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  1. 26 points
    Ich war hier seit einiger Zeit aus verschiedenen Gruenden nicht mehr aktiv. Ich haette auch ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich mich nochmal melden wuerde, aber wie wir alle wissen, ist einiges da draussen passsiert. Also habe ich meinen account reaktiviert. Brexit. Meine Frau (hier: Mrs Dalloway) und ich werden die Stadt und damit das Land verlassen, in diesem Sommer noch, einige Monate nachdem die Regierung die EU Kuendigung plant einzureichen. Wer meinen Krams online verfolgt hat, weiss, dass ich gefuehlt hundert mal geschrieben habe, zurueck nach Deutschland, hahaha, ich? NEVER. Well, there we are. Am 31. Januar 2001 ueberquerte ich mit einem Freund die Thames auf der Waterloo Bridge in Richtung North West London. Am Morgen waren wir in Deutschland losgefahren, der Wagen vollgepackt mit meinem Krams. Ich hatte meinen Job in Goettingen gekuendigt, mich dort abgemeldet, eine Menge hinter mir gelassen, war aufgeregt und gespannt, was auf mich zukommen wuerde. Ich zog nach London und ich blieb in London, sechzehn Jahre lang. Am Anfang war vieles fremd und nicht einfach, aber ich fuehlte mich schnell wohl und irgendwann zu Hause. Ich lernte die Stadt, das Land und die Menschen lieben. Ich lebte mich ein. Ich unternahm unzaehlige Ausfluege, photographierte und schrieb. Ich begann die Stadt und das Land zu verstehen. Ich respektierte die Stadt. Ich wurde Londoner. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sich jemals etwas aendern wuerde. Aber es hat sich alles geaendert. Es kam das Referendum und damit der Entscheidung zum Brexit. Es war die drohende Stimme des Volkes, die uns zu verstehen gab, dass wir, als Deutsche hier nicht mehr willkommen waeren. Das Land hatte gegen Europa gestimmt, aber wir beide verstanden uns immer als Europaeer in Grossbritannien. Wer gegen Europa stimmt, stimmt leider auch gegen die Buerger Europas. Eigentlich haette es die countryside in Cornwall werden sollen, irgendwann, halb im Ruhestand und dann spaeter als Pensionaere. London ist zu teuer um sich zur Ruhe zusetzen, fuer uns zumindest, vielleicht auch zu laut und sicher zu schnell und zu anstrengend. Aber die countryside in England ist nicht nur traditionell Tory verliebt, sie haben dort auch nahezu geschlossen fuer Brexit gestimmt. Wir waeren immer Auslaender geblieben, Aussenseiter, gerade so eben geduldet vielleicht, toleriert kaum. Das ist nicht, was man Heimat nennt. Sechzehn Jahre ist keine kurze Zeit. Die Zeit hat mich gepraegt, ich bin ein Teil der Stadt, die Stadt hat ihre Spuren hinterlassen, gute wie schlechte. Mehr gute, denke ich, weit mehr. London ist gut zu mir gewesen. Ich beschwere mich nicht. Es gab so viele Momente in meinem Leben hier, in denen ich kaum glauben wollte, dass ich in London lebe. In London! Ich habe viel Glueck gehabt. Nicht alles verlief gut und sorglos. Es ging mir auch mal schlechter hier, verdammt viel schlechter. Aber ich hatte immer einen Job, genug zu essen und ein Dach ueber dem Kopf. Sechzehn Jahre lang. In der grossartigsten Stadt der Welt. But make no mistake, in diesem Land gibt es keine sorglose Zukunft fuer Europaeer mehr. Wir wuerden immer Teil einer Minderheit sein, einer besonderen Minderheit, oh ja.Oh, ihr seid die Europaeer, die noch eine Bleiberecht erhalten haben? Ah ja. Buerger zweiter Klasse, amnestiert, geduldet. Ich habe in all der Zeit in London nicht ein einziges Mal irgendwelche ernsthaft gemeinten Kommentare zu meiner deutschen Vergangenheit bekommen. Nicht einen Spruch. Nicht ein einziges Mal. Also, was soll sich aendern? Mir persoenlich hat noch keiner gesagt, du bist hier nicht mehr willkommen, also erstmal abwarten, richtig? We’ll be fine, yes? Das wird schon, richtig? Bullshit! Jeder Pole, der hier angemacht wird, jeder Rumaene, der hier angriffen wird, jeder Europaeer, der hier hate crime erfaehrt, das bin auch ich. Weil jeder einzelne insult auch mir gilt. Und wer das nicht begreift und sich zurueckzieht und behauptet, das wird schon, das ist nicht so schlimm, der handelt verantworgunslos und naiv und dumm. Und das will ich nicht sein. Wir haetten die britische Staatsbuergerschaft annehmen koennen, koennten das immer noch in die Wege leiten. Aber erstens will ich mich nicht irgendwann zwischem einem deutschen und einem britischen Pass entscheiden muessen, und ein Pass ohne EU Emblem kommt sowieso nicht in Frage. Und zweitens ist dieses Land unsere Staatsbuergerschaft nicht mehr wert. Irgendwann hab ich hier im Forum mal auf die Frage, was nervt dich an diesem Land am meisten, geantwortet, Auslaender, die alles scheisse finden, und trotzdem bleiben. Also bitte. Zeit zu gehen. Aber wir werden nicht gehen, ohne laut zu sagen warum. Ich war Mitglied von Heritage, London Historians, SubBrit, Ramblers, National Trust und einigen anderen societies und clubs. Allen habe ich gekuendigt und gesagt wieso: Brexit. Und deswegen schreibe ich auch hier. Unsere Nachbarn wissen wieso wir gehen, Kollegen, Freunde, jeder. Es fehlt nur noch der Brief an unseren MP und an Theresa May. Und das kommt noch. Brexit ist an Daemlichkeit und Kurzsichtigkeit nicht zu ueberbieten. Eine Generation von alten verbiesterten konservativen Empire Glaeubigen und Gestrigen versaut seelenruhig nachfolgenden Generationen die Zukunft. Unfassbar. Take back control, my arse. Brexit means Brexit. Die Sache wird eine Vermoegen kosten, das Land um Jahrzehnte zurueckwerfen und nichts bringen. Hooray, well fucking done, you idiots. But hey, das Koenigreich hat sich entschieden, sie wollen uns nicht mehr, so be it. Also wir werden unser retirement money nehmen und in die countryside ziehen. Aber eben nicht nach South West, sondern nach Deutschland. Viel Glueck allen die bleiben. Vielleicht liege ich ja falsch, aber Ihr werdet es auch brauchen, fuerchte ich. Welche Rechte werden sie zuerst beschneiden? NHS Mitgliedschaft? Klar, aber das kostet ab sofort extra, sorry. Eigentum erwerben? Bleiberechte einschraenken? Jobs? Was ist mit britischen Partnern und Kindern? Alles ist denkbar und machbar. Aber erstmal alle erfassen und katalogisieren vielleicht? Wir Deutschen wissen, wie so etwas funktioniert. This is a mighty fine country and I love it. But it is not my country anymore. Good luck, Britain. You will need it. And to all those xenophobic arseholes: go fuck yourselves.
  2. 21 points
    Ich sehe mit schaudern, und zwar nicht nur in diesem forum, wie brexit einen keil zwischen die "fuck you i'm out of here" und die "my life is here!" fraktionen treibt. Koennten wir vielleicht etwas respektvoller miteinander umgehen? Leute, die bleiben als Idioten zu bezeichnen ist der sache nicht zutraeglich. Jeder hat seine eigene realitaet und gruende fuer den einen oder anderen weg.
  3. 21 points
    puh, ein Glück war Snoppy vor Ort und konnte mit seinem Handy den weiteren Verfall des britischen Empire dokumentieren. Die werden sich noch alle umschauen, wenn diese muslimischen Polen und dunkelhäutigen Franzosen wieder über den Ärmelkanal zurück getrieben worden sind. Vor dem Eintritt in diese verhasste EU war das britische Commonwealth WEISS. Da wusste der Inder oder Afriikaner aus Jamaika noch, wie er sich zu kleiden hatte. Aber heute? Sodom und Gomorra an heute Ecke. Ein Glück sind bald alle Ausländer raus. Außer natürlich Snoppy, weil der ist ja keiner. Eigentlich doch, aber egal - die anderen sind ECHTE Ausländer. Und im übrigen: Merkel ist Schuld. Die EU ist Schuld! DIL sowieso! Habe ich irgendwas vergessen?
  4. 18 points
    Das Moderieren dieses Forums wird langsam zum Fulltime-Job. Ich möchte alle (und besonders eine ganz bestimmte Person) bitten, beim eigentlichen Thema zu bleiben.
  5. 18 points
    Ich kann Konstantin gut verstehen. Wir sind nicht ganz so lange hier wie er, haben ordentlich Jobs (meine Frau is festangestellt, ich bin IT consultant), haben ein (zu kleines) Haeuschen, wohnen in einer netten Strasse und haben uns mit viel Geld und Papierkram unseren rechtlichen Status gesichert. Mit anderen Worten: britische Staatsbuegerschaft. Wie es in ein paar Jahren finanziell aussieht weiss keiner. Wird Brexit nur die Randzonen des UKs verwuesten? No thanks for your Brexit-Vote Cornwall und Wales, but you deserve every hardship Brexit brings to you. Oder werden auch wir in der London Bubble Brexit zu spueren bekommen? Wir haben uns im UK immer sehr wohl gefuehlt und ich habe es auch immer verteidigt, wenn meine deutschen Verwandten und Freunde ueber die Inselaffen gelaestert haben. Das hat jetzt aufgehort. Die britische Regierung, insbesondere May hat jetzt zum zweiten mal betont, dass ich ein Mensch zweiter Klasse bin: If you believe you're a citizen of the world, you're a citizen of nowhere. Self employment was "eroding the tax base" According to our unelected, dictatorial prime minister bin ich sozusagen ein Mensch zweiter Klasse und ein Schmarotzer. Das werde ich diesen Tory-, UKIP- und Brexit-Motherfuckers niemals vergeben.
  6. 16 points
    Echt SNOOP, keine/r, aber echt niemand grölt hier wie du seit über einer Woche wie'n Besoffener rum, meckert an Trivialitäten rum, vermengt Threads um sich über neue, angebliche Beleidigungen und vermeintliche Frechheiten zu beschweren. Was ist dein Ziel? Dass alle, die mit Brexit unzufrieden sind, den Mund halten? Not gonna happen. Now give it a rest.
  7. 16 points
    Snoop, kannst Du bitte mal einen Gang runterschalten? Du produzierst totales Chaos in diesem Faden, mach für Deinen "British Values"-Krams bitte ein neues Thema auf, wenn Dir das so wichtig ist.
  8. 15 points
    Wenn ich so einen Sch**** schon wieder lese "Merkel und die Willkommensklatscher..." 1 . es war in Antwerpen, das ist in Belgien, was hat Merkel damit zu tun? 2. Willkommensklatscher - abwertender gehts wohl kaum noch. Das kann nur von jemandem kommen, der im Leben noch nie Angst hatte, der weder Krieg noch Gewalt noch Hunger kennt. Keinerlei Menschlichkeit oder Empathie. Was bist du nur für ein Mensch? Pfui Teufel!
  9. 15 points
    Brexit ist (wie schon gefuehlt hundert mal geschrieben) einer der wichtigsten Entscheidungen nicht nur fuer dieses Land sondern daraus auch resultierend fuer mich (uns). Glaubt wirklich irgend jemand ernsthaft, ich haette mich nicht tagelang und wochenlang und intensiv damit beschaeftigt? Und was soll dieser bescheuerte Mist von wegen, ich masse mir sonstwas an? Ich meine, ich glaube, ich denke. Ich weiss einen Scheiss. Ausser dass ich regelmaessig dummes Zeug schreibe und mich nicht ernst nehme. Das weiss ich sicher. Also komm mir keiner mit diesem patronising Bockmist von wegen, liess doch mal das und das. Bollocks. Ich sorge mich um mich und meine Frau, wir haben abgewogen und uns enschieden zu gehen. That's it. Deswegen habe ich noch lange keine Probleme mit anderen Entscheidungen oder Meinungen. Be my fucking guest. Aber ich gehe. Und ich weiss wieso. Und ich rege mich darueber auf. Und ich fuehle mich wohl dabei zu gehen. Aus oben erwaehnten Gruenden. Und darum geht es in diesem thread. Genau das kund zu tun. Honestly.
  10. 15 points
    Dann versuche doch endlich mal, Positivitaet zu verbreiten statt an wirklich allem herumzumaekeln.
  11. 15 points
    Jetzt ist mal gut. Vielleicht liegt es ja am Namen, aber das nimmt ja Ausmasse von snoopeye an.
  12. 14 points
    Snoop hat jetzt erst einmal Pause bis Anfang der Woche. Vielleicht können wir ja nun vernünftig weiter diskutieren, ohne daß es gleich in Streit und Sachen-an-den Kopf-werfen ausartet.
  13. 14 points
    A propos Gegenleistung, ich mahne seit Monaten an, dass m@tt hier seinen Kram anbietet, ohne Webungskosten zu bezahlen. Wie ich sehe geht das gegen seine eigenen Prinzipien. Das sollte nicht sein und ich schlage vor, dass wir ihm helfen und statt seiner 'Beiträge' einen regelmässigen Beitrag zu den Forumskosten verlangen, dann kann er seinen Krempel hier in Anzeigenform verticken. Dann kann er wieder ruhig schlafen.
  14. 14 points
    So eine "Ich-tu-nur-was-fuer-Geld-egal-was-die-Umstaende-sind"-Kultur finde ich da weitaus bedenklicher. Ich denke ich hab es schon zu was gebracht, zu was muss ich dir hier nicht erklaeren, aber ich tue Menschen auch gerne Gefallen, vor allem wenn es mir nichts abbricht und nur einen Moment meiner Zeit kostet. Ich hoffe wirklich, dass du nie in eine Situation kommst, in der du einen Gefallen brauchst, und die Leute dich dann erst fragen wie viel du denn willens bist zu zahlen.
  15. 14 points
    Du bist an Hochmut und Arroganz fast nicht mehr zu ueberbieten. Es handelt sich hier um ein akademisches Forschungsprojekt.
  16. 13 points
    Boah, Cart00nist-Du bist echt voll der deutsche Spiesser-Hauptsache Forumsregeln! Der Jensemann kann hier noch voll was lernen und Du willst das nicht!!!!!!!! Menno! Dazu ist das Forum schließlich da!!!!!
  17. 13 points
    Du hast ja so recht, Stonki sitzt in seinem Stonkitower im Steuerparadies und kommt mit dem scheffeln kaum nach-die DiL Renditen sind so hoch dass er ständig feindliche Übernahmen abwehren muss. Streng geheim, wissen nur Leute die spenden: Zuckerberg arbeitet schon an einem DiLbook. Hauptsächlich scheffelt er aber weil die Russen inkognito soviel spenden. Das ist aber streng! geheim. Pssst. Spender liest mit. Ohne könnten wir hier alle einpacken. Gruss, Oleg. Claudia
  18. 13 points
    also ich meckere ja selten, aber: @Snoop könntest Du vielleicht erst einmal das denken einschalten, bevor Du mit jeder Menge nicht zu Ende gedachten Kommentaren das ganze Forum wahllos vollkleckerst?
  19. 13 points
    @Konstantin Mir ging's letzten Sommer ähnlich wie dir jetzt, du hast das äußerst zutreffend beschrieben Meine letzten 12 Monate liefen ungefähr so: Frühjahr 2016: "mir wird schlecht von der hirnlosen Hetzerei - wer glaubt so'n Müll und seit wann sind sich die Medien so einig, dass sie fast alle ins selbe Horn blasen?" Juni war Schock, Juli war Situationsanalyse und so oder so "berufliche Neuorientierung", weil Glauben an den damaligen Arbeitgeber verloren. Ende Juli / Anfang August: 3 gleichwertige Angebote vorliegen gehabt, 2x UK, 1x D'land. Mittlerweile war das persönliche Unbehagen aufgrund der politischen Signale schon sehr gewachsen und warum zum Teufel sollte ich pro Nase £1500 (ish) riskieren für nen Fetzen Papier, der mich und meine Familie nicht einen Deut "britischer" machen würde? Für das Geld kann man relativ stressfrei umziehen in ein anderes EU-Land, das freundlicher gesinnt ist und Fachkräfte schätzt. August: Kündigung eingereicht, Angebote vollends ausgehandelt und letztendlich im September für den dt. Arbeitgeber unterschrieben und die engl. Firmen wissen lassen, dass ich deren Angebote aufgrund der politischen Entwicklung ablehnen musste. Oktober: Nürnberger Parteitag.... äh ich meine Tory Conference B'ham und die Erkenntnis, dass es in D'land eigentlich nicht wirklich schlimmer sein kann, denn immerhin kommen die rechts-braunen Parolen in D'land nicht von der Regierung, im Gegensatz zu UK. November - Dezember: Wochenendpendler, Haus zum Verkauf gestellt (war nur 2 Wochen am Markt, dachte es würde länger brauchen im "mageren Quartal"). Januar 2017: Familienumzug komplett, Haus verkauft. Februar - jetzt: Happiness (gibt zwar noch ein paar kleinere Baustellen, aber es läuft besser als im Herbst letzten Jahres angenommen). Nach 10 Jahren UK (8 in London, 2 auf'm Land) fällt es uns erstaunlich leicht, uns wieder in D'land einzuleben. Ausschlaggebend für den Umzug war aber auch die Gegend: ich bin mir nicht sicher, ob ich als "Südländer" in den Norden oder Osten D'lands gezogen wäre - no offence, liebe Landsleute: es liegt an mir, ich weiß das aber auch. Fazit: Brexit meant ExBrit and we made a success of it! Mittlerweile schlafe ich zwar nicht unbedingt mehr, aber dafür wesentlich besser. Ich hoffe, dir werden alsbald ähnliche positive Effekte auffallen. Schöne Grüße aus München LGM
  20. 13 points
    ja, genauso wie du immer umsonst für deine projekte hier wirbst, nicht wahr...
  21. 12 points
    Als ich Anfang der 90er Art Director auf den Fish Cuisine- und Fischstäbchen-Etats von Iglu war, hatten die damals schon die größten Schwierigkeiten, überhaupt noch an Seelachs heranzukommen, weil Seelachs nämlich praktisch ausgestorben war. Ohne Fischfangquoten gäbs überhaupt keine Fische mehr.
  22. 12 points
    Richtig dekliniert wird das Substantiv „expat“ wohl folgendermaßen (gefunden auf Twitter):
  23. 12 points
    Ich wundere mich ja nur, dass sich sich so viele Leute ueber das Brexitergebnis und seine Folgen wundern und sich so fuehlen, als sei auf einmal alles anders. Grossbritannien war ja schon immer ein widerstrebendes EU-Mitglied, unter Vorbehalt und mit jeder Menge Extrawurst-Konditionen. Ich habe den Eindruck, dass viele nicht so ganz verstehen, wie sehr die "us-and-them"-Mentalitaet und das gegen-den-Strom-schwimmen hier im nationalen Selbstverstaendnis verwurzelt ist. Briten haben in erster Linie fuer Brexit gestimmt, weil sie sich nicht von Bruessel regieren lasen wollen und "erst" in zweiter Linie gegen unkontrollierte Einwanderung aus EU-Staaten. Die Stimmung hat sich zusammengebraut, seit die Zahl der osteuropaeischen Einwanderer durch den Beitritt Polens, Bulgariens und Rumaeniens in kurzer Zeit erheblich anstieg, mit entsprechenden Auswirkungen auf das Gemeindeleben und den Arbeitsmarkt. Frag' mal einen Jamaikaner, Inder order Pakistani im Rentenalter, was hier in den siebziger Jahren so abging, dagegen ist der Brexit-fallout zivilisiert. Ob das mit dem "toleriert-aber-nicht-akzeptiert-werden" in anderen Gesellschaften so anders ist, wage ich zu bezweifeln. Das ist wohl der Preis, den man fast ueberall als Einwanderer (und oft noch als Einwandererkind) zahlt. Hier in GB wird man ja schon schief angeguckt, wenn man von einem Dorf in Yorkshire in eins in Lancashire zieht. Das Referendumergebnis hat einfach an den Tag gebracht, was Leute schon immer gedacht, aber nie laut ausgesprochen haben. Wer jetzt gemein ist, war auch vorher noch nie dein Freund. Keiner kann passiv-aggressiv so gut wie die Brits, und jetzt wo die Katze aus dem Sack ist, bleibt eben die Aggression.
  24. 12 points
    Nigel Farage ist auch einer der führednen brit. Komiker. Seine Comedyserie "Reden im EU-Parlament" ist ein Klassiker.
  25. 11 points
    http://energydesk.greenpeace.org/2016/05/15/investigation-big-fish-quota-barons-squeeze-out-small-scale-fishermen/ Ich hatte es schon mal irgendwo erwähnt, aber extra für SNOOP habe ich jetzt nochmal einen von vielen Artikeln rausgesucht: Das fishermen dilemma hat wenig bis nichts mit der EU zu tun. Das British Government hat den Großteil der englischen Fangrechte an 3 global players verkauft, schlicht und ergreifend. Wie üblich wird diese unbequeme Tatsache nicht an die große Glocke gehängt; EU vorschieben ist halt einfacher und populärer. Es gibt kein Kopftuchverbot in der EU. Auch das neue Urteil sagt davon gar nichts. Lediglich wird Arbeitgebern erlaubt, jegliche religiösen, politischen oder sonstwie weltanschaulichen Ansichten von Arbeitsplätzen fern zu halten, insoweit es Mitarbeiter im Kundenbereich betrifft. Somit kann z.B. der Zahnarzt sagen, dass er gleichzeitig weder Kreuze, Kopftücher, Davidsterne oder sonstige Ausdrücke religiösen Hintergrunds bei der Stuhlassistenz oder an der Rezeption erlaubt. NUR Kopftuch verbieten geht nicht!
  26. 11 points
    Die Fischereiauflagen nutzen dem Fischbestand und sind nicht kommunistisch. Meine Herren....
  27. 11 points
    Nur so nebenbei-ca. 1934 waren es auch keine entarteten Intellektuellen!
  28. 11 points
  29. 11 points
    Pot...... kettle? In all den Jahren hier im Forum habe ich Thomson als ruhigen, realistischen und an Fakten orientierten Menschen wahrgenommen, Die von dir oben angeführten angeblichen Eigenschaften würde ich eher dir zuordnen, aber nicht Thomson.
  30. 11 points
    @Snoop Was ich an den Briten liebe, ist humility. Du bist da weit entfernt davon. Und ich glaube, da kannst du noch so lange in UK leben, wie du willst, diese Eigenschaft wirst du nie erwerben. Sent from my SM-G800F using Tapatalk
  31. 11 points
    Na ja, entschieden wurde ja schon, und zwar eben der Brexit. Dieses immer wieder geäusserte "erst mal abwarten" ist zwar einerseits sinnvoll, wenn es sich dadurch ausdrückt, erst mal die Lage und alle Alternativen zu analysieren und dann eine vernünftige Entscheidung zu treffen. Wobei mir aber scheint, dass das die überwiegende Mehrzahl der Leute, die jetzt aufbrechen auch schon gemacht haben und nun eben den richtigen Zeitpunkt gekommen sehen. Falsch wäre meines Erachtens (und das ist eben meine persönliche Meinung als "glühender Europäer"), stoisch oder resignativ abzuwarten. Die europäische Freizügigkeit ist mir auch als Freiheitsrecht so wichtig, dass es sich mit aller Leidenschaft dafür zu kämpfen lohnt. Und da kann ich Konstantin wirklich sehr sehr gut verstehen, dass da auch ein gehen mit lautem Türenschlagen letztendlich ein legitimes Ausdrucksmittel des Protests ist. Der Traum (wer will kann mich jetzt gerne als Träumer bezeichnen) von der europäischen Freizügigkeit darf nicht leichtfertig ad acta gelegt werden. Sehr schön und lesenswert, insbesondere die historischen Gegebenheiten im ersten Teil, von einem Schweizer (!) Wissenschaftler beschrieben: "Sieben Episteln über die Freizügigkeit" http://www.unifr.ch/ius/assets/files/chaires/CH_Epiney/files/Institut fuer Europarecht/Publikationen/Freiburger Schriften/Cahier22.pdf
  32. 11 points
    Und damit willst du uns nun was genau mitteilen?
  33. 11 points
    Calm down and put the kettle on... ...oder wie meine schottischen Kollegen so treffend meinten: "We are going to build a wall! A big, beautiful wall - and England is going to pay fro it!"...
  34. 10 points
    Snoop, mach bitte woanders einen Faden zu Banken auf. Das Thema dieses Fadens lautet immer noch: "Brexit: Warum wir gehen". Danke.
  35. 10 points
    So, ich habe die letzten Postings, die alle nichts mit dem Thema zu tun hatten, ins Blabbering verschoben. Da darf dann gerne weiter gestritten werden, allerdings gesittet, soweit das noch möglich ist.
  36. 10 points
    Es sind aber nunmal keine Einzelfälle mehr, im Gegenteil, die Tendenz ist steigend. Und eben nicht nur bei Deutschen, sondern auch bei Spaniern, Franzosen, Polen usw. Abgesehen davon denke ich mir schon, daß sich die Familie da gute Gedanken drüber gemacht hat, weil sonst würden sie es kaum machen – die werden ja nun wohl kaum komplett blöd sein. Ich würde mir nicht anmaßen, die Leute derart zu kritisieren. Und woher meinst Du zu wissen, die Mutter habe sich nur "scheinbar" etwas aufgebaut? Dein "…aber mal ganz ehrlich" ist niemals gut und sollte vermieden werden, wo es nur geht. Außer bei Tegtmeier natürlich ("also ährlich!"), der darf das.
  37. 10 points
    Ich bleib hier, hab mir nach Brexit fix die Staatsbürgerschaft geholt und werde also nicht Ende des Monats deportiert wie ihr. Im Ernst: Deutschland kann mich mal, auf Urlaub mal für ne Woche OK, aber auf Dauer ertrage ich diese Doofdeutschen nicht mehr. Es ist ja von der Zusammensetzung ein ganz anderer Typ Mensch, als der ausgewanderte Deutsche, ich würde sagen, weniger offen, mehr bodenständig, um einigermaßen neutrale Begriffe zu verwenden. Und diese ständigen Belherungen in D kann ich auch nicht ab "da darf man aber nur für 5 Minuten parken", "schämen Sie sich nichtm, bei Rot über die Ampel zu gehen?" oder "Sie haben die Salatgurke angefsst, jetzt müssen Sie sie auch kaufen" geht gar nicht.
  38. 10 points
    Du bist schon ganz schön arrogant... du weist gar nichts über die leute und ihre Gründe zu gehen. Also nach deiner Aussage sind auch die Briten die wegen brexit gehen nicht richtig ingetried?
  39. 10 points
    Brexit ist schon eine harte Prüfung de Solidarität mit Land und Leuten und ich spüre in dieser Unterhaltung die Verletzung auf allen Seiten. Die Verletzung derer, wie Kinstantin und mir z.B., denen gefühlt und gewissermassen auch de fakto das Land den Bettel vor die Füße geschmissen hat und die mit einem 'I can take a hint' beschliessen, das Land zu verlassen. Die Verletzung derer, die diese Alternative für sich nicht sehen, weil sie das UK nicht verlassen wollen, blos weil die politische Situation sich verändert hat und Leute wie uns als 'fair weather friends' sehen, die sich nie wirklich hier niedergelassen haben. Und die Verletzung derer, die Angst vor der Zukunft hier haben, aber nicht weg können, weil zu viel ihres Lebens, ihrer Lieben, oder auch nur ihres finanziellen Lebens hier fest sitzt. Wir drehen denen allen den Rücken mit einem 'und tschüss' und lassen sie hier sitzen. Als ich vor 10 Jahren bei DiL aktiv wurde, gab es einen endlos langen Thread, eigentlich sogar zwei, weil der damals aktive schon einen Vorgänger hatte, wo wir alle gelistet haben, was uns am UK und dem Leben hier so gut gefällt. Ich wünschte, ich könnte den nochmal finden, um zu sehen, was davon von Brexit wirklich bedroht ist - abgesehen von unserem legalen und finanziellen Status. Ich weiss nicht, ob ich als 'Ausländer' leben möchte/kann. Wir habe oft genug Leute angeblafft, die hier aufgeschlagen sind und was von 'nach London auswandern' gepostet haben. Und das stimmte ja auch. Abgesehen von der Sprache war es nicht mehr, als von München nach Hamburg zu ziehen, nahtlos, ohne dass man sich gross Gedanken machen musste. Man war/blieb schliesslich EU Bürger. Das fällt jetzt weg und ich bin nicht sicher, dass ich den Übergang vom Bürger zum Einwanderer und Resident auf Abruf, mit beschränkten Rechten, etc. wegstecken kann und so langfristig leben könnte. Ich fühle mich, wie sich die Kinder in einer Scheidung fühlen müssen, wenn alle sagen 'Mama und Papa haben dich lieb und wir wissen, dass das hier furchtbar für dich ist, aber' und dann weitermachen, ohne Rücksicht auf Verluste das Familienleben zu zerreissen.
  40. 10 points
    Auch die Countryside nördlich der Watford Gap hat nicht geschlossen für Brexit gestimmt. Meine Chefs hier in Manchester waren bestürzt. In meiner Kleinstadt hingen für ankommende Syrer große Banner aus - Refugees welcome. Die Gesellschaft in Manchester d.h. der "kleine Mann auf der Strasse" ist hilfsbereit und überhaupt nicht rassistisch. Jedem der sagt, es reicht, ich verschwinde hier, sei seine Meinung unbenommen und ich sehe ehrlich keine Kluft zwischen denen, die gehen und denen, die in UK bleiben möchten. Eine richtige Entscheidung gibt es da meiner Meinung nach nicht. Aber so schwarz/weiss wie ihr UK darstellt ist es nicht, gerade nicht in den Städten im Norden, von Schottland gar nicht zu reden. Nur meine 2p.
  41. 10 points
    Die einzig logische Erklaerung ist die deutschgefuehrte EU - Angela Merkel sorgt dafuer, dass die deutschen Supermaerkte die britischen aus dem Wettbewerb draengen, als Rache fuer Brexit. Morrisons Eisbergsalatpreise sind das Ergebnis von Muttis perfidem Plan. (ich hab durchaus schon Argumentationen entlang dieser Linie in Kommentarspalten gelesen...)
  42. 10 points
    @Matt - die Vorlesungen, in denen gute Manieren und professionelles Auftreten gelehrt wurden, hast du wohl verschlafen. Du hast hier leider den Fehler gemacht, dort zu scheissen, wo du dein Essen suchst.
  43. 9 points
    A PASSENGER on a Jeddah-London flight has explained that while laptops may be banned he has a MacBook, which is different. Joseph Turner has told airline staff that he fully understands why they are taking laptops away from businessmen but that his MacBook Pro is a creative tool, so the rules do not apply. He continued: “It’s not a laptop. I actually loudly correct anyone who calls it a laptop. I did it in the airport coffee place just before. “This is the precision-milled instrument with which I create worlds, bring characters to life, and punch up advertising copy for blue-chip brands. It could never harm. “The battery of a MacBook cannot be removed except by a certified Genius at the Genius Bar. It’s far beyond ISIS’s capabilities.” Following the conversation Turner has been shown into a room to await further questioning, which he believes will lead to an upgrade to first class. http://www.thedailymash.co.uk/news/international/but-this-is-a-macbook-says-air-passenger-20170322124694
  44. 9 points
    Gerade gelesen: I have a cunning plan. Why not just leave things as they are but just tell the Brexiters we have left Europe? After all, they believed every lie that was told to them before the vote.
  45. 9 points
    Ich glaube ja mittlerweile an ein experimentelles Performance-Art-Projekt. Or Paul Dacre in disguise and tripping. Die Postings sind ja wie die Daily Mail auf speed. Only less coherent.
  46. 9 points
    Was genau diktiert die EU denn so? Zähl doch mal ein paar Beispiele auf.
  47. 9 points
    Ich arbeite dran. Ich kann enjoy's Erfahrungen mit den kleinen Details da echt nachvollziehen, im Prinzip ist das auch ein wenig witzig zu beobachten. Noch ein Beispiel: ich gehe drei Mal die Woche joggen, und aus meiner Wohngegend in England war ich es gewohnt, dass sich Jogger da gegruesst haben, wenn sie sich begegneten. In London ist das vielleicht anders, weil es da einfach viele Runners gibt, aber auf dem Land war das schon so. Bei meinen ersten Joggingrunden hier haben mich andere Jogger entgeistert angeschaut, wenn man sie unterwegs gruesste. Mittlerweile gruessen mich einige, denen man regelmaessig begegnet, auch schon mal zuerst. Small victories.
  48. 9 points
    Ich denke da hast Du mich falsch verstanden. Natuerlich ist das von mir ueberspitzt und sehr sarkastisch. Mea culpa wenn ich das nicht ausdruecklich so mit einem Pfeil gekennzeichnet habe. Aber genau das ist eben nicht der Fall, ich kann, wie viele andere auch, nicht wirklich 'mal eben' zurueckgehen. Ein viertel Jahrhundert an Leben und menschlichen Beziehungen kann man nicht mal eben so abbrechen. Aber ich mag auch nicht dabei zusehen, wie mein Adoptivland, bzw. seine Regierung den NHS etc.pp von mir genannten Dinge sehr gewollt zerstoert, trotz der wunderbaren Leute, die darin arbeiten und jeden Tag mehr verzweifeln ob ihrer Arbeitsbedingungen. Davor gruseltes mir. Ich kann das nur schwer ertragen. Und der Brexit wird diese Talfahrt in meiner Erwartung beschleunigen. Du fuehrst oben an, ich haette mich ja um die Staatsbuergerschaft kuemmern koennen, und ich glaube eben leider nicht, dass die Staatsbuergerschaft einen Deut an meinen Zukunftsaussichten hier positiv aendern wuerde. Dann muss ich in den naechsten 2 Jahren entscheiden ob ich lieber ein Ende mit Schrecken oder einen Schrecken ohne Ende nehme.
  49. 9 points
    Yep, ich kab da auch so einige Aussi/Kiwi/SA Leutchen im Freundeskreis die genau deshalb fuer Brexit gestimmt hatten. Und nicht nur die Erleichterung der Konditionen hier wird erhofft, da schwingt auch bei einigen (ansonsten eher sehr liberalen, jungen, weltoffenen) Leuten aus dem Commonwealth dieser merkwuerdige Pathos des Empire mit rein. Und ich aergere mich weiterhin dass diese Bekannten munter abstimmen durften nach nur ein paar Jaehrchen in UK, und ich nach 24 Jahren nicht. GNAAAAARGGHHHH. (musste gerade mal raus) OliverUk2000 - nun ja, genoetigt sehen sich diejenigen, bei denen ein Umzug dann auch eine gewisse Anlaufzeit braucht und nicht mal eben so zack, zack geht. Zum Beispiel mit Familie, Kindern, Immobilien, Jobs die nicht mal eben als equivalent in DE/anderswo existieren oder aufgrund verschiedener Anforderungen vielleicht im anderen Land nicht ausgeuebt werden koennen, sozialen Bindungen hier in UK, usw. Ich kann mich mit vielem, was Konstantin schreibt gut indentifizieren, wenn auch nicht mit allem. Ich hab mein gesamtes Arbeitsleben, und mein gesamtes Erwachsenenleben hier verbracht. Ich fuehle mich hier nicht als Aussenseiter oder Fremder (nicht mehr, als 99% aller Londoner, zumindest). Aber diese Unsicherheit setzt mir zu. Vielleicht sollte ich auch anfangen, nen Brief an Teresa schreiben. Aber vorher und noch viel dringender wuerde ich eigentlich lieber einen Brief an Boris und Nigel schreiben, die beiden schlafen mir viel zu ruhig des Nachts, waehrend wir hier alle vor Sorge Schlaf verlieren. Und an David C., den alten Schlappschw**z.
  50. 9 points
    Damit beziehst du dich auf wen genau? Auf Otto Normalverbraucher hoffentlich nicht, denn nur weil ich meine Wahlheimat nicht verlassen will und werde, macht mich das nicht zu einem duemmlichen Idioten im Geiste von May und Farage.