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  1. 22 points
    Hallo, Da einige Mitwanderer aus der DIL-Wandergruppe die Insel verlassen haben/bald verlassen wollen, bin ich dem LibDem Outdoor Gym (12gbp/Jahr) beigetreten - man kann wandern und entweder Podcasts hoeren (leaflets delivery) oder mit Menschen reden (canvassing). So schlimm ist canvassing eigentlich nicht, Menschen sind ganz nett und sogar ein Extravert wie ich schafft das. Am Freitag und Samstag habe ich ~28-36k Schritte pro Tag (und viele-viele London School of Economics podcasts gehoert) gemacht und zwar in Manchester-Gorton, um dem by-election campaign zu helfen. Beim canvassing muss man mehr reden als spazieren, ich habe z.B. einem Mann ueber Vorteile des Single Markets erzaehlt, es gibt tatsaechlich Leute, die das noch nicht wissen und jemand muss sie aufklaeren und sie lesen leider weder unser Forum noch Facebook. Egal ob man eher liberal oder gruen oder labour waehlen wuerde (aber nicht/noch nicht darf), man kann den Tories Wiederstand leisten auch ohne wahlberechtigt zu sein und zwar durch Spenden oder volunteering. In meiner Ecke von Tower Hamlets wuerde meine etwaige Stimme kaum etwas fuer unsere Rushanara Ali anti-Brexit Labour MP bedeuten und etwa nach Twickenham umziehen um meiner Wahlstimme mehr Gewicht zu verleihen macht kaum Sinn. Aber man kann dorthin fahren, wo es Sinn macht - Twickenham oder Southwark um den LibDems zu helfen, nach Bristol um den Gruenen zu helfen, nach Croydon um Labour zu helfen. Diese Target Seats wurden eher simplifiziert berechnet, jede Partei wird bald ihre eigene Listen veroeffentlichen um die knappen Ressourcen optimal zu verteilen, es macht keinen Sinn z.B. in Clacton-on-Sea einem gruenen oder liberalen Kandidaten zu helfen. Alle diese Wahlkampagne werden nicht einfach so gewonnen, z.B. ~1k volunteers haben Sarah Olney in Richmond Park geholfen. Dank dem first-past-the-post System, es existiert nicht nur tactical voting, sondern auch tactical campaigning. Jede Stimme fuer die Liberalen oder Gruenen oder Monster Raving Loony zaehlt, aber Winner takes it all und es ist schade wenn in Croydon Central die Labour-Kandidatin nur an 165 Stimmen gescheitert hat. Wozu soll man das machen? Es gibt viele Gruende, etwa Neugier oder Rache oder Wunsch den Brexit zu stoppen/weicher zu gestalten oder man mag promovierte PhysikerInnen oder man hat Angst alle Mitwanderer zu verlieren - oder alles zusammen. Natuerlich kann man auf facebook lustige anti-Brexit Zitaten verteilen, das hilft vermutlich noch weniger als eine 20pence-Spende an die Gruenen. Ach ja, Parteien brauchen auch Geld - um die Leaflets zu drucken, facebook ads zu kaufen und was immer. Geld alleine hilft aber nicht und es gibt spending limits, pro Constituency darf man nicht mehr als ~£100k (je nach Wahlbezirk-Groesse/usw.) spenden, z.B. in der Brexit-Capital, Stoke-on-Trent Central hat UKIP £99k ausgegeben und nur 5k Stimmen (19gbp/Stimme) bekommen, Geld alleine hilft nicht. Ich schaetze, wenn man 5-20gbp an irgendeine Partei spendet, gewinnt sie dadurch eine zusaetzliche Stimme. Nach Schaetzungen eines libdem-Aktivists mit Erfahrung (und meinen Schaetzungen auch) nach, man kann eine zusaetzliche Stimme auch durch 1 Stunde volunteering gewinnen - voellig legal. Es ist nett einer Partei beizutreten (LibDems sind heute 5k+ neue Mitglieder beigetreten), einmaelig spenden oder voluntieren geht auch. Ob man LibDems, Gruene, Labour oder gar keine Partei unterstuetzen will, ist eher eine Frage der persoehnlichen Praeferenzen. Als anti-Brexit Partei hat sich vor allem LibDems profiliert, die Gruenen sind auch gegen Brexit (ob sie dadurch irgendwo gewinnen ist eine gute Frage. mit etwas Hilfe, hoffentlich z.B. in Bristol). Ob man Corbyn stuerzen soll oder nicht, ist auch eine weniger wichtige Frage; mein Ziel ist den Brexit zu stoppen oder weicher zu gestalten, natuerlich mit meinen winzigen Schritten, man muss nicht voellig fuer die Politik einsetzen, es gibt interessantere Dinge im Leben (Kaese?). Also, wenn man mit der Brexit-Situation nicht zufrieden ist und zurueckschlagen will, es gibt einige Optionen, auch wenn man kein UK/Commonwealth/EU/citizen of nowhere ist. Uebrigens, EU/UK/Commonwealth-Buerger koennen auch bei Kommunalwahlen am 4. Mai zurueckschlagen. Jede Stimme gegen Tories macht die jeweilige Partei groesser. Gruesse, Pavel.
  2. 16 points
    Ich hab jetzt genug von Deiner Trollerei und Du bist hier auch nicht der Forumswart, der bestimmt, über was die Leute hier diskutieren dürfen. Für 2 Wochen gesperrt. Solltest Du Dich danach immer noch so aufführen, führt das zur endgültigen Sperrung.
  3. 16 points
    Dieses 'Demokratiedefizit' ist ein Mythos von denjenigen geschaffen und an die uninformierten Massen verbreitet, die die EU weder akzeptiert noch sich auf sie eingelassen, geschweige denn an den demokratischen Akten, sprich Parlamentswahlen je teilgenommen haben. Es wird durch ständiges Wiederholen auch nicht wahrer.
  4. 15 points
    Jeder darf hier seine Meinung kundtun, aber du darfst nicht erwarten, dass jeder deine Meinung teilt. Und wenn ich etwas wirklich nicht hoeren will oder mir ein Mitglied extrem auf die Nerven geht, dann gibts immer noch die Ignorierfunktion. Du bist seit gestern drauf (aber ich hab gerade mal die Option anzeigen gewaehlt, weil ich sehe, dass du schon wieder eine Grundsatzdiskussion lostreten moechtest). Dass viele Leute im Moment nicht gerade gluecklich in UK sind, ist mehr als verstaendlich (mir jedenfalls). Ich weiss echt nicht, was dich daran permanent so in Rage bringt, dass du immer und immer wieder in jedem Thread die Fahne schwingen musst. Mal nen Gang runterschalten koennte vielleicht besser fuer die Gesundheit sein.
  5. 14 points
    Theresa's Märchenstunde: A global Britain (because the Commonwealth countries love their former bully) A fairer society (after benefits cuts for the already poor) A stronger economy (without a trade deal) A united nation (without Scotland and Northern Ireland) Da lachen ja die Hühner
  6. 14 points
    Die einzigen, die was angezettelt haben, sind die Briten mit ihrem bescheuerten Brexit. Einen Konflikt um Gibraltar gab es schon immer, der wurde aber beendet, als UK und Spanien der EU beigetreten sind. Mit dem Brexit ist das natürlich hinfällig geworden. Abgesehen davon halten dich die Spanier vorbildlich zurück, bisher spinnen nur die Briten mal wieder komplett. Nochmal kurz zum Verständnis: GB will raus aus der EU. Dementsprechend hat es eigentlich überhaupt gar nichts zu fordern, sondern kann froh sein, wenn es nach 2019 von der EU ein paar Troll-Handelsabkommen angeboten bekommt.
  7. 11 points
    Der gestrige Tag kurz zusammengefasst:
  8. 10 points
    30k? Vielleicht stehen ja auf dem Parkplatz des Foreign & Commonwealth Office morgens um sechs ein paar bulgarische Buerokraten herum, die nicht viele Fragen stellen und ihre eigenen Butterbrote mitbringen...
  9. 10 points
    Die EU war und ist eine Organisation, die den Frieden in Europa sichern soll. Das war die Grundidee von Anfang an. Und die Sache mit Gibralta zeigt nur, dass diese Idee auch heute noch aktuell ist. Nun hat das UK dieser Idee dem Rückenzu gedreht und muss halt jetzt damit zurecht kommen, dass alte Konflikte wieder aufbrechen. Oder anders erklärt: Als das UK noch Mitglied in der EU war, haben die anderen Mitgliedstaaten ausgleichend gewirkt. Nun da das UK geht, steht die EU nur noch auf einer Seite und das ist die SPaniens. Nicht wirklich überraschend. Genauso wird es sein, wenn es um Nordirland geht. Da wird die EU hinter Irland stehen. Das ist auch vollkommen logisch und richtig. Die ausgleichende Funktion ist nunmal von dem UK abgewählt worden.
  10. 10 points
    Nochmal zum Demokratiedefizit: Ein Land mit einem ungewaehlten Staatsoberhaupt und einer ungewaehlten zweiten Kammer im Parlament beklagt sich ueber Demokratiedefizit. Man koennte es nicht erfinden also muss es wahr sein.
  11. 10 points
    Nach dem Mauerbau, hatte man da in der DDR auch so das Gefuehl, dass lauter nette Leute langsam irgendwie ploetzlich verschwanden, also, abwanderten? Meine Mutter sagte mir damals, die einzige Berufsgruppe, die konsequent dablieben waren Pfarrer. Ich komme mir hier langsam fast einsam vor. Ich werde heute abend still in einen deep fried Marsbar reinheulen.
  12. 10 points
    Sachma, liegt das eigentlich an mir, oder sind auf einmal alle anderen paranoid geworden? Auf Facebook sorgen sich die deutschen Expats schon, dass ab morgen keine Umzugswagen mehr ueber die Grenze gelassen werden um ihre Sachen "kurz vor Kriegsausbruch" noch auf UK abzuholen, und ohne Staatsbuergerschaft kann man ja nicht mal mehr zum GP. Glaubt ihr wirklich, dass TM jetzt den Donald Trump gibt, am Mittwoch um 13 Uhr den Brexit ohne Deal erklaert, die Grenzen dicht macht und alle Touristen aus der EU am Flughafen wieder nachhause schickt? Auch die Grenzer muessen sich weiterhin an Gesetze halten, und das obige Szenario waere selbst fuer T. Mayhem politischer und wirtschaftlicher Selbstmord. Der wirkliche Kriegsschauplatz werden Sozialleistungen, Arbeitserlaubnis und Renten sein, aber doch keine Einreisekontrolle wie in australischen Fernsehserien (hey, sie haben ja Bewerbungsdokumente auf ihrem Handy, sie sind ja gar kein Tourist!)
  13. 10 points
    „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“ (Kurt Marti) Siehste, dass ist das Ding. Wenn keiner geht oder keiner es zumindest versucht, heißt es später "warum habt ihr nichts gemacht". Es kommt auch nicht immer drauf an, dass man direkt und unmittelbar ein Resultat hat. Es kommt drauf an, dass man aufsteht für das, woran man glaubt. Hier in GB wird noch viel zu wenig demonstriert. Generell wird viel zu wenig demonstriert. Als ich jung war, hatte das schon abgeebbt, weil alle sich auf ihrem Wohlstandskissen genüsslich ausruhten. Als ich Kind war gings noch eher rund. Dennoch bin ich auf Demos gegangen, wenn ich es für nötig befand. Wenn keiner mehr demonstriert, sich keiner mehr für das einsetzt, was wichtig ist, können wir direkt alle einpacken und uns einen Sarg kaufen. Es ist wichtig, seine Meinung zum Ausdruck zu bringen. Es ist wichtig aufzuzeigen, dass Dinge falsch laufen. Es ist wichtig, sich politisch zu engagieren, anstatt resigniert in der Bude zu hocken, weil man meint, das bringt ja eh nichts.
  14. 9 points
    Absolut: Wir besinnen uns früher oder später ja immer gerne auf unsere Kernkompetenzen Beratung, Belehrung und Besserwisserei.
  15. 9 points
    Das ist jetzt aber doch'n Scherz, oder? Ich würde London abschreiben - Du wirst dort zu 99% nicht glücklich.
  16. 9 points
    Was haben denn jetzt Terroristen in diesem Faden zu suchen? Vielleicht sollte man einen Faden aufmachen mit dem Thema "Leute, die mit Autos in Menschenmengen rasen" oder "Leute, die Bomben legen" oder "Leute, die sinnlose Kommentare posten"?
  17. 9 points
  18. 9 points
    Na dann haben wir erstens ein neues Krankheitsbild - Expat SAD - und wissen zudem wem wir den Untergang vom NHS in die flipflops schieben können.
  19. 8 points
    Hier ein paar Stories aus dem Alltag 1) Der Elekriker, Bob oder Rob. Seit 20 Jahren kenne ich ihn, nicht gut, denn ich vergesse immer seinen Nickname. Kuerzlich reparierte er was im Haus. Freundlich, effizient, und gar nicht teuer. Aber waehrend er da werkelte schimpfte er unablaessig ueber die Ueberfremdung seines Landes. Ganz klar meinte er uns persoenlich nicht damit. Obwohl wir sein Land genauso ueberfremden wie alle andern 2) in einem meiner zahllosen Clubs sitzt ein besonders netter Mann aus Sri Lanka, seit langem Brite, sehr starker Akzent. Er war Oberbrexitaktivist bei seiner Toryzelle in Enfield. Mich meint er mit seiner Ablehnung der Auslaender ueberhaupt nicht, sich selber auch nicht. 3) Ein weiterer Bekannter, ein ex Polizist, natuerlich ist er weiss, britisch denkt genauso. Auch seine Frau meint er nicht mit seiner Auslaenderablehnung, denn die kam vor 15 Jahren aus Ecuador. Diese saubere Trennung in den Koepfen dieser an sich sympathischen Menschen kapiere nich nicht so ganz.
  20. 8 points
    Das reicht schon, um jemanden mal wieder für eine Woche zu sperren.
  21. 8 points
    Da kann die Dove creme doch richtig mal zeigen was sie drauf hat...
  22. 8 points
    Leslie, wir sind hier in England, einem Land mit einem Reichskriegsmuseum. Hier geht es routiniert freizuegig, aber dennoch gesittet zu. Hier darf man eine Schillerlocke namentlich erwaehnen, und auch darueber sinnieren, warum orthodoxe Juden so viele Kinder haben. Es ist ganz entspannt. Das Unspeakable, das Unaussprechliche bezieht sich hier, anders als in D., nur auf Koenigin Victorias Unterwaesche. Der Threadersteller ist keine Posterin, sondern ein Erpel.
  23. 8 points
    Eine Polizistin behauptete, wir seien 50,000 aber das halte ich für Unfug. 80-100,000 eher.
  24. 7 points
    Ich bin da fast bei Dir, teile Deine Schlussfolgerung aber nicht: eine wie auch immer geartete Lösung, die nicht 100% den Interessen Großbritannien entspricht, wird ja nicht Theresa May angelastet, sondern der "verdammten kommunistisch sozialistisch nationalistischen EU, die den <hard working British families> nichts gönnen wollte". Unterschätze nie die Macht der heuchelei und Doppelmoral.
  25. 7 points
    Ich stimme ungern Leslie zu, aber der Drang sich in 'sicheren Händen' zu fühlen, macht die Ober(-lügnerin)lehrerin May, glaube ich, bei einer grossen Mehrheit beliebt. Wenn alle Remainers nicht Conservative wählen würden, wäre schon was gewonnen, werden sie aber nicht, weil sie tatsächlich glauben, das Land, ihre kleinen Betriebe, Höfe, Häuschen seien bei den Conservatives besser aufgehoben. Mrs May wird doch schon seit Monaten mit Thatcher verglichen. Ich fürchte Furchtbares. Corbyn, der sich auf die Wahl freut, disqualifiziert sich selbst ob Realitätsferne schon dadurch täglich mehr und Labour wird versuchen, diesen Brexitwahlkampf auf der Basis von £10/h Mindestlohn zu führen und was sie tolles mit dem NHS und den Schulen machen, ahnungslos woher das Geld nach dem Austritt kommen soll - und ansonsten den Conservatives und UKIP nach dem Mund reden LibDems sind die einzigen, die versuchen dem Ganzen etwas Realitätssinn zu geben - und einen Hauch Ehrlichkeit, aber ob das was hift?
  26. 7 points
    Jetzt wollte ich gerade – als Mod – noch schreiben, daß man doch bitte aufhören soll, auf mustgo einzuhacken und dann kommt so eine Antwort. Nun, Du hast eine, bzw diverse Fragen gestellt an Leute, die zum Teil schon seit Jahrzehnten in GB sind und daraufhin ehrliche Antworten erhalten. Wenn Dir die Antworten nicht passen, dann können wir da auch nichts zu.
  27. 7 points
    Dass das die Kinder der Bäcker sind, oder dass die Bäcker Haredi sind, war ja auch nicht (mein) Thema. Tut mir jetzt leid, ich hatte eine knee jerk Reaktion und hab auf ein nett gemeintes Posting negativ reagiert, weil mir inmitten der ganzen 'die armen, unterdrückten muslimischen Frauen' Diskussionen, die Situation von Haredi Frauen schon lange in der Nase steckt. Ich seh da wenig Unterschiede aber keiner scheint zu finden, diese Frauen befreien zu müssen und es ärgert mich, dass es solche double standards gibt. Da war mir das Kindergewusel und seine, sorry, unterdrückten Mütter ein rotes Tuch. Mir geht eine Version archaischer, mittelöstlicher Sozialregeln so gegen den Strich wie die andere und jedwede Community deren Männer Freiheiten haben, die ihren Frauen formal nicht zustehen zutiefst suspekt.
  28. 7 points
    Der Brexit ist ein Thema, welches mit dem UK verbunden ist. Genaugenommen das größte Thema seit 1945. Ist Dir denn nicht klar, daß der Brexit eine Entscheidung ist, die auf Jahrzehnte hinaus weltpolitische Folgen haben wird? Klar kann man sich über bestimmte Themen beschweren, aber es reicht, wenn man das einmal tut. Du tust es aber täglich. Es zwingt Dich wirklich keiner, hier mitzulesen.
  29. 7 points
    Genauso wenig ist man gezwungen, hier mitzulesen bzw. kann man ja nur lesen, was nichts mit Brexit zu tun hat. Ich verstehe dein Problem nicht. Das UK ist nicht und wird nie wieder so sein, wie es vor dem Referendum einmal war. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Deshalb wird DIL auch nicht mehr dasselbe sein; denn Millionen von Ratschlägen darin werden null und nichtig und wenn zukünftig jemand postet 'Ich habe mich unsterblich in London verliebt, wie schaffe ich es, mit einem unskilled job in Zone 3 eine 2 Zimmerwohnung zu bekommen', kann man da gar nichts antworten. Wo genau der Sinn des Forums liegt? Keine Ahnung, aber er liegt jedenfalls nicht im Augen verschließen und so tun, als ob der Brexit nicht alles grundlegend verändern würde. Business as usual wird es so schnell nicht geben. Anstatt hier zu lesen, geh doch feiern
  30. 7 points
    Snoop, vorsichtige Warnung: es langt! Du zerlegst gerade schon wieder komplett diesen Faden.
  31. 7 points
    Wow... £46,672 - £61,976 fuer einen Head of External Affairs im DoH... Ein vergleichbarer Job in der Wirtschaft zahlt das Doppelte bis Dreifache! Kein Wunder, dass die niemanden qualifiziertes finden...
  32. 7 points
    Was genau ist denn das Demokratiedefizit? Alle EU Organe sind entweder von den Mitgliedsstaaten gewaehlt oder von den gewaehlten Regierungen der Staaten ernannt. Versteh mich nicht falsch, ich heisse mitnichten jede EU Politik gut, aber an Mangel an demokratischer Legitimation liegt das m.E. nicht.
  33. 7 points
    Ich dachte es ist besser rechtzeitig hier zu sein, bevor alle Wohnungen von flüchtenden Ex-Engländern besetzt sind...
  34. 7 points
    Der Titel "EU-Parlament droht GB mit Veto" stammt vom Spiegel und ist dessen Interpretation des Dokuments. In EU-Sprache heisst das schlicht "Draft Motion For A Resolution". Ob Theresa May in ihrem Brief Drohungen ausgesprochen hat und ob nun das EU-Parlament hier Drohungen ausspricht, liegt rein im Auge desjenigen, der den Text interpretiert.
  35. 7 points
    Seit Mittag versuche ich Bilder / Berichte vom Marsch zu bekommen. Der Guardian berichtete in einem livestream. Auf der BBC war lange g a r n ic h t s zu sehen oder zu hören. Das bedeutete, wenn du nicht gewußt hast, dass da was stattfindet, konntest du auch nicht sdarüber erfahren. Dafür kommt seit Mittag ständig dieser EX-UKIP-Abgeordnete Carswell zu Wort. Diese eine A-Geige gegen 100k die protestieren. Das ist eine echte Schande. Unparteiliche Berichterstattung sind anders aus. Erst am Nachmittag (spät) ein Interview mit einem MP der teilgenommen hat auf BBC gesehen. Das Gespräch war gut. Allerdings haben sie peinlichst vermieden, die Massen zu zeigen.
  36. 6 points
    So. Ein halber von den 24 Monaten bis zum 29 März 2019 ist schon tatenlos vertickt. Was ist das Zwischenfazit?. . . Ist alles zäh wie Molasse. Wie man in der kurzen Zeit überhaupt wesentliche Teile des Scheidungsvertrages abschließend lösen will, ist mir schleierhaft. Naja, jedenfalls wird der britische Civil Service in den nächsten Jahren sowas von absorbiert sein von dem Brexit Problem, dass andere wichtige Dinge restlos auf der Strecke bleiben werden. Immerhin kann die Tory Regierung dabei schon mal nach der grossen Repeal Bill die in UK-Recht umzusetzenden Regelungen im Windschatten der Brexit-gebotenen Eile und Unmöglichkeit parlamentarischer Scrutiny nach ihren Vorstellungen anpassen. In der Zwischenzeit vernehme ich von J. Corbyn, dass Brexit ja eigentlich ganz positiv sei, da man dann endlich (falls Labour mal wieder an die Regierung kommen sollte) mehr arbeitnehmerfreundliche Gesetzgebung machen kann, was anscheinend als EU Mitglied nicht möglich war. Der Mann ist echt ein Phantast. Keine schönen Aussichten . . .
  37. 6 points
    Da du die Starthilfen die hier seit Jahren im Forum NOCH nicht finden kannst(?), hier aus der Reihe "Let me google that for you" ein Hilferuf mit vielen Antworten vom Mai letzten Jahres, gefunden durch die unter 'Startkapital': Dazu noch das hier lesen: http://www.deutsche-in-london.net/forum/struktur/home/ Falls du nach Eigenforschung konkrete Fragen hast, kannst du dich ja nochmal melden.
  38. 6 points
    Diese Woche bei der Arbeit habe ich feststellen muessen, dass es keines Brexits bedarf, um Chaos herzustellen. Dies ist was passiert, wenn EU- und Riesen-US-Firmen-Buerokratie miteinander kollidieren: Wie an anderer Stelle bereits erwaehnt, arbeite ich fuer einen grossen amerikanischen Konzern. Wie bei Unternehmen dieser Groesse ueblich, ist alles mega-buerokratisch. Meine Abteilung entsendet regelmaessig Arbeitnehmer in andere EU- und nicht-EU-Laender (besonders Irland), um dort Auftraege auszufuehren (wir machen software consulting). Obwohl wir Teams haben, die sich um Sachen wie Einreisebestimmungen, Visa usw. kuemmern, hat da wohl jemand gepennt. Am Anfang dieser Woche kam eine ganz aufgeregte Email an: Irgendein Schlaumeier hat herausgefunden, dass eine ganze Reihe EU-Staaten jetzt (und bei "jetzt" meine ich irgendwann im letzten Jahr) die "Enforcement Directive to the Posted Workers Directive" umgesetzt haben. Soll heissen, dass man in vielen Faellen nicht mehr einfach von Land A nach Land B fahren und dort seinen Job machen kann. Je nachdem in welches Land ein Arbeitnehmer entsendet wird muss der Arbeitgeber ein Formular ausfuellen, in dem er angibt wo der AN seinen Job machen wird, wie lange, fuer wen und wieviel er bezahlt bekommt. Das geht in vielen Faellen online und ist eigentlich kein Ding. Die Information wird dann vom Gastland fuer Stichproben und in Beschwerdefaellen benutzt. Der Sinn der Sache ist, Lohn- und Sozialdumping zu bekaempfen (weil die EU mit ihrer Mission, Wirtschaftskraft und Lebensstandards in allen Mitgliedsstaten anzugleichen so viel Erfolg hatte?!) und Arbeitgeber zur Rechenschaft zu ziehen, die ihren Arbeitnehmern nicht den Mindestlohn des Gastlandes bezahlen, wenn die dortige Gesetzgebung das so vorschreibt. Die Massnahme richtet sich wohl in erster Linie an osteuropaeische Bauarbeiter und LKW-Fahrer, die gerne nach Strich und Faden ausgenutzt werden. Ist ja auch gut und schoen, wenn der Arbeitgeber ein mittelstaendisches Unternehmen ist, wo Hedwig aus der Lohnbuchhaltung mal eben das Formular einscannen kann. In meiner Firma ist jetzt der totale Meltdown, weil "die da oben" wohl jetzt damit ueberfordert sind, die Bestimmungen fuer einzelne EU-Laender richtig zu recherchieren und sich entsprechende Geschaeftsablaeufe zu ueberlegen. Also hat man beschlossen, den ganzen Prozess durch KPMG laufen zu managen. Und KPMG wollen natuerlich fuer ihre Dienste fuerstlich entlohnt werden, obwohl die einzelnen Mitgliedsstaaten fuer das Einschicken dieser Formulare noch gar nicht mal Gebuehren erheben. (Am teuersten ist Oesterreich, ich vermute, dass das daran liegt, dass es das Formular nur auf deutsch gibt...) Wir sollen doch bitte einen vierstelligen USD-Betrag in alle Kostenvoranschlaege mit aufnehmen, bis man weiss, wie hoch die Gebuehren wirklich sind. Komplett irre. Es ist jetzt einfacher und billiger, unsere Pappenheimer nach Israel zu schicken, als nach Irland...
  39. 6 points
    Snoop-Du möchtest doch so gerne keine typische Deutsche sein, wieso brauchst Du dann eigentlich für alles 'ne Regel, hast null Humor und bist sehr oft nicht in der Lage andere Meinungen und Erfahrungen zu akzeptieren und beharrst bis zur Schmerzgrenze auf Deinem Standpunkt? Englische Freunde machst Du Dir damit garantiert nicht. Und DIL Freunde auch nicht. Kannste mir mal erklären wieso Du Dir aus KerstinK's Beitrag diesen einen Satz herausgefischt hast und null auf die anderen Aspekte und Kerstintoo's Beitrag eingehst? Du willst doch nicht verstehen was der Sinn des Forums ist, Du willst doch nur ein Clipboard von uns mit "den Rasen nicht betreten und in der Mittagsruhe nicht mähen" Regeln die Du dann meckernd aus dem Ärmel ziehen kannst. Vergiss es, wird nicht passieren. DiL Prominenz wird man übrigens genauso wie man im ersten Leben polulaer wird: In dem man sich Mühe mit den Anderen gibt und den Leuten nicht dauernd vor den Koffer sche***t. Verstehste?
  40. 6 points
    Snoop, Du bist seit gut 10 Jahren hier Mitglied und hast das Forum immer noch nicht verstanden?
  41. 6 points
    Ich gehe davon aus, dass es gerade erst anfängt. Z.B. vorgestern die unterschwellige Kriegsandrohung Richtung Spanien wegen Gibs, gestern die unsägliche 'Rede' von Farage. Bevor da irgendjemand einlenkt wird noch dauern. Momentan sehe und höre ich aber mehr Drohungen vom UK und ich denke, dass diese Politiker ihrem Land einen Bärendienst erweisen.
  42. 6 points
    Es geht um Verträge, die das UK mit der EU bis 2020 (oder 2025?) abgeschlossen hat. Da geht's um Fördergelder, wissenschaftliche Zusammenarbeit usw. Da das UK mit dem Austritt aus der EU diese Verträge nun nicht mehr erfüllen kann, muß es eben zahlen. Aus einem O2-, SKY- oder BT-Vertrag, der über 2 Jahre oder so läuft, kann man ja auch nicht so einfach wieder aussteigen. Abgesehen davon kann das UK ja durchaus Zugang zum Binnenmarkt haben, wenn es zB Freedom of Movement zuläßt. Aber das wollen sie ja nicht.
  43. 6 points
    Der Quark steht hier übrigens beim Käse, nicht beim Joghurt.
  44. 6 points
    Ausgewanderte Briten koennen meine Gruende nachvollziehen! Also einer zumindest. https://permanenttourist.ch/2017/04/sixteen-years-in-london-a-response
  45. 6 points
    premiere: zum ersten mal während meiner langjährigen dil-mitgliedschaft werde ich den ignore-button benutzen...
  46. 6 points
    Dieses Argument hab ich auch nie verstanden... Genauso wie die von der EU aufgezwungenen Gesetze, Leute die wir gewählt haben, haben demokratisch für oder gegen diese Gesetze gestimmt.
  47. 6 points
    Als jemand der als Manager in der Vergangenheit Jobinterviews gefuehrt habe, kann ich was dazu sagen: besonders einige Inlaender haben ziemlich hohe Joberwartungen heutzutage. Egal ob UK oder DE. Ohne Firmenlaptop, ohne Firmenwagen, ohne dies, das, oder jeniges, moechten viele Inlaender keine unskilled/semi-skilled jobs machen. Frag mal - wer in UK geboren war, moechte heutzutage in einer Fisch/Stahlfabrik arbeiten oder irgendwo kellnern? Als Manager vielleicht, aber nicht als frontline Mitarbeiter. Ich beleidige nicht unskilled/semi-skilled jobs. Habe am Anfang selber hier in Dland gekellnert und dadurch sehr schnell Deutsch gelernt. Meiner Meinung nach, haben ex-Kellner sehr gute Kompetenzen die bei skilled Jobs uebertragbar sind. KellnerIn ist einer der schwierigsten (oft nicht dankbar) Jobs die ich je erfahren habe. Die Erwartungen als Inlaender sind nur heute sehr hoch. Bei Auslaender kann es oft darum gehen, mit dem ersten Fussschritt auf die Leiter zu klettern. Hat irgendwas mit "Ueberleben" und "Ausdauer - also Perseverance" zu tun. Das gleiche gilt bei "very skilled" jobs. Nicht jeder Inlaender will Jahrzehnten lang studieren/ueben und dann Arzt werden. So braucht mann die Ebbe und Flut von Migration.
  48. 6 points
    Das hier ist ne gute Zusammenfassung von 'where we are now'. Ich teile die Analyse und Befürchtungen des Autors. Meine persönliche Prophezeiung ist, dass das UK ziemlich zügig die Verhandlungen verlässt, der EU intransigence vorwirft und May sich auf einer Welle des Hurrahpatriotismus in Neuwahlen die grösste Mehrheit der Nachkriegszeit holt, mit der sie dann machen kann was sie will (Ausländer raus! zum Beispiel, was ja ein Steckenpferd von ihr war und ist) http://www.newstatesman.com/politics/staggers/2017/03/theresa-mays-article-50-letter-fires-brexit-starting-gun
  49. 6 points
    Und jedem, der they're richtig schreiben kann wird die Einreise verweigert.
  50. 6 points
    Das ist nicht der Punkt. Wann hat schon jemals eine Demo ganz direkt Regierungspolitik geaendert. Es ist jedoch wichtiger denn je, dass das Narrativ, dass das Land sich geschlossen hinter Brexit stellt, mal korrigiert wird. Sowas wird auch in der EU wahrgenommen. Leider schweigt die Presse das etwas tot (abgesehen von Guardian und Independent), aber das ist nicht ueberraschend. Und es fuehlte sich klasse an, mal etwas Solidaritaet zu spueren. Was ich vor allem klasse fand, ist dass so viele Briten dabei waren. Natuerlich auch viel Europaer, aber ich wuerd sagen, 50 / 50 Briten mindestens. Und ein Nachtrag: ich war vorher noch nicht auf diesem Thread. Ich war am Anfang auch dafuer, dass das Theresa Float kommt, bis der Anschlag passiert ist. Bei der Veranstaltung gestern waer das echt fehlplatziert gewesen. Das war so zivilisiert und ruhig, wie ich noch nie eine Demo erlebt habe. In a good way.