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Jensemann

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  1. Beides ist in der Tat Mangelware in Deutschland, speziell Letzteres krankt aber leider massiv an 2 Problemen: zu viele Köche und zu wenig Zusammenarbeit. Der ÖPNV in Deutschland ist regionaler Patchwork, trotz Verkehrsverbänden. So passiert es dann, dass die Straßenbahnen in Krefeld (teilweise Leerstand und Verfall) eine andere Spurweite als die in Düsseldorf haben, wo nicht selten 13 € pro m² und mehr fällig werden (normale Wohnungen, keine schicken Neubauten). Busse fahren auch keine, es existiert eine direkte Zugverbindung, die ist nicht selten proppevoll und eine Straßenbahn, die eine eigene Schiene befährt. Da UBER und andere Fahrdienste, die man ja durchaus auch etwas weniger flexibel mit kleinen Bussen als großes Sammeltaxi konzipieren könnte, aber im regulatorisch steifen Deutschland böse sind, muss man auf die Deutsche Bahn und andere Halbmonopole warten. Noch dazu ist die Schaffung von Infrastruktur wohl noch unbeliebter als Neubauten, die einen Bezirk weiter verdichten, irgendwer muss dabei nachgeben, zwangsweise, man kann es nicht beiden Seiten recht machen. Entweder wir bauen Häuser, wo schon welche sind oder wir bauen Verkehrsadern nahe oder durch bewohntes Gebiet. Unterirdisch dauert so lange, dass es lediglich der zukünftigen Verkehrsentlastung dienen kann. Sollte beides passieren, aber nur eines löst die Probleme halbwegs zeitnah und die weitere Verdichtung am schnellsten und mehr Kitas sind wohl billiger als Straßen und Bahnhöfe, schneller ohnehin. Interessant fände ich die Aufstockung durch Fertigelemente auf Flachdächern. Das wäre bei entsprechender Menge wohl auch wirtschaftlich konzipierbar, die Dachausbauten scheitern leider oft am Brandschutz, wo sich die Frage stellt, ob hier Lösungen denkbar wären. Da müsste die Politik zusammen mit der Wirtschaft und Fachleuten für Brandschutz ran.
  2. Ich kann als FDP Wähler mit der SPD nichts anfangen, allerdings würde ich Kühnerts Unfug nicht der SPD zuschreiben wollen, er bekommt nicht grundlos auch genug Gegenwind aus den eigenen Reihen. Lasst ihn halt reden, er erschwert allenfalls seine eigene spätere Politikarriere in der Partei, falls er eine haben sollte. Grundsätzlich sehe ich diese Debatte, oder auch die Deutsche Wohnen Enteignungsdebatte in Berlin wie übrigens auch Brexit, nach dem Prinzip, dass jeder der etwas ändern will, begründen können muss, warum und was dies bringen soll. Einfach nur irgendeiner Ideologie zu folgen, bedient dann allenfalls ein Bauchgefühl. Bei diesen Kollektivierungs- oder Enteignungsdebatten, ist das Bauchgefühl wohl zu beschreiben mit „da ist irgendwas ungerecht“. Das mag es sogar sein, diese Vorschläge lösen aber das Problem nicht. Wir reden von Enteignung, präzisiert ist es aber eine Wegnahme gegen Entschädigung. In all diesen Fällen, egal ob BMW oder Deutsche Wohnen, also eine massive Steuergeldverschwendung. Den Marktwert von BMW können wir an den Aktien ablesen. Immobilien in Berlin werden zunehmend über den Daumen gepeilt mit rund 30-35-fache erzielbarer Jahresmiete ausgehend vom aktuellen Marktpreis bewertet. Das Verfahren dauert Jahre, würde wohl eh zu nichts führen außer Investoren abzuschrecken, schlussendlich aber, könnte man mit dem Geld zweifelsfrei besseres anfangen, z.B. gleich Wohnungen bauen (vorausgesetzt, man macht es nicht wie beim BER, sonst sind das nachher Sozialbauten mit einem m² Preis von Monte Carlo nur ohne Blick auf Casino und Mittelmeer). Übrigens kostet das Bauen in Berlin und Brandenburg mittlerweile durchschnittlich über 3000 € pro Quadratmeter (teilweise mal um rund 500 € in 2 Jahren gestiegen) und das ist nicht der Spekulation um Grundstückspreise geschuldet, sondern schlichtweg Wärmedämmung, Brandschutz, viele Fachleute für immer mehr Spezialitäten am immer komplexer werdenden Bau, Haustechnik, Schallschutz, Arbeiter, Gerüstbau, Beton und Bitumenpreise. Nein, ich rede nicht von Luxus oder Penthouse Flats am Prenzlauer Berg und Mitte, 3000 € pro Quadratmeter für modernen Standard (Entnommen einem Berlin/Brandenburgischem Bauverband). Alleine die letzte Änderung der ENEV hat die Preise um rund 7 % angehoben (das ist der Beitrag deutscher Mieter zur Energiewende). Wer da nach dem Bau von sozialverträglich bepreistem Wohnraum fragt und den Sündenbock bei Spekulanten sucht kann nicht rechnen. Diese 3000 € müssen durch Miete wieder rein kommen, das kann nicht durch 7 € pro m² und Monat geschehen UND DA IST ES EGAL, WEM DIE HÜTTE GEHÖRT. Dennoch würde der Bau aber helfen, denn es konkurriert in den Großstädten, da nehmen sich Berlin und London nicht viel, jeder mit jedem um denselben Wohnraum, der Vermieter passt sich dem Bedarf an und modernisiert, um die besten Mieter abzubekommen, auf der Strecke bleiben Normalverdiener und alles darunter. Der Neubau nimmt daher in jedem Fall Druck vom Markt. Was machen wir stattdessen? Wir führen Debatten darüber, wem der Bestand gehören soll, die sehr nach Klassenkampf, Sündenbock und Neid stinken und Anwohner wollen keinen Neubau, weil schon jetzt zuwenig Kitas da sind. Tja, so wird das dann nichts. Als Vermieter sag ich schonmal Danke für die nächste Mieterhöhung, die bekomme ich pünktlich alle 15 Monate durch. Übrigens hat die Wohnungsnot nur begrenzt mit Zuwanderung zu tun, die Urbanisierung nimmt in Deutschland so wie überall anders auch zu (die Bevölkerungszahl weist keinen starken Anstieg auf), das ist eine überwiegend wirtschaftliche Folge. Die Produktion nimmt ab bzw. braucht weniger Muskel und die Bildung wird wichtiger, diese Arbeitsplätze sind in den Städten, nicht in Fabriken im Ruhrpott und es ist nicht nur „billiges Geld“, das hat nämlich primär erstmal den Kaufpreis gehoben, weil es die Finanzierung erschwinglicher machte, es haben seit der Finanzkrise auch die Studentenzahlen zugenommen – die jungen Leute sind nicht blöd, die wissen, dass das Geld morgen mit dem Kopf gemacht wird und nicht in einem wirtschaftlich krepierendem Rustbelt voll von degenerierten Trumpern in den USA, Brexshittern in UK oder Alternative für faschistische Debilen Wähler in Teilen Deutschlands. Nebenbei bemerkt, wird der größte Anteil verfallenden Wohnraums in Deutschland nicht auf Spekulanten entfallen, sondern auf zerstrittene Erbengemeinschaften, aber die sind eben kein so toller Sündenbock. Als jemand der regelmäßig für Zwangsversteigerungen nach Deutschland fliegt, um sich kapitalistisch durch die Schaffung/Erhaltung/Rückgewinnung von Wohnraum im Bestand zu bereichern, ist das sozusagen mein Spezialgebiet. Unbequem aber wahr, auch die vielen Rentner in Deutschland, die nach Auszug der Kinder in viel zu großen Wohnungen leben geblieben sind, stehen einer gerechten Nutzung des vorhandenen Wohnraums im Wege. Junge Familien ziehen ihren Nachwuchs in 40 m² ohne Kinderzimmer auf. Darüber zu sprechen traut sich natürlich keiner, die guten Wähler! Es sind kapitalistische Wohnungsunternehmen in Nürnberg und anderswo die derweil Wohnungstauschaktionen anregen, auch unternehmensübergreifend, keine einzige Partei, egal ob sie Sozial im Namen mit sich rumschleppt oder nicht, trägt irgendetwas dazu bei. Übrigens, wer an BMW teilhaben will, der kann sich Aktien kaufen, auch ohne auf Juso Kevins Tagträume zu warten. Sorry, ist etwas lang geworden.
  3. Nein, heißt es nicht. Zollfrei mag schon sein, nämlich wenn sich UK der Zollunion unterwirft, also im Prinzip entsprechend dem Backstop, nur gewollt. Was das nicht miteinbezieht, ist der vollständige europäische Binnenmarkt für Dienstleistungen, denn den gibt es in der Tat erst mit Free movement, auch erfordert alles zumindest eine gewisse Unterwerfung unter den EuGH (ECJ). Was UK wollte, war alle Freiheiten, aber ohne alle diese Pflichten. Interessanter finde ich, dass bei Teilnahme an der Zollunion das große nicht-xenophobe Argument für den Brexit kollabiert: eigene Tradedeals. Zollfrei aber ohne Zollunion, also im Sinne eines vollständigen free trade agreements, würde auf UK-Seite immer noch massive wirtschaftliche Probleme auslösen und auch die Irland Problematik nicht lösen, denn der EU Markt müsste vor Drittland Importen geschützt werden, genau wie der UK-Markt außerhalb der Zollunion. Mit anderen Worten: kein Gewinn für UK, sondern Schadensminimierung bei massivem Verlust an Mitspracherechten auf ganzer Ebene. Giving up control.
  4. Keine Sorge. Die Vorbereitung einer erneuten Wahl dauert wesentlich länger als eine Woche, zum anderen wird die EU einer weiteren Verlängerung zustimmen, solange ein Plan raus, aus diesem parlamentarischem Deadlock aufgezeigt wird. Neue Wahlen wären das. Die EU ist prinzipiell auch zu einer Verlängerung über die EU-Wahlen Ende Mai bereit, dazu müsste das UK aber an den EU-Wahlen teilnehmen, was May wohl als nächstes Druckmittel UK-intern nutzen wird. Ich würde vermuten, davon ausgehend das auch ein dritter Durchgang der Groundhog day Saga gegen sie läuft, dass eure nächsten Wahlen auf denselben Zeitraum und Zweck fallen wie die der 27 anderen Mitgliedsstaaten was durchaus ein interessanter echter demokratischer Test für Remain vs Leave ist, im Gegensatz zu irgendwelchen Petitionen. Es sei denn, die britische Brotkasten Corporation findet viele Wähler die Igor oder Vladimir heißen 😉
  5. Meine Vermutung: Wenn die EU das zur Voraussetzung einer substanziellen Verlängerung macht oder man so tun kann, als täte sie es. Dann wäre jeder britische Politiker halbwegs fein raus und kein "Verräter".
  6. Wer bis spätestens zum Abschluss des fünfzehnten Lebensjahres nicht komplett schämbefreit war, packt es nicht in der Politik 😉 Im Ernst, das Problem ist, die können halt auch nicht, wie sie gerne wollen. May versucht irgendwie ihre Partei zusammenzuhalten und sich selbst auf dem Stuhl, an dem permanent gesägt wird, von Menschen, die ihn gerne durch noch schlimmere besetzt sehen wollten, außer May ist gerade nützlich. Andere konnten sich nicht frühzeitig oder überhaupt hinter ein zweites Referendum stellen, weil ihre eigenen Wähler Leave gewählt haben. Noch dazu ist May's eigene Partei schwach, weil sie in den vorgezogenen Wahlen damals Sitze verloren und nicht dazu gewonnen hat, was das ursprüngliche Ziel war. Diese "eingekaufte Koalition" mit der DUP macht es sowieso nicht einfacher, noch dazu ist der Deal zwangsweise unattraktiv, weil Leave eine Blackbox war, in die man alles hinein interpretieren kann. Die ganze Kampagne lebte davon! Der Deal, bringt dieses Lügengebilde/Kartenhaus der Träume, nun in kontakt mit der Realität - Scheitern vorprogrammiert. Interne " Rebellen" machen dem ganzen nun den Garaus, denn eine Ablehnung hat Januar wie auch heute, den Charme, sowohl die Chance für No-Deal und auch für No-Brexit zu erhöhen. Dass ihr Deal keine dritte Chance hat, weiß sie, sonst hätte sie nicht sequenziell Abstimmungen für No-Deal und Verschiebung bekannt gegeben. Irre wird es, wenn beides abgelehnt werden würde.
  7. Das geht aber schon länger so. Umwege ließen mich am Rosenmontag im "Dorf" stranden
  8. Die Strategie ist das sie die nächste Abstimmung über ihren Deal so spät wie möglich abhält. No-Deal ist seit eh und je ein Druckmittel an den Remain Flügel im Parlament, die Befürchtung das man Brexit beenden könnte das Druckmittel um den Brexit Flügel im Parlament wie auch die ERG in den eigenen Reihen zur Zustimmung zu bewegen. Deswegen nimmt sie no-deal auch nicht vom Tisch. Ihren Deal hat sie erst verloren, wenn eine Alternative gewinnt und je weniger vorbereitet das Land auf No-Deal ist, umso eher bekommt sie ihren Deal am ende doch noch durch. Die Frage ist eher wie lange das Parlament noch zusehen will, wie sie die last-minute Erpressung in ruhe vorbereitet. May weiß das Brüssel ihr nicht entgegenkommen wird, erst nicht beim backstop. Laut ECJ Urteil kann May Brexit nicht alleine stoppen, dazu bedarf es laut ECJ dem demokratischen Prozess entsprechend der Auslegung in UKs Verfassung (oops). Entsprechender Indikatoren durch den Supreme Court müsste das Parlament abstimmen, Gesetz ist das aber nicht. Gut möglich das jeder Versuch der Beendigung am ende vom Gericht bestätigt werden müsste.
  9. Müssen sie sich halt entscheiden, was ihnen wichtiger ist, die EU oder der rest der Welt. Oh das war doch auch so ein Referendumsthema 😉 Die WTO Situation fliegt denen sehr wahrscheinlich bei No-Deal ohnehin um die Ohren, ich sag nur irische Grenze. An die Aushebelung der non discrimination rule als national security Sonderfall über (IIRC) Article 21, General Agreement on Tariffs and Trade glaube ich jedenfalls erst wenn ich es sehe. Ohnehin tue ich mich schwer mit der credibility dieser No-Deal Reaktionsplanungen. Die Regierung ist ja bereits durch das Referendumsergebnis Handlungsunfähig, das wird alles nicht besser wenn das Chaos wirklich ausbricht. Ungeachtet der Tatsache, das dieses Durchwinken ja noch lange nicht bedeutet, dass die EU das selbe tun würde (oder könnte). @suoyarvi Ich vermisse ja durchaus einige britische Biere 😉 Anyway, kennt jemand diesen Text schon? https://richardhutton.wordpress.com/category/brexit-was-the-result-of-a-corporate-lobbying-campaign-which-backfired/ Wurde mir wärmstens empfehlen, habe ihn aber selbst bisher nur kurz überflogen. Vielleicht lese ich ihn später endlich mal komplett.
  10. Ich hatte mich dieses Jahr auf einer Messe in Deutschland mit einer (sehr) sympathischen polnischen Dame unterhalten, als ich feststellte, dass 1. der hersteller an dessen Stand sie arbeitete aus UK kommt und wir 2. beide (noch) dort leben. Das Gespräch driftete dann bald in eine Art Brexit-Frustrations Therapie ab. Sie meinte das speziell die Polen ja mehr als deutlich herausgepickt worden als Immigrationsschreckgespenst und hatte merklich die Pappe auf. Die Frage ist natürlich auch, warum man sich überhaupt noch in einem Land aufhalten will das offenkundig ein Problem mit einem hat, zumal ja auch viele Remainer nicht ganz glücklich über die Einwanderung sind, noch dazu sind Polen, aber auch Bulgarien und Rumänien heute nicht mehr die Länder, die diese Personen damals verlassen haben. So hörte ich vor nicht so langer Zeit von einer Frau aus, oh gott was war das, Bukarest oder so, die meinte nach über 20 Jahren London hat sie mittlerweile interessantere Jobangebote in der alten Heimat und müsse sich dort keinem Hass aussetzen. Als Deutscher habe ich nie Probleme gehabt, dennoch war bei mir irgendwann um 2017 die Luft raus Erst habe ich viel Zeit auswärts verbracht, Berlin, München, Dublin, Amsterdam und Nice besser kennengelernt. Die Wohnung ist mittlerweile gepackt. Meine Partnerin hats satt, ich sowieso. Januar mit one-way-ticket letzte Fahrt nach Heathrow und raus. Wie sagte ein Bekannter von mir: Die 48% waren auch nicht klüger, die haben ihr Kreuz nur zufällig an der richtigen Stelle gemacht.
  11. Das Auf und Abwerten ist auch ein Scheinargument. Die Abwertung ist keine Lösung, sondern eine kurzfristige Schmerztablette, die Inflation holt einen ja später wieder ein. Das Problem mit dem Euro liegt woanders. Wir haben einen fixen Leitzins, der gilt für alle, aber die Bond-Auktionen sind national. Länder gehen nicht Pleite, weil die kein Geld mehr haben, sie gehen Pleite weil sie sich die Neuverschuldung nicht mehr leisten können. Griechenlands (und die anderer Länder) Neuverschuldung driftete weit ab vom stabilen Norden und Geld konnte ungehindert in anderen (stabile) Euro und EU Länder abfließen. Einiges ist in Deutsche Immobilien geflossen, anderes, von Griechen die ihr Geld nicht nur aus Griechenland sondern auch aus dem Euro raus haben wollten, unter anderem nach London. Anderes Geld floss in Deutsche Bonds, also Deutsche Schulden. In diesem Sinne ist dann natürlich die Kritik das Deutschland sich nur wegen der Krise im Süden teilweise zu negativzinsen verschulden konnte richtig. Auf der anderen Seite, schützte die Deutsche Schuldendisziplin das Land vor dem ausnutzen dieses Umstands und damit selbst der Anhäufung von Schulden, einer Versuchung die Griechenland ja nach Euro beitritt selbst erlegen ist. Im Prinzip geht es darum auch bei dieser Eurobond Diskussion, die ja hin und wieder mal aufkommt, durch die gemeinsame Verschuldung würde diese Differenz effektiv wegfallen, gleichwohl muss dies mit (mindestens) fiskalen Durchgriffsmöglichkeiten einhergehen ... ich sag nur siehe Italian Budget ... Dennoch ist das Kernproblem Griechenlands, wie Schwabe schon schrieb, die Korruption, fehlende Wettbewerbsfähigkeit, zu großer Staatsapparat, Steuerhinterziehung - kurz: strukturelle Probleme. Speziell Steuerhinterziehung finde ich faszinierend. Während in UK HMRC der Bearbeitung wegen Kürzungen nicht hinterherkommt, konnte man in Griechenland trotz einem riesigen Staatsapparat locker flockig sich um seine Steuern drücken und einen funktionierendes Land register existierte ja auch nicht, siehe auch https://www.reuters.com/article/eurozone-greece-cadastre/insight-typically-greek-delayed-land-register-is-never-ending-epic-idUSL8N12E1Z520151018 Da fragt man sich dann, was die vielen Beamten so getrieben haben.
  12. Ach so haben die Google das mit dem HQ schmackhaft gemacht. Langsam versteh ich das neue Geschäftsmodell des Landes und ich hatte mir schon Sorgen gemacht ...
  13. Das passt sehr gut in die heutige Zeit, idT. sehen viele ihre Parolen ja nicht als Ausländerfeindlich an, sondern als Aufforderung zu mehr micromanagement, wobei diese Leute auch das anders bezeichnen. Gott ich hab einfach sowas von keine Lust mehr. Langsam versteh ich warum Richard Branson eine eigene Insel hat.
  14. Ich verfolge jetzt nicht so genau die Kostenentwicklung des Britenpasses, aber von einem einfachen Standpunkt der Risikovermeidung schätze ich macht es mehr Sinn sich den Mist anzutun als es nicht zu machen, zumindest wenn man hier bleiben will. Weder werden Ausländer demnächst oder langfristig mehr Rechte bekommen als jetzt, noch werden die Kosten für die Einbürgerung fallen. Ebenso kann man sich derweil noch sicher sein seinen Deutschen Pass behalten zu können und vollkommen egal wie man zum UK oder zu Deutschland steht, zwei Pässe sind auch eine Versicherung für die Zukunft. Es braucht schließlich ja nur ein Referendum um die politische Stabilität und Planungssicherheit ins Klo zu spülen.
  15. Rücknahme kann nur akzeptiert werden wenn die uns Boris am Kreuz liefern. Geschüttelt nicht ... nee das muss anders: Genagelt nicht geknotet. Mal ganz im Ernst: Was ich ja spannend fände bei einer Verlängerung sind die EU Wahlen im kommenden Mai. Das könnte echt spannend oder auch ätzend werden, je nach persönlicher Präferenz, Gestaltung dieser Unmöglichkeit, Nervenkostüm und Ausgang. Je nach Ausgang könnte es auch die Politik beeinflussen, oder die Spaltung weiter zementieren.
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