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iheartlondon

DIL
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  1. [quote][color=#282828][font=helvetica, arial, sans-serif] Ich hätte damit gerechnet dass mein EUR Brutto Gehalt in etwa mein GBP Gehalt x 1.2 wäre. Laut Studie ist es aber ziemlich genau 1:1, i.e. GBP 100 wären EUR 100[/font][/color][/quote] Ich verstehe nicht genau, was du damit meinst. Google doch einfach mal nach den Durchschnittsgehaeltern in der jeweiligen Stadt oder im Umkreis, in den du ziehen wirst, bevor du in die Gehaltsverhandlungen gehst. Pass auf dass du nicht zu niedrig reingehst. Ja, die Lebenshaltungskosten sind teilweise deutlich geringer, aber eben auch nur teilweise. Staedte wie Frankfurt oder Muenchen sind verdammt teuer,vorallem was die Mieten angeht. Und vergiss nicht, wieviel man in D an Steuern und Sozialversicherung bezahlt! £40K in UK bringen dir netto £2463 monatlich, in D €40K nur €2050 (als Single ohne Kinder).
  2. Ich moechte nicht von 1100 Euro im Monat leben muessen. Ich "struggle" hier mit 1600 netto in Frankfurt und wohne schon in einer WG. Alle meine deutschen Freunde erzaehlen mir wie toll ich es doch habe und das Geld reiche doch um einmal im Monat irgendwo schoen essen zu gehen. Ja, ich jammere grad auf hohem Niveau aber so hatte ich mir mein Leben nicht vorgestellt hier. In London wo es weitaus teurer ist hatte ich viel mehr verdient, auch weniger Tax/NI, dadurch konnte ich ein sehr angenehmes Leben fuehren. Ich habe das Gefuehl die Deutschen moechten gar nicht wohlverdienend sein, sondern ihren frugal lifestyle beibehalten um dann anderen vorzukauen wie verschwenderisch man lebt, wenn man bei REWE statt Aldi einkaufen geht (ja, das passiert mir hier oft dass ich sowas hoere). Manchen gefaellts, mein Lebensstil ist es nicht. Aber der Grundbaustein fuer die Rueckkehr nach UK ist gelegt und should come to fruition in 2012 Uebrigens stimme ich zu, dass die Jobsuche hier schwieriger verlaeuft als in England. Seit Januar schaue ich mich um, habe dutzende Bewerbungen abgeschickt, mich bei zig agencies vorgestellt, bin zu Interviews gerannt, etc. Ueberall durfte ich mir den gleichen Mist anhoeren ala "Ihr Lebenslauf hat keine Struktur, ist zu undeutsch, kein Studium, etc.." Dann wird das Gehalt extrem runtergedrueckt. Arbeitsklima ist auch ziemlich schlecht. Jeder will sich rar machen, weil alle um ihren Job fuerchten. Die Chefs machen einen klein, weil sie ja auch nicht von ihrem Posten verdraengt werden wollen. Ich vermisse den good old development plan und das appraisal. Hier wird man einfach nach Job description bezahlt und tenure und nicht was man eigentlich macht und hat keine Chance sich selbst hochzuloben wie in UK. Der Boss entscheidet dann und geht nach der Nase vom Mitarbeiter, ob und wieviel jemand an Gehaltserhoehung bekommt. Sorry das war etwas off topic ... aber ich moechte Leute nur warnen, the grass is always greener on the other side, D ist bei weitem nicht so perfekt wie man sich das vielleicht immer noch vorstellt. Und zu ALG II - wenn ihr noch zu den gluecklichen gehoert die sich dafuer qualifizieren dann ist das toll. Ich war zu lange in UK und bei Arbeitslosigkeit hiesse fuer mich (und viele andere) Hartz IV.
  3. Hallo Denna, ich kann viele Punkte nachvollziehen und beneide dich etwas, dass du Ende des Jahres wieder in deine alte "Heimat" ziehen kannst. Aber natuerlich freue ich mich auch fuer dich, denn es klingt sehr stressig, was du bisher an Erlebnissen in D hattest. Komischerweise hatte ich gerade mit den Behoerden Glueck und mir faellt auch auf, wie es immer mehr Leute gibt, die sich Muehe geben und Smalltalk machen. An UK kommt es nicht ran, aber ich sehe Verbesserungen. Nach drei Monaten habe ich mich allerdings immer noch nicht eingewoehnt und am schlimmsten ist wirklich das Essen und the lack of variety in supermarkets. Dazu das deutsche Sparverhalten ueberall und dass man nicht uebers Geld reden und schon gar nicht viel davon besitzen darf. Der Job nervt mich am meisten - fuer alles braucht man ne Ausbildung oder ein jahrelanges Training. Die Kollegen sind wahnsinnig protective wenn es um Fachwissen geht, man ist wirklich der Arsch in der Firma und Promotions gibt es durch Betriebszugehoerigkeit, nicht Leistung. Ich bewerbe mich von daher wieder in UK und hoffe auch, Mitte oder Ende des Jahres zurueckkehren zu koennen. Es ist durchaus nicht alles schlecht und viele Dinge, ueber die ich am Anfang des Threads gejammert hatte sind inzwischen ok aber einfach nur, weil man sich daran zwangslaeufig gewoehnt. Wenn ich aber die Wahl habe und wo leben kann wo ich mich an nichts erst gewoehnen muss, bevor ichs aushalte, dann wohne ich halt lieber dort. Uebrigens konnte kein Deutscher mich bisher verstehen, warum ich das Essen auf der Insel besser fand und alle verteidigen sie ihre Grillhaxen, Schweinenackensteaks, Maultaschen und Co. Von dem heavy food hab ich schon 3 Kilo zugenommen in 3 Monaten, weil es kaum variety gibt an healthy ready made foods so wie NCG Suppen, oder low calory wraps etc.
  4. Ich habe im November letzten Jahres mein Meerschwein von London nach Frankfurt mitgebracht mit Auto und Faehre von Dover nach Calais. Meerschwein musste sich im Kaefig im Auto aufhalten waehrend der Ueberfahrt und die geringe Gebuehr von £10 oder £15 wurde uns erlassen, weil der Typ am Schalter selber ein Meerschwein-Fan war Peppy hat sich gut eingelebt inzwischen (besser als ich - bless him) aber wollte am Anfang das Futter hier nicht essen. Vllt was von UK mitnehmen, damit die Umstellung nicht ganz so hart wird. Und bei den Temparaturen unbedingt warm einpacken - auf der Faehre im Parkdeck ist es nicht sehr warm! Ach ja, und Dokumente brauchst du ueberhaupt keine aber bei einigen Faehren musst du das Tier voranmelden bzw. 90 Minuten statt 60 Minuten vor Abfahrt da sein.
  5. Hmm also ohne dich enttaeuschen zu wollen, aber ich habe auch so einen unkonventionellen Lebenslauf und bin todungluecklich in meinem Job. Die Strukturen sind so "deutsch", auch wenn die Firma schon lockerer ist und weder Bewerbungsfoto noch Arbeitszeugnisse wollte. Alles was in D zaehlt sind Zertifikate (degree) und Betriebszugehoerigkeit. Man muss sich ewig beweisen eh man nach oben gelassen wird. Der Neid unter den Kollegen ist extrem, geht soweit dass einem Sachen nicht beigebracht werden, weil sich jeder ja unentbehrlich machen will. Uebers Geld wird gleich gar nicht geredet und Gehaltsverhandlungen sowie Relocation Allowance gibts so gut wie gar nicht, bzw. enden eher in einem Schuss nach hinten, da es soviele Leute gibt, die deinen Job fuer noch weniger Geld machen wuerden. Ich habe meine Erfahrungen und Eindruecke meinen deutschen Freunden, WG-Bewohnern, einigen Arbeitskollegen sowie Familienmitgliedern geschildert und von fast allen wurde mir das ganze bestaetigt - ist also nicht nur meine Auffassung. Fuenf verschiedene Headhunter in FRA haben mir inzwischen gesagt dass sie mich eigentlich nur noch in britische und amerikanische Unternehmen vermitteln koennen, bisher kam kein Angebot waehrend sich die Headhunter in UK immer noch jeden Tag um mich reissen mit gutbezahlten Account Manager Stellen in London. Ich fuehle mich hier wie der letzte Ar*** und denke jeden Tag "ich koennte mehr!", aber auf Arbeit gibt mir keiner die Chance sondern sagt nur "Schalt nen Gang runter". Bei 6 Stunden am Tag rumsitzen geht das aber nicht mehr.Irgendwie bricht sich hier niemand nen Zacken aus der Krone in den Office Jobs. Wenn du aber genau so nen Job suchst PM mich und ich sag dir wo du fuer extreme Langeweile jeden Tag verhaeltnismaessig gut bezahlt wirst!
  6. Versuch ich auch schon, aber die ganzen Apfelweinkneipen fallen dann fuer mich schonmal weg Ich finds halt schade, dass die Leute in D das Verbot als nervig ansehen oder gar als Einschraenkung ihrer Grundrechte als Buerger. Ich habs damals in UK einfach akzeptiert und dadurch sogar meinen Konsum stark eingeschraenkt. Jetzt rauche ich nur noch 1-2 pro Monat.
  7. [quote name='Caledonia' timestamp='1326036283' post='442281'] Werde ebenfalls im Dezember wieder (nach 2,5 Jahren London) in meine Heimat Bonn zurückziehen. Freue mich sehr drauf, dass ich dann wieder mit meinen alten Freunden ein Bierchen in der naheliegenden (und bis dahin hoffentlich rauchfreien!) Kneipe trinken...[/quote] Da muss ich dich leider enttaeuschen. Ich bin geschockt, wie locker mit dem Rauchverbot hier umgegangen wird. Fast ueberall wird geraucht und keinen juckt's. Auf Bahnsteigen, in ueberdachten Shopping Malls, in Bars, Pubs - ja, sogar in denen wo Essen serviert wird und der Raucherbereich nicht klar abgetrennt ist. Wie gesagt, keinen interessiert's. Ich bin geschockt und jedes Mal wenn ich abends weggehe komme ich wieder und stinke wie ein Aschenbecher. Glaube auch nicht dass es Frankfurt spezifisch ist. In Dresden dasselbe Spiel. Laut meiner Familie und Freunden wurde anfangs strikt durchgegriffen, dann kam ja die Klage und die Lockerungen und seitdem legt sich's jeder so aus wie er braucht. Ich find das Gerauche ueberall so eklig und sehne mich schon deshalb nach der Insel zurueck!
  8. Wow!! Soviele Antworten.. ich danke erstmal allen, die sich die Zeit genommen haben, mein "moaning" durchzulesen und mit moralischer Unterstuetzung, Tipps und (wenn auch hart, aber ehrlich) hilfreicher Kritik geantwortet haben. Vielleicht ist es Noergeln auf hohem Niveau, vielleicht aber auch eine ehrliche Schilderung von den gemischten Gefuehlen, die auf einen zukommen koennen, wenn man nach doch laengerer Zeit in UK wieder in die "Heimat" zurueckkehrt. Jedenfalls bin ich froh, meinen Post hier reingestellt zu haben, dafuer ist das Forum ja da, um sich Hilfe und Anregungen zu holen Big thanks to Suseschwester und tonia fuer die Restaurantempfehlungen! Danke auch an die Maenner in der Runde, die ja doch viel Empathie gezeigt haben Es stimmt schon, dass ich 6 Wochen in D nich mit sovielen Jahren auf der Insel gleichsetzen kann, denn auch dort hatte ich Tiefpunkte. Und sogar tiefere, als ich sie bisher in D erlebt hab. Die self-fulfilling prophecy ist in der Tat gefaehrlich und ich habe jetzt eine Liste mit positiven Sachen in D angelegt, die bei Bedarf erweitert wird. Bisher gefaellt mir: - meine WG und mein riesiges Zimmer (fuer nur 480€!) in einem der schoensten Stadtteile Frankfurts: Sachsenhausen - Arbeitszeiten und 30 Tage Urlaub im Jahr + Urlaubs- und Weihnachtsgeld - U-Bahnen fahren nachts laenger als in London - Alkohol viel preiswerter (not sure if that's good in terms of health ) - preiswerte Mitgliedschaft in einem tollen luxurioesen gym - Familie ist naeher dran - meine Haut ist tausendmal besser als in London (ok, nicht gerade ein deal breaker ABER auf meine Positivliste kommt halt alles was besser ist ) Am meisten aergere ich mich halt wirklich ueber das Essen hier und die (in)convenience. Sonntags ist es hier wie in einer Geisterstadt, der Lieferservice wird auch nur von den teuren Supermaerkten angeboten. Irgendwie muss alles mehr geplant werden in D. Ich empfand in UK vieles leichter, aber da sind bestimmt auch einige Leute wieder anderer Meinung. Fuer mich ist halt die Umstellung auf deutsche Lebensmittel bloed. Ich brauch immer noch ewig fuer nen kleinen Einkauf und finde soviele Sachen nicht fuer meine Lieblingsrezepte wie z.B. lemon thyme, self-raising flour, pancetta... Und das mit dem Tuetenkauf ist echt bescheuert. Manchmal entscheide ich halt spontan, dass ich abends dies und jenes essen will, schau kurz beim Rewe vorbei und hab natuerlich in meiner Handtasche keine Beutel mit. Hab auch ehrlich gesagt keine Lust Beutel staendig mitzuschleppen nur fuer den Fall der Faelle. Und Pfandflaschen sind doof weil sie den Einkauf teurer machen und meine Sammlung von leeren Flaschen zu Hause nimmt Platz weg. Eigentlich bringt es Cuddle auf den Punkt: Ich muss aufhoeren, zu denken mich wieder wie eine Deutsche einfuegen zu muessen, sondern es wie mein Adventure in Germany sehen! Beruflich weiss ich noch nicht ob und wie mich meine jetzige Position weiterbringt, das ist wohl noch zu frueh das zu beurteilen. Derzeit hab ich nur das Gefuehl, dass es laenger dauern koennte hochzukommen als in UK in den Firmen, bei denen ich gearbeitet habe, eben weil die Mentalitaet doch noch anders ist. Ohne Studium, etc. ist man immer noch oft aufgeschmissen oder muss sich ueber mehrere Jahre beweisen. Der Job ist zur Zeit ok, aber nicht sehr fordernd. Die Stellenausschreibung wurde doch sehr uebertrieben und von dem Anforderungsprofil her dachte ich "wow, das muss ein Wahnsinnsjob sein!" Eher nicht.. aber egal. Es macht Spass und das Team ist sehr nett. Uebrigens finde ich FFM an sich gar nicht haesslich. Ich liebe z.B. die Skyline und hab von meinem Fenster aus "oblique Commerzbank Tower views" . Es gibt auch schoene Ecken in der Stadt wie z.B. alte Oper, Roemer, Zeil, Alt-Sachsenhausen etc. Aber die Menschen sind halt schon anders. Mir ist klar, dass es ueberall Idioten gibt, auch in UK aber den Kommentar, warum ich beim [color=#282828][font=helvetica, arial, sans-serif]beim Anziehen Hilfe brauche oder jemand anderen als door stop finde ich unpassend. Es geht einfach um Hoeflichkeitsformen. Ich war in 2011 jeden Monat mindestens 1x dienstlich unterwegs und dazu noch mehrmals privat und ich wurde jedes Mal angesprochen von Maennern, die sich angeboten hatten mir meinen Koffer die Treppen hoch-/runterzutragen. Klar kann ich's alleine aber warum?? Ich habe in D selber schon Leuten angeboten, einen Kinderwagen anzuheben oder hab Leuten die Tuer aufgehalten und die haben sich immer riesig gefreut und bedankt --> proof that it doesn't happen very often??[/font][/color] [color=#282828][font=helvetica, arial, sans-serif]IHL[/font][/color]
  9. Danke fuer eure lieben posts! @kerstintoo Bisher hatte ich Glueck und die "in Deutschland ist der Lebensstandard aber viel hoeher"-Fraktion hat sich noch nicht eingeschaltet Der reverse culture shock ist wirklich heftig, vorallem weil ich ja jetzt auch etwas aelter bin und die Dinge nicht mehr so relaxed sehe, sondern schon ueber Zukunft, Karriere, Familie, etc. nachdenke. Mein Start in England war auch etwas holprig mit ekligen, Miniatur-WG-Zimmern und einem Monatsgehalt von knapp £800 netto. Und die volle Tube vermiss ich wirklich nicht, genauso wenig wie schlecht isolierte und nicht schalldichte Wohnungen. Aber scheinbar spielt die Wohnung doch keine so grosse Rolle bei mir, weil was bringt mir ein schoener Altbau wenn das drumherum, also mein eigentliches Leben nicht passt @MsBennet Schoen deine Geschichte zu hoeren und ich freu mich, dass du jetzt in London gluecklich bist. Wie hast du die 4 Jahre hier ueberbrueckt? Hast du irgendwelche Tipps fuer mich wo man in Frankfurt gut weggehen oder essen kann? Ich werde wohl fruehestens im Dezember diesen Jahres einen Transfer in Angriff nehmen koennen, aber bis dahin werde ich sparen und hoffentlich vergeht die Zeit schnell. Frankfurt fuehlt sich so ganz ok an, man hoert wenigstens mal Englisch auf der Strasse und die Toytown Community ist sehr nett (war schon mal bei einem Treffen). Im Sommer soll's wohl am Main sehr schoen sein. Mir fehlt aber wirklich einfach das quirlige, bunte, verrueckte.. und ich finde es unheimlich schwer mit deutschen Maennern ins Gespraech zu kommen oder zu flirten. Irgendwie war das so leicht back in UK. Was ist an Koeln eigentlich so anders? Und was ist sehenswert dort (ausser dem Dom natuerlich)? [quote name='Suseschwester' timestamp='1325432098' post='441343'] Ist ein bisschen light relief von der deutschen Maggi und Knorr "verfeinerten" China/Thai/türkischen/italienischen Restaurantküche. [/quote] Oh man, das trifft den Nagel auf den Kopf.. immer her mit der Empfehlung Danke!! Lg, IHL
  10. Hallo ihr lieben DILs, ich muss mich unbedingt mal im Forum "ausheulen", weil meine Familie, Arbeitskollegen oder Freunde mich nicht verstehen koennen in dieser Hinsicht. Vor etwa 1 1/2 Monaten bin ich zurueck nach Deutschland gezogen und nach anfaenglichem Stress, der mich gut abgelenkt hat, fange ich an diesen Schritt zu bereuen. Zur Info vorab: Ich war fast 6 Jahre in UK, knapp 5 in Brighton und etwas ueber ein Jahr in London. Zuruek bin ich wegen einem bestimmten Job, bei dem ich dachte, dass er mich beruflich weiterbringt und um eine bessere Work-Life-Balance zu haben (hatte ich in meinem letzten Job ueberhaupt nicht). Ja, die Wohnsituation ist nicht immer das Gelbe vom Ei, aber ansonsten liebte ich UK (und tue es auch immer noch). Meine Familie und Freunden sagen oft, wie gut und schnell ich mich eingefunden hab. Ich wohne in einer tollen WG, habe schon einen kleinen Freundeskreis gefunden, bin in einem schoenen gym angemeldet, etc., aber irgendwie fuehle ich mich fehl am Platz. 1. Essen - langweilig, unauthentisch, keine grosse Vielfalt (Achtung, ich vergleiche mit London). Dieses Fruehstuecken geht mir auf die Nerven, ich will lieber schoen abends Dinner haben. Frueh morgens krieg ich keinen Bissen runter. Ach ja und ich esse staendig Broetchen. Immer und ueberall gibt es Broetchen. Angriff der Killerbroetchen, aaahhhh!!! Dazu muss ich sagen gehoere ich auch zu der Fraktion, die deutschem Brot nie hinterhergetrauert hat whilst in the UK. Ich vermisse eher das englische Brot (seeded batch, yummy). Ich wuerde grad verdammt viel fuer ein proper bacon and egg sandwich geben. Uebrigens hatte ich vor 2 Wochen den ekligsten Burrito meines Lebens gegessen. Italienisch wird mir auf Dauer auch zu langweilig und die Pizzen koennen eh nicht mit Dominos mithalten. Mir fehlt ein guter Thailaender und ein ordentliches tuerkisches Restaurant, nicht nur ne Doenerbude. 2. Oeffentliche Verkehrsmittel - S-Bahnen nur alle 15min zur "Rush Hour" und die kommen auch noch staendig zu spaet. Eine Monatskarte fuer die Strecke zur Arbeit (3 Haltestellen, 6min Fahrtzeit) kostet fast €120, weil die Zonenaufteilung in Frankfurt furchtbar ist. 3. Gesundheitssystem - Alle meinten zu mir "Freu dich, bald bist du wieder in guten Haenden!" haha... ich zahle gefuehlte 300% mehr an Kosten pro Monat im Vergleich zu dem kleinen NI-Beitrag und war jetzt ungluecklicherweise 3x krank in einem Monat. 2x Angina, 1x Bronchitis. Das ganze ist mir immer an einem Freitagabend oder ueber Weihnachten passiert, also ab zum Bereitschaftsdienst und schoen draufzahlen. Dann nochmal normal zum Hausarzt - wieder 10€ Praxisgebuehr. Dann noch die Zuzahlungen pro Medikament, so dass ich jetzt schon bei ca. 50€. Dazu kommt dass fast alle Aerzte nur von 9-12 und 14-16 aufhaben. Danach muss man immer gleich zum Notarzt. 4. Die Deutschen.... wo fange ich an.. zu direkt, unhoeflich, komischer Humor, sehr ernst (Ausnahme: meine WG Bewohner, die sind spitze).. man wird staendig angestarrt, ob auf der Strasse oder in der U-Bahn. Ich hab mich schon damit abgefunden, dass mir hier keiner mehr in den Mantel hilft, die Taxituer aufmacht oder ueberhaupt mal ne Tuer aufhaelt. Was ich in einem Monat an Tueren ins Gesicht bekommen hab, ist mir in 6 Jahren UK nicht passiert. 5. Inspiration - die gibt es fuer mich hier nicht mehr. In London habe ich mich von sovielen Sachen inspirieren lassen. Verschiedene cuisines oder Fashion. Pluspunkt: Ich bin offiziell kein Shopaholic mehr und die Kreditkarten liegen im Schrank und verstauben. Obwohl, die ja sowieso weil die Kreditkartenakzeptanz unmoeglich ist in D. 6. Beutelgebuehr und Flaschenpfand - ohne Worte... 7. Ich vermisse: Supermaerkte die liefern, billige Handyvertraege, BOGOF-Angebote, Duzen, englisches Fernsehen (habe seit meiner Rueckkehr nicht ein einziges Mal deutsches Fernsehen geschaut und werde es auch weiterhin boykottieren), Englisch sprechen, Leute die auch mal ausgeflippte Klamotten tragen oder sich abends aufstylen und nicht ueberall mit Jeans und T-Shirt hingehen (meine Kleider verstauben zusammen mit den Kreditkarten), britische Gentlemen, etc etc. Die Liste koennte ich noch weiter fuehren, aber ich merke dass mein Post eh schon den ueblichen Rahmen sprengt. Vielleicht sehe ich auch vieles zu schwarz, aber ich plane jetzt schon meine Rueckkehr (in 1-2 Jahren wird es wohl soweit sein, je nachdem ob und wie ich intern transferieren kann ins London office). Was ich eigentlich mit meiner Geschichte aufzeigen will ist, dass man sich gut ueberlegen sollte, ob man wegen Kleinigkeiten oder Aeusserlichkeiten zurueck nach D geht. Eine tolle Wohnung oder ein guter Job allein machen nicht gluecklich. Ich vermisse die (wenn auch oberflaechliche) Freundlichkeit der Englaender und wie einfach man dort mit Leuten ins Gespraech kommen kann. Comments sind ausdruecklich erwuenscht Happy new year to everyone! IHL
  11. Danke an euch beide fuer die detaillierten Antworten. Ich werde mich einfach mal auf das schlimmste gefasst machen, da die AOK ja bereits so reagiert mit "Sie muessen nachzahlen", von daher werde ich mich mit P45s, P60s, PDU1 und wie sie alle heissen wappnen Noch eine ganz dumme Frage: Wie melde ich mich bei der Krankenkasse an? Zur AOK Sachsen muss ich nicht unbedingt zurueck. Ich werde dann eh in FFM arbeiten. Arbeitslos muss ich mich auch nicht melden, da es nur 2 Wochen bis zu meinem neuen Job sind und ich ein paar Savings hab. Bis dahin werde ich meine EHIC nutzen, falls ein Emergency ist und ich nen GP brauch. Lg, Melanie
  12. Also mir geht es nach fast 6 Jahren hier in UK auch so, dass ich z.B. Redewendungen vergesse. Teilweise kommen da lustige Wortschoepfungen bei raus wie "Da hab ich zwei Voegel mit einem Stein geschlagen". Meine Familie und Freunde finden's lustig! In Deutschland wenn ich auf Besuch bin spreche ich meist ein ganz uebles Denglisch fuer die ersten 1-2 Tage, dann gehts wieder. Einige haben mir auch schon einen leichten Akzent unterstellt, vorallem bei "ei" wie in den Woertern "Zeit" oder "eigen". Das spreche ich wohl manchmal so aus wie den englischen Vokal "i" und das klingt dann recht witzig Aber nix was man nicht schnell wieder erlernen/aendern koennte. Fuer mich ist der Small Talk problematischer oder z.B. das Ausdruecken von Gefuehlen, oder ueber Sex reden etc. Geht irgendwie alles leichter auf Englisch!! Ich will gar nicht daran denken wie es wird auf Deutsch zu daten
  13. Ich gehe in weniger als einem Monat nach D zurueck und habe etwas Angst. Richtig deutsch fuehle ich mich nicht mehr, da ich mit 20 hierhergekommen bin und fast 6 Jahre in UK gelebt habe. Aber ich werde versuchen offen zu sein und Deutschland eine Chance geben. Mal sehen was wird. Ausschliessen kann ich nicht, dass ich irgendwann auch D wieder verlasse. I'll report back!
  14. Klasse, da bin ich schonmal sehr erleichtert. Vielen Dank fuer eure schnellen Antworten :-) @jurgen Verzweifelt war ich eigentlich nur, weil ich mich schon €3000 hab blechen sehen. Das haette die AOk wohl gerne, aber da muessen sie sich wohl jetzt einen anderen Dummen suchen
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