Gast mareike_

Die Arbeit mit Menschen mit Behinderung.

    24 Beiträge in diesem Thema

    Hallo!

    Ich habe leider nach mehrmaligem Suchen (nicht nur hier, auch ganz allgemein) nichts zu diesem Thema gefunden. Es scheint recht wenig Informationen über Einrichtungen und den Beruf / Ausbildung / Studium? als Heilerzieherin in England zu geben.

    Derzeit mache ich mein Fachabitur und habe vor, nächstes Jahr eine Schulische Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin zu machen. Nun überlege ich, das Anerkennungsjahr im Ausland zu absolvieren (London) wollen (ist zwar noch etwas hin, aber man kann ja nie früh genug beginnen, sich zu informieren  :icon_wink:)

    Kennt jemand Einrichtungen (Werstätten, Wohnheime, Integrative Schulen o.ä.), die empfehlenswert sind? Wie sieht es ganz allgemein aus? Hätte man gute Chancen, mit diesem Beruf, einen Arbeitsplatz zu finden? Ich habe gelesen, dass Sozialpädagogen, beispielsweise, sehr gefragt sind.

    Liebe Grüße.
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    Nicht alle Berufe, die es in Deutschland gibt, gibt es auch hier.

    Solltest Du also schon jetzt wissen, dass Du mal gerne ins Ausland moechtest, wuerde ich Dir von der HEP Ausbildung eher abraten.

    Gute Berufsaussichten gibt es hier schon momentan im medizinischen/pflegerischen Bereich, aber diese Spezialisierung auf Heilerziehungspflege ist mir hier unbekannt.

    Auch Werkstaetten fuer Behinderte usw. kenne ich hier nicht, mag sein, dass das eher deutsche Konzepte sind.

    Wenn Du Dich fuer einen Beruf interessierst, in dem Du mit Menschen arbeitest und der dazu noch abwechslungsreich und fordernd ist, mach Ergotherapie.

    Da hast Du zumindest im englischsprachigen Ausland weitaus bessere Berufsausichten als mit einem Beruf, den es so nur in Deutschland zu geben scheint.

    Viel Erfolg!

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    Erstmal Danke für Deine Antwort ! :icon_smile:

    Ich finde es verwunderlich, dass es in England nichts vergleichbares gibt. Ist es üblich, diese privat, dass heißt in den Famlien zu betreuen? Dann wäre ja evtl sowas wie abulante Hilfe möglich? Die Förderung in Deuschland sieht vielleicht anders aus, aber das sie in England garnicht geschiet, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Wäre auch sehr schade (nicht nur für mich, vorallem für die Betroffenen)

    Das ich die Ausbildung machen werde, steht fest. Habe das letzte Jahr ein begleitendes Praktikum in einer Behinderten Werkstatt gemacht und seitdem weiß ich, dass ich nichts anders machen will, weil mir diese Arbeit wahnsinnige Freude bereitet.

    Den Beruf der Heilerzieherin gibt es in Deutschland auch noch nicht so lange. Davor war es üblich, das Krankenschwestern und Erzieherinnen die Leute betreut haben. Das käme dann wohl meiner Ausbildung am nähesten. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch relativ exotisch wäre, mit dieser Ausbildung ins Ausland (nach England) zu gehen, Vorrausetzung natürlich, dass es Einrichtungen gibt. Vielleicht wird mir diese Spezialisierung ja irgendwann hilfreich sein. Ist ja, wie gesagt, noch eine Weile hin und ich kann einfach nur drauf hoffen, dass sich in der Richtung, der Behinderten-Förderung, etwas entwickelt  :icon_smile:

    Liebe Grüße.
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    [quote author=mareike_ link=topic=17582.msg185504#msg185504 date=1186409380]

    Ich finde es verwunderlich, dass es in England nichts vergleichbares gibt. Ist es üblich, diese privat, dass heißt in den Famlien zu betreuen? Dann wäre ja evtl sowas wie abulante Hilfe möglich? Die Förderung in Deuschland sieht vielleicht anders aus, aber das sie in England garnicht geschiet, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Wäre auch sehr schade (nicht nur für mich, vorallem für die Betroffenen)

    [/quote]

    Es gibt vergleichbares in England!
    Behindertenheime gibt es und ambulante Hilfen gibt es auch - von Werkstätten hab ich allerdings auch noch nie was gehört... :icon_warumnur:

    [quote author=mareike_ link=topic=17582.msg185504#msg185504 date=1186409380]

    Das ich die Ausbildung machen werde, steht fest. Habe das letzte Jahr ein begleitendes Praktikum in einer Behinderten Werkstatt gemacht und seitdem weiß ich, dass ich nichts anders machen will, weil mir diese Arbeit wahnsinnige Freude bereitet.

    [/quote]

    Ich habe auch mit Behinderten gearbeitet und kann Deine Begeisterung gut verstehen! :icon_wink:
    Aber ich würde Dir diese Ausbildung nicht empfehlen - in Deutschland bist Du damit beruflich sehr eingeschränkt und schlecht bezahlt und in England gibt es keine vergleichbare Ausbildung und Du würdest vermutlich als support worker bezahlt, was finanziell auch nicht so prickelnd ist (Sozialarbeiter verdienen das doppelte und mehr!)!

    Wenn überhaupt eine Ausbildung im sozialen Bereich, dann mindestens Erzieher oder Sozialarbeiter, da dies die Einsatzmöglichkeiten erweitert und Du auch besser bezahlt würdest - und mit Behinderten arbeiten kannst Du mit diesen Ausbildungen auch!
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    Das gesammte Ausbildungssystem wie in D. gibt es hier nicht. Was aehnliches gabs bis in die 60er und wurde dann wegreformiert.

    Dein angepeiltes Berufsbild ist auch nicht was ganz Neues sondern wohl eher eine auf Karnkenpflege/paedagogik basierende Spezialisierung die in einen neuen Beruf verpackt worden ist.

    Falls so eine Spezialisieung hier noetig waere, koenntest du die sicherlich in einem der hier unzaehlig angebotenen Kurse erlangen.

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    [quote author=Northamptonian link=topic=17582.msg185508#msg185508 date=1186410789]
    [quote author=mareike_ link=topic=17582.msg185504#msg185504 date=1186409380]

    Ich finde es verwunderlich, dass es in England nichts vergleichbares gibt. Ist es üblich, diese privat, dass heißt in den Famlien zu betreuen? Dann wäre ja evtl sowas wie abulante Hilfe möglich? Die Förderung in Deuschland sieht vielleicht anders aus, aber das sie in England garnicht geschiet, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Wäre auch sehr schade (nicht nur für mich, vorallem für die Betroffenen)

    [/quote]

    Es gibt vergleichbares in England!
    Behindertenheime gibt es und ambulante Hilfen gibt es auch - von Werkstätten hab ich allerdings auch noch nie was gehört... :icon_warumnur:

    [/quote]

    WfB's gibt's hier auch. Google mal "sheltered workshop" oder "sheltered work" - da stösst Du auf solche Projekte oder auch Werkstätten. Sie sind hier nur meistens in komplett freier Trägerschaft.
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    [quote author=Northamptonian link=topic=17582.msg185508#msg185508 date=1186410789]
    Es gibt vergleichbares in England!
    Behindertenheime gibt es und ambulante Hilfen gibt es auch - von Werkstätten hab ich allerdings auch noch nie was gehört... :icon_warumnur:[/quote]

    Gibt es Sonder-/Integrative Schulen? Mit den Werstätten ist schade, ich finde diese äußerst sinnvoll.

    [quote author=mareike_ link=topic=17582.msg185504#msg185504 date=1186409380]
    Ich habe auch mit Behinderten gearbeitet und kann Deine Begeisterung gut verstehen! :icon_wink:
    Aber ich würde Dir diese Ausbildung nicht empfehlen - in Deutschland bist Du damit beruflich sehr eingeschränkt und schlecht bezahlt und in England gibt es keine vergleichbare Ausbildung und Du würdest vermutlich als support worker bezahlt, was finanziell auch nicht so prickelnd ist (Sozialarbeiter verdienen das doppelte und mehr!)!

    Wenn überhaupt eine Ausbildung im sozialen Bereich, dann mindestens Erzieher oder Sozialarbeiter, da dies die Einsatzmöglichkeiten erweitert und Du auch besser bezahlt würdest - und mit Behinderten arbeiten kannst Du mit diesen Ausbildungen auch!
    [/quote]


    In Deutschland könnte ich mit der Ausbildung in allen Bereichen arbeiten, in denen auch Erzieher tätig sind. D.h. Schulen, Kindergärten, sogar in der Altenpflege. Wurde mir zumindest erzählt. Eine Möglichkeit, abgesehen von der Ausbildung, wäre es in der Tat, Soziale Arbeit zu studieren. Habe mich auch schon erkundigt. Das ist nur leider sehr überlaufen und auf Wartesemester habe ich keine Lust. Bewerben werde ich mich trotzdem der FH Köln und den Schulen im Umkreis, die die Ausbildung anbieten.

    Erzieherin oder Sozialarbeiterin sind genau die Berufe, von denen mit abgeraten wurde. Eben weil es dieses neue Berufsbild gibt und man mit Studium teilweise überqualifiziert ist (krank!) - und lieber reine Pflegekräfte genommen werden (billiger.) Aber das kann's ja auch nicht sein. Bin derzeit ziemlich verwirrt.

    Wird wohl darauf hinsaulaufen, dass ich mir ziemlich gut überlegen muss, ob ich meine Chancen im Ausland (Soziale Arbeit) oder hier in Deutschland (Heilerzieherin) erhöhen will.
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    [quote author=lindemaa link=topic=17582.msg185514#msg185514 date=1186411765]
    [quote author=Northamptonian link=topic=17582.msg185508#msg185508 date=1186410789]
    [quote author=mareike_ link=topic=17582.msg185504#msg185504 date=1186409380]

    Ich finde es verwunderlich, dass es in England nichts vergleichbares gibt. Ist es üblich, diese privat, dass heißt in den Famlien zu betreuen? Dann wäre ja evtl sowas wie abulante Hilfe möglich? Die Förderung in Deuschland sieht vielleicht anders aus, aber das sie in England garnicht geschiet, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Wäre auch sehr schade (nicht nur für mich, vorallem für die Betroffenen)

    [/quote]

    Es gibt vergleichbares in England!
    Behindertenheime gibt es und ambulante Hilfen gibt es auch - von Werkstätten hab ich allerdings auch noch nie was gehört... :icon_warumnur:

    [/quote]

    WfB's gibt's hier auch. Google mal "sheltered workshop" oder "sheltered work" - da stösst Du auf solche Projekte oder auch Werkstätten. Sie sind hier nur meistens in komplett freier Trägerschaft.
    [/quote]

    Ich danke Dir, werde gleich mal schauen  :icon_biggrin:
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    Es gibt gerade eine massive Bewegung Behindertenwerkstaetten zu schliessen und Menschen mit Behinderungen auf den 1. Arbeitsmarkt zu integrieren. Der groesste Betreiber von Behindertenwerkstaetten Remploy hat gerade bekannt gegeben, einen grossen Teil seiner Einrichtungen zu schliessen - mit Unterstuetzung vieler Behindertenverbaende. Google mal nach Remploy, da findest Du viele Artikel drueber.

    Ueberhaupt geht hier alles eher weg von Institutionalisierung hin zu individueller Foerdung, was aber nicht gegen Deine Ausbildung sprechen muss, wenn Du flexibel bist und mit "Selbstbestimmt Leben" etwas anfangen kannst. Ich kenne viele Leute, die mit persoenlicher Assistenz leben, auch mit hohem Pflegebedarf. Vieles Einrichtungen sind hier in freier Traegerschaft und an Vereine angeschlossen. Wende Dich doch mal an Scope, People First oder die Independent Living Centres.

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    Vielen Dank, werde mich bei den Vereinen/Organisationen erkundigen! :icon_smile:

    Und natürlich ist das unterstützenswert (und im Grunde die Idealvorstellung) diese Menschen auf den 1. Arbeitsmarkt zu integrieren. Da steh ich auch total hinter. Leider geschieht da wohl, auch hier, noch zu wenig. Es heißt zwar immer, dass das das Ziel sein müsste, aber dann guckt man sich an, wieviele es tatsächlich schaffen und fängt an zu zweifeln.

    Die persönliche Assistenz, also den Menschen die Möglichkeit zu geben, weitestgehend selbstbestimmt zu leben, find ich gut. Das gibt's in der Form hier, meines Wissens, selten. Standart sind eben immer noch die Wohnheime. Und da wird sich leider selten über individuelle Förderung (meiner Erfahrung nach) Gedanken gemacht.

    Arbeitest Du selbst in dem Bereich, wenn ich fragen darf? :icon_smile:
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    Arbeitest Du selbst in dem Bereich, wenn ich fragen darf?

    Nein, ich habe selbst eine Behinderung und bin nicht zuletzt wegen der anderen Art der Briten mit dem Thema umzugehen, in England geblieben.

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    So, jetzt meld ich mich hier mals als Diplom Heilpädagogin zu Wort  :icon_biggrin:. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es ziemlich schwer ist hier etwas als Heilpädagoge, Heilerziehungspfleger zu finden - den Beruf und die Berufsbezeichnung gibt es einfach nicht. Ich selbst werde einen Job als Support Worker beginnen, bin aber auch dabei mich zu erkundigen in welche Richtungen ich noch einsteigen kann und welche Qualifikationen ich mit meinem Studium hier noch so erreichen kann.
    Mir fällt da nur auch noch etwas zum Anerkennungsjahr ein. Ich wollte mein Anerkennungsjahr gerne komplett in England absolvieren, meine Hochschule hat das aber abgelehnt, mit der Begründung, dass es mindestens ein halbes Jahr des Anerkennungsjahrs in Deutschland erbracht werden muss. Jetzt weiß ich allerdings nicht wie das bei Heilerziehungspflegern ist.
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    bin auch aus dem bereich und finde die jobangebote dazu hier eher frustrierend - support worker liegen vom verdienst am minimum wage, sind meist ohne ausbildung und es wird schichtdienst und sleep-over erwartet ...

    du kannst deine zeugnisse kostenlos ins englische übersetzen lassen und eine bescheibung auf englisch der ausbildung + des berufsbildes erhalten, bei

    zentralstelle für ausländisches bildungswesen
    lennestrasse 6
    53113 bonn
    tel. 0228 - 5010
    frau sonnenschein

    ( dauert AGES!)
    und das dann zu U.K.NARIC schicken, die eine äquivalenzbescheinigung ausstellen ( kostet 50 pfund und dauert einige wochen). damit hast du zb. auch eine einstufung in NVQ level und verdienst mehr, bzw. kannst in verantwortlicheren jobs arbeiten.
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    Ah super, die Adresse krall ich mir gleich mal unter den Nagel und nehm die gute Frau Sonnenschein in Anspruch. Übersetzen kann ich zwar auch selbst lassen, ich hab den Diplom Übersetzer in der Familie... :icon_smile: aber das Äquivalent und mein NVQ Level interessieren mich schon
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    ja, das ist mehr als eine übersetzung was sie machen - ausführliche beschreibung der ausbildung, des berufsbildes, was du damit in D machen darfst usf., und alles auf schönem papier und mit bundesadler und stempel...
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    Schick, mit Adler und hübschem Papier? :icon_cool: *lach* dann muss ich das ja haben. Naja, egal, ist so oder so sicher nicht falsch das mal in die Hände zu kriegen
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    Hallo Zusammen!
     

    Sehr schön! ENDLICH mal eine Antwort auf meine Fragen :)
    Das Thema ist ja nun shcon ein paar Jährchen alt- weiss jemand, ob das noch immer so ist?

    Grüße

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    Ja, ist noch immer so - de-institutionalization und integration, wobei das nicht immer die beste loesung fuer alle beteiligten ist...

    vielleicht waeren Camphill communities eine moeglichkeit fuer dich ? Die gibt es in D und hier... an der Uni Aberdeen ( Scotland) gibt es einen studiengang BA hons in Curative Education ( Heilerzieher), der abschluss ist hier anerkannt nicht nur von Camphill...

    nur so als anregungen ;-)

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    Das Du nichts über dieses Thema findest, kann mit dem Umstand zusammenhängen, dass dieses Berufsfeld in London oder England allgemein unbekannt ist. Es ist natürlich die Frage, ob Du in diesem Zusammenhang Erfolgsaussichten zur Ausübungen dieses Berufs in London hast. Vielleicht solltest Du deine Fachkenntnisse in Verbindung mit einer medizinischen Tätigkeit ausüben oder den Bereich Ergo mit integrieren.

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    Hallo zusammen,

    ich weiß die Diskussion ist schon einige Jahre alt, aber mich erwischt gerade das gleiche Problem. Ich bin Diplom-Heilpädagogin und neu in London. Ich habe lange Jahre in der heilpädagogischen Frühförderung in DTL gearbeitet und möchte wahnsinnig gerne auch hier in meinem Beruf mit Kindern mit Behinderung arbeiten. Gibt es irgendwelche aktuellen Erkenntnisse und Tipps? Haben die, die vor Jahren hier die Probleme hatten (falls sie noch bei DIL sind), irgendwelche Tipps? Wie ist es bei euch weitergegangen? Ich habe von NARIC nicht so viel Gutes gehört. Der Studiengang Special needs existiert ja mittlerweile. Hat jemand Erfahrung gemacht, wie man jetzt bei NARIC eingestuft wird?

     

    Bin für jede Anregung sehr dankbar!

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    *lacht sich gerade ganz frustriert tot*

     

    Mit special needs children, die laut ihrem 'statement' (einem legalen Dokument) extra Hilfe brauchen, arbeiten hier 'Teaching Assistants', d.h. Leute die ganz und gar keine Ausbildung haben, nicht mal zum normalen Lehrerberuf. 

     

    https://nationalcareersservice.direct.gov.uk/advice/planning/jobprofiles/Pages/specialneedsteachingassistant.aspx

     

    Wie ein langjaehriges Studium, wie oben erwaehnt, in 'NVQ levels' uebersetzt werden kann, weiss ich auch nicht. Ich hab mal ein NVQ2 gemacht, das hatte nichts mit Lernen zu tun, sondern mit beweisen, dass du so Dinge schon mal gemacht hast. Das ist alles in ein paar Wochen, Teilzeit, erledigt. 

     

    Wenn du wirklich in deinem Beruf arbeiten willst musst du wirklich erstmal die wenigen Leute ausfindig machen, die 1. den Unterschied zwischen den Systemen kennen, 2. eine richtige Ausbildung wertschaetzen und 3. dir eine Stelle finden, wo Du wirklich gebraucht wirst. 

     

    Das wird zusaetzlich dadurch erschwert, dass das System, das special needs children helfen soll, mehr darauf ausgelegt ist, legale Vorsetzungen zu erfuellen, als Kindern wirklich zu helfen. Wenn eine Organisation keine 'richtig ausgebildeten' Leute anstellen muss, wird sie das auch nicht tun. 

     

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    Habe meine Erzieherausbildungszeugnisse zu NARIC geschickt vor ein paar Jahren - vorher unbedingt beglaubigte Uebersetzung machen lassen.

     

    Da ja inzwischen recht viele deutsche in England studieren, werden diese Zeugnisse und Ausbildungen bekannter. Viele unis habe europaeische Zugangsvorraussetzungen auf ihrer webseite, allerdings sind die manchmal ein bischen unfair - viele unis scheinen immer noch zu glauben dass 3 A-levels (englische Studienvorraussetzung) mit note A (70% oder hoeher) das gleiche ist wie ein 1.5 Abitur! Und verlangen das dann als Zugangsvorraussetzung - aber nicht ueberall.

     

    Meine Erzieherausbildung wurde als HND/ Foundation degree/ NVQ 4 eingestuft. Leider habe ich erst letztes Jahr raus gefunden dass man damit hier ein top-up degree machen kann, dauert nur ein Jahr. (im Grunde das dritte Jahr von Bachelor Studium, da das foundation degree als 2 Jahre vom Bachelor studium gilt)

     

    Leider hatte ich bevor ich das wusste ein Studium im Gesundheitswesen angefangen, war aber nicht das richtige fuer mich, und hab dann von diesen top-up degrees gehoert. viele unis und ferunis bieten diese an, und mit nem bachelor kannst du in England ne Menge machen - sogar kompletten Karrierewechsel, denn viele Arbeitgeber akzeptieren einen bachelor in IRGENDEINEM Fach als Vorraussetzung fuer jobs (ausser halt es ist ein professioneller Beruf).

     

    Hoffe die Infos sind nicht zu kompliziert und hoffe es hilft dir weiter! Viel Glueck und melde dich falls du weitere Fragen hast!

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    Kannst du vielleicht ein bisschen mehr über diese top-up degrees erzählen? Ich bin Pädagogin, interessiere mich aber schon länger mehr für den Heilpädagogischen Bereich. Vielleicht kann ich die Zeit in UK irgendwie nutzen, um eine Weiterbildung in diese Richtung zu machen. Meinst du das würde damit gehen? Kannst du mir eine Fernuni empfehlen?

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    Hallo,

    ich bin Soz paed / Sozialarbeiterin und arbeite fuer ein council in Adult Social Services (allgemeinen, nicht Lernbehinderung).

    Ich haette jetzt auch Camphill vorgeschlagen. Oder vielleicht Soz paed / SA, wenn Du nach England willst?

    Es gibt hier bei den councils auch 'ungelernte' Sozialarbeiter, heissen in jedem council anders, z.B. care manager, case manager oder community care worker.

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