. Jensemann

    Settled Status hängt von Apple ab.

    Ach so haben die Google das mit dem HQ schmackhaft gemacht. Langsam versteh ich das neue Geschäftsmodell des Landes und ich hatte mir schon Sorgen gemacht ...
  3. Jensemann

    Migration Advisory Committee report: EEA migration

    Das passt sehr gut in die heutige Zeit, idT. sehen viele ihre Parolen ja nicht als Ausländerfeindlich an, sondern als Aufforderung zu mehr micromanagement, wobei diese Leute auch das anders bezeichnen. Gott ich hab einfach sowas von keine Lust mehr. Langsam versteh ich warum Richard Branson eine eigene Insel hat.
  4. Jensemann

    British first?

    Ich verfolge jetzt nicht so genau die Kostenentwicklung des Britenpasses, aber von einem einfachen Standpunkt der Risikovermeidung schätze ich macht es mehr Sinn sich den Mist anzutun als es nicht zu machen, zumindest wenn man hier bleiben will. Weder werden Ausländer demnächst oder langfristig mehr Rechte bekommen als jetzt, noch werden die Kosten für die Einbürgerung fallen. Ebenso kann man sich derweil noch sicher sein seinen Deutschen Pass behalten zu können und vollkommen egal wie man zum UK oder zu Deutschland steht, zwei Pässe sind auch eine Versicherung für die Zukunft. Es braucht schließlich ja nur ein Referendum um die politische Stabilität und Planungssicherheit ins Klo zu spülen.
  5. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Rücknahme kann nur akzeptiert werden wenn die uns Boris am Kreuz liefern. Geschüttelt nicht ... nee das muss anders: Genagelt nicht geknotet. Mal ganz im Ernst: Was ich ja spannend fände bei einer Verlängerung sind die EU Wahlen im kommenden Mai. Das könnte echt spannend oder auch ätzend werden, je nach persönlicher Präferenz, Gestaltung dieser Unmöglichkeit, Nervenkostüm und Ausgang. Je nach Ausgang könnte es auch die Politik beeinflussen, oder die Spaltung weiter zementieren.
  6. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Naja, Labour könnte dann ein weiteres Referendum einberufen und die Tories können als EU-Hasser in die Opposition. Einen gescheiten Brexit Plan erwarte ich von keiner Partei weil es sowas logisch eben nicht geben kann. Mal ungeachtet der generellen Fragwürdigkeit der Idee Deals in der Welt zu finden die sowohl verminderten Handel mit der EU kompensieren und dazu noch was oben drauf legen, mindert die Ireland Problematik die Bewegungsfreiheit ohnehin schon. Ich finde aber schon die Einleitung des Spiegel Artikel etwas Realitätsentfremdet: Was für einen Kurs denn bitte? Einen UK Intern "ausgehandelteten sogenannten Deal" der die EU redlines ganz bequem ignoriert und dem die EU daher nicht zustimmen kann? Echt putzig. Aber macht nur weiter. Ich könnte wieder etwas Bewegung in den GBP Währungspaaren brauchen. Ich bin auch bereit mein künftiges Haus "Brexit Palazzo" zu nennen.
  7. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Ich halte no-deal nicht für wahrscheinlich. Nicht weil ich glaube die werden vorher zu etwas kommen weil die fähig sind, sondern weil der Druck kurz zuvor am größten wird eben weil diese Szenarien so übel aber dennoch realistisch sind. Für UK wohlgemerkt, die EU kann sich no-deal leisten. Der größte Vorteil in einer Verhandlung ist wenn du nicht musst. Vor y2k haben Menschen vorgearbeitet um das Problem zu umgehen. Bei no-deal stellt sich indes eher die Frage wie schnell nachgearbeitet werden würde/könnte wenn es zu einem kommt. Der initiale Schock hat eigentlich nicht viel mit schwarzmalerei zu tun, ich halte es allerdings gleichfalls nicht realistisch das sich diese Probleme über Monate ohne irgendwelche Übergangsverträge hinziehen würden. Ein Flug einen Tag nach cut-off kann da sehr wohl darunter leiden - die Welt ist kompliziert und Landerechte, Versicherungen usw. sind heute essentiell. Brexit ist der Versuch die Tischdecke vom Tisch zu entfernen ohne dabei das umzuwerfen was drauf steht.
  8. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Naja, nach Brexit bleibt euch nur noch das Schlauchboot. Auf einen no-deal, falls es zu einem kommt, hat sich keiner eingestellt. Eigentlich bleibt nur noch abblasen, verlängern oder eine off the rack Lösung ala Norway. Ein no-deal wird jeglichen Schiffs, Bahn und Flugverkehr zum erliegen bringen weil Versicherungen und ihre Underwriter sich in einer nie eingeplanten Lage befinden werden und kaum einer wird ein Schiff, einen Zug oder einen Flug, noch dazu mit Passagieren, zulassen wenn die Versicherung nachher nicht für Schäden aufkommen würde. Was nicht bedeutet das ich mit no-deal rechne, aber praktisch ist es weniger Risiko vorher als nachher zu reisen.
  9. Jensemann

    Von der Themse an die Elbe

    Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job und Stadt. Wohnung (wenn Miete) könnte auch Sinn machen abseits von Maklern zu gucken. Seit den Reformen wer den Makler zahlt ist durchaus eine ganze Menge in die Selbstvermarktung gerutscht.
  10. Ja. Das Problem beim Vertrieb ist aber nicht nur Sprache, es sind auch Feinheiten der Geschäftskultur. Die Fettnäpfe in die mein damaliger Vertriebler in Österreich getreten sind mochte ich gar nicht mehr zählen. Vertrieb ohne native (aus Kundensicht) abzudecken ist schwer. Je mehr bla bla bis deal, desto schlimmer wird das. Man punktet so einfach weniger, egal wie toll die Technik und wie geil die Referenzkunden. Menschen treffen Entscheidungen seltenst rein objektiv.
  11. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Ich würde empfehlen die 1,90 zu ignorieren. Das war ein Ausreisser ausgelöst durch die ersten QE Implementierungen in den USA nach dem Financial meltdown. Der peak korreliert zeitlich mit QE in den USA und kurz danach in UK.
  12. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Ich glaube darum geht es ihm nicht. Diese ganze Extremistensuppe die zZ. an vielen Stellen hochkocht ist allerdings viel mehr ein Symbol von Unzufriedenheit als von ideologischem Rassismus, durchdachter EU Skepsis, oder anderen Dingen. Die EU, genau wie Immigranten, Flüchtlinge und keine Ahnung was noch sind einfach nur die Sündenböcke auf die man alles schiebt. So wurde Brexit ja auch vermarktet: Danach haben wir alles selbst in der Hand (und können folglich alles richtig machen). Auch das Gerede von red tape geht in die selbe Kerbe. Einen Sündenbock herzeigen. Sündenböcke funktionieren aber nur wenn die der Wähler sie nicht versteht. Keiner würde hier schreien wenn es darum geht das granny ne Kugel in den Kopf bekommt um die Rentenzahlungen zu senken und Ärzte zu entlasten. Also brauchts Immigranten die angeblich mehr kosten als sie einbringen. Gerne auch mal "gimmegrants" bezeichnet (den letzten Kommentator dieser art hab ich in der Themse ersoffen - nein, hätte ich aber gerne). Bei Trump, wie bei Brexit und dem Euro-Skeptizismus in einigen Mitgliedsländern geht es um Anti-establishment auf der Basis eines Sündenbocks. Die Leute merken durchaus das deren Lebensstandard immer mehr in Gefahr ist. Zumeist natürlich die Fabrikarbeiter die immer unwichtiger werden und immer öfter Kostenstelle als Wert des Unternehmens sind. Jeder Unternehmer versucht mit so wenig Personal wie möglich auszukommen (mach ich selbst mit meinen Immobilien in Deutschland so). Das war sicherlich schon immer so, die Möglichkeiten haben sich aber technisch geändert. Teils durch Automatisierung, teils weil immer effizientere (langstrecken) Transporte das outsourcing ermöglichen. Wie sagte einer der Ing. (Automatisierung Technik und sowas) der früher mit mir in Deutschland arbeitete wenn er danach gefragt wurde was er tatsächlich macht: "Ich vernichte Arbeitsplätze". Das war nicht ganz ernst gemeint, dennoch in gewissen Aspekten wahr. Eine effizientere Fabrik macht mit weniger Leuten mehr Arbeit. Das ist die definition eines guten teils dieser Effizienz. Ein anderer Teil, zu dem ich selbst mit meinen QM/QS Produkten beigetragen habe, ist der interne Druck durch protokollierte Arbeitsleistung. Wegen mir weis das Management in München wie schnell die Klofrau in Berlin war. Mindestens ein LKW Fahrer wurde auch wegen meinen Produkten entlassen. Er verbrachte jeden zweiten Tag Arbeitszeit bei McFit. Das interessante, perfide und komplexe daran: Es ging gar nicht darum die effizienz dieser Leute messen. Das war ein Nebeneffekt von Dokumentationswünschen und Pflichten, die eben auch Zeiten beinhalteten. So fällt natürlich auf wenn Putze Trude schneller ist als Hannelore und wenn Fahrer Gerd alle 2 Tage 90 Minuten auf dem Parkplatz von McFit steht. Hängt mich höher! (Gerne so auf Penthouse Höhe, ich mag Aussicht!)
  13. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Kannst du das "besser" für gut situierte etwas ausführen? Ich habe den Eindruck man kann hier eher mehr von seinem Geld behalten als speziell in Deutschland oder gar Frankreich, aber warum sollte es ansonsten besser sein als etwa München. Klar, persönlich fallen mir viele Dinge ein, die sind aber eher sehr subjektive Faktoren. Steuertechnisch betrachtet hat sich UK durchaus verschlechtert - da fallen einige Länder in und um EU besser ab, die etwa am vernageln des non-dom Systems nicht teilgenommen haben.
  14. Jensemann

    Brexit. Wie geht´s weiter?

    Ja, ich habe nachdem ich das schrieb dann an die Mörderzinsen in der Türkei denken müssen (17,75%). Die scheinen aber dennoch nicht so wirklich zur Kurspflege beitragen zu können. Von den 2% Richtwert können die sich mit no-deal verabschieden, unabhängig von der central bank policy. Da wird einfach nichts mehr draus. Importierte Inflation vs. gesteigertem Preisdruck der Export Wirtschaft. Carney wird schon wissen warum er heim will. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera wird er sich eher nicht ausgemalt haben als er den Job antrat. Natürlich kann man das Problem auch anders lösen. Man kürzt die Gehälter. Der Mindestlohn müsste weg nach no-deal, dann hätte der exporteur etwas Luft gewonnen.
  15. Jensemann

    Denke daran, schaff Vorrat an - Vorschlaege?

    Kauf dir lieber ein Boot oder besser ein Gibbs Quadski - letzteres kannst du sicher wegschließen und als Quad zur besten Fluchtstelle fahren. Nimm die größere Version, der Beifahrersitz könnte dir viel Geld einbringen. Im äussersten Notfall können dir alte Top Gear Ausgaben zeigen wie man mit einem Auto über den Kanal kommt. DIY Kurse könnten der Renner werden.
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