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andre_xs

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  1. Und dann gibt's noch die, die z.B. keine ~£6,000 für eine 4-köpfige Familie aufbringen können (oder wollen)
  2. Ich sehe das ein wenig anders: Jedes weitere halbe Jahr Verlängerung können die Tories ihr Spielchen weiterspielen, ob die EU nicht doch noch weich wird und ihnen den Austrittsvertrag gibt, den sie wollen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die EU hier weich wird. Single market und freedom of movement wird nicht aufgeweicht werden. Wenn das passiert, waere das IMO ein viel grösseres Problem fuer die EU als ein Hard Brexit. Deren Verhandlungsposition mit jedem Einknicken schwächer wird. Wie oben schon gesagt, fuer mich ist das gar kein 'Einknicken'. Es gibt doch gar keinen wirklichen Grund der EU da Macho-mässig hart zu bleiben. Was hätten sie davon? Die EU kann das doch in aller Ruhe abwarten (AKA aussitzen) und schauen was aus UK kommt. Klar ist die Unsicherheit doof, aber ich glaube das jede Form von Brexit für die EU noch blöder wäre. Davon abgesehen hat die EU bislang nun wirklich keine Anzeichen gegeben, sie würden weich werden. Sie haben einfach den Briten mehr Zeit gegeben, aber bzgl. Vertrag haben sie sich doch keinen mm bewegt. Eins scheint mir klar: Momentan gibt es keine Möglichkeit für einer super-duper-Wattebäuschchen-soft Pseudo-Brexit, und auch keine Möglichkeit für einen Brexit-Rückzug. Momentan sind die wahrscheinlichsten Optionen dass es einen "leave single-market"-Brexit oder Hard Brexit gibt. Insofern kann Abwarten es nur besser machen, denn die 'schlimmsten' Optionen sind momentan eh die Wahrscheinlichsten. P.S. Und das mit dem "Ich lebe hier und bin betroffen und kein Zuschauer" - ok, das war etwas unscharf formuliert. Natürlich sind auch Leute betroffen, die nicht hier leben, so exklusiv meinte ich das nicht. Aber bei manchen Kommentaren hier hat man den Eindruck, dass die mehr Zuschauer sind als direkt davon betroffen, und entsprechend eine andere Sichtweise haben. Wollte da keinen von den Kopf stossen...
  3. Ich will die Sache aber nicht 'erledigt' haben, scheis* auf's Ergebnis. Ich bin kein Zuschauer dem langweilig wird. Ich bin direkt davon betroffen. 'Vielleicht' hätten sie Art 50 zurückgezogen. Vielleicht aber auch nicht und es hätte einen Hard Brexit gegeben. Letzteres wäre für mich einfach nur doof.
  4. Ich find's gut. So wie ich jede Verzögerung gut finde. Ich lebe hier und jede Form von Brexit ist für mich nachteilig. Ich finde auch die Haltung der EU gut. Sie hat ja nicht wirklich Nachteile vom britischen Gehampel. Zumindest sind die Nachteile wahrscheinlich kleiner als bei Brexit, egal welcher Form. Man kann das EU-Verhalten natürlich in vielerlei Hinsicht interpretieren, aber meine persönliche Interpretation ist die von Souveränität. Wie eines in sich ruhenden Elternteils, welches dem Kind seinen Raum gibt die Welt für sich zu entdecken und nicht cholerisch rumschreit. Daher halte ich auch von den ganzen "Jetzt sollen sie doch endlich! Lieber Ende mit Schrecken!" Parolen nichts. Natürlich weiss man nie wie das ganze endet, aber meine persönliche Lebenserfahrung ist, dass Prozesse die sich ewig hinziehen meist entweder extrem runtergekocht werden (super-soft Brexit) oder sogar ganz im Sande verlaufen. Es ist nicht auszuschliessen das irgendwann ein tipping point kommt wo mehr und mehr Leute genug vom Brexit-Prozedere haben und sagen "Lasst mich doch in Ruhe, dann bleibt halt drin, aber kümmert Euch endlich wieder um dieses Land." Jetzt sind wir noch nicht da, aber vielleicht wenn noch 1, 2, oder 3 Verlängerungen um jeweils mehrere Monate kommen.
  5. Es ist auf jeden Fall gut, damit 'öffentlich' zu werden und nach Hilfe zu suchen. Viele gute Sachen sind ja schon genannt worden (Freunde, Sport, etc.). Nur ein paar zusätzliche Gedanken: - Ich würde auf jeden Fall einen GP aufsuchen. Je nach Schweregrad können die einen auch weiterverweisen. Entweder an einen Facharzt, Cognitive Behavioural Therapy (CBT), counselling, etc. - Was Du beschreibst klingt nicht nur nach Angstzuständen, sondern evtl. auch nach Depression. Ein GP oder counselling service kann evtl. helfen das auseinanderzutüddeln. - Medikamente können einem helfen mit den Symptomen umzugehen, aber wie schon gesagt wurde, ist begleitende Therapie auf jeden Fall notwendig. Sonst ändert sich nichts. Psychopharmaka haben übrigens oft merkliche Nebenwirkungen (zumindest am Anfang) und brauchen z.T. Wochen, bis sie wirken. - Von Deiner Beschreibung bin ich mir nicht ganz sicher, ob Du wirklich Angstzustände aufgrund von 'mental health issues' hast, oder ob das nicht zum Teil 'berechtigte' Angstzustände sind. Deine genaue Situation ist leider nicht so ganz klar geworden, aber grosse Verantwortungen zu übernehmen ist einfach nicht jedermans Sache und kann Stress auslösen und Angst machen. Angst ist ja auch was normales und gutes. Es ist normal wenn man ungesichert in grosser Höhe Angst hat, es ist aber nicht 'normal' weil man aus Angst nicht mehr das Haus verlassen kann. Ich bin mir nicht sicher, welche der beiden Kategorien besser auf Dich zutrifft. Viele Grüsse, Andre
  6. Brexit verschoben, wenn ich es richtig verstanden habe? http://www.spiegel.de/politik/ausland/brexit-eu-uebernimmt-regie-im-drama-um-grossbritannien-austritt-a-1259104.html
  7. Na ja, die ganze Situation is momentan so volatil dass man einfach nicht sagen kann, was als nächstes passiert. Es ist nicht auszuschliessen, dass irgendwas plötzlich 'kippt' und da kann so eine Petition das Zünglein an der Waage sein. (auch wenn es unwahrscheinlich ist) Man muss die Zahlen auch relativ im Verhältnis zu anderen Petitionen sehen, es ist ja keine Wahl. Da kann auch eine Beteiligung von deutlich weniger als 48% Gewicht haben. Ist ja nix anderes als ein Protestmarsch in digitaler Form.
  8. Kann mir mal jemand erklären was das genau bedeutet? Kann ich mir irgendwie nichts drunter vorstellen.
  9. Ich glaube nicht, dass das funktioniert hätte. Die Meinungen und Ansichten sind einfach soooo verschieden (von Extrem-Remain bis Hard-Brexit) und aus soooo unterschiedlichen Gründen (Politische Souveränität, wirtschaftliche Erwägungen, sozialpolitische Aspekte, 'europäisches Selbstverständnis', etc) und das über die Parteigrenzen hinweg (in jeder Partei findet man alle Ausprägungen, nur zu unterschiedlichen Anteilen). Gerade der letzte Punkt macht es ja eigentlich unmöglich, dass z.B. Corbyn einen Standpunkt hat (welchen denn, wenn er den Grossteil von Labour vertreten will?) und May einen Standpunkt hat (welchen denn, wenn sie den Grossteil von Tori vertreten will?) und sich dann beide an einen Tisch setzen (mit Unterhändlern) und einen gemeinsamen Deal aushandeln (und da haben wir noch nichtmal die DUP am Tisch). So wie man das aus Dtl. aus Verhandlungen SPD-CDU oder CDU-CSU kennt. Erschwerent kommt dann noch hinzu, dass viele der Politiker, die an solchen Verhandlungen beteiligt sind, nicht nach einem guten Deal für UK streben, sondern persönliche Machtinteressen im Sinn haben (zumindest zusätzlich). Was aber wahrscheinlich das Positive an diesem Ansatz gewesen wäre, wäre eine verstärkte öffentliche Diskussion um Brexit insgesamt gewesen. Momentan hängen sich ja alle an kleinen Technikalitäten auf (mehr ist doch der Backstop nicht, der eh nur dann zustande kommt wenn es keine andere Lösung gibt). Das erlaubt es allen, sich um konkrete Lösungsvorschläge bei den grossen Problemen herumzudrücken. Soll doch JRM mal kompetent inhaltlich auf die Government-eigene Studie zu den wirtschaftlichen Folgen eines Hard Brexit antworten. Die Diskussion ist ja nie wirklich über "Das geht auch besser" hinausgegangen. Aus gutem Grund, aber eine andere Strategie von May hätte das in der Tat herauskitzeln können (bin mir aber nicht sicher, dass sie das wirklich gewollt hätte).
  10. Essen: "Das gute an der englischen Kueche ist, dass es so viel auslaendische Restaurants gibt" Wetter stimme ich nicht zu: Rheinland ist nicht schoen, viel Regen oft lange Perioden alles grau-in-grau, da ist England glaube ich echt besser mit seinem wechselhafterem Wetter. Trotzdem finde ich die Idee an sich ok. Ist halt headhunting fuer non-manager.
  11. Bei gross und leicht weiss ich nicht was das günstigste ist, bei Paket und schwer war früher GLS vergleichsweise günstig. Wahrscheinlich kommst Du nicht drum herum selber die Paketversender abzuklappern und den Preis nach Gewicht und Groesse rauszufinden. *Sehr* gut einpacken nicht vergessen :-) viele Grüße, Andre
  12. ...wird in Dtl ja als "Pflicht" angesehen (v.a. wenn man Kinder hat :-) Wie ist das hier so in UK? Was ich mit bekommen habe, auf jeden Fall eher unüblich, oder? Sind die hiesigen "private liability insurances" überhaupt mit den dt. Modellen vergleichbar? Bislang waren wir noch bei der HUK24 versichert, aber die versichern seit Januar keine Personen im Ausland mehr. viele Grüße, Andre
  13. Sie können ja vor das entsprechende EU Gericht damit ziehen Ach nee, das wollen die ja nicht mehr anerkennen. So ein Ärger aber auch...
  14. Zum ersten Satz: Was passiert wenn der Backstop aus dem Vertrag rauskommt und zum Ablauf der Übergangsfrist kein Vertrag gefunden ist? Ehrliche Frage. Harte Grenze durch Irland? Keine "realistische" Idee gehabt? Das Problem ist doch, dass es keine Lösung gibt die sie zufrieden stellt. UK möchte Zugriff zum Binnenmarkt (offene Grenze in Irland) aber ohne movement Freizügigkeit (geschlossene Grenze in Irland). Die einzige Lösung die ich sehe ist, dass Nord-Irland im Prinzip weiterhin zur EU gehört (Zoll, Binnenmarkt, free movement) und die entsprechende Grenze durchs Wasser läuft und Kontrollen an den Englischen/Schottischen/Walisischen Häfen stattfinden (das ist dann die effektive EU Aussengrenze). Hätte mit ziemlicher Sicherheit die EU nichts dagegen und würde dafür an den Verhandlungstisch zurückkehren. Hätte wahrscheinlich auch die *Mehrheit* der irischen, nordirischen, englischen, etc. Bevölkerung auch nichts dagegen. Warum wird das so selten diskutiert? DUP, Machtgehabe (Nord-Irland könnte aus dem UK fallen), etc. Hier könnte man Labour in die Pflicht nehmen, so dass die DUP ihren Machthebel verliert. Man könnte in Nord-Irland eine Umfrage machen, ob die Mehrheit damit ok wäre. Aber nein, das geht alles nicht. Es wird "kreative" und "realistische" Lösungen geben. Nach 2.5 Jahren kam noch kein solcher kreativer und realistischer Vorschlag, noch nicht mal ne grobe Idee die als Verhandlungsgrundlage dienen könnte. Daher sagt die EU auch Nein zu Nachverhandlungen - einfach aus dem Grund weil eh nichts kommt. Ich bin mir absolut sicher, dass wenn was kommt, sie auch bereit sind nachzuverhandeln. Die EU verweigert keine Diskussionen. Sie verweigert Zeitverzögerungen ohne Aussicht auf Lösungen. Und nochmal, was viele hier in UK vergessen: Der Backstop ist ja nur die Notlösung für später. Das zeigt doch schon, dass hier eh keiner dran glaubt, eine Lösung zu finden. Aber was ist denn die Alternative? Vertrags- und Kopflos dann eben in 2021 in das Nordirland-Chaos? Nee, nee, ich stehe da voll hinter der EU. Edit: Schokominza war schneller und hat im Prinzip das gleiche in viel weniger Worten gesagt :-)
  15. Na ja, dann brauchen sie sich auch nicht so über den Backstop aufzuregen. Denn der tritt ja NUR DANN ein, wenn bis Ende 2020 keine Lösung gefunden ist. Nach Deiner Aussage wird es ja ein Klacks sein, solch einen Vertrag aufzusetzen - weil ja keiner eine harte Grenze will. Was hat denn UK bisher als Alternative vorgeschlagen? "Kreative Lösungen". Wow, mehr heisse Luft geht doch gar nicht. Alle Kommentatoren sind sich übrigens einig, dass die EU durchaus bereit ist zu verhandeln, wenn denn auch nur der kleinste Silberstreif am Horizont zu erkennen ist, dass solche Nachverhandlungen fruchtbar wären. Aber von UK kommt nunmal nichts, null, nada, zero. Das zerbombte Auto gehört übrigens sonstwo hin, aber nicht nach Brüssel. Die EU ist m.W. vertraglicher guarantor für das Karfreitagsabkommen. Der Backstop ist ja genau aus dem Grund da: Keine harte Grenze, damit das Karfreitagsabkommen bestehen bleibt und es keinen neuen 'Krieg' gibt. Was UK will ist mal wieder nur eins: Rosinenpickerei. Sie wollen etwas (Brexit), aber die Konsequenzen nicht tragen.
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